Vorschau: Old Boys – Young Boys

17. September 2017 um 14:45 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Nach Europapokal gegen Partizan Belgrad folgt am Sonntag das Cupspiel gegen die Old Boys aus Basel. Ein Spiel, welches vor allem geschichtlich eine kleine Prise Brisanz mit sich bringt. Schliesslich sind die Old Boys aus Basel bekanntlich der Grund dafür, dass man heute von den berühmten Berner Young Boys spricht. Es waren die Brüder Max und Oskar Schwab, welche zusammen mit Hermann Bauer und Franz Kehrli am 14. März 1898 einen Fussballclub gründeten und diesem den Namen FC Young Boys gaben. Grund dafür war, dass den vieren ein Auftritt der Basler Old Boys beim FC Bern grossen Eindruck gemacht hatte. So liessen sie sich nicht nur bei der Namensgebung ihres neu gegründeten Vereins inspirieren, sondern übernahmen auch die schönsten Vereinsfarben der Welt.
Old Boys gegen Young Boys also. Die Hoffnungen der Basler dürften vor allem im Ruf der Berner gründen, etwa einmal im Cup gegen einen Kleinen zu patzen und sich so zum Gespött der Fussballnation zu machen. Das Team von Aziz Sayilir ist doch eher mässig in die Saison gestartet und kommt in der Promotion League nach sieben Spielen gerade einmal auf einen Sieg.

So dürfte tatsächlich vor allem die Entscheidung der Gelbschwarzen aus der Hauptstadt darüber entscheiden, ob es eine knappe Angelegenheit gibt oder nicht. Hier vertrauen wir auf Adi Hütter und dass es ihm gelingt, das Team auch nach einem europäischen Auftritt und vor dem Ligaspiel gegen Luzern am kommenden Mittwoch, optimal auf die Aufgabe im Sportstadion Schützenmatte einzustellen.

Dabei dürfte er die Gelegenheit nutzen, dem einen oder anderen eine Pause, respektive etwas Auslauf zu gönnen. Explizit rechnen wir mit einer Nomination für Sven Joss und hoffen darauf, dass Michel Aebischer genügend fit ist, um wieder einmal etwas Spielpraxis mit der ersten Mannschaft zu erhalten. Ihn würden wir anstelle von Sekou Sanogo aufstellen, um diesen für einmal etwas zu schonen. Auch dürfte Marco Bürki die Gelegenheit erhalten, sich neben Kasim Adams Nuhu in der Innenverteidigung zu zeigen.

Die Captainbinde wird anstelle von Steve von Bergen Goalie Marco Wölfli tragen. Weiter dürfte Moumi Ngamaleu zu seinem ersten Spiel von Beginn weg kommen. Das reicht dann aus unserer Sicht auch
schon was die Rotationen anbelangt. Wir sind da aber natürlich auch deutlich gebrannter als das Trainergespann, welches aber bekanntlich nichts von den alten «Typisch YB»-Zöpfen hält.
Wie die Trainer sind auch wir positiv und rechnen mit einer klaren Angelegenheit. YB wird mit einem deutlichen 3:0 in die nächste Runde einziehen, die Tore zum Sieg erzielen Nuhu per Weitschuss, Assalé per Kopf und Ngamaleu.

Aufstellung
Wölfli
Joss – Nuhu – Bürki – Lotomba
Ngamaleu – Aebischer – Sow – Sulejmani
Fassnacht – Assalé

Vorschau: BSC YB – FC Lugano

9. September 2017 um 09:17 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Selten kam eine Länderspielpause passender, als die in den letzten beiden Wochen. YB absolvierte seit Ende Juli ein happiges Programm mit Reisen nach Kiew und Moskau, dazwischen konnte man sowohl jubeln (Kiew-Spiel im Wankdorf) als auch verständnislos den Kopf schütteln (Thun-Spiel, ebenfalls im Wankdorf). Ab und zu überraschte YB (GC-Spiel, auswärts), manchmal wurden uns aber auch die Grenzen aufgezeigt (ZSKA-Spiel, auswärts).
Nach einem tollen Start liess YB gegen Ende August nach und verspielte eine noch bessere Ausgangslage. Besonders die Offensive kam längere Zeit nicht mehr in Fahrt, erst in St. Gallen fanden die Gelbschwarzen durch Treffer von Nsame und Nuhu zum Scoren zurück.
Nun steht das Spiel gegen die formstarken Luganesi auf dem Programm. Die Tessiner haben die Abgänge von Alioski und Sadiku besser verkraftet als gemeinhin erwartet wurde, und stehen in der Tabelle auf Rang 5. Zuletzt liess das Team von Trainer Tami mit einem 4:1-Sieg gegen Thun, sowie einem respektablen 1:1 in Basel aufhorchen. Alex Gerndt durfte sich gegen die Thuner als Doppeltorschütze feiern lassen und wird am kommenden Sonntag zum ersten Mal als YB-Gegner auflaufen. Ein herber Schlag für die gs-be-Redaktion, war Alex Gerndt doch mehrere Jahre einer unserer (wenn nicht sogar DER) Lieblingsspieler.

Auch Yoric Ravet wird nicht mehr für YB auflaufen. Der Franzose dürfte dieses Wochenende sein Debut beim SC Freiburg geben. Als Ersatz für die Aussenbahn wurde Nicolas Moumi Ngamaleu von Altach verpflichtet. Der Kamerunische Nationalspieler lies in den letzten Monaten bei unserem östlichen Nachbarn aufhorchen und gilt als schneller und trickreicher Offensivspieler.
Aus der Abteilung «Perspektivspieler mit Potential» wurde mit Pedro Teixeira ein weiterer Flügelspieler geholt. Der Schweizer U-Natispieler kommt von Xamax zu YB.
Bei den Gelbschwarzen dürfte David von Ballmoos ins Tor zurückkehren. In der Viererkette erwarten wir keine Änderungen, zumal sich speziell die Innenverteidigung mittlerweile gefunden hat und abgeklärt agiert.
Im Zentrum ist Sanogo gesetzt, daneben erwarten wir zwar Leo Bertone, würden aber gerne wiedermal Michel Aebischer spielen sehen. Der Fribourger war in den letzten Wochen mit der U21-Nati unterwegs und spielte gegen Wales von Beginn weg (0:3). Beim 1:1 in Rumänien kam Aebischer nicht zum Einsatz.
Auf den Aussenbahnen wird Sulejmani gesetzt sein. Sein Pendant dürfte zunächst Thorsten Schick heissen, da Ravet-Nachfolger Ngamaleu zuletzt mit dem Nationalteam unterwegs war und daher noch kaum mit seinem neuen Team trainiert hat. Im Angriff hoffen wir auf einen wiedergenesenen Hoarau, der zusammen mit Assalé die Tormaschinerie in Gang setzen soll.
Trotz der aktuellen Stärke Luganos, rechnen wir mit einem klaren 3:0-Sieg und freuen uns über die Tore von Hoarau (2x) und dem eingewechselten Lotomba.

Vorschau Dynamo Kiew – BSC Young Boys

26. Juli 2017 um 16:39 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

YB startet, vier Tage nach dem furiosen und euphorisierenden 2:0 Sieg, in Kiew in die Europapokal Saison 2017/18. Das junge Team von Adi Hütter macht sich auf, um in Europa erneut für Furore zu sorgen. Genauso wie vor einem Jahr, als man den ebenfalls aus der Ukraine stammenden Widersacher Schachtar Donezk aus der CL Qualifikation schoss.

Was damals galt, gilt auch heute: Der Zweite der abgelaufenen Ukrainischen Meisterschaft gilt als Favorit aber die Gelbschwarzen steigen mit guten Aussenseiterchancen in diese dritte Qualifikationsrunde zur Champions League. Adi Hütter erwartet einen vor allem im physischen Bereich starken Gegner, der im Gegensatz zu seinem Rivalen aus Donezk weniger auf brasilianische Ballzauberer als vielmehr auf einheimisches Schaffen setzt. Dynamo ist mit 15 Meisterschaften (zuletzt in den Jahren 2014/15 und 2015/16) Ukrainischer Rekordmeister zudem auch dreizehnfacher sowjetischer Meister und zweifacher Sieger des Europapokals der Pokalsieger. Seit Jahren Gast in der Champions und Europa League, schloss man die letztjährige CL Kampagne etwas enttäuschend als Vierter hinter der SSC Napoli, dem SL Benfica und Besiktas Istanbul ab. Zu den bekanntesten Spielern des Klubs gehören Oleh Blochin (Europas Fussballer des Jahres 1975 und 101-facher sowjetischer Nationalspieler), Igor Belanow (Europas Fussballer des Jahres 1986 und 2003 Besitzer des FC Wil) und Andrij Schewtschenko (Europas Fussballer des Jahres 2004, Champions League Sieger 2002/03 und 111-facher ukrainischer Nationalspieler). Aus dem aktuellen Team dürften uns mit Ausnhame von Yarmolenko und dem ehemaligen Basler Derlis Gonzalez kaum noch ein Spieler bekannt sein.

Die Young Boys reisen mit Selbstvertrauen in die ukrainische Hauptstadt. Im Wissen, dass der Gegner stark aber nicht unbezwingbar ist, man über eine talentierte junge Mannschaft verfügt und vom Verletzungspech bisher verschont blieb. Soll heissen, unser Coach kann heute aus dem Vollen schöpfen. Einzig der zurzeit angeschlagene Taulant Seferi und die «Überzähligen» Alex Gerndt, Sven Joss und Gregory Wüthrich haben die Reise vom Belpmoos nach Kiew nicht mitgemacht.

Da Dynamo Kiew bereits ein Supercup- und zwei Meisterschaftsspiele (unteranderem zwei Mal gegen Schachtar) in den Beinen hat, fällt der übliche Vorteil des frühen Schweizer Meisterschaftsbeginns zwar weg, es bleibt uns aber immer noch die Hoffnung, dass die durchwegs gute Stimmung im Verein und der erfolgreiche Meisterschaftsstart, heute Abend den kleinen Unterschied machen kann.

Trotz anstrengenden Wochen scheint es zu früh um in den Rotationsmodus zu schalten. Einerseits muss sich die Mannschaft noch weiter einspielen und andererseits verlangt einem ein Gegner des Kalibers Dynamo Kiew alles ab, respektive verlangt nach der voraussichtlich stärksten Elf. Ausser im Zentralen Mittelfeld, wo wir anstelle Michel Aebischers den defensiv etwas stärkeren und international erfahreneren Leonardo Bertone erwarten, verlässt sich gaeubschwarz.be auf die erfolgreiche Equipe des letzten Wochenendes und ist überzeugt, dass im Spiel 1 der diesjährigen Europapokal Kampagne der BSC YB nicht als Verlierer nach Bern zurückreisen wird.

Aufstellung gegen Dynamo Kiew

(Saison-)Vorschau: BSC YB – FC Basel

22. Juli 2017 um 10:43 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

50 Tage sind seit dem letzten Meisterschaftsspiel und dem damit verbundenen 2:0-Sieg gegen Lausanne vergangen. Beide Tore erzielte Ravet und entliess damit die YB-Fans zufrieden und entspannt in ruhige Sommerferien.

In dieser Pause wurde die Kaderplanung mit dem Ziel vorangetrieben, ein möglichst hungriges Team zusammenzustellen und allfällige sowie bereits bekannte Abgänge zu ersetzen. Wuschu Spycher agierte dabei umsichtig und überraschte mit einigen unerwarteten Aktionen. So konnten die ausgeliehenen Kevin Mbabu, Roger Assalé und Kasim Adams Nuhu fix übernommen werden, was besonders bei Erstgenanntem eine ziemliche Überraschung darstellt. Mit Jordan Lotomba wurde zudem ein sehr talentierter Spieler von Lausanne verpflichtet, der sowohl in der Defensive als auch in der Offensive auf beiden Seiten agieren kann. Ebenfalls auf der Aussenbahn (oder alternativ im Sturm) wird der Neuzugang vom FC Thun, Christian Fassnacht, eingesetzt werden. Die offene Planstelle im Zentrum wurde neu etwas offensiver besetzt: Von Gladbach wechselt mit Djibril Sow ein weiteres einheimisches Talent fix zu YB und soll im Zentrum die kreativen Einfälle liefern. Zudem konnte nach langem hin und her der Topscorer der vergangenen Challenge League Saison verpflichtet werden. Jean-Pierre Nsamé scheint ein Knipser zu sein, der vor dem Tor nicht viele Chancen braucht. Allerdings scheint sein Verhalten gegenüber dem bisherigen Arbeitgeber Servette nicht gerade vorbildlich gewesen zu sein, will man den diversen Medienberichten Glauben schenken. Daher erhoffen wir uns, dass Nsamé vor allem auf dem Platz für Schlagzeilen sorgen wird und nicht daneben.

Nsamé wird sich vorerst als vierter Stürmer hinter Hoarau, Assalé und Gerndt einreihen und nimmt damit die Position von Michael Frey ein, der YB zum wahrscheinlich letzten Mal verlassen hat.

Mit Yvon Mvogo und Denis Zakaria verliessen uns zudem zwei wichtige Leistungsträger in die Bundesliga, spülten aber auch eine entsprechende Entschädigung in die Kriegskasse. Diese Abgänge schmerzen zwar, stehen aber für den eingeschlagenen YB-Weg: Junge Talente erhalten die Chance sich zu beweisen und dürfen das Wankdorf als Sprungbrett nutzen. Im Gegenzug kann YB mit diesen Transfers die wirtschaftliche Situation erheblich verbessern und ist auch in der Lage weitere Talente auf den entsprechenden Positionen nachzuziehen.

Eine weitere, deutlich schwierigere Aufgabe bestand im „Ausmisten“ des etwas überteuerten Mittelbaus. Der in Ungnade gefallene Milan Gajic verliess YB in Richtung Ländle, Jan Lecjaks konnte an Dynamo Zagreb abgegeben werden und der zuletzt starke aber bereits in die Jahre gekommene Alain Rochat wird seine Karriere bei Lausanne beenden und macht somit Platz für Marco Bürki, der mit grossem Selbstvertrauen und gesteigerten Ansprüchen aus Thun zurückkehrt und sich mit Nuhu und Wüthrich um den Platz neben Abwehrchef Steve von Bergen balgen wird.

Als Ersatz für Mvogo wurde David von Ballmoos aus Winterthur zurückgeholt. Eine bereits früh geklärte Personalie, die mit der aktuellen Vereinspolitik absolut im Einklang steht und die durch Marco Wölfli mit einer soliden und erfahrenen Rückendeckung abgesichert ist.

Glaubt man der allgegenwärtigen Meinung der Fussballschweiz, kann YB in dieser Saison den Branchenprimus aus Basel angreifen. Wir sind zwar auch zufrieden mit dem Kader und blicken der neuen Saison freudig entgegen, können die vorherrschende Euphorie in Bezug auf den FCB aber nicht ganz nachvollziehen. Mit Ricky von Wolfswinkel wurde am Rheinknie ein Stürmer von internationalem Format als Ersatz für Doumbia und Janko verpflichtet. Ansonsten blieben die Leistungsträger aber beinahe komplett zusammen und so gelten die Basler selbstredend auch in der kommenden Saison als Topfavorit auf den Titel. Ein neuer Trainer und eine neu zusammengestellte Führung werden die Mannschaft eher noch hungriger auftreten lassen und es ist nicht anzunehmen, dass das Auftaktspiel vom Samstag ein gelbschwarzer Selbstläufer werden wird. Aufgrund des Auftaktprogramms mit Basel, Kiew und dem für gewöhnlich diffizilen Auswärtsspiel im Letzigrund, besteht eine durchaus beachtenswerte Gefahr für einen Fehlstart. Und wer die Euphoriekurven in und um YB kennt, weiss wie schnell die Vorverkaufszahlen innerhalb eines Monats um etliche Prozente sinken können…

Versteht uns nicht falsch, wir freuen uns auf die kommende Saison, sind absolut zufrieden mit der Kaderzusammenstellung und sehen in dieser Truppe sehr, sehr viel Potential. Dennoch wollen wir etwas atypisch ein wenig Demut streuen. Nicht weil wir nicht daran glauben würden, dass wir in dieser Saison endlich mal etwas reissen könnten – aber (Achtung: Floskelalarm) wir nehmen Spiel für Spiel und geben dem doch sehr jungen Team die Möglichkeit, sich zu finden und werden bei Rückschlägen auch mal ein Auge zudrücken und nicht gleich mit dem Zweihänder auffahren.

Der Auftakt in die Saison 2017/18 wird ein Festakt! Bereits über 26‘000 verkaufte Tickets werden für ein nahezu volles Wankdorf sorgen, gefüllt mit einem leidenschaftlichen Anhang und der Aussicht, nach 90 Minuten für einmal keinem tabellarischen Rückstand hinterher rennen zu müssen.

YB wird den Auftakt für sich entscheiden und die Partie mit 3:2 gewinnen. Rückkehrer Hoarau per Doppelpack und der eingewechselte Fassnacht werden die Tore für Gelbschwarz erzielen.

Aufstellung 2017/18 – Ausgangslage

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Vorschau: BSC YB – FC Winterthur

1. März 2017 um 12:27 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Am 2. März 2011, also fast auf den Tag genau vor sechs Jahren, stand YB zum letzten Mal im Cup-Viertelfinale.

Gegner war damals der FC Zürich, der eine unglaubliche Partie im Wankdorf mit 3:4 n.V für sich entscheiden konnte. Nach 49. Minuten hatten die Gäste bereits mit 0:3 geführt, ehe Farnerud, Bienvenu und Mayuka das Spiel ausgleichen konnten. Das Momentum rutschte somit klar auf die Seite der Gelbschwarzen, die in der Folge die Verlängerung dominierten. Doch nach 116 Minuten war es der FCZ, der die Partie doch noch für sich entschied.

Seither wollte YB im Cup nichts mehr gelingen, ein Überwintern schien ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Es folgten Elfmeter-Niederlagen gegen Winterthur und Wil, Herbst-Blamagen gegen Le Mont und Buochs, sowie eine Heimpleite gegen den FCZ – eine Niederlage, die Adi Hütter in der Rückbetrachtung der letzten Saison als grösste Enttäuschung betitelte.

YB, zu Beginn des Jahrtausends eine passable Cup-Mannschaft mit einigen Achtungserfolgen, hängt „dank“ den letzten Jahren das Etikett des Cup-Versagers an.

Doch diese Saison gibt es bis anhin Nichts zu bemängeln, und wir halten uns nach Abschluss dieser Zeilen einstimmig an Assistenztrainer Christian Peintinger:

„Überall heisst es, die scheiden im Cup immer aus, letztes Mal Meister 1987 und veryoungboysen und was weiss ich, was es da alles gibt. Das muss alles weg, weit weg (wischt energisch über den Tisch). Das mit der Mentalität in Bern, wie oft ich das schon gehört habe, das ist Wahnsinn. Je mehr du das hörst, desto mehr denkst du, kommt doch alle mal weg von dem.“

Womit wir bei der Ausgangslage für den Cupviertelfinal gegen den FC Winterthur sind. Fortuna war uns hold und bescherte uns nach dem 5:0-Erfolg über GC ein weiteres Heimspiel. Die Winterthurer ihrerseits haben mit einer schwierigen Saison zu kämpfen. Trainer Sven Christ wurde vor zwei Wochen nach acht sieglosen Partien in Serie entlassen. Das Duo Romano/Zuffi übernahm und konnte das Team mit einem 2:1-Sieg über den FC Wohlen gleich auf die Erfolgsstrasse zurückführen. Allerdings war die Freude nur von kurzer Dauer: Bereits im nächsten Spiel gegen den Tabellenletzten aus Schaffhausen, verloren die Winterthurer mit 1:2 und stehen nun nur noch vier Punkte vor dem Yakin-Team an der vorletzten Tabellenposition.

Im Cup lief es den Zürchern deutlich besser, nach Yverdon (4:1) und Stade-Lausanne (3:0) konnte im Achtelfinale auch der Tabellennachbar Chiasso ausgeschaltet werden (2:1).

Im Kader des FCW findet man auch einen bekannten Namen mit gelbschwarzem Hintergrund: David von Ballmoos ist noch bis Ende Saison ausgeliehen, um als Torhüter genügend Spielpraxis zu sammeln. Es ist davon auszugehen, dass er einst Yvon Mvogo als Nummer 1 bei den Young Boys beerben wird.

Machen wir uns nichts vor: YB ist in jeder Hinsicht die stärkere Mannschaft, kann abgesehen von Gerndt, Benito und Wüthrich auf das komplette Kader zurückgreifen und spielt Zuhause. Dieses Viertelfinale muss und wird siegreich gestaltet werden, dafür sorgen die Doppeltorschützen Hoarau und Ravet, die beim 5:1 die ersten vier Treffer erzielen, bevor Seferi mit seinem ersten YB-Tor für den Endstand sorgt.

Vorschau: BSC YB – FC St. Gallen

20. Februar 2017 um 11:40 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

„Wir haben uns blamiert“, meinte YB-Trainer Hütter am vergangenen Sonntag nach der Niederlage gegen Luzern. 1:4 stand es am Ende aus Sicht der Gelbschwarzen, nachdem man zu Beginn die deutlich bessere Mannschaft war und früh in Führung gehen konnte.
Im Anschluss nahmen allerdings die Gastgeber das Spieldiktat in die Hand und konnten mit drei Toren vor der Pause das Spiel vorentscheiden. Eine YB-Reaktion blieb aus, generell war es ein ungewohnt kraft- und saftloser Auftritt.
Angesichts der sportlichen Situation ist diese Niederlage verkraftbar, zumal es im heimischen Championnat die Erste seit August ist. Tabellarisch ist es per se eine Gratwanderung: Gegen vorne scheint nichts mehr zu gehen, gegen hinten hat man nach wie vor ein Polster – und eigentlich steht nur der Cup im öffentlichen Fokus. Es ist die Aufgabe von Adi Hütter und co., die Mannschaft auch in der Meisterschaft Woche für Woche perfekt einzustellen und immer wieder neue Reizpunkte zu setzen. Einer dieser Faktoren könnte Roger Assalé sein, der möglicherweise gegen St. Gallen zum ersten Mal im Aufgebot stehen wird. Er gehört neben Taulan Seferi zu den neuen Offensiv-Optionen in der Rückrunde, die mit den Hufen scharren und auf Spielzeit drängen. Nicht mehr in diese Gruppe gehört indes Kwadwo Duah. Er wechselt leihweise zu Xamax um dort mehr Spielpraxis zu erhalten.

Beim Gegner aus der Ostschweiz gibt es seit Anfang Winter nur ein Thema: Die Rückkehr von Tranquillo Barnetta, der nach diversen Stationen in der Bundesliga und in den USA auf die Rückrunde nach St. Gallen zurückgekehrt ist. Dieser Transfer schien die Mannschaft sofort zu beflügeln: Seit Ende Oktober und dem Sturz ans Tabellenende, kämpfte sich der FCSG Schritt für Schritt nach oben und steht nun auf Rang fünf. Ein Grund scheint die Systemumstellung zu sein, die St. Galler agieren in einem 3-5-2, was zu einer deutlich höheren Stabilität geführt hat. In beiden Spielen mit Barnetta blieb das Team von Joe Zinnbauer ungeschlagen, dem 1:1 in Vaduz folgte der Heimsieg gegen Lausanne.
Mit Sejad Salihovic wurde zudem ein weiterer, bekannter Name verpflichtet. Salihovic gehörte vor einigen Jahren zu den prägenden Figuren bei der TSG Hoffenheim, spielte aber zuletzt „nur“ noch in China.

Abgesehen von den verletzten Wüthrich, Gerndt und Benito kann YB für dieses Heimspiel aus dem Vollen schöpfen. Im Vergleich zum letzten Sonntag dürfte mit der einen oder anderen Änderung zu rechnen sein, da besonders die Leistung in der Defensive dürftig ausfiel. Vergleicht man die beiden ersten Spiele der Rückrunde, könnte sich Rochat vor Nuhu geschoben haben. Denis Zakaria hingegen wird sich trotz schwacher Leistung wieder in der Startaufstellung wiederfinden. Zu konstant war er in den letzten Monaten, als das nicht auch er sich einen Abschiffer erlauben dürfte.
In der Offensive könnte neben/hinter Hoarau eine etwas offensivere Variante als Aebischer (Gratulation zur Vertragsverlängerung!) auflaufen, möglicherweise Michi Frey oder für einmal Sulejmani als hängende Spitze. Denkbar ist auch eine Rückkehr von Leo Bertone auf diese Position, dort zeigte er vor der Winterpause starke Leistungen.

So oder so: Zuhause ist ein Sieg Pflicht, vor allem gegen die Ostschweizer. YB wird eine Reaktion zeigen und die Partie mit 3:1 für sich entscheiden. Die Tore erzielen Hoarau, Sanogo und Schick.

Vorschau: BSC YB – FC Sion

4. Februar 2017 um 10:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

56 Tage nach dem letzten Pflichtspiel in Thun geht es am Sonntag endlich wieder los.
Die Partie gegen den FCT war aus fussballerischer Hinsicht kein Schmankerl, besonders unsere Gelbschwarzen liessen den Elan und die Bestimmtheit aus den vorherigen Partien etwas vermissen. Doch dank dem gesteigerten Selbstvertrauen und einer Portion Glück, konnte auch diese Partie gewonnen werden und die seit August anhaltende Ungeschlagenheit in den heimischen Wettbewerben blieb bestehen.

Die Winterpause verlief aus YB-Sicht ruhig und unaufgeregt. Zuzüge gab es keine zu vermelden, einzig der nun endlich genesene Taulant Seferi wird sich in den kommenden Wochen als mögliche neue Offensivvariante präsentieren dürfen. Potentielle Transfers von Leistungsträgern wie Ravet, Hoarau und Sanogo zerschlugen sich oder wurden wie im Beispiel Sékou von der sportlichen Führung um Wuschu Spycher abgelehnt. Dies verdeutlicht die Haltung, künftig zwar vermehrt auf junge Spieler zu setzen, dabei aber keineswegs die sportlichen Ambitionen zurückzuschrauben. Ein allfälliger Sanogo-Abgang hätte man kaum kompensieren können, weshalb ein Angebot deutlich höher ausfallen müsste als jenes von Genua.
Dennoch mussten wir uns von einem langjährigen YB-Spieler verabschieden. Yuya Kubo wird sein Glück in Belgien versuchen und die kolportierten 3,5 Millionen wären ein vernünftiger Gegenwert. Der brillante Techniker wird als Alternative zwar fehlen, kann aber mit dem übrigen Offensivangebot deutlich besser kompensiert werden als es eben bei Sanogo im zentralen Mittelfeld möglich gewesen wäre.

Auch beim Gegner aus dem Wallis tat sich verhältnismässig wenig. Zwei junge Akteure wurden von Chiasso übernommen, daneben gaben einzig die Abgänge zu reden: Mit Gekas und Assifuah verliessen zwei Offensivspieler den Verein, die unter Trainer Zeidler eher als Joker fungierten. Der Transfer von Eigengewächs Vincent Sierro zum SC Freiburg trifft die Sittener da schon deutlich härter. Dieser kam in der Hinrunde auf 17 Einsätze, traf dabei zweimal und wuchs zur Stammkraft heran.
Christian Constantin liess verlauten, allfällige Verstärkungen vom Ausgang des Startspiels abhängig zu machen. Eine Niederlage im Wankdorf würde die Aussicht auf Rang 2 bereits deutlich verdunkeln und einen Grossangriff wahrscheinlich hinfällig werden lassen.

Daher werden sich höchstwahrscheinlich zwei ähnliche Aufstellungen wie beim 4:3-Spektakel vom November gegenüberstehen.

Dennoch gibt es bei YB noch das eine oder andere Fragezeichen: Kasim Adams Nuhu wird gesperrt fehlen, weshalb in der Innenverteidigung ein Partner für Steve von Bergen gesucht wird. Es dürfte sich dabei um Rochat handeln, der auch im letzten Testspiel auf dieser Position agierte. Hinten rechts wird sich zeigen, ob es Mbabu in der Winterpause gelungen ist, Scott Sutter den Rang abzulaufen. Im Zentrum dürfte Sanogo gesetzt sein, daneben erwarten wir Denis Zakaria. Sollte Hütter wieder auf einen offensiven Mittelfeldspieler hinter Hoarau bauen, wird auch Leo Bertone von Beginn weg auflaufen. Wir rechnen aber mit der Doppelspitze Gerndt/Hoarau.
Die letzte offene Position ist zugleich die Interessanteste: Sulejmani oder Schick? Für Sulejmani sprechen die Theorie, das Potential und die Hoffnung, dass sich seine Leistungen endlich stabilisieren und er sein Geld über mehrere Spiele wert ist. Dies auch im Hinblick auf den kommenden Sommer, denn Aufwand und Ertrag stehen bei Miralem des Öfteren leider in keinem Verhältnis.
Thorsten Schick verfügt sicher nicht über die gleiche Genialität und ist auch nicht annähernd so trickreich (abgesehen von der hohen Tunnel-Kadenz), doch er ist sehr konstant und liefert Scorerpunkte am Laufmeter. Deswegen würden wir ihm den Vorzug geben, auch um Sulejmani noch einmal zu kitzeln und eine Reaktion zu provozieren.

Ein Startsieg wäre unheimlich wichtig und wir sind überzeugt, dass die Gelbschwarzen am Sonntag nichts anbrennen lassen und das Spiel mit 3:1 gewinnen. Treffen werden Hoarau, Gerndt und Ravet.

 

(Nachtrag: Jan Lecjaks ist gesperrt und fällt daher aus. Entgegen unserer Grafik, stellen wir daher Sutter auf links und Mbabu auf rechts auf.)

Vorschau: FC Thun – BSC Young Boys

10. Dezember 2016 um 18:09 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Bereits ist wieder ein Fussballjahr zu Ende. Auch 2016 zeigte viele Facetten im Leben eines Fussballklubs auf die wir heute nicht weiter eingehen werden. Fakt ist, dass YB weiterhin ein Spitzenteam mit einer grossen individuellen Qualität und einem klaren taktischen Konzept ist, welches vom Trainerteam gut vermittelt wird. Problematisch ist die Abhängigkeit von einigen Leistungsträger, vor allem bei Guillaume Hoarau ist diese augenfällig. Da die Qualität im Kader (in der Breite) nicht auf allen Positionen gleich hoch ist, kommt es bei vielen Ausfällen daher zu schwächeren Spielen und Punkte-Einbussen. Dies ist unserer Meinung nach auch der Hauptgrund für den nach wie vor erheblichen Rückstand in der Tabelle.

Das bringt uns auch gleich zur Ausgangslage vor dem letzten Spiel des Jahres: Mit Wüthrich, Rochat, Ravet, Joss, Zakaria, Kubo und Sulejmani fehlen auch gegen Thun 7 Spieler verletzt oder angeschlagen, dazu sitzt Nuhu seine erste von zwei Sperren ab.

Auf dem Papier sind dies erhebliche Schwächungen, allerdings sind die Verletztungen „besser“ verteilt als noch im Sommer: Mit Mvogo, von Bergen, Benito, Sanogo, Gerndt und Hoarau ist die wichtige Achse fit und dabei. Um dieses Gerüst kann eine starke und kompetitive Mannschaft auf den Platz gebracht werden, die sich gegen niemanden verstecken muss.

Der Gegner aus Thun steckt in einer schwierigen Situation. Einerseits steht der Verein finanziell schlecht da und kämpft bis Ende Jahr noch um jeden Franken damit der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann. Andererseits läuft es auch auf dem Rasen nicht optimal, man steht nur einen Punkt vor Vaduz auf Rang 9 und hat bislang erst drei Partien gewinnen können (daneben stehen 7 Unentschieden und 7 Niederlagen).

Da kommt YB als Gegner eigentlich höchst ungelegen, da der Kantonsrivale seit 11 Spielen nicht mehr besiegt werden konnte (9 YB-Siege, 2 Unentschieden).

Dennoch gilt für YB die Devise, noch einmal hochkonzentrierte 90 Minuten zu absolvieren um die Serie der Ungeschlagenheit weiter auszubauen. Eine Niederlage kurz vor Weihnachten wäre höchst unnötig und und würde die Stimmung während der Vorbereitung nur unnötig dämpfen.

Wir sind überzeugt, dass Adi Hütter seine Jungs noch einmal optimal einstellt und wir am Sonntag eine überzeugende Auswärtsleistung sehen. YB wird die Partie mit 3:1 gewinnen, dank Toren von Hoarau, Frey und Bertone.

Vorschau: BSC YB – Astana

8. Dezember 2016 um 12:45 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Das letzte Heimspiel des Jahres 2016 – ein Jahr mit vielen Hochs und Tiefs, wie man es sich als YB-Fan gewohnt ist.

Das letzte Europäische Spiel der Saison – ein weiteres Kapitel mit Hochs und Tiefs, wie man es sich als YB-Fan gewohnt ist.

Unvergessen bleibt das Rückspiel gegen Donetzk, welches an Spannung und Leidenschaft kaum zu überbieten war. Wer an diesem Abend im Wankdorf weilte, wird ihn so schnell nicht mehr vergessen. Auf der anderen Seite der Skala steht das Heimspiel gegen Piräus. Nicht nur aufgrund der vermeidbaren 0:1-Niederlage nach einer akzeptablen Leistung, sondern aufgrund der Un-Stimmung die uns Ursle S. eingebrockt hatte. Nicht wenige sind davon überzeugt, dass ein 100% fokussiertes YB an diesem Abend mit drei Punkten in die Gruppenphase gestartet wäre – und gleichzeitig kann niemand dem Team verübeln, dass sich an diesem Tag nicht alles um das Geschehen auf dem Rasen drehte.

Item, zurück zur Aktualität:

Nach der grossartigen und mitreissenden Partie vom vergangenen Samstag, dürften heute gegen Astana deutlich weniger Emotionen im Spiel sein. Beide Teams sind bereits aus dem laufenden Wettbewerb ausgeschieden und werden möglicherweise nicht auf die besten 11 Akteure setzen. Erschwerend hinzu kommt die zu erwartend tiefe Zuschauerzahl. Es dürften sich keine 8000 Schnäuze ins Wankdorf verirren. Dies ist sicher auf die Kälte, aber auch auf die bereits erwähnte Ausgangslage zurückzuführen. Kommt dazu, dass Astana auf dem Papier nicht gerade der Verein ist, der die Zuschauer in Massen anlockt.

Daher steht die heutige Partie in erster Linie unter folgenden Vorzeichen

– Würdiger Abschluss des Heimspiel-Jahres

– Finanzieller Zustupf aufgrund der Siegesprämie

Adi Hütter betonte mehrfach, dass trotz des Kehraus-Charakters ein Sieg angestrebt wird. Dennoch erwarten wir die eine oder andere Veränderung in der Start-11: Im Tor dürfte Marco Wölfli für seine treuen Dienste belohnt werden. In der Abwehr gehen wir hingegen von keinen Experimenten aus, da mit Mbabu und Lecjaks zwei Akteure gesperrt sind und damit die Alternativen fehlen. Mit Sutter rechts und Benito links, sowie von Bergen und Nuhu in der Zentrale wird hinten nicht viel anbrennen.

Im Zentrum könnte der gegen Basel gesperrte Sanogo zurückkehren und neben Bertone auflaufen. Michel Aebischer gleich noch einmal von Beginn weg zu bringen, ist natürlich ebenfalls eine Alternative. Auf den Flügelpositionen erwarten wir Sulejmani und Duah, um dem zuletzt „dauerbrennenden“ Schick eine Verschnaufpause zu gönnen. Das gleiche gilt für Gui Hoarau, den wir durch Frey und Gerndt ersetzen würden.

YB hat unter Adi Hütter an Charakterstärke hinzugewonnen und wird dieses letzte Heimspiel um die goldene Ananas gewinnen. 3:0, Tore durch Gerndt, Sulejmani und Nuhu.

 

Vorschau: BSC Young Boys – FC Basel

2. Dezember 2016 um 16:29 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

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Das letzte Heimspiel in der Meisterschaft in diesem Jahr steht an und es ist ein Leckerbissen zum Abschluss. Der FC Basel ist in der Spielzeit 16/17 ein erstes Mal zu Gast im Wankdorf zu Bern und mit ihm der verlorene Sohn (formerly known as Lord), der Neu-Basler, Seydou Doumbia. Er, Liebling der Massen, Muse Berner Strassenkünstler, Torschützenkönig nur mit Teileinsätzen, der der jeweils nach einem Treffer das Stadion herzte und mit dem Versprechen nach Moskau zog, einmal zurückzukehren. Zurück an den Ort, wo alles so schön begann… Er hält Wort, allerdings nicht wie sich dies die Gelbschwarze Gemeinde vorgestellt hat.

Was solls? Wer trauert dem Fahnenflüchtigen nach, wenn man einen Hoarau in den Reihen hat, der nicht nur über ähnliche Skorerqualitäten verfügt, sondern dazu noch ein Leader, Integrationsfigur, Entertainer und für die Jungen ein grosser Bruder ist? Längst hat der 1,91 m grosse Hühne den freigewordenen Platz in unserem Herzen eingenommen (1898-Gumble) und mit Aussagen wie «ich werde YB nicht verlassen, um nach Basel zu gehen», machte er den Ivorer vollends vergessen.

Heimspiel gegen Basel. Die Mannschaft und ganz Bern ist heiss drauf, dem unangefochtenen Leader seine erste Saisonniederlage zuzufügen. Sion verpasste dies letztes Wochenende genau so wie alle anderen und erstaunlicherweise konnten nur gerade die Abstiegskandidaten Thun und Lugano den Rotblauen Punkte abknöpfen. Jedoch darf man die Heimstärke der Young Boys nicht unterschätzen und wie eingangs erwähnt haben wir Hip Hip Hoarau der zuletzt alles richten konnte – wie zum Beispiel im letzten Spiel gegen Lausanne, als er aus spitzem Winkel abzog und herrlich zum siegbringenden 2:1 traf.

Man ist also bereit in Bern, den Punkterückstand (hier wird ihnen bei F. Ruch geholfen) auf die Basler zu verkürzen und zumindest im Direktvergleich gleichzuziehen, auch wenn wieder der eine oder andere Verletzte von Adi Hütters Matchblatt gestrichen werden muss. Neben den Langzeitverletzten sind Zakaria und Kubo fraglich und Sanogo nach seiner vierten Gelben Karte gesperrt. So kommt es erneut zu einigen Änderungen aber letztendlich gewinnen wir nach Treffern von Hoarau (2), Gerndt und Sulejmani in einem spektakulären Spiel mit 4:2.

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