Vorschau: GC Zürich – Schweizer Meister BSC

19. Mai 2018 um 15:02 von Marco in der Kategorie YB

Vorhang auf zur Dernière! Intendant Adi Hütter und sein gelbschwarzes Ensemble sind in den letzten zehn Monaten 35 Mal im Rahmen der Super League aufgetreten. Bei ihren Gastspielen zwischen St. Gallen und Lausanne, und Basel und Lugano haben sie das Publikum begeistert und auf heimischer Bühne im Wankdorf für nachhaltige Verzückung und feuchte Augen gesorgt. Leider hat auch die schönste Meisterschaft ein Ende. Dass dies ausgerechnet bei der Laientruppe aus Niederhasli stattfindet ist natürlich schade, soll unsere Euphorie aber nicht trüben. Im Gegensatz zu vielem anderen wird Adi Hütter den Letzigrund in Deutschland wohl nicht vermissen.

Theoretisch geht es auch in diesem Spiel um nichts mehr, doch einige nette Fakten könnte man mit einem Sieg doch noch schaffen. Beispielsweise könnte YB die beste Rückrunde der SL-Geschichte markieren und GC die schlechteste Schlussrangierung seit dem Fall in die Abstiegsrunde 1993 bescheren. Wobei zweiteres fast noch verlockender ist. Daneben geht es selbstverständlich auch noch um den Titel des Torschützenkönigs, den sich Hoarau noch krallen möchte. Die Ausgangslage ist allerdings knifflig, da Ajeti mit einem Treffer in Führung liegt. Zu guter Letzt kann sich YB mit dem elften Auswärtssieg der Saison ein gutes Gefühl für den kommenden Cupfinal holen und zugleich die morgigen Feierlichkeiten würdig einläuten.

Und sollte es dennoch nicht klappen, spielt alles keine Rolle, weil: Fuessbau Schwizer Meister BSC!

Tipp: 1:3, 2x Hoarau, 1x Sulejmani.

 

Vorschau FC Basel – Schweizer Meister BSC YB

10. Mai 2018 um 11:24 von Mate in der Kategorie YB

Als YB-Fan ist man sich durchaus gewohnt, gegen Ende der Saison zu Spielen zu fahren, in welchen es um nichts mehr geht. Nur ist es in diesem Jahr leicht, ganz leicht anders als sonst. Triumphfahrt könnte man es nennen oder Meistertour. Der Spielplan meint es dabei gut mit uns. Nach der Reise ins Wallis, wartet heute der Gang nach Basel. Es könnte kaum besser sein.

Sportlich gesehen geht es noch um diesen Punkterekord, welcher, wie es scheint, für Adi Hütter und seine Mannen durchaus seinen Reiz hat. Ansonsten gilt es vor allem, die Meisterform bis Ende Monat zu konservieren (und keine Verletzungen einzufahren).

Nachdem der Meistercoach am vergangenen Wochenende noch ausgiebig rotierte, erwarten wir heute die „Top-Elf“ auf dem Rasen. Diese wird dafür sorgen, dass die Ungeschlagenheit der Young Boys anhält und diese weiter auf Punkterekord-Kurs bleiben. Und während der Gästeblock wie vor Wochenfrist im Tourbillon zur Partyzone wird, werden Hoarau und Assalé die beiden Berner-Tore schiessen, welche es für den 2:1-Auswärtssieg im Joggeli braucht.

Geniessen wir es, Hopp YB!

FC Sion – BSC Young Boys 0:1

6. Mai 2018 um 13:25 von Marco in der Kategorie YB

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We let Sion shine bright, shine in the limelight. Foto: Lio

 

Es ist einfach immer noch wunderschön. Nach einer Woche, in der wir jedes Foto, jedes Video und jeden Text über YB und die Meisternacht verschlungen haben, kam es zum ersten Wiedersehen mit den Helden von 2018. Bei schönem Wetter mit hunderten Menschen, die allesamt ein Lächeln auf den Lippen haben, Richtung Wallis zu fahren, ist fantastisch. Bei all dieser Glücksseligkeit rückte der sportliche Aspekts dieses Ausflugs etwas in den Hintergrund.

Klar, YB strebt noch den Punkterekord an und im Hinblick auf den Cupfinal sollte man nicht gleich in ein Formtief geraten, aber der erste Match nach den ausgedehnten Feierlichkeiten in Bern und Barcelona, hätte durchaus zu einem Stolperstein werden können. Mit dem Titel im Sack zeigte sich Trainergott Adi Hütter experimentierfreudig. Capitano Steve von Bergen dirigierte eine Dreierabwehr mit Bürki und Wühtrich an seiner Seite, im Mittelfeld kamen neben Bertone und Aebischer im Zentrum, Schick und Lotomba auf den Aussenbahnen zum Einsatz. Auch die Offensive kam ungewohnt daher. Meistertorschütze Nsame wurde flankiert von Ngamaleu und Fassnacht.

Die Folgen der Umstellungen liessen sich nicht ganz kaschieren. Sion machte zu Beginn mehr Druck und kam auch dank Nachlässigkeiten seitens YB zu einigen Chancen. Meistergoalie Wölfli zeigte sich aber ausgeschlafen und bewahrte YB vor einem frühen Rückstand. Nach der engagierten Startphase flachte das Spiel ab. Das System von YB begann defensiv zu greifen und Sion erhielt nicht mehr so viel Platz. Einzig die Offensive blieb harmlos. Was tun, wenn man trotzdem gewinnen möchte? Richtig, man überlässt das Toreschiessen dem Gegner. Als Nsame aus verheissungsvoller Position auf den Sittener Torhüter loszog, spitzelte ihm Bamert den Ball weg und dieser flog in hohem Bogen ins Netz. So geht Kater-Sieg.

Sion wollte nochmals auf den Rückstand reagieren und insbesondere Kasami übertölpelte die YB-Abwehr. Doch er scheiterte stets an Wölfli oder an seiner eigenen Unzulänglichkeit. Durch diese Aktionen öffneten sich Räume zum kontern. YB spielte sich immerhin ein paar Halbchancen heraus, doch Nsame und Ngamaleu fehlte an diesem frühsommerlichen Abend im Tourbillon die Präzision. Doch das spielt zum Glück alles keine Rolle, YB gewann auch so und entliess die feiernde Anhängerschaft mit dem zehnten Auswärtssieg der Saison in die Nacht.

Wölfli 5.5 Bügelte einige Patzer seiner Vorderleute aus und blieb im 20. Saisonspiel zum 8. Mal unbezwungen. Meisterlich!

Bürki 4.5 Die fehlende Spielpraxis war ihm anzumerken. Er kam mehrmals einen Schritt zu spät.

Von Bergen 5 Unser Abwehrpatron kann auch Dreierkette. In der zweiten Halbzeit musste er aber einmal in extremis klären.

Wüthrich 5 Erledigte seinen Part solide.

Lotomba 4.5 Einige Unsicherheiten, die wohl auch auf die wenigen Einsatzminuten zurückzuführen sind.

Aebischer 5 Schöner Pass in die Tiefe, der zum Tor führte.

Bertone 5 Erledigte seinen Job im Zentrum, aber wenig Impulse nach vorne.

Schick 4.5 Blieb weitgehend unauffällig.

Fassnacht 4.5 War stets bemüht, doch auf seiner angestammten Position ist er besser aufgehoben.

Nsame 5 Kam in der zweiten Halbzeit besser auf Touren, doch die Kaltblütigkeit fehlte etwas. Aber egal, man kann nicht jede Woche eine Meisterschaft entscheiden.

Ngamaleu 4.5 Liess die Präzision im Abschluss vermissen.

Mbabu 5 Ersetzte Lotomba und stabilisierte die Abwehr.

Sulejmani 5 Seine wichtigste Tat in dieser Woche war die Unterschrift. Sein Kurzeinsatz gegen Sion war Zugabe.

Sanogo keine Note

 

FC Sion – Schweizer Meister BSC

4. Mai 2018 um 16:23 von Cabrón in der Kategorie YB
Photo by MeisterPhotograf Tömu!

Photo by MeisterPhotograf Tömu!

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C’est la nuit de triomphe

On va faire le show

On est tous ensemble, on est tous ensemble

On va faire la fête, fiers de nos couleurs

On est tous ensemble, on est tous ensemble.

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Sulejmani mit ganz starkem Dribbling…Hoarau…Nsame… Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

Immer und immer wieder läuft die 89. Minute vor meinem inneren Auge. Noch vor dem Aufstehen und dem Morgenkaffee durchsurfe ich das WorldWideWeb auf der Suche nach einem noch nicht gesehenen Aufnahmewinkel, einem noch nicht gehörten Jubelschrei, nach Augenblitzer, unglaublichen Augenblicken, einem weiteren Glücksgefühl. Kaum auf der Strasse lächeln mir wildfremde Leute zu. Vielleicht weil ich unaufhörlich vor mich hinsingend bezeuge, dass eim irgendeinisch dz’Glück fingt und mis Härz gäubschwarz agmaut isch? Vielleicht aber auch, weil ein Jeder dieses 89. Minute-Grinsen einfach nicht mehr aus dem Gesicht bekommt (es steht uns aber auch verdammt gut; Anm. d. Red.)?

Beinahe eine Woche nach der legendären Nacht im Wankdorf befindet sich Bern noch immer im Freudentaumel!  Unsere Helden, auf der wohlverdienten Meisterreise in Barcelona, haben sich ein Social Media Verbot auferlegt und trotzdem ist Grande Berna auf allen Plattformen, Stammtischen und Medien omnipräsent. Wölflis Meisterlatte (nicht die aus der Hose; Anm. d. Red.) auf dem Weg zum Interview, ein Meistergraffiti in Bümpliz, ausverkaufte Meistershirts im Fanshop, das Berner Münster meldet: GEYOUNGBOYST, die Strassen tragen Spielernamen, Master Maurice lädt zum YB-Tattoo-Day, die altehrwürdige Wankdorfuhr wurde entsprechend angepasst, man schickt Fotos, Videos und das Glück in die ganze Welt – alle sollen sie wissen: Ich YB Dich! Und die Welt grüsst zurück. Eine Stadt im Delirium! YB macht überglücklech!

Die frohen Botschaften reissen nicht ab (dies darf ruhig noch ne weile andauern; Anm. d. Red.), denn seit gestern ist bekannt, Miralem Goldfüsschen Sulejmani wird zwei weitere Jahre (plus Option) das Meisterpublikum in Bern verzücken. Ein starkes Zeichen an Spieler und Fans des Zauberers von Belgrad oder wie er sagt: «Alles ist gut!»

Wie um Fussballgotteswillen kann man sich da noch auf die hiesige und seit der 89. Minute entschiedene Meisterschaft konzentrieren? Dies ist Aufgabe von Trainergott und Wunderwuzzi Adi Hütter. Frisch geschoren wird unser Trainer und sein Staff eine schlagkräftige Truppe aufstellen, welche auch in Sion nach drei Punkten greift – der frisch gekürte Schweizer Meister will den Punkterekord. Dafür sorgen im Stade de Tourbillon auch Spieler, «welche diese Saison weniger spielten aber eine unglaublich wichtige Rolle eingenommen haben». Sion – YB 0:3. Torschützen: Nsame, Ngamaleu und Assalé.

 

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Üs hets Glück gfunge!

29. April 2018 um 14:19 von Jänu in der Kategorie YB

Irgendwo in ganz weiter Ferne war er. Irgendwo ganz weit weg war er dumpf auszumachen. Nur noch ein kleines mickriges Übrigbleibsel von ihm, konnte sich zwischen all dem beissenden Rauch, den leuchtenden Fackeln und den tausend schreienden Kehlen den Weg zu meinem Ohr bahnen. Und bevor ich ihn richtig wahrnahm, war er auch schon wieder vorbei und alle Dämme brachen. Es war Schiri Klossners Pfeife, die ihn nach 94 Minuten reinstem Kampf ausstiess: den Schlusspfiff. Was danach folgte, kann jede und jeder von euch für sich selbst beantworten. Es irgendwie in Worte fassen zu wollen, ist nicht möglich. Am besten schliesst man die Augen und denkt nochmals kurz zurück an den Moment, geniesst die Hühnerhaut, die gleich wieder hochkommt und wischt sich die Augen trocken.

Irgendwie schwummrig sind die Erinnerungen geworden, obwohl es noch nicht lange her ist. In diesen Augenblicken nach Klossners Pfiff ging soviel ab, dass ein Mensch wohl gar nicht fähig ist, all dies zu registrieren, es war wie in Trance. Man lag sich in den Armen, man küsste sich, drückte sich, seine liebsten YB-Fans, mit denen man Match für Match mitfiebert, leidet und jubelt. All die, mit denen man jahrelang denselben Weg ging.

Über den Spielverlauf noch Worte zu verlieren, wären dessen nicht würdig. Irgendeinisch fingt z Glück eim! Noch nie und nie wieder wird eine Songzeile so für einen Helden stehen können. Helden sind sie alle, alle die, die Woche für Woche alles für den Erfolg von YB tun. Die uns dieses Jahr etwas ermöglicht haben, wovon wir zuvor gar Angst hatten zu träumen. Wir werden an dieser Stelle sicher noch viele Möglichkeiten haben, die einzelnen Akteure zu lobpreisen und zu würdigen. Ehre wem Ehre gebührt, wir verneigen uns! Doch hier und jetzt sind die Emotionen noch zu aktuell, zu nahe ist das Geschehene, das müssen auch wir zuerst verarbeiten. Ein schönes Verarbeiten, eines das hoffentlich noch lange dauern wird. Üs hets Glück gfunge, Merci!

Vorschau: BSC YB – FC Luzern

27. April 2018 um 15:25 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Breaking News++++An alle Matchbesucher++++Breaking News
Wie gaeubschwarz.be soeben erfahren hat, ist der YB-Meistertitel für morgen Samstag noch nicht garantiert! Wir wiederholen: Ein rauschendes Fest ist noch nicht gesichert!

Grund: Offenbar hat sich die Liga eine fiese Stolperfalle ausgedacht. Um 19 Uhr wird morgen eine Partie gegen Luzern angepfiffen. Diese wird – zum grossen Erstaunen aller – ins laufende Championnat mit eingerechnet. Und jetzt kommts: Diese Luzerner reisen scheinbar mit der Absicht nach Bern, um dieses Spiel dreisterweise für sich zu entscheiden!

Was nach einem Eklat klingt, hat scheinbar mit dem Kampf um die internationalen Plätze zu tun. Laut FCL-Trainer Seoane will er sich mit seinem Team den dritten Tabellenrang sichern. Klammheimlich hat sich der Verein aus der Innerschweiz in der Rangliste nach oben gearbeitet. Erst zwei Partien haben die Luzerner im laufenden Jahr verloren. Damit ist das morgige Spiel der eigentliche Spitzenkampf der Rückrunde: Die besten Teams 2018 treffen aufeinander.

Wer sich also ein Ticket in der Hoffnung gesichert hat, gegen 20:45 Uhr ins Stadion zu pilgern und an der Feier teilzunehmen: Obacht! Es besteht die Möglichkeit, dass dieses Fest vertagt wird.

Glücklicherweise sind diese Umstände dem Team von Adi Hütter längstens bekannt. Die Mannschaft wird darauf brennen, gleich den ersten Matchball zu verwerten und sich für immer einen Platz in den Herzen aller YB-Fans zu sichern. Wir rechnen mit einem ähnlich furiosen Start wie zuletzt gegen Lausanne – hoffen aber auch auf eine solidere zweite Halbzeit als in besagtem Spiel.

Personell dürfte es nur einen Wechsel geben: Leo Bertone ist gelbgesperrt und wird durch Michel Aebischer ersetzt, der an der Seite von Sékou Sanogo das Zentrum im Griff haben wird. In der Defensive und im Sturm sind keine Wechsel zu erwarten.

Gehen wir es an, geniessen wir die Vorfreude – und denken daran, dass mindestens nochmal 90 anstrengende Minuten vor uns liegen, bis wir uns trunken vor Glück und mit feuchten Augen in den Armen liegen können. Wir zweifeln nicht an unseren Mannen und tippen auf ein 4:1. Die Tore erzielen Hoarau, Assalé (2x) und Sulejmani.

Hopp YB!

Vorschau BSC YB – FC Lausanne-Sport

22. April 2018 um 09:23 von Jänu in der Kategorie YB

Es sind turbulente Tage bei den Young Boys. Da wäre die englische Woche, die sportliche Strapazen mit sich bringt. Dazu die emotionalen Strapazen, die die Todesnachricht von Andy Rihs mit sich brachte. Ausserdem der Vorverkaufsstart für den Cupfinal und eine aufkommende Meistereuphorie in der ganzen Stadt. Der Club und die Stadt suchen im Stillen nach Plätzen für eine allfällige Meisterfeier. Viel lauter tragen einige Anhänger ihre Überzeugung auf der Zunge und posaunen überall rum, wie dieses Jahr nichts mehr schief gehen kann. Dies geht sogar so weit, dass sich manch einer einen Sieg des FCB wünscht, so dass YB nicht zu früh Meister wird – schliesslich hat man ja ausgerechnet beim Luzern Heimspiel dem Grosstanti eine Frühlingskaffeefahrt ins Emmental versprochen. Absurd! Auch im Blätterwald wird mehr über Meisterfeierlichkeiten als das sportliche Restprogramm geschrieben. Dabei geht manchmal vergessen, dass alles im Sport sehr sehr schnell gehen kann, wenn der Fokus aufs Wesentliche und Zentrale verloren geht. Zumal wir noch sieben starke Mannschaften gegenüber stehen werden, bei denen es ebenfalls um viel geht (Europa, Abstieg). Deshalb nehme ich die paar Franken ins Phrasenschwein gerne in kauf: Alles was zählt ist immer das nächste Spiel und die nächsten möglichen Punkte. Der Rest kommt von alleine und ergibt sich unter dem Strich nur als Folge der einzelnen Spiele.

Dass YB am Sonntag als klarer Favorit ins Spiel geht, steht ausser Frage. Lausanne steckt mitten im Abstiegskampf und die Situation wurde nach der jüngsten Niederlage gegen Luzern noch etwas ernster. Die Verantwortlichen sahen sich daher veranlasst, die Reissleine zu ziehen und den an deren Ende hängenden Fabio Celestini zu entlassen. Celestini brachte einst neuen Schwung nach Lausanne und wurde schnell als Trainer für höhere Aufgaben gehandelt. Nun aber scheint die Vereinsführung nicht mehr an einen Ligaerhalt mit ihm zu glauben. An seiner Stelle wird am Sonntag Ilija Boranovic an der Linie stehen, welcher zuvor die U21 des Team Vaud coachte. Bekannter als der Chefcoach ist der neue Assistent Xavier Margairaz. YB sei also gewarnt, schon öfters kehrten neue Besen (zumindest kurzfristig) besser.

Dies weiss auch Adi Hütter und er wird unsere Elf dementsprechend einstellen. Kein einziger wird dieses Spiel auf die leichte Schulter nehmen oder es auch nur wagen, so etwas wie den Schlendrian bei sich einkehren zu lassen. Die letzten Auftritte der Berner waren nicht mehr so berauschend wie jene im März, aber dies braucht es auch nicht, solange die Spiele gewonnen werden. Gegen Lausanne kann dabei auch Sékou Sanogo wieder mithelfen. Der Ivorer ist ein sehr wichtiges Bauteil im System Hütter, das nebst klugem Pressing auch durch eine harte Gangart geprägt ist. Dafür ist einer wie Sanogo unverzichtbar. Ausserdem wird Hoarau wieder von Beginn weg stürmen dürfen und so auch noch seinen Treffer für diese Woche buchen können. Mit seinem Doppelpack und Fassnachts und Assalés Einerpacks werden die Lausanner mit 4:1 nach Hause geschickt und weitere drei Punkte den Weg aufs YB-Konto finden.

O Captain! My Captain!

19. April 2018 um 17:27 von Cabrón in der Kategorie YB

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(by Walt Whitman)

O Captain! my Captain! our fearful trip is done,

The ship has weather’d every rack, the prize we sought is won,

The port is near, the bells I hear, the people all exulting,

While follow eyes the steady keel, the vessel grim and daring;

But O heart! heart! heart!

O the bleeding drops of red,

Where on the deck my Captain lies,

Fallen cold and dead.

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Aus Frankreich erreicht uns die traurige Nachricht vom Ableben unseres obersten Bosses, Teilhabers, Geldgebers, YB Fan und Ringelsockenträger Andy Rihs. Der hemdsärmelige YB Boss kam als Investor, amtete als Patron und verlässt uns als Meistermacher.

Du bist der Meistermacher – ein Titelgarant! Nicht immer verstanden wir dein Handeln, wir hinterfragten des Öfteren deine Absichten, doch am Ende des Tages waren wir stets froh dich in unseren Reihen zu wissen. Du lebtest ein Leben voller Emotionen, Leidenschaft, Hingabe und grossem Engagement. Ganz Bern ist Dir dankbar für alles was Du mit Deinem Bruder für YB, unsere Farben und die Stadt getan und geleistet hast!

Danke Andy Rihs und Ruhe in Frieden!

 

Hopp YB! Holen wir diesen Pokal und stemmen ihn mit Stolz und Leidenschaft Richtung Himmel!

 

 

"Es gibt nur ein Leben! Das müssen sie leben und zwar voll und kompromisslos!" (Zitat: Andy Rihs)

„Es gibt nur ein Leben! Das müssen sie leben und zwar voll und kompromisslos!“ (Zitat: Andy Rihs)

 

FC Thun – BSC Young Boys 2:2

19. April 2018 um 16:44 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Es war das erwartet harte Spiel gegen den «Angstgegner» der laufenden Saison. Die Young Boys, im Vergleich zum Spiel gegen Zürich auf drei Positionen verändert, starteten gewohnt dynamisch und mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Das Ziel: 3 Punkte und einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft.

Auch wenn Adi Hütter auf die verletzten Stammspieler Sow und Mbabu, sowie den gesperrten Sanogo verzichten musste, war der Qualitätsunterschied der beiden Teams von Beginn weg augenscheinlich. Sulejmani von links, Fassnacht aus der Drehung nach einem Eckball und Assalé alleine vor Faivre hätten YB bereits in Führung schiessen können, bevor Nsame, der Anstelle von Hoarau in der Startelf stand, zur verdienten Führung traf. Die Thuner blieben mit Ausnahme eines Weitschusses von Spielmann ungefährlich und blass. Es sollte gar bis in die zweite Halbzeit dauern bis Marco Wölfli erstmals einen Thuner Abschlussversuch entschärfen musste.

Auch nach dem Pausentee kannte das Spiel nur eine Richtung doch scheiterte Fassnacht aus aussichtsreicher Position und Sulejmanis scharfe Hereingabe konnte im letzten Moment abgewehrt werden. Die Gelbschwarzen hatten alles im Griff, konnten schalten und walten wie sie wollten. Vielleicht war es genau dieser Umstand welcher der Tabellenführer dazu bewog nicht mehr ganz so sehr zu Wollen und das Selbstvertrauen in Überheblichkeit überschwappte. Die Oberländer nutzten die Einladung und drehten das Spiel innert Minuten durch zwei Standards. Erst nach diesem Doppelschlag erinnerten sich die Jungs wieder an ihre Stärken und Tugenden, doch schaute ausser dem Ausgleichstreffer durch Fassnacht nichts Zählbares mehr heraus.

 

Noten:

Wölfli 4,5 – Konnte sich erstmals in der zweiten Halbzeit auszeichnen. Wehrte drei Bälle ab und musste deren zwei passieren lassen. Kein einfaches Spiel für unseren Torhüter.

Schick 4 – Durfte für den verletzten Mbabu als Rechter Verteidiger ran. Spielte auf der für ihn ungewohnten Position zwar solid aber unauffällig.

Von Bergen 5 – Auf unseren Abwehrchef ist Verlass. Rettete (nicht nur) gegen Spielmann souverän doch war bei den Gegentoren chancenlos.

Nuhu 4 – Begann stark und liess in HZ2 etwas nach. Beim Gegentreffer zum 2:1 zu weit weg von Gelmi.

Benito 5 – Erneut eine gute Leistung des formstarken Loris. Mit viel unterwegs und mit guten Flanken.

Fassnacht 5 – Erneut mit einem Treffer und einigen vergebenen Chancen. Kommt gerade rechtzeitig auf das Saisonfinale wieder auf Betriebstemperatur. Herrlicher Assist zum 1:0.

Bertone 4 – Liess sich oft vom Gegner provozieren und verlor so zuweilen den Fokus.

Aebischer 4 – Durfte wieder einmal von Beginn weg rann und konnte seine Nervosität sowie fehlende Spielpraxis nicht vollends verbergen.

Sulejmani 4,5 – Mit einigen guten Aktionen in der Offensive und mit solider Defensivleistung.

Assalé 4 – Guter Start in die Partie wo er gleich zu Beginn eine gute Chance vergab. Tauchte mit Dauer des Spiels ab.

Nsame 4,5 – Zurück in der Startelf und gleich wieder Torschütze. Vielleicht hätte er mit etwas mehr Spielpraxis den einen oder anderen Treffer mehr erzielt.

Hoarau (kam nach 71’ für Assalé) und Ngamaleu (81’ für Aebischer) waren zu kurz im Spiel für eine Benotung.

 

 

 

 

 

Vorschau FC Thun – BSC Young Boys

18. April 2018 um 11:15 von Marco in der Kategorie YB

Laut Farben-Symbolik steht Gelb, zumindest in Asien, seit jeher für das Schöne, Heilige und Göttliche. Heute Abend geht es zwar nur nach Thun, doch auch DER Arena schadet eine gehörige Portion Schönheit sicher nicht. Ein optisches und akustisches Heimspiel in der Fremde ist schliesslich etwas Wunderbares. Der FC Thun ist der einzige Liga-Konkurrent, gegen den YB momentan noch eine negative Saisonbilanz hat. Das darf natürlich nicht sein und trübt den Gesamteindruck dieser Spielzeit leider erheblich.

Spass beiseite: Die Ausgangslage ist und bleibt einfach. Die Young Boys benötigen noch drei Siege, um unabhängig von der Konkurrenz alles klar zu machen. In Thun können wir also einen weiteren Schritt vorwärts machen, einzig darum geht es heute. In der Verteidigung und im Mittelfeld kommt es erneut zu Rotationen. Nuhu kehrt nach seiner Sperre zurück und dürfte wieder seinen Platz neben Captain Von Bergen einnehmen. Dafür muss Sanogo eine Gelb-Sperre absitzen. Weil Sow immer noch verletzt ist, kommt Bertone der Part des Routiniers auf der ZM-Position zu. An seiner Seite kommt voraussichtlich Aebischer zum Einsatz, der bereits gegen Zürich einige Minuten auf dem Platz stand. Auf dem Papier ist das zentrale Mittelfeld damit eine Schwachstelle, doch gespielt wird auf Plastik und da werden andere Faktoren als Einsatzminuten oder das Alter zählen. YB hat in dieser Saison schon mehrmals gezeigt, dass die Solidarität spielt, wenn Unterstützung nötig ist.

Das wird auch heute der Fall sein und uns zum zehnten Auswärtssieg in dieser Saison tragen. Fassnacht und Hoarau schiessen die Tore beim 2:0-Sieg.

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