Silberbauer zurück in die 1. Mannschaft

16. Oktober 2013 um 14:09 von Cabrón in der Kategorie Allgemeines, PRO/KONTRA, YB

Als neben den Langzeitverletzten Gajic und Doubai auch noch Spycher ausfiel, fragte man sich ob Forte es nun vielleicht mit Silberbauer versuchen wird.
Nachdem sich Bürki vom Mittelfussbruch Sutters anstecken liess, sahen einige den Dänen bereits als Abräumer, denn die Lage in der Verteidigung ist doch sowas von prekär.
Bestätigt wurde man auch durch Silberbauers Einsatz im Freundschaftsspiel auf dem Spitz gegen den FC Breitenrain.

Ist der in Ungnade gefallene ehemalige Hoffnungsträger und Spitzenverdiener tatsächliche eine Alternative oder gar eine Verstärkung des momentanen Kaders?

Für Sutter kam zuletzt der junge Hadergjonaj zum Einsatz und vermochte durchaus zu überzeugen. Dasselbe gilt auch für den Kurzeinsatz von Feket, der auf Links für Bürki zum Einsatz kam. Zudem hat man Rochat für die Position als Linker Verteidiger geholt und in der Mitte sind wir mit von Bergen, Veškovac und Affolter ausreichend besetzt. Klar könnte man mit fehlender Qualität argumentieren, doch bin ich der Meinung, dass man lieber auf die eigene Jugend setzen soll als einen teuren Mittelfeldspieler vor die Nase des eigenen Nachwuchses zu stellen.

Im Winter gesellt sich dann eventuell auch noch ein ehemaliger Leihspieler Namens Lecjaks oder im Sommer dann der stürmende Aussenverteidiger Gonzalez zum Team. Inklusive einer Vertragsverlängerung von Veškovac stünden somit nächste Saison (exkl. Silberbauer) mind. 10 Verteidiger unter Vertrag.

Weiter ist Silberbauer weniger ein Verteidiger als vielmehr ein typischer Defensiver Mittelfeldspieler und auch diese Position ist nicht dünn besetzt, denn mit Gajic, Spycher, Costanzo, Doubaí und dem jungen Bertone scheint auch hier das Boot voll.

Hörte man sich zuletzt im Stadion um oder steckte seine Nase ins 1898-Forum so erfuhr der interessierte YB Fan, dass die Probleme, trotz Verletzungswelle in der Abwehr, eigentlich in der Offensive und weniger in der Verteidigung liegen.

Eine Offensive mit erfahrenen Spielern wie Zarate, Nuzzolo und Gerndt die ergänzt werden durch die Jungspunde Frey, Kubo, Steffen, Tabaković und Afum. Schaut man sich die Namen auf dem Papier an so sollte zumindest hier genügend Qualität vorhanden sein oder etwa nicht? Tatsächlich fehlt aber der schon lange geforderte und durch den unbändigen Argentinischen Stier gefunden geglaubte Vollstrecker.

Martinez könnte durchaus als Torschützenkönig (spätestens) im Sommer wieder zurückgeholt werden und steht dann in Konkurrenz mit Frey und Kubo wäre aber vor allem einer von 9 oder 10 Offensivspieler…!

Nun dies ist eine andere Baustelle und hat nur wenig mit der von Silberbauer zu tun. Im Endeffekt weiss ich nicht ob die Verpflichtung Silberbauers gut war oder ob seine Verbannung in die U21 gerechtfertigt ist aber nach dieser kurzen Analyse hat es zurzeit weder Platz noch Verwendung für den Dänen oder etwa doch? Was meint ihr?

Never change a winning team… Blöde Zügs!?

29. August 2013 um 11:21 von Cabrón in der Kategorie PRO/KONTRA, YB

Klar 5 Siege und nur 6 Gegentore in 6 Spielen sind ein sehr guter Wert aber nirgends steht geschrieben, dass man sein Team in der Verteidigung nicht noch besser aufstellen darf und genau dies scheint bei genauerer Betrachtung der YB Hintermannschaft durchaus möglich.

Bisher standen in der Meisterschaft stets die gleichen 4 Verteidiger in der Startformation und die Resultate gaben dem Trainer eigentlich immer Recht. Schaut man aber auf die Art und Weise wie diese Tore gefallen sind, so darf zumindest über eine Änderung der Abwehrreihe diskutiert werden.
Zverotić, Veškovać, von Bergen und Sutter spielten gegen den Aufsteiger Aarau und gegen das Ich-schiesse-diese-Saison-keine-Tore-Sion zu Null aber in den anderen 4 Spielen erhielten wir zum Teil dumme Tore durch individuelle Abwehrfehler.

Gegen Lausanne musste sich Veškovac beim Gegentor genau so einen „Assist“ gutschreiben lassen wie Zverotić gegen den FC Thun. Der Serbe sah zudem auch beim Tor von Martinez, als er diesen nicht am Schuss hinderte, oder im Kopfballduell gegen Nef in Zürich nicht besonders glücklich aus. Abschliessend erinnern wir uns an die 86. Minute und die im Tiefschlaf steckende Abwehr gegen die Grashoppers aus Niederhasli.

5 individuelle Fehler in 6 Spielen! Wenn dann plötzlich einmal in einer Meisterschaftsphase das nötige Glück fehlen sollte, so kann das Erfolgsbarometer ganz schnell in die andere Richtung ausschlagen und genau dies ist einer der Gründe wieso es an der Zeit ist in der Verteidigung an Modifikationen zu denken oder mindestens Alternativen zu prüfen. Diese sind nämlich mit Rochat, Affolter oder Bürki durchaus vorhanden.

Von Bergen (30) ist ohne Zweifel der unbestrittene Abwehrchef und ohne Wenn und Aber gesetzt. Somit stellt sich nur die Frage wer an seiner Seite am besten aufgehoben ist:

Francois Affolter (22) war bisher der grosse Verlierer in der Mannschaft von YB, so hiess es zumindest im Berner Blätterwalt und so falsch ist diese Aussage nicht. Das begabte „Eigengewächs“ welches zu Petković‘ Zeiten gefördert wurde, als 17 Jähriger zum Stammkader von YB gehörte und mit 18 sein Debut in der Schweizer Nationalmannschaft gab, stürzte nach der Ausbootung durch Gross und dem daraus folgenden Wechsel zu Werder Bremen in die Bundesliga, in eine Abwärtsspirale die manch einer in seinem Alter zuerst überwinden muss aber nicht immer kann. Regelmässige Einsatzminuten wären hier sicher ein probates Mittel um den einst hoffnungsvollsten Nachwuchsverteidiger der Schweiz wieder zum Leistungsträger zu machen.

Marco Bürki (20), ebenfalls ein ehemaliger YB Junior, ist zwei Jahre jünger als Affolter, wurde weder für die A-Nationalmannschaft aufgeboten noch kann er Einsätze in einer ausländischen Liga vorweisen, jedoch ist er einer der neuen YB Generation, welche sich zu 100% mit dem Verein identifiziert und die Fans mit ihr. Seine Abstriche bei der Technik und seine Unerfahrenheit macht er mit mentaler Stärke, Mut, Wille und Kampf wett – sind es nicht genau diese Attribute die einen guten IV auszeichnen?

Alain Rochat (30) ein technisch begabter und erfahrener Spieler, mit einem sehr guten ersten Pass, bewies in den paar Minuten, die er diese Saison auf dem Platz stand, bereits wieder wie wichtig er und seine gefährlichen Pässe in die Tiefe für sein Team sein können. Ein Team welches auf offensive Flügelläufe als belebendes Element setzt. So gesehen wäre der Kanada-Schweizer eigentlich die ideale Ergänzung zu Sutter, der dafür wieder auf seine Paradeposition auf die rechte Seite wechseln könnte… Sutter (27) der sich nach seinem Tief und dem Austausch(halb)jahr in Zürich unmissverständlich wieder zu einem Leistungsträger gemausert hat und die Stürmer nach einem Flügellauf mit präzisen Pässen in Szene zu setzen vermag. Passt!

Persönlich und unter bewusster Nichtberücksichtigung nächtlicher Aussetzer, sehe ich Affolter doch noch etwas weiter als Bürki. Auch wissen wir was der Bieler zu leisten im Stande ist – sollte er denn seine Konzentrationsschwäche endlich für 90 Minuten unter Kontrolle bringen. In dieser Mannschaft und auf diesem Niveau werden ihm die Aussetzer nicht mehr als jugendliche Stockfehler entschuldigt, so wie dies noch vor 4 Jahren der Fall war.

Sutter — von Bergen — Affolter — Rochat

Nichts muss aber man darf ist die Devise. Ein gesunder Konkurrenzkampf kann auch förderlich sein und vorallem bringt Forte so das vielerwähnte Vertrauen in alle 24 Teamspieler wirksam zum Ausdruck, indem er beweist, dass jeder eine Chance hat in die Stammelf zu rutschen. Letztendlich wird früher oder später auf Grund von Verletzungen oder Sperren so oder so gewechselt werden müssen und da stellt man doch am liebsten einen auf welcher bereits ein paar Spiele auf den Naturrasen gebracht hat – oder etwa nicht?

Zum Schluss sollte uns allen aber klar sein, dass wenn der Match gegen den FC Basel trotz meiner Argumentation wieder mit der (alt)bekannten Abwehr angepfiffen werden sollte (dies könnte durchaus vorkommen), wird die ganze Mannschaft dies akzeptieren und wir erzielen einfach mind. einen Treffer mehr als die Chemiea… als das Team vom Rhein.

Hopp YB!

Pro/Kontra: Mladen Petric

21. August 2013 um 15:31 von Pele in der Kategorie PRO/KONTRA, YB

In (un-)regelmässigen Abständen werden wir ab heute an dieser Stelle ein aktuelles Thema in die Mangel nehmen. Mittels Kommentarfunktion darf anschliessend gerne und lange darüber diskutiert werden.

Heute: Mladen Petric

Es läuft rund in Bern! YB reiht Sieg an Sieg, die Mannschaft überzeugt durch geschlossene und sehr druckvolle Auftritte. Die erste kleine Cup-Hürde wurde gemeistert und mit Yuya Kubo fokussieren sich die Medien auf einen Spieler, dem der Rummel nicht zu schaden scheint. Zudem ist Uli Forte der Trainer der Stunde und im Gegensatz zu den Rot-Blauen am Rheinknie, lobt man hier gegenwärtig jede Aktion seitens des Vereins. Alles perfekt in dem Fall? Nun, abgesehen davon, dass die Saison leider erst 5 Spieltage alt ist, geistert aktuell der Name Mladen Petric durch Bern. Ein allfälliger Transfer des kroatischen Nationalspielers scheint die Anhängerschaft zu spalten.

PRO – pele KONTRA – jänu

Ein allfälliger Transfer des kroatischen Nationalspielers scheint die Anhängerschaft zu spalten:

Klar ist: Mladen Petric käme bestimmt nicht gratis nach Bern. Zudem ist er 32 Jahre alt und traf weder in Hamburg noch bei Fulham sehr regelmässig. Dennoch verfügt er über eine Eigenschaft, die in der aktuellen Diskussion etwas unter geht: Er hat Qualität!

Natürlich gibt es aktuell keinen Grund, die Stärke und Ausgeglichenheit des Kaders anzuzweifeln. Dennoch ist die Position der hängenden Spitze elementar wichtig im System von Uli Forte. Bisher füllten Frey und Kubo diese Lücke gut aus, doch beide sind noch blutjung und werden bestimmt noch diverse Leistungsschwankungen erleben müssen. Mit Petric hätte man auf dieser Position einen Spieler, der mit seiner Erfahrung und seinen Fähigkeiten Spiele entscheiden kann und der Mannschaft weiterhelfen würde. Er hat ganz einfach genug Qualität um YB in jeder Hinsicht noch weiterzubringen. Dabei gilt es auch an Phasen zu denken, in denen nicht Sieg an Sieg gereiht wird.

Wenn YB in den nächsten Spielen schwächelt und Petric in der Zwischenzeit zu einem anderen Verein wechselt, beisst man sich in ein paar Wochen wohl mächtig in den Hintern.

 

Die Transfers in diesem Sommer waren bisher sehr clever: Unkonstante und launische Spieler wurde man los und mit von Bergen hat man einen Top-Mann geholt. Dazu Kubo, Steffen und Gaijc welche das Team in der Breite verbessert haben. Die Achse mit Wölfli, von Bergen, Spycher und Gerndt ist stark – würde sich aber mit dem Zuzug von Petric abermals verbessern.

 

Bezüglich der Teamstimmung/Teamgefüge gibt es im Grunde einen wichtigen Grundsatz: Gewinnt man, ist die Stimmung gut – verliert man, ist sie schlecht.

Ob jetzt ein Petric im Kader ist oder nicht, an dieser Tatsache wird sich in den nächsten 100 Jahren nichts ändern.

Zudem schadet Konkurrenz grundsätzlich nie – der BSC soll schliesslich bei aller Harmonie kein Ponyhof sein.

 

Abgesehen davon wird es auch in dieser Saison Verletzungen und Sperren geben. Besonders Zarate, Spycher und Gerndt waren in der bisherigen YB-Zeit immer wieder angeschlagen. Bei Kubo darf nicht erwarten, dass er nun 36 Topspiele aneinander reiht – genauso wenig wie dies bei Frey der Fall sein wird.

 

Fazit:

Wenn Uli Forte den Spieler will und sollte die Verpflichtung nicht jeglichen Lohnrahmen sprengen, dann sollte man versuchen ihn zu holen. Der Transfer ist aktuell bestimmt kein Muss, allerdings wäre er die Krönung auf eine beinahe perfekte Transferperiode

 

 

 

Der Name Petric geistert bei manchem YB-Fan schon lange im Kopf rum. Vor rund einem Monat, hätte es wohl auch kaum kritische Stimmen gegeben, wäre Petric verpflichtet worden. Dies hat sich nach den ersten 5 Saisonspielen und den ersten 15 Punkten stark geändert. Auch für mich stellt sich bei der Personalie Petric die Frage nach dem „Warum?“. Und es gibt einige Gründe, die gegen Mladen Petric sprechen.

Geld
Einem Petric Lohn zu zahlen, dürfte alles andere als günstig sein. Welche Folgen unüberlegtes Geldausgeben hat, durften wir in Phase 3 miterleben. Und es wird sich wohl kaum einer danach zurücksehnen.

Druck
YB darf im Moment alles, muss aber nichts. Niemand erwartete von YB einen solchen Saisonstart, niemand erwartet diese Saison einen Titel. YB darf im Moment vorne mitspielen resp. ganz vorne stehen. Zwang und Druck haben die Berner dabei allerdings kaum. Eine Verpflichtung Petrics könnte dies auf einen Schlag ändern und es würde kaum lange dauern bis erste Stimmen laut werden, die von einem Titel-Muss sprechen würden.

Zusammenstellung der Mannschaft
Wie wichtig diese ist, sieht man heuer wunderbar bei YB. Im letzten Meisterschaftsspiel gegen Aarau, standen genau 2 Spieler (Kubo und von Bergen) in der Stammelf, die in der Sommerpause neu nach Bern kamen. Trotzdem scheint seit Beginn der aktuellen Spielzeit eine komplett andere Mannschaft auf dem Feld zu stehen als noch im Frühling. Hier schein Fredy Bickel genau die richtigen Transfers (nicht nur die Zu-, auch die Abgänge) gemacht zu haben, um aus einer katastrophal zusammengestellten Mannschaft eine sehr gut zusammengestellte Mannschaft zu machen. Der Zuzug von Mladen Petric würde diese scheinbar sehr heikle Balance unnötig auf die Probe stellen.

Stimmung im Team
Scheint so gut zu sein. wie sehr sehr lange nicht mehr. Uli Forte fand im fussballerischen und zwischenmenschlichen Bereich den richtigen Zugang zu den Spielern. Ein prominenter Neueinkauf könnte diese neugewonnene Harmonie empfindlich stören. Ich möchte hier Petric keinesfalls als Stinkstiefel darstellen, kenne den Mladen ja nicht. Allerdings sind es selten kleine Namen, die Unruhe ins Team bringen, wenn es persönlich nicht nach Wunsch läuft.

aktuelle Offensive
YB besitzt eine schlagkräftige, flexible und kreative Offensivabteilung. Dies haben die letzten Spiele gezeigt. Für die Spieler ist es wichtig, dass sie das Vertrauen des Vereins spüren. Dies wäre allerdings kaum der Fall, wenn ihnen Petric vor die Nase gesetzt würde- erst recht nicht nach diesen tollen Leistungen.

Fazit: Der Karren läuft
Und zwar auch ohne Petric. YB kann diese Saison mehr als das gesteckte Saisonziel erreichen. Dies würde sich mit einer Verpflichtung Petrics selbstverständlich nicht ändern, dennoch würde der Transfer zu viele Risiken mit sich bringen. Diese Risiken muss YB im Moment nicht eingehen, denn wie erwähnt, können sie ohne besonders hohen Erwartungsdruck aufspielen. Es gilt nun das neue Fundament zu festigen und auf diesem aufzubauen. Die neue Bescheidenheit in Bern war ein erster richtige Schritt in die neue Richtung. Nun gilt es diesen Weg weiter zu verfolgen. Denn wer abhebt und anfängt Sachen zu zünden, fällt erfahrungsgemäss tief. Deshalb lautet die Devise: den aktuellen Erfolg zwar in vollen Zügen geniessen aber trotzdem am Boden und cool&sexy bleiben. Ohne Mladen Petric.