Souveräner Arbeitssieg in Baden

20. September 2009 um 18:15 von Voegtu in der Kategorie Matchvorschau

Souveräner Auftritt in Baden

Nach gutem Start und eindeutiger Feldüberlegenheit kassierte YB in der 7. Minute ein klassisches Kontertor. Der glücklicke Tastemel konnte die Aargauer durch einen strammen und eindeutig unhaltbaren Schuss in Führung bringen – sehr zur Freude des örtlichen Speakers, dem dieses Ereignis fast die Stimme verschlug.

YB liess sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und spielte weiter den gewohnt schönen Fussball.  In der Zwischenzeit blieb Wölfli-Ersatz Pole Collaviti sogar die Zeit, sein Kopfballspiel zu trainieren, um für künftige Einsätze im Sturm der YB-Veteranen gerüstet zu sein. Und so konnten die dominant auftretenden Berner die Überlegenheit bereits 10 Minuten später in das verdiente Ausgleichstor ummünzen: Dem souverän verteidigenden Schneidermarc wars hinter der Mittellinie so langweilig, dass er bei einem der vielen Eckbälle eine hübsche Flanke bewusst in die Maschen verlängerte.

Mit diesem Resultat gings in die Pause. Man wollte dem ehemaligen Hauptstadtclub die Party nicht schon zu früh vermiesen und wartete gewohnt gastfreundlich bis zur 52. Minute mit dem Führungstreffer. Herr Yapi zirkelte den Ball von der 16-Meter-Linie unhaltbar in die linke untere Ecke. In der Folge wurde die Überlegenheit der Gäste immer deutlicher. Einwechselspieler Regazzoni schoss schliesslich in der 72. Spielminute zum 3-1 Endstand ein.

Der für die YB-Viertelstunde einegwechselte Doubaï combackte nach über 18 Monaten Verletzungspause. Entscheidende Akzente konnte er keine setzen. Aber es ist gut zu wissen, dass Thierry wieder fit und einsatzbereit ist. Eine Premiere feierte zudem der talentierte Gourmi. Er vertrat den abfallenden Sutterscott in der letzten halben Stunde sehr stilsicher. Die erste Hürde auf dem Weg zum Cupsieg 09/10 übersprang der NLA-Leader dank einem souveränen Arbeitssieg in Baden gekonnt und ohne zu stolpern

5 Fragen an: Leo Rapisarda

18. September 2009 um 11:55 von Voegtu in der Kategorie Matchvorschau

Gaeubschwarz.be hatte einen Tag vor dem Spiel die Möglichkeit, mit dem jungen Stürmer Leonardo Rapisarda zu sprechen. Er wechselte auf diese Saison vom Erstligisten Rapperswil-Jona zum FC Baden. Im Interview erzählt er über die Vorbereitung mit Ex-Aarau-Profi Mirko Pavlicevic, seine Befindlichkeit und das Spiel gegen die berühmten Young Boys.

Du bist neu beim FC Baden. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft vor dem Cupspiel gegen YB?

Super! Die Stimmung ist im Moment sehr gut, weil wir ja am Samstag ein echtes Highlight vor uns haben.

Freut ihr euch auf das Spiel? Hat Trainer Pavlicevic etwas Spezielles trainieren lassen in Anbetracht des grossen Gegners?

Klar, gegen einen solchen Gegner spielen wir ja nicht jedes Wochenende. Trotzdem haben wir uns wie üblich auf ein Spiel vorbereitet.

Was hältst du von YB? Wie schätzt du eure Chancen ein?

YB ist eine sehr starke und offensive Mannschaft. Momentan belegt das Team Platz 1 in der Super League. Eine kleine Chance haben wir aber auf alle Fälle. Im Cup gibt immer wieder Überraschungen.

Du kommst aufgrund deiner Verletzung wohl nur als Joker zum Einsatz. Schiesst du ein Tor gegen die starke YB-Abwehr?

Ich hoffe es natürlich.

Zum Schluss ein kleiner Tipp: Wie geht das Spiel aus?

Ich tippe auf ein 2:2 unentschieden und dann siegen wir im Penaltyschiessen.

Leo, vielen Dank, dass du dir kurz Zeit genommen hast.

Berner Cup: FC Schwarzenburg – FC Allmendingen

15. September 2009 um 08:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

In der Kategorie „Unsere Zweiten” begleitet gaeubschwarz.be zwei unterschiedliche Mannschaften auf Ihrem Weg durch die Meisterschaft. Regelmässig berichten wir über deren Abschneiden.

Logo FC AllmendingenfcsEs wurde hier bereits erwähnt: Der FCA schneidet im Berner Cup meist gut ab – ab und zu reicht es sogar, um in die erste Runde des CH-Cups zu gelangen.
Um dies zu erreichen, muss man sich im Vorjahr aber erst durch die vielen – meist unter der Woche stattfindenden – Vorrunden kämpfen.

So auch letzten Mittwoch, als man auf den Tabellenführer der 3. Liga (2.Stärkeklasse), den FC Schwarzenburg traf.

FC Schwarzenburg? Genau: die Fussballerische Heimat von Blog-Redaktor Gomoli, der hier sein unglaubliches Abwehrtalent in diversen Juniorenstufen aufblitzen liess.
Somit kam es zum ersten Mal in unserer Blog-Historie zu einem indirekten Duell innerhalb der Redaktion.

Ob Gomoli das Spiel aus Angst vor einer Klatsche verpasste, ist leider nicht genau überliefert – ich war jedenfalls vor Ort und staunte vorab nicht schlecht, als ich die sensationelle Anlage des FCS erblickte. Super Platz, inkl. Licht, schön gemacht!
Von Beginn weg war es ein recht ruppiges Spiel. Die beiden Teams glänzten weniger durch spielerische Highlights, als durch viele Zweikämpfe. Es wollte sich kaum ein Spielfluss entwickeln – immer wieder musste unterbrochen werden oder die Angriffe beider Teams wurden von Fehlpässen selbst zerstört.
So wäre es einem objektiven Beobachter wohl nicht möglich gewesen, zwei Ligen Unterschied zwischen den beiden Mannschaften festzustellen.
Auch wenn der FCA die technisch etwas feinere Klinge führte, liess das Heimteam kaum gefährliche Angriffe zu. Bezeichnend dafür: die grösste Allmendinger Chance erfolgte nach einem stehenden Ball – doch Gnotke traf den Ball nicht richtig und jagte das Leder deutlich über das Gehäuse.

Kurz vor der Pause dann die Überraschung: Die Schwarzenburger gingen durch einen Foulpenalty mit 1:0 in Führung – und so lautete auch gleich das Halbzeitresultat.

Ich verschickte eher widerwillig meinen SMS-Ticker an Gomoli – und prompt kam auch gleich eine Antwort von wegen „sensation sei greifbar“, etc.. Mir wurde etwas mulmig.

In der Pause wechselte der FCA zum ersten Mal und brachte Roger Gäggeler für den angeschlagenen Kevin Graf.

Der „Team-Senior“ fügte sich schnell ein und war über die rechte Seite meist nur durch Fouls zu stoppen. Nun fand sich auch der Rest des Teams und man begann, gut zu kombinieren und kam nun vermehrt zu Chancen.
Der Bann wurde dann von Captain Terry Schneider gebrochen: Mit einem herrlichen Freistoss erzielte er das 1:1 – und in der Folge dominierten die Gäste das Spiel.
Dies lag wohl auch an der Tatsache, dass dem Heimteam langsam die Kräfte ausgingen.

Nach einer herrlichen Vorarbeit von Schneider, brachte Sandro Bottazzo den FCA erstmals in Führung, Oberer und Marc Blaser sorgten danach bald einmal auch auf der Anzeigetafel für klare Verhältnisse.

Zwischenzeitlich wurden beim FCA noch der junge Tramacere eingewechselt – und auch Todorovic gab nach langer Verletzungspause sein Comeback.
In der Schlussphase wurde der eben erwähnte Tramacere im Strafraum zu Fall gebracht – und verwandelte den fälligen Strafstoss gleich selber zum Endstand: 1:5.

Das Schluss-SMS an Gomoli gestaltete sich deutlich einfacher als noch zur Pause – und ich glaube, die eine oder andere Frust-Träne aus seiner Antwort herausgelesen zu haben.

Fazit:
Nach einer mühsamen ersten Halbzeit, war spätestens nach einer Stunde der Klassenunterschied deutlich erkennbar.
Bei den Gelbschwarzen wussten vor allem Schneider und Sandro Eberhardt zu gefallen, die in der zweiten Halbzeit in viele Angriffe involviert waren und – vor allem Letzterer – das Spiel über die rechte Seite ankurbelte.

Telegramm:

FCS – FCA 1:5

Tore FCA:
Schneider, S. Bottazzo, M. Blaser, Oberer, Tramacere.
Aufstellung:
Schenkel; K.Graf (Gäggeler), Gnotke, O.Graf, N. Blaser; Eberhardt, Oberer, M. Blaser (Todorovic), S. Bottazzo; Schneider, Garcia (Tramacere)

Nachtrag:

Am Sonntag musste der FCA zum ersten Mal Federn lassen. Gegen den FC Langnau verlor man auswärts mit 3:2 und rutschte damit auf den dritten Rang zurück.

Angstgegner?

30. August 2009 um 09:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Das YB letzte Saison den Titel wohl gegen den Absteiger aus Vaduz verloren hat, ist hinlänglich bekannt. Gegen wen weisen die Berner aber eigentlich die beste Saisonstatistik auf?

Luzern 5:2 3:0 6:1 3:2 12
Xamax 2:1 3:2 3:2 0:0 10
Sion 2:1 1:2 5:0 3:2 9
Basel 3:0 1:2 2:1 3:2 9
Bellinzona 1:2 2:1 3:0 3:0 9
Aarau 1:0 3:3 1:1 4:0 8
GC 3:1 3:3 1:0 1:3 7
Vaduz 6:0 0:0 0:0 1:3 5
FCZ 1:2 2:2 4:2 0:3 4

Gegen Luzern konnte das Punktemaximum herausgeholt werden, gegen Xamax immer noch stattliche 10 Punkte. Danach folgt eine Reihe von Mannschaften, gegen die man jeweils 9 von 12 Spielen gewinnen konnte: Bellinzona, der FC Sion und – man höre und staune – der FC Basel.

Bedenkt man, dass man gegen die Bebbi das Auftaktspiel im Wankdorf verloren hat, wirkt die Statistik bei 2 Auswärtssiegen noch eindrücklicher. Unter Vladimir Petkovic hat man gegen Basel noch keinen Punkt verloren (und auch im Cup gewonnen). Damit wurde ein weitere Fluch besiegt: nach etwa 16 Jahren Sieglosigkeit im Tourbillon, konnte letzte Saison eben der erste (und der zweite) Sieg im neuen Joggeli eingefahren werden.

Als Schweizer Verein wird man dennoch nie als Favorit in den St. Jakob-Park reisen. Dennoch würde der Formstand, die momentane Verfassung und der mentale „Petkovic-Effekt“ eigentlich für die Young Boys sprechen.

„Würde“ meint in diesem Fall: Es ist ein wichtiges Spiel, und YB ist ein Meister darin, wichtige Spiele zu verpatzen. Eine Niederlage würde in diesem Fall zwar keinen Beinbruch bedeuten, dennoch wäre es enorm schade, die gute Ausgangslage zu beeinträchtigen. Besonders deshalb, weil anschliessend die schwierigen Spiele Xamax (a), FCZ (h) und St. Gallen (a) warten. Mit einem Sieg gegen Rotblau könnte man genügend Schwung mitnehmen und auch den schwierigen, kommenden Wochen positiv entgegentreten.

Man stelle sich vor, die Ungeschlagenheit YBs würde nach den oben erwähnten Spielen immer noch bestehen – es wäre ein Meilenstein auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft! Auf der anderen Seite kann man nach diesen Spielen auch mit 0 Punkten dastehen und die ganze Herrlichkeit wäre schon wieder vorbei. Man könnte das Baumann-, Schneuwly-, Yapi-, Wölfli-, Niedermaier-Bashing förmlich wieder riechen…

Aber genug in die Zukunft geschaut: Der FCB ist der nächste Gegner – es gilt ernst!

gaeubschwarz tippt 1:2 für YB und stellt folgendermassen auf:

Aufstellung gegen Basel

Vorschau Luzern – YB

15. August 2009 um 20:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Joetex Frimpong kehrte anfangs Saison zurück zu YB. In der Vorsaison spielte er – als Leihgabe – für den FC Luzern, war dort bester Torschütze und kehrte dementsprechend motiviert wieder zurück nach Bern.  Da die Stammformation im Angriff mit Doumbia, Schneuwly und Regazzoni aber grundätzlich gegeben ist, musste Frimpong wieder hinten anstehen und kam fast nur zu Teileinsätzen. Nun wechselt er also wieder (auf Leihbasis) nach Luzern – möglicherweise die beste Lösung für alle Beteiligten.

Beim morgigen Spiel in Luzern, resp Emmenbrücke wird er wohl nur Zuschauer sein und danach beim FCL ins Training einsteigen. Ansonsten wird die Stamm-11 auf YB-Seite recht klar sein (siehe unten).

FCL-YB ist der Spitzenkampf der noch jungen Saison – etwas schöneres gibt es kaum (abgesehen von der Platzierung der Grasshoppers…).

gelbschwarz spielt mit:

Aufstellung Luzern

Vorschau – YB vs Bilbao

6. August 2009 um 14:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

3107FR, 31.07.2009:

Die Schweizer Medien loben die Young Boys nach deren Auswärts-Exploit in Bilbao durchs Band weg. Im Gegensatz zu den blamablen (FCZ) und enttäuschenden (FCB) Hinspielen der anderen CH-Klubs, waren es für einmal die Young Boys, die für eine erfreuliche Überraschung sorgten und für die helvetische Fussballer-Ehre besorgt waren. (Der erfahrene YB-Fan ist sich gewohnt, dass sein Team in internationalen Wettbewerben noch mehr enttäuscht als in den nationalen).

0708negFR, 07.08.2009:

Nachdem der FCZ seine Hypothek bereits am Mittwoch erfolgreich tilgen konnte, zog nun auch der FCB nach und eliminierte die Isländischen Amateure aus Reijkiavik. Nur den Young Boys genügte eine durchschnittliche Leistung (wieder einmal) nicht: Aufgrund der Auswärtstor-Regel, schied das Team von Trainer Vladimir Petkovic nach der 1:2 Niederlage gegen Bilbao aus dem internationalen Geschäft aus.

OK, die zweite Meldung ist fiktiv und eine blosse Vermutung. Obwohl: eigentlich wäre es die logische Konsequenz aus allen bisher gemachten Erfahrungen und Enttäuschungen. Das sogenannte „YB’s Law“ ist weit über die Kantonsgrenze bekannt – und deshalb wäre wohl auch niemand erstaunt, wenn es tatsächlich so kommen würde.

Unter Petkovic hat YB grosse Fortschritte gemacht. Die Berner sind nicht mehr die Mannschaft welche während des Spiels reagiert – sondern haben nun meist die Rolle der agierenden Equipe übernommen. Dies sogar mit einer erstaunlichen Punkt/Tor-pro-Spiel-Bilanz. Nun gilt es, diese Winnermentalität auch in internationalen Spielen zu beweisen. Das Hinspiel wurde auswärts gewonnen, man kassierte keine Gegentor, spielt nun Zuhause vor dem eigenen Publikum und man ist in Form -> eigentlich sprechen viele Gründe dafür, dass YB heute Abend die Überraschung perfekt macht und morgen vielleicht eine solche Meldung aufgeschaltet wird:

0708posFR, 07.08.2009:

Nach dem FCZ zogen auch der FC Basel und YB in die nächste Runde ein. Mit einer überzeugenden Leistung und einer erstaunlichen Abgeklärtheit, eliminieren die Berner das Traditionsteam Bilbao aus der Primera Division und stehen verdient in der nächsten Runde. Zuvor war es erst wenigen Teams gelungen, eine Spanische Mannschaft auszuschalten – und schon gar nicht mit einer solchen Souveränität.

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gaeubschwarz.be beginnt übrigens mit der gleichen Aufstellung wie im Hinspiel. Die einzige verhandelbare Position war der linke IV in der 3er-Kette. Hier haben wir uns für Issam Mardassi entschieden. Dies eigentlich nur wegen des alten Grundsatzes „Never change a winning Team“, denn François Affolter wäre eine genauso solide Alternative. Unglaublich: Man kann bei den Young Boys die Zusammensetzung der Verteidigung diskutieren und es bestehen tatsächlich mehrere starke Kombinationen – ungewohnte Luxusprobleme!

Aufstellung Bilbao

Matchvorschau – Athletic Bilbao

30. Juli 2009 um 14:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

wappen-athletic-club-bilbaoWie schreibt man eine Matchvorschau, wenn man über den Gegner so gut wie nichts weiss? Athletic Bilbao spielt in der Primera Divison und engagiert nur baskische Spieler, resp solche mit baskischen Wurzeln. Damit treffen wir sozusagen auf die Baskische Nationalmannschaft.

Für YB steht wieder mal die Tür ins europäische Fussballgeschehen einen Spalt offen. Mit einer sagenhaften Konstanz schaffte man es in der jüngeren Vergangenheit jedes Jahr, kläglich, knapp, tragisch oder unglücklich zu scheitern. Zum Teil mit Achtungserfolgen (0:0 in Marseille), oder aber durch Leistungsverweigerungen (MyPa). In der letzten Saison erreichte man immerhin die erste Hauptrunde, in der man allerdings an Brügge scheiterte.

Mit Bilbao wartet nun eine Hürde, die deutlich höher scheint – dennoch könnte der Meisterschaftsrhythmus und die aktuelle Form für eine Überraschung sorgen. Im Gegensatz zu den Bernern, befinden sich die Basken noch mitten in der Vorbereitung, dies könnte sich durchaus positiv auf den Ausgang der Spiele auswirken.

Besonders im Hinblick auf die kommende Spielzeit wäre ein gutes Abschneiden Gold wert: ab der Saison 09/10 hat die Schweiz wieder zwei Plätze zu vergeben, die zur Teilnahme an der Champions League Qualifikation berechtigen. (Nicht das uns der zweite Platz interessieren würde, aber die Erfahrung zeigt…)

Daher wären ein paar Punkte für den berühmten Koeffizientswert durchaus hilfreich.

Aber genug in die Zukunft geblickt – Bilbao heisst der Gegner, die nächste Runde ist das Ziel.

Gaeubschwarz.be würde trotz der Rückkehr von Affolter mit der gleichen Startelf wie in Aarau antreten:

Aufstellung gegen Bilbao

Matchvorschau

25. Juli 2009 um 07:00 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Die Unabsteigbaren

Wahrscheinlich werden sie es auch diese Saison irgendwie schaffen. Obwohl die Rüebliländer auf dem Papier seit jeher eine potentielle Abstiegsmannschaft präsentieren, können sie sich immer wieder retten. Manchmal erst knapp (Barrage unter Nottrainer Gress), manchmal bereits sehr früh und mit beachtlichen Spielen (letzte Saison unter Kormonicki).

Nun ist Jeff Saibene am Ruder. Der Luxemburger, der Thun vor 3 Jahren souverän vor dem Abstieg bewahrte, erbt den Trainerstuhl seines polnischen Vorgängers. Wie man aus diversen Quellen entnehmen konnte, war Jeff auch als Nachfolger für Andermatt im Gespräch (auf der sogenannten Shortlist). Nun darf er also trotzdem eine Super League Mannschaft coachen. Mit kleinem Budget, meist unbekannten Spielern und viel Teamgeist gilt die Aar

gauer-Equipe auch in dieser Saison als „Topfavorit der Abstiegskandidaten auf den Nicht-Abstieg“.

FC Aarau

Das Spiel findet im sensationellen Brügglifeld statt. Wahrscheinlich der schönste Ort für Auswärtsspiele in der Super League (bei schönem Wetter). Der berühmte Hügel, der leckere Aargauer-Spiess – was will man mehr! Ah ja, ein gutes Spiel. Diese sind aber oftmals rar. Gegen den FCA wird meist geknorzt und gekämpft und genagt was das Zeug hält – doch souverän wirken die Auftritte im Autobahn-Kanton sehr selten.

Mit einem Punktverlust gegen die Aargauer, wäre die Starteuphorie aus dem Zürichspiel wohl schon wieder weg und der Saisonbeginn würde – wie so oft – als höchst mässig abgebucht werden. Mit 3 Punkten würde man dafür ungeschlagen in die zwei kommenden Heimspiele gegen GC und Bellenz gehen, was wiederum in einem Traumstart enden könnte.

Hätte, könnte, wollte, würde – am Sonntag zählen vorerst nur 3 Punke:

gaeubschwarz tippt 2:0 für YB.

gaeubschwarz startet wie folgt:

Aufstellung gegen Aarau

Matchvorschau YB – FCSG

17. Juli 2009 um 11:50 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Erstes Heimspiel gegen den Aufsteiger. Eine klare Sache, könnte man meinen.

Aufsteiger? Da war doch was?

Ach ja, genau: Letztes Jahr resultierten aus vier Spielen gegen Ländle-Klub Vaduz sagenhafte 5 Punkte. In der Hinrunde spielte man zweimal 0:0, in der Rückrunde verlor man gar 3:1 im Rheinpark. Der hohe 6:0 Sieg im Wankdorf konnte die schlechte Bilanz nur leicht kaschieren – nicht wenige waren (resp sind) der Meinung, dass man gegen Vaduz den Meistertitel verschenkt hat.

Sportlich gesehen ist St. Gallen ganz sicher der stärkere Gegner: Mit Lopar, Koubsky, Costanzo und Frick verfügen sie von hinten bis vorne über eine stabile und starke Achse. Ergänzt durch viele junge, hungrige Spieler und einigen erfahrenen Recken (Zellweger, Merenda), überzeugten die Ostschweizer beim 2:0-Sieg gegen den FC Basel vor allem als Team.

Mit Uli Forte steht indes ein Mann an der Linie, der als ganz grosses Trainertalent gilt, und eher früher als später bei einem Grossklub das Zepter übernehmen wird.

Trotzdem:

YB ist die bessere Mannschaft, qualitativ auf jeder Position besser (und vor allem doppelt) besetzt. Mit dem Schwung aus dem tollen Eröffnungsspiel am Dienstag, müssten die drei Punkte eigentlich eingefahren werden.

Hmm, aber da war doch was? Ach ja, genau: Besser als Vaduz waren wir ja eigentlich auch…

Tipp: YB – St. Gallen 3:1

gaeubschwarz.be beginnt mit folgender Aufstellung

aufstellung-stgallen

Anmerkungen: Trotz der schlechten Benotung von Schneuwly im letzten Spiel, erhält er von uns noch eine Chance. Dies vor allem aus zwei Gründen: Koubsky/Schenkel sind keine Tihinens und mit Matar Coly fällt der Nachfolger auf der Mittelstürmer-Position noch aus (keine Spielberechtigung und zudem an einer leichten Verletzung laborierend). Mit Joetex Frimpong stünde ein Stürmer zwar bereit, doch wir sehen ihn eher weniger im Zentrum.

FC Zürich – BSC YB

14. Juli 2009 um 09:20 von Pele in der Kategorie Matchvorschau

Die Matchvorschau

Logo FCZ YB Logo

Die Saison beginnt für die Gelbschwarzen beim Meister in Zürich. Obwohl Prognosen zum Saisonstart stets schwierig sind, hat gaeubschwarz.be einige Gründe für und gegen einen YB Sieg gesucht und aufgelistet.

YB gewinnt weil: YB verliert weil:
  • Wölfli besser als die Fliegenfänger Leoni und Guatelli (warum haben die  Zürcher Goalies eigentlich alle so doofe Namen?) ist;
Die Euphorie vor dem ersten Saisonspiel ist meist gleich gross wie die Ungewissheit. Wie schnell sind die Neuen integriert? Wieist der Formstand? Sind die Abgänge kompensiert?
  • die Young Boys mit Doumbia den besten Torschützen der Liga in ihren Reihen wissen;
Mit diesen Fragen muss sich der FCZ nicht auseinandersetzen. Die einzigen Neuen sind Gajic und Margairaz – wobei letzterer bereits in der Rückrunde für den Meister gespielt hat.
  • Degen beweisen will, dass er nicht nur dämlich grinsen, sondern auch richtig gut Fussballspielen kann
Daher sind in der Start-11 der Zürcher kaum Änderungen zu erwarten (bis auf einige Verletzungsprobleme). Dazu kommt noch der Heim- und Meisterbonus dazu, die die vor allem im ersten Spiel einer Saison den Unterschied ausmachen können
  • Scott Sutter endlich gegen, statt für eine Zürcher Mannschaft spielen darf;
Aufgrund dieser Tatsachen wird YB die Gunst der Stunde kaum nutzen können, beide Hauptkonkurrenten um den Titel gleich im ersten Spiel um drei Punkte zu distanzieren
  • die Zürcher Verletztenliste mittlerweile länger ist als Adi al Hakhmets Bart;
  • den Zürchern ein mittlerer bis schwerer Hang zur Selbstüberschätzung eigen ist;
2:1 für YB im ersten Spiel der Saison Der FCZ gewinnt zu Hause 2:0
gaeubschwarz.be würde wie folgt starten:

aufstellung_fcz