Vorschau: BSC YB – Xamax Neuchâtel

2. Februar 2019 um 12:44 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Endlich geht die Winterpause zu Ende. 48 Tage sind seit dem letzten Meisterschaftsspiel in Neuchâtel vergangen. Beim klaren 4:1-Sieg hat man sich innerlich bereits von einigen Stammspielern verabschiedet, was bei 19 Punkten Vorsprung zu verkraften gewesen wäre.

Und mit dem eher überraschenden Abgang von Sékou Sanogo zu Al-Ittihad wurde es kurz vor Weihnachten tatsächlich ein wenig emotional. Auch der Transfer von Urgestein Leo Bertone in die USA schmerzte, auch wenn der Berner Gieu sportlich keine tragende Rolle mehr spielte.

Und dann? Nichts. Mit Gianluca Gaudino kommt ein talentierter Spieler, der im Falle eines Scheiterns kein grosses Risiko darstellt. Kevin Mbabu? Immer noch hier. Genauso wie Lauper, Fassnacht und Assalé. Als Tüpfelchen auf dem i gelingt dem Team um Wuschu sogar noch ein spektakulärer Sommertransfer: Fabian Lustenberger kommt nach zwölf Jahren Bundesliga ablösefrei nach Bern und wird mittelfristig die Patron-Rolle von Steve von Bergen übernehmen.

Über allem schwebte aber der drohende Abgang von Sportchef-Gott Spycher. Das Nati-Aufgebot wirkt aus Fan-Sicht nicht besonders spannend, doch für den Familienvater hätte das Amt doch einen gewissen Reiz. Zumal man im Sommer eine vorzeitige Verlängerung verpasst hatte.

Doch in der YB-Traumwelt der letzten 1,5 Jahre nimmt auch diese Geschichte eine schöne Wendung: Am Mittwoch lässt Wuschu die Katze aus dem Sack und verkündet seinen Verbleib. Mit dem schönen Nebeneffekt, dass er sich wohl noch mehr Kompetenzen in den Vertrag packen lässt. Für YB kann das nur gut sein.

Der 48-tägige Winterpausen-Kreis schliesst sich heute Abend mit einem erneuten Duell gegen Nuzzolo und seine Neuenburger. Die haben auf dem Transfermarkt zugeschlagen, holen Serey Dié und Pululu aus Basel und testen momentan Verteidiger Martin Angha. Ob das reicht? Xamax ist Abstiegskandidat Nummer Eins, trotz einem starken Nuzz. Der 35-Jährige war zusammen mit Mbabu und Hoarau als Spieler des Jahres nominiert, ging aber leer aus. Die etwas komische SFL-Gala am vergangenen Montag war quasi eine reine YB-Angelegenheit.

Item. Mit dem Messer am Hals könnten die Neuenburger durchaus gefährlich werden. Bei ihnen geht es um alles oder nichts – bei YB könnte der Blick auf die Tabelle vielleicht zuviel Sicherheit bringen. Doch genau wie Adi Hütter, gelingt es auch Gerry Seoane immer wieder, sein Team bis in die Haarspitzen zu motivieren. Kein Gegner wird unterschätzt, kein Spiel auf die leichte Schulter genommen. Schon gar nicht ein Heimspiel nach 48 Tagen Pause vor über 20’000 Fans!

Der Meister wird gezwungenermassen einige Änderungen vornehmen müssen, da Mbabu, Lotomba, Camara und Sulejmani verletzt ausfallen. Lauper dürfte darum wieder neben Von Bergen in der Innenverteidigung starten, flankiert von Loris Benito und Thorsten Schick. Das Zentrum bilden Sow und Aebischer, Ngamaleu, Fassnacht, Hoarau und Assalé werden offensiv für die Musik besorgt sein.

Am Ende gelingt ein 3:0-Sieg, die Tore erzielen Hoarau, Assalé und Schick.

Hopp YB!

Vorschau BSC YB – Juventus Turin

12. Dezember 2018 um 09:35 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, Vorschau, YB

Es wird der letzte Höhepunkt eines davon reichen Jahres 2018 im Berner Wankdorf sein: die abschliessende Champions-League Partie gegen eines der besten Teams des Kontinents. Wenn der BSC YB den italienischen Meister Juventus Turin empfängt, könnte der Unterschied kaum grösser sein: hier der Aussenseiter, der erstmals in der Vereinsgeschichte an der Champions League teilnehmen durfte, dort das Team, das den Sieg im bedeutendsten Wettbewerb des Clubfussballs anstrebt. Hier das Team, in welchem die Stars von morgen spielen, dort das Team, das mit Weltstars gespickt ist. Hier die jungen Buben, dort die alte Dame.

Obwohl es für den BSC YB im sechsten und letzten Gruppenspiel um nichts weiteres als Ehre (und ein paar Franken) geht, wird die Partie nicht in die Bedeutungslosigkeit verschwinden. Wenn eine italienische Mannschaft in Bern antritt, ist eine heisse Stimmung garantiert. Da es sich dabei noch um den Serienmeister der letzten Jahre handelt, der viele Fans in der Schweiz kennt, wird das Wankdorf in einen Hexenkessel verwandelt. Die Partie ist seit Wochen ausverkauft, die YB-Geschäftsstelle warnt vor unnötigen Reisen an die Wankdorfküste.

Obwohl es für den Leader der Super League eine Herkulesaufgabe wird, gegen das vermeintlich übermächtige Juventus zu bestehen, sind wir zuversichtlich: Druck haben die Berner keinen, verlieren können sie gar nichts. Und es ist die letzte grosse Bühne für die Spieler, die sich präsentieren wollen.

Kein Abschiedsstück wird es für den gesperrten Sanogo und die verletzten von Bergen und Sulejmani geben. Trotzdem wird YB-Trainer Seoane eine starke Mannschaft aufs Feld schicken können. Mit Pommes-Gui steht viel Erfahrung auf dem Platz. Auch ein Benito kennt die grosse Bühne und dass Mbabu furchtlos ist, wissen wir spätestens seit seinem ersten Europa-League-Einsatz in Gelbschwarz. Zudem sind die Berner im eigenen Stadion stark; insbesondere gegen italienische Teams. Und wie sagten wir schon in der letzten Vorschau: vermutlich verliert YB in 8 von 10 Partien gegen Juve. Aber wieso sollte nicht heute eine der anderen 2 Partien sein?

 

Vorschau: Manchester United – BSC Young Boys

27. November 2018 um 13:30 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Theater of Dreams! Über 3000 lautstarke und begeisternde YB-Fans! Das Spiel in Manchester ist mit Sicherheit das grosse Highlight der ersten Champions-League-Kampagne unserer Meisterhelden.

Sportlich gesehen – so ehrlich müssen wir sein – ist die Luft seit den Duellen gegen Valencia mehr oder weniger draussen. Gegen die Spanier hätte man mit etwas Glück und besserer Chancenauswertung gut und gerne auch vier statt nur einen Punkt abstauben können.

Mit einem Zähler aus vier Spielen steht YB am Tabellenende der Gruppe H, nur zwei Siege gegen Man Utd und Juventus (bei gleichzeitigen Niederlagen Valencias) würden zumindest ein europäisches Überwintern sichern.

Ohne den gesperrten Sanogo und den verletzten Guillaume Hoarau wird die Aufgabe im Old Trafford noch schwerer, als sie sowieso schon ist.

Nichtsdestotrotz: Ein Duell mit Manchester United ist ein absolutes Highlight in der Clubgeschichte und wird schon nur wegen des fantastischen Supports der gelbschwarzen Anhänger in die Annalen eingehen.

Wer weiss: Vielleicht nimmt die beinahe aussichtslose Tabellensituation den Druck weg und YB kann befreit und mutig aufspielen. Gegen ein momentan stark verunsichertes Manchester ist ein Punktgewinn nicht auszuschliessen. Bereits im Hinspiel agierte YB eine halbe Stunde lang dominant und musste sich am Ende nur der individuellen Klasse Pogbas und einem katastrophalen Penaltypfiff beugen.

In Turin stellte Trainer Seoane das Team etwas defensiver auf als gewohnt – in Valencia versuchte man es im bekannten 4-4-2. Beide Male verliess man das Feld ohne Punkte, doch in Spanien kam man einem Punkt deutlich näher als in Italien.

Auch ohne den verletzten Gui: Wir würden auch heute mit zwei Stürmern auflaufen. In der Innenverteidigung sollten die Stammkräfte beginnen, davor Leo Bertone als defensiver Abräumer. Djibril Sow, Miralem Sulejmani und Christian Fassnacht komplettieren das Mittelfeld. Ganz vorne stürmen Jean-Pierre Nsame und Roger Assalé. Moumi Ngamaleu kann im Verlauf der Partie entweder ganz vorne oder auf der Seite eingewechselt werden.

Wir tippen auf eine 2:1-Sensation. Aus Gründen! Treffen werden Nsame und Sow.

 

Vorschau BSC Young Boys – FC Lugano

23. November 2018 um 16:05 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

Lange zwei Wochen Natipause, einen Monat seit dem letzten YB Heimspiel im Wankdorf. Doch morgen Samstag ist es endlich wieder soweit – Runde 15 im Kampf um die Titelverteidigung.

Auch wenn sechs Spieler des Fanionteams für ihre A-Nationalmannschaften im Einsatz standen, so tat der Mannschaft, die zuletzt ihre mentale und physische Müdigkeit nicht mehr verheimlichen konnte, allemal gut. Mohamed Ali Camara mit Guinea und Roger Assalé mit der Elfenbeinküste traten gar in der Afrika-Cup-Qualifikation gegeneinander an, doch sassen sie dabei beide über 90 Minuten auf der Ersatzbank. Anders die Schweizer Nationalspieler von YB die langsam aber sicher auch in der Nationalelf einen dicken gelben Farbtupfer hinterlassen. Standen doch nicht weniger als vier aktuelle und zwei ehemalige «Berner» im Aufgebot. Hier herauszustreichen gilt sicher der erste Einsatz von Loris Benito aber natürlich auch die super Leistung von Kevin Mbabu, der beim Sieg gegen die aktuelle Weltnummer Eins, einer der Besten war.

Zurück in die hiesige Meisterschaft. Die Young Boys führen die Tabelle souverän mit 14 Punkten Vorsprung an, doch wie auch schon im letzten Jahr werden die Beine zur Winterpause schwerer und schwerer und es mag der schwindenden Konzentrationsfähigkeit schuldig sein, dass das eine oder andere Zuspiel nicht wie zu Beginn der Saison seinen Abnehmer findet. Es gilt nun also in den letzten 4 Meisterschaftsspielen bis zur Winterpause noch einmal auf die Zähne zu beissen und die Pace hochzuhalten.

Der morgige Gegner FC Lugano steckt trotz gutem siebten Tabellenrang in einer kleinen Resultatkrise. Verlor man doch vier der letzten sieben Spiele und vermochte nur deren zwei zu gewinnen. Dies obwohl oder gerade, weil (der Tessiner CC) Renzetti Anfang Oktober den Jungtrainer Abascal durch Celestini ersetzte, wobei es auch dem ehemaligen Trainer von Lausanne Sport nicht gelang, aus den 18 Neuzugänge ein erfolgreiches Team zu formen. Während die Tormaschine Janko noch nicht auf Touren kam vermochte unser guter Freund Alex Gerndt sporadisch Glanzpunkte zu setzen, musste aber zuletzt seinem Sturmpartner Botani den Vortritt lassen.

Die Young Boys haben ihre fünf letzten Begegnungen gegen die Luganesi für sich entscheiden können und alles andere als ein erneuter Sieg wäre eine Überraschung. Gerry Seoane kann mit Ausnahme der Verletzten Wüthrich und Lotomba aus dem Vollen schöpfen und wird die stärkste Elf nominieren. Nach der zweiwöchigen Pause gilt es auch in Hinblick auf die ausstehenden zwei Champions League Spiele, die YB Maschine schnellstmöglich wieder auf Temperatur zu bringen. Dies gelingt aus unserer optimistischen Sicht ohne Probleme und resümiert in einem klaren 3:0 Sieg. Torschützen: Assalé, Hoarau, Sulejmani.

 

Vorschau FC St. Gallen – BSC YB

11. November 2018 um 12:14 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, Vorschau, YB

Wir sind froh, haben die Young Boys einen Gymnastik-Trainer, der schaut, dass ihre Muskeln und Bänder beweglich genug sind. Denn der Spagat, den die Berner diese Tage wieder machen müssen, ist enorm: Meisterschaft, Cup, Meisterschaft, Champions-League, Meisterschaft… für jedes Spiel die nötige Konzentration, die richtige Vorbereitung, die erwartete Leistung abrufen zu können, ist richtig schwierig. Umso beeindruckender ist die anscheinende Selbstverständlichkeit, mit welcher der Leader der Super League seine Aufgaben wahrnimmt.

Auch der Spielplan spricht nicht für die Berner: es ist das vierte Spiel in Serie, welches Auswärts ausgetragen wird, Wettbewerbsübergreifend. Es waren anstrengende Wochen mit vielen Spielen. Und nach dem vollen Spielplan, diesen sogenannten englischen Wochen, kommt die Natipause sicher genau richtig. Erst steht aber das letzte Auswärtsspiel dieser langen Serie an. Es geht gegen den FC St. Gallen im Kybunpark darum, den Vorsprung auf die Konkurrenz weiter auszubauen.

Es ist nicht so, dass der FCSG der Angstgegner der Berner wäre; in den letzten fünf Spielen resultierten vier Siege, zuletzt gab es Ende September zu Hause ein überzeugendes 2:0 in welchem man nicht überragend spielte, aber den Gegner jederzeit im Griff hatte. Es war auch das Startelf-Debut eines gewissen Sandro Laupers, der sich seither als Nummer zwei in der Innenverteidigung etablieren konnte. Trotzdem müssen die Berner erneut ihre Leistung abrufen, in St. Gallen wird einem der Sieg normalerweise nicht einfach so geschenkt.

Peter Zeidler steht für einen schnellen, offensiven, attraktiven Fussball. Auch wenn der Trainer der Grünweissen selbst den heutigen Gegner als „die aktuell beste Schweizer Mannschaft“ bezeichnet, wird er sich kaum mit einer ehrvollen Niederlage zufrieden geben. Und auch die St. Galler wissen, dass in den letzten Spielen die Defensive nicht immer glänzte und dass die Berner eine kräfteraubende, schwierige Partie in Spanien in den Beinen haben.

Aber der Kader der Gelbschwarzen ist gross und vor allem stark genug besetzt, um auch mit dieser Hypothek umzugehen. Interessant wird darum sein, wie Gerry Seoane aufstellen wird. Wir vermuten, dass nicht jeder der Ü30-Spieler in der Startelf steht und erwarten im Sturm Nsame statt Hoarau. Ebenfalls denken wir, dass Camara neben Lauper die Innenverteidigung bilden wird. So gibt es vor der Pause noch einmal drei tolle Punkte, wobei Nsame und Fassnacht die Tore für den 2:0 Sieg des Meisters erzielen.

Vorschau FC Valencia – BSC YB

7. November 2018 um 13:16 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, Vorschau, YB

Feiner Sand zwischen den Zehen, das lauwarme Mittelmeer auf der Haut, Tapas auf den Tischen, dazu Rioja in den Gläsern… Alternativ Shoppingtrips in der wunderschönen Altstadt, ein Besuch im eindrucksvollen Opernhaus Valencias… Nein, für all das werden die Young Boys keine Zeit haben: wenn die Berner heute Abend an Spaniens Mittelmeerküste gegen den FC Valencia in die Rückrunde der Champions-League starten, geht es einzig und allein um Punkte.

Nach dem starken Heimspiel, in dem die Berner mehr fürs Spiel gemacht haben, die besseren Chancen hatten, mutiger und vor allem besser spielten als die Spanier, wird es heute Auswärts darum gehen, diese Leistung zu bestätigen. Können die Gelbschwarzen ihre Chancen besser nutzen als noch vor zwei Wochen, könnte tatsächlich der erste Sieg im besten Wettbewerb des Clubfussballs winken. 

Ein grosser Vorteil für den Schweizer Vertreter wird definitiv der Druck sein: dieser liegt einzig und allein auf den Schultern der Spanier. Wurden die Schweizer als Punktelieferant dieser Hammergruppe angesehen, haben sie in zwei von den bisher drei Partien gezeigt, dass dem absolut nicht der Fall ist. An einem guten Tag kann die Mannschaft von Seoane auch mit den Grossen des Weltfussballs mithalten. Und sollten die Spanier heute nicht gewinnen, sind die Berner mindestens im Kampf um Platz drei schon leicht im Vorteil.

Eindrücklich ist die Offensive der Berner: die Torproduktion hat Ausmasse angenommen, die selbst den grössten Optimisten überraschen dürften. Dass in den letzten Spielen aber die Defensive nicht immer sattelfest gewesen ist, dürfte aber auch von der letzten Fledermaus in Valencia registriert worden sein.

Trotzdem glauben wir an den ersten Sieg in der Champions-League für die Berner Jungs, auch wenn dieser geschichtsträchtige Moment auswärts und nicht im heimischen Wankdorf stattfinden sollte. Da Seoane aus den Vollen schöpfen kann, erwarten wir im Vergleich zum GC-Spiel keine Änderung in der Startformation. Fussballgott Hoarau und Edeltechniker Sulejmani werden die Treffer zum 2:1 Erfolg in Valencia beisteuern und die mitgereisten Fans in Ekstase versetzen.

Vorschau: Stade Nyonnais – BSC Young Boys

31. Oktober 2018 um 16:44 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Kaum erholt von der grossartigen Aufholjagd gegen Sion, geht es heute schon wieder weiter. Der Meister reist ins Waadtland und trifft im Cup auf Stade Nyonnais. Nach den Partien gegen Biel und Schaffhausen ist YB auch heute Favorit – doch auf ein weiteres 3:2 n.V. möchten eigentlich alle verzichten.

Bislang ist die Berner Cupgeschichte 2018 eine spektakuläre – aber auch eine glückliche. In beiden bisherigen Runden steht YB phasenweise mit mindestens einem Bein vor dem Out. Sowohl in Biel, als auch in Schaffhausen retten den Meister «Last-Second-Treffer» vor dem Penaltyschiessen.

Doch aufgepasst: Auch Stade Nyonnais ist kein Freilos. Das Team aus der Promotion League steht in der Tabelle auf Rang vier und verfügt über einige Spieler, die bereits in den höchsten Schweizer League Erfahrungen gesammelt haben. Goalie João Barroca (Servette), Fabrizio Zambrella, Ishmael Yartey, Marco Delley und Ridge Mobulu, um nur einige zu nennen.

Im Cup überzeugte das Team von Trainer Dragani bisher: Gegen den von Weltfussballlegende Bidu Zaugg gesportcheften FC Solothurn gabs ein solides 2:0. Rekordcupsieger und Fanmagnet GC wurde mit 3:1 aus dem Wettbewerb gekegelt. Die Westschweizer wissen also wie es geht und werden «dank» YBs Cuphistorie an die Sensation glauben.

Die voraussichtlich wieder in grau gekleideten Berner dürften in der Startaufstellung wieder ein paar Veränderungen vornehmen. Gerry Seoane, Trainergott in spe, wird einige Rotationen aus dem Sionspiel rückgängig machen und mit einer starken Elf in den Ring steigen. Vor Goalie Wölfli hoffen wir auf einen wiedergenesenen Capitano Von Bergen neben Ali Camara, flankiert von Mbabu und Benito. Im Zentrum könnte Lauper neben Sanogo auflaufen und auch die Matchwinner Hoarau und Sulejmani dürften von Anfang an auf dem Platz stehen.

Wir verzichten auf einen 3:2-Tipp und glauben an ein klares 4:0 für YB. Die Tore erzielen Hoarau (2), Assalé und der eingewechselte Nsame.

Vorschau BSC YB – FC Valencia

23. Oktober 2018 um 11:46 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, Vorschau, YB

Wir befinden uns wieder einmal in intensiven YB-Wochen mit Spielen in Liga, Cup und Champions-League. Da kann es auch dem besten Blog passieren, dass ein Spiel auf der Zeitachse vom nächsten überholt wird; wir geloben Besserung.

Im Letzigrund funktionierte bei YB nicht alles wunschgemäss und manches muss heute Abend klar besser werden. Immerhin, Moral zeigte der Schweizer Championsleague Vertreter im Spitzenkampf vom vergangenen Samstag gleich mehrfach. Nach doppeltem Zweitore-Rückstand auswärts doch noch zu einem Punkt zu kommen, verdient Respekt.

Es ist Moral, welche die Berner im ersten „Finalspiel“ um Rang 3 heute Dienstag unbedingt brauchen können. Im zweiten Heimspiel in der Königsklasse, muss YB den ersten Champions-League Torschützen der Vereinsgeschichte finden. Nach guter Leistung gegen Manchester United im ersten Heimspiel, gastiert mit Valencia ein weiterer bekannter europäischer Spitzenclub in Bern. Die Spanier spielten sich letzte Saison in der Primera Division unter die Top-Vier. Allein das zeigt, gegen was für ein Kaliber hier die Gelbschwarzen anzutreten haben. Wollen die Berner auch im Jahr 2019 europäisch noch in einem Wettbewerb vertreten sein, ist ein Sieg dennoch Pflicht.

Nur das Gleiche gilt auch für Valencia: nach einer Niederlage, notabene in numerischer Überzahl, gegen Juventus Turin zuhause und einem erkämpften Unentschieden auswärts gegen Manchester United, gilt es auch für Valencia im dritten Gruppenspiel ernst; wollen sie international sicher weiter und mindestens in der Europa-League dabei sein, müssen sie gegen die Schweizer zweimal gewinnen.

Gespannt darf man sein, wie YB-Trainer Seoane aufstellen wird. Da Camara Rot-gesperrt fehlen wird, steht der Chef an der Seitenlinie vor der Entscheidung, ob er dem Formstarken Lauper oder dem etwas Routinierteren Wüthrich das Vertrauen schenken wird. Nach von Ballmoos Verletzung im Spitzenkampf ist bereits jetzt klar, dass Marco Wölfli zu seinem Debut in der Königsklasse kommen wird. Dass die Torhüter-Legende deswegen eine schlaflose Nacht hat, wäre maximal seinen Kindern geschuldet. Wer schon in der Nationalmannschaft gespielt hat, musss sich vor einem Auftritt in der Champions League sicher nicht fürchten. Im Sturm hat YB ein wahres Luxusproblem, stehen doch gleich mehrere Top-Spieler im Kader. Hier stellt sich die Frage, in welcher taktischer Formation Seoane seine Mannen aufs Feld schicken wird. Denkbar ist das bekannte 4-4-2, aber auch ein 4-4-1-1 wäre eine interessante Option.

Egal, wen der Halbspanier aufstellt: Wir glauben an unsere Mannschaft und sind uns sicher, dass die Tor- und Punkteflaute ihr Ende finden. Die Tore von Sulejmani und Hoarau werden wieder Wind in die gelbschwarzen Segel bringen und dank des überragenden Wölflis, der gleich mehrmals in Extremis retten wird, dürfen die Berner den ersten Sieg feiern. Das 2:1 wird der Grundstein sein für einen Platz in den Top-3 in dieser Hammergruppe.

 

Vorschau: FC Zürich – BSC Young Boys

20. Oktober 2018 um 12:28 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

Nach zwei langen Wochen geht es endlich wieder weiter in der Super League. Die Young Boys sind am Samstag zu Gast im Letzigrund und treten abermals im Spitzenkampf gegen den zweitplatzierten an – in diesem Fall gegen den FC Zürich.

Wenn sich der Zürcher Trainer Ludovic Magnin nicht gerade über die Unparteiischen enerviert, die Spielunterlage vorschiebt, um allfällige Niederlagen zu erklären, das Verhalten von Michi Frey kommentiert oder den Spielplan kritisiert, lässt er seinen FCZ durchaus erfolgreich Fussball spielen. In der Meisterschaft liegt man 11 Punkte hinter dem heutigen Gegner und aktuellen Schweizer Meister auf Platz 2 und in Europa ist man gar, nach zwei Spielen und vor dem Highlight gegen Bayer Leverkusen, noch ungeschlagen.

Der ehemalige Nationalmannschaftsverteidiger lässt meist aus einer sicheren Defensive herausspielen und zählt vorne auf die formstarken Offensivspieler Kololli, Odey und Winter. Obwohl der erstgenannte durchaus imstande wäre, einem Ball hinterher von einer Brücke in die Tiefe zu springen, weiss der Kosovare ganz genau wo das Tor steht. Der ex Young Boy ist wettbewerbsübergreifend, mit 5 Toren und 3 Assists, bester Skorer seiner Mannschaft.

YB hat bis auf das kleine Unglück gegen den FC Luzern, einen beinahe makellosen Saisonstart hingelegt. Man gewann die ersten neun Meisterschaftsspiele, schoss am meisten Tore und Dävu musste von allen Torhütern am Wenigsten hinter sich greifen. Von der Stärke der Hauptstädter konnten sich die Zürcher bereits in der dritten Spielrunde ein Bild malen und nun also wollen die Berner dem FCZ ein zweites Mal an den Kragen. Schliesslich wollen sie beweisen, dass das Team aus der unnötigen 2:3 Niederlage gelernt und den Schuss vor den Bug verstanden hat.

Kevin Mbabu und Gregy Wüthrich kommen von ihrer Verletzungspause zurück. Der im letzten Spiel gelbgesperrte Sekou Sanogo steht auch wieder zur Verfügung und alle 9 Spieler, die mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, sind sicher und gesund wieder in Bern gelandet – so kann Gerry Seoane morgen beinahe aus dem Vollen schöpfen. Einzig Jordan Lotomba benötigt noch etwas Zeit und Regeneration. Es gilt gegen den FC Zürich da weiterzumachen wo man vor dem Spiel 9 aufgehört hat. Heisst, mit Power, Geschwindigkeit und glänzender Technik einen Sieg einfahren. Mit Mbabu kehrt die Geschwindigkeit zurück auf die rechte Seite, Sanogo beherrscht das Mittelfeld mit seiner Power und Miralem Sulejmani wird die Standards wieder gefährlich vors gegnerische Tor zirkeln. Im Letzi wird YB dem Gegner Knoten in die Beine spielen, die Defensive durcheinanderwirbeln, kaum Chancen zulassen und am Ende diskussionslos mit 3:0 gewinnen. Torschützen: Hoarau, Assalé und Fassnacht.

 

 

 

 

Vorschau BSC Young Boys – FC Luzern

6. Oktober 2018 um 15:52 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

Nach einem Viertel der Meisterschaft führen die Young Boys die Tabelle verlustpunktlos mit 12 Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten FC Zürich an. Gegen die Berner ist in der heimischen Liga zurzeit kein Kraut gewachsen. Der FC Luzern vermochte zwar im ersten Aufeinandertreffen den Gelbschwarzen das erste Gegentor einzuschenken aber ernsthaft in Bedrängnis brachten uns die Leuchtenstädter auch nicht.

Im Gegensatz zum souveränen Tabellenführer starteten die Luzerner eher dürftig in die Saison. Aus den 9 gespielten Runden resultierten nur gerade 9 Punkte, wobei das Team von René Weiler zuletzt 3 Spiele in Folge verlor und bis auf Rang 8 abrutschte.

Auf der anderen Seite der Tabelle steht der amtierende Schweizer Meister mit dem Punktemaximum und einem Torverhältnis von 32:6 Treffern. Egal wer von Gerry Seoane jeweils aufgestellt wird vermag zu überzeugen. 10 verschiedene Spieler trafen bisher und 5-mal spielte man zu Null. Es sind dies eindrückliche Daten und niemand traut dem heutigen Gast zu etwas an der Dominanz von YB zu ändern.

Aber hier liegt die Gefahr begraben. Erst gerade zurück von der Champions League gilt es den Fokus wieder auf das heimische Schaffen und auf das Hauptgeschäft zu richten. Die Offensivabteilung des FC Luzern ist durchaus in der Lage uns weh zu tun und Schürpf, Eleke, Demashaj und Juric warten nur darauf ihre Scorer Werte weiter zu erhöhen.

Die Berner müssen heute um 19 Uhr auf den gesperrten Sékou Sanogo und wohl auch auf den erkrankten Miralem Sulejmani verzichten. Zudem fehlen weiterhin die Verteidiger Kevin Mbabu, Gregy Wüthrich und Jordan Lotomba. Dies ergibt für unseren Coach die Möglichkeit ein weiteres Mal zu rotieren und neue Kräfte aufzustellen. Sandro Lauper dürfte neben Capitano Steve Von Bergen auflaufen und wieder unter Beweis stellen, über was für einen exzellenten Ersten Pass er verfügt. Das Mittelfeld wird durch die Youngsters Michel Aebischer und Djibril Sow organisiert, während Christian Fassnacht und Moumi Ngamaleu die Flügelzangen mimen. Im Sturm starten Assalé und Nsame.

So bauen die Young Boys die bereits eindrückliche Siegesserie weiter aus und schicken den FC Luzern nach Toren von Nsame, Assalé, Fassnacht und Hoarau mit 4:1 nach Hause.