BSC YB – FC Sion 5:1

31. Oktober 2017 um 08:16 von Mate in der Kategorie YB

6:1 gegen St. Gallen, 5:1 gegen Sion – Gastteam im Wankdorf zu sein, ist momentan keine schöne Angelegenheit. Erfreulicherweise. Auch wenn der Gegner natürlich nicht der ganz grosse Herausforderer war, die Leistung der Gelbschwarzen war beeindruckend. Sie schwankte zwischen solid und hervorragend und es gab in keiner Sekunde des Spiels einen Zweifel darüber, ob YB dieses Spiel gewinnen würde oder nicht. Wie bereits im letzten Heimspiel gegen St. Gallen hätten es auch diesmal gut und gerne noch 2-3 Tore mehr sein können.

Wenn YB vor noch nicht allzu langer Zeit gut startete, früh in Führung ging und dann einen dummen Gegentreffer kassierte, hatte dies nicht selten Verunsicherung und entsprechende Leistungseinbusse zur Folge. Nicht so im Moment. Goalie Von  Ballmoos hatte gezögert, Cunha profitiert  und Kasami freigespielt, welcher den 2:1-Anschlusstreffer für die Walliser erzielte. Bis auf eine kleine Chance ganz zu Beginn hatte Sion bis dahin genau nichts zu bestellen gehabt. YB führte 2:0 durch Tore von Sulejmani und Assalé. ein Angriff nach dem anderen war bis da in Richtung Sion-Tor gerollt, die Überlegenheit von YB war immens. Eindrücklich auch wie Hütters Mannschaft auf diesen unnötigen Gegentreffer reagierte. Zuvor ganz kurz mit verhältnismässig etwas weniger Drive unterwegs , schien man festgestellt zu haben, dass da doch noch ein Gegner auf dem Platz steht. Also drehte man den Tempoknopf einfach wieder etwas rauf und es war am Ende Jean-Pierre Nsame, welcher mit einer Riesenkiste den 3:1-Vorsprung wiederherstellte. Man munkelt, dass Sions Ricardo immer noch unter Orientierungsstörungen leidet und Goalie Mitryushkin das Ohrensausen hat, seit dieser Knaller über ihn hinweg ins nahe Eck gedonnert ist. Kurz danach war Pause und – auch das ist anders – auf den Rängen, wo man früher in solchen Situationen trotz allem befürchtete, YB würde es plötzlich doch noch verkacken, wurde nun über die Höhe des YB-Siegs gerätselt. Es scheint, als habe sich das augenfällige Selbstvertrauen vom Rasen auf die Ränge ausgebreitet.

Halbzeit zwei begann eher gemächlich, YB hatte das Spiel im Griff und Sion keine Mittel, den Leader in Bedrängnis zu bringen. So brauchte es auch in der zweiten Hälfte einen Schnitzer der Berner Hintermannschaft, damit Sion zu einer wirklich guten Chance kam. Der sonst bärenstarke Mbabu verpasste das Abspiel, wonach Marco Schneuwly alleine losziehen konnte, den Ball aber nur ins Aussennetz schoss. Vorne erhielten die Young Boys einen Penalty zugesprochen, nachdem Nsame Zverotic überfordert hatte und ihm dieser das Bein wegzog. Sulejmani verwertete gekonnt. Danach hätte Nsame auf 5:1 stellen sollen, scheiterte aber aus fünf Metern vor dem leeren Tor – nach einem zügigen Angriff über rechts und einem schönen Zuspiel von Sturm-Compagnon Assalé. Wenig später erhielt Nsame, wieder von Assalé in Szene gesetzt, die nächste Gelegenheit, seinen zweiten Treffer zu erzielen. Diese wiederum nutzte der Kameruner eiskalt, 5:1, drei Punkte. Weitermachen.

 

Noten:

Von Ballmoos 4,5:      Muss den Gegentreffer auf seine Kappe nehmen, eigentlich atypisch, dass er dort zögerte. Es sah fast so aus als hätte er einen Moment vergessen, dass er die Strafraumlinie übertreten darf. Danach gewohnt sicher und mit zwei guten Interventionen.

Mbabu 5,5:                 Abgesehen von seinem Aussetzer, welcher aber ohne Folgen blieb, mitunter einer der besten auf dem Platz, defensiv wie nach vorne stark. Klasse die Vorarbeit zum 1:0.

Bürki 5:                       Das zweite Meisterschaftsspiel von Beginn weg lief für Bürki um einiges besser als das Erste. Kam mit kleinen erfolgreichen Interventionen am Anfang schnell und gut ins Spiel und spielte danach solide.

Wüthrich 5:                 Ebenfalls mit einer erfreulich souveränen Leistung – auch wenn die Verteidigung natürlich nicht aufs Letzte gefordert war. Setzte seine Robustheit gut ein und traute sich auch mit dem Ball je länger je mehr zu. Zu recht.

Lotomba 5:                 Solide Leistung des Jungspunds, jedoch auch gestern mit zwei, drei kleinen Fehlern, welche er aber entweder gleich selber ausbügelte oder sich auf die Hilfe seiner Mitspieler verlassen konnte.

Sulejmani 5,5:             Starker Auftritt des Serben, bleibt nicht viel mehr zu sagen als «weiter so».

Sanogo 5,5:                Chef auf dem Platz. Stellte seine Zweikampfstärke einmal mehr eindrücklich zur Schau. Sehr diszipliniert erreichte er das Ziel, keine gelbe Karte zu holen, problemlos.

Sow 5:                        Steigert sich langsam aber sicher und hat mehr Einfluss auf das Spiel als noch Anfangs Saison. Manchmal noch mit vermeidbaren Ballverlusten, weil er die falsche Entscheidung trifft.

Fassnacht 5:               Vergab zu Beginn des Spiels einmal mehr eine Riesenchance. Ansonsten gewohnt fleissig und aggressiv im Spiel gegen den Ball. Mit viel Zug unterwegs, gefällt einfach der Mann.

Nsame 5 :          Zwei Tore gemacht, eines schon fast fahrlässig liegen gelassen. Schön zu sehen dass ihn das offensichtlich fast mehr wurmte, als es ihn freute, dass er zweimal getroffen hat. Wobei der erste Treffer schlicht grosse Klasse war.

Assalé 5:                     War auch in der 90. Minute nicht zu müde, Sions Torhüter noch unter Druck zu setzen. Bestätigte seine gute Form und war an vielen guten Offensivaktionen beteiligt.

Vorschau BSC YB – FC Sion

28. Oktober 2017 um 11:08 von Jänu in der Kategorie YB

Heute haben wir bei gaeubschwarz.be eine Premiere zu feiern! Die erste Vorschau von Questra ist online und soll euch auf das morgige Spiel gegen Sion einstimmen. Merci dem Verfasser und HOPP YB!

Die Tage der Young Boys sind intensiv: Europaleague, Meisterschaft, Cup wieder Meisterschaft… die Berner tanzen auf drei Hochzeiten und die Medien strapazieren das Unwort «Dreifachbelastung» bei jeder Gelegenheit. Doch die Mannschaft beweist Spiel für Spiel, dass sie die Aufgaben ernst zu nehmen versteht und es für sie bisher keine Belastung darstellt, alle paar Tage einen Ernstkampf zu bestreiten. Der sonntägliche YB-Gegner aus dem Wallis wäre froh, hätte er dieses «belastende» Luxusproblem noch: die Walliser spielen bekanntlich nur noch in der Meisterschaft. Und diese wurde Coach Tramezzani am vergangenen Wochenende doch noch zum Verhängnis, er tanzt bestenfalls noch alleine in seiner, immerhin von Constantin finanzierten Wohnung (Quelle: investigativ Journalismus SRF). Die letzte Begegnung der beiden Mannschaften liegt erst wenige Spieltage zurück. Gerne erinnern wir uns an den schönen Spätsommertag, ja, es war gar T-Shirt-Wetter. Allerdings: das Wetter ist uns in besserer Erinnerung, als es der Spielverlauf ist, ein mühsamer eins zu null Sieg resultierte im Wallis. So schwer sich YB das Leben in Sion macht, so leicht läuft es im heimischen Wankdorf: seit dem Wiederaufstieg konnten die Walliser den Hauptstädtern noch nie die volle Punktzahl abnehmen. So macht der wallisische Besuch regelmässig Freude. Auch weil diese Spiele häufig einen hohen Unterhaltungswert bieten, auf und neben dem Platz. Wer erinnert sich nicht an die Geste von Elsad Zverotic, damals noch in gelbschwarz, in Richtung von Michael Dingsdag, dem ehemaligen Innenverteidiger der Walliser. Die Szene war für Journalisten, was für den Büezer das Bier an Feierabend ist: willkommene Abwechslung. Und wenn der FC Sion dann doch zu fest aus den Schlagzeilen verschwindet, tritt entweder der Präsident in Erscheinung oder es öffnet das grösste Trainerkabinett der Schweiz seine Tore. Das neueste Exemplar heisst Gabriel Francisco García de la Torre, besser bekannt als Gabri. Als Spieler war er unter anderem bei Barcelona und, tatsächlich, bei Lausanne aktiv. Als Trainer ist er jedoch noch ein unbeschriebenes Blatt; vielleicht ein Rohdiamant, vielleicht eine Bereicherung, ganz sicher aber erfahrungsarm. Das Spiel am Sonntag wird sein erstes als Trainer eines Proficlubs. Wir finden, dass er diese zweite Karriere unbedingt mit einer Niederlage beginnen sollte. Natürlich wird dies aufgrund der gelb-gesperrten und bisher überzeugenden Innenverteidigern von Bergen und Nuhu eine schwierige Aufgabe für die Young Boys, die am Sonntag ganz sicher eine sehr junge Mannschaft stellen muss. Wir vertrauen aber auf Adi Hütter, der den YB-Tanz bisher vorzüglich choreographiert. Unserem Tanzlehrer fehlen zwar wichtige Führungstänzer seiner üblichen 4-4-2-Crew, dank dieser Absenzen darf er sich aber kreativ an eine neue Zusammenstellung wagen. Es wird interessant zu sehen sein, welche Spieler sich als Vortänzer hervortun und welche sich eher im Hintergrund bewegen. Für uns wahrscheinlich sind die Verteidigungspaare Lotomba/Mbabu aussen sowie Benito/Wüthrich im Zentrum. Dank dem überragenden Solisten Assalé und einem ungewohnt kaltblütigen Fassnacht werden die Fans auf den Tribünen einen 2:0-Sieg betanzen.

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FC Münsingen – BSC YB 0:3

26. Oktober 2017 um 11:59 von Jänu in der Kategorie YB

Das Wichtigste vorneweg: YB ist eine Runde weiter und steht im Viertelfinale des Schweizer Cups. Eigentlich könnten wir hier Schluss machen, denn im Cup kommt es einzig und allein darauf an, dass man gewinnt. Aber ein Rückblick auf die 90 Minuten auf Sandreutenen lohnt sich trotzdem.

Es war kein lockerer Sieg für den Oberklassigen. Erst in der zweiten Halbzeit konnten dank den Einwechslungen von Sulejmani und Assalé die Weichen auf Sieg gestellt werden. Zuvor war es ein Krampf und mit Münsingen stand ein Erstligist auf dem Bitz, der gewillt war, dem grossen Nachbarn ein Bein zu stellen. Von Beginn an war das Spiel geprägt von zahlreichen hart geführten Zweikämpfen. YB zeigte, dass es gewillt war, mit gewohnter Profihärte die Aufgabe anzunehmen und die Münsinger werden das Spiel sicher noch ein paar Tage in den Knochen spüren. Doch sie hielten dagegen und überliessen den Stadtbernern keinesfalls freiwillig das Spiel. Deshalb hatte YB in der ersten Halbzeit Mühe, zwingend vors gegnerische Tor zu kommen und die Feldüberlegenheit in Zählbares umzumünzen. Nach dem Seitenwechsel hatte der FCM gar eine kurze Druckphase mit einigen Eckbällen, aus welchen gut und gerne der Führungstreffer hätte fallen können. Nun, die Münsinger haben glücklicherweise keinen Stürmer namens Konjunktiv und so stand es beim eingangs angesprochenen Doppelwechsel in der 66. Minute immer noch 0:0. Schnell belebten die beiden neuen das YB-Spiel und nur sechs Minuten nach der Einwechslung traf Sulejmani aus spitzem Winkel zum 1:0. Und keine zehn Minuten später erzielte Assalé das vorentscheidende 2:0. Der Angriff, den Assalé erfolgreich abschloss, entstand direkt nach der besten Chance der Bernbieter, doch von Bergen konnte für den geschlagenen von Ballmoos auf der Linie retten und den Ausgleich verhindern. Statt 1:1 stand es nun also 2:0 für den Favoriten. Der Widerstand der Münsinger war gebrochen, das 3:0 durch Ngamaleu Resultatkosmetik und der Schlusspfiff durch Schiri Bieri der Schlusspunkt einer Partie, die irgendwie alle zufriedenstellte. YB ist eine Runde weiter, die kleinen Kiddies konnten auf Autogrammjagd gehen, die Münsinger Spieler wussten, dass sie einem nationalen Spitzenverein alles abverlangt hatten und die Verantwortlichen des FCM hatten ihr gewünschtes Fussballfest erhalten und auf die Beine gestellt.

Die Noten:

Von Ballmoos: 5. Hatte mehr zu tun als ihm lieb war, machte dies aber bis auf eine kleine Unsicherheit einwandfrei.

Joss: 4. Durfte für Mbabu ran, dem die Pause gut tun wird. Bemühung war sichtbar, aber auch die fehlende Spielpraxis.

Von Bergen: 5. Steve rettete uns die Führung und spielte auch sonst eine gute Partie.

Nuhu: 4.5. Machte seine Sache wie sein Kollege gut.

Benito: 4.5. Durfte endlich wieder mal 90 Minuten spielen und tat dies ganz gut. Der Drive nach vorne war verständlicherweise noch nicht allzu ausgeprägt, doch der lange Assist zum 2:0 eine Augenweide.

Schick: 4. Konnte sich gegen die robusten Münsinger zu wenig durchsetzen.

Sanogo: 4.5. In den Zweikämpfen fast tadellos, gegen einen Unterklassigen dürfte man aber auch etwas mehr Spielaufbau erwarten. Super Assist auf Sulejmani vor dem 1:0.

Aebischer: 4. Auch ihm wollte der Spielaufbau nicht wirklich gelingen.

Ngamaleu: 4.5. Wirkte körperlich etwas zu wenig robust und zu wenig entschlossen in seinen Aktionen. Schön konnte er mit dem 3:0 auch noch ein persönliches Erfolgserlebnis verbuchen.

Nsame: 4.5. Hatte zwei gute Abschlüsse, die beide vom starken FCM-Keeper pariert wurden.

Fassnacht: 4. Blieb unter seinen Möglichkeiten und war ungewohnt ideenlos.

Sulejmani/Assalé: 5.5. Die beiden belebten das Spiel und sorgten für die Entscheidung.

Sow: k.N. Kam für Sanogo

Vorschau: FC Münsingen – BSC YB

25. Oktober 2017 um 11:44 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Die Cupsaison 2017 hält für YB allerhand spezielle Begegnungen bereit. Statt den immergleichen Reisen aufs welsche oder inner-/ostschweizerische Land, treffen die Gelbschwarzen heuer auf Nachbaren. Sei es der geographische Nachbar Breitenrain, der historische Namensnachbar Old Boys – oder jetzt eben das Team vom nahen Sportplatz Sandreutenen.

Fast schon unglaublich, dass es zwischen YB und Münsingen noch nie zu einem Ernstkampf kam. Im Cup traf der FCM bislang auf Basel oder Aarau, aber noch nie auf die Gelbschwarzen. Dabei gibt es etliche Figuren, für die das Duell ein spezieller Moment ist. Sei es Münsingens Trainer-Legende Kurt Feuz, der bei YB spielte, oder Wuschu Spycher der von dort aus den Sprung zu Luzern schaffte, sowie etliche Erstteamler der Aaretaler die zu Juniorenzeiten ihr Glück im YB-Nachwuchs suchten.

Die Voraussetzungen sind so klar wie immer: Der haushohe Favorit kann gegen den Underdog nur verlieren. Volksfeststimmung und Jahrhundertspiel auf der einen, mühevoller Pflichtauftritt auf der anderen Seite. Bislang gelang es Adi Hütter und seinem Trainerteam jeweils optimal, die Mannschaft trotz Rotationen optimal auf die unterklassigen Gegner einzustellen. Beide bisherigen Aufgaben wurden souverän und anständig gelöst und es gibt keinen Grund, weshalb es heute nicht auch so laufen sollte.

Der Gegner aus Münsingen braucht seinen Spielstil nicht gross zu verändern. Das Team von Kurt Feuz ist bekannt für eine solide Defensive und ein effizientes Konterspiel – also genau so wie der Matchplan in solchen Cuppartien zu 99% immer aussieht. Möglicherweise kommt es heute Abend also zu einem Geduldsspiel, bei dem die Gelbschwarzen nicht nervös und schon gar nicht unkonzentriert werden dürfen. Zieht YB sein Spiel durch, sollten die bessere Physis und die spielerische Qualität über kurz oder lang den Unterschied ausmachen.

Es dürften wieder Spieler aus der „zweiten Garde“ zum Einsatz kommen. Fraglich bleibt die Zusammenstellung der Innenverteidigung: Kasim Nuhu und Steve von Bergen sind nach der vierten Gelben Karte am Sonntag gesperrt. Entweder nutzt Hütter diese kommende Zwangspause aus und bringt heute beide, oder er schenkt dem IV-Duo vom kommenden Sonntag das Vertrauen. Die dürfte sich aus dem Trio Bürki, Wüthrich und (falls fit) Loris Benito zusammensetzen. Wir rechnen mit einer Mischform und erwarten eine Dreierkette mit dem arrivierten von Bergen und den beiden Jungen.

Aussen dürfte Sven Joss eine Einsatzmöglichkeit erhalten, im Zentrum wäre eine Pause für Sekou Sanogo denkbar.

YB wird einen kühlen Kopf bewahren und das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden. Die Tore erzielen Nsame, Fassnacht und Aebischer.

 

FC Luzern – BSC YB 0:1

23. Oktober 2017 um 18:57 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

In Zusammenarbeit mit Jänu

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In Luzern fanden die Young Boys zurück in die Erfolgsspur. Nach dem enttäuschenden Resultat in Lausanne waren es nun wieder drei Punkte, die YB von einem Auswärtsspiel mit nach Hause nehmen konnte.

Der Leader startet jedoch verhalten ins Spiel und es war das Heimteam, das durch Juric und Kutesa zu den gefährlicheren Abschlüssen kam. YB steigerte sich aber kontinuierlich und näherte sich dem Luzerner Tor langsam an. Geprägt wurde die Partie in dieser Phase auch von vielen Unterbrüchen und Provokationen beider Teams. YB packte (endlich) wieder die Härte aus, die uns zu Beginn der Saison beeindruckt hat – übertrieb es aber auch ab und zu mit unnötigen Aktionen.

Kurz vor der Pause schliesslich der Höhepunkt der ersten Halbzeit: Nach einem wunderbaren Zuspiel von Aebischer (inkl. anschliessendem Foul), lupfte Sulejmani den Ball an Omlin vorbei ins Tor. Das sprichwörtlich wichtige Tor zum richtigen Zeitpunkt war gefallen.

Nach dem Seitenwechsel ging der YB-Steigerungslauf weiter, allerdings ohne, dass die Berner den Sack vorzeitig hätten zu machen können. Am nächsten kam diesem Unterfangen Fassnacht, der nach Assalés Vorarbeit aus bester Position zentral vor dem Tor den Ball nicht richtig traf. Auf der anderen Seite gelang es Luzern nicht mehr, für wirkliche Torgefahr zu sorgen, so dass der Sieg von YB ungefährdet blieb.

Ein Drittel der Meisterschaft ist durch. Ein Zwischenfazit zu ziehen erscheint aufgrund der vier Spielrunden an dieser Stelle sinnlos. Nebst dem Fünfpunktevorsprung ist es aber besonders schön zu sehen, dass die Mannschaft nach sieglosen Spielen, den Rank schnell findet. Auf die Niederlage in Lausanne wurde sofort reagiert und mit starken Spielen gegen Kiew und Luzern wichtige Punkte eingefahren. Eine schwächere Phase ist weit und breit keine in Sicht und die Mannschaft scheint intakt, fit und motiviert wie am ersten Tag der aktuellen Saison.

Die Noten:

Von Ballmoos 5/ Wichtiger Ablenker beim Abschluss von Kutesa. Ansonsten wenig geprüft, immer souverän.

Mbabu 4,5/ Fleissig und wirblig. Pech, dass er sein Dribbling nicht sauber abschliessen kann.

Von Bergen 4,5/ 2-3 unsaubere Angriffsauslösungen. Bestritt viele Zweikämpfe, rieb sich ab und zu mit Diskussionen auf. Fehlt gegen Sion gelbgesperrt.

Nuhu 4/ Eigentlich eine starke Leistung. Das Geplänkel vor der Schneuwly-Schwalbe war aber unnötig. Auch er holt sich die Gelbsperre ab.

Lotomba 5/ Blieb auch in der hektischen Phase der Partie ruhig. Getraut sich langsam auch in den Abschluss. Sollte Benito gegen Sion wieder einsatzbereit sein, dann soll er gleich in die IV rücken – Lotomba ist gesetzt.

Fassnacht 4/ MUSS das 2:0 erzielen, dazu eine schwache Flanke auf Nsame in der ersten Halbzeit. Ansonsten mit guten Ideen, zudem nahm er den Kampf rechtzeitig an und bot Schwegler Paroli.

Aebischer 5/ HA, haben wirs doch gesagt! Guter Auftritt des Jungspundes, toller Pass auf Sulejmani vor dem 1:0.

Sanogo 4,5/ Muss sich etwas am Riemen reissen in seinen Zweikämpfen. Gesunde Härte ist wichtig, allerdings hat er seine Arme nach wie vor nicht immer im Griff.

Sulejmani 5/ Eigentlich nicht allzu viele Szenen. Aber die Standards waren brauchbar und das Siegtor war wichtig – für uns und für ihn.

Assalé 4,5/ Omnipräsent, leitet einige gute Angriffe ein und ist ein Gefahrenherd. Traf ab und zu die falsche Entscheidung.

Nsame 4/ Bemüht aber glücklos. Entweder wählte er die falsche Variante im Abschluss oder wurde schlecht angespielt.

Ngamaleu/Schick/Sow keine Note/

Vorschau: FC Luzern – BSC YB

22. Oktober 2017 um 14:08 von Pele in der Kategorie YB

Das muntere Auswärtsspielfestival findet heute in Luzern seine Fortsetzung. Nach der Last-Minute-Niederlage gegen Lausanne und der starken Leistung beim 2:2 in Kiev, will YB heute den ersten Sieg nach der Natipause einfahren.

Die Innerschweizer stehen auf dem zweitletzten Platz und warten seit sieben Spielen auf einen Sieg. Einfache Ausgangslage also? Mitnichten! In Luzern gewann YB in den letzten beiden Jahren nur einmal, die Spiele in der Swissporarena sind stets etwas mühsam und gestalten sich schwierig. Zudem will das Team von Markus Babbel den Negativlauf beenden – und wie das ausgehen kann, haben wir am vergangenen Wochenende schmerzlich erfahren müssen.

Dennoch braucht YB keine falsche Ehrfurcht an den Tag zu legen: Die Gelbschwarzen sind die bessere Mannschaft und haben in dieser Saison bewiesen, dass man in Auswärtsspielen Fortschritte gemacht hat. Zudem verfügt man mit Roger Assalé über den Mann der Stunde, dem vor dem Tor fast alles gelingt (letzten Samstag einmal ausgenommen). An der Stammformation würden wir nicht allzu viel verändern. Dennoch sollten Sulejmani und Nsame im Vergleich zum Kiev-Spiel wieder in die Start-11 rutschen. Und, wie fast immer, wünschen wir uns einen Einsatz von Michel Aebischer von Beginn weg. Ansonsten dürfte das Cupspiel gegen Münsingen als Einsatzmöglichkeit für die 1b-Garde dienen.

YB schüttelt die Reise-Strapazen erfolgreich ab und gewinnt gegen den FCL mit 2:0. Die Treffer erzielen Nsame und Sulejmani.

Dynamo Kiew – BSC YB 2:2

20. Oktober 2017 um 11:04 von Jänu in der Kategorie YB

3 Spiele, 3 Unentschieden, 3 Punkte. In der Europa League Gruppenphase ist Halbzeit. YB hält sich auf dem zweiten Platz und wäre somit im Frühjahr noch im Wettbewerb dabei. Dies weil es den Bernern im Gegensatz zu den beiden schlechter klassierten Konkurrenten gelang, aus einer Pausenführung Profit zu schlagen und am Ende zu punkten.

Die Zuschauer rieben sich zu Beginn des Spiels die Augen. Abgesehen von der Mbokani Blitzgrosschance schnürte YB Kiew in der eigenen Hälfte ein. Der verdiente aber etwas glückliche Führungstreffer durch Assalé fiel nach 17 Minuten und schien die Ukrainer zu wecken. Sie standen nun etliche Meter weiter vorne, übten so viel mehr Druck auf YB aus und brachten die Berner Defensive mehr und mehr in Bedrängnis. Daraus entstand leider nicht nur ein Pfostenschuss, sondern auch der Ausgleichstreffer. Nach einem Katastrophenpass von Bergens spielte sich das Heimteam so flüssig durch die YB-Abwehr, wie das erste Bier nach Feierabend die trockenen Kehlen runterrutscht. Mbokani brauchte aus abseitsverdächtiger Position nur noch einzuschieben. Belassen wir‘s mal bei im Zweifelsfall für den Angreifer… Die gelbschwarze Antwort kam prompt. Noch vor der Pause fiel Assalé nach einem kurzen Sow Eckball und einer Ngamaleu Kopfballvorlage der Ball vor die Füsse und er netzte via Kiewer Fuss ein. Die Pausenführung für YB und der assalésche Doppelpack waren somit perfekt.

In der zweiten Halbzeit war Kiew die dominante Mannschaft. Trotzdem wird der Ausgleichstreffer die Berner ärgern, entstand dieser doch aus einem Konter nach eigenem Eckball, welcher Fassnacht nur noch mit einem taktischen Foul zu stoppen wusste. Leider passierte dieses erst kurz vor dem Strafraum, so dass die Chance eines Direktschusses genutzt wurde. YB hielt zwar weiter wacker dagegen, konnte selbst aber kaum mehr Torgefahr erzeugen. Erst recht nicht mehr als der finnische Schiri Sanogo eine zweite Gelbe Karte unter die Nase hielt und ihm somit das Kommando zum vorzeitigen Duschen gab. Wenn es Foul an Mbokani war, dann mindestens genauso an Sanogo und dafür noch gelb zu ziehen, ist eines Profischiris eigentlich nicht würdig. Sei‘s drum, die Berner brachten den Punkt nach Hause und sich selbst damit in eine gute Ausgangsposition fürs Weiterkommen.

In zwei Wochen geht’s weiter. Gleicher Gegner, eigenes Stadion. Dann soll der nächste Schritt in Richtung Sechzehntelfinal gemacht werden und wir auf der Tribüne dürfen uns besonders auf die Rückkehr von Herzensbube Koval freuen. Bis bald!

Die Noten:

Von Ballmoos: 5. Alles gut, ausser beim Freistoss traf er mit dem Übergreifen wohl die falsche Entscheidung.

Mbabu: 4.5. Sehr gut gegen vorne bis an den Sechzehner, dann oft die grosse Ratlosigkeit. Einige unnötige Ballverluste.

Nuhu: 5. Unauffällig aber sicher und mit guten Aktionen gegen vorne.

Von Bergen: 4.5. Abgesehen vom Fehlpass gibt es Lob für den Kapitän.

Lotomba: 5. Konnte sich einige Male gut durchsetzen und vom Gegner lösen. Machte defensiv kaum etwas falsch.

Fassnacht: 4.5. Von der ersten Minute sehr engagiert ohne das nötige Glück. Das Foul vor dem Ausgleichstreffer musste er wohl so nehmen.

Sanogo: 5. Kämpfte wie immer mit allem was er hat und liess sich nur durch eine Fehlentscheidung stoppen.

Sow: 4.5. Bin etwas ratlos und vergebe daher mal die Ratlosnote. Hat gute Szenen, dann oft auch wieder zu wenig Präzision oder Wasserverdrängung, was viel Raum für den Gegner im Mittelfeld ergibt.

Sulejmani: 4. Geniale Ideen und Pässe wechseln sich mit nervenaufreibenden non-chalanten und spielverzögernden Schlünggen ab. Würde mir wieder mehr Zug aufs Tor von ihm wünschen.

Assalé 5.5: Die Dinger fallen bei Assalé momentan einfach rein. Hoffen wir, dass dies anhält.

Ngamaleu 4.5: Hatte früh eine Kopfballchance, tauchte danach etwas ab, bis er sich den Assist zum 2:0 notieren konnte. Um sich durchzusetzen muss er fürs Spiel einiges prägender werden.

Aebischer/Schick/Nsame: Kurzeinsätze ohne Benotung

Vorschau Dynamo Kiew – BSC Young Boys

19. Oktober 2017 um 17:24 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

Heute Abend folgt das dritte von vier Duellen, innerhalb eines Jahres, zwischen den Berner Young Boys und Dynamo Kiew. Was in der heimischen Super League gang und gäbe ist, ist im Europapokal doch eher gewöhnungsbedürftig. Böse Zungen bezeichneten dies auch schon als Worst-Case-Szenario. Nun also wieder Kiew, der unbequeme Gegner aus der unattraktiven ukrainischen Liga. Die Mannschaft gespickt mit alten, erfahrenen Nationalspielern, welche YB in der Champions League Qualifikation Zuhause bereits einmal mit 3:1 besiegte. Was dürfen wir von dieser Affiche auf Stufe Europa League erwarten? Wird Adi Hütter erneut die Spieler aufstellen, die in der Meisterschaft nur wenig oder gar nicht zum Einsatz kamen? Können die Young Boys erneut den frischen Fussball zeigen, wie damals am 26. Juli 2017, als man nur durch einen überragenden Yarmolenko und drei individuelle Fehler bezwungen wurde?

Yarmolenko wird den Bernern im heutigen Spiel keine Sorgen bereiten. Der Superstar der Ukrainer wechselte, kurz nach dem Champions League Out gegen die Gelbschwarzen, für 25 Millionen Euro zu den Schwarzgelben nach Dortmund. Mit diesem Abgang geht bei Kiew zwar einiges an Spielwitz, Tempo und Qualität verloren, doch auch so verfügt der zweitplatzierte der Premier Liga nach wie vor über genügend spielerische Klasse und führt die EL Gruppe B mit 6 Punkten aus zwei Spielen klar an.

Genau wie die Young Boys gegen Lausanne, missglückte aber auch Dynamo Kiew die Hauptprobe am letzten Wochenende gründlich. Während die Berner immerhin auf einen dominanten Auftritt und Pech im Abschluss zurückblicken, so war die Niederlage des stolzen Hauptstadtklubs gegen den letztplatzierten, aus dem Ferienort Odessa, eine herbe Enttäuschung.

Es flossen also seit dem letzten Aufeinandertreffen einige Liter Wasser die Dnepr herunter und ein Wiedersehen eröffnet auch immer wieder neue Chancen. Sei dies nun für die fitten altbewährten oder die frischen unverbrauchten Kräfte im Team. Nach wie vor fehlen die verletzten Guillaume Hoarau, Leo Bertone und Loris Benito, dafür kann Miralem Sulejmani wieder mittun. Gaeubschwarz.be würde im heutigen Spiel eine leichte Rotation mit kleiner Anpassung im System vornehmen. Trotz der Mehrfachbelastung mit der Ghanaischen Nationalmannschaft, stellen wir den formstarken Kasim Adams Nuhu, neben den unbestrittenen Abwehrchef Steve Von Bergen und den Kopfballstarken Gregory Wüthrich, in die dreimannstarke Innenverteidigung. Die Flügel beackern Kevin Mbabu und sein Zimmerkollege Jordan Lotomba, während das Zentrum durch Sekou Sanogo und Djibril Sow besetzt werden. Im Sturm sorgen Christian Fassnacht, Roger Assalé und der wiedergenesene Miralem Sulejmani für Gefahr. Mit einem 1:2 durch Fassnacht und Sulejmani festigen wir den Ruf des Ukrainenschreck.

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FC Lausanne-Sport – BSC Young Boys 2:1

16. Oktober 2017 um 10:02 von Marco in der Kategorie YB

GetFileAttachmentDas Feuerwerk beschränkte sich leider auf die Tribüne.

 

Vier Auswärtsspiele in drei Wettbewerben hat YB im Oktober noch zu bestreiten. Ein anspruchvolles Programm, das Adi Hütter und sein Team sowohl physisch wie auch mental fordert.Mit der Niederlage gegen Lausanne ist der Start in diese Auswärts-Tournee gründlich missglückt. Das ist beleibe kein Grund, um in Panik auszubrechen, hoffentlich aber eine schmerzhafte Erinnerung, dass Siege nicht einfach vom Himmel fallen.

Aufgrund des verletzten Sulejmani hatte Hütter bei seiner Aufstellung nicht viele Optionen. Die Stammelf der Young Boys war in dieser Saison aber meist überzeugend. Das war auf der Pontaise nicht anders. Die Gäste spielten von Beginn weg druckvoll und setzten sich in der Hälfte des Gegners fest. Nach nur vier Minuten trat YB bereits den zweiten Corner. Am Ende betrug das Eckballverhältnis 12:1 für YB. Der animierte Start brachte leider keinen Torerfolg. Ein Treffer hätte das Spiel wahrscheinlich in ganz andere Bahnen gelenkt.

Mit der Zeit befreite sich Lausanne aus dem gelbschwarzen Würgegriff und wurde aktiver. YB hatte zwar immer noch mehr Spielanteile, ganz grosse Chancen blieben hingegen rar. Auch Lausanne tauchte nur selten gefährlich vor David von Ballmoos auf, in Sachen Effizienz hatten sie aber die Nase vorn. Nach einem schnellen Angriff über links und einer Unachtsamkeit von Mbabu traf Margiotta zum 1:0 für das Heimteam. YB war danach bemüht, den Schaden zu korrigieren, doch vor der Pause gelang dies nicht mehr.

Nach dem Seitenwechsel stürmte YB in Richtung des gut gefüllten Gästeblocks und suchte vehement den Ausgleich. Diese Bemühungen waren bis zum finalen Abschluss vielversprechend, doch was sich YB an Ineffizienz leistete, war besorgniserregend. Nach schnellen Vorstössen an den Strafraum verlor YB den Ball entweder durch unnötige Dribblings oder durch Abschlüsse im falschen Moment. Insbesondere Sow und Assalé sündigten immer wieder. Auch Fassnacht war keineswegs fehlerfrei, er verantwortete aber immerhin den ersehnten Ausgleich. Die butterweiche Flanke von Assalé verwertete er souverän mit dem Kopf. Das Tor änderte aber nicht viel am Spiel. YB rannte, YB drückte und YB vergab Chancen. Dennoch hätte man sich mit einem Unentschieden abfinden können. Leider sah das Zarate anders und stürzte YB in der Nachspielzeit ins Elend. Null Punkte nach einem Spiel, in dem die Young Boys so viel Aufwand betrieben hatten, sind enttäuschend. Tröstlich ist einzig, dass das dicht gedrängte Programm in Kürze wieder die Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet.

David von Ballmoos 4,5 Unschuldig an den Gegentoren und weitgehend unbeschäftigt.

Mbabu 4 Aktiv in der Offensive, aber mitschuldig an den Gegentoren.

Nuhu 3,5 War wenig gefordert und machte beim 2:1 eine schlechte Figur.

Steve von Bergen 4 Beim 1:0 zu zögerlich.

Lotomba 4,5 Ansprechender Auftritt gegen den Ex-Klub. Gutes Zweikampfverhalten.

Ngamaleu 4 Suchte oft den Abschluss. Zuweilen etwas überhastet.

Sanogo 5 Sorgte dafür, dass der Druck nach vorne nie verebbte.

Sow 3,5 Trat viele Standards, die aber wenig brachten und verdribbelte sich zu oft.

Fassnacht 4,5 Nach vielen Chancen traf er doch noch, aber am 2:1 war er auch mitschuldig.

Assalé 4,5 Zahlreiche Chancen erarbeitet, leider alle vergeben.

Nsame 4 Ziemlich unauffällig, fand nie richtig ins Spiel.

Vorschau FC Lausanne-Sport – BSC YB

14. Oktober 2017 um 11:33 von Mate in der Kategorie YB

Bei herrlichem Herbstwetter geht es heute Abend nach Lausanne. Die Nationalmannschaftspause war für die Young Boys insofern ungünstig gekommen, als dass sie sich in bester Verfassung präsentiert hatten und in der Meisterschaft zuletzt mit vier Siegen und einem Torverhältnis von 14:2 ein starkes Zeichen setzten. Bleibt natürlich zu hoffen, dass die gute Form über den Unterbruch hinweg konserviert werden konnte und man heute Abend da anknüpfen kann, wo man vor der Pause aufgehört hat.

Lausanne scheint auf dem Papier ein guter Gegner zu sein, um wieder in die Meisterschaft einzusteigen. Doch aufgepasst: Die Waadtländer haben seit fünf Spielen nicht verloren und dabei unter anderem Meister Basel bezwungen. Jedoch bekundeten sie zuhause bis hierhin eher Mühe und gewannen keines der bisherigen fünf Heimspiele (3 Unentschieden, 2 Niederlagen). Damit ist Lausanne aktuell das schwächste Heimteam der Liga und trifft – aufgepasst – auf das bisher erfolgreichste Auswärtsteam. Trotzdem eine klare Sache also? Eher nicht, denn aus Erfahrung wissen wir, dass Spiele auf der Pontaise selten ein Genuss sind. YB tut gut daran, sich darauf einzustellen, dass die Entscheidung über Erfolg oder nicht vor allem über den Kampf führen wird.

Auch wenn die Verletztenliste auf YB-Seite kleiner geworten ist (sie beinhaltet aktuell noch Hoarau, Bertone und Seferi), dürfte es aufstellungstechnisch heute Abend kaum grosse Überraschungen geben. Die grösste Frage stellt sich uns auf der Position des linken Aussenverteidigers, wo wir auf Jordan Lotomba setzen würden, es aber gut möglich ist, dass Loris Benito sein Comeback feiern darf. Ansonsten ist damit zu rechnen, dass Coach Hütter auf seinen Stamm vertrauen wird. Zu hoffen bleibt, dass die Africa Connection ihren Ausflug in die Heimat zu den verschiedenen Nationalmannschaften gut verkraftet hat und bereit ist, heute wieder eine Topleistung abzurufen. Gerade Nuhu und Assalé standen sinnbildlich für die Formkurve des Teams, respektive hatten grossen Anteil daran, dass YB zuletzt viel Freude bereitete.

Wie auch immer, wir freuen uns darauf, dass die Reise der Young Boys – wohin auch immer diese am Ende hinführen wird – heute Abend endlich weitergeht. Positiv wie immer, tippen wir auf einen 2:0-Auswärtssieg von Gelbschwarz, wobei Assalé und Sanogo die Tore erzielen werden.

 

Aufstellung:

 

Aufstellung FC LS-BSCYB