Vorschau Rückrunde, letzter Teil

6. Februar 2010 um 07:30 von Pele in der Kategorie YB

Kommen wir nun noch zur Beletage der Saison. Wer belegt die ersten drei Plätze? Schaffen es die Berner wirklich, oder wird wieder einmal alles veryougboyst? Und was macht der FC Basel? Hier unsere Prognose:

  1. Platz:  BSC YB
YB bleibt YB und wird den Titel auch deshalb nicht holen. Könnte man meinen. Doch wir sind für einmal wirklich überzeugt, dass die Mannschaft trotz all der (künstlichen) Unruhen und bereits feststehenden Abgängen den Kübel holen kann. Ein hervorragender Trainer und der schönste Fussball der Liga werden für einmal gekrönt und die Young Boys holen den ersten Titel seit 1987. Hoffentlich.
  2. Platz:  FC Basel
Es wird ein harter Kampf und die Meisterschaft ist noch nicht entschieden – doch dieses Jahr reicht es wieder nicht für die Bebbi. Dank dem Cup werden die Basler aber wohl dennoch einen Titel holen.
  3. Platz: FC Luzern
Eine homogene Truppe mit einigen starken Akteuren, dazu ein guter Trainer und die Aussicht auf ein neues Stadion: In Luzern wächst etwas heran! Diese Saison können sie gar mit dem starken dritten Platz beenden – ein grosser Erfolg für Walter Stierli und sein Team!

Ist in Bern der Teufel los?

5. Februar 2010 um 09:00 von Biber in der Kategorie YB

fragt der heutige Blick (Link). Damit findet eine Kampagne seinen Fortgang, die Wahnsinns „Yapi verhandelt mit Basel“ Geschichte. Als hätte der Blick eben ein streng gehütetes militärisches Geheimnis geknackt, brachte er eine Geschichte gross raus, die eigentlich weniger Zündstoff in sich birgt, als man auf den ersten Blick gewahr wird. Und zudem seit längerer Zeit in Berner Fankreisen ein Thema war.

Fassen wir kurz zusammen. Gilles Yapi spielt seit vier Jahren für die Berner Young Boys. Er tut dies mit Übersicht, Spielwitz und Abgeklärtheit. Kaum ein anderer Mittelfeldspieler in der Schweiz kann ein Spiel derart lesen. Zudem ist Yapi in seiner Zeit in Bern noch reifer geworden. Während er noch vor einiger Zeit in entscheidenden Momenten nervös und fahrig wurde, sich verdribbelte und den Ball verlor, spielt er heute auch in solchen Situationen wesentlich abgeklärter. Es ist klar, dass ein solcher Spieler die Aufmerksamkeit des Ligakrösus weckt und ein Angebot (es gab übrigens vor einiger Zeit schon solche aus Zürich) war nur eine Frage der Zeit. In Bern wusste man von Anfang an davon, dass Basel Interesse hat und Yapi kommunizierte, dass er den Vertrag nicht verlängern wolle. Dass er nun die „Option Basel“, nota bene eine Option mit mehr als dem doppelten Salär (wir sprechen also von deutlich über einer Million Jahresgehalt), prüft, ist schmerzhaft, kommt zu einem dummen Zeitpunkt, aber ist letztlich verständlich. Yapi ist nicht gerade Bernburger und seine Familie stammt auch nicht aus ehemaligen Untertanengebieten. Er hat hier in Bern stets seine Leistung gebracht und wird, sollten wir es dieses Jahr schaffen, ein entscheidender Faktor in der Meisterschaft sein. Nach seinem Abgang – und hoffentlich bereits früher – wird Thierry Doubai seine Rolle übernehmen. Bis auch er das Interesse eines finanziell potenteren Klubs weckt. So geht das Geschäft.

Eigentlich sollte man sich über solche Artikel, wie sie der Blick regelmässig bringt, weder aufregen noch sollte man sie überhaupt beachten. Aber in Bern ist man nervös. Man sieht die Möglichkeiten, hat aber Angst am Schluss erneut mit leeren Händen dazustehen. Ein idealer Nährboden für Emotionen irgendwelcher Art. Und der Blick schürt brav weiter: Kein Wunder verweist der Blick in seinem Artikel auf einige Hitzköpfe im Fanforum und erwähnt sie besonnenen Stimmen nicht. Braucht er nicht. Er ist der Blick. Wir haben unlängst in diesem Blog geschrieben, dass Boulevardjournalismus wie Kotze am Strassenrand sei: ekelhaft und trotzdem schaut man hin. Wir müssen jetzt einfach aufpassen, dass wir nicht noch rein treten.

Denn eines ist klar: Bei allem Zorn und aller Enttäuschung trägt Yapi am Sonntag den Dress der Berner Young Boys und er wird, wie man ihn kennt, alles geben. Sollte aber die Blickkampagne dazu führen, dass Unruhe in die bisher erstaunlich gefestigte Mannschaft kommt, dann könnte uns das (entscheidend?) schwächen. Und die treuen Anhänger, die nach Basel reisen werden müssen sich bewusst sein, dass jeder Pfiff gegen Yapi die Mannschaft verunsichern und schwächen wird. Der Blick hätte wieder was zu schreiben. Denn er ist nicht gegen uns, wie er nicht für uns ist. Er schürt Emotionen und versucht – auf seine Weise – Pfeffer in die Meisterschaft zu bringen. Und offenbar gelingt ihm das immer wieder.

Noch etwas: Lieber Blick, ja, der Teufel ist los in Bern. Aber erst im Mai, wenn wir hier einen Titel feiern werden. Wetten du bist dann wieder dabei und hast es schon immer gewusst?

Vorschau, Teil zwei

4. Februar 2010 um 07:45 von Biber in der Kategorie YB

In unserer Rückrundenprognose kommen wir heute zu Teil zwei: dem biederen, unbedeutenden Mittelfeld.
Es scheint kein Zufall, dass diese Positionen auch von biederen oder zumindest eher unsympathischen Klubs belegt sind. Aber lesen Sie selbst:

FCZ 4. Platz FCZ
Der amtierende Meister wird kaum noch einmal eine solch schlechte Runde spielen wie im Herbst. Dazu fällt auch noch die körperliche und vor allem mentale Belastung der Champions League weg. Mit dem Zuzug von Magnin gelang ein kluger Schachzug – er kann die Jungen zusammen mit Tihinen führen. Die neue Zürcher Reklamierpolitik und die Verschwörungstheorien von Trainer Challandes werden den Sprung nach ganz vorne aber verhindern.
GCZ 5. Platz GC Zürich
Die GC-Spieler mussten in der Vorbereitung leiden: Walti Grütter zog im Trainingslager ein knallhartes Konditionstraining durch. Das wird die junge Equipe stählen, welche sich mit der Achse Sommer-Smilijanic-Salatic-Zarate mindestens auf Rang 5 halten wird. Interessanter werden hingegen die Geschichten um den Verein sein: Ist GC saniert? Wir hoffen es natürlich nicht.
FCS
6. Platz FC Sion
Überraschend ruhig geht’s im Wallis zu und her. Mit diesem Kader wird der Abstieg kein Thema werden – gegen oben geht aber auch nichts. Da Sion nicht mal mehr im Cup vertreten ist, wird diese Saison nicht mehr viel passieren. Möglicherweise beendet Tholot gar die Saison als Trainer – es wäre eine kleine Sensation. CC wird langsam alt.
FCNX 7. Platz Xamax
Das Überraschungsteam der Hinrunde büsst für seine starken Leistungen. Die beiden Stürmer Gavranovic und Brown sind weg, mit Sanel Kulijc wurde ein alternder „Star“ geholt, der nun beide vertreten soll. Gelingt dies einigermassen, kann er zusammen mit Binya, Varela, Wüthrich und co. die Rangierung der Vorrunde einigermassen halten. Wir zweifeln aber daran und erwarten in der Rückrunde einen ziemlichen Absturz auf Rang 7.

Vorschau Rückrunde, Teil eins

2. Februar 2010 um 16:30 von Biber in der Kategorie YB

In drei Teilen präsentiert gaeubschwarz.be  seine Prognose für die Schlusstabelle der Saison 09/10. Heute beginnen wir mit den hinteren drei Plätzen. Die beiden weiteren Teile (Ränge 7 bis 4 und Ränge 3 bis 1) folgen im Verlaufe dieser Woche.

FCSG  8. Platz FC St. Gallen
Im Osten nichts (mehr) Neues. St. Gallen tut sich, trotz gutem Heimpublikum und schmuckem Stadion, in der höchsten Spielklasse schwer. Aufgrund des zu erwartenden engen Mittelfelds könnte allerdings ein Lauf die Ostschweizer auch weiter nach oben bringen. Bisher sehen wir allerdings keine Anzeichen dafür.
ACB
9. Platz AC Bellenz
Tja, Schälli ist weg, die Sorgen sind geblieben. Mit wichtigen Punktgewinnen zu Hause könnte man den 9. Platz vielleicht vermeiden, aber wir denken, dass der Ligaerhalt über die Relegation gehen muss.
FCA 10. Platz FC Aarau
Ich liebe Prognosen, die zutreffen. Und diese wird zutreffen, auch wenn ich mich alleine schon als Brügglifeld-Nostalgiker mit dem Gedanken einer Nationalliga A, sorry, Süper Liig, ohne Aarau nicht ganz abfinden mag. Ebenso werden mir die Fleischspiesse und die Grümpelturnieratmosphäre fehlen. Aber Ende Saison wird nicht nur der Mythos Bankgeheimnis, sondern auch der der unabsteigbaren Aarauer Legende sein.

Freitags-Apèro mit Biber und Pele

22. Januar 2010 um 14:00 von Pele in der Kategorie YB

 

Kurz vor dem Mittagessen treffen sich Biber und Pele zu einer gepflegten Fachsimpelei – für unsere treue Leserschaft werden diese Gespräche in Zukunft aufgezeichnet.
„Bald ist Rückrundenstart. Ich freue mich extrem, kann mich aber eines etwas unguten Gefühls den ersten Match betreffend nicht ganz erwehren. Was meinst Du? Sieg oder Niederlage in Basel. Wozu ich noch anfügen muss, dass für mich ein Unentschieden eher der Kategorie Sieg zuzuordnen sein dürfte.“  
„Ja, die Vorfreude ist gross – ebenso die Nervosität. Das Gefühl ist aber eher positiv: Wir haben mit Petkovic noch nie gegen Basel verloren, und ich sehe nicht was sich daran ändern sollte. Mit Morello und Bienvenu haben wir Konkurrenz für Coly, Doumbia ist noch da und der Wichtigste überhaupt ist auch fit: Dudar.“  
„Konkurrenz für Coly? Du meinst wohl eher eine passable Alternative. Egal. Ich habe das Gefühl, dass Basel kommen wird wie die Feuerwehr und wir brauchen daher einen Dudar in Topform, der die umgebaute Abwehr dirigieren kann. Dass wir mit Petkovic noch nie gegen Basel verloren haben war mir nicht mal bewusst. Das ist ein gutes Zeichen, aber es vermag mein negatives Bauchgefühl aber nicht gänzlich zum Verschwinden zu bringen.“  
“Na gut, Konkurrent von Coly zu sein ist im Moment noch keine grosse Herausforderung. Aber Fakt ist, dass er wegen der Verletzung Schneuwlys halt gesetzt ist. Noch. Wird noch interessant zu sehen sein, wie sich der Basler Morello im Joggeli einfügt, sofern er zum Einsatz kommt. Ein Umbau in der Abwehr hat ja nicht stattgefunden: Mit Dudar und Affolter werden 2/3 wie gewohnt auflaufen. Dahinter streiten sich Schneider, Lingani, Mardassi und De Pierro um den freien Platz. Hier würde ich mich übrigens für letzteren entscheiden. Gewiss ein Risiko, den jüngsten gleich beim Rückrundenstart ins kalte Wasser zu werfen, aber von ihm verspreche ich mir viel.“  
„Das mit der Abwehr sehe ich dezidiert anders. Gerade wenn De Pierro zum Einsatz kommen sollte, was ich persönlich nicht glaube, spielen zwei Junge mit einem Routinier. Für mich eine neue Ausgangslage. Mein schlechtes Gefühl gründet aber nicht nur auf der Verteidigung. Im Sturm spielt zwar Doumbia, aber der wird die konzentrierte Basler Abwehr gegen sich haben und Coly wird vom dadurch gewährten Freiraum nicht profitieren können. Vielleicht aber Regazzoni?“  
“Ich glaube eben, dass es neben Dudar zwei junge, schnelle Verteidiger vertragen kann. Zudem habe ich bei Mardassi und Schneider so meine Bedenken, wenn es gegen Stocker und Carlitos geht. Lingani konnte ich nach dem Thun-Spiel noch zu wenig einschätzen. Im Sturm dagegen ist die Auswahl schier grenzenlos: Doumbia hat schon mehrmals bewiesen, dass er sich auch gegen 2-3 Bewacher durchsetzen kann. Regazzoni zeigt in dieser Saison eine ungewohnte Konstanz, auch wenn er dies immer noch zuwenig in Tore ummünzt. Je nachdem wie Morello, Bienvenu und Coly in Form (oder eben nicht in Form) sind, würde ich auch den kleinen Schneuwly von Anfang an bringen. Oder Degen nach vorne ziehen und dafür Raimondi ins MF stellen.“  
„Ja, der Mändu ist endlich zurück. Ich habe ihn persönlich vermisst, auch wenn Sutter und Degen in der Hinrunde prima Arbeit geleistet haben. Aber wir haben jetzt doch mehr Alternativen. Aber zurück zum Match. Ich bin wirklich gespannt. Die Mannschaft hat Klasse, aber auch einige potentielle Schwachstellen. Nach dem ersten Match wissen wir mehr. Basel wird auf jeden Fall 100% bereit sein. Dennoch, für uns spricht, dass Basel unbedingt gewinnen muss und den ganzen Druck trägt. Etwas womit Basel in der Vergangenheit auch schon Probleme hatte. Und zudem habe ich vor dem ersten Match dieser Saison auswärts in Zürich ähnlich gedacht. Und wir haben, wenn auch glücklich, gewonnen.“  
“Bin auch froh, dass er wieder zurück ist. Wie du sagst: mehr Alternativen – und man kann jetzt auch qualitativ auf Ausfälle reagieren, und nicht nur quantitativ. Der Druck ist eher auf der Seite der Basler. Jedoch muss man sich bewusst sein: Eine Niederlage im Joggeli, und der Vorsprung schmilzt auf 4 Punkte zurück – und die nächsten Gegner wären mit Luzern (h) und St. Gallen (a) nicht gerade angenehm. Wenn man bei YB schon immer von „wichtigen Spielen“ spricht, muss  man diesen Rückrundenstart mit einschliessen, und zwar als wichtigstes Spiel der Saison.“  
„Gewinnt Basel im Eröffnungsspiel gewinnen wir halt das letzte Spiel der Saison und wir sind gleich weit. Aber vermutlich spiele ich damit bewusst die Wichtigkeit dieses Spiels herunter. Diese Rechnung wäre höchstwahrscheinlich ohnehin zu einfach. Eher hätte Basel einen gewaltigen Schub und wir einen Dämpfer. Lange Rede kurzer Sinn: Wir haben die Möglichkeit dieses Spiel zu gewinnen und genau daran muss jeder glauben. Auch mein Bauchgefühl. Das sagt mir übrigens gerade, dass bald Essen angesagt ist. Bei mir gibt es Zürcher Geschnetzeltes und zum Nachtisch vernasche ich noch ein paar Basler Leckerli. Wenn das für die Rückrunde kein Glück bringt!“  

“Dieses Spiel hätte halt schon eine gewisse Signalwirkung für die gesammte Rückrunde – aber dennoch gibt es noch 54 Punkte zu holen – da könnte sogar der FCZ noch ins Meisterrennen eingreifen. HAHAHAHAHA! Mir steht der Sinn nach einer Wallisser Käseschnitte, ä guete!“

 

Lingani/Morello

19. Januar 2010 um 09:00 von Pele in der Kategorie YB

Anlässlich des Testspiels vom vergangenen Samstag, konnte man von den beiden Neuzugängen Hassan Lingani und Giuseppe Morello einen ersten Eindruck erlangen.

Hassan Lingani spielte in der ersten Halbzeit hinten rechts, Zusammen mit Dudar und Schneider.
Allzu oft trat er nicht in Erscheinung, die meisten seiner Zweikämpfe gewann er und seine Spieleröffnung war ganz passabel.
Der erste Eindruck wurde durch den verschuldeten Penalty vor dem 0:1 getrübt.
Was weiter zu beachten ist: Er hat einen unglaublich komischen Laufstil. Schwer zu beschreiben an was oder wen dieser erinnert – und langsam wirkte er dadurch auch nicht. Aber es dauert schon ein paar Minuten bis man sich daran gewöhnt hat.

Giuseppe Morello kam in der zweiten Halbzeit als Mittelstürmer zum Einsatz, neben ihm agierten Doumbia und Khaled Gourmi. Er bewies eine gute Technik und man konnt bereits erkennen, wieso er als (hoffentlich) Torjäger geholt wurde. zwei- dreimal stand er am richtigen Ort oder war zumindest auf dem richtigen Weg. Nach einer ersten Gelegenheit, bei der er den Schuss aber leider verzog, wurde er herrlich von Doumbia in Szene gesetzt. Einige Minuten später reagierte er am schnellsten auf einen freien Ball im Strafraum – doch Torhüter Stulz reagierte für einmal hervorragend und vereitelte den ersten Treffer für den neuen YB-Stürmer.

Es ist sicher noch zu früh um die beiden Neuzugäng definitiv einzuschetzen, dafür war das Testspiel noch zuwenig und die Spieler indes erst eine Woche im Mannschaftstraining integriert. Interessant werden die allfälligen Einsätze im Testspiel gegen Winterthur (mit Captain Rainer Bieli) nach dem Trainingslager – und eventuell dann im Rückrundenauftakt in Basel.

Giuseppe Morello und die Krux des Ligawechsels

12. Januar 2010 um 08:00 von Pele in der Kategorie YB

Der Ersatz für den verletzten Marco Schneuwly wurde in Person von Giuseppe Morello gefunden.
Der 24jährige Italo-Schweizer wechselt vom Farmteam aus Biel in die Hauptstadt und unterschrieb bei YB seinen ersten Profivertrag überhaupt.
Seine Quote von 13 Toren in 13 Spielen ist beachtlich – jedoch ist schon manch einer am Niveau-Unterschied CHL/ASL gescheitert. Manch ein Spieler konnte sich in der höheren Spielklasse gleich problemlos etablieren, andere konnten sich indes nie durchsetzen. Untenstehend eine Auswahl solcher Spieler, die in den letzten Jahren den Sprung wagten – und wie es ausging. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Stürmer gelegt:

Name Alter Werdegang/Fakten Prädikat
Pascal Renfer 32 Bilanz seit 2006: 58 Spiele/35 Tore in der CHL, zuvor bei Thun und dem FCZ gescheitert ASL-Untauglich
Moreno Merenda 31 spielt seit 2004 in der NLA/ASL, hatte seine beste Saison im vergangenen Jahr, als er mit St. Gallen in der CHL spielte. Erzielte dort 24 Tore – diese Saison sind es bislang 2. ASL-Untauglich
Raffael 24 wechselte 2005 für 50’000.- von Chiasso zu Zürich und drei Jahre später für über 6 Mio nach Berlin Volltreffer
Marco Schneuwly 24 wurde nach der Berufung aus dem Nachwuchs in die CHL geschickt um Spielpraxis zu sammeln (Sion, Kriens). War in dieser Saison bis zu seiner Verletzung der zweitbeste Skorer und ein absoluter Leistungsträger. Leistungsträger
Alexandre Alphonse 27 wechselte von La Chaux-de-Fonds nach Zürich (2005) und entwickelte sich dort zum regelmässigen Skorer und Championsleague-Stürmer. ASL-Tauglich
Vincenzo Rennella 21 wechselte im Sommer als Top-Torschütze von Lugano zu GC. Spielte aber wegen Verletzungen erst 6mal – ohne Tor. Gehört Genua. ASL-Untauglich mit Potential
Cristian Ianu 26 Wechsel über Bellinzona und Aarau zu Luzern. Zuverlässiger Torschütze in der ASL. Leistungsträger

Fazit 1:
Schwierig zu sagen, weshalb und wann sich ein Torjäger der zweithöchsten Spielklasse in der Super League durchsetzen kann. Speziell bei Morello: er war bisher noch nie Profi und arbeitete nebenbei als Sportlehrer. Nach dem Zwangsabstieg Concordias war er gar ohne Verein und hat nur dank dem FC Biel überhaupt noch einmal im Spitzensport Fuss fassen können.
Vieles wird davon abhängen, inwiefern der Trainer auf den Spieler setzt und wie sich dies auf die Einsatzzeit niederschlägt. Schlussendlich wird ein Stürmer an den Toren gemessen – und wenn Giuseppe früh der Knoten platzt, kann er sich im Verlauf der Rückrunde tatsächlich etablieren. Ansonsten wird man ihn wohl schon bald bei Thun, Wohlen oder wieder bei Biel antreffen – im ewigen Challengue-League-Torjäger-Wettstreit mit Pascal Renfer.

Fazit 2:
Nur ein Spieler konnte in den letzten 15 Jahren sowohl in der Super League als auch in der Challenge League brillieren. Nur einer konnte in beiden Ligen sensationelle Tormarken aufstellen und begeistert bis heute (mittlerweile für den FC Winterthur) mit tollen Tricks, fantastischen Toren und einem unbändigen Kampfgeist die Fussballfans im ganzen Land:

Rainer Bieli
Fussballgott

Bilanz zweites Quartal

16. Dezember 2009 um 14:00 von Pele in der Kategorie YB

Kurz vor der verdienten Winterpause, blicken wir an dieser Stelle auf das vergangene Quartal zurück.
Nach dem sensationellen Leistungsausweis im ersten Abschnitt, konnte die Kadenz in den zweiten 9 Spielen nicht ganz so hoch gehalten werden.

Dennoch überzeugte YB weiterhin…

yb-basel…mit überragendem Fussball…
3:0 Sieg gegen den amtierenden Meister, der im gesamten Spiel chancenlos blieb
– 4:0 Sieg gegen ein inferiores Aarau (erster Doumbia-Hattrick)
– 2:0 Sieg gegen den FCB – ein wichtiges, gewonnenes Spiel
– 1:7 Sieg in Bellinzona (zweiter Doumbia-Hattrick)

 

 

… mit Arbeitssiegen, inkl dem nötigen Quentchen Glück…
– 2:3 in St. Gallen, nachdem das Heimteam in der 90’ ausgeglichen hatte
– 1:0 Sieg gegen Xamax Zuhause
– 0:1 Sieg in Neuenburg im Cup

 

schneuwlyDoch es gab auch Dämpfer…
– die 2:1 Niederlage in Zürich gegen GC, nach einer sehr schlechten Leistung
– die 3:1 Niederlage in Sion, als man förmlich am Sieg vorbeirutschte
– das 1:1 Zuhause gegen Luzern, als man eigentlich schon zur Pause 3:0 hätte führen sollen.
– die schwere Verletzung von Marco Schneuwly, welche dessen Wichtgkeit in den beiden letzten Spielen klar unterstrich
– der Unfall von Ghezals Ex-Frau und seiner Tochter

 

 

yb-lausanne

 

…und es gab DIE Enttäuschung der bisherigen Saison:
– die 4:1 Heimniederlage im Cup gegen das unterklassige Lausanne

 

 

 

 

 

 

Alles in allem war aber auch das zweite Viertel der Saison 2009/10 ein Erfolg. Die Verfolger (namentlich noch der FC Basel) konnten zur Winterpause auf Distanz gehalten werden. Sieben Punkte Vorsprung sind ein respektables Polster – welches aber recht schnell schmelzen kann, wenn man nicht gut aus den Startlöchern kommt.
Was typisch YB ist: Die grosse Enttäuschung der Saison kommt zum ungünstigsten Zeitpunkt: Die Cup-Niederlage bedeutet nicht nur das Aus im Pokal, sonder wird als letztes Spiel der Hinrunde auch am längsten in Erinnerung bleiben. Dieser fade Beigeschmack wird die Fans, den Staff und das Team durch die Winterpause begleiten – kaum noch jemand wird vom Triumph gegen Basel sprechen, oder der Demontage des Meisters.
Bleibt zu hoffen, dass besagter Beigeschmack als Antrieb wirkt. Als Motivation, die restlichen 18 Spiele ernst zu nehmen und zu jeder Zeit bereit zu sein.
Dann – und nur dann – kann im Mai eventuell ein lange gehegter Traum verwirklicht werden!

choreo

Eine schöne Winterpause und Hopp YB!

[Merci an Thömu von www.ybforever.ch für die Bilder]

Wetten mit Gaeubschwarz

12. Dezember 2009 um 09:00 von Pele in der Kategorie YB

Wer beim Spiel am Sonntag darauf wettet, dass YB das erste Tor nach einem Degen-Corner erzielt, könnte durchaus etwas Geld verdienen!
Denn in den bisherigen Cup-Partien dieser Saison, lief das Geschehen vor dem ersten Tor immer gleich ab:

EQIMAGES_319864

EQIMAGES_4017511/32-Final gegen Baden, Spielstand 0:1 für den Unterklassigen. Corner YB durch Degen, Schneider lenkt ab – 1:1

1/16-Final gegen Yverdon, Spielstand 0:1 für den Unterklassigen. Corner YB durch Degen, Kopfball Mardassi – 1:1

1/4-Final gegen Xamax, Spielstand 0:0, Corner YB durch Degen, Kopfball Dudar – 1:0 und gleichzeitig die Entscheidung im Spiel

 

Wenn Degen am Sonntag also zu einem Corner anläuft, ist doppelte Spannung garantiert.
Hoffen wir, dass er seine Serie fortsetzen kann.

gaeubschwarz prophezeiht – die Auswertung

10. Dezember 2009 um 14:00 von Pele in der Kategorie YB
Prognose vor der Saison Ergebnis nach der Hinrunde Differenz
1. Platz
Der FCZ geht im Moment mit praktisch unverändertem Kader in die neue Saison. Der letzjährige Meister ist auch für diese Saison ein heisser Titelaspirant. Zumindest bis Ende der Hinrunde.
Logo FCZ 7. Platz
Der Meister kam mit der Doppelbelastung nicht zurecht und kassierte ganze 7 Niederlagen.  Schlagzeilen machte man vor allem durch die Abdi-Posse, ein wettfreudiges Präsidium und Schiridiskussionen
-6
komplett daneben
2. Platz
Nein, wir werden nicht gerne zweite. Wir können uns auch YB auf dem ersten Platz vorstellen. Aber da die Redaktion eher tief- als hochstapelt, lassen wir YB mal auf dem zweiten Platz.
BSCYB 1. Platz
Wir konnten uns YB auch auf dem ersten Platz vorstellen – und so kam es tatsächlich. Der Titel desWintermeister ist nach einer beeindruckenden Hinrunde der verdiente Lohn.
+1
knapp daneben, aber umso besser
3. Platz
Der FC Basel hat nach 10 Jahren die Ära Gross beendet.  Basel ist und bleibt schon alleine aufgrund seiner finanziellen Möglichkeiten Titelaspirant. Aber mit einem neuen Trainer kommen neue Idee und eine neue Kultur. Das braucht Zeit.
2. Platz
Zu Beginn sah es nicht gut aus: Der FCB wies nach einigen Spielen bereits 13 Punkte Rückstand auf YB aud. Doch Die Truppe von Thorsten Fink konnte sich fangen und legte eine tolle Serie hin.
+1
knapp daneben
4. Platz
Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die FIFA ihr Urteil endlich durchsetzt wird der FC Sion stark aufspielen. Danach wird er zusammenbrechen und mit ihm die Luftschlösser des Herrn C. Selbstverständlich begeleitet von den übelsten Verschwörungstheorien. Wir freuen uns!
6. PlatzEs war erstaunlich ruhig im Lande des CC. Der Trainer ist immer noch im Amt (!!), obwohl sich der Erfolg bisher in Grenzen hielt. Dazu schied der Titelhalter auch noch im Cup aus. -2
knapp daneben -biederes Mittelfeld
5. Platz
Niemand mag GC, wir auch nicht. Gemessen am Potential ist aber jeder Rang hinter Platz 5 ein frommer Wunsch. Aber gerne korrigieren wir diese Prognose nach unten. Sehr gerne sogar, am liebsten um ca. 5 Plätze…
5. Platz
Ein Volltreffer! GC mag immer noch niemand, mittlerweile musste der Verein sogar gegen den Konkurs ankämpfen. Gegen Ende der Hinserie konnte man sich immerhin noch auf den 5. Rang verbessern und gewann die Züri-interne Meisterschaft.
Treffer!
6. Platz
Xamax hätte das Potential für einen Rang unter den ersten vier. Hierzu muss es aber seine Trümpfe, insbesondere in Form einer schlagkräftigen Offensive, voll ausspielen können. Wir sind etwas skeptisch, glauben aber an Rang 6
4. Platz
Wir erwähnten es: Das Potential ist vorhanden.  Obwohl den Neuenburgern gegen Ende die Luft ausging, bleibt das Fazit dennoch positiv. Mit Brown, Gavranovic und Binya verfügt Xamax über eine starke Achse.
+2
knapp daneben
7. Platz
Wir sind überzeugt davon, der FC St. Gallen wird in der ersten Hälfte der Meisterschaft für Fourore sorgen. Trotz eher bescheidenen finanziellen Mittel wissen sie ein fanatisches Publikum im Rücken und einen guten Trainer an der Seitenlinie. Mehr als für Rang 7 reicht es bis zum Winter aber nicht.
8. Platz
Für Furore sorgten die Grün-Weissen nicht gerade – doch sie schlugen sich wacker. Dem Team fehlt aber die Substanz, um noch einen grossen Sprung nach vorne zu machen.
-1
knapp daneben

8. Platz
Was macht Luzern so weit hinten? Nun ja, bisher haben sie auf dem Papier gute Transfers. Bewiesen haben sie allerdings noch gar nichts. Wir sehen Luzern nicht ungern weiter vorne, warten aber mal ab, ob Hakan Yakin zur Wunderwaffe, oder eben doch zur Hypothek verkommt. Damit könnte die Saison der Zentralschweizer stehen und fallen.

3. Platz
Luzern konnte sein Potential abrufen! Einige werden sagen, dass liege an den starken Individualisten um Yakin, Chiumiento, Paiva und Ianu – ich sage es liegt am hervorragenden Rolf Fringer.
+5
komplett daneben, bravo Rolf
9. Platz
Wir hoffen ehrlich darauf, dass diese Prognose nicht zutrifft. Schäli forever!
P.S. Sorry wegen Dudar.
9. Platz
Volltreffer #2! Schälli immer noch forever – aber nicht mehr bei Bellinzona. Nach einer Serie hoher Niederlagen musste Schällibaum gehen – sein Nachfolger startete mit einem Sieg und einer guten Leistung gegen Basel. Kronfavorit auf den Barrageplatz
Treffer!
10. Platz
Die Mannschaften denen wir den Abstieg gönnen, sind leider besser platziert. So trifft es halt Aarau. Ein Trost bleibt, es ist erst die Hinrunde.
10. Platz
Der dritte Volltreffer! Wir gönnen es Aarau immer noch nicht – doch es sieht ganz so aus, als würde der FCA seine Unabsteigbarkeit verlieren. Ob Andermatt der richtige Feuerwehr mann ist?
Treffer!

Fazit:

3 Treffer, 5 knappe und nur 2 komplette Fehleinschätzungen: Die Redaktion bewies bereits vor der Saison unerwarteten Sachverstand.  Die Gruppe von Platz 4 bis Platz 8 (Xamax, GC, FC Sion, FCZ, FCSG) bestreitet den Kampf um die Mittelfeldplätze – man nahm sich in dieser Region Leistungsmässig nicht viel. Bellinzona und Aarau bilden den Schwanz der Liga, wobei Bellinzona bereits 8 Punkte vor den Aargauern liegt. Auf Platz 3 rangiert der FCL, der 5 Punkte Rückstand auf Basel und 3 Punkte Vorsprung auf Xamax vorweist. Mit einem guten Start könnte gegen vorne noch etwas passieren, ansonsten wird man sich in die breite Masse einreihen müssen. Spannend wird es nur noch oben: YB und der FCB liefern sich einen erbitterten Kampf um den Titel, wobei YB mit 7 Punkten Vorsprung ein Polster aufweist. Auch hier gilt: Wer besser aus den Startlöchern kommt, darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Meistertitel machen.

Hier noch die Hinrundentabelle im Überblick:

rangliste winter