FCSG – BSC YB 3:1

6. Mai 2013 um 10:52 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Dass sich YB gegen tief stehende Teams wie Servette oder Lausanne jeweils schwer tut und dies dann auch moniert, ist soweit akzeptabel kein Gegner mag das wirklich. Damit suggerieren die Spieler gleichzeitig aber, dass sie lieber Teams haben, die das Spiel machen und viel Dampf machen.

Ebendies tat St. Gallen… und wie! Respekt vor den Ostschweizern, die die Räume eng machten, hoch standen, früh und oft auch zu zweit attackierten. Dennoch: Irgendwie kommen wir zu einem Penalty, den Costanzo dann auch verwertet, so weit so gut. Obwohl die St. Galler dann noch aggressiver spielen und vom fantastischen Publikum nach vorne gepeitscht werden, braucht es zunächst einen Bock von Wölfli, damit St. Gallen auch resultatmässig wieder bei den Leuten war.

Erstaunlich, dass davor keine Tore fielen. Nuzzolos unnötige Aktion am 16er kippte das Spiel schliesslich. Wie zuvor unserem 10er, gelang auch dem St. Galler 10er ein Penaltytor. Danach erhöhte St. Gallen noch auf 3:1.

Ein Resultat das in dieser Höhe in Ordnung geht, hätte es doch auch höher ausfallen können, ja fast müssen.

Schade, hat man es verpasst, aus dem Lausanne-Spiel etwas Schwung mitzunehmen und die glückliche Führung geschickter zu verwalten. Einsatz und Wille können aus meiner Sicht nicht beanstandet werden. Es fehlte schlicht die Cleverness, die spielerische Klasse und eine klare Spielidee. So kam es, dass zwei Songs des Albums Ballast der Republik“ der Toten Hosen symbolisch für die Gefühlslagen in den Fan-Lagern standen.

RGS spielte Schade, wie konnte das passieren“, in der AFG-Arena lief Tage wie diese“…

 

 

Einzelkritik:

 

Wolf 2.5 – Riesenbock vor dem ersten Tor, beim dritten unglücklich.

 

Sutter 3.5 – Fing äusserst erfreulich an und wollte sich aufdrängen, baute stark ab und sah dann beim dritten Tor schlecht aus.

 

Nef 3.5 – Oft überlaufen, gewann weniger Duelle als sonst, kriegt gegen GC eine Pause.

 

Veskovac 4.25 – An ihm lag es eigentlich weniger, schaltete sich auch oft offensiv ein, zeigte aber dort seine technischen Limiten auf, kriegt gegen GC eine Pause.

 

Bürki 3.25 – Defensiv einigermassen solid nach vorne schlicht nie gesehen gegen GC wird er ins Zentrum rücken, gut so.

Zverotic 2.5 Spielte wieder einmal vor der Abwehr, schlechtes Spiel mit vielen Ungenauigkeiten.

Doubai 2 – Sein schlechtester Auftritt in dieser Saison, viele Fouls, anfällig, ungewohnt viele Fehlpässe und verletzt ausgewechselt, sah nicht gut aus und wird wohl gegen GC fehlen.

 

Nuzzolo 2 – Zeigt seit paar Spielen einen enormen Abwärtstrend und bräuchte gegen GC eine Pause.

 

Farnerud 1 – Was söu me da no sägä…?

 

Costanzo 4 – Zu Beginn mit vielen guten Aktionen, vor allem oft auch bissig im Zweikampf, zudem Penalty erneut verwandelt. Ging aber je länger je mehr unter.

 

Afum 4 – Noch einer der besten, mit seiner Schnelligkeit konnte er bis zum 1:0 viel Bälle erobern, holte paar Eckbälle raus. Ist aber definitiv kein 4-2-3-1-Stürmer, der (vor allem hohe) Bälle halten kann und sie weiterleitet, für mich klar ein Flügelspieler.

 

Spycher 4.5 – Welcome back, wir brauchen dich. Seine Ruhe am Ball, seine Seitenwechsel, sein energisches Auftreten er deutete seinen Wert an.

Schneuwly 4 – Gar nicht so übelst, gewohnt viel unterwegs, teils mit ordentlichen Aktionen. Nach seinem Sion-Gewurstel deutete er an, dass er es wieder besser machen will.

 

Frey – Zu kurz im Einsatz.

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Die RGS-Stimmen zum Spiel:

https://soundcloud.com/radio-gelb-schwarz/wuschu-spycher-wir-d-rfen-das 

BSC YB – FC Thun 1:2

16. April 2013 um 10:41 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen

Da war dieses Feuer mal wieder: Mit viel Wille und Überzeugung stürzte sich Moreno Costanzo – den Ball am Fuss – auf die gegnerische Verteidigung, liess mehrere Gegner stehen und sah seinen Abschluss knapp vom Thuner Goalie pariert. Dessen Abwehr wurde aber zur Vorlage für Nuzz, der wie üblich via Innenpfosten zur Führung traf.

Diese Szene war sinnbildlich für die ersten 25 Minuten in diesem Spiel:
YB agierte endlich wieder einmal frisch und unverkrampft, versuchte Druck zu machen und Spielfreude zu zeigen.
Wenn auch von vielen kritisiert, war Alex Gerndt unserer Meinung nach einer der besseren Akteure bei den Bernern. Er war enorm fleissig, viel lief über ihn und er arbeitete mehr als viele Stürmer in den Jahren vor ihm. Leider wird ein Angreifer aber an den Toren gemessen – und hier kann er nichts vorweisen, genau so wenig wie Samuel Afum, dem der Ausgleich verwehrt leider verwehrt blieb.

Item. Leider wurde Thun gegen Ende der ersten Halbzeit etwas stärker (oder YB schlechter?) und das Heimteam konnte sich nicht mehr richtig entfalten – der Ausgleich durch Marco Schneuwly war auch gleich der Pausenstand.

In der Pause waren wir unschlüssig. Das Tor hatte unsere mini-Euphorie etwas getrübt. Dennoch machten die ersten 25 Minuten endlich wieder mal Freude – das gab uns genügend Hoffnung, um in der zweiten Hälfte ein YB-Feuerwerk zu erwarten.

Weit gefehlt. Altes Fahrwasser. 1:2, wieder durch Schneuwly. Chaos und Hektik bei YB. Schlusspfiff.

Nein, aktuell klappt tatsächlich nichts bei unseren Gelbschwarzen. Dass uns Thun damit noch überholt hat, dürfte zwar die wenigsten richtig interessieren – dennoch widerspiegelt die Tabelle leider auch die Leistungen in dieser Saison.

Gerne würden wir hier einen Massnahmenplan präsentieren, um wieder etwas Freude und Aufbruchstimmung auskommen zu lassen. Doch das überlassen wir Fredy Bickel.

Hopp YB!

Die Noten:

Wölfli: 4
Bei den Toren machtlos, ansonsten sicher. Versuchte sich in der Schlussphase als Spielmacher – und scheiterte leider kläglich.

Gonzalez: 3.5
hatte auf seiner Seite viel Platz, welchen er nicht nutzen konnte.

Nef: 4
Gewann immerhin noch die meisten seiner Zweikämpfe.

Veskovac: 4
Siehe Nef. Berücksichtigt man seine fehlende Matchpraxis, war das ok.

Bürki: 3
Sicher ein Talent, aktuell aber nicht auf der Höhe. Eine Pause würde ihm nicht schaden.

Farnerud: 3.5
Wurde auf dem rechten Flügel eingesetzt. Zug von dort oft in die Mitte und ermöglichte Gonzalez somit viel Platz. Dieser konnte dies nicht nutzen und Farnerud verzichtete im Gegenzug darauf, in der Defensivbewegung auf seine Position zurück zu kehren. Toll. Ansonsten bemüht, aber in einer Unter-Unter-Unter-Unterform.

Zverotic: 2
Der schlechteste Mann auf dem Bitz. Traf ausschliesslich die falschen Entscheidungen, seine Pässe haben keinen Zug, seine Abschlüsse sind ein Ärgernis und seine Fähigkeit, verheissungsvolle Angriffe im Keim zu ersticken, gehört schon fast prämiert.

Doubaï: 4
Sorgte in der guten Phase für viele Ballgewinne und einige tolle Zuspiele.
Tauchte danach ab – war aber immer noch besser als sein Nebenmann.

Nuzzolo: 4.5
Traf mal wieder. War viel unterwegs und fleissig. An ihm lag es sicher nicht.

Costanzo: 4
In der ersten Halbzeit einer der besten (5). In der zweiten Halbzeit kam nichts mehr (3).

Gerndt: 4
Von mir erhält er die Fleissnote. Wäre jeder so viel unterwegs, wäre das YB-Spiel nicht zu statisch. Ein Tor täte ihm gut – dies wäre aber in einem 2-Mann-Sturm wohl realistischer.

Afum, Zarate und Schneuwly: keine Note