ZSKA Moskau – BSC Young Boys 2:0

24. August 2017 um 20:28 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Die Young Boys sind nach Moskau gereist um etwas Grosses zu erreichen. Am Ende blieb die Gewissheit, dass die Hürde ZSKA und somit die Qualifikation zur Champions League, doch noch eine Nummer zu gross ist.

Viel wurde im Vorfeld diskutiert: ob des Gegners, der eigentlich im Bereich des machbaren liegt. Des Fehlens von Guillaume Hoarau, was doch Chancen im schnellen Offensivspiel eröffnen kann. Des Resultates im Hinspiel, das nur eine taktische Richtung zulässt oder des Wechsels von Yoric Ravet zum SC Freiburg, der seine Kumpels zum Abschied die Sterne von Moskaus Himmel holt. Vielleicht war es die zu Beginn dieser Saison entstandene Euphorie welche die gelbschwarze Gemeinschaft zum Träumen verleitete, doch realistischer Weise muss man sich heute eingestehen, die Ziele waren noch eine Stufe zu hoch gesteckt.

Die junge, talentierte Berner Mannschaft, die durchaus auch gestern vereinzelnd ansehnliches zeigte, bekam die Möglichkeit weiter Erfahrung zu sammeln und aufgezeigt, was es noch braucht um eines Tages eine bessere Figur im internationalen Spitzenfussball zu machen. Klar, der Gegner trat im Rückspiel einiges druckvoller auf als noch im Hinspiel. Der 1:0 Rückstand kurz vor dem Pausentee, als man kurz die Zuordnung im Strafraum aus den Augen verlor, kam zu einer denkbar ungünstigen Zeit. Hätte Akinfeev 10 Minuten nach Wiederanpfiff Sulejmanis starken Abschluss nicht grandios entzaubert, so wäre es vermutlich nicht zum perfekt herausgespielten 2:0 Endresultat gekommen. Doch es kam genau so.

Die Russen waren von Beginn weg die bessere Mannschaft und setzten den Gast aus der Schweiz von der ersten Sekunde an unter Druck. Chalov, Fernandes und vor allem der überragende Vitinho bereiteten der YB Defensive Probleme und prüften Von Ballmoos eins ums andere Mal. Christoph Spycher und Adi Hütter mahnten bereits vor dem Heimspiel, dass es zwei perfekte Spiele benötige um in die Champions League Gruppenphase aufzusteigen und dies war es dann gestern Abend halt nicht. Die Mannschaft war sicherlich bemüht aber doch ein Stück weit entfernt von der geforderten Leistungsgrenze. ZSKA Moskau war stets eine Idee schneller, zur Stelle mit einem aufsässigen Pressing und liessen den Young Boys weder Raum noch Zeit, um auch nur ins Spiel zu kommen.

Es gilt jetzt diese Leistung richtig einzuschätzen, aus den Fehlern und Erfahrungen zu lernen, den Blick in die nahe Super und Europa League Zukunft zu richten, um den erfreulichen Weg der letzten Monate weiterzugehen. Bereits am Wochenende wartet mit St. Gallen ein weiterer Prüfstein auf dem Weg in eine erfolgreiche gelbschwarze Zukunft und spätestens danach ersetzen wir die Enttäuschung in der CL durch die Freude an der Europa League.
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Noten:

Von Ballmoos 5: Am jungen Torhüter lag es gestern definitiv nicht. Im Gegenteil, Dävu vereitelte bereits zu Beginn des Spiels die Vorentscheidung mehrmals.

Mbabu 4: Versuchte viel über die Seiten, blieb aber meist hängen.

Nuhu 4: Eigentlich bis auf die unzureichende Kopfballabwehr beim 1:0 sicher.

Von Bergen 4: Stemmte sich gegen die offensiv Bemühungen Moskaus aber nicht immer mit Erfolg.

Benito 3: Bekundete besonders in HZ2 grosse Mühe mit Fernandes und Vitinho, welche ihn Mal für Mal stehenlassen konnten.

Ravet 2,5: War er bereits weg…?

Sanogo 3,5: Mit einigen guten Zweikämpfen aber mit zu wenig Einfluss aufs Spiel.

Bertone 4: Sehr bemüht aber Moskau war eine Nummer zu gross.

Sulejmani 4,5: Ein paar gute Aktionen und eine riesen Chance die leider stark von Akinfeev zunichte gemacht wurde.

Assalé 4,5: Holte sich die Bälle Hinten, wirbelte Vorne aber es fehlte das Auge für den Mitspieler.

Nsamé 2,5: Der Sprung von der ChL zur CL war zumindest gestern viel zu gross.

Lotomba und Fassnacht waren zu kurz im Spiel für eine Benotung.

FC Zürich – BSC Young Boys 0:0

20. August 2017 um 17:30 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen

Nach Moskau ist vor Moskau. So fest wir uns alle vornehmen, Spiel für Spiel zu nehmen und dies auch von den Spielern erwarten, so schwierig ist es das Spiel vom kommenden Mittwoch auszublenden.

Adi Hütter versuchte mittels leichter Rotation, sowie einer Systemumstellung für neue Reize zu sorgen. Mit einem 3-4-1-2 sollte dem 3-4-3 des FCZ entgegengewirkt werden, Benito rückte in die Innenverteidigung neben Nuhu und von Bergen, Mbabu und Lotomba sollten auf den Aussenbahnen für Wirbel sorgen. Im Zentrum durfte sich Sow ein weiteres Mal neben Sanogo zeigen und versuchen, die drei Offensiven Fassnacht, Assalé und Hoarau mit Zuspielen zu füttern. So gut dies auf dem Papier klang, so ungenügend war die Ausführung dieses Plans in der ersten Halbzeit. Es entwickelte sich eine von Zweikämpfen und Fehlpässen geprägte Partie, in denen YB zwar nicht schlechter aber sicher etwas weniger zielstrebig agierte. „Mentalitätsmonster“ Frey zeigte sich gegen seine Kollegen (über)motiviert und lieferte sich über 90 Minuten ein hartes Duell mit von Bergen. Unverständlich wie er dabei ohne Verwarnung davon kommen konnte.

Erst kurz vor der Pause kam YB zu einer Chance, doch Assalé traf den Ball nicht optimal nachdem er bereits an Vanins vorbeigezogen war. Was vor allem auffiel war der ausbleibende Spielaufbau auf beiden Seiten, vor allem aber bei YB. Viel zu oft wurde mit langen Bällen operiert, die für den routinierten Alain Nef meist ein gefundenes Fressen darstellten.

In der Pause reagierte der Trainer und brachte das Duo Schick/Nsame für Lotomba/Assalé. Dadurch wurde das System wieder zu einem 4-4-2 umgestellt, was YB direkt eine deutliche Sicherheit einbrachte. Die ersten Minuten nach der Halbzeit gehörten klar den Gästen, es wurde flüssiger kombiniert und man näherte sich dem Strafraum sichtlich. Eine schöne Flanke von rechts konnte Hoarau per Seitfallzieher abnehmen – sah diesen Abschluss von Vanins hervorragend pariert. Es scheint, als müsse unsere Torversicherung seine Treffer aktuell doppelt und dreifach erzielen. Nach dieser Szene fing sich der FCZ ein wenig und kam zu zwei guten Steilpässen, die allerdings von Mbabu und von Ballmoos verteidigt werden konnten. Generell wirkte Gelbschwarz aber nun etwas stilsicherer, ohne zu zwingenden Torchancen zu kommen. Es schien, als würde sich der „Abschlussfluch“ der Spiele gegen Thun und ZSKA auch in Zürich fortsetzen. Zudem liess sich Hoarau auch noch angeschlagen auswechseln, dies hoffentlich nur als Vorsichtsmassnahme für Mittwoch. So blieb es nach 90 Minuten und einem durchzogenen Spitzenkampf beim 0:0. Eine Punkteteilung die in Ordnung geht und keinen Grund zur Besorgnis darstellt. Allerdings muss am kommenden Sonntag ein Erfolgserlebnis in St. Gallen her, um mit Toren, drei Punkten und Rückenwind in die wohlverdiente Natipause zu gehen. Rückenwind, der hoffentlich am Mittwochabend zu wehen beginnt Hopp YB!

Die Noten:

von Ballmoos 4.5/ Zu Beginn mit Glück gegen den anstürmenden Frey. Im Anschluss sicher.

Nuhu 4.5/ Ein Wackler in der ersten Halbzeit sowie ein sehr riskanter Pass gegen Ende des Spiels. Ansonsten sehr zweikampfstark und mit guten Seitenwechseln.

von Bergen 4.5/ Bekundete Mühe gegen Frey und erledigte seine Aufgabe nicht immer stilsicher. Hielt aber mit seinem Verbund die 0.

Benito 4.5/ Mit zwei wichtigen Rettungstaten und guten Tacklings. Seine Flanken sind gut, seine 1:1-Situationen noch nicht.

Lotomba 4/ Versuchte sich aktiv in die Offensive einzubringen, allerdings wollte ihm nicht allzu viel gelingen. Nahm sich aber in der ersten Halbzeit ein Herz und versuchte es aus der Distanz.

Sanogo 4/ Hatte Mühe gegen Rüegg und Sarr, nicht so dominant wie gewöhnlich. Hat Glück fliegt er nicht vom Platz, muss seine Hände unter Kontrolle behalten.

Sow 3.5/ Sichtlich bemüht aber ohne Fortune. Seine Standards waren sehr schwach.

Mbabu 4/ In der ersten Halbzeit verhalten und es hätte nicht verwundert, wenn er für Schick hätte weichen müssen statt Lotomba. In der zweiten Hälfte aber deutlich besser.

Fassnacht 4/ Bis zur Pause kaum gesehen. Nach der Pause auf dem Flügel deutlich auffälliger. Rückte nach der Auswechslung Hoaraus in die Spitze.

Assalé 3.5/ Kaum eine Szene gegen die massierte Zürcher Abwehr. Hat im Abschluss das Pech am Schuh.

Hoarau 4/ Stemmte sich gegen die FCZ-Defensive und kam zur besten Chance des Spiels. Sinnbildlich, dass diese nicht zu einem Treffer führte.

Nsame 4/ Grosser Einsatz nach seiner Einwechslung, behauptete diverse Bälle auch gegen mehrere Verteidiger. Trifft im Strafraum aber noch die falschen Entscheidungen.

Schick 4.5/ Seine Einwechslung brachte Schwung und bessere Standards sowie Flanken, die auch mal ankamen.

Ravet ohne Note/

Cup: FC Breitenrain – BSC Young Boys 0:3 (0:1)

14. August 2017 um 23:36 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Es war das erwartete Fussballfest im Quartierderby auf dem altehrwürdigen Spitz! Die Ostkurve marschierte 2 Stunden vor Spielbeginn vom Wankdorf über Umwegen durch den Breitsch zum Stadion. Vorbei an lauter gutgelaunten Fussballfans, die meisten in Gelbschwarz aber doch auch ein paar wenige im weissschwarzen Breitenrainschal, die sich am Breitschplatz, wie meist vor den YB Spielen, noch ein Bier gönnten. Das Fussballstadion Spitalacker war rappelvoll. Sogar auf den Cateringständen, dem Clubhaus und den umliegenden Dächern und Balkonen war dichtes Gedränge. Kinder sassen an der Auslinie, schauten erwartungsfroh auf den Kunstrasen und den auftretenden Hauptdarstellern dieses ungewöhnlich schönen Cupspiels. 6’000 Zuschauer konnten dank provisorischen Zusatztribünen und dem Einsatz vieler Helfer, Live dabei sein und auch wenn die Sicht auf das Spielgeschehen ab der dritten Reihe und dem vierten Bier, vielleicht nicht mehr ganz so gut war, so zog sich diese überaus gute Feststimmung bis weit nach dem Schlusspfiff durch.

Die Young Boys befanden sich nach der Niederlage gegen Thun einerseits auf Wiedergutmachungstour aber andererseits auch irgendwie in Vorbereitung auf das Spiel für die Champions League. Dazwischen erwarteten alle einen souverän herausgespielten Aufstieg in die nächste Cuprunde. Adi Hütter rotierte 7 Spieler in das neu formierte 3-5-2 System aber lies nie Zweifel aufkommen, was Ziel und Zweck dieser Veranstaltung war. Der FC Breitenrain, bis in den kleinen Zeh motiviert, vom grossen Gegner und der Kulisse sichtlich beeindruckt, versuchte mehr oder weniger erfolgreich die Räume zu schliessen und die Null möglichst lange zu halten. Dies gelang bis in die 22. Minute und dem Kunststück von Nuhu. Es war dies der erste Treffer in einem Ernstkampf für die Gelbschwarzen und wurde dementsprechend gefeiert.

Ehe das Heimteam zu ihrer ersten Chance kam und die Nervosität einigermassen abstreifen konnte, war bereits eine Stunde gespielt und man lag nach einem glücklichen Treffer von Thorsten Schick mit 0:2 zurück. Danach traf Franjic im Offside stehend zum vermeintlichen 1:2 und Breitsch Urgestein und ex YB Spieler Kehrli verliess seine Posten in der Innenverteidigung um im Strafraum des Super League Klubs für Unruhe zu sorgen. Was nicht unbedingt gelang, dafür schoss der auffällige aber nicht ganz so effiziente Nsamé zum verdienten 3:0 Endstand.

Der Höhepunkt dieses schönen Fussballnachmittags war hingegen der Platzsturm dutzender Kinder und das «We love you Tänzchen» mit den YB Spielern vor der Ostkurve. Als jeder ein Autogramm erhascht oder ein Selfie geschossen hatte konnte kehrte man glücklich nach Hause zurück und manch einer erhofft sich schon bald wieder ein solch gelungenes Quartierfest auf dem Spitz.

Die Noten:
Von Ballmoos 4,5: Zugegeben, David hatte nicht wirklich was zu tun, doch musste er auch nie hinter sich greifen.
Bürki 4,5: Hatte kaum was zu tun aber erledigte was kam gut.
Nuhu 5: Defensiv nicht gefordert und offensiv mit seinem ersten Pflichtspieltreffer in Gelbschwarz.
Wüthrich 4,5: Stand zum ersten Mal in dieser Saison im YB-Kader und holte sich gleich einen sturmen Schädel und eine gebrochene Nase ab.
Bertone 4,5: Organisierte das Spiel im Mittelfeld – Konzentrierter Arbeitstag von Leo.
Schick 5: Begann gut aber baute nach seinem glücklichen Treffer etwas ab.
Sow 4: Suchte auch gegen das Unterklassige Breitenrain seine Rolle im Team.
Aebischer 4: Unauffälliges Spiel mit wenigen persönlichen Akzenten.
Lotomba 5: Viel unterwegs und mit zwei Assists.
Hoarau 4,5: Führte die «Jugendtruppe» souverän in die nächste Cuprunde.
Nsamé 5: Gefährlichster Spieler auf dem Platz. Hätte auch 1 oder 2 Treffer mehr erzielen dürfen.
Fassnacht 4: Kam für die letzten 20 Minuten als das Spiel bereits entschieden war und konnte keine Akzente mehr setzen.
Joss war zu kurz im Spiel für eine Benotung.

BSC Young Boys – FC Lausanne-Sport 3:0 (2:0)

7. August 2017 um 16:11 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Vor dem Match stellte sich den YB Fans einzig die Frage, wie stark Adi Hütter gegen Lausanne rotieren lassen wird. Auf 4, 5 oder gar auf 7 Positionen? Kein Wunder, denn in den vorangegangenen Spielen konnte von der Bank kommen wer wolle – meistens sorgten genau sie für den Sieg. Nach Fassnacht, der das wichtige Auswärtstor gegen Kiew erzielte oder zusammen mit Nsamé den Grasshopper Club abschoss und Lotomba, dem Co-Siegschützen im Heimspiel gegen die Ukrainer, war die Reihe nun also an «True Legend» Leonardo Bertone. Gegen Basel und in der CL Qualifikation zumeist nur auf der Bank, sorgte er mit seinem Doppelpack gegen die Waadtländer früh für klare Verhältnisse.

Nach gemächlichem Beginn und einer schönen Eckballvariante brachte Leo unsere Farben zuerst mit einem satten Schuss via Innenpfosten 1:0 in Front, bevor der Matchwinner nur 6 Minuten später und nach herrlichem Doppelpass mit Ravet, die Weichen früh auf Sieg stellte. Die Lausanner, gewohnt mutig und offensiv von Fabio Celestini eingestellt, starteten trotz mässigem Meisterschaftsstart selbstbewusst in die Partie, doch nach dem Doppelschlag wurde ihnen schlagartig bewusst, dass in Bern auch in dieser Saison nicht viel zu holen sein wird. Einzig Rückkehrer Rochat konnte sich über gelbschwarze Geschenke freuen und marschierte am Ende mit einem Lächeln und zwei YB Trikots, eines sicherte er sich von Gui und das andere überreichte ihm Sportchef Wuschu Spycher für seine Verdienste in unseren Farben, von dannen.

Die Young Boys machten gestern da weiter, wo sie in den letzten Spielen aufgehört haben und ritten auf einer Welle der Euphorie Angriff um Angriff. Meist über die Flügel, wo ein bestens aufgelegter Yoric Ravet seine Gegenspieler eins ums andere Mal vernaschte oder Assalé den Verteidigern um die Ohren flitzte und so in der 66. Minute etwas glücklich einen Strafstoss herausholte. Der Mann für solche Fälle liess sich nicht zweimal bitten und erhöhte zum Endstand von 3:0. Guillaume Hoarau scheint nach seiner schweren Verletzung auf bestem Weg zurück zur alten Form und dies nicht nur, weil er im vierten Ernstkampf bereits seinen zweiten Treffer buchte, sondern vor allem, weil er sich wieder in jedem Spiel gute Chancen erarbeitet und mit seinem Kopfballspiel ein beinahe unüberwindbare Herausforderung darstellt – zumindest national.

Klar gönnte man sich zu Beginn der jeweiligen Halbzeiten eine ruhigere Phase, doch wann immer nötig oder Lust vorhanden war das Tempo zu steigern, ging die Post ab und die 17’364 Zuschauer fühlten sich bestens unterhalten. Um noch auf die Anfangs gestellte Frage zurückzukommen: Unser Wunderwuzzi an der Seitenlinie rotierte auf 3 Positionen. Halt genau so viel wie es benötigte um die aktuelle Welle zu reiten und die nächste nicht auslassen zu müssen.
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Die Noten:

Marco Wölfli 4,5: Lange nicht gefordert, beanspruchte er etwas Glück beim Pfostenschuss von Margiotta bevor sich der Wolf dann doch noch zweimal auszeichnen konnte.

Kevin Mbabu 4,5: Nicht ganz so auffällig wie in den letzten Spielen aber wieder eine souveräne Leistung.

Kasim Nuhu 5: Findet sich immer besser in der IV zurecht. Defensiv zweikampfstark und offensiv mit schönem öffnendem ersten Pass.

Steve von Bergen 5: Was will man mehr von einem Abwehrchef?! Erneut zu Null gespielt!

Jordan Lotomba 4,5: Spielte gegen seine ehemaligen Teamkameraden eine unauffällige aber auch unaufgeregte Partie.

Yoric Ravet 5,5: Er dribbelt(e) dem Gegner wieder Knoten in die Beine. Dazu zwei Assists – Grande Yoric!

Sékou Sanogo 4,5: Auch wenn er gestern wieder keine Fehler beging, so waren andere auffälliger.

Leonardo Bertone 6: Kam, sah und traf gleich doppelt! Auch defensiv omnipräsent.

Miralem Sulejmani 4,5: Arbeitete sehr gut gegen Hinten aber mit ein, zwei Ausnahmen in der Offensive eher unauffällig.

Roger Assalé 5,5: Der Wirbelwind kommt immer mehr in Fahrt und war auch gestern erneut ein steter Unruheherd. Holte zudem den Elfer raus und traf nach 28 Minuten den Pfosten.

Guillaume Hoarau 5: Brauchte etwas Zeit bis er ins Spiel fand. Danach erspielte sich Gui mehrere Chancen, traf erneut per Penalty und hatte gegen Ende des Spiels zweimal Pech im Abschluss, als seine Kopfbälle knapp neben dem Tor oder am Pfosten landeten.

Djibril Sow 4,5: Kam in der 71. Minute für Sanogo und fügte sich gut ins Spiel der Young Boys ein.

Christian Fassnacht und JP Nsamé waren zu kurz im Spiel für eine Benotung.

Matchwinner Bertone im Zweikampf mit Zarate. (Foto: Thomas Hodel - ybforever.ch)

Matchwinner Bertone im Zweikampf mit Zarate. (Foto: Thomas Hodel – ybforever.ch)

BSC YB – Dynamo Kiev 2:0

3. August 2017 um 13:26 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen

Ist es der Moment, als Marco beim zweiten „Wölfli“-Fangesang von Ballmoos hoch zieht und ihn als Thronfolger präsentiert wie es einst Rafiki mit Simba in Lion King tat?

Oder ist es die Jubelattacke auf von Bergen während dessen SRF-Interview, die sogar dem YB-Captain ungewohnte Emotionen entlockt? Vielleicht doch die gefühlt 100 perfekten Seitenwechsel von Nuhu, meist gepaart mit einer lehrbuchmässigen Brustannahme Benitos? Wohl am ehesten der Treffer zum 2:0, den Lotomba zusammen mit Hoarau erzielt während Dynamo-Torhüter Koval gerade vom Karma gef… pardon, bestraft wird.

Man weiss auch am Morgen danach kaum, welche Eindrücke des gestrigen Abends am präsentesten sind. Fakt ist, dass uns diese Mannschaft eine unvergessliche Erinnerung beschert hat. 

Ein Jahr nach dem Wunder gegen Schachtar Donetzk greift YB ein weiteres Mal nach den Sternen. Dieses Mal braucht man aber nicht von einem Wunder zu reden: Es war ein unglaublich starker Auftritt einer Mannschaft, die den Wunsch des Trainers nach einem perfekten Spiel erfüllen konnte. Dynamo Kiev wirkte von Beginn weg seltsam passiv und uninspiriert, als wäre das Weiterkommen bereits besiegelt. Diese Passivität dürfte aber auch am YB-Auftritt gelegen haben. Von der ersten Sekunde an waren die Gelbschwarzen unglaublich aggressiv und engagiert, kauften den Ukrainern in den Zweikämpfen den Schneid ab und waren auch spielerisch die bessere Mannschaft.

Besonders Roger Assalé schien in der ersten Halbzeit vor Spielwitz zu platzen und war kaum zu bremsen. Clever, wie er sich nach einer Viertelstunde, aus knappem Offside startend, von hinten an den Verteidiger schlich und von diesem unglücklich getroffen wurde. Der polnische Unparteiische entschied auf Elfmeter und Guillaume Hoarau erzielte in gewohnt souveräner Manier sein erstes Saisontor.

Auch im Anschluss an diese Führung blieb YB konzentriert und verteidigte geschickt. Jarmolenko genoss kaum Freiheiten und Mbokani dürfte die nächsten paar Tage gegen seine Sanogo-Alpträume ankämpfen. Die beiden lieferten sich unzählige harte Duelle wobei es meist der Kongolese war, der gegen diesen menschgewordenen Achttausender das Nachsehen hatte.

Das Team von Adi Hütter setzte nebst der harten Zweikampfführung vor allem auf das Spiel über die Flügel, welches sehr gut funktionierte. Die offensiven Aussenverteidiger Benito und Mbabu wurden häufig lanciert und genossen viele Räume, die unter anderem durch die intelligenten Laufwege von Fassnacht und Ravet generiert wurden. Eine dieser Aktionen führten nach starker Benito-Flanke zu einem Kopfball Assalés, der nur knapp am Tor vorbeistrich.

YB suchte den zweiten Treffer aber nicht auf Biegen und Brechen sondern agierte mitunter auch geduldig, im Wissen das ein 2:0 auch spät fallen darf, sofern man hinten die Null hält. Hier zeigte sich oftmals die Routine von Captain von Bergen und Guillaume Hoarau, die ihre Mannschaft im richtigen Moment zu beruhigen wussten.

Auch nach der Pause startete YB umsichtig, spielte frech nach vorne, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Der mittlerweile genervte Jarmolenko kam kaum ins Spiel und gerade als man dachte, man hätte ihn endgültig im Griff, wurde er geschickt freigespielt und stürmte auf Marco Wölfli zu. Manch einem Zuschauer dürfte in dieser Szene die YB-Wurst im Hals steckengeblieben sein – doch der alte Mann zwischen den Pfosten blieb lange stehen und wehrte den Ball mit dem rechten Arm gekonnt ab. Danach schien das Pendel endgültig zugunsten des Heimteams auszuschlagen. YB liess nun kaum mehr etwas zu und kam zu weiteren Chancen. Ravet sah seinen spektakulären Fallrückzieher pariert, eine gute Aktion von Kiev-Goalie Koval. Dieser fiel ansonsten nur durch Provokationen und Zeitspiel auf, besonders Letzteres schien von Beginn weg der Matchplan der Ukrainer zu sein. Es war beinahe bilbaoesk, wie oft die Spieler von Trainer Khatskevich auf dem Kunstrasen liegen blieben, um nach kurzer Pflege wieder wie junge Hüpfer ins Spiel zurückzukehren.

Pünktlich auf die YB-Viertelstunde reagierte Adi Hütter und brachte mit Nsamé und Sulejmani neue Kräfte für die Offensive. (Wohl dem, der solche Akteure einwechseln darf!)

Keine fünf Zeigerumdrehungen später schien sich dieser Doppelwechsel auszuzahlen: Toller Steilpass von Sulejmani auf Hoarau, dieser umspielt zwei Verteidiger und schliesst ab… abgeblockt… der Abpraller landet bei Nsamé, das Tor ist leer… NEIN, auch dieser Ball wird abgewehrt. Argh! Eine Doppel-Grosschance etwas mehr als zehn Minuten vor Schluss, das hätte es doch sein müssen!

Auf den Rängen war die Stimmung zwar ungebrochen gut, doch manch einer schien aufgrund des fehlenden Tores, des schauspielenden Goalies und der vergebenen Chancen langsam die Ruhe zu verlieren. Zum Glück schwappte diese Nervosität nicht auf die Mannschaft über, die nach wie vor den Spielplan befolgte und an den zweiten Treffer glaubte. Hütter hatte mittlerweile den jungen Lotomba für den fleissigen Sow eingewechselt und setzte somit noch mehr auf Tempo und jugendliche Frechheit.

Kurz vor dem Ablauf der regulären Spielzeit wurde Sulejmani schön freigespielt, dieser macht esich auf Richtung Tor und zwang Koval mit seinem schwächeren rechten Fuss zu einer Parade.

Der anschliessende Corner sollte das Stimmungsfass Wankdorf zum Überlaufen bringen: Sulejmani auf Lotomba, dessen Kopfball flog via Hoarau Richtung Tor und der bereits mehrfach erwähnte Koval bugsierte die Pille gleich selber hinter die Linie! TOOOOOOR! 2:0!

Ironischerweise hatte Kiev nun 6 Nachspielminuten zur Verfügung, um doch noch den Auswärtstreffer zu entscheiden. Notabene hatten die Gäste für 5:59 dieser Nachspielzeit selber gesorgt… Doch YB konnte die Leistung durchziehen und verteidigte geschickt und fehlerlos. Aus! Fertig! YB steht im CL-Playoff und hat mindestens noch acht europäische Auftritte vor sich!

Die Noten:

Wölfli 6/ Parierte in Heldenmanier gegen Jarmolenko, Big-Save des Spiels!

Mbabu 6/ Dieser Mann hat 6 Lungen und 230 PS!

von Bergen 6/ Zeigte wie gut er nach wie vor ist, drittes zu-Null im vierten Spiel.

Nuhu 6/ Seine Spielverlagerungen erinnern an Landschaftsbilder grosser Künstler, sein Zweikampfverhalten wird immer besser.

Benito 6/ Hat mit der Brust eine bessere Ballannahme als manch einer mit dem Fuss. Starker Auftritt nach der Kritik vom Hinspiel.

Ravet 6/ Unermüdlicher Antreiber nach vorne, fleissiger Kämpfer nach hinten.

Sanogo 6/ Der Inbegriff eines Abräumers.

Sow 6/ Viel unterwegs, mit guten Ideen. Hatte ein paar wenige Fehler welche aber allesamt ausgebügelt wurden.

Fassnacht 6/ Vor allem in der Defensive aktiv mit vielen wichtigen Szenen.

Assalé 6/ In der ersten Halbzeit allgegenwärtig, ihn konnte die Kiever Defensive nie kontrollieren.

Hoarau 6/ Da ist er wieder!

Nsamé 6/ Fügte sich perfekt ins Spiel ein, enorm Kopfballstark.

Sulejmani 6/ Brachte die entscheidenden Impulse und entschied das Spiel mit.

Lotomba 6/ Hat mit fünf Minuten Einsatzzeit mind. sechs Millionen eingespielt. Kann man mal machen.

Hütter 6/ Trotz harscher Abwehr-Kritik nach dem Hinspiel und dem guten Auftritt gegen GC, setzte der Trainer mehrheitilich auf die Start-11 vom Hinspiel und wurde dafür belohnt. Perfekt eingestellte Mannschaft, perfekt gewechselt – Bravo!

FC Thun – BSC Young Boys 0:0

29. Mai 2017 um 17:56 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

YB und der FC Thun trennten sich brüderlich die Punkte. Das Testspiel nutzte Adi Hütter um seine Mannschaft im 3-4-3 aufzustellen, so bekam Nuhu die Chance neben den Oldies Rochat und von Bergen in der Innenverteidigung und mit den beiden Aussenverteidiger Mbabu und Benito im Mittelfeld, die Abwehr zu bilden. Diese 5 machten dies so gut, dass Marco Wölfli in seinem 1. Saisonspiel gleich die «Null» mit nach Hause nehmen konnte. Während im defensiven Mittelfeld vor allem Aebischer herausgestochen ist, blieb der Angriff gestern in brütender Hitze einiges Schuldig.

Vielleicht lag es an den hohen Temperaturen oder auch ein wenig an der Testspielatmosphäre, doch als besonders spektakuläres Berner Derby wird das gestrige Spiel sicher nicht in die Annalen eingehen. Die Young Boys brauchten einige Zeit um sich an das ungewohnte 3-4-3 System zu gewöhnen und schafften dies, wenn überhaupt, nur in defensiver Hinsicht ohne grössere Probleme. Die Abwehr stand äusserst gut und kompakt, doch gelang ein schnelles Umschaltspiel nur zaghaft und hauptsächlich über Mbabus rechte Seite, während man im Angriff mit den wenigen Bällen zu hektisch und meist auch eigensinnig umging.

Ein Schuss Hedigers an das Lattenkreuz und der Anschliessende Nachschuss von Sorgic waren die besten Möglichkeiten des Heimteams in Halbzeit 1. Zwar hatte auch YB seine Möglichkeiten, doch diese vergab man zumeist bereits im Ansatz und bevor es richtig gefährlich werden konnte. Einzig kurz vor der Pause musste Ruberto aktiv eingreifen, als Roger Assalé alleine auf ihn zustürmte aber den Ball des herauseilenden Torwarts pariert sah.

Hatten die Thuner zu Beginn eher mehr vom Spiel und die zwingenderen Chancen, so vermochten die Gelbschwarzen nach dem Pausentee die Partie ausgeglichener zu gestalten. Aebischer, nach einem schnellen Angriff über Rechts und Ravet mit einem Weitschuss, prüften den Thuner Torwart. Als sich Jaccottet in der 79. Minute entschied Schirinzi, in seinem letzten Spiel für den FC Thun, nach dessen hohen Bein vom Feld zu stellen, bekamen die Hauptstädter vollends die Oberhand, ohne aber das Spiel für sich entscheiden zu können. So ging am Ende die Punkteteilung für beide Teams in Ordnung. Schlüsse ob dem 3-4-3 zu ziehen ist schwierig doch wir nehmen mit Wohlwollen zur Kenntnis, dass die Vorbereitung auf die Saison 2017/18 im vollen Gange ist.

Noten:

Wölfli 4,5 – Der Wolf hielt in seinem 422 Spiel für die Young Boys seinen Kasten zum 110 Mal rein. Trotzdem konnte das Berner Urgestein die fehlende Spielpraxis nicht vollends verheimlichen.
Nuhu 5 – Verteidigte ohne Fehl und Tadel und setzte gegen Ende des Spiels auch Akzente gegen Vorne.
Von Bergen 5,5 – War immer da wenn es brenzlig wurde, hielt die Defensive souverän zusammen und verhalf Wölfli so zu einem Shutout.
Rochat 5 – Gute Leistung vom Oldie. Rettet gegen Ende des Spiels in höchster Not das Unentschieden.
Mbabu 5 – Liess gegen Hinten fast nichts zu und beflügelte das Angriffsspiel gegen Vorne.
Aebischer 5 – Findet immer mehr seinen Platz im Team. Gestern viel er auch wieder vermehrt als Spielgestalter auf.
Zakaria 4 – Stopft gewohnt souverän die Löcher – hatte aber auch schon stärkere Spiele.
Benito 4 – Blieb ohne nennenswerte Fehler, fand aber trotzdem nie richtig ins Spiel.
Schick 3,5 – Auch wenn nur wenig Bälle den Weg zu ihm fanden, kam gestern zu wenig vom Österreicher.
Assalé 3,5 – Rannte viel aber selten mit Plan. Zudem vergab er die paar wenigen Chancen die sich ihm boten, bereits im Ansatz.
Ravet 3,5 – Es scheint als ginge unserem Assistgeber Nr. 1 gegen Ende der Saison die Puste aus.
Gerndt 3,5 – Fand nie wirklich ins Spiel.
Lecjaks – kam nach 80 Minuten für Rochat.

FC Sion – BSC Young Boys 0:1

8. Mai 2017 um 19:23 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Eigentlich ist Adi Hütter und sein Team für Pressing und eine offensive Ausrichtung bekannt. Lieber ein 4:3 als ein 1:0, so kündigte sich der Trainer der Berner Kampfmannschaft bei seiner Vorstellung in Bern an. Doch gestern gegen Sion hiess es: kompakt stehen, die Räume engmachen und aus einer gesicherten Defensive schnelle Konter lancieren. So sah der Plan aus, so wurde er umgesetzt und am Ende erwies er sich auch als richtig. Den Young Boys ist nach diesem 1:0 Auswärtssieg der 2. Platz und somit die Champions League Qualifikation kaum mehr zu nehmen.

Obwohl die Artisten des Cirque Constantin zu Beginn mehr vom Spiel hatten und mehrheitlich im Ballbesitz waren, gelang es der Heimmannschaft nicht genügend Druck aufzubauen, um die vom Captain Steve von Bergen organisierte Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Kaum ein Ball der Walliser kam gefährlich auf das Tor der Berner und wenn doch, so stand mit Yvon Mvogo ein sicherer Wert zwischen den Pfosten. Die Gelbschwarzen standen tief, liessen den Gegner kommen und auch nach der Verletzung Sanogos arbeiteten alle konsequent nach Hinten, was ein Spektakel zwar weiterhin nicht zuliess aber die Weissroten zermürbte.

YB spielte mit viel Geduld und Disziplin und wartete auf seine Chancen die meist nach schnellen Kontern über die Seiten entstanden. Eine solche führte kurz vor der Pause zum Freistoss welcher das Spiel entscheiden sollte. Der lauffreudige Mbabu überlief mit etwas Glück die gesamte linke Abwehrseite der Walliser und konnte von Gent-Leihgabe Taravel nur durch ein Foul an der Strafraumgrenze gestoppt werden. Der äusserst auffällige Sulejmani hämmerte den fälligen Freistoss, links an der Mauer vorbei, zum umjubelten 0:1 in die Maschen.

Neben der Nervosität machte sich beim FC Sion in der zweiten Halbzeit je länger je mehr auch noch Ratlosigkeit breit und so gehörten am Ende die wenigen besonderen Aktionen den Bernern. Zum Beispiel Bertone, dessen Kopfabwehr, unter den Augen Rochats, am Pfosten landete. Oder ebendiesem Rochat, der sich mutig in den Schuss Pingas warf und so den Ausgleich verhinderte. Aber auch Aimery Pinga, dem YB-Junior der erst letzten Oktober vom Wankdorf in den Tourbillon wechselte und gestern zu seinem ersten Super League Einsatz kam.

Es blieb beim wichtigen und verdienten 1:0 Auswärtssieg. In Bern wird ab sofort wieder von Sternen und vom Europapokal geträumt und die Mannschaft des Christian Constantin macht sich auf ins Trainingslager, zur Vorbereitung auf ein Spiel gegen den FC Basel, das irgendwann um den 25. Mai 2017 in Genf stattfinden soll.

Noten:
Mvogo 5: Hatte nur eine kleine Unsicherheit, hielt aber sonst gewohnt stark die Null fest.
Mbabu 5: Beackerte die rechte Seite unermüdlich und erfüllte auch seine defensiven Aufgaben.
Von Bergen 5: Führte seine Abwehr souverän und spielte mit ihr zum zweiten Mal in Folge zu Null.
Rochat 4,5: Lies nichts anbrennen, warf sich in die Schüsse und bewies bei Bertones Kopfball, an den eigenen Pfosten, ein gutes Auge.
Lecjaks 4,5: Blieb ohne Fehler. Seine Flanken fanden gestern aber selten einen Abnehmer.
Ravet 4: Für einmal arbeitete der Franzose auch gut gegen hinten, wodurch wohl seine Stärke in der Offensive etwas darunter litt.
Sanogo 4: Bevor Sekou richtig ins Spiel fand, musste er bereits verletzungsbedingt wieder vom Feld.
Zakaria 4,5: Stopfte die Löcher im Mittelfeld aber blieb Offensiv unauffällig.
Sulejmani 5,5: Der Walliser Publikumsliebling arbeitete viel (gegen Vorne und gegen Hinten!) und traf herrlich.
Bertone 4,5: Wie Zakaria auch von Bertone ein gutes Spiel. Hatte Glück bei seiner Kopfballabwehr an den Pfosten.
Frey 4: Arbeitete wie alle anderen viel aber ihm fehlte gestern das Glück.
Aebischer 4,5: Fand sofort ins Spiel und erledigte seine Arbeit gut und unauffällig.
Schick 4: Führte sich nach seiner Einwechslung für Ravet nahtlos ins Defensivkonzept ein blieb aber auch unauffällig in der Offensive.
Gerndt kam in der 84. Minute für Sulejmani.

BSC Young Boys – FC Lugano 1:2

24. April 2017 um 19:56 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Steffi habe mit ihrem Freund Schluss gemacht, erzählt die Brünette ihrer blonden Sitznachbarin. Kinder rennen kreischend durch die Sitzreihen – deren Väter drehen ihnen den Rücken zu, schauen Richtung Balkon und fragen sich: «Isch René o da hüt?» Die schattige Ostkurve singt, hüpft und säuft auf jedem Fussballplatz, während sich das junge Ehepaar im C der Jacken entledigt, die Sonnenbrille richtet und sich mit dem Frühlingsbier zuprostet. Auf dem Feld plätschert derweil die Partie YB – Lugano vor sich hin.

Erholen sich die Zuschauer noch von der SCB Meisterfeier? Trötzelet man noch immer wegen dem Cup-Aus gegen Winterthur? Oder ist die Luft ganz einfach draussen, da in der Tabelle gegen Oben wie gegen Unten (anscheinend) nichts mehr geht? Die Bernerinnen und Berner interessieren sich an diesem Tag nicht wirklich für ihre gelbschwarze Liebe. Es wird zwar diskutiert, erklärt, geschaut und mit dem Finger gezeigt aber das wenigste hat mit dem Geschehen auf dem Platz zu tun. Dabei bekommt man gar kein schlechtes Spiel geboten. Die Young Boys behaupten geschickt den Ball in den eigenen Reihen (Ballbesitz 1. HZ 67% : 33%) und erarbeiten sich dann und wann gute Abschlussmöglichkeiten, ohne dabei erfolgreich zu sein. Der FC Lugano spielt auf seine typisch italienische Art aus einer bestens organisierten Defensive und schaltet blitzschnell um, um ihre gefürchteten Konter zu lancieren. Trotzdem hat die Partie den Charakter eines Testspieles.

YB verteidigt hoch aber nicht zu übermütig, um den konterstarken Luganesis nicht ins offene Messer zu laufen. Trotzdem dauert es keine 7 Minuten als genau dies ein erstes Mal der Fall ist. Eine weite Flanke von Mariani findet Sadiku und dessen scharfe Hereingabe verwertet der ehemalige YB Junior und aktuelle Shootingstar Ezgjan Alioski aus 3 Metern. Im Stadion nimmt man es zur Kenntnis. Danach zirkuliert der Ball erneut in den Reihen der Gelbschwarzen aber ausser bei Standards sind kaum gefährliche Chancen zu erkennen. Freys Kopfball nach einem Eckball ist zu harmlos und Sulejmanis Freistoss knallt an die Querlatte. Danach versuchte sich Michi mit Rechts aus 11 Metern Entfernung, doch treffen tut er nur den gegnerischen Verteidiger Sulmoni.

Man kann dem Heimteam keineswegs Passivität vorwerfen. Sie verteidigen hoch, lassen den Ball laufen, wechseln vermehrt die Seiten und doch scheint es als fehle mit Hoarau die einzig mögliche Angriffsvariante. Es fehlt die Anspielstation in der Spitze, wenn der Stürmer nach einer Verletzung noch nicht richtig ins Team zurückgefunden hat oder die Flügelspieler einen schwachen Tag einziehen. Sanogo, der nach einem Doppelpass alleine vor Salvi scheitert und Alexander Gerndt, welcher seinen Voleyschuss ebenfalls vom Tessiner Keeper abgewehrt sieht, bleiben die wenigen ungenutzten Ausnahmen in der 1. Halbzeit.

Dazwischen immer wieder das schnelle Umschaltspiel Luganos. Was vor der Pause noch glimpflich ausgeht, als Sadiku den Querpass Alioskis an den Pfosten hämmert, ist kurz nach der Pause die Entscheidung. Mariani schickt den Albaner auf Reisen und der trifft nach einem Sprint trocken mit einem Flachschuss zum 0:2. Die meisten YB Fans im Stadion haben auch diesen Treffer mitbekommen.

Halbzeit 2 ist nun ausgeglichener. Die Young Boys sind bemüht den Anschluss zu finden, haben aber bei ihren Abschlüssen weiterhin nicht das Glück des Tüchtigen und der Gast scheitert bei seinen Kontern mehrmals am hervorragend reagierenden Yvon Mvogo. Es ist der junge Michel Aebischer der mit seinem Jokertor in der 86. Minute Resultatkosmetik betreibt und zu seinem ersten Super League Treffer kommt. Er wird in seiner Karriere sicher noch wichtigere Treffer erzielen aber in diesem Fall ist man im Stadion ganz einfach froh, dass man auch für die eigenen Farben einen Treffer zur Kenntnis nehmen durfte.

Die Noten:

Mvogo 5 Durch seine starken Paraden verhinderte Yvon eine höhere Niederlage.
Mbabu 4 Zu Beginn sehr bemüht und mit gewohntem Zug in der Offensive. Tauchte im Verlauf der Partie ab.
Von Bergen 4 Organisierte die Defensive weitgehend gut und versuchte gegen Ende des Spiels, mit einigen Offensivaktionen, die Mannschaft anzutreiben.
Rochat 3,5 Defensiv dann und wann etwas anfällig und in der Spieleröffnung fehlerhaft.
Joss 3,5 Startete konzentriert war über die 90 Minuten aber zu wenig aktiv und fehleranfällig.
Schick 3 In allen Belangen eine sehr bescheidene Leistung des Österreichers.
Sanogo 4,5 Kampfstark wie immer aber auch er vermochte das Spiel nicht in die richtigen Bahnen zu lenken. Vergibt alleine vor Salvi.
Zakaria 4 Auch der andere ZM gewann einige Bälle im Mittelfeld aber vermochte nicht viel mit dem Ballbesitz anzufangen.
Sulejmani 4 Sehr bemüht in der Offensive mit einigen guten Aktionen aber defensiv etwas träge.
Frey 3,5 Hatte 2 – 3 gute Möglichkeiten, schaffte es aber wieder nicht den Topskorer Hoarau zu ersetzen.
Gerndt 3 Eine gute Direktabnahme und sonst… Alex hat nach seiner langen Verletzung noch nicht in das YB Spiel zurückgefunden.
Aebischer 5 Läuferisch und kämpferisch stark. Ausserdem mit seinem ersten SL Treffer!
Seferi 3,5 Fand nach seiner Einwechslung nie ins Spiel.

FC Lugano – BSC YB 0:2

20. März 2017 um 17:09 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen

Schönstes Sommerwetter, 25 Grad und 3 Punkte im Schongang – ein perfektes Wochenende. Die Young Boys gewinnen trotz bescheidener Leistung im Stadio di Cornaredo vor 4’121 Zuschauern dank den jungen Wilden, dem Schönwetterfussballer Miralem Sulejmani und Effizienz, verdient mit 2:0.

Auch wenn vieles an das 0:0 vom vergangenen Wochenende erinnerte und schlimmes befürchtet werden musste, war gestern doch vieles anders. Adi Hütter stellte neben dem Routinier Rochat, welcher den verletzten Abwehrchef von Bergen ersetzte, die jungen Mbabu (21), Nuhu (21) und Joss (22) auf und gab so dem YB-Nachwuchs die Möglichkeit Spielpraxis zu sammeln und sich für weitere Aufgaben in Bern aufzudrängen. Die Jungs machten dies bis auf ein paar wenige Unsicherheiten gut. Auch wenn die Luganesi gestern sicher nicht den stärksten Sparringspartner abgaben, so konnte sich Mbabu, welcher Hoarau das 2:0 auflegte und auch sonst mit gewohntem Zug die rechte Seite beackerte aber auch Sven Joss, mit seinem schönen Lupfer auf Sulejmani zum 1:0, präsentieren und zeigen, dass sie durchaus eine Alternative über die Saison 2016/17 hinaus sein könnten. Dazu stand in Lugano neben Gerndt neu auch der andere Langzeitverletzte Loris Benito wieder einmal auf dem Matchblatt und diese stellten zusammen mit Lecjaks, Ravet und Frey eine ganz beachtliche Auswechselbank.

Auch bekam Sulejmani erneut eine Chance zu zeigen, dass er zu viel mehr fähig ist, als dass er bis anhin in dieser Saison gezeigt hatte. Als wollte er den Stempel des Schönwetterfussballers zelebrieren, packte er sein schönstes Sommergewand aus und entschied die Partie beinahe im Alleingang. Jeder einigermassen gefährliche Angriff (auch wenn es gestern nicht allzuviele davon gab) fanden den Weg über des Serbens linken Fuss. So fiel es für einmal nicht ins Gewicht, dass Leistungsträger wie etwa Hoarau oder Sanogo mit angezogener Handbremse zu spielen schienen und nur wenig Einfluss auf das Spiel hatten.

Ansonsten sind die (Haupt-)Ereignisse des Spiels schnell zusammengefasst:

11. Minute Sulejmani setzt sich mit etwas Glück am rechten Flügel durch, zieht zur Mitte und prüft Torhüter Salvi aus 15 Metern.
52. Minute Sadiku bringt eine Flanke volley aufs Tor, doch Mvogo reagiert glänzend.
72. Minute Joss’ Lupfer in den Strafraum findet den Kopf von Sulejmani und der köpft den Ball am zweiten Pfosten zum 1:0 ins Tor.
74. Minute Hoarau hat nach einem Querpass Mbabus alle Zeit der Welt und trifft aus kurzer Distanz zum Endresultat von 0:2.
81. Minute Alioski zieht nach einem katastrophalen Rückpass Nuhus alleine auf Mvogo, vergibt aber kläglich.

So bedankten sich die Young Boys am Ende, nach nur 3:2 Torschüssen aber 57:43 % Spielanteilen und einem Cornerverhältnis von 6:10, beim treuen, mitgereisten Anhang und verabschiedeten sich in die Nationalmannschaftspause.

Die Noten:
Mvogo: 4,5 Wurde ein einziges Mal geprüft und bestand diesen Test souverän.
Mbabu: 5 Brachte viel Zug über die rechte Seite und bereitete den Treffer zum 2:0 vor.
Rochat: 4,5 Der Oldie ersetzte den verletzten Abwehrchef von Bergen und machte dies mit Ausnahme einiger Abspiele gut.
Nuhu: 4,5 Eine sehr ansprechende Partie des jungen Ghanaer. Spielte abgeklärt, defensiv stark und mit gutem ersten Pass bis zu seinem fürchterlichen «Rückpass» in der 81. Minute.
Joss: 4,5 Bekam den Vortritt gegenüber Lecjaks, spielte gut und bereitete den Treffer zum richtungsweisenden 1:0 vor.
Schick: 3,5 Lieferte ein unauffälliges Spiel ab.
Sanogo: 4 Offensiv äusserst unauffällig, konzentrierte sich die Kampfmaschine auf seine Rolle des Zerstörers.
Bertone: 4 Das Spiel fand auf den Flügeln statt und so kamen die offensiven Stärken Bertones zu wenig zur Geltung.
Sulejmani: 5,5 Ist er doch ein Schönwetterfussballer? Trumpfte bei sommerlichen Temperatur wieder einmal auf. War an allen Toren und Chance(n) beteiligt. Arbeitete ebenfalls sehr gut defensiv.
Hoarau: 4 Der Captain blieb trotz seines Tores eher blass.
Assalé: 3,5 War viel unterwegs wusste aber meist nichts zählbares mit dem Ball anzufangen.
Ravet: 4 Kam für einmal von der Bank aber konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken.
Frey: 4 Wollte aus der kurzen Einsatzzeiten möglichst viel herausholen – was ihm auch gestern nicht gelang.
Lecjaks: Keine Note

FC Lausanne-Sport – BSC YB 0:0

13. März 2017 um 13:44 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Das Spiel gegen den Kantonsrivalen aus Thun nach einem frühen 0:2-Rückstand noch zu drehen, darf als starke Willens- und Charakterleistung betitelt werden. Trainer Hütter korrigierte seine Startaufstellung bereits nach einer halben Stunde mit einem Doppelwechsel, der dem Team die nötigen Impulse bescherte, um das bittere Cup-Out gegen Winterthur zumindest ein wenig zu kompensieren.

Beim gestrigen Spiel auf der Pontaise fehlten aber gänzlich alle Impulse und auch einen ansatzweise ausreichenden Willen konnte nur finden, wer sich mit viel Goodwill und einer starken Lupe auf die Suche machte. Da wären einerseits ein paar wenige Aktionen von Neuzugang Assalé, der einem Torerfolg noch am nächsten kam. Daneben darf konstatiert werden, dass die Abwehr endlich mal wieder ohne Gegentor blieb, was allerdings gegen den Tabellenletzten kein Ruhmesblatt darstellt.

Lausanne war die bemühtere Mannschaft, kniete sich in die Partie und agierte das erste Mal seit langem mit einer Viererkette. Dies hätte man in der Nachbetrachtung möglicherweise als klugen Schachzug oder Stabilitätsfaktor werten können, doch gestern wurde der Abwehrverbund der Waadtländer derart wenig gefordert, dass die anfallende Arbeit wohl auch zu Zweit hätte verrichtet werden können.

In der Regel versucht man bei einem Spielbericht, die diversen Aktionen beider Teams chronologisch aufzuführen und den Spielhergang möglichst verständlich aufzuzeichnen. Dies können wir uns in diesem Fall eigentlich schenken – einzig der Pfostentreffer des Heimteams kurz vor Schluss darf erwähnt werden.

Viel wichtiger ist zu diesem Zeitpunkt aber der Ausblick auf die restlichen 12 Saisonspiele. Den Meistertitel durfte man bereits vor geraumer Zeit abhaken, im Cup hat man eine weitere grosse Möglichkeit in den Sand gesetzt. Der Vorsprung auf Platz 3 ist nach wie vor beträchtlich und dürfte anhand der individuellen Qualität kaum verspielt werden. Was also nun? Wie bringt die sportliche Führung um Hütter und Spycher genügend Spannung in die Mannschaft, damit wir uns nicht auf 12 mehrbessere Testspiele einstellen müssen (die beiden Partien gegen Basel und das Heimspiel gegen den künftigen Absteiger aus Zürich einmal ausgenommen)?

Unserer Meinung nach müssen die Reizpunkte vor allem in der Ausnützung der Kaderbreite und in der Beantwortung einiger wichtiger Fragen in der Transferplanung gesetzt werden:

  • rechter Verteidiger: Nach Sutters Abgang ist Sven Joss gesetzt. Der Leihvertrag von Kevin Mbabu läuft im Sommer aus, daher müsste hier Klarheit geschaffen werden.
  • linker Verteidiger: Lecjaks agiert aktuell in einer ungeheuren Unterform, daher stellt sich die Frage, ob nicht Linus Obexer einige Einsätze erhalten sollte.
  • Innenverteidigung: Wer spielt künftig neben von Bergen? Nuhu überzeugt zu selten, bei Rochat stellt sich die Frage nach der Perspektive. Die Lösung des Problems dürfte Benito sein, allerdings müsste dieser einmal eine Saison verletzungsfrei bleiben.
  • zentrales Mittelfeld: Sanogo dürfte gesetzt sein, Zakaria oder Bertone ergänzen ihn. Hier sollte aber auch Aebischer vermehrt wieder seine Chancen erhalten, für den Fall eines Transfers von Zakaria diesen Sommer.
  • Flügel: Ravet ist gesetzt. Sulejmani braucht noch mehrere Einsätze um zu beweisen, dass bei ihm das Preis-/Leistungsverhältnis nicht nur alle 4-5 Spiele stimmt. Schick sollte so oder so als #3 fungieren, Seferi sollte daneben Einsätze erhalten um sein bereits angedeutetes Potential unter Beweis zu stellen.
  • Angriff: Hier ist YB nach wie vor gut besetzt. Neben Hoarau können Gerndt, Frey und Assalé auflaufen. Letzterer dürfte mal eine Pause erhalten.

Genügend Gründe also, um in den nächsten Wochen ab und an ein wenig zu rotieren. Dies würde für zusätzliche Motivation und Konzentration sorgen, um dem Testspielcharakter entgegen zu wirken und Wuschu könnte Eindrücke sammeln um seine Kaderplanung voran zu treiben.

Die Noten:

Mvogo 4/ Abgesehen von einer Unsicherheit beinahe beschäftigungslos.

Joss 3.5/ Defensiv bemüht, offensiv zu wenig Einfluss.

von Bergen 4/ Seine Abwehr spielte zu 0, was aber eher dem Gegner zuzuschreiben war.

Rochat 4/ Besser als gegen Thun, doch auch von ihm kamen nicht genügend Impulse.

Lecjaks 3/ Lässt sich aktuell wie ein Junior ausspielen. Das kompensieren auch seine Offensivaktionen nicht.

Ravet 3.5/ Ihm gelang nicht mehr als den anderen, allerdings verstehen wir nicht, weshalb er ausgewechselt wurde.

Sanogo 4/ Zweikampfstark und einsatzfreudig, aber mit wenig gelungenen Aktionen.

Nuhu 3.5/ Kaum Einfluss aufs Spiel.

Sulejmani 3.5/ Gemessen an seiner Klasse war das wiedereinmal zu wenig, wenn auch gegen den Ball verbessert.

Assalé 4/ Aktivster Offensivakteur.

Hoarau 3.5/ Kam nie ins Spiel, sah kaum Bälle.

Schick/Gerndt keine Note/