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Vorschau FCSG – Schweizermeister BSC YB

22. Mai 2019 um 12:03 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, YB

Einhundertundachtzig. Welch merkwürdige Zahl. Einhundertundachtzig. Man schaue sie sich nur Mal genauer an. 7 Vokale, 13 Konsonanten, 20 Buchstaben. In Zahlen geschrieben bloss 3 Ziffern, 180. Eine bestimmte Automarke hat kürzlich beschlossen, das Tempo ihrer Autos auf Einhundertundachtzig Kilometer pro Stunde zu begrenzen. Einhundertundachtzig Punkte können mit drei Dartpfeilen maximal erreicht werden (UAAANNHAANDREEDÄÄÄNEEEEEEEITYYY!). Einhundertundachtzig ist die Anzahl Sekunden, welche die Young Boys diese Saison zu Ende eines Spiels so häufig zu ihren Gunsten nutzten und sich noch einen Sieg sichern konnten. Einhundertundachtzig Kilometer geht es, grob geschätzt, vom Berner Wankdorf ins Sanktgaller Stadion. Und: es ist die Anzahl Minuten, die wir unsere Meistermannschaft noch geniessen dürfen; auch sind es die letzten Einhundertundachtzig Minuten für Steve von Bergen als Fussballprofi.

Der Schweizer Fussballmeister reist also an sein letztes Auswärtsspiel. Dieses findet ausgerechnet in der Ostschweiz statt, sodass es für viele Berner-Fans tendenziell eher schwierig werden dürfte, dieses Spiel zu besuchen. Damit dürfte das Heimstadion der Grünweissen ähnlich voll sein, wie das Stade de Suisse am vergangenen Sonntag. Ein Hoch auf die Anspielzeiten im Schweizer Fussball…

Nach starken Leistungen in den letzten beiden Heimspielen gegen den FC Basel und die Grasshoppers aus Zürich, darf YB bereits vor dem heutigen Gastspiel auf die stärkste Saison einer Mannschaft in der Geschichte der obersten Schweizer Liga zurückblicken: Am meisten Punkte geholt, am meisten Tore geschossen, den Titel am frühesten klar gemacht, einen Vorsprung von über 20 Punkten herausgespielt – es ist wahrlich eine Saison der Superlative. Geniessen wir also die letzten Einhundertundachtzig Minuten dieser einmaligen Truppe!

Die grosse Frage dieses Spiels ist eigentlich nur: kommt Marco Wölfli zum Einsatz oder spart sich Trainergott Seoane diesen Auftritt für das letzte Heimspiel gegen Luzern, in Erinnerung an den 28.04.2018, auf? Und in welcher taktischen Aufstellung wird er seine Elf aufs Feld schicken? Gegen die Grasshoppers hat er während des Spiels immerhin gleich zweimal die Formation geändert… Egal, wie gespielt wird, die Young Boys gewinnen und vermiesen Tranquillo Barnetta den letzten Heimauftritt gründlich. Schliesslich dürften die Berner ein weiteres Ausrufezeichen hinter diese grandiose Saison setzen wollen und es schaffen, einhundert Tore in einem Jahr erzielt zu haben.

Hoarau, Nsame, Assalé, Fassnacht, Gaudino oder doch Sow? Mögliche Torschützen auf dem Weg dahin gibt es bei YB zum Glück eine ganze Menge. Es fehlen noch sechs Tore und wir sind zuversichtlich, dass heute ein grosser Schritt Richtung 100 gemacht werden kann. Mit dem 4:2 Sieg basteln die Gelbschwarzen weiter an ihrer Saison für die Ewigkeit.

Schweizermeister BSC – Absteiger GCZ 6:1

17. Mai 2019 um 16:27 von Marco in der Kategorie YB

Vor knapp 16 Jahren, am 31. Mai 2003 gastierten die Grasshoppers in Bern. Im ausverkauften Neufeld gewann GC gegen YB mit 4:2 und sicherte sich den 27. Meistertitel. Die anschliessenden Feierlichkeiten im Stadion schlugen mit mehreren Verletzten und 50’000 Fr. Sachschaden zu Buche, wie „Der Bund“ festhielt. Wenn die GC-Fans gewusst hätten, was in der Folge auf sie zukommen wird, hätten sie ihren Titel wohl etwas euphorischer gefeiert. In der Folge geriet GC, mit wenigen positiven Ausreissern, immer tiefer in einen Abwärtsstrudel, dessen Ende, zumindest in der Super League, nun definitiv gekommen ist.

Wie bereits im Jahr 2003 liegen auch im Jahr 2019 Welten zwischen dem BSC Young Boys und den Grasshoppers Zürich – nur sind diesmal die Rollen vertauscht. Wie sich der einst arrogante Hassverein im Wankdorf präsentierte, war eigentlich tragisch. Trainer, Spieler und Fans: Es ist ein Bild des Zerfalls. Es war der letzte Auftritt von GC in Bern für lange Zeit und Fussball spielte eigentlich nur YB. Beim zweitletzten Heimspiel der besten Saison aller Zeiten zeigte diese wunderbare Mannschaft noch einmal, weshalb sie den Schweizer Fussball seit bald zwei Jahren dominiert. Selbst unter Berücksichtigung der Schwäche von GC war der Auftritt von Gelbschwarz ein Genuss. YB spielte beschwingt und voller Freude. Es war ein Spiel, in dem alles gelang. Im Fall von Assalé zum Beispiel wieder einmal ein Torerfolg, nachdem er längere Zeit glücklos war. Innert zehn Minuten traf er zuerst per Flachschuss und anschliessend per Kopf. Wer sagt, dass man für Kopfballtore gross sein muss? Mit dem 2:0 nach 32. Minuten war das Spiel eigentlich schon entschieden, aber wenn es so schön ist, will man natürlich nicht aufhören. Schliesslich endeten zuletzt schon genug GC-Spiele frühzeitig. Gaudino, der die beiden ersten Tore vorbereitete, schritt danach selber zur Tat. Im Strafraum erhielt er viel Zeit, um sich den Ball zurecht zu legen und schliesslich ins Netz zu befördern.

Nach der Pause war es Zeit, der Ostkurve auch noch etwas zu bieten. Nsame benötigte nach dem Wiederanpfiff des Schiedsrichters knapp 100 Sekunden, um auf 4:0 zu erhöhen. Damit überholte er in der Torschützenrangliste Thuns Sorgic und bildet mit Hoarau nun eine Doppelspitze. Ebendieser Hoarau stand zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht auf dem Platz, begann sich aber an der Seitenlinie mit dem Aufwärmprogramm. Weil alles so locker flockig vonstatten ging, schlich sich in der Defensive auch mal eine Unkonzentriertheit ein. Pusic nutzte diese für den „Anschlusstreffer“ zum 4:1. Der vorhin erwähnte Hoarau stand mittlerweile auf dem Platz und krönte den Gala-Abend mit zwei weiteren Toren. Das 6:1-Schlussresultat fiel keinen Treffer zu hoch aus, sondern war der Beleg für die derzeitigen Stärkeverhältnisse in der Super League.

Von Ballmoos 5.5 Hatte wenig zu tun und war beim Gegentreffer chancenlos.

Lotomba 5.5 Comeback in der Startelf nach seiner langwierigen Verletzung. Die lange Absenz war ihm nicht anzumerken.

Von Bergen 6 Was auch sonst?

Kronig 5 Erster Einsatz im Eins und ein vielversprechender Auftritt.

Benito 5 Gewohnt zuverlässig. Falls er YB verlässt, wird man ihn vermissen.

Lauper 5 Spielte zentral und sorgte als Aufbauer und Abräumer für viel Dynamik.

Gaudino 5.5 Sehr gutes Spiel des Deutschen mit zwei Vorlagen und einem Tor.

Sow 5 Wenn er den Ball hat, geht es schnell. An der Abschlussschwäche könnte er in der nächsten Saisonvorbereitung arbeiten.

Assalé 6 Endlich wieder Torschütze und gleich doppelt. Dazu die Vorlage für Hoarau. Riesiger Match!

Nsame 5.5 Auch er Torschütze und in der Offensive stets gefährlich.

Ngamaleu 5.5 Stark am Ball und fast auf dem ganzen Spielfeld anzutreffen.

Hoarau 6 Knappe halbe Stunde auf dem Feld und zweimal treffen. Kann man machen.

Wüthrich 5 Kam für die YB-Viertelstunde und war ähnlich beschäftigt wie zuvor auf der Ersatzbank.

Seydoux 5 Wichtige Einsatzminuten für den Youngster. Es dürfen ruhig noch mehr werden.

Nufi Keine Note/Nicht im Aufgebot.

Vorschau Fuessbauschwizermeister BSC – GC

16. Mai 2019 um 13:08 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

Das zweitletzte Heimspiel dieser fantastischen Saison voller Höhepunkte, Siege, Tore, Feste und Rekorde steht an. Die Young Boys aus Bern sind drauf und dran sich einen Platz in den Annalen des Schweizer Fussball zu sichern. Den frühesten Meistertitel hat man bereits in Runde 29 eingetütet und heute wird wohl auch der Punkterekord fallen, denn es fehlt nur noch ein Sieg um die Bestmarke von 86 Punkten zu brechen. 5 Buden fehlen uns noch bis zum Torrekord, der bei 92 Toren steht und im Rennen des besten Torverhältnisses fehlt uns ein klitzekleines +1 in der Differenz. Der Titel des grössten Vorsprunges am Saisonende sollte beim Formstand unserer Jungs auch keine Probleme bereiten, denn YB liegt hier bereits 3 Punkte über dem Soll.

GC hingegen befinden sich in einer der schwierigsten Phasen ihrer Vereinsgeschichte. Trainer- und Führungswechsel, finanzielle Schwierigkeiten und Fanausschreitungen begleiten den Rekordmeister durch die ganze Saison und gipfeln nun im Niedergang in die Zweitklassigkeit. Am Ende konnten auch Uli Forte und Yoric Ravet nichts dagegen unternehmen um den Abstieg zu verhindern und so werden diese Zwei wohl mit etwas Wehmut im Wankdorf einlaufen und sich Gedanken machen was wäre gewesen, wenn…

Aber zurück zu unseren Farben, der Fussball Schweizer Meister muss heute neben Miralem Sulejmani ebenfalls auf die beiden Youngsters Michel Aebischer, der sich im Spiel gegen den FCB einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zuzog, und Ali Camara, der an einer Knochenhautentzündung am Schienbein leidet, verzichten. Wir würden daher Gregory Wüthrich in der Innenverteidigung und Sandro Lauper im defensiven Mittelfeld auflaufen lassen. Gerry wird keine grossen Risken eingehen aber trotzdem dem einen oder anderen Spieler Spielminuten zugestehen um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich einerseits vom treuen Berner Publikum zu verabschieden oder sich für die nächste Spielzeit zu empfehlen.

Wie das Spiel vom letzten Sonntag gegen den FC Basel gezeigt hat powern die Berner bis in die letzte Runde weiter und erfreuen das Fussballerherz mit offensivem Spektakel. Das Team von Meistertrainer Gerry Seoane wird da auch beim Neo-Absteiger GC keine Ausnahme machen und klar mit 5:0 gewinnen, sollte das Spiel über die vollen 90 Minuten gehen und nicht durch einen Spielabbruchhattrick von GC gestoppt werden. Torschützen: Hoarau (2x), Fassnacht, Moumi und Steve El Capitano Von Bergen.

 

Fuessbauschwizermeischter – FC Basel 3:1

13. Mai 2019 um 19:18 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Am 23. September des letzten Jahres fegte YB den Rivalen aus Basel gleich mit 7:1 aus dem Wankdorf. Es war eine Machtdemonstration, die man in dieser Form nicht erwartet hatte. Die Gelb-Schwarzen untermauerten damals ihren Status als Meister – der FCB bewies unfreiwillig, warum man den Thron nach acht Jahren abgeben musste.

Seither ist viel passiert. YB verteidigt den Meistertitel souverän und ist drauf und dran, eine Saison der Superlative abzuschliessen. Doch auch die Bebbi fangen sich und spielen unter Marcel Koller eine starke Rückrunde. Das 1:3 zuhause gegen YB am 2. Dezember ist bis gestern die letzte Niederlage für Rot-Blau.

Bei 20 Punkten Unterschied in der Tabelle konnte man vor dem Anpfiff kaum von einer brisanten Angelegenheit sprechen. Trotzdem wurde vielerorts der Begriff «Prestige-Duell» verwendet. Gelingt Basel die Kampfansage für die kommende Saison? Schliesslich trennte die beiden Teams in der Jahrestabelle vor dem Spiel nur einen Punkt.

Die Antwort fällt kurz, dafür umso schöner aus. Nein! Im Gegenteil: Der alte und neue Meister führt den FCB nach allen Regeln der Kunst vor. Trotz frühem Rückstand lässt sich das Team von Neo-Trainergott Gerry Seoane nicht aus der Ruhe bringen und powert munter drauf los.

Bis auf einen Konter hat der FCB (in Bestbesetzung) nichts zu melden. Zu stark sind die Berner. Und dies notabene ohne die Stammspieler Sulejmani, Camara und Lauper.

Der einzige Unterschied zum 7:1 steht zwischen den Pfosten. Jonas Omlin hält über weite Strecken überragend – im Gegensatz zu Martin Hansen, der im Herbst gleich mehrere haltbare Treffer kassiert. Doch bei den Toren von Nsame und Ngamaleu (2x) zum 3:1, ist auch der Innerschweizer machtlos.

Und auch die Statistik untermauert den unglaublichen gelb-schwarzen Effort von gestern: YB war noch überlegener als beim 7:1!

Noch bleiben drei Spiele. Halten wir es wie unser Capitano und geniessen jede Minute mit dieser fantastischen Truppe!

Die Noten

Von Ballmoos 4,5: Bitter: Dävu kassiert ein Tor und hat sonst überhaupt nichts zu tun.

Mbabu 5,5: Starker Auftritt des Bald-Wolfsburgers.

Steve von Bergen 6: Bringt den Ball vor dem 0:1 nicht optimal weg. Sonst tadellos.

Benito 5,5: Für einmal als Innenverteidiger eingesetzt. Geht robust zur Sache und bügelt seine Fehlerchen meist selber aus.

Garcia 5: Lässt sich vor dem 0:1 übertölpeln. Danach aber stark und aktiv. Macht viel Dampf.

Fassnacht 5,5: Viel Pech vor dem Tor, dafür mit einer starken Leistung im Zentrum, als er den verletzten Aebischer ersetzt.

Sow 6: Einer der besten Auftritte seit langem der Arbeitsbiene. Ist meist nur mit Fouls zu stoppen.

Aebischer 5,5: Bärenstarker Auftritt bis zu seiner Verletzung, auch wenn er mindestens einen Treffer erzielen dürfte. Gute Besserung!

Schick 5,5: Damit man uns nicht Verblendung vorwirft, belassen wir es bei der zweithöchsten Note. Aber: Thorsten muss bleiben!

Hoarau 5: Für einmal ohne Tor, aber mit unglaublichem Einsatz.

Nsame 5,5: Es brauchte schon einen brachialen Abschluss des Meisterschützen des Vorjahres, um den Bann zu brechen.

Ngamaleu 6: Zurück nach der Verletzung, zwei Tore, starker Auftritt!

Keine Note für Gaudino und Assalé

FC Sion – Schweizermeister BSC YB 0:4

7. Mai 2019 um 13:26 von Questra in der Kategorie YB

Wenn der Sportclub aus Bern auf den FC Constantin trifft, geht es meistens gleich aus: die Berner gewinnen. Ganze zehn der letzten zehn Partien gewannen die Young Boys, womit auch die Rollen in diesem Spiel deutlich verteilt waren. Insbesondere, da YB in den letzten beiden Meisterschaftsspielen nicht gerade geglänzt hatte und auf Wiedergutmachung aus war.

Entsprechend aggressiv startete der Meister ins Spiel im Tourbillon und kam bereits nach sieben Minuten zu seinem ersten Treffer: mit herrlichem Direkt- und Doppelpassspiel kombinierte sich das YB-Mittelfeld vors Sion-Tor. Der grossartig aufgelegte Aebischer bediente Nsame, der eines Torjägers seiner Klasse würdig die Aktion antizipierte und im richtigen Moment in den freien Raum gelaufen war. Das frühe Tor zeigte deutlich, wie überlegen YB sein kann, wenn es will. Und auch wenn Guillaume Hoarau für einmal im Abschluss sündigte: der Gast aus Bern setzte dem Spiel deutlich seinen Stempel auf.

Es ist nicht so, dass der FC Sion komplett chancenlos gewesen wäre, auch sie kamen zu gefährlichen Abschlüssen. Aber spielerisch hatten die Mannen von Murat Yakin dem Meister nichts entgegenzusetzen. Natürlich war zeitweise etwas Glück dabei, dass den Wallisern kein Tor gelungen ist. Aber auch der verdammt starke von Ballmoos zeigte mit glänzenden Paraden, wieso er ein Meistergoali ist.

Welch komplettes Kader die Berner zusammen haben, bewiesen sie einmal mehr in eindrücklicher Art und Weise. Christian Fassnacht, seit Wochen nicht ganz in der Form seines Lebens, zeigte sich im kühlen Wallis als Anheizer für die YB-Fans. Sein Tor zum 2:0 kurz vor der Pause war erneut stark herausgespielt: ein schnelles Durchspiel auf der Seite, ein tlles Zuspiel Schicks in den Lauf Aebischers, dessen gute Übersicht und Fassnachts individuelle Klasse zeigten, wie einfach der Fussball sein könnte.

Es spricht für die Walliser, dass sie nach diesem Rückschlag weiterkämpften. Sie hatten mehr Ballbesitz und mit zwei Treffern an die Torumrandung auch Pech. Es zeigte aber auch wieder, dass das Team zwar gut besetzt ist, aber aus Einzelspielern besteht. Entsprechend entstand die grösste Gefahr fürs YB-Tor meist aus Einzelaktionen oder Zufälligkeiten. Weit weg vom Zufall war kurz nach der Pause das dritte Tor für die Young Boys: ein langer Ball auf Thorsten Schick (Wuschu: Verlängern, jetzt!), der diesen mit seinem Fuss streichelte und liebkoste wie einst ein gewisser Zidane, eine Körpertäuschung, ein Schuss, ein Tor. Das 3:0 kurz nach der Pause war die Siegsicherung, aber noch nicht der Schlusspunkt. Den setzte Guillaume Hoarau, der, von Nsame perfekt bedient, alleine auf Fickentscher zulaufen durfte und im Stile eines Topscorers einnetzte.

Vier verschiedene Torschützen, eine starke Mannschaftsleistung und ein Team, an das wir uns in Zukunft gerne zurückerinnern werden: die Young Boys Ausgabe 2019 machen einfach nur eine Riesenfreude.

Ein Kränzchen gehört auch Trainer Seoane gebunden, der es schafft, die Mannschaft auch für die Ehrenrunden noch zu motivieren. Dank taktischen Anpassungen und Auswechslungen die Einfluss auf verschiedene Postionen haben, verlangt er auch von seinen Spielern, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen.

Die Noten:

Von Ballmoos: 5,5, glänzte mit starken Paraden

Benito: 5, eine abgeklärte Leistung

Lauper: 5,5, polyvalent einsetzbar und stark am Ball

Von Bergen: 6, er wird fehlen

Mbabu: 5, wie Benito eine gute Leistung des Aussenverteidigers

Fassnacht: 5,5, einer der Matchwinner

Sow: 5, für einmal etwas im Schatten von Aebischer

Aebischer: 5,5, ganz starke Leistung

Schick: 5,5, mit seinem ersten Meisterschaftstor, ein Teamplayer wie er im Buche steht

Nsame: 5,5, ein Tor, ein Assist, was will man mehr?

Hoarau: 5,5, wieder vor beiden Toren extrem wichtig

Garcia, Lotomba und Gaudino: kamen als das Spiel schon entschieden war, machten ihre Sache aber ordentlich

Vorschau FC Sion – Schweizermeister BSC YB

5. Mai 2019 um 14:19 von Jänu in der Kategorie YB

Noch fünf Spiele und ein Tag dauert die gelbschwarze Dauermeisterparty an. Seit über einem Jahr liegen wir uns ständig in den Armen, feiern unsere Mannschaft und befinden uns quasi im Dauerdelirium. So auch heute wenn die Mannschaft und der Fantross die lange Reise ins Wallis in Angriff nehmen. Sicher, die Temperaturen und das Wetter könnten feierfreundlicher sein, aber was kümmern uns schon solche Nebensächlichkeiten?

Unterbrochen wird die permanente Sause eigentlich nur von wöchentlich 2×45 Minuten Fussball. Klar, Resultate sind aktuell so egal wie noch selten in der Klubhistorie, dennoch soll nach nun zwei sieglosen Spielen heute wieder ein Vollerfolg eingefahren werden. Schliesslich haben die Berner in den letzten beiden Spielen genug Punkte in den Abstiegskampf abgegeben. Umso schöner gehen diese Punkte bisher zu Lasten der Zürcher Teams und des heutigen Gegners. Mit einem Berner Sieg heute wird das Relegationsgespenst CCs Mannen weiterhin im Nacken sitzen.

Schauen wir also entspannt zu und geniessen die letzten Auftritte dieser einmaligen Mannschaft! Tipp: Wir gewinnen heute sehr unspektakulär 1:0 (frei nach dem Motto der eine will und der andere kann nicht). Assalé wird den Siegtreffer erzielen.

Vorschau Schweizer Meister BSC YB – FC Lugano

28. April 2019 um 13:20 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, YB

Der 28. April ist in Köpfen und Herzen der YB-Fans eingebrannt. Es wird für immer der Tag sein, an dem eine Leidenszeit zu Ende gegangen ist, ein Tag, der für jeden YB-Fan wie ein Geburtstag gefeiert werden soll.

Just ein Jahr nach diesem denkwürdigen Heimspiel, treten die Gelbschwarzen als Schweizer Meister 2019 erstmals im eigenen Stadion auf. Noch sechs Runden sind zu spielen, sechs Runden, in denen die Mannschaft in ihrer jetzigen Zusammensetzung genossen werden kann; nein nicht nur genossen, sondern auch gefeiert werden soll. Denn klar ist heute schon: Steve von Bergen und Kevin Mbabu werden nächste Saison nicht mehr in dieser Mannschaft sein. Es sind Stützen der beiden Meistermannschaften gewesen und sie werden eine Lücke hinterlassen, die zu schliessen die grosse Aufgabe von Sportchef Wuschu Spycher ist. Ein guter Grund also, heute die Gelbschwarzen trotz garstigem Wetter im heimischen Wankdorf zu unterstützen.

Während es beim Heimteam noch um Einträge in die Rekordbücher geht, steckt der Gegner aus dem Tessin mitten im Abstiegskampf: Vier Punkte trennen den FC Lugano vom Barrageplatz. Die Südschweizer werden also hochkonzentriert ans Werk gehen, denn Punkte sind für sie überlebenswichtig. Dass der Tabellenführer zum Ende der Saison nicht das Zünglein an der Abstiegswaage spielen will, ist klar. Und nachdem am Montag die unglaubliche Serie an Spielen mit Berner Torerfolgen zu Ende gegangen ist, sollte heute unbedingt eine neue gestartet werden. Obwohl die Spiele gegen Lugano bisher allesamt eng gewesen sind, aber alle gingen gewonnen, rechnen wir mit dem vierten YB-Sieg. Der ist jedoch keine Selbstverständlichkeit, haben die bianconeri doch mittlerweile seit acht Spielen nicht mehr als Verlierer vom Platz gehen müssen.

YB muss also mit einer konzentrierten, aber auch einer leicht angepassten Startformation ins Spiel gehen: Ngamaleu fehlt wegen einer Verletzung. Auch dürfen wir gespannt sein, in welcher taktischen Ausrichtung Seoane seine Mannen heute aufs Feld gehen lässt. Wir erwarten das eingespielte 4-4-2 System und erhoffen uns, Gaudino nun einmal von Anfang sehen zu dürfen, welcher auch gleich Topfen und beim 3:2-Heimsieg den Torreigen eröffnen wird.

Vorschau Xamax – BSC Young Boys

21. April 2019 um 13:55 von Marco in der Kategorie YB

„Meine Definition von Glück? Keine Termine und leicht einen sitzen.“ Das Zitat des Schauspielers und Berufstrinkers Harald Juhnke wollen wir natürlich keineswegs in Frage stellen. Dennoch muss man bedenken, dass man die Definition von Glück noch etwas weiter fassen kann. An einem sonnigen Ostermontag mit dem alten und neuen Fussballschweizermeister in ein hübsches Stadion am See pilgern kommt der Definition von Glück auch sehr nah. Erst recht, wenn man noch leicht einen sitzen hat.

Seit rund eineinhalb Jahren versorgt YB seine Anhänger mit regelmässigen Dosen an Glücksgefühlen. Gerade weil der Höhenflug schon so lange anhält, muss man sich immer wieder in Gedanken rufen, dass all das, was wir mit YB erleben keineswegs selbstverständlich ist.

Jetzt, da der Meisterstitel bereits fest steht, warten auf den BSC Young Boys noch sieben Gala-Auftritte. Das sportliche Hauptziel ist erreicht, doch noch gibt es einige Rekorde zu knacken. Punkte, Tore und Siege: Praktisch jede Bestmarke liegt noch in Reichweite. Nichtsdestotrotz ist es für das Team von Seoane natürlich eine Herausforderung, die Spannung noch hochzuhalten. Schliesslich geht es bei den meisten Gegnern noch gegen den Abstieg oder um einen Startplatz im Europacup. Ein Ausrutscher auf dieser Gala-Tournee ist daher nicht auszuschliessen.

In Xamax dürfte dies aber noch nicht der Fall sein. Seoane muss zwar auf den gesperrten Ngamaleu verzichten, kann aber ansonsten aus dem Vollen schöpfen. Das Spiel in Neuenburg ist daher auch eine gute Gelegenheit einigen Spielern Einsatzzeit zu geben, die bisher vor allem Ersatz waren. Zum Nachteil für YB ist dies allerdings nicht. Das Gelbschwarze Meister-Ensemble lässt sich von der gelben Wand im roten Stadion beflügeln und gewinnt 3:1. Tore schiessen Hoarau (Doppelt, damits endlich für die Krone reicht), Fassnacht (ja wirklich) und natürlich Nuzzolo.

 

BSC YB – FC Zürich 1:0

17. April 2019 um 12:05 von Jänu in der Kategorie YB

Lange Warteschlangen im Coop, Stehplätze im Extrazug, ein Fanmarsch, der seines gleichen sucht, vollgestopfter Gästesektor, Nebel, Rauch und Feuer sowie nach der Rückreise eine Stippvisite im Wankdorf. Es war wahrlich eine ungewöhnliche Auswärtsfahrt am Sonntag – die erste mit dem frischgekürten Meister 2019!

Die Stimmung war ausgelassen, über den sportlichen Teil des Tages machte man sich nur am Rande sorgen. Sind die Jungs verkatert? Steht Fasi im Aufgebot? Wird die Torserie aufrechterhalten? Kurz: Nein. Ja. Ja. Das sind aber auch die einzigen Fragen, die ich zum Spiel beantworten kann, weshalb es einen zum Tag passenden ungewöhnlichen Matchbericht gibt.

Die einzige klare Szene im Kopf ist das einzige YB-Tor, das gleichbedeutend mit der Spielentscheidung war. Die Zürcher jammerten, der lange Ball auf Hoarau wurde von diesem nicht nur verlängert, sondern optimal in den Lauf von Nsame gelegt und unser Meistertorschütze zeigte auch als Titelverteidiger vor dem Tor seine Klasse: versenkt! Ansonsten nahm ich im Spiel ein erstaunlich waches YB mit einigen liegengelassene Chancen wahr. Das Gefühl eines verdienten Sieges war nach Abpfiff jedenfalls gegeben. Dies zu beweisen, fällt mir allerdings schwer, so verhinderten Umarmungen, Jubeltänze, Gerstensäfte, Smoke, Feuer, und die grosse Entfernung zum Spielfeld eine genaue Analyse. Aber ich bin sicher, dass die für einmal für niemandem wirklich wichtig ist.

Wirklich wichtig fürs Fanleben wird allerdings die Ankunft im Wankdorf und die anschliessende Spielerpräsentation bleiben. Auch wenn die Zehenspitzen langsam kalt wurden und die Uhrzeiger sich unerbittlich dem Arbeitswochenanfang entgegendrehten, war es richtig emotional. Nun wurde es jedem in der Kurve bewusst: wir (also vor allem die Jungs da unten auf dem Rasen) habens erneut geschafft! YB hat den Titel verteidigt! Und das Wankdorf wurde wieder in jene Meistermagie gehüllt, die uns seit einem Jahr immer wieder Gänsehaut und kalte Rückenschauern verursachen. Spieler, Trainer (eeeeeeeee Seoane!), Staff und Fans verschmelzen in solchen Momenten zu einer Einheit, die aus YB mehr macht als ein einfacher Fussballclub. Magisch!

Die Noten:

Jeder, der irgendwas mit YB am Hut hat: 6! Chad.

Vorschau FC Zürich – Schweizer Meister BSC YB

14. April 2019 um 11:49 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, YB

Nach dem Amuse-Bouche gibt es am Sonntag in Zürich den Hauptgang zu geniessen. Wenn dort der Cupsieger auf den Meister trifft, ist dies immer ein spezielles Spiel. Wenn es sich dabei noch um einen Klassiker des Schweizer Fussballs handelt, wird die Partie gleich noch etwas spezieller. Ja, der BSC Young Boys kann im Letzigrund seinen Titel feiern. Der Sack ist zugemacht, so früh, wie noch nie vorher eine Mannschaft in der Schweiz sich den Meistertitel sichern konnte. Trotz aller Feierlichkeiten und YBs Hoch, der Sieg gegen einen FC Zürich ist nie selbstverständlich. Die Zürcher dürften sehr viel dagegen haben, dass die Punkte nicht im eigenen Stadion bleiben. Denn der FCZ befindet sich im erweiterten Abstiegskampf. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur 5 Punkte und damit ist jeder Punkt wertvoll. Vor allem die Heimspiele müssten in dieser Situation zwingend gewonnen werden.

Dumm nur, wenn es da ausgerechnet gegen den Schweizer Meister geht, die Mannschaft geht, welche auswärts diese Saison noch nie verloren hat.

Die Rollen sind für das Spiel am Sonntag klar verteilt. YB ist als Meister natürlich der Favorit, Zürich der Underdog, der zuhause dringend Punkte braucht. Wir rechnen trotz der spontanen Meisterfeier mit einem weiteren YB-Sieg.

Mit welcher Aufstellung Trainer Seoane diesen Sieg holen will, ist schwierig vorauszusagen. Aber wir rechnen mit der gleichen Aufstellung wie vor Wochenfrist gegen den FC Thun, nur Mbabu dürfte wieder für Schick spielen. Wenn Gelbschwarz noch einmal in diesem Tempo und Spielwitz anfangen kann, dürfte auch der FC Zürich überfordert sein.

Dank einem weiteren frühen Treffer Hoaraus werden die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Fassnachts Siegsicherung wird das Letzigrund in eine noch grössere Gelbschwarze Festhütte verwandeln. Und Assalés Treffer wird dann die Kirsche auf dem Meisterdessert sein.