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FC Basel – BSC YB 1:1

10. April 2017 um 19:02 von Pele in der Kategorie YB

Noch bevor man die sportliche Sicht des Spitzenkampfs beleuchtet, muss man leider auf den Tiefpunkt des Wochenendes eingehen. Nach knapp 40 Minuten stürzte YB-Getter Hoarau in einem Zweikampf dermassen unglücklich, dass er sich das linke Hüftgelenk auskugelte. Gui wurde noch am selben Abend operiert – die Dauer seines Ausfalls ist aber noch ungewiss. Im Hinblick auf die restlichen neun Spiele (bei 11 Punkten Vorsprung) dürfte der Ausfall zu kompensieren sein. Allerdings wird einem Angst und Bange wenn man an den Saisonstart und die allfällige Champions League Qualifikation denkt.

Gute Besserung Gui!

…und nun zum Spiel:

Selten zeigte sich YB im Joggeli über weite Strecken so stark wie beim gestrigen Auftritt.

Die erste Hälfte gehörte fast ausschliesslich den Gästen, einzig die Chancenauswertung war mangelhaft. Assalé in der ersten Minute sowie Sulejmani vor der Pause hätten für klarere Verhältnisse sorgen können. So stand es zur Halbzeit „nur“ 1:0 für YB, den Treffer hatte Ravet nach schöner Vorarbeit Assalés erzielt. Nicht wenige stellten sich die Frage, wie zwischen diesen beiden Teams nach 26 Partien ganze 17 Punkte liegen können!

Natürlich liegt es nicht in erster Linie an den Direktbegegnungen, sondern an den Spielen gegen die Teams aus den unteren Tabellenregionen – die gewinnt Basel fast ausnahmslos, während YB leider zu oft Punkte liegen lässt.

Item. Nach der Pause schickte sich der amtierende Meister an, seine Fans etwas zu besänftigen und startete furios. YB wusste sich kaum zu befreien und es war nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fallen würde. Elyonoussi traf schliesslich nach einem Zuffi-Eckball zum 1:1. Wer nun dachte, das YB sämtliche Felle davon schwimmen würden, sah sich getäuscht. Zwar kontrollierten die Berner das Spiel nicht mehr so deutlich wie in der ersten Halbzeit, doch mit mehreren guten Kontern waren die Gelbschwarzen dem zweiten Treffer näher. Leider verlor Assalé zu Beginn der Schlussphase die Nerven und YB musste sich zu zehnt wehren. Die Kräfte schwanden minütlich und Adi Hütter musste sich sehr genau überlegen, wen er mit dem letzten Wechsel erlöste. Es war schliesslich Ravet, hätte aber genau so gut auch Sulejmani oder Rochat sein können. Trotzdem brachten die Gelbschwarzen den Punkt ins Trockene. Eigentlich ein Grund zur Zufriedenheit… wäre da nicht der extrem bittere Ausfall unseres besten Spielers.

Die Noten:

Mvogo 4.5/ Hatte erstaunlich wenig zu tun, beim Gegentor machtlos.

Mbabu 5/ Unheimlich aktiver Auftritt. Wie immer nicht frei von Fehlern in der Defensive, nach vorne jedoch ein unermüdlicher Antreiber.

von Bergen 5/ Zeigte deutlich, dass er den Part als Patron nach wie vor überzeugend spielen kann. Einige hervorragende Antizipationen.

Rochat 5/ Ebenfalls mit einem starken Auftritt. Absolvierte die Schlussminute stark angeschlagen und biss sich durch.

Joss 4.5/ Kommt immer mehr zurecht. Nicht ganz so aktiv wie Mbabu, dafür in der Abwehrarbeit etwas konzentrierter.

Ravet 5/ Bis zu seiner Auswechslung fleissig und omnipräsent. Blieb bei seinem Treffer ruhig, obwohl er fast zu viel Platz und Zeit erhielt.

Zakaria 5.5/ Verletzt? Trainingsrückstand? Spielt bei Denis keine Rolle. Bärenstarke Leistung des Mittelfeldspielers.

Bertone 4.5/ Ebenfalls ein guter Auftritt, wenn auch nicht ganz so überzeugend wie sein Nebenmann. Liess in hektischen Situationen einige Male die Ruhe vermissen.

Sulejmani 5/ Die Geduld scheint sich auszuzahlen. Nicht nur offensiv kommt Sulejmani besser in Form, auch in der Defensive nun bereits seit mehreren Spielen deutlich verbessert.

Hoarau -/ GUTE BESSERUNG GUI!

Assalé 3/ Eine eigentlich sehr gute Leistung machte Asselé durch seinen dummen Platzverweis und das dämliche Verhalten danach zunichte.

Frey/Lecjaks/Schick keine Note/

Vorschau FC Basel – BSC YB

8. April 2017 um 13:50 von Jänu in der Kategorie YB

Im Norden nichts neues. Es ist ruhig rund um YB und ums Wankdorf. Beweise gefällig? Das emotional aufwühlendste diese Woche war, dass die 99-jährige Hedy nach dem Vaduzmatch Hoaraus Trikot gekriegt hat. Gleich dahinter die beinahe Vollzugsmeldung des Mvogo Transfers nach Leipzig. Dazu baut Sophie ihre Führung im Bierprinzessinenranking weiter aus – wahrlich eine emotionale Achterbahnfahrt. Nun grundsätzlich schlecht muss diese Ruhe natürlich nicht sein, allerdings ist sie bei uns vor allem Zeuge von Langeweile. Wir drehen unsere wöchentlichen Super-League-Runden im beinahe luftleeren Raum.

Bei Basel geht es da in allen Bereichen etwas aufgeregter zu und her. Sportlich erreichte der FCB mit dem Sieg in Winti diese Woche den Cupfinal. Geschäftlich wurde offiziell, dass eine neue Führung das äusserst erfolgreiche Duo Heusler/Heitz ablösen wird. Mit Marco Streller wird ein Altbekannter für die sportliche Führung zuständig sein, Burgener kannten hingegen wohl die wenigsten ausserhalb Basels. Während die Cupfinal Meldung uns ziemlich egal sein kann, interessiert der Führungswechsel schon eher. Denn – aus unserer Optik – schlechter als mit Heusler/Heitz kann es eigentlich nicht kommen.

Sportlich geht es am Sonntag für kein Team um viel. Die Positionen sind bezogen, der Begriff Spitzenspiel nur Makulatur. Nun geht es aber noch ums Prestige, einen Sieg im Joggeli zu holen, ist immer eine gute Sache. Dazu noch Symapthiebolzen wie Xhaka oder Steffen mal ordentlich auf den grosse Zeh treten und schon könnte dies aus Berner Sicht ein durchaus gelungener Sonntagnami werden. Die einzige Saisonniederlage konnte YB dem FCB schon zufügen, höchste Zeit die Basler auch das erste Mal zu Hause zu bezwingen und das Prestige (sowie die drei Punkte) mit nach Bern zu nehmen.

Um den Hass etwas zu schüren und die Emotionen zu entfachen, würden wir mit Michi Frey beginnen. Gerndt und Assalé werden dem Spiel neuen Schwung verleihen. Den 2:3 Sieg sichern wird uns aber Hoarau, der mit einem Dreierpack beweist, dass er mehr Wert ist als jeder Doumbia dieser Welt.

 

BSC Young Boys – FC Vaduz 3:2

3. April 2017 um 15:35 von Marco in der Kategorie YB

Der letzte Eindruck bleibt haften. YB gewinnt gegen Vaduz und erzielt drei Tore, die budgetierten drei Punkte sind im Trockenen. Das ist nicht eine falsche Beurteilung, aber sie stützt sich eben nur auf den letzten Eindruck. Klammern wir die drei gewonnen Punkte mal kurz aus, fällt die Beurteilung der gestrigen Partie mehrheitlich negativ aus. Kollege Maté wies in der Vorschau darauf hin, dass die mentale Herausforderung gegen Vaduz grösser sein könnte als die sportliche. Er behielt sowohl Recht wie auch Unrecht. Die mentale Herausforderung war tatsächlich gross, bis zur Nachspielzeit sogar zu gross für YB. Doch überraschenderweise bekundeten die Young Boys auch sportlich Mühe.

Rückblickend begann die Misere mit dem Führungstreffer. Nach knapp zwei Minuten verwertete Hoarau den Penalty, der YB nach einem Foul an Sulejmani zugesprochen wurde. Der formidable Start erwies sich als Bumerang. Nur fünf Minuten später würgte Zarate quasi liegend den Ball zum 1:1 über die Linie. Beim schnellen Angriff der Vaduzer machte die ganze YB-Abwehr keine gute Figur, Captain Steve von Bergen stellte sich aber besonders ungeschickt an als er im Duell mit Zarate den Ball nicht wegbrachte. Nach dem Gegentreffer verlor YB komplett den Faden. Adi Hütters Elf hatte zwar mehr Ballbesitz, doch sie wussten nichts damit anzufangen. Die limitierten Qualitäten von Vaduz waren offensichtlich, reichten aber um den Spielstand zu halten. Zu oft versuchten es die Young Boys mit hohen (meist zu weiten) Flanken, die im Sturm keinen Abnehmer fanden. Ein intensives Pressing hätte den fragilen FC Vaduz wahrscheinlich rasch zusammenbrechen lassen, leider verzichtete YB in Halbzeit eins darauf.

Das wollte Hütter nicht auf sich sitzen lassen. Für den ungenügenden Schick kam Ravet und YB machte nach dem Seitenwechsel mächtig Druck. Leider wurden die Gelbschwarzen für ihr Engagement nicht belohnt, zwei Pfostenschüsse und ein Abseits-Tor waren der karge Ertrag. Es kam noch schlimmer. Nach einem Corner und einem hohen Bogenball stürmte Mvogo aus dem Tor, erwischte den Ball aber genau so wenig wie Sanogo und von Bergen. Muntwiler war der Profiteur, der für Vaduz auf 2:1 erhöhte. Mvogo wurde zwar von hinten behindert, das nimmt ihn aber nicht gänzlich aus der Verantwortung. Wieder musste sich YB von einem Rückschlag erholen und wieder dauerte diese Phase zu lange. YB trat zwar gewillt auf, eine Verbesserung gegenüber der ersten Halbzeit war zu sehen, doch das genügte nicht. Vaduz zog sich verständlicherweise in die eigene Hälfte zurück und YB kreierte auch einige Chancen, die Siegrist mit sehenswerten Paraden vereitelte.

So begann man sich auf den Rängen schon mit der Enttäuschung auseinanderzusetzen, als die Nachspielzeit alles auf den Kopf stellte. Der lange Ball von Ravet, die Verlängerung von Hoarau und der starke Abschluss von Frey, den er feierte als hätte er YB zu einem Titel verholfen. Doch auch so blieb noch gerade genug Zeit, um im Gewühl nach dem letzten Corner das Siegestor zu erzielen. Assalé lenkte den Schuss von Hoarau perfekt ab und Vaduz war geschlagen. Ein Sieg war budgetiert, das Ziel wurde erreicht. Doch bis dahin kam YB zu oft vom Weg ab.

Mvogo 4 Beim zweiten Tor wurde er behindert. Trotzdem machte er keine gute Figur. Das war nicht der Mvogo, den wir kennen.

Mbabu 5 Der aktivste Spieler von YB. Rannte, kämpfte und überlief seine Gegenspieler. Einzig die Flanken waren manchmal zu wenig präzis.

Von Bergen 3.5 Trägt bei beiden Gegentoren eine Mitschuld. Das darf dem Routinier eigentlich nicht passieren.

Rochat 3.5 Zu oft verteidigte er nicht konsequent und liess gefährliche Bälle passieren.

Joss 4.5 Gegen vorne zeigte sich der Youngster gefällig, in der Defensive noch zu wenig stabil.

Schick 3.5 War in der ersten Halbzeit kaum zu sehen, wurde zu Recht ausgewechselt.

Bertone 4.5 Rückte zu wenig auf und seine Weitschüsse brachten zu wenig Gefahr.

Sanogo 5 Rackerte wie gewohnt unermüdlich im Mittelfeld – ein Lichtblick.

Sulejmani 4,5 Einige gute Szenen in der Startphase, dann baute er etwas ab.

Hoarau 5 An allen drei Toren beteiligt, ansonsten eher blass für seine Verhältnisse.

Gerndt 4 Kam nie wirklich ins Spiel.

Ravet 5 Brachte etwas Schwung in die zweite Halbzeit.

Frey 4.5 Grosschance vergeben, Ausgleich erzielt, fragwürdig verhalten. Naja.

Assalé Der ideale Joker.

Vorschau BSC YB – FC Vaduz

1. April 2017 um 18:08 von Mate in der Kategorie YB

YB-Vaduz… Die Vorzeichen sind klar, alles andere als ein YB-Sieg wäre eine Enttäuschung. 5:0 gewann YB die letzte Partie gegen diesen Gegner zu Hause. Es war damals der Abschluss einer Serie von vier erfolgreichen Heimspielen in Folge – unter anderem in der Europa League gegen Apoel und gegen GC im Cup. Es war die Zeit, als noch nicht alle Felle davon geschwommen waren. Entsprechend schwieriger dürfte es momentan sein, den Fokus zu halten. Klar, «es ist ihr Job», «das sind Profis» und so weiter…. Logisch. Maschinen sind es dennoch keine. Ihr Hirn funktioniert insofern, als dass irgendwo im Hinterstübchen die letzte Spannung trotz allem fehlt. Diesen Teil des Hirns zu überlisten, dürfte somit aktuell eine der schwierigeren Aufgaben sein, welche es zu bewältigen gilt. Und wenn sonst gerade rund um wichtige Spiele gerne mentale Faktoren ins Feld geführt werden, so geht es auch am Sonntag zu einem grossen Teil genau um solche. Wir verzichten an dieser Stelle darauf, Rückstand oder Vorsprung aufzulisten…

In einer komplett anderen Situation befindet sich der sonntägliche Gast. Trotz der doch etwas überraschenden Entlassung von Trainer Contini, sind die Liechtensteiner in der letzten Runde nach der Heimniederlage gegen Lausanne auf den letzten Platz abgerutscht. Der Kampf ums Überleben ist im vollen Gange, morgen steht zum ersten mal der neue Übungsleiter an der Linie. Einen entsprechenden Auftritt darf oder muss man entsprechend erwarten. Spielerisch vermutlich nicht hochstehend, dafür mit umso mehr Kampf. Hier gilt es selbstverständlich dagegen zu halten. Auch dürfte man einem Gegner gegenüber stehen, welcher bereits einen Punkt als Erfolg abbucht und sich entsprechend vor allem auf die Verteidigung konzentriert. Da gilt es, mit kluger Laufarbeit und gutem Passspiel Wege zu finden, um das Vaduzer Bollwerk zu überwinden.

Gegenüber dem letzten Spiel vor der Nationalmannschaftspause (Zur Erinnerung: YB gewann in Lugano mit 2:0), wird Captain Steve von Bergen nach seinen Rückenbeschwerden in die Startelf zurückkehren. Da Nuhu eine Gelbsperre absitzen muss, wird neben ihm Alain Rochat auflaufen. Auf den Seiten erwarten wir wie in Lugano Mbabu und Joss, welchem wir erneut den Vorzug gegenüber Jan Lecjaks geben würden. Er soll weiter Spielpraxis sammeln. Ansonsten dürften die grossen Überraschungen ausbleiben, auch wenn wir vielleicht etwas anders aufstellen würden, als es der Trainer vermutlich tun wird. So erwarten wir auf den Flügeln Ravet und Sulejmani, im Zentrum Sanogo und Bertone und vorne Hoarau aund Assalé. Für uns denkbare Optionen sind beispielsweise Aebischer im Zentrum für Bertone zu bringen oder im Sturm wieder einmal Michi Frey von Beginn an laufen zu lassen. Für ihn würden wir Roger Assalé auf der Bank behalten – das wäre dann gleichzeitig eine nette Option, um allenfalls von dort noch für etwas Impulse zu sorgen. Wie auch immer Adi Hütter sich entscheidet, zählen wir darauf, dass seine Elf den Platz, der fehlenden Spannung zum Trotz, mit der richtigen Einstellung betreten wird und dem Gegner keine Schützenhilfe im Abstiegskampf leistet. Die Tore zum klaren 4:0-Sieg erzielen Hoarau, Ravet, Sulejmani und Frey.

FC Lugano – BSC YB 0:2

20. März 2017 um 17:09 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen

Schönstes Sommerwetter, 25 Grad und 3 Punkte im Schongang – ein perfektes Wochenende. Die Young Boys gewinnen trotz bescheidener Leistung im Stadio di Cornaredo vor 4’121 Zuschauern dank den jungen Wilden, dem Schönwetterfussballer Miralem Sulejmani und Effizienz, verdient mit 2:0.

Auch wenn vieles an das 0:0 vom vergangenen Wochenende erinnerte und schlimmes befürchtet werden musste, war gestern doch vieles anders. Adi Hütter stellte neben dem Routinier Rochat, welcher den verletzten Abwehrchef von Bergen ersetzte, die jungen Mbabu (21), Nuhu (21) und Joss (22) auf und gab so dem YB-Nachwuchs die Möglichkeit Spielpraxis zu sammeln und sich für weitere Aufgaben in Bern aufzudrängen. Die Jungs machten dies bis auf ein paar wenige Unsicherheiten gut. Auch wenn die Luganesi gestern sicher nicht den stärksten Sparringspartner abgaben, so konnte sich Mbabu, welcher Hoarau das 2:0 auflegte und auch sonst mit gewohntem Zug die rechte Seite beackerte aber auch Sven Joss, mit seinem schönen Lupfer auf Sulejmani zum 1:0, präsentieren und zeigen, dass sie durchaus eine Alternative über die Saison 2016/17 hinaus sein könnten. Dazu stand in Lugano neben Gerndt neu auch der andere Langzeitverletzte Loris Benito wieder einmal auf dem Matchblatt und diese stellten zusammen mit Lecjaks, Ravet und Frey eine ganz beachtliche Auswechselbank.

Auch bekam Sulejmani erneut eine Chance zu zeigen, dass er zu viel mehr fähig ist, als dass er bis anhin in dieser Saison gezeigt hatte. Als wollte er den Stempel des Schönwetterfussballers zelebrieren, packte er sein schönstes Sommergewand aus und entschied die Partie beinahe im Alleingang. Jeder einigermassen gefährliche Angriff (auch wenn es gestern nicht allzuviele davon gab) fanden den Weg über des Serbens linken Fuss. So fiel es für einmal nicht ins Gewicht, dass Leistungsträger wie etwa Hoarau oder Sanogo mit angezogener Handbremse zu spielen schienen und nur wenig Einfluss auf das Spiel hatten.

Ansonsten sind die (Haupt-)Ereignisse des Spiels schnell zusammengefasst:

11. Minute Sulejmani setzt sich mit etwas Glück am rechten Flügel durch, zieht zur Mitte und prüft Torhüter Salvi aus 15 Metern.
52. Minute Sadiku bringt eine Flanke volley aufs Tor, doch Mvogo reagiert glänzend.
72. Minute Joss’ Lupfer in den Strafraum findet den Kopf von Sulejmani und der köpft den Ball am zweiten Pfosten zum 1:0 ins Tor.
74. Minute Hoarau hat nach einem Querpass Mbabus alle Zeit der Welt und trifft aus kurzer Distanz zum Endresultat von 0:2.
81. Minute Alioski zieht nach einem katastrophalen Rückpass Nuhus alleine auf Mvogo, vergibt aber kläglich.

So bedankten sich die Young Boys am Ende, nach nur 3:2 Torschüssen aber 57:43 % Spielanteilen und einem Cornerverhältnis von 6:10, beim treuen, mitgereisten Anhang und verabschiedeten sich in die Nationalmannschaftspause.

Die Noten:
Mvogo: 4,5 Wurde ein einziges Mal geprüft und bestand diesen Test souverän.
Mbabu: 5 Brachte viel Zug über die rechte Seite und bereitete den Treffer zum 2:0 vor.
Rochat: 4,5 Der Oldie ersetzte den verletzten Abwehrchef von Bergen und machte dies mit Ausnahme einiger Abspiele gut.
Nuhu: 4,5 Eine sehr ansprechende Partie des jungen Ghanaer. Spielte abgeklärt, defensiv stark und mit gutem ersten Pass bis zu seinem fürchterlichen «Rückpass» in der 81. Minute.
Joss: 4,5 Bekam den Vortritt gegenüber Lecjaks, spielte gut und bereitete den Treffer zum richtungsweisenden 1:0 vor.
Schick: 3,5 Lieferte ein unauffälliges Spiel ab.
Sanogo: 4 Offensiv äusserst unauffällig, konzentrierte sich die Kampfmaschine auf seine Rolle des Zerstörers.
Bertone: 4 Das Spiel fand auf den Flügeln statt und so kamen die offensiven Stärken Bertones zu wenig zur Geltung.
Sulejmani: 5,5 Ist er doch ein Schönwetterfussballer? Trumpfte bei sommerlichen Temperatur wieder einmal auf. War an allen Toren und Chance(n) beteiligt. Arbeitete ebenfalls sehr gut defensiv.
Hoarau: 4 Der Captain blieb trotz seines Tores eher blass.
Assalé: 3,5 War viel unterwegs wusste aber meist nichts zählbares mit dem Ball anzufangen.
Ravet: 4 Kam für einmal von der Bank aber konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken.
Frey: 4 Wollte aus der kurzen Einsatzzeiten möglichst viel herausholen – was ihm auch gestern nicht gelang.
Lecjaks: Keine Note

Vorschau FC Lugano – BSC YB

18. März 2017 um 17:38 von Jänu in der Kategorie YB

Temperaturen über 20°C, sonniger Himmel, altehrwürdiges Stadion und sportlich machbarer Gegner. Die Ausgangslage für einen guten Sonntag stimmt für die Young Boys an diesem Wochenende. Wäre doch nur nicht das Faktum, dass der Match für die Berner kaum mehr grosse Bedeutung hat. Einerseits sind die Basler, das wissen wir ja nun alle, 3 Millionen Punkte vor YB. Andererseits scheinen die «Konkurrenten» um Platz zwei nicht im Stande zu sein, die Hütter-11 ernsthaft unter Druck zu setzen.

Was dies für das Spiel auf dem Rasen bedeutet, sahen wir letzte Woche in Lausanne. Ein äusserst bescheidener Auftritt, bei dem man sich aus Berner Sicht damit zufrieden gab, den eigenen Kasten rein zu halten. Eine Zielsetzung, die gegen den aktuell letzten der Super League nicht gerade als ambitioniert durchgehen kann. Sie darf also gegen Lugano ruhig wieder etwas gewagter ausfallen und der Dreier angestrebt werden. Um die dafür nötige Spannung zu erzeugen, könnte Adi Hütter den Blick bereits etwas über die aktuelle Saison hinaus richten. Da im Juli wiedermal alles bei 0 beginnt, sollten Spieler, deren Form in dieser Saison eher unter den Erwartungen blieb, bis im Sommer nochmal die Chancen haben, sich aufzudrängen. Wir denken da insbesondere an Michi Frey, der viel mehr kann, als er aktuell zeigt, sofern er sein Selbstverständnis wiederfindet. Oder da wäre auch ein Jan Lecjaks, der in der aktuellen Verfassung eigentlich keinen Platz in einem Super League Kader haben dürfte. Oder auch Alex Gerndt, der nach seiner Verletzung den Tritt erst finden muss.

Bei der tabellarischen Ausgangslage fällt es verständlicherweise nicht einfach, das Getriebe auf WARP-Antrieb hochzuschalten. Aber – und da müssen wir uns der Floskel bemühen – die Jungs müssen Profis genug sein, um auch ohne grosse Spannung in der Tabelle ihre Leistung auf dem Platz zu bringen. Dass diese Spannung in keinem Wettbewerb mehr da ist, haben sie sich schliesslich selbst zuzuschreiben. So gilt es durch Siege wieder eine gewisse Freude und Zuversicht in Bern zu schaffen, die beide seit dem 1. März noch lange nicht zurück sind. Und dabei kann der Blick über den Tellerrand gerichtet werden und mit einem Auge die nächste Saison bereits geplant werden. Etwas, dass bei einigen Spielern für die Spannung sorgen könnte, die es für die drei Punkte im Tessin braucht.

FC Lausanne-Sport – BSC YB 0:0

13. März 2017 um 13:44 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Das Spiel gegen den Kantonsrivalen aus Thun nach einem frühen 0:2-Rückstand noch zu drehen, darf als starke Willens- und Charakterleistung betitelt werden. Trainer Hütter korrigierte seine Startaufstellung bereits nach einer halben Stunde mit einem Doppelwechsel, der dem Team die nötigen Impulse bescherte, um das bittere Cup-Out gegen Winterthur zumindest ein wenig zu kompensieren.

Beim gestrigen Spiel auf der Pontaise fehlten aber gänzlich alle Impulse und auch einen ansatzweise ausreichenden Willen konnte nur finden, wer sich mit viel Goodwill und einer starken Lupe auf die Suche machte. Da wären einerseits ein paar wenige Aktionen von Neuzugang Assalé, der einem Torerfolg noch am nächsten kam. Daneben darf konstatiert werden, dass die Abwehr endlich mal wieder ohne Gegentor blieb, was allerdings gegen den Tabellenletzten kein Ruhmesblatt darstellt.

Lausanne war die bemühtere Mannschaft, kniete sich in die Partie und agierte das erste Mal seit langem mit einer Viererkette. Dies hätte man in der Nachbetrachtung möglicherweise als klugen Schachzug oder Stabilitätsfaktor werten können, doch gestern wurde der Abwehrverbund der Waadtländer derart wenig gefordert, dass die anfallende Arbeit wohl auch zu Zweit hätte verrichtet werden können.

In der Regel versucht man bei einem Spielbericht, die diversen Aktionen beider Teams chronologisch aufzuführen und den Spielhergang möglichst verständlich aufzuzeichnen. Dies können wir uns in diesem Fall eigentlich schenken – einzig der Pfostentreffer des Heimteams kurz vor Schluss darf erwähnt werden.

Viel wichtiger ist zu diesem Zeitpunkt aber der Ausblick auf die restlichen 12 Saisonspiele. Den Meistertitel durfte man bereits vor geraumer Zeit abhaken, im Cup hat man eine weitere grosse Möglichkeit in den Sand gesetzt. Der Vorsprung auf Platz 3 ist nach wie vor beträchtlich und dürfte anhand der individuellen Qualität kaum verspielt werden. Was also nun? Wie bringt die sportliche Führung um Hütter und Spycher genügend Spannung in die Mannschaft, damit wir uns nicht auf 12 mehrbessere Testspiele einstellen müssen (die beiden Partien gegen Basel und das Heimspiel gegen den künftigen Absteiger aus Zürich einmal ausgenommen)?

Unserer Meinung nach müssen die Reizpunkte vor allem in der Ausnützung der Kaderbreite und in der Beantwortung einiger wichtiger Fragen in der Transferplanung gesetzt werden:

  • rechter Verteidiger: Nach Sutters Abgang ist Sven Joss gesetzt. Der Leihvertrag von Kevin Mbabu läuft im Sommer aus, daher müsste hier Klarheit geschaffen werden.
  • linker Verteidiger: Lecjaks agiert aktuell in einer ungeheuren Unterform, daher stellt sich die Frage, ob nicht Linus Obexer einige Einsätze erhalten sollte.
  • Innenverteidigung: Wer spielt künftig neben von Bergen? Nuhu überzeugt zu selten, bei Rochat stellt sich die Frage nach der Perspektive. Die Lösung des Problems dürfte Benito sein, allerdings müsste dieser einmal eine Saison verletzungsfrei bleiben.
  • zentrales Mittelfeld: Sanogo dürfte gesetzt sein, Zakaria oder Bertone ergänzen ihn. Hier sollte aber auch Aebischer vermehrt wieder seine Chancen erhalten, für den Fall eines Transfers von Zakaria diesen Sommer.
  • Flügel: Ravet ist gesetzt. Sulejmani braucht noch mehrere Einsätze um zu beweisen, dass bei ihm das Preis-/Leistungsverhältnis nicht nur alle 4-5 Spiele stimmt. Schick sollte so oder so als #3 fungieren, Seferi sollte daneben Einsätze erhalten um sein bereits angedeutetes Potential unter Beweis zu stellen.
  • Angriff: Hier ist YB nach wie vor gut besetzt. Neben Hoarau können Gerndt, Frey und Assalé auflaufen. Letzterer dürfte mal eine Pause erhalten.

Genügend Gründe also, um in den nächsten Wochen ab und an ein wenig zu rotieren. Dies würde für zusätzliche Motivation und Konzentration sorgen, um dem Testspielcharakter entgegen zu wirken und Wuschu könnte Eindrücke sammeln um seine Kaderplanung voran zu treiben.

Die Noten:

Mvogo 4/ Abgesehen von einer Unsicherheit beinahe beschäftigungslos.

Joss 3.5/ Defensiv bemüht, offensiv zu wenig Einfluss.

von Bergen 4/ Seine Abwehr spielte zu 0, was aber eher dem Gegner zuzuschreiben war.

Rochat 4/ Besser als gegen Thun, doch auch von ihm kamen nicht genügend Impulse.

Lecjaks 3/ Lässt sich aktuell wie ein Junior ausspielen. Das kompensieren auch seine Offensivaktionen nicht.

Ravet 3.5/ Ihm gelang nicht mehr als den anderen, allerdings verstehen wir nicht, weshalb er ausgewechselt wurde.

Sanogo 4/ Zweikampfstark und einsatzfreudig, aber mit wenig gelungenen Aktionen.

Nuhu 3.5/ Kaum Einfluss aufs Spiel.

Sulejmani 3.5/ Gemessen an seiner Klasse war das wiedereinmal zu wenig, wenn auch gegen den Ball verbessert.

Assalé 4/ Aktivster Offensivakteur.

Hoarau 3.5/ Kam nie ins Spiel, sah kaum Bälle.

Schick/Gerndt keine Note/

Vorschau Lausanne Sports – BSC YB

11. März 2017 um 10:12 von Mate in der Kategorie YB

Nach zuletzt zwei Heimspielen müssen die Young Boys am Sonntag wieder Auswärts ran. In Lausanne bekommt man es mit einem Team zu tun, welches 2017 erst einen Punkt gewinnen konnte. Dies war im ersten Heimspiel nach der Winterpause mit einem Unentschieden in einem spektakulären Spiel gegen den FC Luzern. Zuletzt verloren die Waadtländer in Lugano und stecken mitten im Abstiegskampf. Hinzu kommt, dass Lausanne gegen YB eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gewinnen konnte. Alles andere als ein Sieg der Young Boys wäre daher eine Enttäuschung.

Nur: Dass Spiele in Lausanne nicht einfach sind, erfuhren die Berner im Herbst, als sie sich in einem harzigen Spiel erst ganz zum Schluss dank einem genialen Treffer von Guillaume Hoarau den Sieg sicherten. Auch am Sonntag müssen sich die Berner den guten Vorzeichen zum Trotz auf ein schwieriges Spiel einstellen. Faktoren wie Einstellung, Kampfbereitschaft und Siegeswille werden entscheidend sein. Mit der Klasse alleine dürfte es in Lausanne kaum etwas zu holen geben. Ebenfalls entscheidend wird sein, dass unsere Defensive zu so etwas wie Stabilität zurückfindet.

Womit wir bereits bei der Aufstellungsfrage sind. Kassim Adams Nuhu stand zuletzt stark in der Kritik. Vom Trainer eine Reihe nach vorne beordert, enttäuschte er gegen Thun erneut und wurde nach nicht einmal einer halben Stunde ausgewechselt. Für ihn in der Innenverteidigung zum Einsatz war Alain Rochat gekommen. Auch er vermochte, sagen wir einmal, „nicht ganz“ zu überzeugen. Für einen der beiden wird sich Adi Hütter aufgrund der Absenzen des langzeitverletzten Wüthrich und dauerverletzten Benito entscheiden müssen. Etwas zynisch müsste man von der Qual der Wahl sprechen. Wir sind aber überzeugt, dass Rochat nicht zwei Grottenspiele nacheinander einfängt, würden deshalb auf ihn setzen und Nuhu Zeit zum Verschnaufen und Gedanken sortieren geben. Ansonsten dürfte es in der Verteidigung nach dem Abgang von sGott Sutter mangels Alternativen kaum Überraschungen geben. Da Kevin Mbabu gesperrt fehlt, wird auf Rechts Sven Joss verteidigen, links dürfte Jan Lecjaks die Chance auf Wiedergutmachung nach seiner Nichtleistung vom letzten Samstag erhalten.

Anders ist die Ausgangslage für Miralem Sulejmani. Der Serbe gehörte gegen Thun zu den Matchwinnern und dürfte entsprechend von Anfang an beginnen. Auf der anderen Seite ist Yoric Ravet gesetzt, im Zentrum bleiben aufgrund der Sperre von Bertone und dem verletzungsbedingten Ausfall Zakarias (Gute Besserung) eigentlich nur Sékou Sanogo und Michel Aebischer. Eine Nomination Milan Gajics käme noch einer grösseren Überraschung gleich als der erneute Versuch, Nuhu als defensiven Mittelfeldspieler aufzustellen. Bleibt noch der Sturm, wo Guillaume Hoarau nach seiner Gelbsperre zurückkehrt und voraussichtlich neben Roger Assalé auflaufen dürfte. Zwar wären wir dafür, den Ivorer als Joker draussen zu behalten. Doch ergänzt er den Chef schlicht besser als der zuletzt stets glücklose Frey, welcher sich einmal mehr auf die Ersatzbank wird setzen müssen.

Jedoch wird er es sein, welcher nach seiner Einwechslung mit dem 3:1 für die Entscheidung sorgen wird, nachdem der ausgeruhte Guillaume Hoarau YB zuvor mit einem Doppelpack auf die Siegesstrasse geschossen hat.

 

BSC YB – FC Thun 3:2

6. März 2017 um 14:58 von Mate in der Kategorie YB

Auch mit Glück wendete der BSC YB eine weitere Enttäuschung ab. Nach einem krassen Fehlstart drehte das Team von Adi Hütter einen 0:2-Rückstand und holte sich den Dreier gegen Kantonsrivale Thun. Es war nach dem Cup-Out vom letzten Mittwoch ein bisschen wie ein erstes Bier nach einem grossen Kater: Man weiss nicht ob man wirklich soll, tut es natürlich aber trotzdem. Am Anfang schmeckt es nicht, doch zuletzt ist man froh, dass man es getrunken hat.

Ob der YB-Sieg am Ende des Tages verdient war, kann man diskutieren. Jedenfalls war er etwas Balsam auf die geschundenen Seelen – dass er nach einem 0:2-Rückstand zustande kam, versüsste ihn zusätzlich. Die drei Punkte nehmen wir jedenfalls gerne, drei Punkte zum Spiel auch hier:

Der Fehlstart

Eigentlich hätte es keiner sein müssen. Nach nur 10 Sekunden tauchte Ravet alleine vor Thun-Goalie Faivre auf – vermochte diesen aber nicht zu bezwingen. Wie wichtig dieser Treffer für das Berner Nervenkostüm gewesen wäre, zeigte sich vor allem im Spiel mit dem Ball, welches von Verunsicherung geprägt war. Kein Druck, keine Präzision, umständlich, zum Teil auch fahrig. Dazu kam einmal mehr ein dilettantisches Abwehrverhalten. Die Folge: Thun nutzte die Gunst der Stunde und führte nach 10 Minuten mit 2:0. Die S…uppe war am Dampfen.

Hütters Doppelwechsel

Auch dem Coach lupfte es bei der Darbietung seiner Mannschaft den Hut. Nach 28 Minuten wechselte er gleichzeitig Joss für Lecjaks und Sulejmani für Nuhu ein. Höchststrafe für die Ausgewechselten, Kick in den Allerwertesten für alle anderen. Auch weil Sulejmani in der 38. Minute per direkt verwandeltem Freistoss und mit dem Corner auf Sanogos Kopf zum 3:2 direkt für die Wende verantwortlich war – Hütters Doppelwechsel war die spielentscheidende Aktion. Den Sieg darf er auf sein Konto verbuchen.

Das Glück

Insbesondere im YB-Umfeld ist es (natürlich völlig zurecht) manifestiert: Das Glück mag YB nicht. Am Samstag aber war das anders. So lenkte zuerst Marco Bürki eine Flanke Kevin Mbabus unhaltbar zum Ausgleich ins eigene Tor ab. Und am Schluss – es lief die letzte Minute der Nachspielzeit – traf Thuns Fassnacht aus aussichtsreichster Position zuerst den Pfosten, um dann auch den Nachschuss nicht im Tor unterzubringen. Im Normalfall wäre dies der Ausgleich gewesen, nicht aber am Samstag. Ob dies nun die endgültige Wende zum Guten war? Man weiss es nicht.

 

Die Noten:

Mvogo 5:         Schwierig zu benoten. Bei den Gegentoren machtlos, sonst nicht allzu oft geprüft. Hielt einmal mehr, was er halten musste.

Mbabu 4:         Offensiv abgesehen von einigen Stockfehlern gefällig, defensiv katastrophal. Bitte steigern.

SvB 4:             Ist aktuell nicht in Bestform und wirkt verunsichert, was sich negativ auf seine Neben- und Vorderleute auswirkt. Dies wiederum hat zur Folge, dass Steve auch noch deren Fehler ausbügeln sollte. Ein Teufelskreis.

Rochat 3:        Sah nicht nur beim ersten Gegentor alt aus und konnte auch sonst die fehlende Spielpraxis nicht kaschieren. Hoffentlich gibt’s in nächster Zukunft aber mehr davon.

Lecjaks 1:       Wir sehen es wie der Trainer: Das war unter aller Sau.

Joss 5:            Starke Partie des jungen Konolfingers, kein Vergleich zum Spiel vom letzten Mittwoch. Weiter so!

Nuhu 1:           Merci Adi für die Auswechslung. Wieso er aber immer wieder beginnen darf, ist für uns nur schwer nachvollziehbar.

Sanogo 5:       Robust wie immer und bemüht, das YB-Spiel anzukurbeln. Verdienter Siegtorschütze.

Ravet 4,5:       Topchance zu Beginn, welche er nicht zu nutzen vermochte. Ansonsten gewohnt fleissig und mit Aufwärtstendenz.

Assalé 4:         Kann mit seiner Schnelligkeit jederzeit einen Unterschied ausmachen – jedoch fehlte ihm am Samstag die Durchschlagskraft und manchmal auch die Cleverness. Wir würden ihn vermehrt noch als Joker bringen.

Sulejmani 5,5: Anschlusstor gemacht, Siegtor vorbereitet: Auch hier oft gescholten, war Sulejmani am Samstag zusammen mit dem Trainer der Matchwinner. Möge er bitte konstant sein Potential abrufen. Setzen müssen wir das Fitnessfragezeichen.

Bertone 4:       Vergab die Riesen-Ausgleichschance auf eine Hereingabe Mbabus wegen zu viel Rücklage. Etwas mehr «fürelige» wäre auch sonst angebracht.

Frey 3,5:          Einsatz wie immer gut, vermochte aber kaum Impulse zu setzen. Man muss ihm aber auch zugestehen, dass er nur sehr wenige brauchbare Bälle erhielt.

Aebischer zu kurz im Spiel.

 

Vorschau BSC YB – FC Thun

3. März 2017 um 18:11 von Marco in der Kategorie YB

topelement-2Vielen Dank für die Treue und alles Gute, Scott!

 

 

Auch zwei Tage nach dem Debakel gegen Winterthur fällt es schwer, sich in einer positiven Weise mit YB zu befassen. In den letzten Monaten herrschte endlich wieder Ruhe bei YB. Neben dem Platz konnte Sportchef Spycher erste Akzente setzen und Adi Hütter schickte eine Mannschaft auf den Rasen, die meistens Freude bereitete. Auch wenn die Meisterschaft vorentschieden ist und es einige Rückschläge gab, durfte man dennoch einigermassen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Diese optimistische Grundhaltung muss nun revidiert werden.

Zum einen hat sich YB ab Halbzeit zwei derart dilettantisch verhalten, dass ernste Zweifel bestehen, ob das Team wirklich so gut zusammengestellt und gecoacht ist, wie vermutet. Zum anderen wird die Niederlage mindestens bis Ende Saison wie eine dunkle Wolke über den Young Boys schweben. Die Aufarbeitung kostet nun viel Zeit und Energie, die man besser in die Planung der nächsten Saison investiert hätte. Adi Hütter fand am Mittwoch deutliche Worte und sparte nicht mit Kritik. Das ist mit Sicherheit besser als nach Ausreden zu suchen, doch es reicht noch nicht.

Die nächsten Wochen werden für Hütter und seinen Staff besonders herausfordernd. Sie müssen die Mannschaft so schnell wie möglich wieder aufrichten und trotz «wertlosen» Spielen zu Siegen führen. Nicht, dass eine Siegesserie in irgendeiner Weise eine Kompensation wäre, aber souveräne gelbschwarze Auftritte brächten ein bisschen Ruhe ins YB-Umfeld. Am besten beginnen die Young Boys damit gleich morgen. Die Aufgabe ist aber überhaupt nicht einfach. Im Stadion wird das übliche Häufchen Thuner sein und ein etwas grösserer Haufen desillusionierter YB-Fans.  Auf dem Rasen wird YB mit einem schwierigen Gegner konfrontiert. Den Thunern hat die Vorbereitung in der kalten Heimat scheinbar gut getan. Jedenfalls konnten sie sich in den letzten Wochen etwas vom Abstiegsplatz entfernen und zeigen sich gefestigter als in der Vorrunde. Selbstverständlich hofft Thun auf ein zutiefst verunsichertes YB. Es liegt nun an den Spielern das Gegenteil zu beweisen.

In der Aufstellung wird es aus verschiedenen Gründen zu mehreren Wechseln kommen. Am Freitag wurde bekannt, dass Scott Sutter per sofort zu Orlando City in die MLS wechselt. Auch gaeubschwarz.be ist modern und sagt #MerciScott. An seiner Stelle wird wohl Mbabu zum Einsatz kommen, eine Alternative wäre Joss. Aufgrund von Gelbsperren sind Zakaria und Hoarau nicht verfügbar. Bertone und Frey nehmen ihren Platz ein. In der Innenverteidigung spielt hoffentlich Rochat anstelle von Nuhu. Lustig wird es am Samstagabend im Wankdorf wohl nicht, den 2:1-Sieg (Tore: Ravet, Frey) nehmen wir aber trotzdem.

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