Vorschau BSC YB – FC Valencia

23. Oktober 2018 um 11:46 von Questra in der Kategorie Matchvorschau, Vorschau, YB

Wir befinden uns wieder einmal in intensiven YB-Wochen mit Spielen in Liga, Cup und Champions-League. Da kann es auch dem besten Blog passieren, dass ein Spiel auf der Zeitachse vom nächsten überholt wird; wir geloben Besserung.

Im Letzigrund funktionierte bei YB nicht alles wunschgemäss und manches muss heute Abend klar besser werden. Immerhin, Moral zeigte der Schweizer Championsleague Vertreter im Spitzenkampf vom vergangenen Samstag gleich mehrfach. Nach doppeltem Zweitore-Rückstand auswärts doch noch zu einem Punkt zu kommen, verdient Respekt.

Es ist Moral, welche die Berner im ersten „Finalspiel“ um Rang 3 heute Dienstag unbedingt brauchen können. Im zweiten Heimspiel in der Königsklasse, muss YB den ersten Champions-League Torschützen der Vereinsgeschichte finden. Nach guter Leistung gegen Manchester United im ersten Heimspiel, gastiert mit Valencia ein weiterer bekannter europäischer Spitzenclub in Bern. Die Spanier spielten sich letzte Saison in der Primera Division unter die Top-Vier. Allein das zeigt, gegen was für ein Kaliber hier die Gelbschwarzen anzutreten haben. Wollen die Berner auch im Jahr 2019 europäisch noch in einem Wettbewerb vertreten sein, ist ein Sieg dennoch Pflicht.

Nur das Gleiche gilt auch für Valencia: nach einer Niederlage, notabene in numerischer Überzahl, gegen Juventus Turin zuhause und einem erkämpften Unentschieden auswärts gegen Manchester United, gilt es auch für Valencia im dritten Gruppenspiel ernst; wollen sie international sicher weiter und mindestens in der Europa-League dabei sein, müssen sie gegen die Schweizer zweimal gewinnen.

Gespannt darf man sein, wie YB-Trainer Seoane aufstellen wird. Da Camara Rot-gesperrt fehlen wird, steht der Chef an der Seitenlinie vor der Entscheidung, ob er dem Formstarken Lauper oder dem etwas Routinierteren Wüthrich das Vertrauen schenken wird. Nach von Ballmoos Verletzung im Spitzenkampf ist bereits jetzt klar, dass Marco Wölfli zu seinem Debut in der Königsklasse kommen wird. Dass die Torhüter-Legende deswegen eine schlaflose Nacht hat, wäre maximal seinen Kindern geschuldet. Wer schon in der Nationalmannschaft gespielt hat, musss sich vor einem Auftritt in der Champions League sicher nicht fürchten. Im Sturm hat YB ein wahres Luxusproblem, stehen doch gleich mehrere Top-Spieler im Kader. Hier stellt sich die Frage, in welcher taktischer Formation Seoane seine Mannen aufs Feld schicken wird. Denkbar ist das bekannte 4-4-2, aber auch ein 4-4-1-1 wäre eine interessante Option.

Egal, wen der Halbspanier aufstellt: Wir glauben an unsere Mannschaft und sind uns sicher, dass die Tor- und Punkteflaute ihr Ende finden. Die Tore von Sulejmani und Hoarau werden wieder Wind in die gelbschwarzen Segel bringen und dank des überragenden Wölflis, der gleich mehrmals in Extremis retten wird, dürfen die Berner den ersten Sieg feiern. Das 2:1 wird der Grundstein sein für einen Platz in den Top-3 in dieser Hammergruppe.

 

FC Zürich – BSC YB 3:3

21. Oktober 2018 um 14:53 von Pele in der Kategorie Matchbericht, YB

Die Schweizer Super League ist eine Ausbildungsliga – und sportlich keine allzu grosse Nummer. International setzte einzig der FCB in den letzten Jahren ein paar Ausrufezeichen, daneben konnte YB in der Europa League für vereinzelte Highlights sorgen.

Wenn also eine Partie in der hiesigen Meisterschaft in der Nachbetrachtung als «Werbung für den Schweizer Fussball» bezeichnet wird, will das etwas heissen.

Gegen den FCZ verzeichnete YB einen Horrorstart: Bereits nach zehn Minuten führte Heimteam im Letzigrund mit 2:0 – ein Patzer des IV-Duos Von Bergen/Lauper sowie ein strenger Penaltypfiff gegen Mbabu sorgten für einen Zürcher Doppelschlag. Nur wenige Minuten später musste auch noch Goalie Von Ballmoos mit einer Hirnerschütterung und einer gebrochenen Nase vom Feld. Bis zur Pause kam YB kaum zu guten Möglichkeiten und alles deutete auf einen Auswärts-Dämpfer hin.

Doch wie so oft wusste das Team von Trainer Seoane nach der Pause zu reagieren. Die Gelbschwarzen starteten eine Aufholjagd und schnürten die Zürcher ein – ein wiederum streng gepfiffener Penalty sorgte nach souveräner Verwandlung durch Hoarau für den Anschlusstreffer.

Doch Schiri Jaccottet gefiel die Spannung nicht: Sein dritter Penaltypfiff richtete sich wieder gegen YB, diesmal wurde ein «Foul» von YB-Captain Von Bergen taxiert. Rodriguez verwandelte sicher zum 3:1 – der Meister war wieder gefordert. Und er zeigte seine ganze Klasse: Assalé sorgte innerhalb von zehn Minuten mit zwei Assists, verwandelt durch Ngamaleu und Hoarau, für ein hochverdientes 3:3.

In den letzten zwanzig Minuten hätte YB genügend Chancen zum Siegtreffer gehabt, doch die Berner sündigten im Abschluss. Der FCZ wurde einzig mit einem Ceesay-Konter gefährlich, doch diesen entschärfte der YB-Abwehrchef mit einer fantastischen Grätsche.

So hinterliess das Spiel leicht enttäuschte YB-Spieler und einen, trotz allem, stolzen YB-Coach. Auf der anderen Seiten durfte der FCZ trotz zweimaliger Führung mit dem Punkt zufrieden sein. Bis auf Trainer Magnin, der sich durch seinen Auftritt nach Abpfiff den Titel «Rumpelstilzchen 2.0» redlich verdiente.

Vorschau: FC Zürich – BSC Young Boys

20. Oktober 2018 um 12:28 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

Nach zwei langen Wochen geht es endlich wieder weiter in der Super League. Die Young Boys sind am Samstag zu Gast im Letzigrund und treten abermals im Spitzenkampf gegen den zweitplatzierten an – in diesem Fall gegen den FC Zürich.

Wenn sich der Zürcher Trainer Ludovic Magnin nicht gerade über die Unparteiischen enerviert, die Spielunterlage vorschiebt, um allfällige Niederlagen zu erklären, das Verhalten von Michi Frey kommentiert oder den Spielplan kritisiert, lässt er seinen FCZ durchaus erfolgreich Fussball spielen. In der Meisterschaft liegt man 11 Punkte hinter dem heutigen Gegner und aktuellen Schweizer Meister auf Platz 2 und in Europa ist man gar, nach zwei Spielen und vor dem Highlight gegen Bayer Leverkusen, noch ungeschlagen.

Der ehemalige Nationalmannschaftsverteidiger lässt meist aus einer sicheren Defensive herausspielen und zählt vorne auf die formstarken Offensivspieler Kololli, Odey und Winter. Obwohl der erstgenannte durchaus imstande wäre, einem Ball hinterher von einer Brücke in die Tiefe zu springen, weiss der Kosovare ganz genau wo das Tor steht. Der ex Young Boy ist wettbewerbsübergreifend, mit 5 Toren und 3 Assists, bester Skorer seiner Mannschaft.

YB hat bis auf das kleine Unglück gegen den FC Luzern, einen beinahe makellosen Saisonstart hingelegt. Man gewann die ersten neun Meisterschaftsspiele, schoss am meisten Tore und Dävu musste von allen Torhütern am Wenigsten hinter sich greifen. Von der Stärke der Hauptstädter konnten sich die Zürcher bereits in der dritten Spielrunde ein Bild malen und nun also wollen die Berner dem FCZ ein zweites Mal an den Kragen. Schliesslich wollen sie beweisen, dass das Team aus der unnötigen 2:3 Niederlage gelernt und den Schuss vor den Bug verstanden hat.

Kevin Mbabu und Gregy Wüthrich kommen von ihrer Verletzungspause zurück. Der im letzten Spiel gelbgesperrte Sekou Sanogo steht auch wieder zur Verfügung und alle 9 Spieler, die mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, sind sicher und gesund wieder in Bern gelandet – so kann Gerry Seoane morgen beinahe aus dem Vollen schöpfen. Einzig Jordan Lotomba benötigt noch etwas Zeit und Regeneration. Es gilt gegen den FC Zürich da weiterzumachen wo man vor dem Spiel 9 aufgehört hat. Heisst, mit Power, Geschwindigkeit und glänzender Technik einen Sieg einfahren. Mit Mbabu kehrt die Geschwindigkeit zurück auf die rechte Seite, Sanogo beherrscht das Mittelfeld mit seiner Power und Miralem Sulejmani wird die Standards wieder gefährlich vors gegnerische Tor zirkeln. Im Letzi wird YB dem Gegner Knoten in die Beine spielen, die Defensive durcheinanderwirbeln, kaum Chancen zulassen und am Ende diskussionslos mit 3:0 gewinnen. Torschützen: Hoarau, Assalé und Fassnacht.

 

 

 

 

Quartalsbilanz: Trainer & Publikum

19. Oktober 2018 um 10:00 von Pele in der Kategorie YB

Etwas mehr als ein Viertel einer ereignisreichen Saison 2018/19 sind bereits durch. Zeit für die Zwischenzeugnisse!

Gerry Seoane 5.5/

Der Ex-Luzerner hat wohl die meisten überrascht. Er führte clevererweise die Arbeit von Adi Hütter fort, hat aber an den (meist) richtigen Schrauben gedreht. Auch die frühen Wechsel und die teilweise heftigen Rotationen haben ihren Zweck erfüllt. Die erste richtige Herausforderung stellte sich jetzt: Nach der ersten Niederlage folgte die Natipause.

Schwächen: Bisher noch keine offensichtlichen festgestellt.

Publikum 5.5/

Zeigt sich stark verbessert. Die befürchteten Leerstände nach Abi-Hamster-Käufen blieb bisher aus, die Stimmung im Wankdorf ist so gut, wie wohl noch nie seit der Neubau steht.

Schwächen: Der Capo dürfte mehr auf das restliche Publikum eingehen. Wenn aus dem Sektor C ein lautes „Hopp YB“ angestimmt wird, ist es unpassend in der Kurve ein Scharlachrot anzustimmen.

Quartalsbilanz: Die Stürmer

18. Oktober 2018 um 17:00 von Pele in der Kategorie YB

Etwas mehr als ein Viertel einer ereignisreichen Saison 2018/19 sind bereits durch. Zeit für die Zwischenzeugnisse!

Gui Hoarau 5.5/

Schon nur die beiden Treffer gegen Zagreb untermauern das «Hoarausche Denkmal». Den Turm sieht man des Öfteren lange nicht, bis er plötzlich entscheidend einnetzt. Ist physisch so gut drauf wie noch nie in seiner YB-Zeit. Und: Ein wichtiger Teamplayer, der auch mal einem Kollegen den Penalty überlässt, damit dieser wieder trifft.

Schwächen: In den dritten Strophen manchmal nicht ganz textsicher, zudem trifft er einige Töne oftmals nicht haargenau.

Roger Assalé 5/

War lange verletzt und litt unter einer unerklärlichen Torimpotenz. Seit er wieder trifft, hat sich auch sein Einfluss aufs Spiel gesteigert. Ist mit seiner wirbligen Art eine Waffe.

Schwächen: Ähnlich wie bei Moumi trifft er noch ab und zu die falschen Entscheidungen. Zudem fällt er immer noch ein bisschen zu schnell. Seine Körpersprache ist manchmal ähnlich wie bei Bertone.

Jean-Pierre Nsame 4.5/

Der Meisterschütze hat einen schwierigen Sommer hinter sich. Just als sich Assalé verletzte, kam Moumi überraschend gut in Fahrt und stand ihm in der Sonne. Das Ergebnis: Ein frustriert wirkender JP, der seine Enttäuschung nicht mehr so versteckte wie noch in der Meistersaison. Wirkt bei den Feierbildern aus Zagreb wie ein falsch gecasteter Woody-Allen-Statist in einem Blockbuster von Steven Spielberg. Nimmt langsam aber wieder Fahrt auf und hat bereits sechs Saisontore auf dem Konto. Bitter, dass sein Treffer in Luzern nicht den Sieg brachte.

Schwächen: Muss seinen Bankfrust besser kaschieren. Zudem war die Chancenverwertung in den Cupspielen gelinde gesagt katastrophal.

Quartalsbilanz: Die Flügelspieler

18. Oktober 2018 um 12:00 von Pele in der Kategorie YB

Etwas mehr als ein Viertel einer ereignisreichen Saison 2018/19 sind bereits durch. Zeit für die Zwischenzeugnisse!

Christian Fassnacht 5.5/

Fassnacht hat sich sein erstes Natiaufgebot redlich verdient. Fünf Tore und vier Assists sind für den Dauerspieler mehr als beachtlich. Er weist mit 16 Partien die meisten Einsätze auf und wird auch bei radikalen Aufstellungsänderungen immer berücksichtigt. Sein Auslandtransfer dürfte im nächsten Sommer nicht zu verhindern sein, obwohl ihm ein Jahr mehr bei YB kaum schaden würde.

Schwächen: Nach wie vor ist Fassnacht oftmals mit der Chancenverwertung auf Kriegsfuss. Der Zürcher macht oftmals die schwierigen und verpasst die einfachen.

Miralem Sulejmani 6/

Der Mann des ersten Quartals. Sulejmani ist fleissig, gefährlich und unglaublich produktiv. Fünf Tore und sieben Assists sprechen eine deutliche Sprache. Zudem wird er auch deutlicher als Führungsspieler wahrgenommen.

Schwächen: Der rechte Fuss hat immer noch Steigerungspotential.

Moumi Ngamaleu 5/

Der Kameruner verzeichnet die grösste Steigerung im Vergleich zur Vorsaison. Besonders im August war Ngamaleu ein Scorer-Garant. Spielt nun seine Schnelligkeit besser aus und ist vor dem Tor abgebrühter geworden. Positiv: Moumi kann sowohl auf der Seite als auch im Sturm eingesetzt werden.

Schwächen: Das Timing zwischen Pass und Dribbling ist noch verbesserungswürdig. Wirkt in seinen Aktionen manchmal noch überhastet, mehr Ruhe in seinem Spiel täte ihm und YB gut.

Pedro Teixeira -/

Das Talent muss noch unten durch und läuft vor allem bei YB II auf. Müsste langsam zu Teileinsätzen kommen – ansonsten würde eine Leihe à la Taulant Seferi Sinn machen.

Quartalsbilanz: Das Zentrum

17. Oktober 2018 um 17:00 von Pele in der Kategorie YB

Etwas mehr als ein Viertel einer ereignisreichen Saison 2018/19 sind bereits durch. Zeit für die Zwischenzeugnisse!

Sékou Sanogo 5.5/

Das Herzstück der Mannschaft besteht aus Muskeln und reinem Kampfgeist: Sékou ist ein wichtiger Pfeiler des Teams und ist vor allem in knappen Spielen Gold wert. Hat sich auch spielerisch verbessert und nimmt vermehrt Einfluss in die Offensive.

Schwächen: Seine Spielweise (und sein Ruf, den er aus zweifelhaften Gründen hat) führt zu vielen Verwarnungen.

 

Djibril Sow 5.5/

Dank des breiteren Kaders konnte seine Verletzung kompensiert werden. Seine Mischung aus Zweikampfstärke und Spielintelligenz ist selten und macht ihn deshalb so wertvoll. Bildet mit Sanogo nach wie vor die beste Kombination im Zentrum.

Schwächen: Darf noch mehr Torgefahr entwickeln. Und in der Defensive muss er konsequenter ran.

Michel Aebischer 5/

Nach Startschwierigkeiten hat sich Aebischer enorm gesteigert und trifft jetzt auch regelmässig. Ist ein ähnlicher Spielertyp wie Djibril Sow. Seine Entwicklung wird altersbedingt nicht nur steil nach oben zeigen, aber er ist auf dem richtigen Weg.

Schwächen: Taktisch ab und zu noch mangelhaft. Und: Muss seine Nerven im Griff haben.

Leo Bertone 4.5/

Es ist nicht die einfachste Phase für Bertone, der in der Mittelfeld-Hierarchie zwischen Rang drei und vier pendelt. Ein möglicher (Ausland)-Transfer fand nicht statt. Doch in den letzten Wochen kam Bertone aufgrund von Verletzungen und der Rotation – pardon – der Belastungssteuerung vermehrt zum Einsatz und hat überzeugt.

Schwächen: War auch schon torgefährlicher. Zudem ist seine Körpersprache nicht immer optimal – läuft es nicht wie gewünscht, sieht man das auch von Reihe 24.

Sandro Lauper 5.5/ 

Die Lauper-Fans fühlten sich bestätigt – die Unwissenden waren überrascht: Der Rückkehrer aus Thun überzeugt mit starken Auftritten in der Innenverteidigung und auch im Zentrum. Umsichtig, ballsicher, ruhig und clever agiert der junge Mann – und ist als Mittelfeldspieler aktuell eigentlich die Nummer zwei in der Innenverteidigung.

Schwächen: Dürfte ein paar Kilo Muskeln zulegen und noch etwas Schnellkraft trainieren.

Quartalsbilanz: Die Aussenverteidiger

17. Oktober 2018 um 12:00 von Pele in der Kategorie YB

Etwas mehr als ein Viertel einer ereignisreichen Saison 2018/19 sind bereits durch. Zeit für die Zwischenzeugnisse!

Loris Benito 5/

Der Schnellsprecher hat seine Verletzungssorgen überwunden (*aufholzklopf*) und ist ein absoluter Leistungsträger. Versucht in dieser Saison öfters, selber in den Abschluss zu gehen – dort happerts aber noch. Seine Einstellung und die Mentalität haben die Mannschaft im ersten Viertel des Öfteren aus «Larifari-Phasen» geweckt.

Schwächen: Der Abschluss. Und: Ab und zu schleichen sich unglaublich naive Ballverluste ein. Sein Stellungsspiel ist nicht immer sicher.

Kevin Mbabu 6/

Eine Aufzählung von Superlativen wäre angemessen. Mbabu ist ein Schlüsselfaktor im YB-Spiel, er ist ein Spielmacher auf der Aussenbahn und bringt auch in ein totes Spiel wieder Leben rein. Dass der Marathonmann noch in der Schweiz spielt, ist der Verlockung der Champions League – und Wuschus Überzeugungskunst zu verdanken. Dürfte nach seiner Verletzung schnell wider in Fahrt kommen und YB danach eher früher als später verlassen. Bis dahin geniessen wir seine Läufe noch.

Schwächen: No have

(Wenn wir eine finden wollen, dann sind es die Flanken die noch nicht immer den richtigen Adressaten finden – das ist aber Klagen auf allerhöchstem Niveau)

Thorsten Schick 4.5/

Die Gruppe der Schick-Ablehner ist auf Forums-LJ zusammengeschrumpft. Die Vertragsverlängerung im Sommer wurde lang und breit diskutiert – doch es war die absolut richtige Entscheidung. Ein Teamplayer wie er im Buche steht, der auf der Bank nicht aufmuckt und seine «Rückschulung» zum Aussenverteidiger problemlos akzeptierte. Er bietet keine Rushes à la Mbabu, aber schlägt tolle Flanken und macht wenig Fehler. Einen Spieler wie Schick kann sich jeder Trainer nur wünschen, er ist vielseitig Einsetzbar und bringt auf jeder Position seine Leistung.

Schwächen: Nicht der Schnellste.

Jordan Lotomba -/

Das Talent ist verletzt und wird langsam wieder an die Mannschaft herangeführt. Hat aber bereits in der letzten Saison gezeigt, dass er ein unglaubliches Juwel ist.

Schwächen: Die Erfahrung fehlt – dafür noch etwas gar verletzungsanfällig.

Ulisses Garcia 4/

Kam bis jetzt noch nicht gross zum Zug, deutete aber seinen Wert mehrmals an. Sein Tor in Sion hat ihn selber wohl am meisten überrascht – im Cup gegen Biel neben Wölfli der entscheidende Mann. Leistet sich in der Rückwärtsbewegung noch zu viele Fehler.

Schwäche: Etwas fahrlässig im Spielaufbau und das Stellungsspiel muss besser werden.

Léo Seydoux -/

Premiere ist erfolgt, herzliche Gratulation dazu! Ist ein Mann für die Zukunft.

Quartalsbilanz: Die Innenverteidiger

16. Oktober 2018 um 17:00 von Pele in der Kategorie YB

Etwas mehr als ein Viertel einer ereignisreichen Saison 2018/19 sind bereits durch. Zeit für die Zwischenzeugnisse!

Steve von Bergen 5/

Sparen wir uns die Sprüche zu «Wein» und «altern»: Steve ist nach wie vor der beste Innenverteidiger und der wahre Mannschafts-Patron. Sollte eigentlich langsam entlastet werden, lässt das aber mit seinen Leistungen (noch) nicht zu. An seiner Seite glänzen die jungen Wüthrich, Camara und Lauper – ohne ihn ist es noch deutlich schwieriger.

Schwächen: International merkt man die fehlende Geschwindigkeit ab und zu. Allerdings spielt YB auch gegen die Grössten des europäischen Klubfussballs.

Mohamed Ali Camara 4.5/

Schon lange nicht mehr hat ein Neuzugang die Meinungen im Fussball-Land derart gespalten: Fans und Experten lieben den talentierten Schlacks – für viele Medien ist er indes auch dann der Schuldige, wenn es im Wankdorf zieht. In Tat und Wahrheit kämpft er oftmals noch mit der Umstellung auf das höhere Niveau und zahlt vor allem in den internationalen Spielen Lehrgeld. Doch er ist mit einem Potential gesegnet, das selbst einem blinden Lacrosse-Experten auffällt.

Schwächen: Fehlende Erfahrung und taktische Mängel lassen sich nicht wegdiskutieren, sind aber kurierbar. Erinnert mit seiner Unerschrockenheit an den frühen Nuhu.

Grégory Wüthrich 4.5/

Stand erstmals mehrere Wochen in der Start-11 und hat sich dort deutlich gesteigert. Solange er nicht verletzt ist, reicht Grégy national auf jeden Fall. Seinen grössten Patzer (0:1 in Zagreb) bügelte er mit einem millionenschweren Assist (2:1 in Zagreb) gleich wieder aus.

Schwächen: Geschwindigkeit, Antizipation und das Spiel nach vorne haben Luft nach oben.

Jan Kronig -/

Ein Versprechen für die Zukunft. Über den Abwehrchef der U21 hört man nur Gutes – wir dürfen gespannt sein auf seine ersten Gehversuche in der ersten Mannschaft.

Schwächen: Noch nicht bewertbar.

Quartalsbilanz: Die Goalies

16. Oktober 2018 um 12:00 von Pele in der Kategorie YB

Etwas mehr als ein Viertel einer ereignisreichen Saison 2018/19 sind bereits durch. Zeit für die Zwischenzeugnisse!

David von Ballmoos 5/

Verpasste die meisterliche Rückrunde verletzungsbedingt und muss in die riesigen Fussstapfen von Legende Marco Wölfli treten. Macht das seit der ersten Sekunde an souverän und ist ein sicherer Rückhalt. Belohnung: Erstes Natiaufgebot mit 23 Jahren.

Schwächen: Am Fuss gibts Verbesserungspotential, inklusive Qualität der Abstösse.

Marco Wölfli 5/

Zwei Auftritte im Cup, beide Male muss der gelbschwarze Favorit in die Verlängerung. Das lag aber nicht an Wölfli: Ohne den Goaliegott wäre YB wohl im Pokal nicht mehr vertreten.

Schwächen: Sein Alter und die Tatsache, dass nicht zwei Goalies eingesetzt werden dürfen…

Dario Marzino -/

Dankbare Nummer drei, aber ohne jegliche Einsatzchancen. Bester Auftritt 2018: Das Video zu Sulejmanis Vertragsverlängerung. «Suka, du hesch no ä Termin», steht dem Method-Acting eines Daniel Day-Lewis in nichts nach.

Schwächen: Unbekannt, da nie gesehen.