Vorschau FC Sion – BSC Young Boys

1. September 2018 um 12:34 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

Juventus Turin, Manchester United, Valencia! YB hat uns die Sterne vom Himmel geholt und führt uns in den Olymp des Fussballs. Keine Hürde zu hoch, kein Gegner zu stark, kein Rückstand zu gross – nichts scheint unmöglich im Jahr 2018. Die Meistermannschaft wird auseinanderbrechen, hei si gseit. Fassnacht, Mbabu, Assalé, Sanogo, Sow, Nuhu alle würden sie verkauft, hei si gseit. Gerry, das Trainer Greenhorn, ist nie in der Lage europäisch zu reüssieren, hei si gseit und überhaupt YB bleibt YB, hei si gseit. Und jetzt? Die Realität heisst: Cristiano Ronaldo, Old Trafford, der grössenwahnsinnige Mourinho und die malerische Hafenstadt Valencia. Alles kam anders und alle mit Ausnahme Nuhu sind sie noch da. YB macht glücklech, hei mir gseit!

Während wir Berner die Erfolge unserer Mannschaft geniessen und zelebrieren, während der gemeine Fan zwischen all den Feierlichkeiten die Ferien den Auswärtsspielen der Champions League anpasst, Flüge und mögliche Hotels checkt und sich Europapokal Reisegruppen bilden, gilt der Fokus unserer gelbschwarzen Helden der hiesigen Meisterschaft und somit dem Spiel gegen den FC Sion.

Lange ists her als das Tourbillon für YB als uneinnehmbare Festung galt und es in 22 Jahren nicht gelang ein Spiel im Wallis zu gewinnen. Viel Wasser ist seither die Aare runtergeflossen und wie erwähnt hat sich seither so einiges geändert. Zumindest bei uns. Die Ruhe im Vorstand, das seriöse und akribische Arbeiten des Staffs und die professionelle und leidenschaftliche Einstellung der Mannschaft hebt uns deutlich vom Chaosklub aus dem Wallis ab und so gingen die Berner in den letzten sieben Aufeinandertreffen immer als Sieger vom Feld.

Es blieb einmal mehr kaum ein Stein auf dem anderen beim FC CC. Die ehemaligen YB Spieler Zverotic, Schneuwly und Pinga sind nur drei der rund ein Dutzend Abgängen, welche mindestens ebenso vielen Zugängen gegenüberstehen. Der Bekannteste Neuzugang ist sicherlich Alex Song. Einmal mehr ist es Constantin gelungen mit dem ehemaligen Arsenal und Barca Star ein fussballerisches Schwergewicht in die Schweizer Super League zu holen. Es ist aber leider auch bei ihm zu bezweifeln, dass er den Traditionsverein auf längere Zeit vorwärts bringt. Zu wünschen wäre dies dem Berner Maurizio Jacobacci, dessen Vertrag in der Meisterschaftspause mit einigen Nebengeräuschen bis Ende Saison 2018/19 verlängert wurde. Mit 6 Punkten aus den ersten 5 Spielen war der Saisonstart der Walliser natürlich unter den Erwartungen ihres Präsidenten, was er seinen Coach über diverse Medien auch wissen lässt. Ob sich dies nach dem Spiel gegen den amtierenden Schweizer Meister ändern wird? Wir wollen es nicht hoffen.

YB schwebt auf Wolke 7 und da nach Runde 6 eine Nationalmannschaftspause folgt, kann Gerry auch bei der Aufstellung beinahe aus dem vollen schöpfen und ist nicht gezwungen auf Teufel komm raus zu rotieren. Lotomba und Lauper fehlen wie zuletzt. Auch Zauberfuss Miralem Sulejmani, der seine Hirnerschütterung auskurieren lässt und der angeschlagene Sow werden heute Samstag nicht auflaufen. Trotzdem verfügen wir über genügend Qualität um die Punkte 16, 17 und 18 einzufahren. Wir geben Bertone den Platz neben Sanogo, Assalé kehrt zurück an die Seite von Gui und der formstarke Moumi Ngamaleu rutscht zurück auf den Flügel. Zuguter Letzt geben wir Mohamed Ali Camara die Möglichkeit, anstelle von Gregy, etwas Spielpraxis zu sammeln. Moumi, Assalé und Nsame treffen zum 3:1 Sieg und lassen Bern weiter feiern, hätti gseit!

 

 

 

Vorschau Cup FC Biel-Bienne – BSC YB

17. August 2018 um 10:50 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Vier Spiele, zwölf Punkte. Läuft beim Meister!
Nach dem vielversprechenden Start in die Meisterschaft folgt am Wochenende nun der erste Auftritt im Schweizer Cup. Gegner ist der FC Biel, der sich nach dem Lizenzentzug bis in die 1. Liga zurückgearbeitet hat. Die Seeländer stiegen zuletzt zweimal in Folge auf und holten aus den ersten beiden Partien das Punktemaximum.

Auf dem Papier ist die Ausgangslage klar: YB ist deutlicher Favorit und wird, trotz einiger Rochaden, das Spiel gewinnen müssen. Die Cup-Angst aus den Vorjahren konnte in der letzten Saison eingedämmt werden – auch wenn das «Testspiel» gegen den FC Michi im Feierrausch etwas unterging.

In der kurzen Ägide unter Trainer Gerry Seoane gibt es wenig zu bemängeln. Das Team hat die Meistereuphorie verarbeitet und tritt selbstbewusst und stilsicher auf. Am Stamm aus der Vorsaison hat sich nicht viel verändert, die bisherigen Aufsteiger sind mit Gregy Wüthrich und Moumi Ngamaleu schnell gefunden. Stellt sich die Frage, wie viele Änderungen Seoane im Vergleich zu den ersten Partien vornehmen wird. Es dürften etwas mehr sein, als unter Adi Hütter – aber ganz sicher weniger als beim fortschen Buochs-Massaker.

Für den Meister gibt es im Seeland deutlich mehr zu verlieren als zu gewinnen. Trotzdem haben wir keine Zweifel an einem erfolgreichen Auftritt und einer konzentrierten Leistung. YB gewinnt gegen Biel mit 4:0. Die Tore erzielen Nsame (3) und Bertone. Wir würden folgendermassen aufstellen.

Wölfli – Garcia, Camara, Wüthrich, Benito – Schick, Bertone, Lauper, Fassnacht – Nsame, Ngamaleu

Vorschau BSC YB – FC Lugano

27. Juli 2018 um 14:45 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, YB

Wie gerne erinnern wir uns zurück an das letzte Heimspiel gegen Lugano. Nicht, weil es ein unglaublich spannendes, am Nervenkostüm nagendes, uns um Jahre altern lassendes Spiel gewesen wäre, nein, zu undramatisch war der Spielverlauf und um zu wenig ist es in diesem von YB mit 3:1 gewonnen Spiel gegangen. Wir erinnern uns so gerne daran, weil im Anschluss an dieses Spiel der Meisterpokal überreicht worden ist. Es ist dieser Hühnerhautmoment der Pokalübergabe, der uns mit einem Lächeln an diesen kühlen, leicht regnerischen Mai-Tag denken lässt.

Aber: Tempi passati, das sonntägliche Spiel auswärts in Lugano wird einen gänzlich anderen Charakter haben. Um zu viel wird es gehen, beide Teams kämpfen um drei wichtige Punkte, die einen für die Titelverteidigung, die anderen für den Klassenerhalt.

YB und Lugano, beide konnten sie ihre Startpartie gewinnen. YB glänzte nicht, aber gewann letztlich souverän, und verdient, zuhause gegen GC. Die Bianconeri sammelten im sion’schen Tourbillon die ersten drei Punkte der neuen Saison. Dabei bewarb sich Luganos Mittelfeldspieler Mihajlovic als Kicker für die NFL: aus über 80 Metern gelang ihm ein Tor, das noch lange in Rückblicken gezeigt werden wird. Dieses Tor verdeutlicht: Lugano ist sich unter Trainer Abascal, der letztes Frühjahr den glücklosen Tami abgelöst hat, nicht zu schade, den Ball einfach mal wegzuhauen; Kampf ist trumpf, schön Spielen sollen andere in der Liga.

Bei YB ist es nach dem dritten Abgang, Nuhu kickt bekanntlich zukünftig in der Bundesliga, wieder ruhiger geworden. Auch, weil sich die nationale Medienschar auf die Geschehnisse am Rheinknie und die Europa-Qualispiele konzentriert. Es ist die Ruhe, welche sich mit der Installation von Spycher als Sportchef entlang der Aare breitgemacht hat. Und damit wir diese weiter geniessen können, wünschen wir uns einen weiteren YB-Sieg und tippen auf ein umkämpftes 2:0, welches durch Tore vom neuerdings beidfüssigen Sulejmani und von Vorkämpfer Mbabu zustanden kommen wird.

Hopp YB!

AUFSTELLUNG_YB_Lugano

Vorschau: BSC YB – FC Luzern

27. April 2018 um 15:25 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Breaking News++++An alle Matchbesucher++++Breaking News
Wie gaeubschwarz.be soeben erfahren hat, ist der YB-Meistertitel für morgen Samstag noch nicht garantiert! Wir wiederholen: Ein rauschendes Fest ist noch nicht gesichert!

Grund: Offenbar hat sich die Liga eine fiese Stolperfalle ausgedacht. Um 19 Uhr wird morgen eine Partie gegen Luzern angepfiffen. Diese wird – zum grossen Erstaunen aller – ins laufende Championnat mit eingerechnet. Und jetzt kommts: Diese Luzerner reisen scheinbar mit der Absicht nach Bern, um dieses Spiel dreisterweise für sich zu entscheiden!

Was nach einem Eklat klingt, hat scheinbar mit dem Kampf um die internationalen Plätze zu tun. Laut FCL-Trainer Seoane will er sich mit seinem Team den dritten Tabellenrang sichern. Klammheimlich hat sich der Verein aus der Innerschweiz in der Rangliste nach oben gearbeitet. Erst zwei Partien haben die Luzerner im laufenden Jahr verloren. Damit ist das morgige Spiel der eigentliche Spitzenkampf der Rückrunde: Die besten Teams 2018 treffen aufeinander.

Wer sich also ein Ticket in der Hoffnung gesichert hat, gegen 20:45 Uhr ins Stadion zu pilgern und an der Feier teilzunehmen: Obacht! Es besteht die Möglichkeit, dass dieses Fest vertagt wird.

Glücklicherweise sind diese Umstände dem Team von Adi Hütter längstens bekannt. Die Mannschaft wird darauf brennen, gleich den ersten Matchball zu verwerten und sich für immer einen Platz in den Herzen aller YB-Fans zu sichern. Wir rechnen mit einem ähnlich furiosen Start wie zuletzt gegen Lausanne – hoffen aber auch auf eine solidere zweite Halbzeit als in besagtem Spiel.

Personell dürfte es nur einen Wechsel geben: Leo Bertone ist gelbgesperrt und wird durch Michel Aebischer ersetzt, der an der Seite von Sékou Sanogo das Zentrum im Griff haben wird. In der Defensive und im Sturm sind keine Wechsel zu erwarten.

Gehen wir es an, geniessen wir die Vorfreude – und denken daran, dass mindestens nochmal 90 anstrengende Minuten vor uns liegen, bis wir uns trunken vor Glück und mit feuchten Augen in den Armen liegen können. Wir zweifeln nicht an unseren Mannen und tippen auf ein 4:1. Die Tore erzielen Hoarau, Assalé (2x) und Sulejmani.

Hopp YB!

Vorschau: FC Zürich – BSC Young Boys

16. März 2018 um 11:56 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Demut, die: in der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit. Demut heisst nicht, dass man sich zu Boden wirft. Demut heisst stehen zu bleiben, wo man steht.

Hochmut, der: auf Überheblichkeit beruhender Stolz und entsprechende Missachtung gegenüber anderen. Hochmut ist das Gegenteil der Demut. Hochmütig ist, wer sich eine Bedeutung beimisst, die ihm nicht zukommt und sich dadurch gegenüber dem Umfeld erhöht.

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Die Tabelle sieht herrlich aus: YB steht mit einem Vorsprung von 13 Verlustpunkten vor dem ärgsten Rivalen aus Basel auf Platz 1. Der FCB bringt momentan kaum ein Bein vor das andere und muss sich auch im Nachtragspiel gegen Lausanne mit einem Punkt begnügen.

Gelbschwarz fliegt im Gegensatz von Sieg zu Sieg und zeigt eine mannschaftliche Geschlossenheit und eine fussballerische Stärke, die wir in dieser Art noch nie erlebt haben.

Trotzdem: Man kann mich Spassbremse oder Schwarzmaler nennen, doch noch ist die Messe nicht gelesen. Es sind weiterhin elf Spiele zu absolvieren, jedes einzelne davon muss mit der höchstmöglichen Konzentration, einer kleinen Prise Demut und vor allem ohne Hochmut angegangen werden – so wie es die Mannschaft inklusive Trainer-Staff seit Wochen vorleben. Die Suche nach Meistershirts ist genauso fehl am Platz, wie die Frage nach dem passenden Feierbalkon.

Der FCZ scheint unter Neo-Trainer Ludovic Magnin in Form zu kommen. Nach dem Last-Minute-Tor gegen GC im Cup-Halbfinal konnte Lugano in der Meisterschaft bereits in den ersten 20 Minuten entscheidend zurückgebunden werden. Im Heimspiel gegen YB muss Magnin aber auf Michael Frey verzichten: Der Ex-YBler ist nach acht Gelben Karten gesperrt.

YB konnte sich wieder eine Woche intensiv mit dem Gegner auseinandersetzen. Bis auf den gesperrten Sanogo dürfte Chadi Hütter alle Feldspieler zur Verfügung haben. Es ist nicht damit zu rechnen, dass grosse Umstellungen vorgenommen werden: Die Abwehr steht wie ein Fels in der Brandung und dürfte trotz des Capitanos Schädelbrummen vollständig einsatzbereit sein. Im Zentrum hat Sow überzeugt, daneben wird Bertones Härte wohl den Vorzug vor Aebischers Unbekümmertheit erhalten. Die Flügelzange Fassnacht/Sulejmani wird ebenso von Beginn weg stürmen, wie das Duo Hoarau/Assalé.

Mit einer weiteren konzentrierten Vorstellung gelingt im Letzigund ein 2:1, die Tore erzielen Fassnacht und Assalé.

Vorschau: FC Lugano – BSC Young Boys

3. März 2018 um 14:50 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Der letzte Hauch der dienstäglichen Dauererektion ist vergangen, langsam ist das Blut auch wieder im Kopf angekommen. YB steht im Cupfinal und kann diesen Wettbewerb jetzt bis zum 27. Mai aus dem Bewusstsein streichen.

Es zählt der Alltag! Der FC Lugano erwartet die Gelbschwarzen im Cornaredo und will den eigentlich starken Start in die Rückrunde bestätigen. Eigentlich? Da war nach zwei Siegen, unter anderem einer in Basel, diese klare 0:3-Klatsche in St. Gallen. Ein Spiel, in dem das Team von Trainer Tami spielerisch nicht schlechter war, durch Standardsituationen aber unter dem Strich doch deutlich geschlagen wurde.

Ansonsten verfügen die Tessiner über eine spielstarke Equipe, die vor allem zuhause nur schwer zu schlagen ist. In der Hinrunde gelang dies YB nur dank einem Zwischenspurt und zwei lichten Momenten von Sulejmani und Schick innerhalb von wenigen Minuten.

Nebst der Gefahr durch den Gegner, gilt es auch den Fokus wieder auf das Tagesgeschäft zu lenken. Diese Aufgabe haben die Young Boys bislang hervorragend gemeistert, und unter der Führung von Adi Hütter deutet bislang auch nichts auf eine einkehrende Larifari-Mentalität hin.

Im Gegenteil: YB muss mit der gleichen Überzeugung auftreten wie zuletzt, um die drei Punkte zu erkämpfen. Dazu würden wir eine leichte Rotation vorschlagen: Für den zuletzt starken Benito würden wir Jordan Lotomba eine Einsatzmöglichkeit bieten, Djibril Sow würden wir durch Leo Bertone ersetzen. Und ganz vorne sollte Nsame die Möglichkeit erhalten, seine Torflaute zu beenden. Mit dem angeschlagenen Hoarau könnte man bei Bedarf im Verlauf des Spiels nochmals nachlegen.

So holen wir uns einen 2:0 Erfolg durch einen Nsame-Doppelpack.

 

Vorschau: BSC YB – FC Sion

24. Februar 2018 um 12:47 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

geschrieben von Jänu

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Matchday! Heute gastiert der FC Sion im Wankdorf. Die Walliser sind die nächste Aufgabe, die es für YB zu lösen gilt. Die bisherigen meisterten die Hütter-Jungs mit Bravour, auch wenn der Cheftrainer mit der Leistung im letzten Spiel nicht zufrieden war. Es gelang YB nämlich nicht, dem FC Thun das eigene Spiel aufzuzwingen, so dass Rot-Weiss zu vielem Räume vorfand. Dass der Sieg trotzdem nie gefährdet war, ist der guten Chancenverwertung zu verdanken, sowie dem wiedererstarkten Guillaume Hoarau.

Gegen Sion werden die Berner voraussichtlich von Beginn an deutlich höher stehen als noch letztes Wochenende und den Gegner früh stören. Sion hingegen wird sich wohl zuerst etwas zurückziehen und nur langsam sein Glück in der Offensive suchen.  Denn auch die Walliser wissen, dass sie einem äusserst formstarken Tabellenführer in dessen Stadion gegenüberstehen, dem man kaum Räume und Chancen zugestehen darf. YB wird versuchen gegen die Walliser Verteidigungslinien spielerische Mittel zu finden. Dabei kann Hütter auf all seine Feldspieler zurückgreifen und er wird verschiedene Optionen prüfen, wie er die anstehende englische Woche absolvieren will. Der Trainer hat sich hier das Vertrauen des Berner Anhangs erarbeitet. Egal wen er aufstellt, wir alle sind überzeugt, es ist dies die optimale Lösung für das anstehende Spiel.

Zum Gegner und Tabellenletzten aus dem Wallis gibt es eigentlich nicht viele Worte zu verlieren. Business as usual. Kapitänssuspendierung, Erfolg vor Gericht und einen neuen Cheftrainer auf der Bank – der ganz normale Wahnsinn halt. Uns kann dies zum Glück so richtig egal sein. YB kann heute einen weiteren Schritt vorwärts machen, weitere wichtige drei Punkte sammeln und auch die Sittener etwas mehr ins Elend bringen. Man möge uns verzeihen: Es würde uns auch darob ein Lächeln über die Stockzähne huschen.

 

Wir tippen auf ein 3:1, die Tore erzielen Hoarau, Nuhu und der eingewechselte Nsame.

Vorschau: BSC YB – FC St. Gallen

3. Februar 2018 um 13:09 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Und dann sprach Adi Hütter den Satz aus, der sämtliche Sportjournis aufgeilte, als wäre soeben die Pamela Anderson von 1998 als neue Pressechefin verpflichtet worden: „Wir wollen Meister werden!“

Was soll der Übungsleiter unserer erfrischenden Kampfmannschaft auch anderes sagen? Als Hinrundenmeister, ohne gewichtigen Abgang und fast ohne Verletzung durch die Winterpause zu kommen – das war Mitte Dezember das Wunschszenario gewesen. Dazu einige überzeugende Vorstellungen in den Testspielen und die Aussicht, die Rückrunde gegen einen veritablen Lieblingsgegner zu starten.

Da sind wir schon beim Punkt: Es empfiehlt sich weiterhin, die Devise der Hinrunde beizubehalten. Spiel für Spiel, Gegner für Gegner. Der Staff wird nun genügend Zeit haben, das Team auf die einzelnen Spiele vorzubereiten. Was eine komplette Trainingswoche bringt, hat man im letzten Hinrundenspiel in Luzern gesehen. Einziger „Ablenker“ ist der Cup-Halbfinal zu Hause, bei dem der Gegner ganz sicher nervöser sein wird als die Gelbschwarzen.

Bei St. Gallen blieb nicht viel beim Alten: Mit Matthias Hüppi kam ein bekanntes Gesicht zu Präsidentenehren, Alain Sutter wird sich als Sportchef versuchen. Daneben wurde der „Otero-Clan“ abgesägt, um Seilschaften in den Strukturen zu verhindern. Letztes verbleibendes Mitglied: Trainer Contini, der entweder als Sieger aus dieser Änderung hervorgehen wird oder aber das Saisonende nicht an der Ostschweizer-Linie verbringt. Sportlich gab es einige Änderungen: Taipi wurde gegen Sigurjonsson getauscht, dazu darf Basel-Leihgabe Itten sein drittes Trikot der Saison überstreifen. Und: Im Tor steht neu Stojanovic, der Langzeitgoalie Lopar abgelöst hat.

Bei YB ändert sich wie erwähnt nicht viel. Sven Joss nimmt bei Thun einen neuen Anlauf – seine Einsatzzeiten hatten sich in Bern drastisch reduziert. Bitterster Moment der Vorbereitung: Die Verletzung von David von Ballmoos. Doch wir vertrauen auf den Wolf und hoffen, dass Neo-Keeper Letellier den internen Druck aufrecht erhalten kann.

Verzichten müssen wir auf Sékou Sanogo, der in Luzern die achte gelbe Karte kassiert hat. Für ihn dürfte Bertone den Platz neben Djibril Sow einnehmen. Vor Wölfli wird die Viererkette unverändert bleiben. Auf der Seite erwarten wir den formstarken (und hoffentlich bald vertrags-verlängerten) Sulejmani und Fassnacht. Ganz vorne stürmen Hoarau und Assalé.

YB meistert die erste von 17 Prüfungen souverän und gewinnt mit 3:0. Die Tore erzielen Fassnacht, Hoarau und der eingewechselte Nsame.

  

Vorschau: FC Luzern – BSC YB

16. Dezember 2017 um 18:39 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Noch einmal 90 Minuten. YB tritt am Sonntag in Luzern zum letzten Spiel des Jahres an und will eine sehr starke Hinrunde krönen. Trotz der zuletzt abgegebenen Punkte gegen Thun und GC, kann man beim YB-Jahrgang 2017 von einem guten Tropfen sprechen. Jung, spielfreudig und reif: Vor allem in Heimspielen wirbelten sich die Gelbschwarzen öfters in einen kleinen Rausch – auf fremden Plätzen wurde auch nach teils mässigen Leistungen regelmässig gepunktet.

Adi Hütter hat diese Mannschaft weiter entwickelt und ist mit seiner Arbeit noch nicht fertig. Bleibt zu hoffen, dass er mit dem gleichen Kader in die Rückrunde starten darf und seine Jungs den bestimmt hereinflatternden Vertragsofferten widerstehen können.

Zuerst muss jetzt aber die Aufgabe „Luzern“ bewältigt werden. Die Innerschweizer kamen zuletzt besser in Fahrt und gewannen drei der letzten fünf Spiele. Mit den beiden Siegen gegen Sion und den FCZ schob sich das Team von Markus Babbel auf Rang acht vor. Beste Torschützen sind die beiden Stürmer Juric und Demhasaj, die jeweils fünf Treffer auf dem Konto haben.

YB wird alles in die Waagschale werfen, um den Platz an der Sonne auch während den Festtagen innezuhaben. Nicht, dass es irgendetwas bringen würde: Aber der Blick auf die Tabelle macht einfach ungemein mehr Spass und könnte für einen zusätzlichen Motivationsschub während der kräftezehrenden Vorbereitungsphase sorgen.

In der Start-11 muss der Trainer auf Lotomba verzichten, der sich einem kleinen Eingriff unterziehen muss. Für ihn dürfte Benito in die Viererkette neben Nuhu, Von Bergen und Mbabu rutschen. Im Zentrum könnte Sékou Sanogo zu einem Comeback kommen. Seine Präsenz hat, ungeachtet der guten Leistungen des jungen Duos Sow/Aebischer, gefehlt. Neben ihm würden wir Leo Bertone einen Einsatz von Beginn weg gönnen.

Ganz vorne agieren Nsame und Assalé, flankiert von Sulejmani und Fassnacht. Guillaume Hoarau bringen wir als Joker – seine Form wird er sich im Winter zuerst wieder erarbeiten müssen.

YB gewinnt das letzte Spiel des Jahres mit 2:1, die Treffer erzielen Fassnacht und Nsame.

 

Vorschau: Lugano – BSC YB

26. November 2017 um 12:58 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

geschrieben von Maté

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Läuft bei YB. Klingt nach dem Ausscheiden vom Donnerstag etwas komisch, ist es aber nicht. In der Meisterschaft hat Gelbschwarz zuletzt in den Direktduellen die beiden engsten Verfolger in Schach gehalten. Und auch der Spielplan meint es gut: Während praktisch die ganze Schweiz Kälte, Nässe und gar Schnee erwartet, stand für YB eine Fahrt ins Tessin an, wo sich Adi Hütter und sein Gefolge auf Sonnenschein bei rund elf Grad freuen konnten.

Nein, wir sind nicht zu einem Wetterblog mutiert – sind aber sicher, dass Spieler und Staff nicht traurig sind, ausgerechnet jetzt nach Lugano zu müssen. Und für die Fans gilt: Sonnenbrille raus und ab in den Süden, etcetera.

Rein sportlich sieht die Aufgabe im Tessin natürlich nicht ganz so gemütlich aus, auch wenn YB zuletzt immer mit etwas Zählbarem im Gepäck zurück durch den Gotthard gefahren ist. Die Luganesi haben in der Meisterschaft ihre Niederlagenserie beendet und sind seit vier Spielen ungeschlagen. Zudem werden sie mit dem Selbstvertrauen eines Sieges auf europäischer Bühne in die Partie gehen. Das Ausscheiden jedoch mussten auch sie verdauen.

Dass Lugano fähig ist, guten Fussball zu spielen, zeigten sie auch im Hinspiel in Bern, wo YB erst nach der Pause und einer roten Karte die Oberhand gewinnen konnte. Aber beim YB Ausgabe Sommer/Herbst 2017 braucht man sich erfreulicherweise keine Sorgen bezüglich mangelhafter Einstellung zu machen und so wird der Leader (immer wieder schön dieses Wort zu schreiben) auch dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Bezüglich Aufstellung ist natürlich die Frage, ob Steve von Bergen und Sékou Sanogo wieder einsatzfähig sind. Ist dies der Fall, dürfte Adi Hütter auf die beiden zurückgreifen. Falls nicht, erwarten wir auch mangels Alternativen eine praktisch unveränderte Aufstellung, zumindest was das Zentrum betrifft. Hinten links würden wir Lotomba Benito vorziehen und im Sturm wäre eine Pause für Roger Assalé zumindest prüfenswert. Jedoch würden wir für ihn nicht Gui Hoarau aufstellen – für sein Startaufstellungscomeback scheint uns das Cupspiel prädestiniert – sondern Christian Fassnacht. Läuft Maschine Assalé schon wieder volltourig, soll sie auch eingesetzt werden und Fassnacht dafür im Mittelfeld Moumi Ngamaleu ersetzen.

Weil wir sicher sind, dass es Adi Hütter und seinem Staff gelungen ist, die Burschen (wie er das nannte) wieder her zu richten, erwarten wir eine konzentrierte Leistung und tippen auf einen 2:1-Auswärtssieg dank Toren von Assalé und Hoarau – welcher nach seiner Einwechslung das Siegtor erzielt.