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Unschuldsvermutung ade

28. September 2009 um 09:55 von Biber in der Kategorie Getackelt

TacklingJeden Montag wird unter “getackelt”  das verbale Bein ausgefahren und der Gegenspieler vom Ball getrennt. Manchmal fair, manchmal nicht, aber immer auf den Ball gespielt.

Beinahe jeden Tag liest man mittlerweile, dass die Politik „etwas gegen die Gewalt an und um Sportveranstaltungen unternimmt“. Gut, denn damit wird wohl das grösste Problem (noch fast wichtiger als die Verhaftung von weltbekannten Filmemachern) des Landes effektiv und zielgerichtet angegangen. *räusper*

Am Wochenende hat das Zürcher Stimmvolk über die Datenbank „Gamma“ abgestimmt. Das Verdikt des Volkes war eindeutig: über 72% der Stimmenden befürworteten, dass „Gewaltsuchende Personen“ auf Verdacht hin künftig polizeilich erfasst werden dürfen. Ich möchte diese Vorlage unter zwei Gesichtspunkten etwas genauer beleuchten.

Diese Vorlage zielt auf so genannte „Gewaltsuchende“ Personen und damit nicht auf solche, die anlässlich von Sportveranstaltungen tatsächlich gewalttätig geworden sind. Man kann dies als Präventionsmassnahme darstellen, als Abschreckung oder was auch immer. Dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass mit Gamma die Unschuldsvermutung – immerhin eines der wichtigsten rechtsstaatlichen Prinzipien – empfindlich unterlaufen wird. Ich frage mich ernsthaft, was eine solche Fichierung bringen soll. Wer straffällig wird, wird (hoffentlich) ohnehin verurteilt. Wer nicht straffällig wird, wird dennoch erfasst. Für was? Damit man sagen kann, „man mache etwas“? Werden künftig auch Autofahrer in einer Datenbank erfasst, die „verkehrsdeliktsbereit“ sind, obgleich sie Verkehrsregeln (noch) nicht verletzt haben? Oder Politiker, die sich möglicherweise der „Schaumschlägerei“ strafbar machen könnten?

Bei aller berechtigter Kritik an der mehr als undurchsichtigen Vorlage: Als Fans eines Klubs müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass der Unmut der Bevölkerung ein Mass erreicht hat, das ungeachtet aller rechtsstaatlichen Bedenken zu solchen klaren Resultaten führt, ja fast führen muss. Fussballfans haben in der öffentlichen Wahrnehmung gegenwärtig wenig Kredit. Die bisher stets bemühte (wenn auch richtige) Aussage, dass wenige schwarze Schafe für ein schlechtes Gesamtbild sorgen, verfängt nicht mehr. Das muss uns zu denken geben.

Ich habe keine Patentlösung, ja nicht einmal eine Lösung. Ich muss daher zur Kenntnis nehmen, dass die „Problemlösung“ längst von jenen Kreisen in Angriff genommen wird, welche dazu kaum in der Lage sein werden. Diejenigen, die wirklich etwas dazu beitragen könnten, bleiben ausserhalb des Stadions meistens stumm.

Lady’s Day

25. September 2009 um 14:39 von Biber in der Kategorie YB

Jubelnde Frauen neben jubelnden YB Spielern. Das trifft unseren Nerv. Wir mögen Ladies und wir mögen Tore.  Wir heissen deshalb unkritisch alle Aktionen gut, die darauf abzielen, unsere beiden Interessen miteinander zu verbinden und bildlich in Szene zu setzen.

2-1-20091004_yb-aarau

Das wirklich Brisante wird aber erst auf den zweiten Blick gewahr: Matar Coly wird gegen Aarau endlich spielen. Und ein Tor schiessen. So prophezeit es wenigstens das Bild. Wir werden mit den hoffentlich zahlreichen Ladies im Stadion jubeln. Versprochen!

Vorschau: FCSG – YB

25. September 2009 um 11:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Bis zum Xamax-Spiel war es ausgerechnet der Aufsteiger aus der Ostschweiz, der den Young Boys als einziges Team Punkte abnehmen konnte.
Der Saisonstart ist dem Team von Uli Forte auch sonst gut gelungen: Der FC Basel konnte geschlagen werden und man holte starke 13 Punkte aus 9 Spielen.

Nun wurde das Team aber scheinbar wieder von der Realität eingeholt. Dem knappen Cupsieg gegen das unterklassige Giubiasco folgte am Mittwoch die hohe 4:0-Niederlage gegen den FCB.
Für den momentan Leader also nur eine Formsache? Mitnichten!
Auswärtsspiele in St. Gallen gehör(t)en mitunter zum schwersten in den letzten Jahren:

08/09
Keine Spiele (FCSG in der ChL)

07/08
12.04.2008 FCSG – YB 2:0
01.12.2007 FCSG –YB 2:7

06/07
18.03.2007 FCSG – YB 1:1
24.09.2006 FCSG – YB 2:1

Abgesehen von der eindrücklichen 2:7 Gala, gab es seit der Saison 05/06 keinen Auswärtssieg mehr in St. Gallen.
Das ehemalige Espenmoos war eine Festung und nur schwer einnehmbar – und so wird es wohl auch in der neu gebauten Arena sein.
Mit einer konzentrierten und zielstrebigen Spielweise, sollte man die drei Punkte eigentlich einfahren können.
Doch in St. Gallen weiss man nie so genau…

gaeubschwarz.be reitet aber weiterhin auf der Euphoriewelle und tippt auf ein 1:3 für YB. Folgende 11 soll es richten:
Wölfli
Ghezal – Dudar – Affolter
Sutter – Xavier – Yapi – Degen
Doubia – Schneuwly – Rega

BSC YB – FC Zürich 3 – 0

24. September 2009 um 09:45 von Biber in der Kategorie Matchbericht

YB Logo

Logo FCZ

Fussball kann so schön sein, wenn das beste Team gegen das vermutlich beste Kader der Schweiz dermassen souverän gewinnt.

Hart aber unfair – die Benotung von gaeubschwarz.be:

Wölfli: 5.0 Nicht viel beschäftigt, aber wenn man ihn brauchte, war er (meistens) da. Einmal rettete Mardassi für ihn. Unterlief zweimal den Ball.
Mardassi: 5.25 Gutes Spiel. Zeigte dass er sich bei Bedarf problemlos in die Mannschaft intergriert. Mindestens ein guter Ersatz. Eine, zu dem Zeitpunkt wichtige Rettungstat auf der Linie.
Dudar: 5.5 Starkes Spiel des Abwehrhühnen. Kein verlorenes Kopfballduell und eine schöne Kopfballverlängerung auf Schneuwly vor dem 1:0. Strahlte seine gewohnte Ruhe und Sicherheit aus. Einige sehr gute Angriffsauslösungen.
Affolter: 5.25 Spielte unter den wachsamen Augen Hitzfelds eine starke Partie.
Yapi: 6.0 Ich sollte mir angewöhnen, jeden Abend vor dem Schlafengehen dem lieben Gott zu danken, dass Gilles Yapi in Bern spielt.
Hochstrasser: 5.5 War massgeblich daran beteiligt, dass für die Zürcher – trotz phasenweise optischer Überlegenheit – spätestens fünf Meter vor der Strafraumgrenze Schluss war.
Sutter: 5.0 Gutes Spiel, rannte viel, spielte oftmals brandgefährliche Pässe und schlug gute Flanken. Machte Freude ihm zuzusehen. In der ersten Halbzeit aber einige Fehlpässe.
Degen: 5.25 In der ersten Halbzeit mit einem katastrophalen Fehlpass und einem verschossenen „Hundertprozenter“. Aber Degen wäre nicht Degen, wenn er nicht weiterkämpfen würde. Wurde dafür mit einem Tor „belohnt“. Aber: David, wenn man den Ball verliert, muss man nicht zwingend einen Moment stehen bleiben um über Gegenspieler, Schiedsrichter oder das Wetter zu motzen. Man versucht viel eher, den Ball zurückzuholen. Dies aber nur am Rande.
Regazzoni: 5.0 Holte einen Penalty heraus, den übrigens wohl 9 von 10 Schiedsrichter gepfiffen hätten (OK, der 10. hätte ihn auch gepfiffen, dann aber zurückgenommen). Regazzoni ist wohl der Spieler, bei dem vorallem auffallen würde, wenn er plötzlich fehlt.
Doumbia: 5.25 In der ersten Halbzeit zu eigensinnig. Wollte unbedingt sein Tor, das in in der deutlich stärkeren zweiten Halbzeit auch schoss. Oftmals nur mit Foul vom Ball zu trennen. Zuletzt mit Krampferscheinungen. An dieser Stelle sei die faire Geste des zürcher Hüters Leoni vermerkt.
M. Schneuwly 5.25 Schönes Kopfballtor zum 1-0 und ein Zuckerpass zum 2-0. Daneben sein gewohnt hoher Einsatz.
Doubai 6.0 Nein, diese Note gibt es nicht für sein Spiel, welches eher unauffälig war, sondern dafür, dass er wieder zurück ist und über 20’000 im Stadion einen Hühnerhautmoment beschert hat. Willkommen zurück und viel Glück Thierry!
C. Schneuwly: keine Benotung
Liechti keine Benotung

Vorschau YB – FCZ

23. September 2009 um 07:30 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Nach dem turbulenten ersten Quartal der Saison 09/10, ist es vor dem Spiel gegen den FCZ Zeit für einen kurzen Rückblick.

Spieltag 1
FCZ – YB 3:1
Mit einem Doppelschlag gleich zu Beginn, stellte Eric Hassli die FCZ-Weichen auf Sieg. Es waren gleich die ersten 3 Punkte für den Meister zum Saisonstart.
YB fand leider nie richtig ins Spiel und musste sich im Spitzenkampf klar geschlagen geben.

Spieltag 2
YB – FCSG 1:1
Mit nur einem Punkt endete die Heimpremiere der neuen Saison für die Berner. Dabei musste der Gastgeber froh sein, dass die St. Galler den Siegtreffer in der Nachspielzeit verpassten. Das Spiel fand vor einem leeren Sektor D statt. Die Verantwortlichen fanden die friedliche und ruhige Atmosphäre so toll, dass man beschloss, den Sektor D gleich während der ganzen Hinrunde geschlossen zu lassen.

Spieltag 3
FCA – YB 0:0
Gleich die nächste Punkteteilung für den Vize-Meister: In einem langweiligen Spiel gegen Aarau, fielen keine Tore. Torschützenkönig Doumbia bleibt weiterhin ohne Treffer und die Spieler Degen, Regazzoni und Sutter stehen nach schwachen Leistungen auf der Abschussliste von Trainer Petkovic.

Spieltag 4
YB- GC 0:1
Nachdem das Spiel frühzeitig wegen Regen unterbrochen werden musste, waren es die Zürcher, die besser ins Spiel fanden. Cabanas verwandelte den fälligen Foulelfmeter nach einer Stunde zum Endstand. Die Young Boys stehen weiterhin mit nur 2 Punkten auf Rang 9. Um die Stürmerkrise zu beheben, werden Denervaud und Eudis zurückgeholt.

Spieltag 5
YB – Bellinzona 1:0
Endlich der erste Sieg: Dank eines Eigentores von Gügi Sermeter, gewinnen die Young Boys zuhause gegen das Team von Ex-YB-Trainer Schällibaum. Dieser suspendiert Sermeter nach dem Spiel auf unbestimmte Zeit, nachdem dieser im Kabinengang zugab, den Ball absichtlich ins eigene Tor gelenkt zu haben. „YB tat mir leid! Sie hatten die Punkte nötiger als wir!“ -> Merci Gügi, geile Siech!

Spieltag 6
FCL – YB 2:0
Bereits nach 2 Minuten trifft Paiva mit einem herrlichen Heber zum 1:0. Die Young Boys – die im Moment sowieso nicht vor Selbstvertrauen strotzen – sind nicht mehr in der Lage auf den Rückstand zu reagieren. Auch ein Penaltygeschenk von Schiri Bertolini (nach klarer Doumbia-Schwalbe) können die Berner nicht nutzen: Hochstrasser drischt das Leder über das Gersag-Stadion. Nach dem Spiel werden erste „Petkovic-Raus“-Rufe hörbar. Alain Baumann spricht vor den Kameras Klartext: „Der Trainer steht nicht zur Diskussion!“

Spieltag 7
YB – FC Sion 0:3 FF
Nach 90 Minuten steht es 2:0 für die Berner. Der von Xamax zurückgeholte Varela wird in der 88’ eingewechselt und erzielt gleich beide Treffer zum Endstand. Doch die Young Boys haben die Rechnung ohne Constantin gemacht: Noch auf dem Feld legen die Walliser Protest ein: Die Spielberechtigung von Varela war noch nicht in Bern eingelangt und der Spieler wurde somit regelwidrig eingesetzt. Die Forfaitniederlage wird noch live im Sportpanorama ausgesprochen und Sportchef Alain Baumann muss Tags darauf den Hut nehmen. Für die Verpflichtung des neuen Sportchefs werde man sich Zeit lassen. Unter den Berner Lauben geistern aber noch am gleichen Abend die Namen Vogel und Hottiger herum.

Spieltag 8
FCB – YB 6:0
Die bis anhin mässig gestarteten Basler, dominieren die Partie von A-Z. Frei und Streller erzielen je 3 Treffer, und Neuzugang Antonio da Silva darf sich alle 6 Assists gutschreiben lassen. Der Blick titelt online „Seht ihr, Berner, so werden Transfers gemacht!“. Als wäre das noch nicht genug, wechselt am gleichen Abend (23.00h) auch noch der Topskorer der letzten Saison: Seydou Doumbia folgt der Offerte von Bundesligist Hertha Berlin. Durch einen Formfehler im Vertrag, erfolgt dieser Wechsel ablösefrei. Man hatte eine alte Formatvorlage aus dem Ordner „Hottiger“ verwendet. Entsetzt und schockiert über diesen Weggang, nehmen Gilles Yapi und Xavier Hochstrasser nochvor Mitternacht ihrerseits ihre Offerten an und wechseln nach Strasbourg, resp zu PSG.

Spieltag 9
Xamax – YB 0:3
War dies etwa die Initialzündung zu einer grossen Aufholjagd? Die Young Boys – mit der halben U21-Mannschaft in der Startaufstellung – fertigen die Neuenburger ab. Steve Ukoh und Thierry Doubaï erzielen dabei je einen Treffer und ein Assist. Noch am gleichen Abend nehmen aber beide ein Angebot aus Zürich an – Fredy Bickel und Ancillo Canepa holen die beiden Spieler gleich vor der Maladière ab und fahren hupend am YB-Mob vorbei. Mit dabei: Schiri Lapèrriere, den die beiden spontan nach Hause brachten.

Cup – Runde 1
FC Baden – YB 1:0
Das wars! Mit einem Kontertor nach 7 Minuten geht Baden in Führung und stellt sich von da an mit 11 Mann hinten rein. Diese Taktik geht auf, der 1.-Ligist wirft den letztjährigen Finalisten aus dem Wettbewerb. Während des Spiels kommt es zum Eklat: 10-15 YB-Fans fordern laut den Rauswurf von Petkovic und nennen diesen einen „Scheiss-Trainer“. Dieser reagiert mit dem Stinkefinger und wird danach noch im Car entlassen.

Am Tag darauf stellt Stefan Niedermaier an der kurzfristig einberufenen PK den neuen starken Mann an der Linie vor: Nach englischem Modell übernimmt Andy Egli per sofort die Sportliche Leitung des Vereins. Dies sowohl als Trainer, wie auch als Sportchef. Desweiteren übernimmt er einen Sitz im Verwaltungsrat und löst eine Spielerlizenz.
Nach diesem radikalen Schnitt, soll die Mannschaft heute in der neubenannten Medwedew-Arena gegen den unangefochtenen Leader FC Zürich auf die Siegerstrasse zurück finden.

Gaeubschwarz.be spielt mit folgender Aufstellung:

Wölfli
Egli
Ghezal – Schneider
C. Schneuwly – Traoré – Raimondi – Liechti
Denervaud – Eudis – Varela

Hopp YB!
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Oben abgefasste Matchvorschau richtet sich an folgende Zielgruppen:

– Leute, die nach einer Saisonniederlage schon wieder Schwarz malen
– Leute, die sich lieber 10 Tage lang mit Busaccas Stinkefinger befassen
– Verschwörungstheoretiker

Kann man das heutige Spitzenspiel siegreich gestalten, liegt man wieder 10 Punkte vor dem FCZ und das verlorene Xamax-Spiel würde kaum mehr ins Gewicht fallen. Bei einer Niederlage würde der bisher komfortable Vorsprung aber auf 4 Zähler schrumpfen und die Situation würde sich ein wenig zuspitzen.
Doch wer denkt vor einem Heimspiel an eine Niederlage? Ich nicht!

Gaeubschwarz.be tippt auf ein 3:1 und spielt mit:

Wölfli
Mardassi – Dudar – Affolter
Sutter – Hochstrasser – Yapi – Degen
Doumbia – Schneuwly – Regazzoni

Erneute Niederlage

22. September 2009 um 13:30 von Pele in der Kategorie Unsere Zweiten

In der Kategorie „Unsere Zweiten” begleitet gaeubschwarz.be zwei unterschiedliche Mannschaften auf Ihrem Weg durch die Meisterschaft. Regelmässig berichten wir über deren Abschneiden.

Logo FC AllmendingenLeider konnte beim Spiel vom Samstag keiner der Blog-Redakteure anwesend sein, so dass auf einen Matchbericht an dieser Stelle verzichtet werden muss.
Resultat und Telegramm sind dem heutigen TT, resp der Berner Zeitung zu entnehmen.

Gegen Schönbühl musste die zweite Saisonniederlage, resp die erste Heimniederlage hingenommen werden.

Die Tabelle sieht nun wie folgt aus:

tabelleneu

Interessanterweise verlor der bis anhin souveräne Spitzenreiter (und Erzrivale) FC Spiez seine Partie gegen den FC Interlaken. Damit wurde der punktemässige Schaden in Grenzen gehalten.
Die Tabelle gestaltet sich dementsprechend ausgeglichen, die Spitze ist nahe zusammen.

Am Sonntag folgt nun das Auswärtsspiel in Konolfingen (10.15h – für alle Frühaufsteher!).
Gegen diesen Gegner konnte in der letzten Saison nur 1 Punkt geholt werden.

Finale Phase I

22. September 2009 um 07:00 von Biber in der Kategorie Unsere Zweiten

Logo Siddharta UnitedAuch wenn die Nebel bereits über Solodurn sind (wann sind sie das ab September bis Ende April nicht?), ist die Meisterschaft der siddhartischen Gladiatoren noch nicht zu Ende. Noch nicht, aber fast. Nach dem Sieg in der letzten Woche kommt es heute Abend um 18:00 Uhr auf dem Sportplatz Allmend, Bern, zum Showdown um die Meisterschaft. Zwar führt Siddhartha die Tabelle an, aber heute Abend muss gegen SC Lehmann + Huldi ein Sieg her. Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden und gleichzeitigem Sieg der Eisenbahner ist aber statt Meisterfeier Frustbewältigung angesagt. Trainer Nashimento hat vorsorglich bereits die ganze Saison über auch die Disziplin „Dritte Halbzeit“ trainieren lassen, denn man weiss nie, mit welcher Stimmung die Mannschaft heute Abend den Platz verlässt. Wir seitens der Redaktion sind zuversichtlich und werden live vor Ort sein. 

Wenn die Suppe in Suppendhurn dann noch etwas dicker geworden ist, steht das vorläufig letzte Highlight der Saison auf dem Programm: das Cuphalbfinale gegen SV Post/Ruag. Dieses Spiel wurde auf Wunsch des Gegners auf den 30. September 2009 verschoben. Übrigens bereits zum zweiten Mal. Wir werden berichten, ob dieses Spiel das letzte war, oder ob ein Cupfinale folgt. Die Verbindung von „Cup“ und „Finale“ ohne ein „Halb“ dazwischen ist übrigens ein Unwort.

Massimo Busacca – Pfeife mit Pfeife?

21. September 2009 um 10:30 von Biber in der Kategorie Getackelt

TacklingJeden Montag wird unter “getackelt”  das verbale Bein ausgefahren und der Gegenspieler vom Ball getrennt. Manchmal fair, manchmal nicht, aber immer auf den Ball gespielt.

Er hat mal einen Tschämpienliig Final gepfiffen und ist der Stars der über 80 jährigen Grosis. Er sieht ein wenig so aus, wie ein italienischer Filmschauspieler nicht aussehen sollte, wenn er in seriösen Filmen mitspielen möchte und er leitet Woche für Woche auf seine unverkennbare Art Spiele. Mal gut mal schlecht, das ist letztlich Ansichtssache. Richtig erkannt, die Rede ist von Massimo Busacca, Schiedsrichter.

Zugegeben, der Job als Schiedsrichter ist kein leichter. Auch nicht (oder besonders nicht?) auf diesem Niveau. Man muss in kürzester Zeit wichtige Entscheidungen treffen, man muss sich von Spielern – die zum Teil am Spieltag ein Vielfaches der Schiedsrichterentschädigung verdienen – beschimpfen lassen und überall im Stadion stehen Kameras, die jeden noch so kleinen Fehler schonungslos aufdecken. Dazu kommen Trainer, die an Pressekonferenzen nach Spielen sofort den Unparteiischen als Schuldigen bezeichnen und so den Druck der Niederlage von sich und der eigenen Mannschaft nehmen. Man darf sich dann nicht wundern, wenn die Fans eines solchen Vereins diese versteckte und zum Teil auch offene Kritik „auf ihre Art“ aufnehmen. Man lebt es ihnen ja vor.

Oftmals wird von einem Schiedsrichterproblem geredet. Ich denke nicht dass wir das haben, zumindest kein grösseres als andere Ligen. Aber die heutigen Rahmenbedingungen haben Schiedsrichter angreifbarer gemacht. Für Selbstdarsteller ist definitiv kein Platz mehr, besonders nicht wenn sie nicht hervorragende Arbeit leisten. Jeder, der Schiedsrichter wird kennt diese „Spielregeln“ und muss damit umgehen. Allerdings müssen wir uns fragen, wohin es führt, wenn der Schiedsrichter nicht mehr primär als Respektsperson und Spielleiter, sondern als Zielobjekt für öffentliche Kritik am Fernsehen wird. Man darf als Fan seinen Frust aus sich herausschreiben wie man will. Egal ob man es schlecht oder gut findet; das gehört zur Kultur des Sports, die von Emotionen lebt. Aber definitiv nur Verlierer suchen nach dem Spiel die Schuld beim Schiedsrichter.

Herr Busacca, eine Geste wie am Sonntag in Baden darf Ihnen nicht passieren. Dieser Vorfall muss und wird Konsequenzen haben. Aber für mich ist es nicht eine isoliert zu betrachtender Vorfall sondern die Konsequenz einer Entwicklung, die es zu stoppen und umzudrehen gilt. Schiedsrichter müssen sich wieder vermehrt um ihre Kernaufgabe kümmern, nämlich Spiele zu leiten und ihre Entscheidungen korrekt und mit Fingerspitzengefühl zu fällen. Und Spieler und Trainer, aber auch die Fans müssen wieder lernen zu akzeptieren, dass auch bei seriösester Arbeit seitens der Unparteiischen Entscheidungen geben wird, die man so oder so fällen kann. Dies ist ein Teil des Sports.

Souveräner Arbeitssieg in Baden

20. September 2009 um 18:15 von Voegtu in der Kategorie Matchvorschau

Souveräner Auftritt in Baden

Nach gutem Start und eindeutiger Feldüberlegenheit kassierte YB in der 7. Minute ein klassisches Kontertor. Der glücklicke Tastemel konnte die Aargauer durch einen strammen und eindeutig unhaltbaren Schuss in Führung bringen – sehr zur Freude des örtlichen Speakers, dem dieses Ereignis fast die Stimme verschlug.

YB liess sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und spielte weiter den gewohnt schönen Fussball.  In der Zwischenzeit blieb Wölfli-Ersatz Pole Collaviti sogar die Zeit, sein Kopfballspiel zu trainieren, um für künftige Einsätze im Sturm der YB-Veteranen gerüstet zu sein. Und so konnten die dominant auftretenden Berner die Überlegenheit bereits 10 Minuten später in das verdiente Ausgleichstor ummünzen: Dem souverän verteidigenden Schneidermarc wars hinter der Mittellinie so langweilig, dass er bei einem der vielen Eckbälle eine hübsche Flanke bewusst in die Maschen verlängerte.

Mit diesem Resultat gings in die Pause. Man wollte dem ehemaligen Hauptstadtclub die Party nicht schon zu früh vermiesen und wartete gewohnt gastfreundlich bis zur 52. Minute mit dem Führungstreffer. Herr Yapi zirkelte den Ball von der 16-Meter-Linie unhaltbar in die linke untere Ecke. In der Folge wurde die Überlegenheit der Gäste immer deutlicher. Einwechselspieler Regazzoni schoss schliesslich in der 72. Spielminute zum 3-1 Endstand ein.

Der für die YB-Viertelstunde einegwechselte Doubaï combackte nach über 18 Monaten Verletzungspause. Entscheidende Akzente konnte er keine setzen. Aber es ist gut zu wissen, dass Thierry wieder fit und einsatzbereit ist. Eine Premiere feierte zudem der talentierte Gourmi. Er vertrat den abfallenden Sutterscott in der letzten halben Stunde sehr stilsicher. Die erste Hürde auf dem Weg zum Cupsieg 09/10 übersprang der NLA-Leader dank einem souveränen Arbeitssieg in Baden gekonnt und ohne zu stolpern

5 Fragen an: Leo Rapisarda

18. September 2009 um 11:55 von Voegtu in der Kategorie Matchvorschau

Gaeubschwarz.be hatte einen Tag vor dem Spiel die Möglichkeit, mit dem jungen Stürmer Leonardo Rapisarda zu sprechen. Er wechselte auf diese Saison vom Erstligisten Rapperswil-Jona zum FC Baden. Im Interview erzählt er über die Vorbereitung mit Ex-Aarau-Profi Mirko Pavlicevic, seine Befindlichkeit und das Spiel gegen die berühmten Young Boys.

Du bist neu beim FC Baden. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft vor dem Cupspiel gegen YB?

Super! Die Stimmung ist im Moment sehr gut, weil wir ja am Samstag ein echtes Highlight vor uns haben.

Freut ihr euch auf das Spiel? Hat Trainer Pavlicevic etwas Spezielles trainieren lassen in Anbetracht des grossen Gegners?

Klar, gegen einen solchen Gegner spielen wir ja nicht jedes Wochenende. Trotzdem haben wir uns wie üblich auf ein Spiel vorbereitet.

Was hältst du von YB? Wie schätzt du eure Chancen ein?

YB ist eine sehr starke und offensive Mannschaft. Momentan belegt das Team Platz 1 in der Super League. Eine kleine Chance haben wir aber auf alle Fälle. Im Cup gibt immer wieder Überraschungen.

Du kommst aufgrund deiner Verletzung wohl nur als Joker zum Einsatz. Schiesst du ein Tor gegen die starke YB-Abwehr?

Ich hoffe es natürlich.

Zum Schluss ein kleiner Tipp: Wie geht das Spiel aus?

Ich tippe auf ein 2:2 unentschieden und dann siegen wir im Penaltyschiessen.

Leo, vielen Dank, dass du dir kurz Zeit genommen hast.