Üs hets Glück gfunge!

29. April 2018 um 14:19 von Jänu in der Kategorie YB

Irgendwo in ganz weiter Ferne war er. Irgendwo ganz weit weg war er dumpf auszumachen. Nur noch ein kleines mickriges Übrigbleibsel von ihm, konnte sich zwischen all dem beissenden Rauch, den leuchtenden Fackeln und den tausend schreienden Kehlen den Weg zu meinem Ohr bahnen. Und bevor ich ihn richtig wahrnahm, war er auch schon wieder vorbei und alle Dämme brachen. Es war Schiri Klossners Pfeife, die ihn nach 94 Minuten reinstem Kampf ausstiess: den Schlusspfiff. Was danach folgte, kann jede und jeder von euch für sich selbst beantworten. Es irgendwie in Worte fassen zu wollen, ist nicht möglich. Am besten schliesst man die Augen und denkt nochmals kurz zurück an den Moment, geniesst die Hühnerhaut, die gleich wieder hochkommt und wischt sich die Augen trocken.

Irgendwie schwummrig sind die Erinnerungen geworden, obwohl es noch nicht lange her ist. In diesen Augenblicken nach Klossners Pfiff ging soviel ab, dass ein Mensch wohl gar nicht fähig ist, all dies zu registrieren, es war wie in Trance. Man lag sich in den Armen, man küsste sich, drückte sich, seine liebsten YB-Fans, mit denen man Match für Match mitfiebert, leidet und jubelt. All die, mit denen man jahrelang denselben Weg ging.

Über den Spielverlauf noch Worte zu verlieren, wären dessen nicht würdig. Irgendeinisch fingt z Glück eim! Noch nie und nie wieder wird eine Songzeile so für einen Helden stehen können. Helden sind sie alle, alle die, die Woche für Woche alles für den Erfolg von YB tun. Die uns dieses Jahr etwas ermöglicht haben, wovon wir zuvor gar Angst hatten zu träumen. Wir werden an dieser Stelle sicher noch viele Möglichkeiten haben, die einzelnen Akteure zu lobpreisen und zu würdigen. Ehre wem Ehre gebührt, wir verneigen uns! Doch hier und jetzt sind die Emotionen noch zu aktuell, zu nahe ist das Geschehene, das müssen auch wir zuerst verarbeiten. Ein schönes Verarbeiten, eines das hoffentlich noch lange dauern wird. Üs hets Glück gfunge, Merci!