Vorschau: FC Münsingen – BSC YB

25. Oktober 2017 um 11:44 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Die Cupsaison 2017 hält für YB allerhand spezielle Begegnungen bereit. Statt den immergleichen Reisen aufs welsche oder inner-/ostschweizerische Land, treffen die Gelbschwarzen heuer auf Nachbaren. Sei es der geographische Nachbar Breitenrain, der historische Namensnachbar Old Boys – oder jetzt eben das Team vom nahen Sportplatz Sandreutenen.

Fast schon unglaublich, dass es zwischen YB und Münsingen noch nie zu einem Ernstkampf kam. Im Cup traf der FCM bislang auf Basel oder Aarau, aber noch nie auf die Gelbschwarzen. Dabei gibt es etliche Figuren, für die das Duell ein spezieller Moment ist. Sei es Münsingens Trainer-Legende Kurt Feuz, der bei YB spielte, oder Wuschu Spycher der von dort aus den Sprung zu Luzern schaffte, sowie etliche Erstteamler der Aaretaler die zu Juniorenzeiten ihr Glück im YB-Nachwuchs suchten.

Die Voraussetzungen sind so klar wie immer: Der haushohe Favorit kann gegen den Underdog nur verlieren. Volksfeststimmung und Jahrhundertspiel auf der einen, mühevoller Pflichtauftritt auf der anderen Seite. Bislang gelang es Adi Hütter und seinem Trainerteam jeweils optimal, die Mannschaft trotz Rotationen optimal auf die unterklassigen Gegner einzustellen. Beide bisherigen Aufgaben wurden souverän und anständig gelöst und es gibt keinen Grund, weshalb es heute nicht auch so laufen sollte.

Der Gegner aus Münsingen braucht seinen Spielstil nicht gross zu verändern. Das Team von Kurt Feuz ist bekannt für eine solide Defensive und ein effizientes Konterspiel – also genau so wie der Matchplan in solchen Cuppartien zu 99% immer aussieht. Möglicherweise kommt es heute Abend also zu einem Geduldsspiel, bei dem die Gelbschwarzen nicht nervös und schon gar nicht unkonzentriert werden dürfen. Zieht YB sein Spiel durch, sollten die bessere Physis und die spielerische Qualität über kurz oder lang den Unterschied ausmachen.

Es dürften wieder Spieler aus der „zweiten Garde“ zum Einsatz kommen. Fraglich bleibt die Zusammenstellung der Innenverteidigung: Kasim Nuhu und Steve von Bergen sind nach der vierten Gelben Karte am Sonntag gesperrt. Entweder nutzt Hütter diese kommende Zwangspause aus und bringt heute beide, oder er schenkt dem IV-Duo vom kommenden Sonntag das Vertrauen. Die dürfte sich aus dem Trio Bürki, Wüthrich und (falls fit) Loris Benito zusammensetzen. Wir rechnen mit einer Mischform und erwarten eine Dreierkette mit dem arrivierten von Bergen und den beiden Jungen.

Aussen dürfte Sven Joss eine Einsatzmöglichkeit erhalten, im Zentrum wäre eine Pause für Sekou Sanogo denkbar.

YB wird einen kühlen Kopf bewahren und das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden. Die Tore erzielen Nsame, Fassnacht und Aebischer.

 

Vorschau Dynamo Kiew – BSC Young Boys

19. Oktober 2017 um 17:24 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

Heute Abend folgt das dritte von vier Duellen, innerhalb eines Jahres, zwischen den Berner Young Boys und Dynamo Kiew. Was in der heimischen Super League gang und gäbe ist, ist im Europapokal doch eher gewöhnungsbedürftig. Böse Zungen bezeichneten dies auch schon als Worst-Case-Szenario. Nun also wieder Kiew, der unbequeme Gegner aus der unattraktiven ukrainischen Liga. Die Mannschaft gespickt mit alten, erfahrenen Nationalspielern, welche YB in der Champions League Qualifikation Zuhause bereits einmal mit 3:1 besiegte. Was dürfen wir von dieser Affiche auf Stufe Europa League erwarten? Wird Adi Hütter erneut die Spieler aufstellen, die in der Meisterschaft nur wenig oder gar nicht zum Einsatz kamen? Können die Young Boys erneut den frischen Fussball zeigen, wie damals am 26. Juli 2017, als man nur durch einen überragenden Yarmolenko und drei individuelle Fehler bezwungen wurde?

Yarmolenko wird den Bernern im heutigen Spiel keine Sorgen bereiten. Der Superstar der Ukrainer wechselte, kurz nach dem Champions League Out gegen die Gelbschwarzen, für 25 Millionen Euro zu den Schwarzgelben nach Dortmund. Mit diesem Abgang geht bei Kiew zwar einiges an Spielwitz, Tempo und Qualität verloren, doch auch so verfügt der zweitplatzierte der Premier Liga nach wie vor über genügend spielerische Klasse und führt die EL Gruppe B mit 6 Punkten aus zwei Spielen klar an.

Genau wie die Young Boys gegen Lausanne, missglückte aber auch Dynamo Kiew die Hauptprobe am letzten Wochenende gründlich. Während die Berner immerhin auf einen dominanten Auftritt und Pech im Abschluss zurückblicken, so war die Niederlage des stolzen Hauptstadtklubs gegen den letztplatzierten, aus dem Ferienort Odessa, eine herbe Enttäuschung.

Es flossen also seit dem letzten Aufeinandertreffen einige Liter Wasser die Dnepr herunter und ein Wiedersehen eröffnet auch immer wieder neue Chancen. Sei dies nun für die fitten altbewährten oder die frischen unverbrauchten Kräfte im Team. Nach wie vor fehlen die verletzten Guillaume Hoarau, Leo Bertone und Loris Benito, dafür kann Miralem Sulejmani wieder mittun. Gaeubschwarz.be würde im heutigen Spiel eine leichte Rotation mit kleiner Anpassung im System vornehmen. Trotz der Mehrfachbelastung mit der Ghanaischen Nationalmannschaft, stellen wir den formstarken Kasim Adams Nuhu, neben den unbestrittenen Abwehrchef Steve Von Bergen und den Kopfballstarken Gregory Wüthrich, in die dreimannstarke Innenverteidigung. Die Flügel beackern Kevin Mbabu und sein Zimmerkollege Jordan Lotomba, während das Zentrum durch Sekou Sanogo und Djibril Sow besetzt werden. Im Sturm sorgen Christian Fassnacht, Roger Assalé und der wiedergenesene Miralem Sulejmani für Gefahr. Mit einem 1:2 durch Fassnacht und Sulejmani festigen wir den Ruf des Ukrainenschreck.

171019 Aufstellung gg Kiev

Vorschau: BSC Young Boys – FC St. Gallen

29. September 2017 um 20:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Die ersten neun Spiele sind passé und YB kann das zweite Viertel der Saison mit einem Spitzkampf starten! Zwei Dinge kommen dabei eher unerwartet: Erstens steigt YB als Leader in den Ring und zweitens kommt der Gegner nicht vom Rheinknie sondern aus der Olma-Stadt.

Die St. Galler profitieren mitunter von der momentan sehr ausgeglichenen Meisterschaft. Nach einem etwas unkonstanten Start wurde Grünweiss zuletzt nach zwei Siegen gegen Basel und Thun nach oben gespült. Das Team von Giorgio Contini hat die Offensiv-Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt und ist dadurch nur schwer ausrechenbar. Die letzten fünf Tore gegen Basel und Thun wurden von fünf unterschiedlichen Spielern erzielt (Ajeti, Buess, Tafer, Aleksiv und Aratore). Besonders Letzterer ist bei YB ein Begriff: Beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison (2:2) erzielte der Basler beide Tore. Diese Partie zeigte aber auch auf, dass die St. Galler keineswegs unwiderstehlich auftreten. Bis zum Ausgleich war YB im Kybunpark die dominierende Mannschaft und liess Grünweiss kaum Raum zur Entfaltung. Die Steigerung im weiteren Spielverlauf hatte in erster Linie mit dem Nachlassen von YB zu tun.

Adi Hütter dürfte am Sonntag die bestmöglichste (und fitteste) Mannschaft auf den Platz schicken. Die Rotation hat in Elbasan leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht, umso mehr gilt es, in der Meisterschaft auf Kurs zu bleiben. In der Verteidigung werden Nuhu und Mbabu ihre angestammten Plätze wieder einnehmen. Auf links dürfte Lotomba wieder den Vorzug vor Joss erhalten, sofern er sich von seiner Blessur aus dem Sion-Spiel erholt hat. Neben Sanogo erwarten wir Djibril Sow, der langsam aber sicher den nächsten Schritt machen dürfte. Bislang haben wir zwar durchaus gute Ansätze gesehen, leider hat sich das aber noch nicht auf seine Produktivität niedergeschlagen: 0 Scorerpunkte aus 13 Einsätzen sind für einen Mittelfeldspieler klar zu wenig.

Auf den Aussenbahnen werden Sulejmani und Fassnacht ins Rennen geschickt. Ngamaleu ist mit seiner Geschwindgkeit ein idealer Joker und wird sein eher schwaches Spiel in Albanien wieder wettmachen. Vorne beginnen Nsame und Assalé.

 

Nebst der Festigung des Leaderthrons geht es am Sonntag auch um den Fortbestand einer sehr schönen Serie: Der FC St. Gallen hat im neuen Wankdorf noch nie eine Partie gewonnen. Das darf, soll und muss so bleiben. Fassnacht, Sulejmani und Nuhu werden mit ihren Treffern beim 3:0-Sieg dafür sorgen, dass die Serie mindestens bis ins nächste Jahr bestehen bleibt.

Vorschau: Skënderbeu Korça – BSC Young Boys

28. September 2017 um 13:02 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Nun hat es auch noch Lotomba erwischt. Der junge Aussenverteidiger ist nicht mit nach Albanien gereist und erholt sich in Bern von einem Schlag aufs Knie, den er gegen Sion kassiert hat. Damit vergrössert sich das Lazarett um einen weiteren aktuellen Stammspieler. Bleibt zu hoffen, dass Lotomba am Sonntag wieder fit ist und vor allem, dass die Verletzungshexe ihren Hunger nun endlich gestillt hat. Doofe Kuh!

In Elbasan geht es heute um eine gute Ausgangslage für den weiteren Verlauf der Gruppenphase. Das 1:1 im Heimspiel gegen Partizan Belgrad war ein kleiner Rückschlag, zumal man genügend Chancen hatte, dieses Spiel zu gewinnen. Ausserdem ist das Spiel in Albanien eine weitere Möglichkeit, die schlechte Auswärtsbilanz in internationalen Spielen aufzubessern. Aber Obacht: Das Team aus Korça hat sich in der Qualifikation unter anderem gegen Dinamo Zagreb durchgesetzt und steht in der heimischen Meisterschaft nach drei Spielen zusammen mit dem Meister aus Kukësi an der Spitze.

Trotzdem wird YB mit der Favoritenrolle vorlieb nehmen müssen und soll das Spieldiktat von Beginn weg übernehmen.

Adi Hütter wird im Vergleich zum Sion-Spiel einige Änderungen vornehmen – zum Teil gewollt (Sanogo) zum Teil gezwungenermassen (wahrscheinlich Joss für Lotomba). Mit Miralem Sulejmani ist ebenfalls zu rechnen, evtl. für Fassnacht oder Ngamaleu. Ansonsten dürfte die zuletzt aufgestellte Stammelf zum Einsatz kommen.

Wir rechnen mit einem souveränen 2:0-Sieg, die Tore erzielen Nsame und Sulejmani. Mit einem europäischen Auswärtssieg im Gepäck geht es anschliessend zurück nach Hause: Schliesslich wartet am Sonntag der Spitzenkampf (sic!) gegen den formstarken FC St. Gallen.

Vorschau: Old Boys – Young Boys

17. September 2017 um 14:45 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Nach Europapokal gegen Partizan Belgrad folgt am Sonntag das Cupspiel gegen die Old Boys aus Basel. Ein Spiel, welches vor allem geschichtlich eine kleine Prise Brisanz mit sich bringt. Schliesslich sind die Old Boys aus Basel bekanntlich der Grund dafür, dass man heute von den berühmten Berner Young Boys spricht. Es waren die Brüder Max und Oskar Schwab, welche zusammen mit Hermann Bauer und Franz Kehrli am 14. März 1898 einen Fussballclub gründeten und diesem den Namen FC Young Boys gaben. Grund dafür war, dass den vieren ein Auftritt der Basler Old Boys beim FC Bern grossen Eindruck gemacht hatte. So liessen sie sich nicht nur bei der Namensgebung ihres neu gegründeten Vereins inspirieren, sondern übernahmen auch die schönsten Vereinsfarben der Welt.
Old Boys gegen Young Boys also. Die Hoffnungen der Basler dürften vor allem im Ruf der Berner gründen, etwa einmal im Cup gegen einen Kleinen zu patzen und sich so zum Gespött der Fussballnation zu machen. Das Team von Aziz Sayilir ist doch eher mässig in die Saison gestartet und kommt in der Promotion League nach sieben Spielen gerade einmal auf einen Sieg.

So dürfte tatsächlich vor allem die Entscheidung der Gelbschwarzen aus der Hauptstadt darüber entscheiden, ob es eine knappe Angelegenheit gibt oder nicht. Hier vertrauen wir auf Adi Hütter und dass es ihm gelingt, das Team auch nach einem europäischen Auftritt und vor dem Ligaspiel gegen Luzern am kommenden Mittwoch, optimal auf die Aufgabe im Sportstadion Schützenmatte einzustellen.

Dabei dürfte er die Gelegenheit nutzen, dem einen oder anderen eine Pause, respektive etwas Auslauf zu gönnen. Explizit rechnen wir mit einer Nomination für Sven Joss und hoffen darauf, dass Michel Aebischer genügend fit ist, um wieder einmal etwas Spielpraxis mit der ersten Mannschaft zu erhalten. Ihn würden wir anstelle von Sekou Sanogo aufstellen, um diesen für einmal etwas zu schonen. Auch dürfte Marco Bürki die Gelegenheit erhalten, sich neben Kasim Adams Nuhu in der Innenverteidigung zu zeigen.

Die Captainbinde wird anstelle von Steve von Bergen Goalie Marco Wölfli tragen. Weiter dürfte Moumi Ngamaleu zu seinem ersten Spiel von Beginn weg kommen. Das reicht dann aus unserer Sicht auch
schon was die Rotationen anbelangt. Wir sind da aber natürlich auch deutlich gebrannter als das Trainergespann, welches aber bekanntlich nichts von den alten «Typisch YB»-Zöpfen hält.
Wie die Trainer sind auch wir positiv und rechnen mit einer klaren Angelegenheit. YB wird mit einem deutlichen 3:0 in die nächste Runde einziehen, die Tore zum Sieg erzielen Nuhu per Weitschuss, Assalé per Kopf und Ngamaleu.

Aufstellung
Wölfli
Joss – Nuhu – Bürki – Lotomba
Ngamaleu – Aebischer – Sow – Sulejmani
Fassnacht – Assalé

Vorschau: BSC YB – FC Lugano

9. September 2017 um 09:17 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Selten kam eine Länderspielpause passender, als die in den letzten beiden Wochen. YB absolvierte seit Ende Juli ein happiges Programm mit Reisen nach Kiew und Moskau, dazwischen konnte man sowohl jubeln (Kiew-Spiel im Wankdorf) als auch verständnislos den Kopf schütteln (Thun-Spiel, ebenfalls im Wankdorf). Ab und zu überraschte YB (GC-Spiel, auswärts), manchmal wurden uns aber auch die Grenzen aufgezeigt (ZSKA-Spiel, auswärts).
Nach einem tollen Start liess YB gegen Ende August nach und verspielte eine noch bessere Ausgangslage. Besonders die Offensive kam längere Zeit nicht mehr in Fahrt, erst in St. Gallen fanden die Gelbschwarzen durch Treffer von Nsame und Nuhu zum Scoren zurück.
Nun steht das Spiel gegen die formstarken Luganesi auf dem Programm. Die Tessiner haben die Abgänge von Alioski und Sadiku besser verkraftet als gemeinhin erwartet wurde, und stehen in der Tabelle auf Rang 5. Zuletzt liess das Team von Trainer Tami mit einem 4:1-Sieg gegen Thun, sowie einem respektablen 1:1 in Basel aufhorchen. Alex Gerndt durfte sich gegen die Thuner als Doppeltorschütze feiern lassen und wird am kommenden Sonntag zum ersten Mal als YB-Gegner auflaufen. Ein herber Schlag für die gs-be-Redaktion, war Alex Gerndt doch mehrere Jahre einer unserer (wenn nicht sogar DER) Lieblingsspieler.

Auch Yoric Ravet wird nicht mehr für YB auflaufen. Der Franzose dürfte dieses Wochenende sein Debut beim SC Freiburg geben. Als Ersatz für die Aussenbahn wurde Nicolas Moumi Ngamaleu von Altach verpflichtet. Der Kamerunische Nationalspieler lies in den letzten Monaten bei unserem östlichen Nachbarn aufhorchen und gilt als schneller und trickreicher Offensivspieler.
Aus der Abteilung «Perspektivspieler mit Potential» wurde mit Pedro Teixeira ein weiterer Flügelspieler geholt. Der Schweizer U-Natispieler kommt von Xamax zu YB.
Bei den Gelbschwarzen dürfte David von Ballmoos ins Tor zurückkehren. In der Viererkette erwarten wir keine Änderungen, zumal sich speziell die Innenverteidigung mittlerweile gefunden hat und abgeklärt agiert.
Im Zentrum ist Sanogo gesetzt, daneben erwarten wir zwar Leo Bertone, würden aber gerne wiedermal Michel Aebischer spielen sehen. Der Fribourger war in den letzten Wochen mit der U21-Nati unterwegs und spielte gegen Wales von Beginn weg (0:3). Beim 1:1 in Rumänien kam Aebischer nicht zum Einsatz.
Auf den Aussenbahnen wird Sulejmani gesetzt sein. Sein Pendant dürfte zunächst Thorsten Schick heissen, da Ravet-Nachfolger Ngamaleu zuletzt mit dem Nationalteam unterwegs war und daher noch kaum mit seinem neuen Team trainiert hat. Im Angriff hoffen wir auf einen wiedergenesenen Hoarau, der zusammen mit Assalé die Tormaschinerie in Gang setzen soll.
Trotz der aktuellen Stärke Luganos, rechnen wir mit einem klaren 3:0-Sieg und freuen uns über die Tore von Hoarau (2x) und dem eingewechselten Lotomba.

Vorschau Dynamo Kiew – BSC Young Boys

26. Juli 2017 um 16:39 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

YB startet, vier Tage nach dem furiosen und euphorisierenden 2:0 Sieg, in Kiew in die Europapokal Saison 2017/18. Das junge Team von Adi Hütter macht sich auf, um in Europa erneut für Furore zu sorgen. Genauso wie vor einem Jahr, als man den ebenfalls aus der Ukraine stammenden Widersacher Schachtar Donezk aus der CL Qualifikation schoss.

Was damals galt, gilt auch heute: Der Zweite der abgelaufenen Ukrainischen Meisterschaft gilt als Favorit aber die Gelbschwarzen steigen mit guten Aussenseiterchancen in diese dritte Qualifikationsrunde zur Champions League. Adi Hütter erwartet einen vor allem im physischen Bereich starken Gegner, der im Gegensatz zu seinem Rivalen aus Donezk weniger auf brasilianische Ballzauberer als vielmehr auf einheimisches Schaffen setzt. Dynamo ist mit 15 Meisterschaften (zuletzt in den Jahren 2014/15 und 2015/16) Ukrainischer Rekordmeister zudem auch dreizehnfacher sowjetischer Meister und zweifacher Sieger des Europapokals der Pokalsieger. Seit Jahren Gast in der Champions und Europa League, schloss man die letztjährige CL Kampagne etwas enttäuschend als Vierter hinter der SSC Napoli, dem SL Benfica und Besiktas Istanbul ab. Zu den bekanntesten Spielern des Klubs gehören Oleh Blochin (Europas Fussballer des Jahres 1975 und 101-facher sowjetischer Nationalspieler), Igor Belanow (Europas Fussballer des Jahres 1986 und 2003 Besitzer des FC Wil) und Andrij Schewtschenko (Europas Fussballer des Jahres 2004, Champions League Sieger 2002/03 und 111-facher ukrainischer Nationalspieler). Aus dem aktuellen Team dürften uns mit Ausnhame von Yarmolenko und dem ehemaligen Basler Derlis Gonzalez kaum noch ein Spieler bekannt sein.

Die Young Boys reisen mit Selbstvertrauen in die ukrainische Hauptstadt. Im Wissen, dass der Gegner stark aber nicht unbezwingbar ist, man über eine talentierte junge Mannschaft verfügt und vom Verletzungspech bisher verschont blieb. Soll heissen, unser Coach kann heute aus dem Vollen schöpfen. Einzig der zurzeit angeschlagene Taulant Seferi und die «Überzähligen» Alex Gerndt, Sven Joss und Gregory Wüthrich haben die Reise vom Belpmoos nach Kiew nicht mitgemacht.

Da Dynamo Kiew bereits ein Supercup- und zwei Meisterschaftsspiele (unteranderem zwei Mal gegen Schachtar) in den Beinen hat, fällt der übliche Vorteil des frühen Schweizer Meisterschaftsbeginns zwar weg, es bleibt uns aber immer noch die Hoffnung, dass die durchwegs gute Stimmung im Verein und der erfolgreiche Meisterschaftsstart, heute Abend den kleinen Unterschied machen kann.

Trotz anstrengenden Wochen scheint es zu früh um in den Rotationsmodus zu schalten. Einerseits muss sich die Mannschaft noch weiter einspielen und andererseits verlangt einem ein Gegner des Kalibers Dynamo Kiew alles ab, respektive verlangt nach der voraussichtlich stärksten Elf. Ausser im Zentralen Mittelfeld, wo wir anstelle Michel Aebischers den defensiv etwas stärkeren und international erfahreneren Leonardo Bertone erwarten, verlässt sich gaeubschwarz.be auf die erfolgreiche Equipe des letzten Wochenendes und ist überzeugt, dass im Spiel 1 der diesjährigen Europapokal Kampagne der BSC YB nicht als Verlierer nach Bern zurückreisen wird.

Aufstellung gegen Dynamo Kiew

(Saison-)Vorschau: BSC YB – FC Basel

22. Juli 2017 um 10:43 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

50 Tage sind seit dem letzten Meisterschaftsspiel und dem damit verbundenen 2:0-Sieg gegen Lausanne vergangen. Beide Tore erzielte Ravet und entliess damit die YB-Fans zufrieden und entspannt in ruhige Sommerferien.

In dieser Pause wurde die Kaderplanung mit dem Ziel vorangetrieben, ein möglichst hungriges Team zusammenzustellen und allfällige sowie bereits bekannte Abgänge zu ersetzen. Wuschu Spycher agierte dabei umsichtig und überraschte mit einigen unerwarteten Aktionen. So konnten die ausgeliehenen Kevin Mbabu, Roger Assalé und Kasim Adams Nuhu fix übernommen werden, was besonders bei Erstgenanntem eine ziemliche Überraschung darstellt. Mit Jordan Lotomba wurde zudem ein sehr talentierter Spieler von Lausanne verpflichtet, der sowohl in der Defensive als auch in der Offensive auf beiden Seiten agieren kann. Ebenfalls auf der Aussenbahn (oder alternativ im Sturm) wird der Neuzugang vom FC Thun, Christian Fassnacht, eingesetzt werden. Die offene Planstelle im Zentrum wurde neu etwas offensiver besetzt: Von Gladbach wechselt mit Djibril Sow ein weiteres einheimisches Talent fix zu YB und soll im Zentrum die kreativen Einfälle liefern. Zudem konnte nach langem hin und her der Topscorer der vergangenen Challenge League Saison verpflichtet werden. Jean-Pierre Nsamé scheint ein Knipser zu sein, der vor dem Tor nicht viele Chancen braucht. Allerdings scheint sein Verhalten gegenüber dem bisherigen Arbeitgeber Servette nicht gerade vorbildlich gewesen zu sein, will man den diversen Medienberichten Glauben schenken. Daher erhoffen wir uns, dass Nsamé vor allem auf dem Platz für Schlagzeilen sorgen wird und nicht daneben.

Nsamé wird sich vorerst als vierter Stürmer hinter Hoarau, Assalé und Gerndt einreihen und nimmt damit die Position von Michael Frey ein, der YB zum wahrscheinlich letzten Mal verlassen hat.

Mit Yvon Mvogo und Denis Zakaria verliessen uns zudem zwei wichtige Leistungsträger in die Bundesliga, spülten aber auch eine entsprechende Entschädigung in die Kriegskasse. Diese Abgänge schmerzen zwar, stehen aber für den eingeschlagenen YB-Weg: Junge Talente erhalten die Chance sich zu beweisen und dürfen das Wankdorf als Sprungbrett nutzen. Im Gegenzug kann YB mit diesen Transfers die wirtschaftliche Situation erheblich verbessern und ist auch in der Lage weitere Talente auf den entsprechenden Positionen nachzuziehen.

Eine weitere, deutlich schwierigere Aufgabe bestand im „Ausmisten“ des etwas überteuerten Mittelbaus. Der in Ungnade gefallene Milan Gajic verliess YB in Richtung Ländle, Jan Lecjaks konnte an Dynamo Zagreb abgegeben werden und der zuletzt starke aber bereits in die Jahre gekommene Alain Rochat wird seine Karriere bei Lausanne beenden und macht somit Platz für Marco Bürki, der mit grossem Selbstvertrauen und gesteigerten Ansprüchen aus Thun zurückkehrt und sich mit Nuhu und Wüthrich um den Platz neben Abwehrchef Steve von Bergen balgen wird.

Als Ersatz für Mvogo wurde David von Ballmoos aus Winterthur zurückgeholt. Eine bereits früh geklärte Personalie, die mit der aktuellen Vereinspolitik absolut im Einklang steht und die durch Marco Wölfli mit einer soliden und erfahrenen Rückendeckung abgesichert ist.

Glaubt man der allgegenwärtigen Meinung der Fussballschweiz, kann YB in dieser Saison den Branchenprimus aus Basel angreifen. Wir sind zwar auch zufrieden mit dem Kader und blicken der neuen Saison freudig entgegen, können die vorherrschende Euphorie in Bezug auf den FCB aber nicht ganz nachvollziehen. Mit Ricky von Wolfswinkel wurde am Rheinknie ein Stürmer von internationalem Format als Ersatz für Doumbia und Janko verpflichtet. Ansonsten blieben die Leistungsträger aber beinahe komplett zusammen und so gelten die Basler selbstredend auch in der kommenden Saison als Topfavorit auf den Titel. Ein neuer Trainer und eine neu zusammengestellte Führung werden die Mannschaft eher noch hungriger auftreten lassen und es ist nicht anzunehmen, dass das Auftaktspiel vom Samstag ein gelbschwarzer Selbstläufer werden wird. Aufgrund des Auftaktprogramms mit Basel, Kiew und dem für gewöhnlich diffizilen Auswärtsspiel im Letzigrund, besteht eine durchaus beachtenswerte Gefahr für einen Fehlstart. Und wer die Euphoriekurven in und um YB kennt, weiss wie schnell die Vorverkaufszahlen innerhalb eines Monats um etliche Prozente sinken können…

Versteht uns nicht falsch, wir freuen uns auf die kommende Saison, sind absolut zufrieden mit der Kaderzusammenstellung und sehen in dieser Truppe sehr, sehr viel Potential. Dennoch wollen wir etwas atypisch ein wenig Demut streuen. Nicht weil wir nicht daran glauben würden, dass wir in dieser Saison endlich mal etwas reissen könnten – aber (Achtung: Floskelalarm) wir nehmen Spiel für Spiel und geben dem doch sehr jungen Team die Möglichkeit, sich zu finden und werden bei Rückschlägen auch mal ein Auge zudrücken und nicht gleich mit dem Zweihänder auffahren.

Der Auftakt in die Saison 2017/18 wird ein Festakt! Bereits über 26‘000 verkaufte Tickets werden für ein nahezu volles Wankdorf sorgen, gefüllt mit einem leidenschaftlichen Anhang und der Aussicht, nach 90 Minuten für einmal keinem tabellarischen Rückstand hinterher rennen zu müssen.

YB wird den Auftakt für sich entscheiden und die Partie mit 3:2 gewinnen. Rückkehrer Hoarau per Doppelpack und der eingewechselte Fassnacht werden die Tore für Gelbschwarz erzielen.

Aufstellung 2017/18 – Ausgangslage

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Vorschau: BSC YB – FC Winterthur

1. März 2017 um 12:27 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Am 2. März 2011, also fast auf den Tag genau vor sechs Jahren, stand YB zum letzten Mal im Cup-Viertelfinale.

Gegner war damals der FC Zürich, der eine unglaubliche Partie im Wankdorf mit 3:4 n.V für sich entscheiden konnte. Nach 49. Minuten hatten die Gäste bereits mit 0:3 geführt, ehe Farnerud, Bienvenu und Mayuka das Spiel ausgleichen konnten. Das Momentum rutschte somit klar auf die Seite der Gelbschwarzen, die in der Folge die Verlängerung dominierten. Doch nach 116 Minuten war es der FCZ, der die Partie doch noch für sich entschied.

Seither wollte YB im Cup nichts mehr gelingen, ein Überwintern schien ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Es folgten Elfmeter-Niederlagen gegen Winterthur und Wil, Herbst-Blamagen gegen Le Mont und Buochs, sowie eine Heimpleite gegen den FCZ – eine Niederlage, die Adi Hütter in der Rückbetrachtung der letzten Saison als grösste Enttäuschung betitelte.

YB, zu Beginn des Jahrtausends eine passable Cup-Mannschaft mit einigen Achtungserfolgen, hängt „dank“ den letzten Jahren das Etikett des Cup-Versagers an.

Doch diese Saison gibt es bis anhin Nichts zu bemängeln, und wir halten uns nach Abschluss dieser Zeilen einstimmig an Assistenztrainer Christian Peintinger:

„Überall heisst es, die scheiden im Cup immer aus, letztes Mal Meister 1987 und veryoungboysen und was weiss ich, was es da alles gibt. Das muss alles weg, weit weg (wischt energisch über den Tisch). Das mit der Mentalität in Bern, wie oft ich das schon gehört habe, das ist Wahnsinn. Je mehr du das hörst, desto mehr denkst du, kommt doch alle mal weg von dem.“

Womit wir bei der Ausgangslage für den Cupviertelfinal gegen den FC Winterthur sind. Fortuna war uns hold und bescherte uns nach dem 5:0-Erfolg über GC ein weiteres Heimspiel. Die Winterthurer ihrerseits haben mit einer schwierigen Saison zu kämpfen. Trainer Sven Christ wurde vor zwei Wochen nach acht sieglosen Partien in Serie entlassen. Das Duo Romano/Zuffi übernahm und konnte das Team mit einem 2:1-Sieg über den FC Wohlen gleich auf die Erfolgsstrasse zurückführen. Allerdings war die Freude nur von kurzer Dauer: Bereits im nächsten Spiel gegen den Tabellenletzten aus Schaffhausen, verloren die Winterthurer mit 1:2 und stehen nun nur noch vier Punkte vor dem Yakin-Team an der vorletzten Tabellenposition.

Im Cup lief es den Zürchern deutlich besser, nach Yverdon (4:1) und Stade-Lausanne (3:0) konnte im Achtelfinale auch der Tabellennachbar Chiasso ausgeschaltet werden (2:1).

Im Kader des FCW findet man auch einen bekannten Namen mit gelbschwarzem Hintergrund: David von Ballmoos ist noch bis Ende Saison ausgeliehen, um als Torhüter genügend Spielpraxis zu sammeln. Es ist davon auszugehen, dass er einst Yvon Mvogo als Nummer 1 bei den Young Boys beerben wird.

Machen wir uns nichts vor: YB ist in jeder Hinsicht die stärkere Mannschaft, kann abgesehen von Gerndt, Benito und Wüthrich auf das komplette Kader zurückgreifen und spielt Zuhause. Dieses Viertelfinale muss und wird siegreich gestaltet werden, dafür sorgen die Doppeltorschützen Hoarau und Ravet, die beim 5:1 die ersten vier Treffer erzielen, bevor Seferi mit seinem ersten YB-Tor für den Endstand sorgt.

Vorschau: BSC YB – FC St. Gallen

20. Februar 2017 um 11:40 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

„Wir haben uns blamiert“, meinte YB-Trainer Hütter am vergangenen Sonntag nach der Niederlage gegen Luzern. 1:4 stand es am Ende aus Sicht der Gelbschwarzen, nachdem man zu Beginn die deutlich bessere Mannschaft war und früh in Führung gehen konnte.
Im Anschluss nahmen allerdings die Gastgeber das Spieldiktat in die Hand und konnten mit drei Toren vor der Pause das Spiel vorentscheiden. Eine YB-Reaktion blieb aus, generell war es ein ungewohnt kraft- und saftloser Auftritt.
Angesichts der sportlichen Situation ist diese Niederlage verkraftbar, zumal es im heimischen Championnat die Erste seit August ist. Tabellarisch ist es per se eine Gratwanderung: Gegen vorne scheint nichts mehr zu gehen, gegen hinten hat man nach wie vor ein Polster – und eigentlich steht nur der Cup im öffentlichen Fokus. Es ist die Aufgabe von Adi Hütter und co., die Mannschaft auch in der Meisterschaft Woche für Woche perfekt einzustellen und immer wieder neue Reizpunkte zu setzen. Einer dieser Faktoren könnte Roger Assalé sein, der möglicherweise gegen St. Gallen zum ersten Mal im Aufgebot stehen wird. Er gehört neben Taulan Seferi zu den neuen Offensiv-Optionen in der Rückrunde, die mit den Hufen scharren und auf Spielzeit drängen. Nicht mehr in diese Gruppe gehört indes Kwadwo Duah. Er wechselt leihweise zu Xamax um dort mehr Spielpraxis zu erhalten.

Beim Gegner aus der Ostschweiz gibt es seit Anfang Winter nur ein Thema: Die Rückkehr von Tranquillo Barnetta, der nach diversen Stationen in der Bundesliga und in den USA auf die Rückrunde nach St. Gallen zurückgekehrt ist. Dieser Transfer schien die Mannschaft sofort zu beflügeln: Seit Ende Oktober und dem Sturz ans Tabellenende, kämpfte sich der FCSG Schritt für Schritt nach oben und steht nun auf Rang fünf. Ein Grund scheint die Systemumstellung zu sein, die St. Galler agieren in einem 3-5-2, was zu einer deutlich höheren Stabilität geführt hat. In beiden Spielen mit Barnetta blieb das Team von Joe Zinnbauer ungeschlagen, dem 1:1 in Vaduz folgte der Heimsieg gegen Lausanne.
Mit Sejad Salihovic wurde zudem ein weiterer, bekannter Name verpflichtet. Salihovic gehörte vor einigen Jahren zu den prägenden Figuren bei der TSG Hoffenheim, spielte aber zuletzt „nur“ noch in China.

Abgesehen von den verletzten Wüthrich, Gerndt und Benito kann YB für dieses Heimspiel aus dem Vollen schöpfen. Im Vergleich zum letzten Sonntag dürfte mit der einen oder anderen Änderung zu rechnen sein, da besonders die Leistung in der Defensive dürftig ausfiel. Vergleicht man die beiden ersten Spiele der Rückrunde, könnte sich Rochat vor Nuhu geschoben haben. Denis Zakaria hingegen wird sich trotz schwacher Leistung wieder in der Startaufstellung wiederfinden. Zu konstant war er in den letzten Monaten, als das nicht auch er sich einen Abschiffer erlauben dürfte.
In der Offensive könnte neben/hinter Hoarau eine etwas offensivere Variante als Aebischer (Gratulation zur Vertragsverlängerung!) auflaufen, möglicherweise Michi Frey oder für einmal Sulejmani als hängende Spitze. Denkbar ist auch eine Rückkehr von Leo Bertone auf diese Position, dort zeigte er vor der Winterpause starke Leistungen.

So oder so: Zuhause ist ein Sieg Pflicht, vor allem gegen die Ostschweizer. YB wird eine Reaktion zeigen und die Partie mit 3:1 für sich entscheiden. Die Tore erzielen Hoarau, Sanogo und Schick.