Vorschau: BSC YB – FC Luzern

27. April 2018 um 15:25 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Breaking News++++An alle Matchbesucher++++Breaking News
Wie gaeubschwarz.be soeben erfahren hat, ist der YB-Meistertitel für morgen Samstag noch nicht garantiert! Wir wiederholen: Ein rauschendes Fest ist noch nicht gesichert!

Grund: Offenbar hat sich die Liga eine fiese Stolperfalle ausgedacht. Um 19 Uhr wird morgen eine Partie gegen Luzern angepfiffen. Diese wird – zum grossen Erstaunen aller – ins laufende Championnat mit eingerechnet. Und jetzt kommts: Diese Luzerner reisen scheinbar mit der Absicht nach Bern, um dieses Spiel dreisterweise für sich zu entscheiden!

Was nach einem Eklat klingt, hat scheinbar mit dem Kampf um die internationalen Plätze zu tun. Laut FCL-Trainer Seoane will er sich mit seinem Team den dritten Tabellenrang sichern. Klammheimlich hat sich der Verein aus der Innerschweiz in der Rangliste nach oben gearbeitet. Erst zwei Partien haben die Luzerner im laufenden Jahr verloren. Damit ist das morgige Spiel der eigentliche Spitzenkampf der Rückrunde: Die besten Teams 2018 treffen aufeinander.

Wer sich also ein Ticket in der Hoffnung gesichert hat, gegen 20:45 Uhr ins Stadion zu pilgern und an der Feier teilzunehmen: Obacht! Es besteht die Möglichkeit, dass dieses Fest vertagt wird.

Glücklicherweise sind diese Umstände dem Team von Adi Hütter längstens bekannt. Die Mannschaft wird darauf brennen, gleich den ersten Matchball zu verwerten und sich für immer einen Platz in den Herzen aller YB-Fans zu sichern. Wir rechnen mit einem ähnlich furiosen Start wie zuletzt gegen Lausanne – hoffen aber auch auf eine solidere zweite Halbzeit als in besagtem Spiel.

Personell dürfte es nur einen Wechsel geben: Leo Bertone ist gelbgesperrt und wird durch Michel Aebischer ersetzt, der an der Seite von Sékou Sanogo das Zentrum im Griff haben wird. In der Defensive und im Sturm sind keine Wechsel zu erwarten.

Gehen wir es an, geniessen wir die Vorfreude – und denken daran, dass mindestens nochmal 90 anstrengende Minuten vor uns liegen, bis wir uns trunken vor Glück und mit feuchten Augen in den Armen liegen können. Wir zweifeln nicht an unseren Mannen und tippen auf ein 4:1. Die Tore erzielen Hoarau, Assalé (2x) und Sulejmani.

Hopp YB!

Vorschau: FC Zürich – BSC Young Boys

16. März 2018 um 11:56 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Demut, die: in der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit. Demut heisst nicht, dass man sich zu Boden wirft. Demut heisst stehen zu bleiben, wo man steht.

Hochmut, der: auf Überheblichkeit beruhender Stolz und entsprechende Missachtung gegenüber anderen. Hochmut ist das Gegenteil der Demut. Hochmütig ist, wer sich eine Bedeutung beimisst, die ihm nicht zukommt und sich dadurch gegenüber dem Umfeld erhöht.

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Die Tabelle sieht herrlich aus: YB steht mit einem Vorsprung von 13 Verlustpunkten vor dem ärgsten Rivalen aus Basel auf Platz 1. Der FCB bringt momentan kaum ein Bein vor das andere und muss sich auch im Nachtragspiel gegen Lausanne mit einem Punkt begnügen.

Gelbschwarz fliegt im Gegensatz von Sieg zu Sieg und zeigt eine mannschaftliche Geschlossenheit und eine fussballerische Stärke, die wir in dieser Art noch nie erlebt haben.

Trotzdem: Man kann mich Spassbremse oder Schwarzmaler nennen, doch noch ist die Messe nicht gelesen. Es sind weiterhin elf Spiele zu absolvieren, jedes einzelne davon muss mit der höchstmöglichen Konzentration, einer kleinen Prise Demut und vor allem ohne Hochmut angegangen werden – so wie es die Mannschaft inklusive Trainer-Staff seit Wochen vorleben. Die Suche nach Meistershirts ist genauso fehl am Platz, wie die Frage nach dem passenden Feierbalkon.

Der FCZ scheint unter Neo-Trainer Ludovic Magnin in Form zu kommen. Nach dem Last-Minute-Tor gegen GC im Cup-Halbfinal konnte Lugano in der Meisterschaft bereits in den ersten 20 Minuten entscheidend zurückgebunden werden. Im Heimspiel gegen YB muss Magnin aber auf Michael Frey verzichten: Der Ex-YBler ist nach acht Gelben Karten gesperrt.

YB konnte sich wieder eine Woche intensiv mit dem Gegner auseinandersetzen. Bis auf den gesperrten Sanogo dürfte Chadi Hütter alle Feldspieler zur Verfügung haben. Es ist nicht damit zu rechnen, dass grosse Umstellungen vorgenommen werden: Die Abwehr steht wie ein Fels in der Brandung und dürfte trotz des Capitanos Schädelbrummen vollständig einsatzbereit sein. Im Zentrum hat Sow überzeugt, daneben wird Bertones Härte wohl den Vorzug vor Aebischers Unbekümmertheit erhalten. Die Flügelzange Fassnacht/Sulejmani wird ebenso von Beginn weg stürmen, wie das Duo Hoarau/Assalé.

Mit einer weiteren konzentrierten Vorstellung gelingt im Letzigund ein 2:1, die Tore erzielen Fassnacht und Assalé.

Vorschau: FC Lugano – BSC Young Boys

3. März 2018 um 14:50 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Der letzte Hauch der dienstäglichen Dauererektion ist vergangen, langsam ist das Blut auch wieder im Kopf angekommen. YB steht im Cupfinal und kann diesen Wettbewerb jetzt bis zum 27. Mai aus dem Bewusstsein streichen.

Es zählt der Alltag! Der FC Lugano erwartet die Gelbschwarzen im Cornaredo und will den eigentlich starken Start in die Rückrunde bestätigen. Eigentlich? Da war nach zwei Siegen, unter anderem einer in Basel, diese klare 0:3-Klatsche in St. Gallen. Ein Spiel, in dem das Team von Trainer Tami spielerisch nicht schlechter war, durch Standardsituationen aber unter dem Strich doch deutlich geschlagen wurde.

Ansonsten verfügen die Tessiner über eine spielstarke Equipe, die vor allem zuhause nur schwer zu schlagen ist. In der Hinrunde gelang dies YB nur dank einem Zwischenspurt und zwei lichten Momenten von Sulejmani und Schick innerhalb von wenigen Minuten.

Nebst der Gefahr durch den Gegner, gilt es auch den Fokus wieder auf das Tagesgeschäft zu lenken. Diese Aufgabe haben die Young Boys bislang hervorragend gemeistert, und unter der Führung von Adi Hütter deutet bislang auch nichts auf eine einkehrende Larifari-Mentalität hin.

Im Gegenteil: YB muss mit der gleichen Überzeugung auftreten wie zuletzt, um die drei Punkte zu erkämpfen. Dazu würden wir eine leichte Rotation vorschlagen: Für den zuletzt starken Benito würden wir Jordan Lotomba eine Einsatzmöglichkeit bieten, Djibril Sow würden wir durch Leo Bertone ersetzen. Und ganz vorne sollte Nsame die Möglichkeit erhalten, seine Torflaute zu beenden. Mit dem angeschlagenen Hoarau könnte man bei Bedarf im Verlauf des Spiels nochmals nachlegen.

So holen wir uns einen 2:0 Erfolg durch einen Nsame-Doppelpack.

 

Vorschau: BSC YB – FC Sion

24. Februar 2018 um 12:47 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

geschrieben von Jänu

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Matchday! Heute gastiert der FC Sion im Wankdorf. Die Walliser sind die nächste Aufgabe, die es für YB zu lösen gilt. Die bisherigen meisterten die Hütter-Jungs mit Bravour, auch wenn der Cheftrainer mit der Leistung im letzten Spiel nicht zufrieden war. Es gelang YB nämlich nicht, dem FC Thun das eigene Spiel aufzuzwingen, so dass Rot-Weiss zu vielem Räume vorfand. Dass der Sieg trotzdem nie gefährdet war, ist der guten Chancenverwertung zu verdanken, sowie dem wiedererstarkten Guillaume Hoarau.

Gegen Sion werden die Berner voraussichtlich von Beginn an deutlich höher stehen als noch letztes Wochenende und den Gegner früh stören. Sion hingegen wird sich wohl zuerst etwas zurückziehen und nur langsam sein Glück in der Offensive suchen.  Denn auch die Walliser wissen, dass sie einem äusserst formstarken Tabellenführer in dessen Stadion gegenüberstehen, dem man kaum Räume und Chancen zugestehen darf. YB wird versuchen gegen die Walliser Verteidigungslinien spielerische Mittel zu finden. Dabei kann Hütter auf all seine Feldspieler zurückgreifen und er wird verschiedene Optionen prüfen, wie er die anstehende englische Woche absolvieren will. Der Trainer hat sich hier das Vertrauen des Berner Anhangs erarbeitet. Egal wen er aufstellt, wir alle sind überzeugt, es ist dies die optimale Lösung für das anstehende Spiel.

Zum Gegner und Tabellenletzten aus dem Wallis gibt es eigentlich nicht viele Worte zu verlieren. Business as usual. Kapitänssuspendierung, Erfolg vor Gericht und einen neuen Cheftrainer auf der Bank – der ganz normale Wahnsinn halt. Uns kann dies zum Glück so richtig egal sein. YB kann heute einen weiteren Schritt vorwärts machen, weitere wichtige drei Punkte sammeln und auch die Sittener etwas mehr ins Elend bringen. Man möge uns verzeihen: Es würde uns auch darob ein Lächeln über die Stockzähne huschen.

 

Wir tippen auf ein 3:1, die Tore erzielen Hoarau, Nuhu und der eingewechselte Nsame.

Vorschau: BSC YB – FC St. Gallen

3. Februar 2018 um 13:09 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Und dann sprach Adi Hütter den Satz aus, der sämtliche Sportjournis aufgeilte, als wäre soeben die Pamela Anderson von 1998 als neue Pressechefin verpflichtet worden: „Wir wollen Meister werden!“

Was soll der Übungsleiter unserer erfrischenden Kampfmannschaft auch anderes sagen? Als Hinrundenmeister, ohne gewichtigen Abgang und fast ohne Verletzung durch die Winterpause zu kommen – das war Mitte Dezember das Wunschszenario gewesen. Dazu einige überzeugende Vorstellungen in den Testspielen und die Aussicht, die Rückrunde gegen einen veritablen Lieblingsgegner zu starten.

Da sind wir schon beim Punkt: Es empfiehlt sich weiterhin, die Devise der Hinrunde beizubehalten. Spiel für Spiel, Gegner für Gegner. Der Staff wird nun genügend Zeit haben, das Team auf die einzelnen Spiele vorzubereiten. Was eine komplette Trainingswoche bringt, hat man im letzten Hinrundenspiel in Luzern gesehen. Einziger „Ablenker“ ist der Cup-Halbfinal zu Hause, bei dem der Gegner ganz sicher nervöser sein wird als die Gelbschwarzen.

Bei St. Gallen blieb nicht viel beim Alten: Mit Matthias Hüppi kam ein bekanntes Gesicht zu Präsidentenehren, Alain Sutter wird sich als Sportchef versuchen. Daneben wurde der „Otero-Clan“ abgesägt, um Seilschaften in den Strukturen zu verhindern. Letztes verbleibendes Mitglied: Trainer Contini, der entweder als Sieger aus dieser Änderung hervorgehen wird oder aber das Saisonende nicht an der Ostschweizer-Linie verbringt. Sportlich gab es einige Änderungen: Taipi wurde gegen Sigurjonsson getauscht, dazu darf Basel-Leihgabe Itten sein drittes Trikot der Saison überstreifen. Und: Im Tor steht neu Stojanovic, der Langzeitgoalie Lopar abgelöst hat.

Bei YB ändert sich wie erwähnt nicht viel. Sven Joss nimmt bei Thun einen neuen Anlauf – seine Einsatzzeiten hatten sich in Bern drastisch reduziert. Bitterster Moment der Vorbereitung: Die Verletzung von David von Ballmoos. Doch wir vertrauen auf den Wolf und hoffen, dass Neo-Keeper Letellier den internen Druck aufrecht erhalten kann.

Verzichten müssen wir auf Sékou Sanogo, der in Luzern die achte gelbe Karte kassiert hat. Für ihn dürfte Bertone den Platz neben Djibril Sow einnehmen. Vor Wölfli wird die Viererkette unverändert bleiben. Auf der Seite erwarten wir den formstarken (und hoffentlich bald vertrags-verlängerten) Sulejmani und Fassnacht. Ganz vorne stürmen Hoarau und Assalé.

YB meistert die erste von 17 Prüfungen souverän und gewinnt mit 3:0. Die Tore erzielen Fassnacht, Hoarau und der eingewechselte Nsame.

  

Vorschau: FC Luzern – BSC YB

16. Dezember 2017 um 18:39 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Noch einmal 90 Minuten. YB tritt am Sonntag in Luzern zum letzten Spiel des Jahres an und will eine sehr starke Hinrunde krönen. Trotz der zuletzt abgegebenen Punkte gegen Thun und GC, kann man beim YB-Jahrgang 2017 von einem guten Tropfen sprechen. Jung, spielfreudig und reif: Vor allem in Heimspielen wirbelten sich die Gelbschwarzen öfters in einen kleinen Rausch – auf fremden Plätzen wurde auch nach teils mässigen Leistungen regelmässig gepunktet.

Adi Hütter hat diese Mannschaft weiter entwickelt und ist mit seiner Arbeit noch nicht fertig. Bleibt zu hoffen, dass er mit dem gleichen Kader in die Rückrunde starten darf und seine Jungs den bestimmt hereinflatternden Vertragsofferten widerstehen können.

Zuerst muss jetzt aber die Aufgabe „Luzern“ bewältigt werden. Die Innerschweizer kamen zuletzt besser in Fahrt und gewannen drei der letzten fünf Spiele. Mit den beiden Siegen gegen Sion und den FCZ schob sich das Team von Markus Babbel auf Rang acht vor. Beste Torschützen sind die beiden Stürmer Juric und Demhasaj, die jeweils fünf Treffer auf dem Konto haben.

YB wird alles in die Waagschale werfen, um den Platz an der Sonne auch während den Festtagen innezuhaben. Nicht, dass es irgendetwas bringen würde: Aber der Blick auf die Tabelle macht einfach ungemein mehr Spass und könnte für einen zusätzlichen Motivationsschub während der kräftezehrenden Vorbereitungsphase sorgen.

In der Start-11 muss der Trainer auf Lotomba verzichten, der sich einem kleinen Eingriff unterziehen muss. Für ihn dürfte Benito in die Viererkette neben Nuhu, Von Bergen und Mbabu rutschen. Im Zentrum könnte Sékou Sanogo zu einem Comeback kommen. Seine Präsenz hat, ungeachtet der guten Leistungen des jungen Duos Sow/Aebischer, gefehlt. Neben ihm würden wir Leo Bertone einen Einsatz von Beginn weg gönnen.

Ganz vorne agieren Nsame und Assalé, flankiert von Sulejmani und Fassnacht. Guillaume Hoarau bringen wir als Joker – seine Form wird er sich im Winter zuerst wieder erarbeiten müssen.

YB gewinnt das letzte Spiel des Jahres mit 2:1, die Treffer erzielen Fassnacht und Nsame.

 

Vorschau: Lugano – BSC YB

26. November 2017 um 12:58 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

geschrieben von Maté

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Läuft bei YB. Klingt nach dem Ausscheiden vom Donnerstag etwas komisch, ist es aber nicht. In der Meisterschaft hat Gelbschwarz zuletzt in den Direktduellen die beiden engsten Verfolger in Schach gehalten. Und auch der Spielplan meint es gut: Während praktisch die ganze Schweiz Kälte, Nässe und gar Schnee erwartet, stand für YB eine Fahrt ins Tessin an, wo sich Adi Hütter und sein Gefolge auf Sonnenschein bei rund elf Grad freuen konnten.

Nein, wir sind nicht zu einem Wetterblog mutiert – sind aber sicher, dass Spieler und Staff nicht traurig sind, ausgerechnet jetzt nach Lugano zu müssen. Und für die Fans gilt: Sonnenbrille raus und ab in den Süden, etcetera.

Rein sportlich sieht die Aufgabe im Tessin natürlich nicht ganz so gemütlich aus, auch wenn YB zuletzt immer mit etwas Zählbarem im Gepäck zurück durch den Gotthard gefahren ist. Die Luganesi haben in der Meisterschaft ihre Niederlagenserie beendet und sind seit vier Spielen ungeschlagen. Zudem werden sie mit dem Selbstvertrauen eines Sieges auf europäischer Bühne in die Partie gehen. Das Ausscheiden jedoch mussten auch sie verdauen.

Dass Lugano fähig ist, guten Fussball zu spielen, zeigten sie auch im Hinspiel in Bern, wo YB erst nach der Pause und einer roten Karte die Oberhand gewinnen konnte. Aber beim YB Ausgabe Sommer/Herbst 2017 braucht man sich erfreulicherweise keine Sorgen bezüglich mangelhafter Einstellung zu machen und so wird der Leader (immer wieder schön dieses Wort zu schreiben) auch dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Bezüglich Aufstellung ist natürlich die Frage, ob Steve von Bergen und Sékou Sanogo wieder einsatzfähig sind. Ist dies der Fall, dürfte Adi Hütter auf die beiden zurückgreifen. Falls nicht, erwarten wir auch mangels Alternativen eine praktisch unveränderte Aufstellung, zumindest was das Zentrum betrifft. Hinten links würden wir Lotomba Benito vorziehen und im Sturm wäre eine Pause für Roger Assalé zumindest prüfenswert. Jedoch würden wir für ihn nicht Gui Hoarau aufstellen – für sein Startaufstellungscomeback scheint uns das Cupspiel prädestiniert – sondern Christian Fassnacht. Läuft Maschine Assalé schon wieder volltourig, soll sie auch eingesetzt werden und Fassnacht dafür im Mittelfeld Moumi Ngamaleu ersetzen.

Weil wir sicher sind, dass es Adi Hütter und seinem Staff gelungen ist, die Burschen (wie er das nannte) wieder her zu richten, erwarten wir eine konzentrierte Leistung und tippen auf einen 2:1-Auswärtssieg dank Toren von Assalé und Hoarau – welcher nach seiner Einwechslung das Siegtor erzielt.

 

Vorschau: FC Münsingen – BSC YB

25. Oktober 2017 um 11:44 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Die Cupsaison 2017 hält für YB allerhand spezielle Begegnungen bereit. Statt den immergleichen Reisen aufs welsche oder inner-/ostschweizerische Land, treffen die Gelbschwarzen heuer auf Nachbaren. Sei es der geographische Nachbar Breitenrain, der historische Namensnachbar Old Boys – oder jetzt eben das Team vom nahen Sportplatz Sandreutenen.

Fast schon unglaublich, dass es zwischen YB und Münsingen noch nie zu einem Ernstkampf kam. Im Cup traf der FCM bislang auf Basel oder Aarau, aber noch nie auf die Gelbschwarzen. Dabei gibt es etliche Figuren, für die das Duell ein spezieller Moment ist. Sei es Münsingens Trainer-Legende Kurt Feuz, der bei YB spielte, oder Wuschu Spycher der von dort aus den Sprung zu Luzern schaffte, sowie etliche Erstteamler der Aaretaler die zu Juniorenzeiten ihr Glück im YB-Nachwuchs suchten.

Die Voraussetzungen sind so klar wie immer: Der haushohe Favorit kann gegen den Underdog nur verlieren. Volksfeststimmung und Jahrhundertspiel auf der einen, mühevoller Pflichtauftritt auf der anderen Seite. Bislang gelang es Adi Hütter und seinem Trainerteam jeweils optimal, die Mannschaft trotz Rotationen optimal auf die unterklassigen Gegner einzustellen. Beide bisherigen Aufgaben wurden souverän und anständig gelöst und es gibt keinen Grund, weshalb es heute nicht auch so laufen sollte.

Der Gegner aus Münsingen braucht seinen Spielstil nicht gross zu verändern. Das Team von Kurt Feuz ist bekannt für eine solide Defensive und ein effizientes Konterspiel – also genau so wie der Matchplan in solchen Cuppartien zu 99% immer aussieht. Möglicherweise kommt es heute Abend also zu einem Geduldsspiel, bei dem die Gelbschwarzen nicht nervös und schon gar nicht unkonzentriert werden dürfen. Zieht YB sein Spiel durch, sollten die bessere Physis und die spielerische Qualität über kurz oder lang den Unterschied ausmachen.

Es dürften wieder Spieler aus der „zweiten Garde“ zum Einsatz kommen. Fraglich bleibt die Zusammenstellung der Innenverteidigung: Kasim Nuhu und Steve von Bergen sind nach der vierten Gelben Karte am Sonntag gesperrt. Entweder nutzt Hütter diese kommende Zwangspause aus und bringt heute beide, oder er schenkt dem IV-Duo vom kommenden Sonntag das Vertrauen. Die dürfte sich aus dem Trio Bürki, Wüthrich und (falls fit) Loris Benito zusammensetzen. Wir rechnen mit einer Mischform und erwarten eine Dreierkette mit dem arrivierten von Bergen und den beiden Jungen.

Aussen dürfte Sven Joss eine Einsatzmöglichkeit erhalten, im Zentrum wäre eine Pause für Sekou Sanogo denkbar.

YB wird einen kühlen Kopf bewahren und das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden. Die Tore erzielen Nsame, Fassnacht und Aebischer.

 

Vorschau Dynamo Kiew – BSC Young Boys

19. Oktober 2017 um 17:24 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

Heute Abend folgt das dritte von vier Duellen, innerhalb eines Jahres, zwischen den Berner Young Boys und Dynamo Kiew. Was in der heimischen Super League gang und gäbe ist, ist im Europapokal doch eher gewöhnungsbedürftig. Böse Zungen bezeichneten dies auch schon als Worst-Case-Szenario. Nun also wieder Kiew, der unbequeme Gegner aus der unattraktiven ukrainischen Liga. Die Mannschaft gespickt mit alten, erfahrenen Nationalspielern, welche YB in der Champions League Qualifikation Zuhause bereits einmal mit 3:1 besiegte. Was dürfen wir von dieser Affiche auf Stufe Europa League erwarten? Wird Adi Hütter erneut die Spieler aufstellen, die in der Meisterschaft nur wenig oder gar nicht zum Einsatz kamen? Können die Young Boys erneut den frischen Fussball zeigen, wie damals am 26. Juli 2017, als man nur durch einen überragenden Yarmolenko und drei individuelle Fehler bezwungen wurde?

Yarmolenko wird den Bernern im heutigen Spiel keine Sorgen bereiten. Der Superstar der Ukrainer wechselte, kurz nach dem Champions League Out gegen die Gelbschwarzen, für 25 Millionen Euro zu den Schwarzgelben nach Dortmund. Mit diesem Abgang geht bei Kiew zwar einiges an Spielwitz, Tempo und Qualität verloren, doch auch so verfügt der zweitplatzierte der Premier Liga nach wie vor über genügend spielerische Klasse und führt die EL Gruppe B mit 6 Punkten aus zwei Spielen klar an.

Genau wie die Young Boys gegen Lausanne, missglückte aber auch Dynamo Kiew die Hauptprobe am letzten Wochenende gründlich. Während die Berner immerhin auf einen dominanten Auftritt und Pech im Abschluss zurückblicken, so war die Niederlage des stolzen Hauptstadtklubs gegen den letztplatzierten, aus dem Ferienort Odessa, eine herbe Enttäuschung.

Es flossen also seit dem letzten Aufeinandertreffen einige Liter Wasser die Dnepr herunter und ein Wiedersehen eröffnet auch immer wieder neue Chancen. Sei dies nun für die fitten altbewährten oder die frischen unverbrauchten Kräfte im Team. Nach wie vor fehlen die verletzten Guillaume Hoarau, Leo Bertone und Loris Benito, dafür kann Miralem Sulejmani wieder mittun. Gaeubschwarz.be würde im heutigen Spiel eine leichte Rotation mit kleiner Anpassung im System vornehmen. Trotz der Mehrfachbelastung mit der Ghanaischen Nationalmannschaft, stellen wir den formstarken Kasim Adams Nuhu, neben den unbestrittenen Abwehrchef Steve Von Bergen und den Kopfballstarken Gregory Wüthrich, in die dreimannstarke Innenverteidigung. Die Flügel beackern Kevin Mbabu und sein Zimmerkollege Jordan Lotomba, während das Zentrum durch Sekou Sanogo und Djibril Sow besetzt werden. Im Sturm sorgen Christian Fassnacht, Roger Assalé und der wiedergenesene Miralem Sulejmani für Gefahr. Mit einem 1:2 durch Fassnacht und Sulejmani festigen wir den Ruf des Ukrainenschreck.

171019 Aufstellung gg Kiev

Vorschau: BSC Young Boys – FC St. Gallen

29. September 2017 um 20:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Die ersten neun Spiele sind passé und YB kann das zweite Viertel der Saison mit einem Spitzkampf starten! Zwei Dinge kommen dabei eher unerwartet: Erstens steigt YB als Leader in den Ring und zweitens kommt der Gegner nicht vom Rheinknie sondern aus der Olma-Stadt.

Die St. Galler profitieren mitunter von der momentan sehr ausgeglichenen Meisterschaft. Nach einem etwas unkonstanten Start wurde Grünweiss zuletzt nach zwei Siegen gegen Basel und Thun nach oben gespült. Das Team von Giorgio Contini hat die Offensiv-Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt und ist dadurch nur schwer ausrechenbar. Die letzten fünf Tore gegen Basel und Thun wurden von fünf unterschiedlichen Spielern erzielt (Ajeti, Buess, Tafer, Aleksiv und Aratore). Besonders Letzterer ist bei YB ein Begriff: Beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison (2:2) erzielte der Basler beide Tore. Diese Partie zeigte aber auch auf, dass die St. Galler keineswegs unwiderstehlich auftreten. Bis zum Ausgleich war YB im Kybunpark die dominierende Mannschaft und liess Grünweiss kaum Raum zur Entfaltung. Die Steigerung im weiteren Spielverlauf hatte in erster Linie mit dem Nachlassen von YB zu tun.

Adi Hütter dürfte am Sonntag die bestmöglichste (und fitteste) Mannschaft auf den Platz schicken. Die Rotation hat in Elbasan leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht, umso mehr gilt es, in der Meisterschaft auf Kurs zu bleiben. In der Verteidigung werden Nuhu und Mbabu ihre angestammten Plätze wieder einnehmen. Auf links dürfte Lotomba wieder den Vorzug vor Joss erhalten, sofern er sich von seiner Blessur aus dem Sion-Spiel erholt hat. Neben Sanogo erwarten wir Djibril Sow, der langsam aber sicher den nächsten Schritt machen dürfte. Bislang haben wir zwar durchaus gute Ansätze gesehen, leider hat sich das aber noch nicht auf seine Produktivität niedergeschlagen: 0 Scorerpunkte aus 13 Einsätzen sind für einen Mittelfeldspieler klar zu wenig.

Auf den Aussenbahnen werden Sulejmani und Fassnacht ins Rennen geschickt. Ngamaleu ist mit seiner Geschwindgkeit ein idealer Joker und wird sein eher schwaches Spiel in Albanien wieder wettmachen. Vorne beginnen Nsame und Assalé.

 

Nebst der Festigung des Leaderthrons geht es am Sonntag auch um den Fortbestand einer sehr schönen Serie: Der FC St. Gallen hat im neuen Wankdorf noch nie eine Partie gewonnen. Das darf, soll und muss so bleiben. Fassnacht, Sulejmani und Nuhu werden mit ihren Treffern beim 3:0-Sieg dafür sorgen, dass die Serie mindestens bis ins nächste Jahr bestehen bleibt.