FC Zürich – BSC YB 3:3

21. Oktober 2018 um 14:53 von Pele in der Kategorie Matchbericht, YB

Die Schweizer Super League ist eine Ausbildungsliga – und sportlich keine allzu grosse Nummer. International setzte einzig der FCB in den letzten Jahren ein paar Ausrufezeichen, daneben konnte YB in der Europa League für vereinzelte Highlights sorgen.

Wenn also eine Partie in der hiesigen Meisterschaft in der Nachbetrachtung als «Werbung für den Schweizer Fussball» bezeichnet wird, will das etwas heissen.

Gegen den FCZ verzeichnete YB einen Horrorstart: Bereits nach zehn Minuten führte Heimteam im Letzigrund mit 2:0 – ein Patzer des IV-Duos Von Bergen/Lauper sowie ein strenger Penaltypfiff gegen Mbabu sorgten für einen Zürcher Doppelschlag. Nur wenige Minuten später musste auch noch Goalie Von Ballmoos mit einer Hirnerschütterung und einer gebrochenen Nase vom Feld. Bis zur Pause kam YB kaum zu guten Möglichkeiten und alles deutete auf einen Auswärts-Dämpfer hin.

Doch wie so oft wusste das Team von Trainer Seoane nach der Pause zu reagieren. Die Gelbschwarzen starteten eine Aufholjagd und schnürten die Zürcher ein – ein wiederum streng gepfiffener Penalty sorgte nach souveräner Verwandlung durch Hoarau für den Anschlusstreffer.

Doch Schiri Jaccottet gefiel die Spannung nicht: Sein dritter Penaltypfiff richtete sich wieder gegen YB, diesmal wurde ein «Foul» von YB-Captain Von Bergen taxiert. Rodriguez verwandelte sicher zum 3:1 – der Meister war wieder gefordert. Und er zeigte seine ganze Klasse: Assalé sorgte innerhalb von zehn Minuten mit zwei Assists, verwandelt durch Ngamaleu und Hoarau, für ein hochverdientes 3:3.

In den letzten zwanzig Minuten hätte YB genügend Chancen zum Siegtreffer gehabt, doch die Berner sündigten im Abschluss. Der FCZ wurde einzig mit einem Ceesay-Konter gefährlich, doch diesen entschärfte der YB-Abwehrchef mit einer fantastischen Grätsche.

So hinterliess das Spiel leicht enttäuschte YB-Spieler und einen, trotz allem, stolzen YB-Coach. Auf der anderen Seiten durfte der FCZ trotz zweimaliger Führung mit dem Punkt zufrieden sein. Bis auf Trainer Magnin, der sich durch seinen Auftritt nach Abpfiff den Titel «Rumpelstilzchen 2.0» redlich verdiente.