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Vorschau BSC Young Boys – FC Zürich

5. August 2018 um 10:28 von Marco in der Kategorie YB

Ob man nach zwei gespielten Runden bereits von einem Spitzenkampf sprechen kann, ist zu bezweifeln. Klar, YB und der FCZ haben ihre ersten beiden Spiele ziemlich souverän gewonnen, mehr als zwei Punkte vor Basel (mit einem Spiel mehr) und Xamax sind sie dennoch nicht. YB wird heute Nachmittag im Backofen Wankdorf stärker gefordert sein, als in den ersten beiden Spielen. FCZ-Trainer Magnin nutzt sein Temperament, um seine Spieler anzustacheln, was im Cupfinal leider gut funktioniert hat. Da die Umstände heute gänzlich anders sind, wäre vorteilhaft, wenn YB cool bleibt und die zu erwartenden Zürcher Sturmläufe abperlen lässt und die offenen Räume clever nutzt.

Gerry Seoane hat sich bisher stark an den Aufstellungen von Adi Hütter orientiert, was sich bewährt hat. In der Verteidigung spielt seit Saisonbeginn Wüthrich neben Von Bergen. Das Duo agierte gegen GC und Lugano noch nicht fehlerfrei, 0 Gegentore sind aber ein starkes Argument. Die Beiden werden daher auch heute wieder die Innenverteidigung bilden. Auch auf den Aussenbahnen zeigten Mbabu und Benito bisher erfreuliche Auftritte. Der Genfer ist zwar heisser Anwärter auf einen Transfer, bisher schmälerte dies seine Leistungen aber überhaupt nicht. Im Gegenteil: In Lugano gehörte er zu den Besten auf dem Feld. Geniessen wir seine Rushes, solange er noch Gelbschwarz trägt.  Hält Seoane am 4-4-2 fest, bilden Sulejmani, Sow, Sanogo und Fassnacht die Mittelachse. Vorne stürmen Hoarau und Nsame, welcher den angeschlagenen Assalé ersetzt.

Der Ausfall von Assalé könnte aber auch dazu führen, dass die Young Boys mit einem Ein-Mann-Sturm antreten und beispielsweise Ngamaleu ebenfalls in der Startelf steht. Die Entwicklung des Kameruners war zuletzt erfreulich und gegen GC trug er sich in die Torschützenliste ein. Weitere Einsatzminuten wären ihm zu gönnen. Dies trifft allerdings auch auf Nsame zu, der erst zwei Minuten auf dem Bitz stand.

Während sich die YB-Fans am Bier laben, liefern sich die Gelbschwarzen und die Blauweissen ein hitziges, umkämpftes Duell, das der Meister mit 2:1 für sich entscheidet. Sulejmani und Hoarau zeichnen sich für die Tore verantwortlich.5765026858139648

Vorschau BSC YB – FC Lugano

27. Juli 2018 um 14:45 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, YB

Wie gerne erinnern wir uns zurück an das letzte Heimspiel gegen Lugano. Nicht, weil es ein unglaublich spannendes, am Nervenkostüm nagendes, uns um Jahre altern lassendes Spiel gewesen wäre, nein, zu undramatisch war der Spielverlauf und um zu wenig ist es in diesem von YB mit 3:1 gewonnen Spiel gegangen. Wir erinnern uns so gerne daran, weil im Anschluss an dieses Spiel der Meisterpokal überreicht worden ist. Es ist dieser Hühnerhautmoment der Pokalübergabe, der uns mit einem Lächeln an diesen kühlen, leicht regnerischen Mai-Tag denken lässt.

Aber: Tempi passati, das sonntägliche Spiel auswärts in Lugano wird einen gänzlich anderen Charakter haben. Um zu viel wird es gehen, beide Teams kämpfen um drei wichtige Punkte, die einen für die Titelverteidigung, die anderen für den Klassenerhalt.

YB und Lugano, beide konnten sie ihre Startpartie gewinnen. YB glänzte nicht, aber gewann letztlich souverän, und verdient, zuhause gegen GC. Die Bianconeri sammelten im sion’schen Tourbillon die ersten drei Punkte der neuen Saison. Dabei bewarb sich Luganos Mittelfeldspieler Mihajlovic als Kicker für die NFL: aus über 80 Metern gelang ihm ein Tor, das noch lange in Rückblicken gezeigt werden wird. Dieses Tor verdeutlicht: Lugano ist sich unter Trainer Abascal, der letztes Frühjahr den glücklosen Tami abgelöst hat, nicht zu schade, den Ball einfach mal wegzuhauen; Kampf ist trumpf, schön Spielen sollen andere in der Liga.

Bei YB ist es nach dem dritten Abgang, Nuhu kickt bekanntlich zukünftig in der Bundesliga, wieder ruhiger geworden. Auch, weil sich die nationale Medienschar auf die Geschehnisse am Rheinknie und die Europa-Qualispiele konzentriert. Es ist die Ruhe, welche sich mit der Installation von Spycher als Sportchef entlang der Aare breitgemacht hat. Und damit wir diese weiter geniessen können, wünschen wir uns einen weiteren YB-Sieg und tippen auf ein umkämpftes 2:0, welches durch Tore vom neuerdings beidfüssigen Sulejmani und von Vorkämpfer Mbabu zustanden kommen wird.

Hopp YB!

AUFSTELLUNG_YB_Lugano

BSC YB – GC 2:0

23. Juli 2018 um 16:00 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Was für ein Gefühl: Zum Eröffnungsspiel der neuen Saison singen gefühlt 20’000 YB-Fans schon während der Startphase gemeinsam «Fuessbau Schwiizermeischter». Noch immer: unbeschreiblich & unglaublich!

Die erste Partie als Titelverteidiger entwickelt sich recht ausgeglichen. GC hat sich mit Holzhauser und Rückkehrer Sigurjonsson verstärkt und wirkt stabil, strahlt aber nicht viel Torgefahr aus. Nach einem Fehler von Wüthrich scheitert Bahoui an der Latte und die schönste GC-Kombination der ersten Hälfte vergibt Djuricin kläglich vor von Ballmoos.

YB ist spielerisch das bessere Team, verpasst aber den Führungstreffer. Vor allem Christian Fassnacht scheitert gleich mehrmals.

Die wichtigen Szenen des Spiels ereignen sich aber nach der Pause: Wüthrich legt Holzhauser im Strafraum, doch Bieris Pfeife bleibt stumm: Ein Fehler. Nur wenige Minuten später vergisst GC-Verteidiger Doumbia, dass er bereits verwarnt ist. Er säbelt Mbabu um und fliegt mit Gelb-Rot vom Platz. Das gibt YB Platz und Zeit – und das nutzen die Gelbschwarzen. Ein Traumpass von Sanogo wird von Sulejmani wunderbar verarbeitet und mit rechts (!) zur Führung veredelt. Auch danach hat YB Chancen auf das zweite Tor, doch Fassnacht will einfach keinen Ball über die Linie bringen.

Erst Joker Ngamaleu zeigt sich nach seiner Einwechslung effizient und verwertet einen schönen Seitenwechsel von Kevin Mbabu zum 2:0.

YB übernimmt – zusammen mit Xamax – schon wieder die Tabellenspitze. Und das mit einem Auftritt, der «nur» okay war und immer noch viel Luft nach oben offen lässt.

 

Die Noten

Von Ballmoos 4,5: Wenig gefordert, hält seinen Kasten aber sauber und feiert ein gelungenes Debut. Abstösse sind noch unpräzise.

Mbabu 5,5: Vor allem nach der Pause unermüdlicher Aktivposten. Provoziert den Platzverweis und bereitet das 2:0 vor.

Wüthrich 4: Grober Schnitzer in der ersten Halbzeit und nach der Pause mit viel Glück, dass er keinen Penalty verschuldet. Sonst ein guter Auftritt.

Von Bergen 5: Ist und bleibt der Patron.

Benito 4,5: Licht und Schatten. Schaltet sich vermehrt in die Offensive ein, allerdings noch nicht so produktiv wie sein Gegenüber Mbabu.

Fassnacht 4: Fleissiger und spielfreudiger Auftritt. Allerdings vor dem Tor unglaublich unglücklich.

Sow 5: Djibril ist zurück – und wie! War phasenweise omnipräsent und hatte das Zentrum meist im Griff.

Sanogo 5: Auch Sékou wusste mit seiner Präsenz zu gefallen. Das Tandem mit Sow ist die optimale Besetzung für das YB-Mittelfeld.

Sulejmani 5,5: Zusammen mit Mbabu der beste Mann auf dem Feld. Hatte nicht allzu viele Szene, aber jede hatte Hand und Fuss. Das Tor war klasse!

Assalé 3,5: Wirbligkeit alleine reicht nicht. Assalé wartet nun schon vier Monate auf einen Treffer – es wird langsam Zeit für Nsamé oder Ngamaleu.

Hoarau 4: Zu Beginn des Spiels etwas gar verspielt, danach unauffällig.

Ngamaleu, Lauper, Nsame / keine Note

Vorschau BSC YB – GCZ

22. Juli 2018 um 11:00 von Jänu in der Kategorie YB

Neue Saison, neues Glück. Immer wieder mussten wir uns in der Vergangenheit an dieser Floskel festhalten. Froh war man, wenn die Saison endlich vorbei war und die Zähler wieder auf null gestellt wurden. Nun, heuer ist dies anders. Wir starten als Meister in die neue Spielzeit. Ob dies gleichbedeutend mit dem Gejagten ist, sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Wenn man aber über den Jura blickt, wo etliche Millionen für biedere Natispieler herausgeworfen werden können, muss man zur Erkenntnis kommen: wohl eher nicht. So sieht es auch der Staff rund um unsere Mannschaft und er tut gut daran, den eingeschlagenen Weg zwischen Demut und selbstsicherem Auftreten weiterzugehen.

Neue Saison, neues Personal. Der sportliche Staff erlebte im Gegensatz zur Mannschaft eine grosse Veränderung. Seoane ersetzte Hütter während auf dem Rasen (fast) alles beim Alten blieb. Dies trifft vor allem auf die hochgehandelten Meisterhelden, die zumindest morgen bis auf Bürki noch allesamt für YB spielen. Zudem wurde das Kader klug und bedacht verstärkt. Wir sind gespannt, welche Neulinge bereits im Eröffnungsspiel auf sich aufmerksam machen werden.

Neue Saison, gleiche Vorfreude. Wie immer, wenn sich die Sommerpause dem Ende zuneigt, kribbelt es in den YB-Fans. Endlich wieder ins Wankdorf, wo die gelbschwarzen Lieblinge endlich wieder gegen den Ball treten und dies aufgrund der erwähnten fehlenden Abgänge wohl in einer sehr ähnlichen Startelf wie zum Saisonschluss auflaufen. Apropos Wankdorf: Neue Saison, neue Wurst. Wir sind gespannt!

Neue Saison, altes Vorgehen. Trotz ungebrochener Euphorie nehmen wir auch dieses Jahr wieder Spiel für Spiel und wollen uns nicht durch eine allfällige Hausse oder Baisse aus der Ruhe bringen lassen, wie dies auch der Verein letztes Jahr eindrücklich vorgelebt hat. Primär auf sich selber schauen und seine «Büetz» unabhängig von der Konkurrenz erledigen, wird auch in dieser Saison wieder zuoberst auf der Traktandenliste von YB stehen. Dies wollen natürlich auch wir von gs.be und wir freuen uns auf all die Vorschauen, Matchberichte, Aufstellungs- und Resultattipps und Spielerbenotungen.

Neue Saison, fast gleiche Gegner. Das Los der kleinen Schweizer Liga ist, dass du sehr sehr oft gegen dieselben Gegner spielst. Der Reigen eröffnet der GCZ, ein Team das unter Trainer Fink den Aufschwung schaffen will. Doch wie jedes Jahr, sehen wir auch diese Spielzeit ein GC, das eher das untere Tabellenende kennenlernen wird. Uns soll das egal sein, denn YB wird davon weit weg sein. Team, Staff und ganz Bern ist bereit für die Saison als amtierender Meister. Das grosse Selbstbewusstsein zu Hause und die Überlegenheit in Sachen fussballerischer Qualität wird der Mannschaft heute einen 3:0 Sieg bescheren (Fassnacht, Sulejmani, Hoarau). Schnappen wir uns gleich wieder den Leaderthron.

Neue Saison, altes Motto: HOPP YB!

Hi Gerry!

4. Juni 2018 um 17:41 von Jänu in der Kategorie YB

Die Katze ist seit letztem Freitag aus dem Sack. Gerardo Seoane wird neuer Cheftrainer beim BSC YB. Wir heissen Gerry, der Spitzname wurde von Seoane an der heutigen Pressekonferenz persönlich genehmigt, herzlich Willkommen in Bern bei unserem Herzensverein!

Für uns ist es sehr schwer abzuschätzen, inwiefern Seoane die richtige Wahl für YB ist, allerdings sprechen viele Indizien dafür. Er ist jung – also keiner aus dem leicht angegrauten Schweizer-Trainerkuchen. Er lässt einen attraktiven und erfolgreichen Fussball spielen – dies zeigte er zuletzt beim FCL. Er ist sich gewohnt, junge Spieler zu trainieren – dies zeigte er in den letzten Jahren im Nachwuchs der Leuchtenstädter. Er ist ein Sprachtalent – dies erlaubt ihm, mit unserem internationalen Kader direkt zu kommunizieren. Wuschu hat ihn eingestellt – unser Sportchef weiss was er tut. Jedoch garantiert nichts, dass er wie sein Vorgänger mit YB Erfolg haben wird. Nicht vergessen werden darf dabei, dass selbst der beste Trainer letzendlich nur ein Steinchen im Mosaik eines erfolgreichens Fussballclubs bleibt. Die obengenannten positiven Punkte geben allerdings keinen Grund, als YB-Fan negativ in die Zukunft zu blicken.

Negative Aspekte werden von uns nicht einfach ausgeblendet, jedoch sind bei der Verpflichtung von Seoane für uns objektiv betrachtet keine erkennbar. Dass das Luzerner Umfeld keine Freude am Wechsel hat, ist verständlich. Sich beklagen, wenn Spieler oder Trainer die Farben wechseln sobald ein grösserer Klub mit einem grösseren Etat ruft, gehört zur Fussballromantik dazu. Uns in Bern aber kann das herzlich egal sein und wir können uns beruhigt aufs Fussballbusiness berufen – so läufts halt. Und hätte die Presse den Namen Seoane auch nur irgendeinmal in irgendeinem Nebensatz erwähnt, so wären die aktuellen Schlagzeilen wohl eher geprägt von einer Selbstbeweiräucherung der schreibenden Zunft als von Gerrys angeblicher Charakterschwäche. Äusserst praktisch natürlich, dass damit indirekt auch gleich das eigene Versagen legitimiert werden kann: wer konnte schon ahnen, dass Seoane so dreist ist und zu YB wechselt?

Lassen wir die Schreiberlinge weiter wursteln, aber auch den ungeduldigen LeserInnen unter Ihnen sollte nun ein für alle mal bewusst geworden sein, dass ein Artikel über YB in einem Medium egal welcher Art (ausser natürlich bscyb.ch und gaeubschwarz.be), noch lange kein Grund für eine Massenpanik ist. Aber ich schweife ab…

Schliesslich soll hier Gerry Seoane herzlich Willkommen geheissen werden. Wir wünschen Ihnen viel Glück und Freude an der tagtäglichen Arbeit mit dem besten, geilsten, tollsten, liebsten, attraktivsten, spannendsten und leidenschaftlichsten Verein der Welt und freuen uns, schon bald Ihre Handschrift auf dem Rasen erkennen zu dürfen! Hi Gerry!

Quelle: SRF

FC Zürich – BSC YB 2:1

28. Mai 2018 um 16:31 von Jänu in der Kategorie YB

Es ist eine Krux mit diesem Cupkübel. Nichtmal die Meistermannschaft, die in der Saison 17/18 unter Adi Hütter so magistral auftrat, konnte ihn nach Bern holen. Wem zum Teufel soll dies je gelingen, wenn nicht diesem Team?

Es ist ein komisches Gefühl im Wankdorf aber trotzdem nicht zu Hause zu spielen. So stellte sich bei mir schon beim Betreten der Wankdorftreppe ein ungutes Gefühl ein. Irgendwie ist es befremdlich, wenn einer der Speaker zu Hause plötzlich Züridütsch spricht und das halbe Wankdorf mit Gästefans besetzt ist. Item, die Stimmung war trotzdem grossartig und es war schön, wiedermal Teil eines Finals zu sein. Dieses gewisse Etwas, das dich als Fan vor einem Final elektrisiert, ist wohl ein Gefühl, dass es nirgends sonst auf der Welt zu holen gibt. Ein schönes Gefühl, dem gestern leider kein emotionaler Freudenausbruch à la 28. April folgte. YB kam mit der harten und druckvollen Gangart der Zürcher nicht zurecht. Der Rest ist Geschichte.

Einige Akteure, die wir im letzten Monat so oft feierten, waren leider ein Schatten ihrer selbst. Leo Bertone gelang rein gar nichts, keine Agressivität, keine Passqualität, keine Abschlussgefahr. Sanogo alleine konnte das Zentrum nicht ausfüllen, so dass der FCZ dort ein entscheidendes Übergewicht hatte und fast jeder zweite Ball in den Füssen der Zürcher landete. Lotomba konnte weder seine fehlende Spielpraxis noch Kevin Mbabu vergessen machen. Hoarau war schwach und Assalé gar ein Totalausfall – sein unrühmlicher Abgang leider sinnbildlich. Die mannschaftliche Geschlossenheit, die uns den Titel mitbeschehrte, war gestern nicht ersichtlich und auch nicht spürbar.

Klar, es schmerzt und ja, es schmerzt verdammt fest! So aufregend das Gefühl vor dem Final, so scheisse das Gefühl wenn man ebendiesen verliert. Eine grosse Chance wurde verpasst, die Chance auf das Double, etwas das selbst alteingesessene YB-Fans noch nicht erlebt haben – und nun vielleicht auch nie erleben werden, wer weiss das schon… Was wir aber alle erlebt haben, war die schönste Saison unseres Lebens (zumindest fiel die Wahl im Redaktorenteam einstimmig auf diese Spielzeit). Dafür werden wir dieser Mannschaft auf ewig dankbar sein. Sie hat uns ermöglicht, wovon wir zuvor kaum zu träumen wagten. Was und wer davon übrigbleiben wird, werden die nächsten drei Monate zeigen.

Was sicher bleiben wird, ist der gute Charakter der Mannschaft. Immer wieder wurde betont wie wichtig dieser Wuschu sei und dass dieser Weg der richtige ist, zeigte sich gestern auch im Misserfolg. Gestern wurde mir einmal mehr bewusst, wie froh ich jeweils bin, auf der gelben Seite des Stadions zu sein. Jene Seite, auf der nicht Schwachmaten auf den Rängen Schwachmaten auf dem Platz anfeuern und jene Seite, die weiss, dass Erfolg mit einer Mannschaft voller „geile Sieche“ noch um einiges schöner ist.

Die Noten zum Spiel:
Wölfli: 4.5. Sehr schwach mit dem Fuss, bei den Gegentoren leider ohne Big Save (aber auch ohne Mitschuld).

Benito: 4.5. Machte seine Sache zwar nicht allzu schleche, allerdings ist er nicht einer, der mit Rushes oder guten Zuspielen dem Spiel etwas Schwung verleihen kann.

von Bergen: 4. Liess sich ungewohnt provozieren, brachte so in die Mannschaft eine Unruhe rein, die nie mehr rausging.

Nuhu: 4. Wurde beim 2:0 zuerst allein und dann vom Marchesano wie ein Schuljunge stehen gelassen.

Lotomba: 3.5. Versuchte zwar nach vorne etwas zu machen, hatte aber zuwenig Tempo. So war es auch ein Fehlpass von ihm, der das 1:0 einleitete.

Fassnacht: 4.5. Sollte beim Kopfball nächstes mal die Augen öffnen. War immer wieder bemüht das Spiel offensiv anzukurbeln, was leider aufgrund der agressiv störenden Zürcher kaum gelang.

Bertone: 2. Entäuschte mich auf der ganzen Linie. Von der Körpersprache übers Spiel bis zum Zweikampfverhalten.

Sanogo: 5.5. Die kämpfende Maschine wurde sehr hart angegangen. Er wehrte sich nach Kräften und wurde immer wieder schmerzlich im Stich gelassen von seinem Nebenmann.

Sulejmani: 5.5. Auch der Serbe stemmte sich gegen die Niederlage. Mit viel Kampfgeist und einem Treffer. Der einzige, dem es gelang, auch mal mit etwas Tempo in den Gefahrenbereich einzudringen.

Hoarau: 4. Für einmal gelang es ihm nicht, die Bälle vorne zu halten, zu aggressiv sassen im die Zürcher auf.

Assalé: 2.5. Hätte in der ersten Halbzeit den Spielverlauf ändern können, was aufgrund Thelander und viel Pech nicht geschah. Dies war die einzige rühmliche Aktion, alles folgende inkl. Abgang war eines YB-Spielers unwürdig.

Schick: 4.5. Brachte einiges an Schwung rein. Leider war die zweite Halbzeit aber zu zerfahren, als das tatsächlich Spielfluss über seine Seite hätte aufkommen können.

Nsame: Die Wucht, die er jeweils ins Spiel bringt, reichte leider gestern nicht zu einem Tor.

Ngamaleu: Kam für die YB-Viertelstunde für Benito.

Vorschau Cupfinal: FC Zürich – BSC Young Boys

25. Mai 2018 um 14:55 von Mate in der Kategorie YB

Eine Saison voller Höhepunkte neigt sich dem Ende zu. Eine Saison, welche wir alle bestimmt niemals vergessen werden. So wird irgendwann die nächsten Tage, nach all den Feierlichkeiten der letzten Wochen, auch eine gehörige Portion Wehmut aufkommen. Zu hoffen bleibt, dass dies frühestens am Montag der Fall sein wird, weil sie bis dahin noch einmal von ganz viel Freude in den Hintergrund gedrängt wird. Denn ein letzter grosser Höhepunkt steht noch bevor: es ist Cupfinal in Bern und YB ist dabei. Wir sind der Meinung, dass ein Sieg gegen den FCZ der adäquate Schlusspunkt wäre und wollen dann – wie die Spieler bestimmt auch – noch einmal eine richtig grosse Sause steigen lassen. Es wäre das Double, das erste seit 1958.

Natürlich hat man als YB-Fan der jüngeren oder mittleren Generation nicht die besten Erinnerungen an Cupfinals. Die letzten drei gingen allesamt auf bitterste Art und Weise verloren. Doch ein letztes Mal in dieser Saison dürfen wir betonen: beim jetzigen YB ist (mittlerweile erwiesenermassen) alles anders. Und deshalb wäre es aus unserer Sicht falsch, am Sonntag aufgrund der Vergangenheit mit einem schlechten Gefühl ins Stadion zu gehen. Vielmehr geht es vor allem um eines: diese einzigartige Mannschaft mit ihrem Staff noch ein letztes Mal so richtig zu geniessen und bedingungslos zum Sieg zu schreien. Auch wenn der Start in die Hosen gehen sollte, das jetzige YB hat in der abgelaufenen Spielzeit eigentlich immer eine Antwort gefunden. Es hat diesen Willen (und natürlich auch die Möglichkeiten), um gegen jeden Gegner dieses Landes eine Wende herbeiführen zu können. Nur weil das am Sonntag ein Cupfinal ist, wird das nicht anders sein.

Klar steht die Frage im Raum, ob es die Mannschaft nach diesen drei ausserordentlichen Wochen tatsächlich schafft, den Fokus noch einmal hundertprozentig zu richten und die nötige Spannung aufzubauen. Doch an unserer Seitenlinie steht mit Adi Hütter der Trainergott himself. Er wird den Jungs nicht erst heute die Bedeutung dieses Spiels klargemacht haben. Sie werden darauf brennen, auch noch diesen Pott in die YB-Vitrine zu holen und sich damit endgültig unsterblich zu machen.

Aufstellungstechnisch sieht es so aus, dass Adi Hütter auf den gesperrten Kevin Mbabu verzichten muss. An seiner Stelle erwarten wir Jungspund Jordan Lotomba. Die Alternative wäre Thorsten Schick, doch der Reisfleisch-Liebhaber ist ein vielseitig einsetzbarer und daher dankbarer Einwechselspieler, so dass wir auch deshalb Lotomba vorziehen würden. Mit grosser Spannung darf die Aufstellung im zentralen Mittelfeld erwartet werden. Wird Leseratte Djibril Sow nach seiner Verletzung in der Startelf stehen? Falls nicht, wird Leo Bertone noch einmal zum Handkuss kommen und – schenkt man den immer hartnäckigeren Gerüchten Glaube – sein (vorerst) letztes Spiel für gelbschwarz machen.

«Nomau», heisst der erste Track auf dem Wurzel5-Album «Letschti Rundi». «Nomau» gilt am Sonntag auch für die Young Boys. «Nomau» die Ansagen von Adi Hütter umsetzen, «Nomau» in dieser Konstellation die Fans begeistern, «Nomau» einen Titel holen, «Nomau» die ganze Stadt in eine gelbschwarze Extase versetzen und komplett durchdrehen lassen. Liebe Leserinnen, liebe Leser, nomau: Geniesst diesen Tag in vollen Zügen. Schreien wir YB zum Sieg und feiern danach noch einmal so richtig fest. Der Folgetrack auf «Letschti Rundi» heisst übrigens «Nummer 1». Und «chasch mache was du wosch, versteisch», soll am Sonntag auch für Michi Frey und seine Zürcher Compagnions gelten. Natürlich sind wir vom Sieg unserer Mannschaft überzeugt und tippen einen 3:1-Sieg. Die Tore erzielen Guillaume Hoarau, Roger Assalé und Christian Fassnacht.

Hopp YB!

 

Gelobte Gentechnik

24. Mai 2018 um 06:56 von Marco in der Kategorie YB

Jeder kennt die Fakten: Trainergott Adi Hütter hat uns zur Meisterschaft gecoacht, Nsame das entscheidende Tor erzielt und die ganze geile Truppe uns den Titel beschert. Doch als geschichtsbewusster Blog müssen wir auch kurz zurückspulen an den Ursprung dieser wunderschönen Reise. Es war am 9. Juni 2017 als das ominöse Siegergen in den Gewahrsam von gäubschwarz.be gelangte. Wer sich nicht erinnern kann, frischt hier bitte sein Gedächtnis auf.

Tatsächlich gelang es in einer Aktion, die Danny Ocean neidisch gemacht hätte, das Siegergen unbeschadet nach Bern zu bringen. Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir ja nicht einmal wirklich, ob das Siegergen tatsächlich existierte oder sportliche Gründe für die Basler Erfolge verantwortlich waren. Mittlerweile wissen wir, dass es nicht nur existiert, sondern auch seine Wirkung zuverlässig entfaltet.

Dies ist umso wichtiger, da sich das Siegergen weder von einem Millionensalär noch von grösseren sportlichen Perspektiven locken lässt. Das Siegergen ist nun zu Hause angekommen.

Bonus: Eine Auswahl der Facebook-Kommentare zum Bericht vor einem Jahr. Wir lassen das mal so stehen.

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Vorschau: GC Zürich – Schweizer Meister BSC

19. Mai 2018 um 15:02 von Marco in der Kategorie YB

Vorhang auf zur Dernière! Intendant Adi Hütter und sein gelbschwarzes Ensemble sind in den letzten zehn Monaten 35 Mal im Rahmen der Super League aufgetreten. Bei ihren Gastspielen zwischen St. Gallen und Lausanne, und Basel und Lugano haben sie das Publikum begeistert und auf heimischer Bühne im Wankdorf für nachhaltige Verzückung und feuchte Augen gesorgt. Leider hat auch die schönste Meisterschaft ein Ende. Dass dies ausgerechnet bei der Laientruppe aus Niederhasli stattfindet ist natürlich schade, soll unsere Euphorie aber nicht trüben. Im Gegensatz zu vielem anderen wird Adi Hütter den Letzigrund in Deutschland wohl nicht vermissen.

Theoretisch geht es auch in diesem Spiel um nichts mehr, doch einige nette Fakten könnte man mit einem Sieg doch noch schaffen. Beispielsweise könnte YB die beste Rückrunde der SL-Geschichte markieren und GC die schlechteste Schlussrangierung seit dem Fall in die Abstiegsrunde 1993 bescheren. Wobei zweiteres fast noch verlockender ist. Daneben geht es selbstverständlich auch noch um den Titel des Torschützenkönigs, den sich Hoarau noch krallen möchte. Die Ausgangslage ist allerdings knifflig, da Ajeti mit einem Treffer in Führung liegt. Zu guter Letzt kann sich YB mit dem elften Auswärtssieg der Saison ein gutes Gefühl für den kommenden Cupfinal holen und zugleich die morgigen Feierlichkeiten würdig einläuten.

Und sollte es dennoch nicht klappen, spielt alles keine Rolle, weil: Fuessbau Schwizer Meister BSC!

Tipp: 1:3, 2x Hoarau, 1x Sulejmani.

 

Vorschau FC Basel – Schweizer Meister BSC YB

10. Mai 2018 um 11:24 von Mate in der Kategorie YB

Als YB-Fan ist man sich durchaus gewohnt, gegen Ende der Saison zu Spielen zu fahren, in welchen es um nichts mehr geht. Nur ist es in diesem Jahr leicht, ganz leicht anders als sonst. Triumphfahrt könnte man es nennen oder Meistertour. Der Spielplan meint es dabei gut mit uns. Nach der Reise ins Wallis, wartet heute der Gang nach Basel. Es könnte kaum besser sein.

Sportlich gesehen geht es noch um diesen Punkterekord, welcher, wie es scheint, für Adi Hütter und seine Mannen durchaus seinen Reiz hat. Ansonsten gilt es vor allem, die Meisterform bis Ende Monat zu konservieren (und keine Verletzungen einzufahren).

Nachdem der Meistercoach am vergangenen Wochenende noch ausgiebig rotierte, erwarten wir heute die „Top-Elf“ auf dem Rasen. Diese wird dafür sorgen, dass die Ungeschlagenheit der Young Boys anhält und diese weiter auf Punkterekord-Kurs bleiben. Und während der Gästeblock wie vor Wochenfrist im Tourbillon zur Partyzone wird, werden Hoarau und Assalé die beiden Berner-Tore schiessen, welche es für den 2:1-Auswärtssieg im Joggeli braucht.

Geniessen wir es, Hopp YB!