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Vorschau BSC YB – GCZ

10. März 2018 um 12:56 von Jänu in der Kategorie YB

GC, GC, die Scheisse vom See! Lang ist es her, als die Institution GC dem BSC YB das Wasser reichen konnte. Die Begegnungen wurden im Laufe der Jahre immer mehr eine Angelegenheit für die Berner. Und trotzdem, für viele YB-Fans ist ein Sieg gegen die Millionarios immer noch eine besondere Genugtuung.

Normalerweise sind es solche Geschichten, durch die bei den Bernern versucht wird, die Spannung Mitte März aufrecht zu erhalten. Dieses Jahr sieht das freilich etwas anders aus. Die Spannung ist da, vom Zehennagel bis zur Haarspitze vom Modefan bis zu Hoarau. Denn mit dem Heimsieg gegen GC kann ein weiterer kleiner Schritt gemacht und die Tabellenführung weiter stabilisiert werden.

Solche Ausgangslagen sind längst kein Schreckensgespenst mehr in Bern. Die Mannschaft hat gelernt mit Druck umzugehen und Adi Hütter hat einen Weg gefunden, der auch vor vermeintlich lösbaren Aufgaben keine Nonchalance zulässt. Als Fan hat man das Gefühl, dass egal ob Real Madrid oder der FC Wileroltigen auf der anderen Seite stehen, der Fokus bei der Mannschaft der gleiche bleibt.

Kleine Änderungen wird Hütter an der Mannschaft vornehmen. Sekou Sanogo wurde nachträglich für zwei Spiele gesperrt und muss daher ersetzt werden. Wahrscheinlich wird Leo Bertone für ihn spielen. Dazu wird Hoarau wohl wieder reinrotiert und Nsame auf der Bank Platz nehmen müssen. Ausserdem ist Ngamaleu ein Kandidat für die Startelf. Aber wozu machen wir uns gross Gedanken über die Aufstellung? Adi Hütter wird nämlich wie immer genau die richtigen Leute auf den Platz schicken. Dass er dieses Fingerspitzengefühl hat, zeigte sich zuletzt in Lugano einmal mehr eindrücklich: Nsame rein, Tor. Schick rein, Tor. Bertone rein, Tor. So ist es nicht verwunderlich, gibt es so wenig Aufstellungsdiskussionen unter den Fans, wie wohl noch gar nie zuvor (zumindest nicht seit ich dabei bin). Schön kann man vollstes Vertrauen in den Staff und die Spieler haben und noch schöner geben sie es einem immer wieder zurück. Auch morgen gegen GC wird das durch den 4:1 Sieg (2x Hoarau, Sow, Schick) der Fall sein, wir freuen uns bereits auf den Matchday-Tunnel, an dessen Ende drei Punkte warten. Holt sie euch!

FC Lugano – BSC Young Boys 2:4

5. März 2018 um 15:27 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Die Young Boys befanden sich wohl mental noch in der Kabine, als die Luganesi nach fünf Minuten bereits mit 1:0 in Front lagen. Ein langer Ball auf Gerndt, der gewinnt sein Kopfballduell gegen Nuhu und Bottani trifft ohne gelbschwarze Gegenwehr zum frühen 1:0. Aber YB wäre in dieser Saison nicht YB, könnte es nicht umgehend auf einen Gegentreffer reagieren. Fünf Zeigerumdrehungen später, der kampfstarke Sulejmani läuft dem Heimteam auf und davon, sein Schuss wird von Da Costa nur ungenügend abgewehrt und Nsame steht da, wo ein Knipser stehen muss – Ausgleich.

Mit der Ruhe des unangefochtenen Leaders und dem Selbstvertrauen eines Seriensiegers kontrollierten die Gelbschwarzen in der Folge das Spiel. Mit hohem Pressing liess man den Gegner kaum mehr aus deren Platzhälfte und dank Ballbesitz bestimmte man zudem das Tempo. Sobald Lugano etwas Unternehmergeist verspürte, wurde dieser umgehend mit einer Temposteigerung und einem Tor unterbunden. In der 30. Minute stürmte Sow über Rechts los, spielte in die Mitte zu Nsame, der liess durch zu Assalé und es stand 2:1 für die Hauptstädter.

Wenn’s läuft, dann läuft’s. Zurzeit können wir schalten und walten wie wir wollen. Für alles findet man Lösungen und jede Idee wird erfolgreich umgesetzt. Beeindruckend wie kontrolliert der Kampf gegen den unangenehmen Gegner FC Lugano geführt wurde. YB schaltete in Halbzeit 2 mindestens einen Gang zurück, ohne das Spieldiktat aus der Hand zu geben oder gar in Bedrängnis zu geraten. So plätscherte das Spiel vor sich hin, bis der zwei Minuten zuvor eingewechselte Thorsten Schick, mit seinem zweiten Saisontreffer, auf 3:1 erhöhte.

Egal wer in der offensive den Vorzug bekommt, ein jeder erfüllt des Trainers Erwartung. Sei dies Nsame, der an 3 Toren beteiligte Matchwinner oder Schick, welcher zuletzt nur selten auflaufen durfte und der vorentscheidend zum 3:1 traf oder der andere Joker Leo Bertone. Nach einer eher zurückhaltenden Phase gelang es dem Berner erneut auf einen Gegentreffer zu reagieren und er traf zum Endstand von 2:4. Auch an diesem schönen Sonntagnachmittag gelang es nicht, den Leader von der Siegerstrasse zu drängen. YB ist nunmehr seit sieben Meisterschaftsspielen und wettbewerbsübergreifend gar seit neun Pflichtspielen ungeschlagen.

Noten:

Wölfli 4,5: Nach vier Minuten kalt erwischt, bekam er im Verlaufe des Spiels doch noch Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Leitete mit seinem weiten Abschlag das 2:4 ein.
Mbabu 4: Unauffälliger als auch schon in dieser Saison.
Von Bergen 4: Beim ersten Gegentreffer stimmte die Zuordnung nicht und auch danach für einmal mit Licht und Schatten.
Nuhu 4: Auch Nuhu liess für einmal andere glänzen.
Benito 5: Seine Seite blieb dicht. Lugano gewann über Benitos Seite kein Land.
Fassnacht 4,5: Überzeugte läuferisch und kämpferisch. Das Abschlussglück lässt aber weiterhin auf sich warten.
Sanogo 4: Sehr kampfbetont aber ab und an auch ohne den Kopf einzuschalten. Hätte sich über Rot nicht beklagen dürfen.
Sow 5: Offensiv wie defensiv fehlerfrei. Bereitete den 2:1 Führungstreffer mit einem schönen Rush über die Seite vor.
Sulejmani 5: Wie zuletzt eigentlich immer, war er viel unterwegs und eroberte Bälle, wie z.B. beim 1:1 Ausgleichstreffer.
Assalé 5: Wirblig wie eh und je. Führt mit Sulejmani und Nsame das Torschützenklassament mit 10 Toren an.
Nsame 5,5: Zurück in der Startelf und gleich wieder «Man of the Match!»
Ngamaleu 4,5: Ersetzte in der 64. Minute Fassnacht. War bemüht und am 3:1 sowie 4:2 beteiligt.
Schick und Bertone kamen und entschieden das Spiel. Schön, wenn man solche Alternativen auf der Bank weiss.

Vorschau: FC Lugano – BSC Young Boys

3. März 2018 um 14:50 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Der letzte Hauch der dienstäglichen Dauererektion ist vergangen, langsam ist das Blut auch wieder im Kopf angekommen. YB steht im Cupfinal und kann diesen Wettbewerb jetzt bis zum 27. Mai aus dem Bewusstsein streichen.

Es zählt der Alltag! Der FC Lugano erwartet die Gelbschwarzen im Cornaredo und will den eigentlich starken Start in die Rückrunde bestätigen. Eigentlich? Da war nach zwei Siegen, unter anderem einer in Basel, diese klare 0:3-Klatsche in St. Gallen. Ein Spiel, in dem das Team von Trainer Tami spielerisch nicht schlechter war, durch Standardsituationen aber unter dem Strich doch deutlich geschlagen wurde.

Ansonsten verfügen die Tessiner über eine spielstarke Equipe, die vor allem zuhause nur schwer zu schlagen ist. In der Hinrunde gelang dies YB nur dank einem Zwischenspurt und zwei lichten Momenten von Sulejmani und Schick innerhalb von wenigen Minuten.

Nebst der Gefahr durch den Gegner, gilt es auch den Fokus wieder auf das Tagesgeschäft zu lenken. Diese Aufgabe haben die Young Boys bislang hervorragend gemeistert, und unter der Führung von Adi Hütter deutet bislang auch nichts auf eine einkehrende Larifari-Mentalität hin.

Im Gegenteil: YB muss mit der gleichen Überzeugung auftreten wie zuletzt, um die drei Punkte zu erkämpfen. Dazu würden wir eine leichte Rotation vorschlagen: Für den zuletzt starken Benito würden wir Jordan Lotomba eine Einsatzmöglichkeit bieten, Djibril Sow würden wir durch Leo Bertone ersetzen. Und ganz vorne sollte Nsame die Möglichkeit erhalten, seine Torflaute zu beenden. Mit dem angeschlagenen Hoarau könnte man bei Bedarf im Verlauf des Spiels nochmals nachlegen.

So holen wir uns einen 2:0 Erfolg durch einen Nsame-Doppelpack.

 

BSC YB – FC Basel 2:0

28. Februar 2018 um 20:33 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

geschrieben von Mate

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Was für ein Abend gestern im Wankdorfstadion. YB empfing Meister Basel zum Cup-Halbfinal, trotz klirrender Kälte kamen über 20’000 ins Stadion und sollten dort Zeugen von einem ganz grossen YB-Sieg werden. Die Mannen in Gelb und Schwarz dominierten den Ligakrösus insbesondere in der zweiten Hälfte fast nach Belieben. So war am Ende die verdiente Final-Qualifikation das eine, die Art und Weise, wie diese zustande gekommen war, das andere (eigentlich noch viel Schönere).

YB begann druckvoll und verzeichnete bereits nach gut zwei Minuten eine erste Möglichkeit durch Benito. Den Gästen pfiff in den Anfangsminuten nicht nur der Wind um die Ohren. Doch sie überstanden diese erste Druckphase der Young Boys und sollten dann zwischen der 10. und 20. Minute selber ihre beste Phase haben. Jene zehn Minuten gehörten deutlich den Baslern, mehr als eine halbe Chance schaute aber nicht heraus. Danach übernahm YB wieder das Zepter, war die bessere Mannschaft, entschlossener, spielerisch besser und offensichtlich auch fokussierter. Bei Basel begann man sich bereits an Schiedsrichterentscheidungen aufzureiben. An dieser Stelle möchten wir Valentin Stocker noch ein virtuelles Trosttäfeli und Nastuch für seine erbärmliche Schauspieleinlage senden. Doch zurück zum Wesentlichen … Da gelang es dem Heimteam vorerst nicht, Kapital aus seiner Überlegenheit zu schlagen. Zwar erzielte Hoarau den vermeintlichen Führungstreffer, leider aber hatte der Linienrichter das Offside nicht übersehen. So ging es torlos in die warmen Katakomben.

Nach der Pause liessen die Hausherren ihre Gäste zuerst einmal noch etwas an der Kälte warten. Diese waren relativ zeitig aus der Pause auf den Platz zurückgekehrt, während YB die ganze Pause nutzte um Wärme und Energie zu tanken. Was Hütters Mannen dann ihren Fans in der zweiten Hälfte boten, war schlicht sensationell. Der Ligakrösus aus Basel hatte – und es ist auch nicht ein bisschen übertrieben – schlicht nichts mehr zu bestellen. YB überforderte die Basler mit dem Tempo, YB gewann gefühlt alle Zweikämpfe, YB spielte clever (mal mit Pressing, mal ohne – aber immer richtig). Man könnte es eine Machtdemonstration nennen, wenn man denn wollte.

Und es mag sein, dass andere Schiedsrichter nach Oberlins Hands nicht auf den Punkt gezeigt hätten. Interessiert aber niemanden, denn Klossner tat es und Hoarau versenkte souverän. 1:0, nun war auch resultatmässig alles in der richtigen Bahn. Zuvor hatte es Assalé nach starker Vorarbeit Sows verpasst, YB in Führung zu schiessen. Auch nach der Führung liess YB kein bisschen nach, powerte weiter, hatte die Sache von A-Z im Griff. Sinnbildlich für die zweite Hälfte dann das zweite YB-Tor: nach einem Ballverlust setzte Mbabu fast auf der Grundlinie nach, luchste Lacroix den Ball ab, spielte scharf zur Mitte, wo sich Suchy offenbar derart unter Druck wähnte, dass er den Ball (souverän) ins eigene Tor köpfte. Das Wankdorf stand Kopf und mit Ausnahme vielleicht der Zuschauer im Gästesektor, dürften alle vergessen haben, wie kalt es eigentlich war. Und während man früher bei Führungen gegen Basel stets ins Zittern kam, ihr Druck jeweils immer wie grösser wurde und man wusste, dass es jetzt auch etwas Glück brauchen würde – dieses Mal musste man nie Angst darum haben.

So pfiff der Schiri nach 94 Minuten pünktlich ab, YB siegte 2:0, souverän und hochverdient. Es war neben der Finalqualifikation auch ein starkes Signal der Mannschaft von Adi Hütter. Ein Zeichen an den Gegner, aber (hoffentlich) auch eines an das eigene Umfeld. Nein, auch mit dem Sieg gestern holte man keinen Pokal ins Wankdorf. Aber eigentlich müsste die Art und Weise, wie die Mannschaft das durchgezogen hat, helfen, die letzten Zweifel zu beseitigen und – ganz nach dem Vorbild des Teams – mit breiter Brust die nächsten Wochen anzugehen. Schliesslich kam diese Leistung der Berner nicht überraschend.

Die Noten:

Wölfli 5,5: Hatte dank der guten Leistung seiner Vorderleute nur wenig zu tun, rettete aber zweimal glänzend.

Mbabu 5,5: Schöner Ballgewinn vor dem 2:0. Gewohnt engagiert und ohne Mühe gegen Stockers Valentin.

Nuhu 5,5: Erneut mit einer souveränen Leistung, gewohnt zweikampfstark.

Von Bergen 6: Zeigte von Beginn weg wer der Herr am YB-Strafraum ist. Sackstarke Leistung des Captains.

Benito 5,5: Wie Mbabu mit guten Vorstössen, hätte bereits nach zwei Minuten das 1:0 erzielen können.

Sow 6: Wahnsinn was der Junge für eine Entwicklung gemacht hat. Oft auch mit Ball schneller als seine Gegenspieler.

Sanogo 5,5: Gestern für einmal etwas weniger dominant als sein Nebenmann. Schade dass er nur die Latte traf, wäre ein wunderbares Tor gewesen.

Sulejmani 5,5: Arbeitete enorm viel und gefiel erneut mit intensiver Laufarbeit. Dafür nicht ganz so produktiv wie auch schon (auf hohem Niveau aber).

Fassnacht 5,5: Gegen ihn zu spielen muss einfach ziemlich mühsam sein. Aufsässig und fleissig.

Assalé 5,5: Der Ivorer verpasste die YB-Führung nach sensationeller Vorarbeit von Sow. Viel unterwegs, sorgte dauernd für Unruhe.

Hoarau 5,5: Sorgte mit seinem Penalty dafür, dass Spielgeschehen und Anzeigetafel endlich übereinstimmten.

Vorschau BSC YB – FC Basel

27. Februar 2018 um 11:04 von Jänu in der Kategorie YB

Der Rhythmus bleibt hoch. Zum dritten Mal in Serie läuft der BSC YB heute zu Hause auf. Gleiches Stadion, anderer Wettbewerb. Heute ist Cup und die Meisterschaft daher weit weg. Nun es ist nicht irgendein Cupspiel, es ist der Cuphalbfinal. Jener Halbfinal also, der vor Jahresfrist in einem extrem nervenraubenden Spiel an selber Stätte knapp verpasst wurde. Heuer hat es also gereicht und YB steht wiedermal an der Finalpforte und der Gegner könnte nicht stärker sein: der FC Basel.

Der Serienmeister, dazu wurde nun schon viel berichtet, kriselt zwar. Aber naja, wen interessiert dies schon im Cup? Und sowieso: egal ob Basel, Winti, FCZ oder Gossau, für YB bleibt jede Cuprunde zuhause wie auch auswärts eine Herausforderung.

Beruhigend ist, dass YB sicher weiter ist als vor einem Jahr. Die Mannschaft hat sich nicht nur spielerisch gefestigt, sondern tritt auch mit breiter Brust auf, so dass der Gegner bereits vor Anpfiff einige Prozente kleiner wirkt. So auch der FC Basel, der tatsächlich YB die Favoritenrolle zuschiebt – als würde es in einem solchen Match einen Favoriten geben. Auch ein Hütter-Jahr mehr steht der Berner Mannschaft sichtlich gut an. Sie nimmt fokussiert jede Aufgabe nach der anderen an, kümmert sich nicht um Belanglosigkeiten im Umfeld und weiss, dass jeder in jedem Spiel alles für den Sieg geben muss. Selbst dann kann manchmal am Schluss nichts Zählbares rausschauen, Fussball ist halt nun mal so, aber der Hütter-Fokus liegt auch schon wieder auf dem nächsten Spiel und der nächsten Aufgabe. Es geht immer weiter und dieses Gefühl im und ums Wankdorf lässt den ganzen Club in einem anderen Selbstverständnis erscheinen. Im momentanen YB-Tunnel möchte man auch stecken, schief gehen kann mit diesem Fokus nämlich nichts.

Alles was eigentlich vor einem Jahr also schlechter war, war der Gegner. Und dies ist die wohl einzig schlechte Nachricht. Doch YB hat an den richtigen Hebeln und Rädchen justiert und das Erfolgsrezept kreiert, mit dem der FC Basel zu schlagen ist.

Wir wollen alle in den Cupfinal und sind überzeugt, dass wir dies heute schaffen werden. Ein packendes Spiel endet mit 3:1 und Nsame (2x) und Fassnacht dürfen sich als Helden feiern lassen.

BSC Young Boys – FC Sion 1:0

25. Februar 2018 um 20:43 von Marco in der Kategorie YB

„11 Freunde müsst ihr sein und 11 Punkte Vorsprung haben.“ Zugegeben, der zweite Teil des Zitats ist historisch nicht zweifelsfrei belegt, passt aber wunderbar zu YB. Während der FCB in Lausanne nicht antreten musste, trotzten die Young Boys der Kälte und besiegten Sion mit 1:0. Wie bereits gegen Thun zu beobachten war, zeigen die Gäste im Wankdorf mittlerweile viel Respekt und setzen auf eine gefestigte Defensive.

Dadurch bieten sich den Young Boys weniger Räume im Angriff. Gegen Sion kontrollierte das Heimteam zwar von Beginn weg das Spiel, zwingende Chancen waren aber selten. Verantwortlich war, wie erwähnt, die kompakte Defensive des Tabellenletzten, aber auch eine gewisse Umständlichkeit der YB-Offensive. Am aktivsten war Assalé, doch auch ihm fehlte die absolute Präzision, um die Abwehr der Sittener zu knacken. Offensiv war Sion lange harmlos. Erst kurz vor der Pause traf Schneuwly den Pfosten, was dafür gleich die beste Chance der Halbzeit war. Adi Hütter war sichtlich unzufrieden und teilte dies seinen Jungs in der Kabine wohl auch deutlich mit.

Die Deutsch-Kenntnisse von Hoarau sind scheinbar schon so weit fortgeschritten, dass er die Anweisungen des Trainers problemlos versteht. Nach nur einer Minute in Halbzeit zwei veredelte die Nummer 99 eine schöne Flanke von Benito zu einem noch schöneren Tor. Der Führungstreffer sorgte für Erleichterung. Schliesslich ist es in einem kampfbetonten Spiel umso wichtiger, in Front zu liegen. YB agierte nun aber deutlich besser als in der ersten Halbzeit und war dem 2:0 näher als Sion dem Ausgleich. Leider liess beispielsweise Assalé etwas die Effizienz vermissen, so dass es beim einen Tor blieb. Ganz am Schluss konnte der BSC Young Boys noch froh sein, fiel kein zweiter Treffer. Sion bäumte sich noch einmal auf und insbesondere Schneuwly sorgte für Gefahr vor Wölfli. Schliesslich blieben die drei Punkte aber in Bern und YB freute sich über einen nicht brillanten aber völlig verdienten Sieg. Nun gilt es für Spieler und Fans wieder aufzuwärmen und den Fokus auf den Cup zu richten.

Wölfli 5 Lange Zeit wurde er wenig beschäftigt. Die hektische Schlussphase überstand er unbeschadet.

Mbabu 4.5 Weniger auffällig als auch schon, aber defensiv sicher.

Nuhu 5 Beeindruckende physische Präsenz ohne Wackler.

Von Bergen 5.5 Der Captain hat sich wieder einmal übertroffen und eine sackstarke Partie gezeitg.

Benito 5 In der ersten Halbzeit noch mit ungenauen Zuspielen, steigerte er sich und gab die tolle Flanke zum Tor.

Ngamaleu 4 Fehlerhafter und fahriger Auftritt.

Sow 4.5 Behielt die Übersicht im Mittelfeld, in Tornähe aber zu harmlos.

Sanogo 5 Gewohnt zweikampfstark und gute Aktionen im Aufbau.

Sulejmani 5 Nicht ganz so überragend, wie in den letzten Spielen, doch die meisten Angriffe liefen über ihn.

Assalé 4.5 Wahnsinnig engagiert mit guten Chancen, aber die Effizienz fehlte etwas.

Hoarau 5.5 Unauffällig in Halbzeit eins, dann das tolle Siegtor und weitere gute Chancen.

Fassnacht 5 Ersetzte Ngamaleu und konnte durchaus Akzente setzen.

Nsame/Bertone keine Note

Vorschau: BSC YB – FC Sion

24. Februar 2018 um 12:47 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

geschrieben von Jänu

***

Matchday! Heute gastiert der FC Sion im Wankdorf. Die Walliser sind die nächste Aufgabe, die es für YB zu lösen gilt. Die bisherigen meisterten die Hütter-Jungs mit Bravour, auch wenn der Cheftrainer mit der Leistung im letzten Spiel nicht zufrieden war. Es gelang YB nämlich nicht, dem FC Thun das eigene Spiel aufzuzwingen, so dass Rot-Weiss zu vielem Räume vorfand. Dass der Sieg trotzdem nie gefährdet war, ist der guten Chancenverwertung zu verdanken, sowie dem wiedererstarkten Guillaume Hoarau.

Gegen Sion werden die Berner voraussichtlich von Beginn an deutlich höher stehen als noch letztes Wochenende und den Gegner früh stören. Sion hingegen wird sich wohl zuerst etwas zurückziehen und nur langsam sein Glück in der Offensive suchen.  Denn auch die Walliser wissen, dass sie einem äusserst formstarken Tabellenführer in dessen Stadion gegenüberstehen, dem man kaum Räume und Chancen zugestehen darf. YB wird versuchen gegen die Walliser Verteidigungslinien spielerische Mittel zu finden. Dabei kann Hütter auf all seine Feldspieler zurückgreifen und er wird verschiedene Optionen prüfen, wie er die anstehende englische Woche absolvieren will. Der Trainer hat sich hier das Vertrauen des Berner Anhangs erarbeitet. Egal wen er aufstellt, wir alle sind überzeugt, es ist dies die optimale Lösung für das anstehende Spiel.

Zum Gegner und Tabellenletzten aus dem Wallis gibt es eigentlich nicht viele Worte zu verlieren. Business as usual. Kapitänssuspendierung, Erfolg vor Gericht und einen neuen Cheftrainer auf der Bank – der ganz normale Wahnsinn halt. Uns kann dies zum Glück so richtig egal sein. YB kann heute einen weiteren Schritt vorwärts machen, weitere wichtige drei Punkte sammeln und auch die Sittener etwas mehr ins Elend bringen. Man möge uns verzeihen: Es würde uns auch darob ein Lächeln über die Stockzähne huschen.

 

Wir tippen auf ein 3:1, die Tore erzielen Hoarau, Nuhu und der eingewechselte Nsame.

BSC YB – FC Thun 3:1

21. Februar 2018 um 09:22 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Vorneweg: Zum Glück kämpfen nur wir mit (Server-)Problemen und nicht unsere Gelbschwarzen!

YB kann dem wachsenden Druck standhalten. Nach dem Patzer der Basler vom Samstag, bestand vor dem Spiel gegen Thun die Möglichkeit, den Vorsprung auf acht Punkte auszubauen. Vorentscheidung! Eminent! Veryoungboysen! Elementar! Die grosse BlaBlaBla-Lawine rollte ungebremst in Richtung Wankdorf.

Thun? Genau: Der «Angstgegner» der laufenden Saison strebte den dritten Sieg gegen den übermächtigen Kantonsrivalen an und wollte es besser machen als Lausanne, die neben Thun als bisher einziger Superligist gegen YB gewinnen konnten. Doch diese Rechnung beglich das Team von Adi Hütter an dessen Geburtstag eine Woche zuvor.

Schon zu Beginn zeigt sich, dass Thuns Spielweise den Bernern nicht unbedingt liegt. Die aufsässige Art und das zeitweise hohe Pressing sind sich die Gelbschwarzen nicht mehr gewohnt. Doch mit dem Rückenwind eines Leaders und dem Selbstverständnis eines Titelkandidaten, erledigt das Team seine Aufgabe doch mehrheitlich souverän.

Nach einem Gewühl im Strafraum bleibt Hoarau vor dem Tor eiskalt und verwertet seinen eigenen Rebound zur Führung. Roger Assalé kann noch vor der Pause einen schönen Steilpass von Sékou Sanogo in die weite Ecke einschweissen – keine Chance für den sonst starken Thun-Goalie Nikolic.

Nach der Pause baut YB etwas ab, der Druck und die Überzeugung kommen abhanden. Thun wird zwar nicht gefährlich, schafft aber dann doch aus dem Nichts den Anschlusstreffer: Dennis Hediger verwertet eine Flanke technisch hochstehend per Hacke. Merke: Diesen Satz zu verfassen schmerzt in etwa so stark, wie eine Wurzelbehandlung ohne Narkose.

Doch YB beweist nach dieser Szene eindrücklich, wie es um die Reife dieser Mannschaft steht: 47 Sekunden nach dem 2:1, spielt sich YB über Benito in den Thuner Strafraum, dort verarbeitet Sulejmani den Ball technisch perfekt und legt uneigennützig auf Hoarau. Tor. Die Entscheidung.

Weitere drei Punkte auf dem Konto: Ziel erreicht. Auch wenn es das Spiel nicht in die Top-5 der bisherigen Saison schafft. Zu passiv agiert YB phasenweise, wie Trainergott Chadi Hütter nach dem Spiel auch richtigerweise analysiert.

Am Samstag geht’s gegen Sion weiter. Ganz im Sinne von «Match für Match», soll die Serie gegen die Walliser weitergehen, auch wenn diese am Wochenende erstmals unter Jacobacci gewinnen konnten.

Die Noten:

Wölfli 5/ Pariert einmal stark und strahlt die gewohnte Sicherheit aus. Mittlerweile sollten auch die letzten Zweifler verstummt sein.

Mbabu 4,5/ Seine Flanke steht am Ursprung des Führungstreffers. Ansonsten gewohnt aktiv.

Nuhu 5/ Eine Wand, ein Fels, ein Berg.

Von Bergen 5/ Bekundet etwas mehr Mühe als sein Nebenmann, agiert aber kompromisslos und strahlt zu jeder Sekunde aus, dass in diesem Spiel etwas wettzumachen ist.

Benito 5/ Zeigt sich seit der Winterpause enorm verbessert. Nicht nur in der Defensive, sondern auch im Spiel nach vorne.

Ngamaleu 4/ Nicht ganz so auffällig wie in Lausanne. Versucht vieles, gelingen will ihm allerdings eher wenig.

Sow 4,5/ Mit Licht und Schatten, aber bestätigt seinen Stammplatz grundsätzlich.

Sanogo 5/ Der gewohnt wichtige Pfeiler im YB-Team. Ist für die umkämpfte Partie die perfekte Wahl.

Sulejmani 5/ Trifft zwar für einmal nicht, glänzt aber sonst: Seine Vorarbeit vor dem 3:1 ist das Eintrittsgeld wert.

Hoarau 5,5/ Definitiv zurück in alter Form – und in dieser unverzichtbar für das Team. Auch wenn das zu Lasten des bedauernswerten Nsame geht.

Assalé 5,5/ Ergänzt sich hervorragend mit Hoarau und kann seine Schnelligkeit einige Male ausspielen. Schade ist seine Hereingabe nach schönem Dribbling zu unpräzise.

 

Schick/Lotomba/Aebischer keine Note

Lausanne-Sport – BSC Young Boys 1:4

12. Februar 2018 um 14:27 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Abgeklärt und souverän zu 3 Punkten auf der schwerbespielbaren Pontaise.

Der Leader der Super League gab sich im dritten Aufeinandertreffen mit den Waadtländern keine Blösse und bezwang Lausanne-Ineosport ohne grössere Mühen klar und deutlich mit 4:1. Es entstand nie der Eindruck, als könne die Genialität Celestinis, die Gene Zidanes, die Aggressivität Rochats oder der neueingekaufte Topskorer Rapp etwas am 14. Saisonsieg, der sechste in der Fremde, der Berner etwas ändern. Mit dem Gameplan Hütters, den Sturmläufen des aktuellen Torschützenleaders Sulejmani oder mit dem «Rückkehrer» Hoarau war YB dem Kontrahenten stets einen Schritt voraus.

Adi Hütter entschied sich den gelbgesperrten Assalé durch Leonardo Bertone zu ersetzen und die Mannschaft, auch aufgrund des krankgeschriebenen Fassnachts, auf ein 4-2-3-1 umzustellen. Die Entscheidung erwies sich nicht zuletzt dadurch als richtig, da die Young Boys das Mittelfeld nach Belieben beherrschten und dadurch kaum Chancen des Heimteams zuliessen. Einzig nach dem vorentscheidenden und wunderschönen 0:3 durch Guillaume Hoarau erlaubten sich die Hauptstädter kurz eine Pause einzulegen und ein, zwei Gänge zurückzuschalten, was die Lausanner und ihr kurz zuvor eingewechseltes Nachwuchstalent Zeqiri zum Ehrentreffer nutzten.

Ansonsten war das Meisterschaftsspiel vom Sonntag eine einseitige Angelegenheit, in der die Berner Kampfmannschaft die Blauweissen in der ersten Halbzeit, mit aufsässigem Pressing, kaum aus der eigenen Spielhälfte liess. Nach dem Pausentee stand man nicht mehr ganz so hoch und erlaubte so dem Heimteam vermehrt, über die Mittellinie zu kommen. Nichtsdestotrotz blieben gefährliche Aktionen vor dem Tor Wölflis die Ausnahme. Das laufstarke zentrale Mittelfeld erstickte Ideen des Gegners im Keim und über die Flügel gelangte man blitzschnell zum definitiv genesenen Guillaume Hoarau. Gestern waren im Spiel des Leaders kaum Schwächen auszumachen – vielleicht bei der unterlaufenen Flanke vor dem Ehrentreffer oder den Bällen welche steil hinter das pressende Mittelfeld gespielt wurden? Im Gegenzug läuft AirFrance wieder zur Bestform auf, Moumi beginnt im Angriff Akzente zu setzen und die Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespanns gleichen sich mittlerweile auch für YB aus oder zumindest geben sie nach den Spielen kaum mehr Anlass zur Diskussion.

Wir freuen uns auf die Fortsetzung nächsten Samstag gegen den FC Thun, denn auch gegen die haben wir aus der Hinrunde noch eine Rechnung offen, die es zu begleichen gilt.

Noten:
Wölfli 4,5 – Kaum geprüft und ohne Bezug zum Spielgeschehen, musste er sich trotzdem einmal bezwingen lassen.
Mbabu 5 – Wieder gewohnt aktiv auf der rechten Seite unterwegs.
Von Bergen 4,5 – War kaum im Mittelpunkt und erledigte seine Arbeit.
Nuhu 5 – Zweikampfstark mit guter Spielauslösung und ohne Fehler.
Benito 4,5 – Scheint seine Qualitäten endlich konstant auf den Platz zu bringen. Blieb ausser beim Gegentreffer ohne Fehler.
Sanogo 5,5 – Stopfte im Mittelfeld die Löcher und war an zwei Treffern direkt beteiligt. Schade holte er sich nach seiner Gelbsperre bereits wieder eine unnötige Gelbe Karte ab.
Sow 5 – Defensiv und offensiv ein weiteres Mal ohne Fehl und Tadel. Schöne Vorlage zum 1:0.
Moumi Ngamaleu 5 – Tolles Spiel von Moumi. Durfte von Beginn weg ran und dankte dies mit einer guten Leistung und seinem zweiten Super League Treffer. Auch schön, wie er vor dem wegweisenden 1:0 den Angriff auslöst und Sow in die Tiefe schickt.
Bertone 4,5 – Unauffällig erfüllte er seine Aufgaben auf ungewohnter Position souverän.
Sulejmani 5,5 – Dieser Mann ist zur Zeit nur durch eine Verletzung zu stoppen. Zum Glück gab es diesbezüglich heute Entwarnung, so dass wir auch in den nächsten Spielen von der Genialität des Serben profitieren können.
Hoarau 5,5 – Ein zu Unrecht aberkanntes Abstauber Tor, ein verwandelter Elfmeter und ein Tor des Monats – Hoarau Superstar ist zurück!
Lotomba 4,5 – Kam in der zweiten Hälfte für den verletzten Sulejmani und erledigte seinen Job unaufgeregt und fehlerfrei.
Nsame für Hoarau (78.) und Aebischer für Bertone (86.) waren zu kurz im Spiel für eine Benotung.

Vorschau FC Lausanne Sport – BSC Young Boys

10. Februar 2018 um 15:54 von Marco in der Kategorie YB

Es war eine der wenigen Enttäuschungen der Hinrunde: Das Auswärtsspiel in Lausanne. Nach einer schwachen Leistung war YB im Begriff noch einen Punkt zu holen, bis in der Nachspielzeit ein Tor von Zarate zu einer Niederlage führte. Die Young Boys haben auf der Pontaise also noch eine Rechnung offen. Am Sonntagnachmittag hat Adi Hütters Mannschaft Gelegenheit, diese Scharte auszuwetzen.

Die Chancen auf den sechsten Auswärtssieg in dieser Saison stehen gut. Gegen St. Gallen lieferte YB eine überzeugende Leistung ab und startete erfolgreich in die Rückrunde. Adi Hütter betonte bei verschiedenen Gelegenheiten, dass das ausgedünnte Programm der Rückrunde positiv sei. Unter der Woche kann sich YB nun komplett auf das Training fokussieren und die Automatismen weiter verbessern. Hilfreich ist natürlich auch, dass die Young Boys abgesehen von Von Ballmoos keine Verletzten zu beklagen haben. Hütter kann in Lausanne also aus dem Vollen schöpfen, einzig Assalé ist gelb-gesperrt.

In der Abwehr sind Mbabu, Von Bergen und Nuhu gesetzt. Auf der Position des linken Aussenverteidigers sind sowohl Benito wie auch Lotomba valable Kandidiaten. Benito zeigte gegen St. Gallen eine gute Leistung und dürfte wieder von Beginn an auflaufen. Im Mittelfeld gibt Sanogo sein Rückrunden-Debüt nachdem er noch eine Sperre verbüssen musste. Ob Bertone oder Sow neben ihm zum Zug kommen, ist offen. Möglicherweise hat Bertone einen minimen Vorteil durch seine Robustheit und seine Weitschussqualitäten, die auf dem tiefen Boden der Pontaise sicherlich nützlich sind. Im Sturm beginnen Hoarau und Nsamé.

Letzterer ist auch für das erste Tor verantwortlich, das die Basis für den 2:1-Sieg für YB bildet. Dazu tragen sich Fassnacht und Rapp in die Torschützenliste ein.

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