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Transferbilanz, 1. Quartal 09/10

2. September 2009 um 08:30 von Pele in der Kategorie YB

Obwohl noch ein Spiel aussteht, bewertet gaeubschwarz.be heute zum ersten Mal die Zuzüge, welche die Young Boys im Sommer getätigt haben.
Skala:
5 Punkte -> absolute Verstärkung/Leistungsträger
4 Punkte -> Verstärkung, aber noch nicht bei 100%
3 Punkte -> Solid, aber noch keine klare Verstärkung
2 Punkte -> Perspektivspieler / YB II
1 Punkt -> Fehltransfer

51_bukovski Hrvoje Bukovski (18)
TH, SC Freiburg2 Punkte
Spielt für YB II, und wird als dritter Torhüter geführt. Keine Beurteilung möglich.
Emiliano Dudar (28)
VT, AC Bellinzona

5 Punkte
Das Wort wurde über Jahre überstrapaziert. Man suchte allhalbjährlich nach der passenden Figur – und hat sie womöglich endlich gefunden. Dudar ist ein echter Abwehrchef! Ruhig, technisch versiert, enorm zweikampfstark und mit einem hervorragenden weiten Ball. Verleiht der Abwehr enorme Sicherheit und strahlte eine ungeheure Autorität aus. Neben ihm spielt Ghezal gleich noch eine Klasse stärker. Bombentransfer!

Emiliano Dudar
Adriano de Pierro
Adriano de Pierro (18)
VT, Lausanne-Sport

2 Punkte
Deutete in der Vorbereitung sein Potential an und lieferte einige gute Partien ab. In der Verteidiger-Hierarchie aber nur auf Platz 6 und dadurch meist in der U21 aufgeboten. Dennoch glauben wir, dass er bald einmal eine Chance erhalten und nutzen wird.

Issam Mardassi (28)
VT, CS Sfaxien

3,5 Punkte
Nach dem Uhrencup-Spiel gegen Shakthar konnte ich mir nicht vorstellen, dass uns Mardassi helfen könnte. Doch vor allem im Spiel in Bilbao wusste der Tunesier zu überzeugen. Ein guter Verteidiger, mit gutem Stellungsspiel und starkem Kopfball. Kommt im Moment aber nicht am VT-Juwel Affolter vorbei.

Issam Mardassi
liechti Aron Liechti (23)
VT/LM, FC Biel

3 Punkte
Wurde nach der Verletzung von Raimondi und dem Abgang von Wandervogel Bastians aus Biel zurückgeholt. Hatte bereits diverse Einsätze und agierte dabei überraschend solid. Erfüllt seine Aufgabe nach Vorgabe des Trainers. Dabei ohne offensive Akzente zu setzen – defensiv aber auch kaum Fehler.

Scott Sutter (23)
RM, GC

4 Punkte
Sutter war lange verletzt – und anfänglich konnte man dies merken. Die ersten Partien waren selten über 90 Minuten gut. Doch je länger die Saison dauert, desto besser wird er. Tolle Flanken, solide Defensivarbeit und ein enormes Laufpensum. Dazu ist Scott auch noch ein sympathischer Junge, mit einer sehr positiven Ausstrahlung. Ihm merkt man die Freude jederzeit an.

sutter
schneuwly Christian Schneuwly (21)
MF, FC Biel

3,5 Punkte
Wie Liechti vom FC Biel zurückgeholt. Konnte letzte Saison viel Spielpraxis und Erfahrungen in der Challenge League sammeln und wirkt nun ruhiger – ohne aber die Frechheit verloren zu haben. DER Mann der letzten zwei Spiele, nach dem Siegtreffer in Basel von manchen Medien in den Himmel gelobt! Nun gilt es auf dem Boden zu bleiben, denn bei allem Potential: in der Stamm-11 hat es im Moment noch keinen Platz für ihn. Fährt er so weiter, könnte sich das aber bald einmal ändern.

David Degen
MF, YB5 Punkte
Es erinnert stark an Alberto Regazzoni: Im ersten Jahr pfui, im zweiten Jahr hui! Kein Vergleich mehr zur Vorsaison – Petkovic hat aus der ehemaligen Basler Grins-Diva einen Teamplayer gemacht. Unheimliches Laufpensum, überraschend starke Defensivarbeit, tolle Aktionen nach vorne und bereits mit den ersten zwei Treffern in dieser Saison. So machts Freude!
degen
frey David Frey (18)
MF, FC Thun

2 Punkte
Solide Vorbereitung, muss sich vorerst aber in der U21 durchkämpfen.

Youssouf Traore (18)
MF, YB II

3 Punkte
Der starke Techniker ist eine weitere Trouvaille von der Elfenbeinküste. Deutete sein Potential schon einige Male an und fand jedes Mal recht schnell ins Spiel. Bisher grösstes Manko: Die Chanceauswertung. Ansonsten aber eine gute Ergänzung zu Yapi und Hochstrasser.

traore
pasche Alexandre Pasche (18)
ST, Lausanne-Sport

2 Punkte
Wie de Pierro von Lausanne gekommen und mit starken Vorstellungen in der Vorbereitung. Diese konnte er bisher noch nicht bestätigen, in seinen Teileinsätzen noch ohne zwingende Momente. Die gesammelten Erfahrungen dürften ihn aber weiterbringen und im Verlaufe der Saison wird er bestimmt zu längeren Einsätzen kommen.

Matar Coly (24)
ST, Al Wahda

Keine Wertung da lange nicht spielberechtigt und auch noch verletzt.

coly

FCA – Weissenstein 1:0

1. September 2009 um 14:00 von Pele in der Kategorie Unsere Zweiten

In der Kategorie „Unsere Zweiten“ begleitet gaeubschwarz.be zwei unterschiedliche Mannschaften auf Ihrem Weg durch die Meisterschaft. Regelmässig berichten wir über deren Abschneiden.

Logo FC Allmendingen

Der Saisonstart ist dem FCA geglückt: mit 9 Punkten aus 3 Spielen, konnte man bisher das Maximum einfahren. Nur der langjährige Rivale FC Spiez ist noch vor den Zelgli-Jungs platziert und liegt dank dem besseren Torverhältnis an der Spitze.

Das Spiel gegen den Aufsteiger FC Weissenstein war aber alles andere als ein Spaziergang. Der zweite Liganeuling innerhalb einer Woche, präsentierte sich als aufsässiger und unangenehmer Gegner. Der FCA versuchte zu Beginn, das Spieldiktat zu übernehmen, musste den Bernern aber danach immer mehr Raum und Ballbesitz zugestehen. Insgesamt konnten aber beide Teams zuwenig Torchancen kreieren – und so stand das Spiel zur Pause immer noch 0:0.

Nach dem Tee ging es umkämpft weiter. Spielfluss wollte nicht so recht aufkommen, dafür fehlte es beim FCA teilweise an der Laufbereitschaft und den zündenden Ideen. Nik Blaser wurde für die zweiten 45’ Minuten vom Aussenverteidiger zum Stürmer umfunktioniert – und besass tatsächlich zwei Torchancen, die er aber (knapp) nicht zu verwerten wusste.

Auch der Gast kam hie und da zu gefährlichen Szenen, doch es erwies sich kein Weissenstein-Spieler als Goalgetter.

Wie aus dem Nichts zog auf der anderen Seite plötzlich Marc Blaser aus 25-30 Metern ab und versenkte das Leder in der rechten, unteren Torecke. 1:0 für den FCA, in der 70’ Minute.

Die Berner versuchten darauf hin zu reagieren, doch mit vereinten Kräften konnten die Gelbschwarzen das Resultat bis zum Schlusspfiff verwalten.

Ünglücksrabe Roger Gäggeler erhielt in der 91’ Minute noch eine Gelb-Rote Karte, und musste das Spielfeld zum zweiten Mal in drei Spielen vorzeitig verlassen.

Bei der ersten Karte soll ein absichtliches Handspiel der Grund gewesen sein, die Zweite war danach für kaum jemanden (Zuschauer & Spieler) verständlich – und selbst der Schiedsrichter soll erst beim notieren gemerkt haben, dass der Spieler zuvor bereits verwarnt worden war.

Dem Platzverweis und dem eher mässigen Spiel zum Trotz – der FCA liegt mit dem Punktemaximum auf Platz 2, und empfängt am Sonntag den FC Zollikofen (10.15h).

tabelle

Championsleague den Meistern!?

31. August 2009 um 14:00 von Pele in der Kategorie Getackelt

TacklingJeden Montag wird unter “getackelt”  das verbale Bein ausgefahren und der Gegenspieler vom Ball getrennt. Manchmal fair, manchmal nicht, aber immer auf den Ball gespielt.

Eigentlich fällt es im Moment schwer, einen Artikel zu schreiben der nicht von YB handelt. Noch schwieriger ist es, wenn darin noch der FCZ vorkommt. Dennoch: ein bisschen Abwechslung schadet bekanntlich nie…

Auf diese Saison hin wurde der Modus der Championsleague geändert. Durch das neue System wird der Weg für die Meister kleinerer Ligen einfacher als für die 2-4-Platzierten aus den Top-5. So war es nicht besonders erstaunlich, konnte sich der FCZ gegen Maribor und Ventspils durchsetzen (wenn auch mit einigen Schwierigkeiten). Dafür wird das Turnier z.b. ohne Celtic Glasgow stattfinden (scheiterten als 2. der Schottischen Liga an Arsenal).

Es heisst „Champions League“, folglich ist es eigentlich mehr als logisch, dass man vor allem die Meister haben will. Umso erfreulicher auch, dass die Chance für den jeweiligen CH-Meister nun einiges grösser ist, sich für die Gruppenphase zu qualifizieren.

Auf der anderen Seite wird die Attraktivität doch ziemlich verringert: Wer will sich am Mittwoch Abend schon Rubin Kasan gegen Dinamo Kiew oder Piräus gegen Standard Lüttich anschauen?

Nun, logischerweise hat jeder Moduswechsel seine guten und schlechten Seiten. Ich bin der Meinung, dass man gerne mal auf ein Duell zwischen dem 5. der Premier League und dem 3. der Serie A verzichten kann, wenn dafür zwei verdiente Landesmeister im Rampenlicht des Europäischen Fussballs stehen. Durch die dadurch verbundenen finanziellen Gewinne für alle Teilnehmer, könnte eventuell die riesige Budget-Lücke zwischen den ganz grossen Europas und den kleinen Fischen ein wenig verringert werden. Dadurch rutscht der Europäische Fussball ein Stück enger zusammen – und auch die vollkommen übertriebenen Real Madridschen Transfersummen würden zumindest einen Moment lang etwas relativiert werden, sollte der kleine FCZ ein Pünktchen entführen können.

Und – um dennoch kurz YB erwähnt zu haben – sollte es für den momentanen Leader der Super League so weitergehen, so werden wir in einem Jahr vielleicht, vielleicht auch von Europäischen Höhenflügen träumen dürfen…

Ja, ich weiss -> es ist immer noch YB…

FC Basel – YB 1:2

31. August 2009 um 09:54 von Pele in der Kategorie Matchbericht
Logo FC Basel YB Logo

Hart aber unfair – die Benotung von gaeubschwarz.be:

Wölfli: 5.5 Hielt alles was zu halten war und war in den entscheidenden Momenten präsent. Einige geschickte Angriffsauslösungen.
Ghezal: 5 Hatte Glück das nach seiner Intervention gegen Streller nicht auf den Punkt gezeigt wurde. Ansonsten souverän!
Dudar: 5.25 Eigentlich müsste man ihn wegen des 1:0 einen Punkt abziehen – doch Dudar spielt ansonsten dermassen souverän und abgeklärt, dass man sich kaum eine Kritik erlauben darf.
Affolter: 5.5 34 Jahre alt, ausgestattet mit über 100 Championsleague-Spielen und eben sovielen Länderspielen. Affolter zeigte einmal mehr weshalb er eine CH-Verteidigerlegende ist! Damn, stimmt ja gar nicht, der Junge hat noch nicht mal 20 Jahre auf dem Buckel…
Yapi: 5 War auch schon souveräner, auch schon spielbestimmender – dennoch der unbestrittene Chef. Wird’s brenzlig, spielt man den Ball einfach Yapi, und dann läufts…
Hochstrasser: 4.75 Dumme Aktion gegen Frei, war unnötig. Ansonsten enorm zweikampfstark, gewann das 6er-Duell gegen Huggel deutlich.
Sutter: 5 Blondie isch ä geile Siech.
Degen: 4.75 Enormes Pensum, aber war auch schon effizienter. Für ihn als Exil-Basler sicher nicht das einfachste Spiel, schlug sich aber wacker. Verglichen mit den Auftritten anderer Ex-Basler im Joggeli (Yakin, Varela) sicher der Beste bis jetzt.
Regazzoni: 5.25 Alberto Bekele würde sehr wahrscheinlich eine olympische Medaille über eine Langdistanz holen. Ein Tor täte ihm gut – doch er ist auch so einer der wichtigsten im YB-Angriff
Doumbia: 5 Zuerst wollte ihm nicht wirklich etwas gelingen. Wirkte etwas matt. Doch er bewies einmal mehr, dass er jederzeit für ein Tor gut ist und blühte in der Schlussphase auf.
M. Schneuwly 5.25 Es scheint als sei der Knoten bei ihm geplatzt. Wenn auch ohne Torerfolg: Eine starke Leistung vom älteren Schneuwly!
Liechti: 4.5 Hatte nicht viele Aktionen – die paar wenigen waren aber gut. Arbeitete vor allem Defensiv.
C. Schneuwly: 5 Was will man da noch sagen… Vor einigen Monaten noch in Biel – und nun erzielt er im Joggeli den Siegestreffer. Bravo!
Mardassi keine Note
Zu kurz im Spiel.

Fazit: „Äi du scheene, äi du scheene, äi du scheene dreierpagg“

Angstgegner?

30. August 2009 um 09:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Das YB letzte Saison den Titel wohl gegen den Absteiger aus Vaduz verloren hat, ist hinlänglich bekannt. Gegen wen weisen die Berner aber eigentlich die beste Saisonstatistik auf?

Luzern 5:2 3:0 6:1 3:2 12
Xamax 2:1 3:2 3:2 0:0 10
Sion 2:1 1:2 5:0 3:2 9
Basel 3:0 1:2 2:1 3:2 9
Bellinzona 1:2 2:1 3:0 3:0 9
Aarau 1:0 3:3 1:1 4:0 8
GC 3:1 3:3 1:0 1:3 7
Vaduz 6:0 0:0 0:0 1:3 5
FCZ 1:2 2:2 4:2 0:3 4

Gegen Luzern konnte das Punktemaximum herausgeholt werden, gegen Xamax immer noch stattliche 10 Punkte. Danach folgt eine Reihe von Mannschaften, gegen die man jeweils 9 von 12 Spielen gewinnen konnte: Bellinzona, der FC Sion und – man höre und staune – der FC Basel.

Bedenkt man, dass man gegen die Bebbi das Auftaktspiel im Wankdorf verloren hat, wirkt die Statistik bei 2 Auswärtssiegen noch eindrücklicher. Unter Vladimir Petkovic hat man gegen Basel noch keinen Punkt verloren (und auch im Cup gewonnen). Damit wurde ein weitere Fluch besiegt: nach etwa 16 Jahren Sieglosigkeit im Tourbillon, konnte letzte Saison eben der erste (und der zweite) Sieg im neuen Joggeli eingefahren werden.

Als Schweizer Verein wird man dennoch nie als Favorit in den St. Jakob-Park reisen. Dennoch würde der Formstand, die momentane Verfassung und der mentale „Petkovic-Effekt“ eigentlich für die Young Boys sprechen.

„Würde“ meint in diesem Fall: Es ist ein wichtiges Spiel, und YB ist ein Meister darin, wichtige Spiele zu verpatzen. Eine Niederlage würde in diesem Fall zwar keinen Beinbruch bedeuten, dennoch wäre es enorm schade, die gute Ausgangslage zu beeinträchtigen. Besonders deshalb, weil anschliessend die schwierigen Spiele Xamax (a), FCZ (h) und St. Gallen (a) warten. Mit einem Sieg gegen Rotblau könnte man genügend Schwung mitnehmen und auch den schwierigen, kommenden Wochen positiv entgegentreten.

Man stelle sich vor, die Ungeschlagenheit YBs würde nach den oben erwähnten Spielen immer noch bestehen – es wäre ein Meilenstein auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft! Auf der anderen Seite kann man nach diesen Spielen auch mit 0 Punkten dastehen und die ganze Herrlichkeit wäre schon wieder vorbei. Man könnte das Baumann-, Schneuwly-, Yapi-, Wölfli-, Niedermaier-Bashing förmlich wieder riechen…

Aber genug in die Zukunft geschaut: Der FCB ist der nächste Gegner – es gilt ernst!

gaeubschwarz tippt 1:2 für YB und stellt folgendermassen auf:

Aufstellung gegen Basel

Getackelt: Schneuwly-Bashers

26. August 2009 um 09:52 von Pele in der Kategorie Getackelt

TacklingJeden Montag wird unter “getackelt”  das verbale Bein ausgefahren und der Gegenspieler vom Ball getrennt. Manchmal fair, manchmal nicht, aber immer auf den Ball gespielt.

Ausnahmsweise nicht am Montag, sondern am Mittwoch erscheint das Getackelt

„Für ein YB ohne Schneuwly!“
„Schneuwly raus“
„Weg mit Schneuwly“
Facebook ist nur ein Online-Portal, ein virtueller Schwanzvergleich über die höchste Anzahl Freunde, zum Teil mit durchaus amüsanten Funktionen und lustigen Einfällen. fb_schneuwlySo zum Beispiel das Gründen von Gruppen: „1000 Mitglieder und XY geht zu Swissdate“ oder „Ich könnte Mike Shiva pausenlos die Fresse polieren.“. Lustig sind jeweils auch diverse Statusmeldungen, so erklärte Scott Sutter zum Beispiel letzte Woche, welche Spitznamen er dank seiner neuen Haarfarbe bereits erhalten habe.
Aber zurück zu den Gruppen: Es gibt tatsächlich YB-„Fans“, die Anti-Spieler-Gruppen eröffnen und damit noch Anhänger finden. So gibt es etwa zwei Anti-Schneuwly-Gruppen, die ein paar Dutzend Anhänger gefunden haben.

Zur Erinnerung: Marco Schneuwly ist Stammspieler, momentaner Ligatopscorer und hat bereits in den Nachwuchsmannschaften für die Berner gespielt.
Er ist bestimmt nicht der schnellste, hat nicht den härtesten Schuss, nicht den platziertesten Kopfball und hat nicht die Technik eines Ribéry– doch er reisst sich stets den Allerwertesten auf, ist ein absoluter Teamplayer.

Eigentlich weiss ich nicht einmal was schlimmer ist: Online-Gruppen gegen YB-Spieler, oder Stadiongänger, die sich bei JEDEM Ballkontakt Schneuwlys enervieren und aufregen. Dort wird auch nicht mit gleichen Ellen gemessen: Wenn ein Schneuwly den Ball ins Fangnetz spediert, ist dies „grausam schwach, Pfui Schneuwly“ – wenn Doumbia drei freistehende Spieler übersieht und den Ball vier Meter neben das Tor bugsiert, ist es „ein schöner Versuch, Bravo Seydou“ (damit will ich den Lord auf keinen Fall kritisieren – sonst gibt’s morgen wohl eine Anti-Pele-Gruppe…).

Wie kommt es, dass man auf Platz eins stehend, den eigenen Topskorer Spiel für Spiel kritisiert? Muss wohl eine YB-Krankheit sein, schliesslich hat man auch Jahre lang über einen gewissen Thomas Häberli gewettert und ihm jedwelche NLA-Tauglichkeit abgesprochen. (Waren wohl die gleichen, die im Frühling 08 mit dem „The Häberlis“-Shirt herumliefen und „es schon immer gewusst haben“.

Ob es jemals ein Konzert von „Patent Schneuwly“ geben wird, darf (im Moment) bezweifelt werden. Doch ein bisschen mehr Zuspruch von den Rängen hätte der Marco mittlerweile wirklich verdient.

Wie las ich gestern doch in einem Facebook-Status: „Schneuwlys – what else?“.

Jugendwahn

25. August 2009 um 14:00 von Pele in der Kategorie Unsere Zweiten

In der Kategorie „Unsere Zweiten“ begleitet gaeubschwarz.be zwei unterschiedliche Mannschaften auf Ihrem Weg durch die Meisterschaft. Regelmässig berichten wir über deren Abschneiden.

Nachdem in den letzten Jahren pro Saison mindestens ein langjähriger Akteur den Rücktritt erklärt hat, gestaltet sich das Team nun ziemlich jung. Nicht wenige Spieler könnten (resp konnten bis diesen Sommer) noch in einer Juniorenmannschaft auflaufen.

So spielten im ersten Saisonspiel gegen Ostermundigen nicht weniger als sieben Spieler von Beginn weg, die das 24. Alterjahr noch nicht erreicht haben.

Mit Verteidiger Roger Gäggeler lief gar nur ein Spieler auf, welcher bereits die Dreissiger-Marke überschritten hat.

fca-fco

Die beiden fehlenden Spielerbilder von Raphael Aebersold und Fernando Garcia wurde vom Autor möglichst realistisch ersetzt.

Mit einem Altersdurchschnitt von 23 Jahren, stellt der FCA wohl eine der jüngsten 2. Liga-Mannschaften überhaupt.

Nachdem mit Oli Graf (81), Sandro Bottazzo (80) und Dean Tramacere (93) alle Einwechslungen durchgeführt worden waren, sank der Alterschnitt dank Letzterem sogar noch auf 22.5 Jahre.

PS: Der FCA siegte auch im zweiten Saisonspiel. Mit 3:1 konnte man beim Aufsteiger FC Belp die Punkte 4-6 einfahren. Die Tore erzielten Marc Blaser, Terry Schneider und Fernando Garcia. Der Altersdurchschnitt der Torschützen betrug übrigens 22,6 Jahre…

Nächste Woche wartet bereits der zweite Aufsteiger: Der FCA trifft „zuhause“ auf den FC Weissenstein. Das Spiel findet um 10.15 Uhr im Lerchenfeld statt.

FC Allmendingen – FC Ostermundigen 2:0

18. August 2009 um 08:45 von Pele in der Kategorie Unsere Zweiten

In der Kategorie „Unsere Zweiten“ begleitet gaeubschwarz.be zwei unterschiedliche Mannschaften auf Ihrem Weg durch die Meisterschaft. Regelmässig berichten wir über deren Abschneiden.

Logo FC Allmendingenlogo_fcoAm Sonntag stand das erste Meisterschaftsspiel der neuen Saison auf dem Programm. Es war gleich eine doppelte Premiere, schliesslich bestritt das Team gleichzeitig auch das 1. Punktspiel im Lerchenfeld-Exil. Im Vergleich zu Vorsaison hat sich die Start-11 nicht gross verändert, einzig Neuzugang Raphael Aebersold stand für den verletzten Lukas Stulz im Tor und Oli Tschannen kehrte nach einer längeren Reise zurück auf die Sechser-Position.

Der FCA startete mit viel Engagement in die Partie und versuchte von Beginn weg, das Spieldiktat zu übernehmen. Einzig im Abschluss wollte es zu Beginn noch nicht so recht klappen. Doch schon bald erfolgte ein schöner Angriff über mehrere Stationen, den Marc Blaser nach Flanke von Dario Aebersold mit dem Führungstreffer abschliessen konnte. Ein wenig später sorgte Rückkehrer Oli Tschannen dafür, die Torgefährlichkeit des Mittelfeldes zu unterstreichen und traf zum 2:0. Dies war gleichzeitig auch der Pausenstand.

2:0 gegen Ostermundigen… da war doch was? Genau, im letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams in Bern führte der FCA nach 80 Minuten ebenfalls 2:0, musste sich aber am Ende noch mit dem Ausgleich abfinden.

Am Sonntag ging es ähnlich weiter: Nach dem Pausentee waren es vor allem die Ostermundiger, die etwas fürs Spiel taten. Sie suchten den Anschlusstreffer und drückten die Allmendinger in die Defensive. Es schien aber, als habe der FCO ein grösseres Defizit im Abschluss: Selbst beste Möglichkeiten wurden ausgelassen, auch die nun häufigeren Fehler der Thuner Hintermannschaft konnten nicht genutzt werden. Als dann auch noch Innenverteidiger Roger Gäggeler des Feldes verwiesen wurde und der FCA den Rest des Spieles in Unterzahl bestreiten musste, wurde es noch einmal delikat.

Doch mit vereinten Kräften konnte ein Treffer verhindert werden und somit startete der FCA mit einem 2:0-Sieg in die neue Saison.

FCA – FCO 2:0 (2:0)

Tore: Blaser M, Tschannen

Allmendingen:

Aebersold R.; Blaser N, Gnotke, Gäggeler, Kiener; Aebersold D, Tschannen, Blaser M, Eberhart; Garcia, Schneider.

Einwechslungen: Tramacere, Bottazzo S, Graf O.

Bemerkungen: Gelb/Rot Gäggeler

Nächsten Samstag um 17.00h trifft der FCA auswärts auf den FC Belp. Der Aufsteiger wird übrigens seit dieser Saison vom ehemaligen YB-Spieler und Präsident Peter Mast trainiert.

FCL – YB, Rückblick

17. August 2009 um 14:15 von Pele in der Kategorie Matchbericht

Für eine Benotung haben wir vom gestrigen Spiel leider zuwenig gesehen. Biber geniesst seine Ferien und Gomoli war leider ebenso wenig vor Ort wie ich. Allein durch die Radio Gelb-Schwarz Berichterstattung (die einmal mehr sensationell war) und den Blick-Ticker, kämen wohl keine Vernünftigen Bewertungen zu Stande.

Was neben dem gedrehten Spiel am meisten für Aufsehen sorgte, war der Platzverweis gegen Seydou Doumbia.. Die erste Karte erhält er für eine übertriebene Schauspielerische Leistung, dies geht auch in Ordnung. Wobei man doch kurz erwähnen sollte, dass unser ehemaliger Regisseur und jetziger Herzensangelegenheiten-Luzerner Hakan Yakin, bei jedem zweiten Körperkontakt hinfällt. Ist nichts Neues, war bei uns schon so und wird auch in der Innerschweiz so bleiben – könnte man aber durchaus auch mal ahnden.

Nun zur Szene, die zur zweiten Karte führte: Doumbia umspielt Torhüter Zibung, verliert das Gleichgewicht und rutscht aus. Für Schiri Bertolini Grund genug auf Penalty zu entscheiden. Nach lauten Protesten der Luzerner meldet sich anschliessend der Assistent zu Wort und signalisiert seinem Chef, dass eine weitere Schwalbe vorliegt und man den Entscheid korrigieren müsse. Daraus resultierte anschliessend ein zurückgezogener Elfer und eine Ampelkarte für Wiederholungstäter Doumbia. Die Young Boys müssen das Spiel bei brütender Hitze mit einem Mann weniger zu Ende spielen.

In einem Punkt hat der Assistent sicher recht: Es war kein Foul und daher auch kein Penalty. Dies wusste sicher auch Doumbia, doch kann man von einem Profi erwarten, dass er bei brütender Hitze und einem knappen Spielstand ein Penalty-Geschenk verweigert? Das ist eine absolute Illusion und findet man wahrscheinlich nicht mal im Firmenfussball vor. Wäre das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden gewesen, hätte eventuell ein solches Szenario eintreffen können, den Unfair ist Doumbia nicht – dass konnte man in den vergangenen 14 Monaten feststellen.

Der Entscheid, den Pfiff zurück zu ziehen, war mutig und richtig von Bertolini, das sieht man nicht alle Tage. Wieso aber muss man den Stürmer noch vom Platz stellen? Schliesslich hat der Assistent die Szene korrigiert und müsste dabei auch gesehen haben, dass weder Foul noch Schwalbe vorlag. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl, hätte man dies merken können. Und der Entscheid, keinen Penalty aber auch keine Karte, wäre in jeder Hinsicht optimal und vertretbar gewesen.

Nun wird Doumbia für das Heimspiel gegen Sion fehlen. Bleibt zu hoffen, dass er die freie Zeit zum Erholen und nicht zum Verhandeln verwendet.

Vorschau Luzern – YB

15. August 2009 um 20:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Joetex Frimpong kehrte anfangs Saison zurück zu YB. In der Vorsaison spielte er – als Leihgabe – für den FC Luzern, war dort bester Torschütze und kehrte dementsprechend motiviert wieder zurück nach Bern.  Da die Stammformation im Angriff mit Doumbia, Schneuwly und Regazzoni aber grundätzlich gegeben ist, musste Frimpong wieder hinten anstehen und kam fast nur zu Teileinsätzen. Nun wechselt er also wieder (auf Leihbasis) nach Luzern – möglicherweise die beste Lösung für alle Beteiligten.

Beim morgigen Spiel in Luzern, resp Emmenbrücke wird er wohl nur Zuschauer sein und danach beim FCL ins Training einsteigen. Ansonsten wird die Stamm-11 auf YB-Seite recht klar sein (siehe unten).

FCL-YB ist der Spitzenkampf der noch jungen Saison – etwas schöneres gibt es kaum (abgesehen von der Platzierung der Grasshoppers…).

gelbschwarz spielt mit:

Aufstellung Luzern