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Vorschau: FC Vaduz – BSC YB

17. Mai 2017 um 13:31 von Pele in der Kategorie YB

Die Saison 2016/17 neigt sich langsam aber sich dem Ende zu. Die meisten Entscheidungen sind gefallen und mit dem Sieg gegen Luzern konnte sich YB den zweiten Rang nun auch rechnerisch sichern. Damit gilt es für Adi Hütter, in den letzten Spielen dennoch einen Spannungsbogen zu schaffen und hinsichtlich der kommenden Spielzeit vermehrt auch Spieler einzusetzen, die bislang nicht oft zum Einsatz kamen.

Ganz anders die Situation im Ländle: Auch nach dem Trainerwechsel (Vrabec für Contini) konnten sich die Liechtensteiner nicht vom Tabellenende lösen und stehen kurz vor dem Abstieg aus der Super League. Einzig Lausanne könnte in den letzten Partien noch eingeholt werden, doch die fünf Punkte Rückstand stellen eine beinahe unüberwindbare Hürde dar.

Deshalb dürfte den Gelbschwarzen heute ein äusserst motivierter Gegner gegenüberstehen, der mit dem Messer am Hals noch einmal alle Kräfte mobilisieren wird, obwohl wichtige Spieler wie Brunner und Costanzo wohl verletzt ausfallen werden.

Zusammen mit dem eingangs erwähnten Spannungsbogen und der zuletzt ungewohnten Auswärtsstärke (die letzte Niederlage datiert vom 12. Februar in Luzern) dürfte YB dennoch zu favorisieren sein. In der laufenden Saison gewann man Zuhause 5:0 und 3:2, das Auswärtsspiel im Ländle endete 0:0.

Adi Hütter dürfte den einen oder anderen Leistungsträger schonen und dafür zuletzt wenig eingesetzten Spielern wie zum Beispiel Gerndt oder Schick das Vertrauen schenken. Zudem ist Mbabu gesperrt. Wir rechnen mit einem Geduldsspiel und einem späten Doppelschlag durch Joker Frey: 2:0

 

BSC YB – FC Luzern 4:1

15. Mai 2017 um 16:12 von Mate in der Kategorie YB

Das Wankdorf war vergleichsweise gut gefüllt. Wo zuletzt vor allem schwarze Plastiksitze in die Leere gähnten, leuchteten diesmal viele Kinderaugen dem Spielbeginn entgegen. Anpfiff, fertig, los, hiess es dann und ehe die Gäste aus Luzern auch nur eine Ballberührung hatten, führte YB bereits mit 1:0. Nuhu hatte den Ball vom Anspiel her erhalten, lancierte auf der rechten Seite Yoric Ravet, dieser brachte sich mit einem feinen Doppelpass mit Frey und einem Tunnel in eine ideale Position, um Miralem Sulejmani perfekt freizuspielen. Der aktuell bestens aufgelegte Serbe drosch den Ball in den Netzhimmel – die schnellste YB-Führung im neuen Wankdorf war Tatsache. Und Sulejmani hätte bloss drei Minuten später auch gleich noch für den schnellsten Doppelpack sorgen können, als er mit seinem Kopfball auf eine super getimte Mbabu-Flanke nur knapp scheiterte.

Danach waren kurz die Gäste an der Reihe, welche durch Juric den 1:1-Ausgleich erzielten. Dabei machte auf YB-Seite vor allem Nuhu keine gute Figur. Er war zunächst für die unzureichende Klärung wie dann auch gleich für die ungenügende Bewachung des Torschützen verantwortlich. Durch das Gegentor erlitt das YB-Spiel einen kleinen Knacks, welcher aber mit Luzerns zweitem Treffer – der wegen Offside zurecht nicht den Weg auf die Anzeigetafel fand – zu Ende ging. YB begann nun wieder zu kombinieren und die Spieler sprühten richtiggehend vor Spielwitz. Mit schnellem Passspiel und viel Laufarbeit brachte Gelbschwarz die Gäste aus Luzern in arge Nöte. Nachdem abermals Sulejmani zum 2:1 traf – er verwertete eine herrliche Freistossflanke Ravets mit dem Kopf – wäre es an Michi Frey gewesen, den Spielstand dem Geschehen anzupassen und für eine Resultaterhöhung zu sorgen. Zweimal herrlich freigespielt, scheiterte der YB-Stürmer aber zuerst am hervorragend reagierenden Luzerner-Hüter Omlin und nur wenig später am Gegenspieler. Diesmal aber war Roger Assalé zur Stelle, um abzustauben – 3:1. Kurz danach war Pause und es stellte sich vor allem eine Frage: Würde YB im gleichen Stile weiterfahren können?

Es konnte und Frey kam doch noch zu seinem (wohlverdienten) Treffer: Ballgewinn Zakaria, der mit langen Schritten am Gegenspieler vorbei und herrlichem Pass auf Sulejmani, welcher Frey den Ball per Aussenrist pfannenfertig vor das leere Tor servierte. Fussball vom Feinsten zum Kindertag im Wankdorf und obwohl YB auch danach sehr gefällig weiterspielte, sollte dies der letzte Treffer der Partie bleiben. Youngster Michel Aebischer, der den verletzten Sanogo souverän ersetzte, hätte mit einem Heber aus rund fünfzig Metern beinahe für ein ganz fettes i-Tüpfelchen auf seine und die Leistung der ganzen Mannschaft gesorgt. Er sah den Ball aber von der Latte ins Feld zurückprallen. Auch wenn der Sieg bestimmt noch höher hätte ausfallen können, trat der grösste Teil der Zuschauer den Heimweg wohl so zufrieden an, wie schon lange nicht mehr. Und YB hat es immerhin auf dem Rasen geschafft, wieder einmal gute Werbung in eigener Sache zu betreiben.

 

Die Noten:

Mvogo 5:             Erhielt kaum Gelegenheit sich auszuzeichnen, beim Gegentor ohne Schuld.

Mbabu 5,5:          Wie gewohnt mit viel Drive unterwegs und von den Gegenspielern kaum zu stoppen. Defensiv wenig gefordert.

Rochat 5:             Souveräner Auftritt des Routiniers mit starken ersten Bällen.

Nuhu 4,5:            Grundsätzlich mit einem guten Auftritt, verschuldete aber das Gegentor quasi komplett selber. Dafür mit einem sehr schönen ersten Pass, welcher das frühe 1:0 einleitete.

Benito 5:              Seine Leistung vermochte zu gefallen und man kann wirklich nur hoffen, dass Benito endlich mal für eine längere Zeit ohne Verletzungen bleibt.

Zakaria 5,5:         Schlicht sackstark. Hatte das Mittelfeld komplett im Griff und zeigte auch seine spielerische Klasse. Den Scouts dürfte gefallen haben, was sie von Zak gezeigt bekamen.

Aebischer 5,5:     Auch er mit einem sehr guten Auftritt, imponierend seine Ruhe und Übersicht. Frech sein Versuch aus fünfzig Metern. Der KV-Stift gefällt.

Ravet 5,5:            Sinnbild für die YB-Spielfreude. Lief, trickste, spielte hervorragende Pässe – super Partie des Franzosen.

Sulejmani 6:        Seine Kurve stieg zuletzt stetig an und wir hoffen sehr, dass dies gestern nur ein vorübergehender Höhepunkt war. Die Bestnote verdient er sich nicht nur dank seinen Toren und Vorlagen, sondern auch weil er so viel arbeitet wie wohl nie zuvor. Ob er sich für einen neuen Verein oder den Verbleib bei YB aufdrängen will, entzieht sich unserer Kenntnis.

Frey 4,5:                 Auch wenn wir diesen Treffer wohl alle erzielt hätten: er hat ihn so verdient! Wie schon in Sion enorm viel unterwegs, kam diesmal auch zu Chancen – müsste nun einfach noch beginnen, diese zu nützen.

Assalé 4,5:            Vergleichsweise unauffällige Partie, machte aber sein  Tor und war wie sein Sturmpartner fleissig und viel unterwegs.

Bertone (für Frey), Gerndt (für Sulejmani) und Schick (für Ravet) ohne Note

FC Sion – BSC Young Boys 0:1

8. Mai 2017 um 19:23 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Eigentlich ist Adi Hütter und sein Team für Pressing und eine offensive Ausrichtung bekannt. Lieber ein 4:3 als ein 1:0, so kündigte sich der Trainer der Berner Kampfmannschaft bei seiner Vorstellung in Bern an. Doch gestern gegen Sion hiess es: kompakt stehen, die Räume engmachen und aus einer gesicherten Defensive schnelle Konter lancieren. So sah der Plan aus, so wurde er umgesetzt und am Ende erwies er sich auch als richtig. Den Young Boys ist nach diesem 1:0 Auswärtssieg der 2. Platz und somit die Champions League Qualifikation kaum mehr zu nehmen.

Obwohl die Artisten des Cirque Constantin zu Beginn mehr vom Spiel hatten und mehrheitlich im Ballbesitz waren, gelang es der Heimmannschaft nicht genügend Druck aufzubauen, um die vom Captain Steve von Bergen organisierte Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Kaum ein Ball der Walliser kam gefährlich auf das Tor der Berner und wenn doch, so stand mit Yvon Mvogo ein sicherer Wert zwischen den Pfosten. Die Gelbschwarzen standen tief, liessen den Gegner kommen und auch nach der Verletzung Sanogos arbeiteten alle konsequent nach Hinten, was ein Spektakel zwar weiterhin nicht zuliess aber die Weissroten zermürbte.

YB spielte mit viel Geduld und Disziplin und wartete auf seine Chancen die meist nach schnellen Kontern über die Seiten entstanden. Eine solche führte kurz vor der Pause zum Freistoss welcher das Spiel entscheiden sollte. Der lauffreudige Mbabu überlief mit etwas Glück die gesamte linke Abwehrseite der Walliser und konnte von Gent-Leihgabe Taravel nur durch ein Foul an der Strafraumgrenze gestoppt werden. Der äusserst auffällige Sulejmani hämmerte den fälligen Freistoss, links an der Mauer vorbei, zum umjubelten 0:1 in die Maschen.

Neben der Nervosität machte sich beim FC Sion in der zweiten Halbzeit je länger je mehr auch noch Ratlosigkeit breit und so gehörten am Ende die wenigen besonderen Aktionen den Bernern. Zum Beispiel Bertone, dessen Kopfabwehr, unter den Augen Rochats, am Pfosten landete. Oder ebendiesem Rochat, der sich mutig in den Schuss Pingas warf und so den Ausgleich verhinderte. Aber auch Aimery Pinga, dem YB-Junior der erst letzten Oktober vom Wankdorf in den Tourbillon wechselte und gestern zu seinem ersten Super League Einsatz kam.

Es blieb beim wichtigen und verdienten 1:0 Auswärtssieg. In Bern wird ab sofort wieder von Sternen und vom Europapokal geträumt und die Mannschaft des Christian Constantin macht sich auf ins Trainingslager, zur Vorbereitung auf ein Spiel gegen den FC Basel, das irgendwann um den 25. Mai 2017 in Genf stattfinden soll.

Noten:
Mvogo 5: Hatte nur eine kleine Unsicherheit, hielt aber sonst gewohnt stark die Null fest.
Mbabu 5: Beackerte die rechte Seite unermüdlich und erfüllte auch seine defensiven Aufgaben.
Von Bergen 5: Führte seine Abwehr souverän und spielte mit ihr zum zweiten Mal in Folge zu Null.
Rochat 4,5: Lies nichts anbrennen, warf sich in die Schüsse und bewies bei Bertones Kopfball, an den eigenen Pfosten, ein gutes Auge.
Lecjaks 4,5: Blieb ohne Fehler. Seine Flanken fanden gestern aber selten einen Abnehmer.
Ravet 4: Für einmal arbeitete der Franzose auch gut gegen hinten, wodurch wohl seine Stärke in der Offensive etwas darunter litt.
Sanogo 4: Bevor Sekou richtig ins Spiel fand, musste er bereits verletzungsbedingt wieder vom Feld.
Zakaria 4,5: Stopfte die Löcher im Mittelfeld aber blieb Offensiv unauffällig.
Sulejmani 5,5: Der Walliser Publikumsliebling arbeitete viel (gegen Vorne und gegen Hinten!) und traf herrlich.
Bertone 4,5: Wie Zakaria auch von Bertone ein gutes Spiel. Hatte Glück bei seiner Kopfballabwehr an den Pfosten.
Frey 4: Arbeitete wie alle anderen viel aber ihm fehlte gestern das Glück.
Aebischer 4,5: Fand sofort ins Spiel und erledigte seine Arbeit gut und unauffällig.
Schick 4: Führte sich nach seiner Einwechslung für Ravet nahtlos ins Defensivkonzept ein blieb aber auch unauffällig in der Offensive.
Gerndt kam in der 84. Minute für Sulejmani.

Vorschau FC Sion – BSC Young Boys

6. Mai 2017 um 07:35 von Marco in der Kategorie YB

Der Auswärtssieg in St. Gallen war in mehrfacher Hinsicht beruhigend. Nach zwei Heimniederlagen in Serie kam trotz der spannungsfreien Ausgangslage von YB etwas Nervosität auf. Die drei Punkte haben die aufkommende Unruhe im Keim erstickt. Zudem war es besonders erfreulich, dass sich Gerndt als Doppeltorschütze auszeichnete, da er nach seiner Rückkehr zuerst noch nicht richtig auf Touren kam. Sofern sein Auftritt in St. Gallen keine einmalige Sache war, dürfte YB auch ohne Hoarau wieder mehr Torgefahr ausstrahlen. Soweit so St. Gallen.

Am nächsten Sonntag tritt der BSC YB erneut auswärts an, diesmal beim FC Sion. Im Wallis hat der Totomat wieder einmal den Trainer gewechselt. Ein Effekt blieb in Thun (2:1-Niederlage) zwar aus, doch das spielt wohl keine Rolle, da Platz zwei so gut wie weg ist und die Katholiken-Hochburg Wallis Auffahrt herbeisehnt. Somit stehen die Chancen gut, dass YB wieder einmal drei Punkte aus dem Tourbillon entführt. Wie an dieser Stelle schon oft geschrieben, ist die mangelnde Spannung in dieser Rückrunde die wohl grösste Herausforderung für die Young Boys. Wenn sonst nichts läuft, kann man sich immer noch statistischen Spielereien zuwenden. Gewinnt YB in Sion, wäre dies der siebte Auswärtssieg in dieser Saison und der zweite Platz wäre auch in der Auswärtstabelle so gut wie sicher. Gefahr droht nur vom FC Lugano und an desssen Auswärtsstärke hat YB schliesslich auch grossen Anteil.

Adi Hütter steht in Sion praktisch das ganze Kader zur Verfügung. Einzig Wüthrich und natürlich Hoarau stehen noch auf der Verletztenliste. Das bietet Hütter die Chance, wieder etwas auszuprobieren. Im Hinblick auf die nächste Saison und die baldige Kaderplanung sicher keine schlechte Ausgangslage. Nach seiner Gelbsperre wird von Bergen mit ziemlicher Sicherheit wieder seinen Platz in der Abwehr einnehmen. Die Kritik, die zuletzt am Captain geübt wurde, mag nicht ganz unberechtigt sein. Doch wenn man Nuhu bei seinen Einsätzten beobachtete, ist von Bergens Rückkehr zu begrüssen. Steht der Routinier im Abwehrzentrum, darf aussen die Jugend ran. Joss‘ Auftritte waren bisher nicht restlos überzeugend, doch im Rahmen der Experimentierphase wäre ein Platz in der Startelf vertretbar. Schick und Gerndt waren die Matchwinner in St. Gallen und erhalten hoffentlich die Chance, ihren Lauf fortzusetzen. Als Sturmpartner für Gerndt bieten sich sowohl Frey wie auch Assalé an. Wer beginnt, ist zweitrangig, da sich beide auch als potenzielle Joker eignen. Erstrangig ist, dass YB in Sion gewinnt. Das bewerkstelligen Gerndt und Ravet mit ihren Toren zum 2:1-Sieg.

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FC St. Gallen – BSC YB 0:2

2. Mai 2017 um 12:16 von Pele in der Kategorie YB

St. Gallen gegen die Young Boys wurde im Vorfeld etwas überspitzt als „Krisengipfel“ dargestellt. Dennoch war die Ausgangslage natürlich komplett unterschiedlich. Die Gäste stehen trotz zweier Heimniederlagen am Stück nach wie vor komfortabel auf dem zweiten Rang und hätten auch bei einer Niederlage weiterhin alles in den eigenen Händen. Dennoch galt es dringend, den zuletzt offensichtlichen Abwärtstrend zu stoppen. Ganz anders die Situation in der Ostschweiz: Nach einem soliden Start in die Rückrunde gelang den St. Gallern zuletzt wenig, ganze sechs Spiele am Stück konnten nicht mehr gewonnen werden.

Dies veranlasste Joe Zinnbauer zu erstaunlichen Wechseln in der Startaufstellung. Mit Lopar und Barnetta fanden sich zwei Leistungsträger auf der Bank wieder.

Nachdem YB in den ersten Minuten dominant agierte, gelang es den St. Gallern nach und nach die Überzahl im Mittelfeld zu nutzen und die Ostschweizer kombinierten sich teilweise gefällig in die Berner Gefahrenzone. Besonders Ajeti hatte die Führung zweimal auf dem Fuss, scheiterte aber entweder am Gehäuse oder an Mvogo. YB kam im ersten Durchgang nie richtig ins Spiel und hatte einzig durch Assalé und Sulejmani zwei vielversprechende Abschlussmöglichkeiten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten sich die Berner etwas besser auf die Spielweise des Gegners eingestellt, dennoch gelangen kaum gefährliche Aktionen. Erst durch den Platzverweis gegen St. Gallen-Captain Toko, gelang es YB, das Spieldiktat in die Hand zu nehmen. Leider konnte die Harmlosigkeit aus den letzten beiden Spielen auch im Kybunpark nicht gänzlich abgestreift werden. Erst durch die Einwechslung von Schick und Gerndt löste sich der Knoten bei den Gelbschwarzen. In der Schlussphase legte Schick zweimal auf und beide Male traf Alex Gerndt ins gegnerische Tor. Es waren die beiden ersten Saisontreffer des Pechvogels – der Formanstieg kommt also zur richtigen Zeit. Da der FC Sion aufgrund eines Last-Minute-Gegentreffers gegen den FC Thun verlor, beträgt der Vorsprung auf Rang drei nun bereits 11 Punkte.

Die Noten:

Mvogo 4.5/ Die starke Abwehr gegen Ajeti bewahrte die Gelbschwarzen vor einem Rückstand. Spielte allerdings in der ersten Halbzeit viel zu viele lange Bälle auf Michi Frey.

Mbabu 5/ Aktivster Berner, für einmal auch in der Defensive solide. Hat weiterhin Verbesserungspotential bei den Flanken.

Nuhu 3.5/ Zu viele Fehlpässe in der Spieleröffnung und bei 2-3 Aktionen zu spät. Allerdings auch mit einigen starken Antizipationen.

Rochat 4/ Solider Auftritt des Routiniers.

Lecjaks 4/ Bemüht aber meist glücklos. In der Defensive bügelte er einige Male seine eigenen Fehler aus. (grandioser Seitenwechsel vor dem 1-0)

Ravet 4/ Aufgrund der Unterlegenheit im Zentrum rückte Ravet oftmals in die Mitte wo er seine Stärken aber zu selten abrufen konnte. Defensiv dafür mit mehreren sehr guten Aktionen.

Bertone 4/ Regte sich in der ersten Halbzeit oftmals über die vielen langen Bälle seiner Mitspieler auf, war daran aber nicht ganz unschuldig. Das YB-Zentrum war in der ersten Halbzeit zu oft unterlegen.

Sanogo 4/ Lief als Captain auf und lieferte sich etliche Zweikämpfe mit Toko, die nach einer Stunde zu dessen Platzverweis führten. Erledigte viel Defensivarbeit, spielte aber den einen oder anderen Fehlpass zu viel.

Sulejmani 3.5/ Unauffälliger Auftritt des Serben. Müsste zudem in der ersten Halbzeit zur Führung treffen.

Frey 3.5/ Musste im ersten Umgang enorm viele Kopfballduelle bestreiten, was nicht zu seinen Kernkompetenzen zählt. Wie immer bemüht aber mit wenig guten Aktionen. Vergab beim Stand von 0:0 eine Möglichkeit per Kopf fahrlässig.

Assalé 3.5/ Seine Geschwindigkeit ist eine wertvolle Waffe die aber am Sonntag zu wenig zur Geltung kam.

Aebischer 4.5/ Setzte wiederum Akzente nach seiner Einwechslung, verpasste aber seinen zweiten Saisontreffer.

Schick 5/ Eingewechselt und mit zwei Assists – bravo!

Gerndt 5.5/ Unheimlich wichtige Doublette des YB-Stürmers. Sowohl für die Mannschaft, als auch für ihn persönlich.

Vorschau FC St. Gallen – BSC Young Boys

28. April 2017 um 18:00 von Cabrón in der Kategorie YB

Eine Saison ohne Titel, ist wie eine Wurst ohne Senf. Trotzdem dürfen wir im Kampf um den CL Qualifikationsplatz, in den letzten 7 Spielen, nichts mehr anbrennen lassen.

3 Spiele, 1 Sieg, 2 Unentschieden und ein Torverhältnis von 6:4. So sieht die Bilanz gegen den FC St. Gallen in dieser Saison aus. Die Ostschweizer taten sich bereits in der Vergangenheit stets schwer gegen YB und konnten eigentlich nur zu Hause gelegentlich Punkte einfahren. Das Team von Joe Zinnbauer schwächelt zudem mit schöner Regelmässigkeit in der zweiten Hälfte des Fussballjahres und im aktuellen Monat gingen sogar alle bisherigen 4 Spiele verloren.

Die Berner, durch die zweite Niederlage in Folge hoffentlich wachgerüttelt, können also guten Mutes in den Kybunpark reisen. Erst recht da mit Assalé und Ravet, beide kommen sie aus einer Sperre zurück, Adi Hütter zwei zusätzliche offensive Varianten zur Verfügung stehen. Weiter steht auch Leonardo Bertone wieder auf der Matchkarte und somit fehlt, neben den Verletzten Hoarau und Wüthrich, nur der gesperrte Capitano Von Bergen (8. gelbe Karte). Seinen Platz dürfte Nuhu oder, falls fit für 90 Minuten, Loris Benito übernehmen.

Es gilt hinsichtlich der nächsten Saison sicher einige Spieler und Varianten auszutesten, doch zuerst muss das Minimalziel 2. Platz ungefährdet ins Trockene gebracht werden. Daher schliessen wir mehrere Änderungen in der Startaufstellung aus und erwarten nur ein bis zwei Wechsel. Einerseits könnte seit langem wieder einmal Benito eine Chance erhalten. Vielleicht wie erwähnt als Ersatz Von Bergens oder auch auf seiner angestammten Position auf der linken Abwehrseite. Da spielte zuletzt der junge Joss, der Lecjaks vorgezogen wurde und dieser wiederum hat sicher nichts gegen eine Rückkehr in die 1. Elf. Auch im Hinblick, auf die 21jährigen Mbabu und Nuhu, könnte der erfahrene Tscheche die richtige Wahl sein.

Seferi darf auch in diesem Spiel nicht von Beginn weg mitlaufen aber wird wohl wieder gegen Ende eingewechselt. So wird die Flügelzange voraussichtlich mit Sulejamni und Ravet besetzt. Im Zentrum streiten sich Bertone, Sanogo, Zakaria und Aebischer um die Plätze während wir in der Spitze Michi Frey und Roger Assalé den Vorzug gegenüber Alex Gerndt geben würden.

Und so gedenken wir die 3 Punkte nach Hause zu holen:
yb gg FCSG

BSC Young Boys – FC Lugano 1:2

24. April 2017 um 19:56 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Steffi habe mit ihrem Freund Schluss gemacht, erzählt die Brünette ihrer blonden Sitznachbarin. Kinder rennen kreischend durch die Sitzreihen – deren Väter drehen ihnen den Rücken zu, schauen Richtung Balkon und fragen sich: «Isch René o da hüt?» Die schattige Ostkurve singt, hüpft und säuft auf jedem Fussballplatz, während sich das junge Ehepaar im C der Jacken entledigt, die Sonnenbrille richtet und sich mit dem Frühlingsbier zuprostet. Auf dem Feld plätschert derweil die Partie YB – Lugano vor sich hin.

Erholen sich die Zuschauer noch von der SCB Meisterfeier? Trötzelet man noch immer wegen dem Cup-Aus gegen Winterthur? Oder ist die Luft ganz einfach draussen, da in der Tabelle gegen Oben wie gegen Unten (anscheinend) nichts mehr geht? Die Bernerinnen und Berner interessieren sich an diesem Tag nicht wirklich für ihre gelbschwarze Liebe. Es wird zwar diskutiert, erklärt, geschaut und mit dem Finger gezeigt aber das wenigste hat mit dem Geschehen auf dem Platz zu tun. Dabei bekommt man gar kein schlechtes Spiel geboten. Die Young Boys behaupten geschickt den Ball in den eigenen Reihen (Ballbesitz 1. HZ 67% : 33%) und erarbeiten sich dann und wann gute Abschlussmöglichkeiten, ohne dabei erfolgreich zu sein. Der FC Lugano spielt auf seine typisch italienische Art aus einer bestens organisierten Defensive und schaltet blitzschnell um, um ihre gefürchteten Konter zu lancieren. Trotzdem hat die Partie den Charakter eines Testspieles.

YB verteidigt hoch aber nicht zu übermütig, um den konterstarken Luganesis nicht ins offene Messer zu laufen. Trotzdem dauert es keine 7 Minuten als genau dies ein erstes Mal der Fall ist. Eine weite Flanke von Mariani findet Sadiku und dessen scharfe Hereingabe verwertet der ehemalige YB Junior und aktuelle Shootingstar Ezgjan Alioski aus 3 Metern. Im Stadion nimmt man es zur Kenntnis. Danach zirkuliert der Ball erneut in den Reihen der Gelbschwarzen aber ausser bei Standards sind kaum gefährliche Chancen zu erkennen. Freys Kopfball nach einem Eckball ist zu harmlos und Sulejmanis Freistoss knallt an die Querlatte. Danach versuchte sich Michi mit Rechts aus 11 Metern Entfernung, doch treffen tut er nur den gegnerischen Verteidiger Sulmoni.

Man kann dem Heimteam keineswegs Passivität vorwerfen. Sie verteidigen hoch, lassen den Ball laufen, wechseln vermehrt die Seiten und doch scheint es als fehle mit Hoarau die einzig mögliche Angriffsvariante. Es fehlt die Anspielstation in der Spitze, wenn der Stürmer nach einer Verletzung noch nicht richtig ins Team zurückgefunden hat oder die Flügelspieler einen schwachen Tag einziehen. Sanogo, der nach einem Doppelpass alleine vor Salvi scheitert und Alexander Gerndt, welcher seinen Voleyschuss ebenfalls vom Tessiner Keeper abgewehrt sieht, bleiben die wenigen ungenutzten Ausnahmen in der 1. Halbzeit.

Dazwischen immer wieder das schnelle Umschaltspiel Luganos. Was vor der Pause noch glimpflich ausgeht, als Sadiku den Querpass Alioskis an den Pfosten hämmert, ist kurz nach der Pause die Entscheidung. Mariani schickt den Albaner auf Reisen und der trifft nach einem Sprint trocken mit einem Flachschuss zum 0:2. Die meisten YB Fans im Stadion haben auch diesen Treffer mitbekommen.

Halbzeit 2 ist nun ausgeglichener. Die Young Boys sind bemüht den Anschluss zu finden, haben aber bei ihren Abschlüssen weiterhin nicht das Glück des Tüchtigen und der Gast scheitert bei seinen Kontern mehrmals am hervorragend reagierenden Yvon Mvogo. Es ist der junge Michel Aebischer der mit seinem Jokertor in der 86. Minute Resultatkosmetik betreibt und zu seinem ersten Super League Treffer kommt. Er wird in seiner Karriere sicher noch wichtigere Treffer erzielen aber in diesem Fall ist man im Stadion ganz einfach froh, dass man auch für die eigenen Farben einen Treffer zur Kenntnis nehmen durfte.

Die Noten:

Mvogo 5 Durch seine starken Paraden verhinderte Yvon eine höhere Niederlage.
Mbabu 4 Zu Beginn sehr bemüht und mit gewohntem Zug in der Offensive. Tauchte im Verlauf der Partie ab.
Von Bergen 4 Organisierte die Defensive weitgehend gut und versuchte gegen Ende des Spiels, mit einigen Offensivaktionen, die Mannschaft anzutreiben.
Rochat 3,5 Defensiv dann und wann etwas anfällig und in der Spieleröffnung fehlerhaft.
Joss 3,5 Startete konzentriert war über die 90 Minuten aber zu wenig aktiv und fehleranfällig.
Schick 3 In allen Belangen eine sehr bescheidene Leistung des Österreichers.
Sanogo 4,5 Kampfstark wie immer aber auch er vermochte das Spiel nicht in die richtigen Bahnen zu lenken. Vergibt alleine vor Salvi.
Zakaria 4 Auch der andere ZM gewann einige Bälle im Mittelfeld aber vermochte nicht viel mit dem Ballbesitz anzufangen.
Sulejmani 4 Sehr bemüht in der Offensive mit einigen guten Aktionen aber defensiv etwas träge.
Frey 3,5 Hatte 2 – 3 gute Möglichkeiten, schaffte es aber wieder nicht den Topskorer Hoarau zu ersetzen.
Gerndt 3 Eine gute Direktabnahme und sonst… Alex hat nach seiner langen Verletzung noch nicht in das YB Spiel zurückgefunden.
Aebischer 5 Läuferisch und kämpferisch stark. Ausserdem mit seinem ersten SL Treffer!
Seferi 3,5 Fand nach seiner Einwechslung nie ins Spiel.

Vorschau BSC YB – FC Lugano

22. April 2017 um 11:14 von Jänu in der Kategorie YB

Wer in den letzten Wochen davon gesprochen hat, dass der zweite Platz YB nicht mehr zu nehmen sei, der ging fest davon aus, dass die Berner im heimischen Wankdorf kaum mehr Punkte liegen lassen werden. Zu Recht! YB hat den Anspruch im Wankdorf gegen jedes Team einen Dreier einzufahren. Nun kam letzten Montag die Heimniederlage gegen GC und liess uns Fans etwas ratlos zurück. War das ein Ausrutscher? Etwas, das auch den Besten passieren kann? Oder ist YB ohne Hoarau tatsächlich so limitiert, dass auch Heimspiele zu Zitterpartien werden?

Aufgeklärt darüber werden wir morgen. Der FC Lugano – der Heimausrutscher in der Hinrunde – weilt im Wankdorf. Die Tessiner befinden sich aktuell auf einem gesicherten Mittelfeldplatz und können, falls sie zu einem fulminanten Schlussspurt ansetzen, den Blick über die Landesgrenzen nach Europa richten. Die Luganesi wissen, wie im Wankdorf gewonnen werden kann und sie werden alles versuchen, um YB erneut Punkte abzuluchsen.

Das Hütter-Team sei also gewarnt. Die Rechnung aus der Vorrunde wird nicht im Schongang beglichen werden können. Ausser dem bereits angesprochenen Hoarau fehlen auch der langzeitverletzte Wüthrich und die gesperrten Assalé und Ravet. Hoffentlich gesellen sich nicht noch die erkrankten Bertone und Mvogo zu den Abwesenden, bei beiden ist ein Einsatz momentan noch ungewiss. Doch egal welche Elf auflaufen wird, der Sieg morgen ist schlicht Pflicht. Es gilt schliesslich zu beweisen, dass das GC-Spiel ein Ausrutscher war und sich die YB-Fans wieder auf die Heimstärke ihres Teams verlassen können.

Ein Spektakel erwarten wir nicht, der 2:0 Sieg wird eher ein mühsamer Krampf. Dank Zakaria und Frey bleiben die Punkte aber in Bern.

BSC YB – GC 0:1

18. April 2017 um 14:42 von Mate in der Kategorie YB

Niederlagen lassen sich meist irgendwie in verheerende, verdiente, unnötige, unglückliche, dumme, unerklärliche, verkraftbare und so weiter einordnen. Handelt es sich um Niederlagen gegen GC, verhält es sich jedoch etwas anders. Jene gestern war beispielsweise keineswegs verheerend und wäre auf der anderen Seite nicht GC gestanden, sie wäre sogar noch verkraftbar gewesen. In der Art und Weise wie sie zustande kam, war sie natürlich ärgerlich, ohne Frage.

YB war über die gesamte Spielzeit gesehen die aktivere Mannschaft, bestimmte weitgehend  das Geschehen und hatte in der ersten Hälfte eine Phase, in welcher die Gäste aus Zürich sich über Minuten kaum aus der eigenen Hälfte lösen konnten. Leider aber schaute nicht mehr dabei heraus als zwei Abschlüsse Ravets, wovon der Erste aus spitzem Winkel von Goalie Mall entschärft wurde und der Zweite am weiten Pfosten vorbeistrich. So waren es die Gäste, welche in der ersten Hälfte die beste Torchance verzeichneten, als Caio nach acht Minuten alleine vor dem glänzend reagierenden Yvon Mvogo scheiterte (und zum Glück den völlig freistehenden und einschussbereiten Dabbur übersah).

Auch in der zweiten Hälfte agierte YB insofern überlegen, als dass es um einiges mehr in Ballbesitz war und sich auch immer wieder in aussichtsreiche Positionen bringen konnte. In diesen aber agierten die Berner dann oft zu umständlich – so dass aus den guten Möglichkeiten kaum Torchancen und damit auch keine Tore wurden. Zwar verzeichnete man über die gesamte Partie nicht weniger als achtzehn Abschlussversuche – jedoch mangelte es diesen an Qualität .

So kam, was nie und nimmer hätte kommen dürfen. GC konnte irgendwie einen Eckball treten, dieser fand Dabburs Kopf und der Israeli hatte keine Schwierigkeiten, das 1:0 zu erzielen. Im Gegensatz zu anderen Partien war das Heimteam diesmal nicht mehr fähig, auf den Rückstand zu reagieren. So war die erste Heimniederlage in der Meisterschaft seit dem 30. Juli 2016 Tatsache. Damals hatte YB gegen Lugano verloren, die Mannschaft, welche nächsten Sonntag in Bern zu Gast sein und hoffentlich die Reaktion YBs auf diese Niederlage gegen GC zu spüren kriegen wird. Denn Niederlagen gegen GC sind vor allem eines: schmerzhaft.

 

Die Einzelnen:

Mvogo 5:             Reagierte klasse gegen Caio und war auch sonst gewohnt sicher. Mit einigen guten Spieleröffnungen.

Von Bergen 4,5:  Leider mit grossem Abzug, weil er es sich von Dabbur erwischen liess und damit beim Gegentor sehr alt aussah. Ansonsten ein gutes Spiel des Captains, gute Antizipation, gewann viele Bälle.

Rochat 4,5:          Solid, aber einmal mehr mit Auf und Abs  bei der Angriffsauslösung. Defensiv ein paar Mal ausgespielt, was GC viel Platz auf seiner Seite brachte.

Lecjaks  5: Vor allem in der ersten Halbzeit sehr aktiv und mit guten Vorstössen. Auch in der zweiten Hälfte mit einer schönen Vorlage, welche Bertone leider nicht verwerten konnte.

Mbabu 4,5:          Einmal mehr mit viel Schwung nach vorne. Einmal mehr schaute dabei aber nicht viel heraus und so war es wie (leider) fast immer bei ihm: Viel Aufwand, wenig Ertrag.

Zakaria  4,5:      In der ersten Halbzeit eine dominante Figur auf dem Platz. Nach der Pause mit deutlich weniger Einfluss als vor Wochenfrist in Basel.

Sanogo 5:            Auffälligster YB-Akteur mit gewohnter starker Zweikampfpräsenz und einigen ungewohnten  Rushes. Seine Abschlüsse waren allerdings wenig eindrücklich.

Bertone 4:            Konnte nicht den gewünschten Einfluss nehmen. Verzeichnete die grösste YB-Chance in der zweiten Halbzeit, doch das Abschlussglück war auch ihm nicht hold.

Ravet 4,5:            Rannte viel und versuchte das YB-Spiel anzukurbeln, agierte aber zusehends kopflos.

Gerndt 3,5:          Er ist offensichtlich noch nicht soweit. Sinnbildlich eine Szene in der ersten Halbzeit, als er zentral am Strafraum angespielt wurde und sich mit einer Drehung alleine vor dem Tor sehen würde – stattdessen aber den Ball «abdeckt» und nach aussen spielt.

Sulejmani 4,5:     Phasenweise gut, dann wieder auf Tauchstation . Konnte die Aufwärtstendenz aber zumindest knapp bestätigen.

Seferi, Schick und Benito wurden erst spät eingewechselt und deshalb nicht benotet. Vor allem Seferi würden wir aber gerne einmal etwas länger sehen.

Vorschau: BSC YB – GC

16. April 2017 um 17:23 von Pele in der Kategorie YB

verfasst vom Biber

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So ganz loslassen konnte ich die ganze Woche über nicht: Gegen Basel zeigte YB einmal mehr einen bärenstarken Auftritt und brachte den Serienmeister auswärts an den Rand einer Niederlage. Und nicht weil man Glück hatte, sondern weil man über 90 Minuten schlicht besser war. Doch mit dem Verfassen dieser Vorschau lasse ich das Spiel in Basel auch gedanklich endgültig  in den Archiven der Geschichte verschwinden und widme mich dem Spiel gegen GC. Und hier fange ich mit etwas Geschichte an: Aus den letzten zehn Partien gegen GC resultierten sechs Siege, zwei Unentschieden und nur gerade zwei Niederlage. Zudem waren die meisten dieser Spiele attraktiv und torreich.

Die Ausgangslage ist neun Spiele vor Saisonende für beide Teams völlig verschieden. YB liegt mit elf Punkten Vorsprung auf Sion auf dem zweiten Platz und dürfte nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung (wobei: gibt es so etwas bei YB?) diesen Vorsprung ins Ziel retten. GC hingegen befindet sich im Abstiegskampf und spürt den FC Vaduz (mehr oder weniger) im Rücken. Entsprechend brauchen die Zürcher jeden Punkt, um nicht auf nächste Saison ihre Stadtkollegen in der zweithöchsten Spielklasse abzulösen. Dennoch dürfen die Heuschrecken auf keine Geschenke aus Bern hoffen. Schon aus Prinzip. Deshalb erwarten wir einen torreichen 4-2 Heimsieg (Gerndt, Sulejmani, Zakaria, Ravet) mit insgesamt sechs verschiedenen Torschützen. Unsere Aufstellung:

 

P.S. „Heuschrecken dienen traditionell in Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas als eiweißreiche Nahrung. Meist werden sie zur Zubereitung gebraten oder gegrillt. Im Judentum sind Heuschrecken, mit Einschränkungen je nach Glaubensrichtung, koscher. Die arabische Küche (zum Beispiel im Jemen) kennt Heuschrecken als Vorspeise. In Kambodscha werden größere Exemplare mit Erdnüssen gefüllt und bei starker Hitze kurz im Wok gebraten. Auch im alten Orient wurden Heuschrecken verspeist.“ (Quelle: Wikipedia)