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Vorschau: FC Luzern – BSC YB

22. Oktober 2017 um 14:08 von Pele in der Kategorie YB

Das muntere Auswärtsspielfestival findet heute in Luzern seine Fortsetzung. Nach der Last-Minute-Niederlage gegen Lausanne und der starken Leistung beim 2:2 in Kiev, will YB heute den ersten Sieg nach der Natipause einfahren.

Die Innerschweizer stehen auf dem zweitletzten Platz und warten seit sieben Spielen auf einen Sieg. Einfache Ausgangslage also? Mitnichten! In Luzern gewann YB in den letzten beiden Jahren nur einmal, die Spiele in der Swissporarena sind stets etwas mühsam und gestalten sich schwierig. Zudem will das Team von Markus Babbel den Negativlauf beenden – und wie das ausgehen kann, haben wir am vergangenen Wochenende schmerzlich erfahren müssen.

Dennoch braucht YB keine falsche Ehrfurcht an den Tag zu legen: Die Gelbschwarzen sind die bessere Mannschaft und haben in dieser Saison bewiesen, dass man in Auswärtsspielen Fortschritte gemacht hat. Zudem verfügt man mit Roger Assalé über den Mann der Stunde, dem vor dem Tor fast alles gelingt (letzten Samstag einmal ausgenommen). An der Stammformation würden wir nicht allzu viel verändern. Dennoch sollten Sulejmani und Nsame im Vergleich zum Kiev-Spiel wieder in die Start-11 rutschen. Und, wie fast immer, wünschen wir uns einen Einsatz von Michel Aebischer von Beginn weg. Ansonsten dürfte das Cupspiel gegen Münsingen als Einsatzmöglichkeit für die 1b-Garde dienen.

YB schüttelt die Reise-Strapazen erfolgreich ab und gewinnt gegen den FCL mit 2:0. Die Treffer erzielen Nsame und Sulejmani.

Dynamo Kiew – BSC YB 2:2

20. Oktober 2017 um 11:04 von Jänu in der Kategorie YB

3 Spiele, 3 Unentschieden, 3 Punkte. In der Europa League Gruppenphase ist Halbzeit. YB hält sich auf dem zweiten Platz und wäre somit im Frühjahr noch im Wettbewerb dabei. Dies weil es den Bernern im Gegensatz zu den beiden schlechter klassierten Konkurrenten gelang, aus einer Pausenführung Profit zu schlagen und am Ende zu punkten.

Die Zuschauer rieben sich zu Beginn des Spiels die Augen. Abgesehen von der Mbokani Blitzgrosschance schnürte YB Kiew in der eigenen Hälfte ein. Der verdiente aber etwas glückliche Führungstreffer durch Assalé fiel nach 17 Minuten und schien die Ukrainer zu wecken. Sie standen nun etliche Meter weiter vorne, übten so viel mehr Druck auf YB aus und brachten die Berner Defensive mehr und mehr in Bedrängnis. Daraus entstand leider nicht nur ein Pfostenschuss, sondern auch der Ausgleichstreffer. Nach einem Katastrophenpass von Bergens spielte sich das Heimteam so flüssig durch die YB-Abwehr, wie das erste Bier nach Feierabend die trockenen Kehlen runterrutscht. Mbokani brauchte aus abseitsverdächtiger Position nur noch einzuschieben. Belassen wir‘s mal bei im Zweifelsfall für den Angreifer… Die gelbschwarze Antwort kam prompt. Noch vor der Pause fiel Assalé nach einem kurzen Sow Eckball und einer Ngamaleu Kopfballvorlage der Ball vor die Füsse und er netzte via Kiewer Fuss ein. Die Pausenführung für YB und der assalésche Doppelpack waren somit perfekt.

In der zweiten Halbzeit war Kiew die dominante Mannschaft. Trotzdem wird der Ausgleichstreffer die Berner ärgern, entstand dieser doch aus einem Konter nach eigenem Eckball, welcher Fassnacht nur noch mit einem taktischen Foul zu stoppen wusste. Leider passierte dieses erst kurz vor dem Strafraum, so dass die Chance eines Direktschusses genutzt wurde. YB hielt zwar weiter wacker dagegen, konnte selbst aber kaum mehr Torgefahr erzeugen. Erst recht nicht mehr als der finnische Schiri Sanogo eine zweite Gelbe Karte unter die Nase hielt und ihm somit das Kommando zum vorzeitigen Duschen gab. Wenn es Foul an Mbokani war, dann mindestens genauso an Sanogo und dafür noch gelb zu ziehen, ist eines Profischiris eigentlich nicht würdig. Sei‘s drum, die Berner brachten den Punkt nach Hause und sich selbst damit in eine gute Ausgangsposition fürs Weiterkommen.

In zwei Wochen geht’s weiter. Gleicher Gegner, eigenes Stadion. Dann soll der nächste Schritt in Richtung Sechzehntelfinal gemacht werden und wir auf der Tribüne dürfen uns besonders auf die Rückkehr von Herzensbube Koval freuen. Bis bald!

Die Noten:

Von Ballmoos: 5. Alles gut, ausser beim Freistoss traf er mit dem Übergreifen wohl die falsche Entscheidung.

Mbabu: 4.5. Sehr gut gegen vorne bis an den Sechzehner, dann oft die grosse Ratlosigkeit. Einige unnötige Ballverluste.

Nuhu: 5. Unauffällig aber sicher und mit guten Aktionen gegen vorne.

Von Bergen: 4.5. Abgesehen vom Fehlpass gibt es Lob für den Kapitän.

Lotomba: 5. Konnte sich einige Male gut durchsetzen und vom Gegner lösen. Machte defensiv kaum etwas falsch.

Fassnacht: 4.5. Von der ersten Minute sehr engagiert ohne das nötige Glück. Das Foul vor dem Ausgleichstreffer musste er wohl so nehmen.

Sanogo: 5. Kämpfte wie immer mit allem was er hat und liess sich nur durch eine Fehlentscheidung stoppen.

Sow: 4.5. Bin etwas ratlos und vergebe daher mal die Ratlosnote. Hat gute Szenen, dann oft auch wieder zu wenig Präzision oder Wasserverdrängung, was viel Raum für den Gegner im Mittelfeld ergibt.

Sulejmani: 4. Geniale Ideen und Pässe wechseln sich mit nervenaufreibenden non-chalanten und spielverzögernden Schlünggen ab. Würde mir wieder mehr Zug aufs Tor von ihm wünschen.

Assalé 5.5: Die Dinger fallen bei Assalé momentan einfach rein. Hoffen wir, dass dies anhält.

Ngamaleu 4.5: Hatte früh eine Kopfballchance, tauchte danach etwas ab, bis er sich den Assist zum 2:0 notieren konnte. Um sich durchzusetzen muss er fürs Spiel einiges prägender werden.

Aebischer/Schick/Nsame: Kurzeinsätze ohne Benotung

Vorschau Dynamo Kiew – BSC Young Boys

19. Oktober 2017 um 17:24 von Cabrón in der Kategorie Matchvorschau, YB

Heute Abend folgt das dritte von vier Duellen, innerhalb eines Jahres, zwischen den Berner Young Boys und Dynamo Kiew. Was in der heimischen Super League gang und gäbe ist, ist im Europapokal doch eher gewöhnungsbedürftig. Böse Zungen bezeichneten dies auch schon als Worst-Case-Szenario. Nun also wieder Kiew, der unbequeme Gegner aus der unattraktiven ukrainischen Liga. Die Mannschaft gespickt mit alten, erfahrenen Nationalspielern, welche YB in der Champions League Qualifikation Zuhause bereits einmal mit 3:1 besiegte. Was dürfen wir von dieser Affiche auf Stufe Europa League erwarten? Wird Adi Hütter erneut die Spieler aufstellen, die in der Meisterschaft nur wenig oder gar nicht zum Einsatz kamen? Können die Young Boys erneut den frischen Fussball zeigen, wie damals am 26. Juli 2017, als man nur durch einen überragenden Yarmolenko und drei individuelle Fehler bezwungen wurde?

Yarmolenko wird den Bernern im heutigen Spiel keine Sorgen bereiten. Der Superstar der Ukrainer wechselte, kurz nach dem Champions League Out gegen die Gelbschwarzen, für 25 Millionen Euro zu den Schwarzgelben nach Dortmund. Mit diesem Abgang geht bei Kiew zwar einiges an Spielwitz, Tempo und Qualität verloren, doch auch so verfügt der zweitplatzierte der Premier Liga nach wie vor über genügend spielerische Klasse und führt die EL Gruppe B mit 6 Punkten aus zwei Spielen klar an.

Genau wie die Young Boys gegen Lausanne, missglückte aber auch Dynamo Kiew die Hauptprobe am letzten Wochenende gründlich. Während die Berner immerhin auf einen dominanten Auftritt und Pech im Abschluss zurückblicken, so war die Niederlage des stolzen Hauptstadtklubs gegen den letztplatzierten, aus dem Ferienort Odessa, eine herbe Enttäuschung.

Es flossen also seit dem letzten Aufeinandertreffen einige Liter Wasser die Dnepr herunter und ein Wiedersehen eröffnet auch immer wieder neue Chancen. Sei dies nun für die fitten altbewährten oder die frischen unverbrauchten Kräfte im Team. Nach wie vor fehlen die verletzten Guillaume Hoarau, Leo Bertone und Loris Benito, dafür kann Miralem Sulejmani wieder mittun. Gaeubschwarz.be würde im heutigen Spiel eine leichte Rotation mit kleiner Anpassung im System vornehmen. Trotz der Mehrfachbelastung mit der Ghanaischen Nationalmannschaft, stellen wir den formstarken Kasim Adams Nuhu, neben den unbestrittenen Abwehrchef Steve Von Bergen und den Kopfballstarken Gregory Wüthrich, in die dreimannstarke Innenverteidigung. Die Flügel beackern Kevin Mbabu und sein Zimmerkollege Jordan Lotomba, während das Zentrum durch Sekou Sanogo und Djibril Sow besetzt werden. Im Sturm sorgen Christian Fassnacht, Roger Assalé und der wiedergenesene Miralem Sulejmani für Gefahr. Mit einem 1:2 durch Fassnacht und Sulejmani festigen wir den Ruf des Ukrainenschreck.

171019 Aufstellung gg Kiev

FC Lausanne-Sport – BSC Young Boys 2:1

16. Oktober 2017 um 10:02 von Marco in der Kategorie YB

GetFileAttachmentDas Feuerwerk beschränkte sich leider auf die Tribüne.

 

Vier Auswärtsspiele in drei Wettbewerben hat YB im Oktober noch zu bestreiten. Ein anspruchvolles Programm, das Adi Hütter und sein Team sowohl physisch wie auch mental fordert.Mit der Niederlage gegen Lausanne ist der Start in diese Auswärts-Tournee gründlich missglückt. Das ist beleibe kein Grund, um in Panik auszubrechen, hoffentlich aber eine schmerzhafte Erinnerung, dass Siege nicht einfach vom Himmel fallen.

Aufgrund des verletzten Sulejmani hatte Hütter bei seiner Aufstellung nicht viele Optionen. Die Stammelf der Young Boys war in dieser Saison aber meist überzeugend. Das war auf der Pontaise nicht anders. Die Gäste spielten von Beginn weg druckvoll und setzten sich in der Hälfte des Gegners fest. Nach nur vier Minuten trat YB bereits den zweiten Corner. Am Ende betrug das Eckballverhältnis 12:1 für YB. Der animierte Start brachte leider keinen Torerfolg. Ein Treffer hätte das Spiel wahrscheinlich in ganz andere Bahnen gelenkt.

Mit der Zeit befreite sich Lausanne aus dem gelbschwarzen Würgegriff und wurde aktiver. YB hatte zwar immer noch mehr Spielanteile, ganz grosse Chancen blieben hingegen rar. Auch Lausanne tauchte nur selten gefährlich vor David von Ballmoos auf, in Sachen Effizienz hatten sie aber die Nase vorn. Nach einem schnellen Angriff über links und einer Unachtsamkeit von Mbabu traf Margiotta zum 1:0 für das Heimteam. YB war danach bemüht, den Schaden zu korrigieren, doch vor der Pause gelang dies nicht mehr.

Nach dem Seitenwechsel stürmte YB in Richtung des gut gefüllten Gästeblocks und suchte vehement den Ausgleich. Diese Bemühungen waren bis zum finalen Abschluss vielversprechend, doch was sich YB an Ineffizienz leistete, war besorgniserregend. Nach schnellen Vorstössen an den Strafraum verlor YB den Ball entweder durch unnötige Dribblings oder durch Abschlüsse im falschen Moment. Insbesondere Sow und Assalé sündigten immer wieder. Auch Fassnacht war keineswegs fehlerfrei, er verantwortete aber immerhin den ersehnten Ausgleich. Die butterweiche Flanke von Assalé verwertete er souverän mit dem Kopf. Das Tor änderte aber nicht viel am Spiel. YB rannte, YB drückte und YB vergab Chancen. Dennoch hätte man sich mit einem Unentschieden abfinden können. Leider sah das Zarate anders und stürzte YB in der Nachspielzeit ins Elend. Null Punkte nach einem Spiel, in dem die Young Boys so viel Aufwand betrieben hatten, sind enttäuschend. Tröstlich ist einzig, dass das dicht gedrängte Programm in Kürze wieder die Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet.

David von Ballmoos 4,5 Unschuldig an den Gegentoren und weitgehend unbeschäftigt.

Mbabu 4 Aktiv in der Offensive, aber mitschuldig an den Gegentoren.

Nuhu 3,5 War wenig gefordert und machte beim 2:1 eine schlechte Figur.

Steve von Bergen 4 Beim 1:0 zu zögerlich.

Lotomba 4,5 Ansprechender Auftritt gegen den Ex-Klub. Gutes Zweikampfverhalten.

Ngamaleu 4 Suchte oft den Abschluss. Zuweilen etwas überhastet.

Sanogo 5 Sorgte dafür, dass der Druck nach vorne nie verebbte.

Sow 3,5 Trat viele Standards, die aber wenig brachten und verdribbelte sich zu oft.

Fassnacht 4,5 Nach vielen Chancen traf er doch noch, aber am 2:1 war er auch mitschuldig.

Assalé 4,5 Zahlreiche Chancen erarbeitet, leider alle vergeben.

Nsame 4 Ziemlich unauffällig, fand nie richtig ins Spiel.

Vorschau FC Lausanne-Sport – BSC YB

14. Oktober 2017 um 11:33 von Mate in der Kategorie YB

Bei herrlichem Herbstwetter geht es heute Abend nach Lausanne. Die Nationalmannschaftspause war für die Young Boys insofern ungünstig gekommen, als dass sie sich in bester Verfassung präsentiert hatten und in der Meisterschaft zuletzt mit vier Siegen und einem Torverhältnis von 14:2 ein starkes Zeichen setzten. Bleibt natürlich zu hoffen, dass die gute Form über den Unterbruch hinweg konserviert werden konnte und man heute Abend da anknüpfen kann, wo man vor der Pause aufgehört hat.

Lausanne scheint auf dem Papier ein guter Gegner zu sein, um wieder in die Meisterschaft einzusteigen. Doch aufgepasst: Die Waadtländer haben seit fünf Spielen nicht verloren und dabei unter anderem Meister Basel bezwungen. Jedoch bekundeten sie zuhause bis hierhin eher Mühe und gewannen keines der bisherigen fünf Heimspiele (3 Unentschieden, 2 Niederlagen). Damit ist Lausanne aktuell das schwächste Heimteam der Liga und trifft – aufgepasst – auf das bisher erfolgreichste Auswärtsteam. Trotzdem eine klare Sache also? Eher nicht, denn aus Erfahrung wissen wir, dass Spiele auf der Pontaise selten ein Genuss sind. YB tut gut daran, sich darauf einzustellen, dass die Entscheidung über Erfolg oder nicht vor allem über den Kampf führen wird.

Auch wenn die Verletztenliste auf YB-Seite kleiner geworten ist (sie beinhaltet aktuell noch Hoarau, Bertone und Seferi), dürfte es aufstellungstechnisch heute Abend kaum grosse Überraschungen geben. Die grösste Frage stellt sich uns auf der Position des linken Aussenverteidigers, wo wir auf Jordan Lotomba setzen würden, es aber gut möglich ist, dass Loris Benito sein Comeback feiern darf. Ansonsten ist damit zu rechnen, dass Coach Hütter auf seinen Stamm vertrauen wird. Zu hoffen bleibt, dass die Africa Connection ihren Ausflug in die Heimat zu den verschiedenen Nationalmannschaften gut verkraftet hat und bereit ist, heute wieder eine Topleistung abzurufen. Gerade Nuhu und Assalé standen sinnbildlich für die Formkurve des Teams, respektive hatten grossen Anteil daran, dass YB zuletzt viel Freude bereitete.

Wie auch immer, wir freuen uns darauf, dass die Reise der Young Boys – wohin auch immer diese am Ende hinführen wird – heute Abend endlich weitergeht. Positiv wie immer, tippen wir auf einen 2:0-Auswärtssieg von Gelbschwarz, wobei Assalé und Sanogo die Tore erzielen werden.

 

Aufstellung:

 

Aufstellung FC LS-BSCYB

BSC Young Boys – FC St. Gallen 6:1

2. Oktober 2017 um 16:45 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

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Gefüttert werden die Bären saisongemäss. Der Anteil an zuckerhaltigem sowie fettreichem nimmt gegen den Herbst hin dann zu, damit die Tiere sich einen Vorrat für den Winter anfressen können. Daher gelten die Mutzen gerade jetzt als besonders nimmersatt, um so mit genügend Reserven im nächsten Frühling an die begehrten Honigtöpfe zu gelangen.

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Achtung, fertig, Traumtor! Das Spiel war keine 3 Zeigerumdrehungen alt da dribbelte Roger Assalé den Grünweissen erstmals Knoten in die Beine und zirkelte den Ball herrlich in den Winkel. Es war dies der Auftakt zu einem wunderschönen Fussballnachmittag.

Gegen Skenderbeu noch geschont, kehrte mit Nuhu, Mbabu, Lotomba, Fassnacht und Nsame geballte Power in die Startelf zurück. Das Heimteam diktierte das Spielgeschehen nach Belieben und liess während 90 Minuten keine Zweifel aufkommen, wer im heimischen Wankdorf das Mass aller Dinge ist. Es rollte Angriff um Angriff Richtung Daniel Lopar. Der Gegner wurde regelrecht erdrückt und die Gelbschwarzen liessen den Gästen weder Raum noch Zeit, um selber einmal gefährlich zu werden. Zu keinem Zeitpunkt mussten die 20’098 Zuschauer um den YB Sieg zittern, denn die Berner liessen sich auch nach dem Anschlusstreffer durch Aleksic, nach einem zweifelhaften Penaltyentscheid, nicht aus der Ruhe bringen und reagierten umgehend mit dem 3:1 durch Assalé. Der Ivorer war gestern bestens aufgelegt, nicht unter Kontrolle zu bringen und stellte die St. Galler Abwehrreihen ein ums andere Mal vor unlösbare Aufgaben. Dass der Matchwinner nach 42 Minuten und einer angeblichen Tätlichkeit an Wiss vom Platz hätte fliegen können, ist vielleicht ein kleiner Schatten auf seiner Leistung, schmälert diese aber nicht im Geringsten.

Mbabu setzte seine rechte Seite unter Feuer, im Mittelfeld regierte Sanogo, Nsame behauptete Vorne gekonnt jeden Ball und Abwehrchef Steve von Bergen organisierte seine jungen Nebenmänner als gäbe es nichts Einfacheres. Der Ball lief wie an einem imaginären Schnürchen. Was YB zeigte war beeindruckender, kreativer Tempofussball. Die Defensive und die Offensive perfekt aufeinander abgestimmt und jederzeit in der Lage das Tempo zu bestimmen – ein Genuss!

Der Sieg ging auch in dieser Höhe verdient an die Hauptstädter. Dass dieser nicht noch um einiges klarer ausgefallen war, haben die St. Galler der nicht ganz optimalen Chancenauswertung der Young Boys zu verdanken, denn alleine Christian Fassnacht hätte gut und gerne noch 3 Treffer mehr erzielen können. Dem Berner Anhang war dies egal, er feierte die 6:1 Galavorstellung im Spitzenkampf lange in den Abend hinein und verabschiedete sein Team zwar nicht in den Winterschlaf aber in die wohlverdiente Nationalmannschaftspause.

Die Noten:
Von Ballmoos 5: Wurde kaum geprüft aber war da, wenn man ihn brauchte.
Mbabu 5,5: Defensiv ohne Probleme und auf Rechts viel unterwegs. Krönte seine starke Leistung mit seinem ersten Saisontreffer und dem Assist zum 4:1
Nuhu 5,5: Auch er liess defensiv nichts anbrennen. Zudem mit gewohnt sicherem ersten Pass und dem Treffer zum 5:1.
Von Bergen 5,5: Unser Abwehrchef hat zurzeit alles im Griff.
Lotomba 5: Findet sich immer besser zurecht und ist auf bestem Weg in die Stammelf.
Fassnacht 4,5: Vergab Chance um Chance ehe er (endlich) zum 6:1 Schlussresultat traf.
Sanogo 5: Regierte in gewohnter Manier das zentrale Mittelfeld.
Sow 4,5: Bis auf seine angebliche Schwalbe und der Flanke zum 5:1 ein eher unauffälliges Spiel von ihm.
Sulejmani 4,5: Viel unterwegs und mit einigen guten Zuspielen und Standards.
Nsame 5,5: Gestern mit seinem sechsten Treffer und drittem Assist in der Super League.
Assalé 6: Nicht nur wegen seinen zwei Toren und zwei Assists, der überragende Mann auf dem Platz.
Ngamaleu, Aebischer und Schick waren zu kurz im Spiel für eine Benotung.

Matchwinner Roger Assalé (Foto: Thomas Hodel)

Matchwinner Roger Assalé (Foto: Thomas Hodel)

Vorschau: BSC Young Boys – FC St. Gallen

29. September 2017 um 20:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Die ersten neun Spiele sind passé und YB kann das zweite Viertel der Saison mit einem Spitzkampf starten! Zwei Dinge kommen dabei eher unerwartet: Erstens steigt YB als Leader in den Ring und zweitens kommt der Gegner nicht vom Rheinknie sondern aus der Olma-Stadt.

Die St. Galler profitieren mitunter von der momentan sehr ausgeglichenen Meisterschaft. Nach einem etwas unkonstanten Start wurde Grünweiss zuletzt nach zwei Siegen gegen Basel und Thun nach oben gespült. Das Team von Giorgio Contini hat die Offensiv-Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt und ist dadurch nur schwer ausrechenbar. Die letzten fünf Tore gegen Basel und Thun wurden von fünf unterschiedlichen Spielern erzielt (Ajeti, Buess, Tafer, Aleksiv und Aratore). Besonders Letzterer ist bei YB ein Begriff: Beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison (2:2) erzielte der Basler beide Tore. Diese Partie zeigte aber auch auf, dass die St. Galler keineswegs unwiderstehlich auftreten. Bis zum Ausgleich war YB im Kybunpark die dominierende Mannschaft und liess Grünweiss kaum Raum zur Entfaltung. Die Steigerung im weiteren Spielverlauf hatte in erster Linie mit dem Nachlassen von YB zu tun.

Adi Hütter dürfte am Sonntag die bestmöglichste (und fitteste) Mannschaft auf den Platz schicken. Die Rotation hat in Elbasan leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht, umso mehr gilt es, in der Meisterschaft auf Kurs zu bleiben. In der Verteidigung werden Nuhu und Mbabu ihre angestammten Plätze wieder einnehmen. Auf links dürfte Lotomba wieder den Vorzug vor Joss erhalten, sofern er sich von seiner Blessur aus dem Sion-Spiel erholt hat. Neben Sanogo erwarten wir Djibril Sow, der langsam aber sicher den nächsten Schritt machen dürfte. Bislang haben wir zwar durchaus gute Ansätze gesehen, leider hat sich das aber noch nicht auf seine Produktivität niedergeschlagen: 0 Scorerpunkte aus 13 Einsätzen sind für einen Mittelfeldspieler klar zu wenig.

Auf den Aussenbahnen werden Sulejmani und Fassnacht ins Rennen geschickt. Ngamaleu ist mit seiner Geschwindgkeit ein idealer Joker und wird sein eher schwaches Spiel in Albanien wieder wettmachen. Vorne beginnen Nsame und Assalé.

 

Nebst der Festigung des Leaderthrons geht es am Sonntag auch um den Fortbestand einer sehr schönen Serie: Der FC St. Gallen hat im neuen Wankdorf noch nie eine Partie gewonnen. Das darf, soll und muss so bleiben. Fassnacht, Sulejmani und Nuhu werden mit ihren Treffern beim 3:0-Sieg dafür sorgen, dass die Serie mindestens bis ins nächste Jahr bestehen bleibt.

Skënderbeu Korce – BSC Young Boys 1:1

29. September 2017 um 11:53 von Marco in der Kategorie YB

Bei europäischen Auswärtsspielen tut sich YB meistens schwer. Diese ärgerliche Tradition setzten die Young Boys auch gegen Skënderbeu Korce fort. Allerdings wäre in Albanien durchaus ein Sieg möglich gewesen. Die Qualitäten des Gegners waren überschaubar. Dass es nur zu einem Punkt reichte, hat sich YB selber zuzuschreiben.

Die Verletzungen verschiedener Spieler zwangen Adi Hütter zu einigen Wechseln, dazu kamen noch Rotationen, um die Belastungen englischer Wochen abzufedern. Somit erhielten Spieler der zweiten Garde eine Chance und das Matchblatt sah fast so aus wie bei einem Cupspiel gegen einen Unterklassigen.

In der Startphase präsentierte sich YB tatsächlich beschwingt und dynamisch. Bestes Beispiel war Sanogos Chance als er direkt vor dem Tor zum Kopfball kam. Diesen platzierte er leider direkt auf den Torhüter und es blieb lange die einzige torgefährliche Möglichkeit von YB. Mit der Zeit offenbarten sich die Schwächen der neu formierten Elf auf dem Platz. Der Ball konnte kaum länger als ein paar Sekunden gehalten werden und zwischen den Reihen herrschte eine nervöse Unruhe. Davon betroffen waren nicht nur die Akteure ohne Spielpraxis wie Bürki oder Wüthrich, sondern beispielsweise auch Ngamaleu, der zuletzt überzeugte. Das Glück der Young Boys war, dass auch Skënderbeu wenig zustande brachte. Tauchten sie für einmal tatsächlich vor dem Tor auf, machte von Ballmoos die Chance erfreulich kompromisslos zunichte.

Leider brachte auch der Seitenwechsel keine Verbesserung. YB fehlte die Coolness, um das Spiel zu kontrollieren und Tormöglichkeiten herauszuspielen. Wohltuende Abwechslung war Michel Aebischer, der nach einer Stunde aus aussichtsreicher Position nur knapp scheiterte. Noch besser machte es Skënderbeus Ali Sowe, der nach einem schnellen Konter Wüthrich stehen liess und für das Heimteam das 1:0 erzielte.

Endlich reagierte auch Hütter und schickte mit Nsame und Fassnacht Verstärkung auf den Platz. Das zeigte Wirkung. Nsame spielte auf Ngamaleu, dieser passte in die Mitte, wo Assalé souverän einschob. Der Ausgleich kurz vor der YB-Viertelstunde wendete eine Niederlage ab, viel mehr Positives folgte dem Treffer leider nicht mehr. Assalé und Nsame kamen in der Nachspielzeit noch einmal zu einer guten Gelegenheit, der Lucky Punch blieb jedoch aus. Die Schonung zahlreicher Stammkräfte war im Hinblick auf den Spitzenkampf gegen St. Gallen sicher nachvollziehbar. Allerdings führte der Auftritt in Albanien deutlich vor Augen, dass die zweite Garnitur von YB leider nur über beschränkte Qualitäten verfügt. Es ist zu befürchten, dass man dem verpassten Sieg in Elbasan noch nachtrauern wird.

Von Ballmoos 5 Tolle Intervention in der ersten Halbzeit. Beim Gegentor lag die Hauptschuld bei den Vorderleuten.

Wüthrich 3,5 Sehr fehleranfällig und beim Gegentor nicht schnell genug.

Von Bergen 4,5 Versuchte die neu formierte Abwehr zu ordnen. Das gelang nur mittelmässig.

 Bürki 3 Da fehlte mehr als nur die Spielpraxis.

Schick 3,5 Auch er nutzte seine Chance leider nicht.

 Sanogo 4,5 Hätte mit seinem Kopfball das Spiel in andere Bahnen lenken können. Tat es leider nicht, aber erledigte seinen Job im Mittelfeld.

Aebischer 4,5 Auch er mit einer vergebenen Grosschance. Zeigte aber gute Ansätze beim Spielaufbau.

Joss 4 Fiel auf seiner ungewohnten Position nicht auf.

Ngamaleu 4 Deutlich schwächer als in den vergangenen Spielen.

Assalé 5 In Halbzeit eins kriegte er wenig Unterstützung von seinen Mitspielern, danach lief es besser. Souverän beim Torschuss.

Sulejmani 4 Absoluter Einsatz war nicht zu erkennen. Schade.

Fassnacht 4 Kam in der 70. und konnte sich wenig einbringen.

Nsame 4,5 Versuchte viel nach seiner Einwechslung und war am Tor beteiligt.

Mbabu Keine Note

Vorschau: Skënderbeu Korça – BSC Young Boys

28. September 2017 um 13:02 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Nun hat es auch noch Lotomba erwischt. Der junge Aussenverteidiger ist nicht mit nach Albanien gereist und erholt sich in Bern von einem Schlag aufs Knie, den er gegen Sion kassiert hat. Damit vergrössert sich das Lazarett um einen weiteren aktuellen Stammspieler. Bleibt zu hoffen, dass Lotomba am Sonntag wieder fit ist und vor allem, dass die Verletzungshexe ihren Hunger nun endlich gestillt hat. Doofe Kuh!

In Elbasan geht es heute um eine gute Ausgangslage für den weiteren Verlauf der Gruppenphase. Das 1:1 im Heimspiel gegen Partizan Belgrad war ein kleiner Rückschlag, zumal man genügend Chancen hatte, dieses Spiel zu gewinnen. Ausserdem ist das Spiel in Albanien eine weitere Möglichkeit, die schlechte Auswärtsbilanz in internationalen Spielen aufzubessern. Aber Obacht: Das Team aus Korça hat sich in der Qualifikation unter anderem gegen Dinamo Zagreb durchgesetzt und steht in der heimischen Meisterschaft nach drei Spielen zusammen mit dem Meister aus Kukësi an der Spitze.

Trotzdem wird YB mit der Favoritenrolle vorlieb nehmen müssen und soll das Spieldiktat von Beginn weg übernehmen.

Adi Hütter wird im Vergleich zum Sion-Spiel einige Änderungen vornehmen – zum Teil gewollt (Sanogo) zum Teil gezwungenermassen (wahrscheinlich Joss für Lotomba). Mit Miralem Sulejmani ist ebenfalls zu rechnen, evtl. für Fassnacht oder Ngamaleu. Ansonsten dürfte die zuletzt aufgestellte Stammelf zum Einsatz kommen.

Wir rechnen mit einem souveränen 2:0-Sieg, die Tore erzielen Nsame und Sulejmani. Mit einem europäischen Auswärtssieg im Gepäck geht es anschliessend zurück nach Hause: Schliesslich wartet am Sonntag der Spitzenkampf (sic!) gegen den formstarken FC St. Gallen.

FC Sion – BSC YB 0:1

25. September 2017 um 09:49 von Mate in der Kategorie YB

Herrlich warmes Wetter begleitete den Auftritt der Young Boys im Sittener Tourbillon – ein Fuchs, wer sich für kurze Hosen entschieden hatte. Beste Voraussetzungen für ein tolles Fussballspiel also, doch zu einem solchen kam es je nach Sicht der Dinge nicht. In der ersten Hälfte neutralisierten sich die beiden Teams mit defensiv disziplinierten Leistungen weitgehend und liessen nur wenig (Sion) oder quasi gar nichts (YB) zu. Die einzig richtige Chance auf einen Treffer hatte Moumi Ngamaleu, er scheiterte aber nach einem tollen, von ihm selber fein eingeleiteten Angriff, alleine vor dem hervorragend reagierenden Mitryushkin. Ansonsten fehlten YB die zündenden Ideen, um die gute Sion Defensive zu knacken. Während es im Spiel mit dem Ball also Steigerungspotential gab, agierte YB in der Defensive sehr souverän und diszipliniert. Einmal mehr zeigte Gelbschwarz, dass eine gute Verteidigung halt doch bereits ganz vorne beginnt. Stürmer und Flügel zeigten sich fleissig, das Jungspund-Mittelfeld mit Aebischer und Sow hatte die Angelegenheit soweit im Griff und hinten spielte die von Captain Von Bergen organisierte Verteidigung souverän und abgeklärt. Das Ergebnis daraus war, dass David von Ballmoos keinen einzigen Torschuss abwehren musste. Und dennoch musste er einiges an Glück in Anspruch nehmen: Nach einer mutigen Intervention auf eine Hereingabe, verfehlten ihn die Stollen von Sions Bamert nur denkbar knapp.

Die zweite Hälfte startete für Sion verheissungsvoll und für YB ideal. Das Heimteam kam bereits nach einer Minute zum ersten Eckball. Nachdem Nsame den Ball zuerst verfehlte, konnte er die Situation dann doch bereinigen. Nach ein paar grossen Schritten lancierte er mit einem brillanten Zuspiel (und etwas Glück, dass Sion-Verteidiger Lenjani den Ball nicht abzufangen vermochte) Roger Assalé. Begleitet von Zverotic lief der Ivorer auf der linken Seite in den Strafraum, liess Zverotic mit einem feinen Dribbling alt aussehen und versenkte die Kugel via Innenpfosten im Walliser Tor. YB führte und brachte den Vorsprung ins Ziel – und damit drei Punkte aus dem Tourbillon nach Bern. Während man in der ersten Hälfte aber nie Angst vor einem Gegentreffer haben musste, schrammte Gelbschwarz in Halbzeit zwei doch das eine oder andere Mal knapp an einem solchen vorbei. So beispielsweise nach gut einer Stunde als Marco Schneuwly völlig freistehend den Ball nicht richtig traf. Oder dann in der 84. Minute. Es war ein weiterer Corner, welcher für viel Wirbel vor dem Tor von David von Ballmoos sorgte. Dieser hielt zuerst fantastisch gegen Mboyo, danach klatschte der Ball, nachdem er eine gefühlte Ewigkeit vor dem Tor herumgeflogen war, an die Latte. Am Ende konnte Zverotic den Ball nicht mehr aufs Tor bringen, durchatmen war angesagt. Insgesamt agierten Adi Hütters Mannen in dieser zweiten Hälfte weniger konsequent als noch im ersten Umgang. Sie kamen aber mit einem blauen Auge davon, auch weil Sion nicht genügend zu bieten hatte. Dass man bis am Schluss zittern musste, lag aber auch daran, dass YB es verpasste, die Partie mit einem zweiten Treffer zu entscheiden. Assalé (erneut rettete Mitryushkin stark) und Mbabu (im letzten Moment am Abschluss gehindert) hätten die Möglichkeiten dazu gehabt.

So gewann YB am Ende vielleicht auch etwas glücklich, aber aufgrund der gezeigten Leistung sicher verdient mit 1:0 im Tourbillon. Natürlich sind Siege im Wallis immer schön, doch dieser hatte doch irgendwie etwas Besonderes. Trotz so vielen doch nicht unwichtigen Absenzen drei Punkte im Wallis zu holen, ist auch in unserer aktuellen Situation nicht selbstverständlich. Und es zeigt das Potential, welches in dieser Mannschaft steckt.

Mit dem Spiel in Sion ging auch das erste Viertel der Meisterschaft zu Ende. Natürlich reicht ein Blick auf die Tabelle (YB hat 6 Punkte Vorsprung auf den FC Basel, anm. d. Red.), um ein positives Zwischenfazit zu ziehen. Noch erfreulicher als die Tabelle an sich, ist die Art und Weise, wie diese zu Stande gekommen ist. YB macht seine Sache bisher besser, als man sich dies erhoffen durfte. Die Mannschaft ist bestens organisiert und gefällt mit einem guten Spirit. Ausfälle konnten bisher ohne grossen Qualitätsverlust kompensiert werden, bestes Beispiel dafür ist das gestrige Spiel in Sion, wo plötzlich zwei Zwanzigjährige das defensive Mittelfeld bildeten und Bertone sowie den gefühlt unersetzbaren Sanogo gut vertraten. Die nur sieben Gegentore zeugen von einer soliden Basis und wenn man bedenkt, dass YB bisher eigentlich komplett auf seinen Topstürmer verzichten und Ende August mit Ravet seinen Offensivmotor ersetzen musste, sind auch die 19 erzielten Treffer bemerkenswert. Jedenfalls macht YB aktuell gerade sehr viel Freude. Adi Hütter hat die Mannschaft auf einen sehr guten Weg geführt, welchen es nun unbeirrt weiter zu schreiten gilt.

 

Die Noten:

Von Ballmoos 5,5: Rettete mit einem Riesenreflex den Sieg, zudem sehr souverän bei Flanken. Sein wohl bestes Spiel bis dahin.

Von Bergen 5,5:         Befindet sich in einer glänzenden Verfassung. Auch in Sion mit einer vorzüglichen Leistung, gewann wohl alle Zweikämpfe

Nuhu 5,5: In der ersten Hälfte ganz kurz mit Anzeichen von Nonchalance, doch was auch er abräumte war Wahnsinn. Stand so gut, dass er in der zweiten Hälfte einmal sogar kniend mit dem Kopf klären konnte, nachdem er zuvor ausgerutscht war.

Mbabu 5: Defensiv solid mit einer gesunden Härte, hatte auch er grossen Anteil daran, dass Sion nicht viele Chancen kreieren konnte. Hätte kurz vor Schluss den Deckel draufmachen können, doch fehlte am Ende wohl etwas die Kraft, um seinen Lauf mit einem Tor zu krönen.

Lotomba 5: Völlig unaufgeregt, erneut mit einer mehr oder weniger tadellosen Leistung.

Sow 5: Versuchte, die Fäden im Mittelfeld zu ziehen, was ihm nicht schlecht gelang. Zuckerpass auf Assalé, der das Zuspiel leider nicht in eine Torvorlage verwandelte.

Aebischer 4,5: Weniger präsent als Sow, doch wenn man bedenkt, wie lange er nun auf einen Einsatz warten musste, hat er gebracht, was man erwarten durfte.

Ngamaleu 5: Wird immer wie besser und dürfte uns noch einige Freude bereiten. Super Aktion als er dann leider an Mitryushkin scheiterte.

Fassnacht 4,5: Wurde nach 83 Minuten platt ausgewechselt. Erneut mit einem grossen Laufpensum, störte aufsässig und war extrem wertvoll im Spiel gegen den Ball. Sonst vergleichsweise unauffällig.

Assalé 5: Ward in der ersten Hälfte kaum gesehen, nach der Pause dann ein Paukenschlag von ihm. Sensationelles Tor. Hätte noch ein zweites erzielen dürfen.

Nsame 5: Auch er vorbildlich im Spiel gegen den Ball. Kriegte selber höchstens eine Halbchance kurz vor seiner Auswechslung. Ermöglichte das 1:0.

Sulejmani (für Nsame), Schick (für Fassnacht) und Wüthrich (für Assalé) ohne Note.