BSC Young Boys – FC Zürich

26. Februar 2010 um 13:30 von Biber in der Kategorie Matchvorschau

gegen den  

Vorweg: Es gibt in diesem Spiel einen klaren Favoriten und einen klaren Aussenseiter. Daran ändert die Tatsache nichts, dass wir Zürich stärker einstufen, als der momentane Tabellenplatz den Anschein erweckt. Die Zürcher spielen aber auch in der Rückrunde konstant unter ihren Möglichkeiten: Mit zwei von sechs möglichen Punkten (0:0 zu Hause gegen Xamax und ein 1:1 auswärts gegen Sion, das dritte Spiel wurde verschoben weil das Leichtathletikstadion – naja, ihr wisst schon) zementieren die Zürcher ihren Mittelfeldplatz. Eine Aufholjagd würde anders aussehen. Zudem fehlen am Samstag mit Vonlanthen, Djuric und Thihinen wichtige Leistungsträger Spieler.

Und wir? Wir sind die Favoriten und Meisteraspiranten. Allerdings lassen die beiden letzten glückhaften und erknorzten Siege wenig Rückschlüsse auf die Verfassung der Mannschaft zu, zumal bei uns wichtige Leistungsträger fehlten. Nun sollte immerhin Doumbia und – sofern nicht über Nacht noch ein Zehennagel einwächst – auch Yapi wieder ins Kader rücken. Alles andere als ein Sieg wäre deshalb eine Überraschung.

Gaeubschwarz.be tippt auf ein 3-1.

P.S. Besonders gespannt sind wir jetzt schon auf das Interview mit Challandes. Wird er nach der Niederlage zuerst das Wort „Schiedsrichter“ oder das Wort „Pech“ in den Mund nehmen? Oder vielleicht doch „Kunstrasen“. Spätestens nach dem zweiten Satz wissen wir es.

Sportshow – Olympische Exoten zum 2.ten

24. Februar 2010 um 10:10 von admin in der Kategorie Sportshow

Olympia ist noch nicht vorbei und liefert noch genügend Stoff um euch noch etwas zu berichten. Wenn wir die teilnehmenden Nationen von Vancouver  2010 anschauen, fallen immer einige Länder in welchen man keinen Wintersport vermuten würde. Letzte Woche haben wir euch schon einige interessante Olympioniken vorgestellt. Da sich der Verband wintersporttreibender Damen bei mir beschwert hat, werde ich heute auch eine Olympionikin in den Artikel aufnehmen.
Also los gehts!

Marjan Kalhor

KALHOR Marjan
Ist 1988 geboren und stammt aus dem Iran.
Sie fühlt sich auf den Brettern nicht nur auf dem Schnee pudelwohl, auch auf dem Grass zeigt sie vollen Einsatz.
Schon mit vier Jahren begann Marjan Kalhor mit dem Skilaufen. In der Saison 2005/06 nahm sie im Iran und in der Türkei an ihrem ersten FIS-Rennen teil.
Schon am 6.April feierte sie dann ihren ersten Sieg und Anfang April 2007 wurde sie dann auch Iranische Meisterin im Riesenslalom.
Inzwischen ist sie sechsfache Iranische Meisterin  im Alpinen Skilauf.
Wer sich nun einmal einen etwas anderen Ski- oder Boardurlaub gönnen möchte soll doch mal die folgende Infoseite des Skiressorts in Dizin anschauen:
http://www.j2ski.com/asian_ski_resorts/Iran/Dizin.html

Sophia Papamichalopoulou

PAPAMICHALOPOULOU Sophia
Der Name exotisch, die Herkunft weniger.
Sophia stammt aus Zypern und ist auch im Alpinen Skizirkus tätig.
Speziell daran ist, sie vertritt ihre Heimat gleich mit ihrem Bruder zusammen.
Auch  Christopher ist im Skibusiness am Werke.

PAPAMICHALOPOULOS Christopher
Christopher Papamichalopoulous

Keshavan Shiva

K. P. KESHAVAN Shiva
Keshavan wuchs in den Höhen des Himalaya auf. Darum ist es sicher auch nicht verwunderlich, dass er nun im Rennschlitten den Hügel runterdonnert.
Da man in Indien offenbar auf den Geschmack gekommen ist was den Wintersport angeht, wurde Keshavan vor kurzem darüber informiert, dass die Indische Regierung ihn gerne sponsern möchte.
Ein paar Tage vor dem Start der olympischen Spiele erlitt Keshavans Schlitten einen Schaden. Da Keshavan ein Drittel(!!!) des gesamten Indischen Teams darstellt, war nicht genug Geld vorhanden um den Schlitten zu reparieren. Erst als fünf der führenden Indischen Anwälte  U.S. $ 10’000 spendeten, konnte Keshavan mit einer neuen Ausrüstung versorgt werden.
Die Jungs da träumen nur von den Verhältnissen der Schweizer Delegation.

Das wars also mal wieder von der Sportshow, welche sich nun auch wieder von Olympia verabschiedet.

Videobeweis – nicht alles Gold was glänzt!

23. Februar 2010 um 09:00 von Pele in der Kategorie Gelbschwarze Karte

Schiri“ ist ein junger und ambitionierter Schiedsrichter aus der Region. Er wird uns in regelmässigen Abständen Anekdoten aus der Welt der Regionalfussball-Schiris berichten und wird unklare Referee-Entscheidungen aus der grossen Fussball-Welt aufschlüsseln.

Nicht ganz unerwartet verstärken sich die Bedürfnisse der Fans, den Fussball mit einer weiteren technischen Unterstützung zu versehen und den Schiedsrichter stärker zu unterstützen. Denken wir zurück: früher war in der Mitte ein Mann in schwarz, der mit einer Trillerpfeife und zwei Linienrichtern mit Holzfahnen ohne Karten auf dem Platz rumrannte. Heute tragen die Schiris unterschiedlichste Farben, haben gelbe und rote Karten dabei, wenn ein Schiedsrichterassistent etwas sieht, ruft er es in ein Mikrofon, drückt auf der Fahne und der Schiri hört es und spürt es am Arm. Die Frage lautet nun: ist der Videobeweis ein sinnvolles Hilfsmittel?
Zuerst möchte ich mich vom Argument der Fussball-Romantiker (gleichzeitig Videobeweis-Gegner) distanzieren, wonach der Videobeweis böse ist, weil er ein 150 Jahre altes Regelwerk von Grund auf reformieren will oder das Fussballspiel gar zerstören könnte. Ich bin nicht gegen den Videobeweis, weil ich Neuerungen nicht befürworte. Obwohl das Fussballreglement als relativ starr betrachtet werden kann, hat dieses immer wieder einschneidende und sinnvolle Anpassungen gekannt, die von zeitgenössischen Standpunkten inspiriert waren. So wurden Ende des 19. Jahrhunderts Bäume und Sträucher von den Spielfeldern verbannt, weil der Rasenmäher erfunden wurde – oder Ende des 20. Jahrhunderts der Rückpass an den Torhüter verboten, weil diese Regel nicht mehr der aktuellen Spielphilosophie entsprach. Heute reden wir vom Aluminiumtreffer, während früher Tore aus Holz auf den Naturrasen gestellt wurden, als YB-Fans wisst ihr bestens, dass heute nicht mehr überall Gras gefressen wird.

Nur eine Regelkonstellation hat in der Geschichte des Fussballs eine konstante Ablehnung einer Regelanpassung gekannt: der Einbezug des Videobeweises. Dies liegt wohl vor allem daran, dass zur Einführung des Videobeweises gleich mehrere Regeln angepasst werden müssten, was wie schon eingangs angedeutet, bei den Nostalgikern des verantwortlichen FIFA-Regelboards nicht auf grosse Gegenliebe stösst.
Es stehen sich in der Debatte philosophische und ökonomische Betrachtungsweisen gegenüber. Auf der Höhe der Zeit stütze ich meine Meinung vor allem auf Effizienz-orientierte Kriterien und komme zum Schluss, dass die Effizienz der Schiedsrichter-Entscheidung (also ein 100% richtiger Entscheid) nur bei Torsituationen, nicht aber bei Tatsachenentscheiden im laufenden Spiel (Foul, Abseits etc.) gesichert werden kann. Daher spreche ich mich für einen Einbezug technischer Hilfsmittel ausschliesslich zur Beurteilung von Torsituationen (hat der Ball die Torlinie in vollem Umfang überschritten?) aus.
Die wichtigste Frage für mich ist: kann mit dem Videobeweis eine effiziente Beurteilung der Spielsituation erreicht werden? Also: kann jegliches Fehlerpotenzial der Beurteilung eliminiert werden?

Was die Beurteilung von Tor/nicht-Tor Situationen (hat der Ball die Torlinie mit vollem Umfang überschritten?) anbelangt, bin ich der Überzeugung, dass mit dem Videobeweis eine absolute Sicherheit erreicht werden kann. Die allerneusten grafischen Darstellungen wie 3D-Analysen erlauben eine sehr präzise Aufschlüsselung der Torsituation. Auch aus der philosophischen Position ist die Sicherheit der richtigen Anerkennung des Torerfolgs unbedingt nötig, schliesslich kann im Fussball eine einzelne Torsituation spielentscheidend sein. Obwohl das Spiel zur Beurteilung der Videobilder zweifelsohne ein paar Minuten lang unterbrochen würde, ist der Mehrwert des Videobeweises klar gegeben. Die verlorene Zeit kann am Ende der Halbzeit nachgespielt werden oder gestoppt werden. Zudem sind solche knappen Torsituationen auch im modernen Fussball nach wie vor selten. Dem Videobeweis zur Aufschlüsselung von umstrittenen Torsituationen ist also zuzustimmen.

Die Anwendung des Videobeweises wird jedoch über alle Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters gefordert, notabene wiederum über die spielentscheidenden Szenen wie Penaltysituationen, Abseitsentscheide und Unsportlichkeiten. Erlaubt die Anwendung des Videobeweises eine unfehlbare Beurteilung solcher Spielsituationen? NEIN. Trotz Einbezug der Videobilder wäre die Beurteilung dieser Spielszenen nach wie vor subjektiv. Team A und Team B nähmen bei der Entscheidungsfindung nach der Betrachtung der Videobilder zu Penaltyszenen oder Abseitssituationen mit hoher Wahrscheinlichkeit entgegen gesetzte Positionen ein, so dass letztendlich wiederum ein unabhängiger Schiedsrichter entscheiden müsste.

Nun kann man sich fragen, ob es sinnvoll ist, dem Schiedsrichter als alleinige Entscheidungsinstanz die Möglichkeit zu geben, zur sicheren Beurteilung einer Spielsituation die Videobilder zur Verfügung zu stellen? Folglich lägen dem Schiedsrichter die Videobilder aus allen möglichen Kamerawinkeln vor. Wiederum unter Berücksichtigung des Effizienzgedankens würde man aufgrund der Verfügbarkeit der Videobilder vom Schiedsrichter nun erwarten, einen unfehlbaren Entscheid zu treffen. Schliesslich ist es genau das, was mit dem Videobeweis erwirkt werden soll. Doch bei Tatsachenentscheiden wie Penaltysituationen und Abseitsentscheiden ist eine unfehlbare Entscheidung des Schiedsrichters trotz Videobilder nicht garantiert. Es besteht ein Restrisiko einer falschen Beurteilung. Schliesslich kommt es oft vor, dass eine Foulbeurteilung im Strafraum nicht von allen Kamerawinkeln den gleichen Schluss zulässt oder dass eine Abseitsentscheidung falsch ausfällt, wenn die Kamera nicht zentimetergenau auf der Abseitslinie installiert ist. Daher ist der Videobeweis für Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichter aus meiner Sicht nicht anwendbar, weil er keine endgültige Sicherheit über die Entscheidung des Schiedsrichters zulässt, da die Spielsituationen trotz Videobilder interpretierbar bleiben (also anders als bei einem Tor/Nicht-Tor Entscheid).

Bester Beweis für die YB-Fans meiner Thesen sollte das Spitzenspiel gegen Basel sein. Es war faszinierend mit Baslern und Berner über zwei entscheidende Szenen des Spiels zu diskutieren: während viele Hauptstädter der Überzeugung sind, dass Streller nicht berührt wird, regen sich diverse Basler auf, dass Wölfli nicht rot sieht. Beim Tor zum 3:0 sind quasi alle Berner sicher, dass Offside gepfiffen werden sollte, die Basler aber finden, dass der Stürmer nicht eingreift. Klar, das sind Diskussionen mit gelb-schwarzen und rot-blauen Brillen, aber auch im Kreise meiner Schirikollegen wird kontrovers erörtert und richtig einig wird man sich nicht. Es sind diese klassischen Grauzonen-Entscheide, die schlicht in der Beurteilung des Schiris liegen. Was bringt ein Videobeweis in solchen Situationen? Nichts!

Last but not least zweifle ich an der Umsetzbarkeit in kleinen Stadien wie dem Communale, Brügglifeld oder auch einem Stadion wie dem Tourbillon, auch wenn ich wahrlich nicht aus dem technischen Bereich komme. Es kann aber nicht sein, dass Zürich, Basel oder YB einen Videobeweis haben und Bellinzona zu Hause darauf verzichten müsste.

Das Fussballreglement kennt nur 17 Regeln, insofern werden die Sachverhalte des Spiels relativ grob zusammengefasst. Eine dieser Regeln ist die Regel 10. Eigentlich wird in dieser Regel nicht viel geregelt, was nicht auch unter der Regel 9 „Ball in und aus dem Spiel“ hätte geregelt werden können, wenn es nicht um den spielentscheidende Sachverhalt gehen würde, nämlich „Wie ein Tor erzielt wird“. Dem Torerfolg widmet das Regelwerk also eine eigene Regel. Dies verdeutlicht den Stellenwert des Torerfolgs in unserem Sport und ist somit mit Videos zu unterstützen.

Darf man einem Gegner etwas Schlechtes wünschen?

22. Februar 2010 um 15:15 von Biber in der Kategorie Getackelt

  

Jeden Montag wird unter “getackelt” das verbale Bein ausgefahren und der Gegenspieler vom Ball getrennt. Manchmal fair, manchmal nicht, aber immer auf den Ball gespielt.

Darf man einem Gegner etwas Schlechtes wünschen? Diese Frage beschäftigte mich letzten Samstag intensiv. Nach einem fairen Zweikampf ist Verletzungs-Gott Alex Frei unglücklich gestürzt und hat sich dabei den Arm gebrochen. Zweimal, schliesslich hält doppelt genäht ja auch besser.

Die halbe Fussballschweiz ist geschockt. Allen voran der Blick, der aus diesem Anlass auch gleich den äusserst schmeichelhaften Arbeitssieg der Basler in eine heroische Schlacht umschrieb. Ich hingegen versuchte meine Gefühle erstmal ein wenig zu ordnen. Das ging in etwa so:

 „Man wünscht keinem Gegner eine Verletzung“ sagte eine Stimme in meinem Kopf.

 „Es ist Alex Frei. Verstehst Du? Alex Frei“, sagte die andere Stimme.

Aber trotzdem. Einfach armselig sich über Unglück eines anderen zu freuen.

Ach ja? Und wenn es uns nützt?

Nützen? Du willst doch nicht so die Meisterschaft gewinnen? Dank einer Verletzung des Gegners?

Das ist mir egal. Verletzungen gehören halt dazu. Ich hätte auch lieber einen Yapi, der mit dem Kopf nicht vielleicht doch schon in Basel ist. Aber wir müssen uns damit arrangieren. Wie sich der FCB jetzt ohne Alex Frei arrangieren muss. Übrigens, meinte nicht Alex Frei noch vor kurzem höhnisch, dass Doumbia die Saison bei YB nicht zu Ende spielen würde.

Was hat das denn damit zu tun?

Nun, wer spielt jetzt die Saison nicht zu Ende?

Alex Frei. Aber das ist wirklich unglücklich. Er ist ein toller Fussballer. Er ist für die Nationalmannschaft wichtig und für die gesamte Liga … Hör sofort auf zu lachen!

Weisst Du was? Mir ist die Liga egal. Und die Nati kümmert mich – wenn überhaupt – in ein paar Monaten. Für mich zählt im Moment nur YB. Nachdem in letzter Zeit das Pech an den Stollen unserer Spieler klebte, ist das eine gute Nachricht. Ich wünsche Alex Frei gute Genesung. Aber er soll sich Zeit lassen.

Man wünscht einem Gegner nichts Schlechtes. Aber wenn es passiert, dann passiert es halt. Man braucht dann auch keine falsche Traurigkeit zu heucheln.  „Schock für Basel und die ganze Schweiz. Alex Frei für acht Wochen out!“ las ich nochmals die Schlagzeile vor mir. Und lächelte.

FCSG – YB 1:2

22. Februar 2010 um 09:10 von Pele in der Kategorie Matchbericht
Wölfli: 5 Trotz eines Handicaps grundsolide (die Verteidiger mussten seine Abstösse ausführen und auskicken konnte er nur mit links aufgrund einer Fussverletzung). War vor allem bei Standards sehr sicher und liess bei den Cornern keine grosse Gefahr aufkommen.
Dudar: 5 Wie RGS-Bryan richtig erkannte: El Padron! War gestern enorm wertvoll und hielt seine Abwehr auch in hektischen Momenten beisammen. Zudem: enorm starke Kopfballwerte.
Lingani: – Musste nach einer halben Stunde wegen Adduktorenproblemen ausgewechselt werden. Bis dahin ok.
Affolter: 4.5 Hatte sehr viel zu tun, erledigte die meisten Aktionen aber stark. Hat ab und zu noch Mühe mit der Angriffsauslösung.
Hochstrasser: 4.5 Wie immer eine extrem wichtige Arbeitskraft im Mittelfeld. In der Schlussphase gar einer der Offensivsten, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Hätte in den hektischen Phasen des Spiels etwas mehr zur Beruhigung beitragen dürfen.
Doubaï: 4.75 Steigert sich von Spiel zu Spiel und beginnt langsam, den Spielaufbau zu ordnen. Aber auch er hätte den einen oder anderen langen Ball sein lassen sollen. Gerade in den hektischen Phasen merkte man: Doubaï ist NOCH kein Yapi. Seine langen Bälle auf die Stürmer sind hingegen erste Sahne.
Sutter: 4.5 Mit einer herrlichen Vorarbeit beim 0:1 – liess gleich mehrere Spieler alt aussehen. Ansonsten bemüht und vor allem defensiv engagiert. In der zweiten Halbzeit leider mit einigen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung.
Raimondi: 4.75 Obwohl er nach eigenen Aussgane noch nicht 100%ig fit ist, zeigte Mändu eine sehr starke Leistung bei seinem Start-11-Debut in dieser Saison. Hervorragende Vorarbeit vor dem 0:2 und auch sonst sehr fleissig. Es ist Luxus, den Degen-Ausfall mit einem Raimondi kompensieren zu können.
C. Schneuwly  4.5 Wiederum in der Start-11 und wiederum mit einer guten Leistung. Strahlt noch nicht DIE Torgefahr aus, jedoch sehr fleissig und mit einem guten Schuss. Steigert sich von Spiel zu Spiel.
Regazzoni: 5.5 Rega schiesst 2 Tore! Das alleine ist schon Grund genug, den Mann des Spiels besonders hervorzuheben. Doch Rega war auch sonst der fleissigste und engagierteste auf dem Bitz – wie bereits in den beiden Spielen zuvor. Bravo & weiter so!
Lustrinelli: 4.5 Noch keine Woche in Bern, doch bereits in der Start-11 und mit einem Assist – Mauro Lustrinelli ist schneller bei YB angekommen, als dies die Meisten erwartet hätten. Rackerte und kämpfte viel, wenn auch die gefährlichen Aktionen selten waren. Sein erster Treffer wurde ihm vom Schiedsrichter-Trio (noch) verwehrt.
Coly: 3 Coly fügte sich für einmal gar nicht schlecht ins Spiel ein. Hatte eine Chance die knapp am Tor vorbei ging, setzte Thierry Doubaï einmal hervorragend in Szene und hatte kurz vor Schluss die Möglichkeit, endlich einmal wirklich positiv in Erscheinung zu treten: Doch er vergab „plütteraleini“ kläglich vor Vailati. So wird das nichts, leider.
Mardassi:  4.75 Mit einigen hervorragenden und wichtigen Tacklings war Mardassi in der zweiten Hälfte sehr wertvoll. Zeigte eine gute Partie.
Schneider: – keine Note

Fazit:
YB siegte unverdient, war im Online-Blick zu lesen. Der Schiri habe YB unglaublich bevorzugt, als beim 0:1 etwa 3 Berner abseits gestanden waren. Dies ist teilweise richtig: St. Gallen war über weite Strecken die aktivere Mannschaft und YB wurde der erste Treffer geschenkt. Dennoch, aufgrund der vielen gewichtigen Absenzen und dem traditionell schwierigen Auswärtsspiel in St. Gallen, zeigten die Young Boys eine beindruckende Leistung. Nicht spielerisch, jedoch mit Herz, Einsatz und Kampfgeist. Solidarisch kämpfte jeder für den anderen und man opferte sich für das Team bedingungslos auf. Auch wenn die Ostschweizer mehr vom Spiel hatten – ihre Chancen waren grösstenteils alles andere als zwingend. Und: Das Lustrinelli alleine vor Torhüter Vailati fälschlicherweise zurückgepfiffen wurde, ein Foulelfmeter an Hochstrasser nicht gegeben wurde und das sowohl Doubaï, Schneuwly und Coly die Chancen hatte, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, wird leider nirgends erwähnt.

Vorschau: FCSG – YB

19. Februar 2010 um 09:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Was für eine Woche!
Zuerst wird Mauro Lustrinelli als neuer Mittelstürmer vorgestellt. Was im ersten Moment zu einem schmunzeln führte, erschien doch den Meisten (nach einer Minute nachdenken) als gute Lösung. Schliesslich sind mit Morello, Schneuwly und Coly alle potentiellen Mittelstürmer entweder verletzt oder untauglich.

Doch bereits wenige Stunden später wurde der Abgang Yapis zum Saisonende bekannt gegeben – ausgerechnet zum Ligakonkurrenten Basel.
Eine Schockmeldung für die Meisten, doch dieses Thema wurde diese Woche bereits genug behandelt, um es hier noch mal breit zu schlagen.

Und als wäre nicht schon genug passiert, fällt David Degen nun auch noch aus. Das Pfeiffersche hat ihn befallen, und niemand kann genau sagen, wann er auf den Platz zurückkehrt.

Unter diesen Voraussetzungen soll man sich nun also auf die bevorstehende Aufgabe in St. Gallen konzentrieren. Keine leichte Sache, vor allem weil St. Gallen Zuhause traditionellerweise nur sehr schwer zu schlagen ist. In der Hinrunde gelang dies knapp und etwas glücklich – nachdem man zuvor einen 2:0-Vorsprung verspielt hatte.

Die Ausgangslage ist eigentlich klar: Will man den FCB auf Distanz halten, muss auch in St. Gallen gewonnen werden, ohne wenn und aber. Sollte der Vorsprung auf 1 oder 2 Zähler schmelzen, würde die Unruhe in Bern sicher nicht kleiner und die Basler würde weiterhin an Auftrieb gewinnen.

Dennoch reist YB als Leader nach St. Gallen und ist 100%iger Favorit.

Wenn man an die starke erste Hälfte gegen Luzern anknüpfen kann, dann wird Gelbschwarz mit drei Punkten nach Hause reisen.

Gaeubschwarz.be prophezeiht ein 1:0 und spielt folgendermassen:

Wölfli

Lingani (de Pierro) – Dudar – Affolter

Sutter – Hochstrasser – Doubaï – Raimondi

C.Schneuwly – Doumbia – Regazzoni

LJs Schnegge Check: Vanessa

18. Februar 2010 um 09:03 von Pele in der Kategorie LJs Schnegge-Check

Hallo und herzlich willkommen in der Spielerfrauen-Rückrunde!

Eigentlich wollten wir bei diesen Temperaturen mal Richtung Spanien fliegen, dort scheint es eine Schnegge zu geben, die man gerne näher beleuchtet, aber die Ereignisse der letzten Zeit zwangen mich schlussendlich, einen Umweg über London zu machen, wo einer der besten Verteidiger der Welt bewiesen hat, dass er in anderen Bereichen seine Stärken eher im Angriff hat.

Kurz und knapp: Vanessa Perroncel ist ein Luder. Das würde sie wohl sogar über sich selbst sagen. Ihren kometenhaften Aufstieg vom C- zum B-Promi schaffte sie durch ihre Beziehung mit Wayne Bridge. Richtig, das ist die Intelligenzbestie, die nach einem gewonnenen Ligacupfinale meinte „Das wichtigste sind die 3 Punkte“…Sogar ein Kind haben die beiden zusammen. Wie die meisten Luder hat sie aber den Partner längst wieder gewechselt.

Auf der anderen Seite haben wir John Terry. Vorbild der Massen. Ein Kämpferherz der noch für Fairplay und die alten englischen Tugenden steht. Und ein erstklassiger Fussballer, der verheiratet ist und seine Frau natürlich nie betrügt. Doch was passiert wenn sich Luder und Vorbild begegnen… ganz genau, das Vorbild macht das Luder. In England dauert es dann ungefähr 42 Minuten, bis sowas in allen Zeitungen steht, kurz vor der Veröffentlichung schreibt Terry in Tiger Wood-Manier sogar noch ein SMS an den Herrn Bridge, dass „natürlich nichts gelaufen ist“.

Capello will Terry nicht mehr als Captain, Ancelotti will Terry weiterhin als Captain – die Nation ist entsetzt über den unverwundbaren Superstar. Und falls Terry nicht bewusst war, wie tief er fiel, weiss er es nun definitiv – dann sogar Sepp Blatter hat das ganze kommentiert – jetzt kann es nur noch aufwärts gehen.

Man kann sich schon fragen, wie in so einem Fall die Reaktion in der Schweiz ausgesehen hätte… aber Cabanas, Hodel und Cantaluppi interessieren halt einfach kein Schwein. Da wenden wir uns doch lieber nochmal dem Milf-Luder zu!

Sportshow – Exoten bei Olympia

17. Februar 2010 um 09:59 von admin in der Kategorie Sportshow

Seit 1924 gibt es die olympischen Winterspiele in ihrer heutigen Form. Zuvor gab es schon andere ähnliche Wintersportwettbewerbe, jedoch nicht in dem Umfang wie wir es heute von Olympia kennen. Bis 1994 wurden die Winterspiele immer im selben Jahr durchgeführt wie die Sommerspiele. Erst ab dann wurden die Spiele im zweijährigen Wechsel mit den Olympischen Sommerspielen durchgeführt.

Seit Cool Runnings ist auch bekannt, dass es manchmal auch Teilnehmer aus eher exotisch anmutenden Ländern an die Winterspiele schaffen.  Wir haben die aktuellen Teilnehmer mal etwas genauer angeschaut und sind dabei auch auf das eine oder andere sicher nicht ganz typische Wintersportland gestossen.
Folgende Teilnehmer  stammen aus solchen Ländern:

Leyti Seck
Stammt aus dem Senegal und nimmt in Vancouver teil als Alpin-Skifahrer.
Er war bereits an der Olympiade 2006 dabei und erreichte den 55. Platz im Super-G mit einer Zeit von 1:42.87 Gewonnen hatte damals Kjetil Andre Aamodt mit einer Zeit von 1:30.65.
Die Zeit von Seck lässt sich also durchaus sehen…immerhin kam er dort im Ziel an, was ihm beim Slalom und Riesenslalom verwehrt blieb.

Samir Azzimani
Kommt aus Marokko und ist ebenfalls Alpin-Skifahrer.
Um nicht ganz allein nach Vancouver reisen zu müssen, als einziger Teilnehmer seines Landes, hat er 8 Kinder aus einer Stadt in Frankreich mitgenommen.
Als einziger marokkanischer  Olympionike genoss er natürlich das Privileg, gleich auch die Landesflagge zu tragen.

Kwame Nkrumah-Acheampong
Auch er ist ein alpiner Skirennläufer und stammt aus Ghana. Sein Spitzname ist „Schnee-Leopard“ .
Er ist der erste Ghanaer der sich für Olympische Winterspiele qualifizieren konnte.
In den Jahren 2007 und 2009 nahm er an den alpinen Skiweltmeisterschaften teil.
Er konnte sich nun durch Punkte welche er an FIS-Rennen (7 Platzierungen unter den ersten 30) sammelte, für den Ausflug nach Vancouver empfehlen.

Spannend sicher auch sein Beruf: Er ist Safari-Führer!

Errol Kerr
Um am Schluss noch einmal auf Jamaika eingehen zu können, stellen wir euch noch diesen jungen Wintersportler vor.
Kerr erlernte als Sohn eines Jamaikaners und einer US-Amerikanerin in der Region um den Lake Tahoe das Skifahren.
Angefangen hat er  im Bereich der alpinen Rennen, stieg dann aber ab 2008 auf Freestyle-Skiing um.
Sein bestes Resultat erreichte er in Hasliberg, wo er auf den achten Rang vorstiess und an der Weltmeisterschaft in Inawashiro als Zehnter.
Er ist der erste Jamaikaner der in einer Skidisziplin an einer Olympiade an den Start gehen wird.

Vielleicht sehen wir schon bald einen Film über einen dieser Sportler. Beim Bobteam hat es ja auch geklappt.

Siddhartha lockt Jorginho, oder ein Blick in die Zukunft

16. Februar 2010 um 08:30 von Biber in der Kategorie Unsere Zweiten

In der Kategorie „Unsere Zweiten” begleitet gaeubschwarz.be zwei unterschiedliche Mannschaften auf Ihrem Weg durch die Meisterschaft. Regelmässig berichten wir über deren Abschneiden.

Der Siddhartha-Coach sagt grinsend: „Wir wollen ja keine Unruhe beim SCW stiften, aber natürlich ist Jorginho ein sehr interessanter Spieler – auch für uns.“

 Zumindest dementiert auch Jorginho die Spekulationen nicht. „Die Verhandlungen laufen. Ich will im Moment nicht mehr zu dem Thema sagen und bitte Sie, dies zu respektieren.“ Genau wie Siddhartha-Assistenz-Coach Phippu: „Wir kommentieren keine Gerüchte.“

 Es liegt aber auf der Hand, dass Siddhartha sich mit einem Spieler wie Jorginho beschäftigt – wie zuletzt auch mit Almen Abdi und Gilles Yapi Yapo. Genau wie der ehemalige FCZ-Star (jetzt Le Mans)und der ehemalige YB-Star (jetzt Basel) ist der Schweizer ablösefrei zu haben.

 Der SCW Sportchef gibt sich kämpferisch: „Es würde mich überraschen, wenn Jorginho zu Siddhartha United Senioren wechselt. Es wäre sicher nicht das, was er will. Jorginho sagt doch, er wolle in einer grossen Liga spielen.

Achtung: Dauerwerbesendung

15. Februar 2010 um 14:30 von Biber in der Kategorie Getackelt

Jeden Montag wird unter “getackelt” das verbale Bein ausgefahren und der Gegenspieler vom Ball getrennt. Manchmal fair, manchmal nicht, aber immer auf den Ball gespielt.

Vor längerer Zeit, als das Fussballgeschäft deutlich mehr Geld vernichtete denn generierte, bot ein gewisser Herr Oetker, bekannt durch Wackelpudding, Bier und eine Reederei, einem Klub in Ostwestfalen an, ein neues Stadion zu finanzieren und als Hauptsponsor einzusteigen. Die Bedingung war, dass das Stadion den Namen des Hauptsponsors, Dr. Oetker, hätte tragen sollen. Namentlich in diesem Punkt wurde man sich offenbar nicht einig. Ein Stadion mit dem Namen eines Sponsors? Undenkbar. Der Klub lehnte ab. Das war in den 70er Jahren.

 Heute sieht es anders aus. Stadien oder einzelne Tribünen haben längst irgendwelche Firmen als Namensgeber und ganz verhurte Vereine opfern dem schnöden Mammon gar ihre eigene Identität und Geschichte und nennen sich zum Beispiel fortan Red Bull Salzburg. Davon sind wir weit entfernt. Für unsere super Namenskreation „Stade de Suisse“ kriegen wir keinen Rappen. Ja, nicht einmal zum Austragungsort für Länderspiele reicht es und der Cupfinal wird in Zukunft, so befürchte ich, weiterhin ein eher seltener Gast bleiben. Dafür holen wir unser Geld anders rein. Unsere clevere Sponsorabteilung vermarktet so ziemlich alles während und um den Match. Noch sind nicht sämtliche Ideen verwirklicht, aber wenn es so weiter geht, klingt es bald so:

 „Der während der Mepha-Verletzungspause noch gepflege Degen warf anschliessend den Galenica-Einwurf zu Hochstrasser. Der machte eine Perry Bar-Flanke auf Doumbia, der zu einem Bernische Kraftwerke AG-Solo ansetzte und den Ball unhaltbar im Gebäuderversicherung Bern-Tor versenkte (nicht zu verwechseln mit dem Ernst&Young Tor auf der Seite Sempacherstrasse). Der vom TSC, Sektion Bern, präsentierte Torjubel fiel ausgelassen aus, bevor der Gegner im Gesundheitszenter-Anspielkreis das Spiel wieder aufnahm.“

 Liebe Marketingabteilung. Wir sind keine Träumer. Wir wissen, dass das Fussballgeschäft Geld kostet. Aber wie man in Bern so schön sagt, ist „weniger mängisch meh“.