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Vorschau BSC YB – FC Zürich

17. Februar 2019 um 13:47 von Marco in der Kategorie YB

Vor einer Woche hatte YB in Thun mit garstigen Wetterbedingungen zu kämpfen und musste sich mit einem Punkt begnügen. Heute empfängt der Meister den FCZ bei wunderbarstem Frühlingswetter. Wenn sich der Wetterumschwung auch auf die gelbschwarze Darbietung niederschlägt, dürfen wir uns auf die 90 Minuten freuen. Die wichtigste Meldung der Woche war aus YB-Sicht die vollzogene Vertragsverlängerung von Wuschu. Damit ist die Basis für eine langfristige positive Entwicklung der Young Boys gelegt.

Gewisse Personalsorgen gibt es dagegen auf kurzfristiger Sicht. Durch die Verletzung von Hoaurau hat man das ungute Gefühl, dass eine längst verschollen geglaubte Hexe im Wankdorf wieder ihr Unwesen treibt. Neben der weltbesten „quatre-vingt-dix-neuf“ muss Seoane weiterhin auf Mbabu, Sulejmani, Camara und Lotomba verzichten. Dazu kommt der gesperrte Aebischer. Eine solche Absenzliste ist auch für ein gut bestücktes Kader nicht leicht zu verkraften.

In der Abwehr wird wohl Wüthrich wieder einmal von Beginn weg zum Einsatz kommen, da Lauper im Mittelfeld den Part von Aebischer übernimmt. Weitere Umstellungen gegenüber dem letzten Spiel sind eigentlich nicht nötig. Auch ohne die fehlenden Leistungsträger ist YB gut genug, um das Duell Meister gegen Cupsieger für sich zu entscheiden. Nsame und Fassnacht erzielen die Treffer zum 2:0-Sieg, der aus einem schönen Nachmittag einen perfekten Nachmittag macht.

FC Thun – BSC Young Boys 1:1

10. Februar 2019 um 19:53 von Marco in der Kategorie YB

Kurz vor Spielbeginn wurde die verletzungsbedingte Absenz von Hoarau bekannt. Das war zwar eine ärgerliche Nachricht, doch aufgrund der geballten Offensivkraft von YB, nicht weiter beunruhigend. Im Fokus stand sowieso zuerst die gelbschwarze Defensive in Person von Sandro Lauper. Dieser wurde zuerst überspielt, konnte danach den Abschluss von Hunziker kurz vor der Torlinie mit etwas Glück abfangen. Diese Chance nach gut fünf Minuten zeigte, dass mit Thun zu rechnen war. Doch auch YB agierte munter, insbesondere Assalé zeigte sich gewohnt wirblig und kam nach einer Vorlage Aebischers zu einem vielversprechenden aber erfolglosen Abschluss.

Nach einer Phase in der Thun mehr vom Spiel hatte, stand erneut die Nummer 17 der Young Boys im Fokus. Nach einem Ballverlust von Sutter schnappte sich Assalé das Leder und suchte den Torerfolg. Sein Schuss blieb aber hängen. Nach einem weiteren Schuss von Ngamaleu war zum Glück Fassnacht für den Nachschuss mit dem Kopf zur Stelle. Ebenso Thuns Glarner, allerdings mit ausgestreckter Hand auf Kopfhöhe. Klossner reagierte prompt und korrekt und zeigte auf den Punkt. Von dort verwertete Assalé mit einem Hammer, in dem einiges an Frust über verpasste Chancen steckte. Führung für den Meister! In der Folge flachte das Spiel zwar etwas ab, was aber nicht zwingend schlecht war. YB kontrollierte das Geschehen mehrheitlich und liess kaum mehr Gefahr zu. Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurde es vor Von Ballmoos noch einmal hektisch, doch der Emmentaler sorgte dafür, dass YB mit der Führung in die Pause ging.

Auch nach dem Seitenwechsel war die Intensität vorerst eher tief, stärker wurde einzig der Regen. Es dauerte zehn Minuten bis YB dem 2:0 bis auf wenige Zentimeter heran kam. Fassnachts Abschluss knallte an die Latte. Die Elf von Seoane präsentierte sich in solider Verfassung, es fehlten aber die Momente der Überraschung oder des Überfalls. In solchen Fällen können Standards Wunder wirken. Benitos Freistoss nach knapp 70 Minuten gehörte leider nicht dazu. Auch Thun kam gelegentlich gefährlich vors Stadtberner Tor, doch die Abwehr von YB agierte gefestigter als noch gegen Xamax. Leider nur bis zur 80. Minute. Eine scharfe Flanke von Salanovic fand in Spielmann den perfekten Abnehmer, dieser glich für Thun aus. Das Duo Von Bergen/Lauper wurde dabei überrumpelt.

Zumindest war YB nun wieder wach und drückte in den verbliebenen Minuten auf das zweite Tor. Insbesondere die Einwechselspieler Gaudino und Garcia machten zwar noch Druck, doch der Torerfolg blieb aus. Das Unentschieden gegen Thun ist kein Unglück, doch möglicherweise war das Fehlen von Hoarau doch eine Absenz zu viel.

Von Ballmoos 5 Beim Gegentor machtlos, ansonsten souverän.

Benito 5 Gute Übersicht und Pässe nach vorne, aber kein Exploit.

Von Bergen 5 Eigentlich gewohnt solid, die Organisation der neu formierten Abwehr ist aber noch nicht abgeschlossen.

Lauper 4.5 Auch er benötigt ev. noch etwas Zeit, bis er sich blind mit Von Bergen versteht, doch es kommt gut.

Schick 5 Der sichere Wert, wie man ihn kennt. Das schlechte Abschneiden seiner Landsfrauen bei der WM-Abfahrt wirkte sich nicht negativ auf seine Leistung aus.

Ngamaleu 4 War weniger sichtbar als gegen Xamax und mitverantwortlich, dass die YB-Offensive nie richtig in Schwung kam.

Sow 4.5 Fiel wenig auf, wenig ab und am Ende auf das Knie von Hediger.

Aebischer 4.5 Eigentlich ein guter Auftritt, doch die Impulse nach vorne waren rar.

Fassnacht 5 Bei seinem Lattenschuss fehlte nicht viel und auch sonst ein guter Auftritt.

Nsame 3.5 Das war zu wenig. Auch mit Assalé statt Hoarau an der Seite fand Nsame nie richtig ins Spiel. Hoffentlich löst sich der Knoten bald wieder.

Assalé 5 In der ersten Halbzeit war er der Aktivposten der YB-Offensive und sicherer Penaltyschütze. Danach baute er etwas ab.

Gaudino Keine Note Gelbschwarze Premiere für den Neuzuzug. Zeigte sich bemüht.

Garcia Keine Note Kam spät für Ngamaleu und konnte nicht mehr viel ausrichten.

Vorschau FC Thun – BSC YB

10. Februar 2019 um 10:19 von Jänu in der Kategorie YB

Der Plastik in der Stockhornarena scheint unseren Jungs zu liegen. Mit Ausnahme der Niederlage in der letzten Saison muss man nämlich schon ziemlich lange im verstaubten und oft vom Bier leicht getrübten Erinnerungsstübchen wühlen, bevor man auf die vorletzte Niederlage stösst. Sie fand am 8. Dezember 2013 statt, als man den Thunern mit 0:1 unterlag. Es war jenes Spiel, als sich Marco Wölfli schwer verletzte und Yvon Mvogo für ihn eingewechselt wurde und fortan das Berner Tor als Nummer 1 hüten sollte.

Abgelöst wurde er von unserem heutigen Stammtorwart David von Ballmoos, der auch in Thun zwischen den Pfosten stehen wird. Davor wird Trainer Seoane nur wenig Grund zur Veränderung haben. Zwar muss der Abwehrverbund um einiges kompakter und konsequenter agieren als gegen Xamax, jedoch dürfte sich die Viererkette in ihrer personellen Zusammensetzung nicht verändern. Schick und Benito beackern die Seiten und schlagen die schönen Flanken zur Mitte (oder skoren sogar selbst) und im Zentrum halten Lauper und von Bergen den Laden zusammen. Wobei vor allem ersterer an seiner alten Wirkungsstätte besonders motiviert sein dürfte und durch kluge Spieleröffnungen glänzen soll. Auch das Mittelfeld wird Seoane voraussichtlich unberührt aus dem Xamax-Spiel übernehmen. Einzig im Sturm könnte es zu einer Rochade kommen. Der kleine, wirblige und schnelle Assalé ist eine Alternative zum grossen, bulligen und durchschlagsstarken Nsame für den Platz neben Hoarau.

Die Thuner sind diese Saison die Überraschungsmannschaft der Super League – wie eigentlich fast immer. Mit einem Sieg könnten sie mit dem zweitplatzierten Basel gleichziehen – könnten. Zwar deutet nichts auf einen Einbruch der Thuner hin. Der etwas verspätete Rückrundenauftakt am Mittwoch in Lugano gewann man jedenfalls souverän. Allerdings ist YB dermassen stark, dass es heute für den kleinen Nachbarn kaum etwas zu holen gibt. Dazu kommen die lange Reise und die müden Beine aus dem Lugano-Spiel. Diese könnten heute nebst der individuellen Klasse ein entscheidender Vorteil für YB sein. Allerdings braucht es gegenüber dem Xamax-Spiel eine Leistungssteigerung. Denn die Thuner werden erstens nicht so viele Ballverluste produzieren und zweitens ihre Torchancen auch nutzen, besser also sie kommen gar nicht erst zu diesen. Dazu braucht es aber besonders im Zentrum einen besseren Auftritt als letzten Samstag. Die Abstimmung zwischen den zentralen Mittelfeldspieler und der Innenverteidigung muss besser passen, so dass der Gegner keine Räume zwischen den Ketten vorfinden kann.

YB wird dies heute gelingen. Die Fans erleben nach dem langen Marsch einen erfrischenden 3:0 Sieg. Hoarau, Sow und Nsame treffen für Gelbschwarz und sorgen so dafür, dass der Leader einmal mehr die volle Punktzahl aus der Stockhornarena mitnimmt.

BSC YB – Xamax Neuchâtel 2:0

4. Februar 2019 um 18:16 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Es war lange die erwartet einseitige Partie, in welcher die Gäste bis zur Pause keinen einzigen Torschuss verzeichnen konnten. YB kontrollierte das Geschehen von Beginn weg, Xamax versuchte mit einer defensiven Ausrichtung dem Leader den Weg zum Tor zu versperren. Dies gelang zwar mehr oder weniger, hatte aber auch mit kleinen Unzulänglichkeiten im Spiel der Young Boys zu tun. Dennoch schien der Führungstreffer nur eine Frage der Zeit.

Nur die wenigsten im Stadion dürften aber darauf getippt haben, dass dieser dann durch Loris Benito erzielt wurde. YB kam in der 14. Minute zu einem Corner und packte eine nette Variante aus, welche durch den Aargauer veredelt wurde. Der Jubel mit Assistenztrainer Harald Gämperle umrahmte das erste YB-Highlight im neuen Jahr. In der Folge blieb das Heimteam deutlich überlegen, ohne daraus aber weiter Kapital zu schlagen. So dürften sich alle über den Pausenpfiff des durchschnittlichen Schiedsrichters gefreut haben. Xamax, weil es weiterem Unheil in Form von Gegentreffern entgangen war und YB, weil alle elf Spieler selber in die Garderobe gehen konnten. Wir verstehen, wenn man dem Leader mit Härte entgegen treten will (muss), nur sollte man es nicht ganz so wörtlich nehmen, wie dies die Neuenburger zum Teil gemacht hatten.

Nun dann, weiter ging’s in Halbzeit zwei – und wie. Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, als Aebischer das Spiel auf die Seite verlagerte, Thorsten Schick eine seiner herrlichen Flanken ins Zentrum schlug und dort Nicolas Moumi Ngamaleu zur Stelle war und mit einem Bilderbuchkopfball auf 2:0 stellte.

Man durfte davon ausgehen, dass dies bereits die Vorentscheidung war. Nur wenig später blieb ein Abschluss von Jean-Pierre Nsamé in der Gästeabwehr hängen, der Abpraller landete vor den Füssen von Guillaume Hoarau, doch der Franzose liess seine Abschlussstärke auch in dieser Szene vermissen und schoss den Ball aus sechzehn Metern weit über das Tor.

Nach einem Freistoss von Schick verpasste YB durch Fassnacht ein weiteres Mal den dritten Treffer, ehe dann die Gäste aus Neuenburg plötzlich mutiger wurden. YB seinerseits baute zwar nicht gerade ab, war aber in der einen oder anderen Situation doch etwas weniger konsequent. Dies und später auch die Einwechslung der Basler-Leihgabe Pululu führte dazu, dass YB nun plötzlich doch noch einen Torwart brauchte. Dieser bestand alle Prüfungen souverän und durfte es am Ende für sich in Anspruch nehmen, dass die Null bestehen blieb.

Noten:

Von Ballmoos 6 /

Keine Prüfung in der ersten Halbzeit, dafür umso geforderter in der letzten halben Stunde des Spiels, fehlerfrei und mit Big Saves gegen Kamber und Nuzzolo die Null ins Trockene gebracht.

Schick 5/

Einmal mehr: Wird er gebraucht, ist er zur Stelle. Schick ist einfach Gold wert und belohnte sich mit einem tollen Assist für seine Leistung.

Von Bergen 4/

Einige Wackler und weitaus weniger souverän, als wir uns das vom Capitano gewohnt sind.

Lauper 4.5/

Abgeklärt und umsichtig, seine Pässe sind einfach ein Genuss.

Benito 5/

Hat im Training offensichtlich gut aufgepasst, dafür gibt’s natürlich Bonus. Ansonsten auch mit der Körpersprache nicht immer ganz da, wo er zuletzt gewesen war.

Sow 4.5/

Ordnete das Spiel im Mittelfeld gemeinsam mit Aebischer souverän. Musste einiges einstecken.

Aebischer 4.5/

Ordnete das Spiel im Mittelfeld gemeinsam mit Sow souverän. Hatte bei den meisten gefährlichen YB-Angriffen seine Füsse im Spiel.

Ngamaleu 4.5/

Was für ein Kopfballtor, einfach herrlich. Ansonsten zwar enorm aktiv, in seinen Aktionen aber etwas gar hastig.

Fassnacht 4/

Wie immer engagiert und zweikampfstark, aber auch noch deutlich unter der Form vom Herbst.

Nsamé 3.5/

Kam nicht richtig zur Geltung. Vielleicht stimmt es halt doch, dass er und Gui für das YB-Spiel zu ähnliche Spielertypen sind.

Hoarau 3.5/

Schien irgendwie noch nicht hundertprozentig bei der Sache, verlor ungewohnt viele Zweikämpfe und liess auch im Abschluss das eine oder andere Mal die nötige Konsequenz vermissen.

Keine Noten für Assalé, Wüthrich und Garcia.

Vorschau: BSC YB – Xamax Neuchâtel

2. Februar 2019 um 12:44 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Endlich geht die Winterpause zu Ende. 48 Tage sind seit dem letzten Meisterschaftsspiel in Neuchâtel vergangen. Beim klaren 4:1-Sieg hat man sich innerlich bereits von einigen Stammspielern verabschiedet, was bei 19 Punkten Vorsprung zu verkraften gewesen wäre.

Und mit dem eher überraschenden Abgang von Sékou Sanogo zu Al-Ittihad wurde es kurz vor Weihnachten tatsächlich ein wenig emotional. Auch der Transfer von Urgestein Leo Bertone in die USA schmerzte, auch wenn der Berner Gieu sportlich keine tragende Rolle mehr spielte.

Und dann? Nichts. Mit Gianluca Gaudino kommt ein talentierter Spieler, der im Falle eines Scheiterns kein grosses Risiko darstellt. Kevin Mbabu? Immer noch hier. Genauso wie Lauper, Fassnacht und Assalé. Als Tüpfelchen auf dem i gelingt dem Team um Wuschu sogar noch ein spektakulärer Sommertransfer: Fabian Lustenberger kommt nach zwölf Jahren Bundesliga ablösefrei nach Bern und wird mittelfristig die Patron-Rolle von Steve von Bergen übernehmen.

Über allem schwebte aber der drohende Abgang von Sportchef-Gott Spycher. Das Nati-Aufgebot wirkt aus Fan-Sicht nicht besonders spannend, doch für den Familienvater hätte das Amt doch einen gewissen Reiz. Zumal man im Sommer eine vorzeitige Verlängerung verpasst hatte.

Doch in der YB-Traumwelt der letzten 1,5 Jahre nimmt auch diese Geschichte eine schöne Wendung: Am Mittwoch lässt Wuschu die Katze aus dem Sack und verkündet seinen Verbleib. Mit dem schönen Nebeneffekt, dass er sich wohl noch mehr Kompetenzen in den Vertrag packen lässt. Für YB kann das nur gut sein.

Der 48-tägige Winterpausen-Kreis schliesst sich heute Abend mit einem erneuten Duell gegen Nuzzolo und seine Neuenburger. Die haben auf dem Transfermarkt zugeschlagen, holen Serey Dié und Pululu aus Basel und testen momentan Verteidiger Martin Angha. Ob das reicht? Xamax ist Abstiegskandidat Nummer Eins, trotz einem starken Nuzz. Der 35-Jährige war zusammen mit Mbabu und Hoarau als Spieler des Jahres nominiert, ging aber leer aus. Die etwas komische SFL-Gala am vergangenen Montag war quasi eine reine YB-Angelegenheit.

Item. Mit dem Messer am Hals könnten die Neuenburger durchaus gefährlich werden. Bei ihnen geht es um alles oder nichts – bei YB könnte der Blick auf die Tabelle vielleicht zuviel Sicherheit bringen. Doch genau wie Adi Hütter, gelingt es auch Gerry Seoane immer wieder, sein Team bis in die Haarspitzen zu motivieren. Kein Gegner wird unterschätzt, kein Spiel auf die leichte Schulter genommen. Schon gar nicht ein Heimspiel nach 48 Tagen Pause vor über 20’000 Fans!

Der Meister wird gezwungenermassen einige Änderungen vornehmen müssen, da Mbabu, Lotomba, Camara und Sulejmani verletzt ausfallen. Lauper dürfte darum wieder neben Von Bergen in der Innenverteidigung starten, flankiert von Loris Benito und Thorsten Schick. Das Zentrum bilden Sow und Aebischer, Ngamaleu, Fassnacht, Hoarau und Assalé werden offensiv für die Musik besorgt sein.

Am Ende gelingt ein 3:0-Sieg, die Tore erzielen Hoarau, Assalé und Schick.

Hopp YB!

BSC Young Boys – Juventus Turin 2:1

13. Dezember 2018 um 11:07 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

2018 neigt sich langsam dem Ende zu. Und als ob das gelbschwarze Traumjahr noch besser werden könnte, setzt YB noch einmal einen drauf! Der Reihe nach.

Ohne Von Bergen, Sanogo und Sulejmani wirkt die Ausgangslage vor dem abschliessenden Gruppenspiel gegen den italienischen Rekordmeister noch schwieriger, als sie sowieso schon war.

Seoane und sein Staff entscheiden sich, auch nach den Erfahrungen in Manchester, für eine taktische Umstellung und starten in einem 3-4-3. Und dieser Plan geht nach einigen Startschwierigkeiten auf. YB agiert mutig und gut organisiert, lässt sich von den grossen Namen nicht einschüchtern. Ob Ronaldo, Costa, Mandzukic oder Pjanic: Die Berner zeigen sich in den Zweikämpfen hart und am Ball mutig. Und auch etwas glücklich: Ronaldo und Costa verpassen die Führung mehrmals knapp, bis YB endlich einmal in einem CL-Spiel in Führung gehen kann. Ngamaleu wird von Alex Sandro dämlich im Strafraum gefoult und Hoarau trifft zum 100. Mal für YB!

Nach der Pause drücken die Italiener mächtig und schnüren YB ein, ohne jedoch wirlich oft zu gefährlichen Szenen zu kommen. Zu dicht steht der Berner Riegel, zu aufsässig ist der Schweizer Meister in den Zweikämpfen. Nach etwas mehr als einer Stunde verpasst Fassnacht per Kopf das 2:0 knapp – eine Chance, die man in so einem Spiel eigentlich nützen muss. Doch YB verzweifelt nicht, kontert erneut über Benito und Ngamaleu bis der Ball bei Hoarau landet. Und dieser macht weiter Werbung für eine eigene Statue vor dem Wankdorf. Lässig lässt er Bonucci stehen und versenkt aus 17 Metern unhaltbar.

Die letzten zehn Minuten des Spiels fühlen sich auf den Rängen endlos an, vor allem nach dem Anschlusstreffer des eingewechselten Dybala. Juve drückt und trifft in der Nachspielzeit zum Ausgleich – doch das Tor zählt berechtigterweise nicht. Ronaldo stand beim vermeintlichen zweiten Dybala-Tor im Abseits. Nach fast fünf Minuten Nachspielzeit pfeifft der Schiri ab – und Bern liegt sich zum wiederholten Mal in diesem Jahr in den Armen.

Noch einmal 90 Minuten in Neuchâtel – dann geht das grossartigste Jahr in Gelbschwarz zu Ende. Hopp YB!

Die Noten

Wölfli 6/ Dribbelt schon in den Startminuten einen Vizeweltmeister aus, kratzt Ronaldo den Ball vom Fuss und strahlt 90 Minuten eine riesige Freude aus. Beim Gegentor machtlos.

Camara 5,5/ Steht sinnbildlich für die Steigerung YBs in der CL. Camara zeigt ein starkes Spiel und leistet sich kaum Fehler.

Lauper 6/ Schon fast unheimlich mit welcher Abgeklärtheit Lauper zu Werke geht. Sein Passspiel ist fantastisch, ebenso seine Antizipation.

Benito 5,5/ Auch Benito zeigt ein tolles Spiel, bügelt 1-2 Stellungsfehler gleich selber aus. Leitet den Konter zum 2:0 fantastisch ein.

Mbabu 5,5/ Kevin beweist auch gegen Juve, dass er bereit ist für den Schritt in eine Topliga. Darf aber gerne bis Sommer warten.

Sow 5/ Fleissig und omnipräsent. Ein paar Abspiele gelingen ihm nicht wie gewünscht, doch die fallen nicht ins Gewicht.

Aebischer 5,5/ Stark wie Aebischer sich im Zentrum behauptet und etliche Löcher stopft. Der Fribourger hat nochmals einen grossen Schritt gemacht.

Garcia 5/ Uli merkt man die fehlende Spielpraxis ab und zu an. Hat viel Zug nach vorne, defensiv ab und zu noch etwas ungestüm. Spielt mit unglaublich viel Herz.

Fassnacht 5/ Starke Angriffsauslösungen bei mehreren Kontern, zudem mit einem fantastischen „Zidane-Trick“. Müsste aber per Kopf das 2:0 erzielen.

Ngamaleu 5,5/ Einer seiner besten Auftritte im YB-Dress. Defensiv fleissig, offensiv überall anzutreffen. Holt den Penalty heraus und steuert den Assist zum 2:0 bei.

Hoarau 6/ Da gibts eigentlich nichts zu sagen. Le roi!

Bertone/Schick/Wüthrich keine Note/

Seoane 6/ Unglaublich wie Gerry in seiner ersten YB-Saison überzeugt. Grossartige Interviews, taktisch klug und mutig.

Vorschau BSC YB – Juventus Turin

12. Dezember 2018 um 09:35 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, Vorschau, YB

Es wird der letzte Höhepunkt eines davon reichen Jahres 2018 im Berner Wankdorf sein: die abschliessende Champions-League Partie gegen eines der besten Teams des Kontinents. Wenn der BSC YB den italienischen Meister Juventus Turin empfängt, könnte der Unterschied kaum grösser sein: hier der Aussenseiter, der erstmals in der Vereinsgeschichte an der Champions League teilnehmen durfte, dort das Team, das den Sieg im bedeutendsten Wettbewerb des Clubfussballs anstrebt. Hier das Team, in welchem die Stars von morgen spielen, dort das Team, das mit Weltstars gespickt ist. Hier die jungen Buben, dort die alte Dame.

Obwohl es für den BSC YB im sechsten und letzten Gruppenspiel um nichts weiteres als Ehre (und ein paar Franken) geht, wird die Partie nicht in die Bedeutungslosigkeit verschwinden. Wenn eine italienische Mannschaft in Bern antritt, ist eine heisse Stimmung garantiert. Da es sich dabei noch um den Serienmeister der letzten Jahre handelt, der viele Fans in der Schweiz kennt, wird das Wankdorf in einen Hexenkessel verwandelt. Die Partie ist seit Wochen ausverkauft, die YB-Geschäftsstelle warnt vor unnötigen Reisen an die Wankdorfküste.

Obwohl es für den Leader der Super League eine Herkulesaufgabe wird, gegen das vermeintlich übermächtige Juventus zu bestehen, sind wir zuversichtlich: Druck haben die Berner keinen, verlieren können sie gar nichts. Und es ist die letzte grosse Bühne für die Spieler, die sich präsentieren wollen.

Kein Abschiedsstück wird es für den gesperrten Sanogo und die verletzten von Bergen und Sulejmani geben. Trotzdem wird YB-Trainer Seoane eine starke Mannschaft aufs Feld schicken können. Mit Pommes-Gui steht viel Erfahrung auf dem Platz. Auch ein Benito kennt die grosse Bühne und dass Mbabu furchtlos ist, wissen wir spätestens seit seinem ersten Europa-League-Einsatz in Gelbschwarz. Zudem sind die Berner im eigenen Stadion stark; insbesondere gegen italienische Teams. Und wie sagten wir schon in der letzten Vorschau: vermutlich verliert YB in 8 von 10 Partien gegen Juve. Aber wieso sollte nicht heute eine der anderen 2 Partien sein?

 

BSC Young Boys – FC Thun 3:2 (0:1)

10. Dezember 2018 um 16:15 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Die Young Boys drehen auch das Spiel gegen wacker kämpfende Thuner und gewinnen bereits zum 15. Mal im 17. Spiel. Dabei war der zweimalige Rückstand einiges erstaunlicher als der Doppelschlag in der YB-Viertelstunde, welcher die Siegsicherung brachte. YB legte von der ersten Minute an ein horrendes Tempo vor und bemühte sich das Spiel frühzeitig in die richtige Bahn zu lenken.

Der Gast hingegen ging wenig Risiken ein und versuchte durch kleine Fouls den Spielfluss der Gelbschwarzen gleich zu Beginn zu stören, was ihnen teilweise auch gelang. So wurde die Berner Drangphase zwar immer wieder unterbrochen doch stoppen konnte man die Sturmläufe nur bedingt. Dabei stellten sich die Thuner sehr clever und äusserst effizient an. Während sie bei zwei Schüssen auf das gegnerische Tor auch zwei Treffer verbuchen konnten, benötigte das Heimteam eine Quote von 0.25. Doch wie eingangs erwähnt, reichte dies erneut aus um eine weitere Partie in extremis zu drehen.

Dabei scheiterte vor allem Roger Assalé, der im 4-2-3-1 meist über Rechts kam, bereits in der Startviertelstunde einige Male aus aussichtsreicher Position. Das Heimteam fegte über das Kunstgrün, wie ein Turbolaubbläser durch die herbstlichen Strassen. Kaum landete die letzte Papierschlange, der sensationellen Choreo, auf dem Rasen legte YB los. Aebischer auf Pass von Fassnacht, Nsame nach toller Vorarbeit durch Seydoux, der ganz nebenbei ein tolles Startelfdebut feierte. Danach scheiterten auch noch Sulejmani und Assalé, bevor Von Ballmoos den Ball erstmals aus der Nähe betrachten konnte.

Im Grunde war es ein Spiel auf ein Tor mit ein zwei Entlastungsangriffen der Roten. Trotzdem brauchte der Ligaprimus 56 Minuten, einen herrlichen Lob Aebischers und die Technik eines Sulejmanis um erstmals in dieser Begegnung zu treffen. Danach vergab YB weiter Chance um Chance und benötigte etwas Glück und den Fuss vom Thuner Rodrigues um die Partie erneut auszugleichen. Danach war es nur noch eine Frage der Zeit, bevor der Pommesliebhaber Hoarau das siegbringende 3:2 erzielte.

Zurzeit klappt einfach alles in der Fussballhauptstadt Bern – dieses stimmungsvolle Publikum, die sensationelle Choreo und dieser unwiderstehliche Fussball – YB macht Glücklech!

 

 

Die Noten:

Von Ballmoos:   4 / Ein sehr unangenehmes Spiel für unsere Nr. 1. Bekam in den gesamten 90 Minuten keinen Ball zu halten und kassierte gleichwohl 2 Gegentreffer.

Seydoux:   5 / Tolles Startelfdebut des jungen Fribourgers. Versteckte seine Nervosität hinter frechen Flügelläufen.

Lauper:   5,5 / Ballsicher, super Spielverständnis und vielleicht die beste Spieleröffnung der Liga. Was kann der Junge eigentlich nicht?!

Ali Camara:   4,5 / Machte seine Sache gut doch war er offensiv auch schon auffälliger.

Benito:   4 / Ohne Fehler aber für einmal eher eine unauffällige Partie unseres Aussenläufers.

Sanogo:   5,5 / Hielt sich nach der zuletzt harten Kritik an seiner Spielweise etwas mehr zurück und stach dafür mit seiner spielerischen Extraklasse hervor.

Aebischer:   5 / Sieht bei beiden Gegentreffern etwas unglücklich aus, sein Assist zum 1:1 Ausgleich entschädigt aber für alles.

Assalé:   4 / Wirblig und gefährlich wie immer, doch im Abschluss unglücklich und zu wenig clever.

Fassnacht:   4,5 / Spielte im 4-2-3-1 zentraler als gewohnt. Machte seine Sache gut doch fehlte ihm das Glück im Abschluss.

Sulejmani:   6 / Mira…Mira…Miralem Sulejmani! *sing*

Nsame: 4 / Wie Assalé an vielen offensiven Aktionen beteiligt, mit guten Möglichkeiten aber ohne Abschlussglück.

Hoarau für Nsame und mit Pommesjubel, Ngamaleu für Assalé und mit einer riesen Chance kurz vor dem Abpfiff und Bertone für Aebischer waren zu kurz im Spiel für eine Bewertung.

 

 

Vorschau BSC Young Boys – FC Thun

7. Dezember 2018 um 22:37 von Marco in der Kategorie YB

Vor einer Woche trat YB zum Spitzenkampf gegen den Zweitplatzierten an und gewann nach einer starken zweiten Halbzeit souverän. Nun tritt YB erneut gegen den Zweiten der Super League an, diesmal ist es der FC Thun. Während YB seit der zweiten Runde unbeirrt die Tabelle anführt, geben sich dahinter die anderen Klubs die Klinke in die Hand. Fünf Teams (exkl. YB, das nach der ersten Runde auf Rang zwei stand) belegten bisher den Platz, der in früheren Jahren von YB gehalten worden war. Nun spielt es für die Young Boys natürlich eine untergeordnete Rolle, wer sich momentan als erster Verfolger bezeichnen darf. Hauptsache der Vorsprung bleibt beruhigend gross.

Obwohl YB mehr als eineinhalb mal so viele Punkte wie Thun auf dem Konto hat, dürfte das zweitletzte Heimspiel des Jahres nicht ganz einfach werden. Thun hat einen Lauf, mit Sorgic den Ligatopskorer in ihren Reihen und wird ordentlich heiss sein auf das Duell gegen die Nummer eins im Kanton. Cool bleiben, ist daher die Devise für Gelbschwarz. YB verfügt mittlerweile über ein so gefestigtes Selbstvertrauen, dass sich die Spieler auch von Rückschlägen während der Partie nicht verunsichern lassen. Mindestens ein Tor für YB fällt mit grosser Wahrscheinlichkeit immer und die Fähigkeit, Spiele in der Schlussphase zu gewinnen, ist Gold wert.

Letzte Woche in Basel musste YB auf Von Bergen und Hoarau verzichten, die verletzungsbedingt ausfielen. Gegen Thun ist nur Hoarau einsatzbereit, Von Bergen laboriert immer noch an seiner Fussverletzung. Ebefalls nicht dabei ist Mbabu, der seine Rot-Sperre absitzen wird. An seiner Stelle dürfte Schick zum Einsatz kommen. Falls Seoane vor Weihnachten noch ein paar Geschenke in Form von Einsatzminuten verteilen möchte, könnte auch Léo Seydoux den Part als Rechtsverteidiger übernehmen. Auch Sow leidet noch an einer Bauchmuskelverletzung, daher spielt Aebischer neben Sanogo.

Im Sturm entscheidet Hoarau das Topskorer-Duell mit Sorgic für sich und führt YB mit zwei Toren zum 2:0-Sieg.

Matchbericht FC Basel – BSC YB

4. Dezember 2018 um 13:10 von Questra in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Wer sich ein Bild von der Verunsicherung des FC Basels machen wollte, musste sich nur die Pressekonferenz im Anschluss an das Spiel anschauen. Wie ratlos Trainer Marcel Koller den Journalisten Red- und Antwort stand, sprach Bände. Verwundert darüber darf man nach diesen neunzig Minuten vom eigentlichen Spitzenspiel der sechzehnten Super League Runde nicht sein. Denn es war eine Machtdemonstration im St. Jakob-Park. Nicht etwa vom Heimteam, dem entthronten Meister vom Rheinknie, nein, es war eine Demonstration des Gastes von der Aare.

Noch selten hat man den FC Basel vor heimischem Publikum so sehr schwimmen sehen, noch seltener wurde der einst so dominante Club zuhause dermassen vorgeführt. Die Young Boys waren das bessere Team, hatten mehr Präsenz, waren physisch bereiter und fussballerisch besser. Die Berner kamen vor der Pause zu mehreren aussichtsreichen Halbchancen, aber die letzte Konsequenz fehlte in der ersten Halbzeit. Der FC Basel seinerseits hatte während den ganzen neunzig Minuten zwei Abschlüsse; und selbst die sind noch grosszügig gezählt.

Doch es passte zur Dramatik des Spiels, dass trotzdem die Basler zur Pause in Führung lagen; und dies tatsächlich mit ihrem einzigen Schuss aufs Tor. Der Gegentreffer war aus Berner Sicht komplett unnötig, denn eigentlich waren sie in dieser Situation im eigenen Strafraum in Überzahl. Trotzdem konnte Kalulu ungestört flanken, trotzdem konnte Frei seinen Kopfball auf Ajeti spielen, trotzdem stand ebendieser alleine vor von Ballmoos und gab dem Ball die entscheidende Richtungsänderung.

Ebenso passte zum Spiel, dass genau dieser Gegentreffer der Genickschlag für die Basler war. Verunsichert – oder überheblich – wie sie sind, hielten sie es für eine vielversprechende Idee, sich nach diesem Tor komplett zurückzuziehen und die Führung dank Mauertaktik über die Zeit zu bringen. Notabene gegen das Team, welches in 15 Spielen bereits 47 Tore erzielt hatte.

Es kam dem spielstarken Gast also entgegen, dass sich das Heimteam in der eigenen Platzhälfte einigelte, so konnten die Berner ihre ganze Klasse ausspielen. Der omnipräsente Sulejmani kam zu einem wahren Standardtraining auf Wettkampfniveau, er durfte zwölf Eckbälle zur Mitte schlagen. Im Anschluss eines dieser Eckbälle kam der Ball zurück zum serbischen Zauberfuss. Dass man einem Sulejmani keinen Platz zum Flanken geben darf, müsste in der Super League eigentlich bekannt sein. Dennoch gaben ihm die Basler in der 69. Minute alle Zeit der Welt. Seine Hereingabe fand den Kopf von Ali Camara, der den Ball ungestört in die Maschen köpfelte.

Wer nun erwartete, dass vom Heimteam irgendeine Reaktion kommen sollte, sah sich getäuscht. Es waren nur die Berner, die weiter spielten, nur die Berner, die etwas ausstrahlten, nur die Berner, die den Sieg wollten. All dies wurde zehn Minuten nach dem Ausgleich mit dem Führungstreffer belohnt. Natürlich war es Sulejmani, der einmal mehr den Unterschied ausmachte. Sein scharf getretener Freistoss flog an Freund und Feind vorbei und landete in der weiten Torecke.

Dass der Gast aus der Hauptstadt erstmals seit über sechs Jahren die volle Punktzahl aus Basel mitnehmen sollte, daran gab es ab diesem Moment keine Zweifel mehr. Selbst der grösste Optimist der Muttenzer-Kurve musste dies eingesehen haben, verliessen doch bereits etliche Zuschauer vor Abpfiff das Stadion-Oval. Und verpassten so das Berner Schluss-Bouquet. Der eingewechselte Garcia, ebenfalls mit unglaublichem Gefühl im Fuss gesegnet, durfte ungestört in den Basler Strafraum flanken wo Fassnacht komplett vergessen gegangen war. Dessen Kopfball in den Torhimmel hatte mehr Wucht, als das ganze Basler-Spiel. So verkam der vermeintliche Spitzenkampf zu einer Kapitulation vor der Stärke des Berner Leaders.

(Anmerkung der Redaktion: allfällige Tätlichkeiten, Schiedsrichter-Fehlentscheide oder falsch gewählte Kartenflut wurden in diesem Text absichtlich ausgeklammert.)

Noten:

von Ballmoos: 5 / die grösste Gefahr für den Torhüter war, sich eine Erkältung einzufangen

Mbabu: 5.5 / er ist zurück, diese Stärke, diese Kampfkraft, diese Power, dieser Jubel – wow!

Lauper: 5 / einige Stellungsfehler am Anfang, danach stark, mit Magistralen Auslösungen

Camara: 5 / dieses IV-Duo macht spass, auch wenn Steve definitiv noch gebraucht wird

Benito: 5.5 / welche Präsenz auf den Aussenbahnen

Sulejmani: 6 / der Serbe war der Leader auf dem Feld

Sanogo: 5.5 / die Käptenbinde schien seine Brust noch breiter zu machen

Aebischer: 5 / musste Sow ersetzen, machte seine Sache als Ballverteiler in der Mitte stark

Fassnacht: 4.5 / rettete seinen Auftritt mit dem schönen Kopfballtor

Assalé: 5 / wirbelte gewohnt, kam zu Abschlüssen, zeigte starke Leistung

Nsame: 5 / er ersetzte Hoarau wieder stark, konnte Bälle halten und wagte sich immer, selbst in den Abschluss zu gehen

 

Wechselspieler:

Bertone (84′ für Sulejmani) / Garcia (88′ für Assalé) / Ngamaleu (93′ für Nsame): zu kurz für eine Benotung