Kalbsbratwurst in Luzern

11. August 2011 um 11:30 von Pele in der Kategorie Kulinarium

heute:

Kalbsbratwurst mit Brot
6.50 CHF

Swisspor Arena Luzern
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Nein, über das Stadion werde ich mich jetzt nicht mehr auslassen. Dazu wurde auf diesem Blog schon genügend erklärt.
Heute gibt’s wieder mal ein Kulinarium!

Schon früh vor Spielbeginn fanden wir uns in der neuen Heimstätte der Katzenstrecker ein.

– Dank einer Vorwarnung meiner Thuner Compagnons verzichtete ich dankbar auf den Verzehr eines Hamburgers (scheinbar haben die meisten den halben Burger in den Kübel befördert). –

Ich entschied mich daher für eine Kalbsbratwurst mit Brot für 6.50.
Bezahlt mit meiner Stadionkarte, erhielt ich gleich darauf die Wurst, das Brötli war hotdoggleich um die Wurst geschlungen.

Eins vorneweg: Es ist bestimmt nicht schwierig eine gute Kalbsbratwurst mit Brot anzubieten. Dennoch haben schon mehr als genug Stadien das Gegenteil bewiesen.

Immerhin das konnte der FCL verhindern:
Die Wurst war gut gebraten, saftig, würzig und warm. Das Brötli für Stadionverhältnisse sogar übermässig lecker, da frisch und gross genug.
Je nach Geschmack hätte man sich noch an der Senf/Ketchup-Bar bedienen können.

Für 6.50 sicher eine faire Sache. Nicht spektakulär, sondern einfach – wies im Stadion eigentlich sein sollte.

Fazit: 4 von 6 Pelepunkten – Für 6.50 sicher eine faire Sache. Nicht spektakulär, sondern einfach – wies im Stadion eigentlich sein sollte.

 

Ps: Gerne hätte ich das kulinarische Angebot noch weiter getestet – leider waren die Ess-Stände in der Pause nicht mehr erreichbar. Dies liegt daran, dass der Architekt nicht die Klasse des Wurstbraters erreicht. Halt. Ich wollte ja gar nichts über das Stadion schreiben…

Bratwurst in Bielefeld

21. Oktober 2009 um 20:58 von Biber in der Kategorie Kulinarium

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Bei kaltem Herbstwetter hatte ich die Gelegenheit, den DSC Arminia Bielefeld gegen die Alemannia Aachen zu schauen. Über das Spiel möchte ich an dieser Stelle nicht viel sagen. Bielefeld gewann vor 15’200 Zuschauern, die trotz widrigen Bedingungen besonders auf den (echten!) Stehplätzen für ansprechende Stimmung sorgten. Überhaupt finde ich das Stadion, von den Fans immer noch „Alm“ genannt (der Name kommt vielleicht daher, dass man jeweils ein Jahr für den Aufstieg und dann wieder ein Jahr für den Abstieg braucht), ganz schick. Leider hielten die Spieler auf dem Platz zu keiner Zeit mit den Zuschauern mit, auch wenn der Sieg letztendlich in Ordnung ging.

Vor dem Spiel bestellte ich mir eine Bratwurst mit einem Krombacher Pils. An dieser Stelle sei übrigens bemerkt, dass Bier im Herbst und im Winter ein besonders tolles Getränk ist, da es nicht warm wird. Item. Die Bratwurst schmeckte trotz der hohen Kadenz, mit der die Würste auf dem Grill gebraten und dann ausgegeben wurden, ganz ansprechend. Ganz praktisch fand ich das Kartonunterteller. Auf der Seite hat es einen Streifen, den man entlang einer perforierten Linie abreisen und um die Wurst wickeln kann, um sie festzuhalten. Gibt keine fettigen Finger, so dass das Bierglas nicht dauern abrutscht. Apropos: Das Bier ist, sofern man Krombacher Pils mag, ganz ok. Ich mag es ganz gerne, auch wenn ich finde, dass Bier im Stadion selten so gut schmeckt wie in einem Restaurant, wo man Zeit hat, es anständig zu zapfen.

Fazit: Kein kulinarischer Leckerbissen, aber genau das, was ich an einem Fussballspielt essen und trinken möchte. Deshalb die solide, aber nicht übermässige Bewertung von drei Punkten.

Kulinarium 3 Punkte

Spiess im Aargau

29. Juli 2009 um 08:00 von Pele in der Kategorie Kulinarium

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heute

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Aargauer Spiess, Brügglifeld

12.-

 

Es wurde in diesem Blog bereits einmal erwähnt und hat sich letzten Sonntag erneut als wahr erwiesen: Es gibt kaum einen gemütlicheren Gästesektor als die Rasenkurve im Brügglifeld. Bei etwas gar warmen Temperaturen pilgerten hunderte von YB-Fans nach Aarau und sorgten für einen dicht gedrängten Fansektor.

Dementsprechend lange dauerte auch das Anstehen an der Kasse und an den Ess- und Trinkständen – doch für einen Spiess nimmt man dies in Kauf.

Im Gegensatz zu früher kostet der Spiess nun 12.- und wird in zwei Teilen serviert. Diese Lösung ist definitiv transport- und essfreundlicher als der frühere 60cm Spiess (obwohl dieser natürlich auf den ersten Blick mehr hermachte).

An der Qualität hat sich gottlob nichts geändert: Das Fleisch ist immer noch sehr lecker, gut durch aber nicht trocken – ein einmalig-herrliches Verzehrvergnügen in Schweizer Stadien und eine willkommene Abwechslung zu den typischen Food-Angeboten für Fussball-Fans.  Der Spiess ist wirklich vom ersten bis zum letzten Bissen ein Genuss und oftmals das einzig Positive an einem Spiel im Brügglifeld (diesmal kams zum Glück auch auf dem Feld anders). Ebenfalls erwähnenswert: Leckeres Brot, wirkt frisch und passt zum Spiess.

Hört sich schon wieder nach einer Höchstnote an? Nein, leider gibt es doch etwas zu beantstanden: Das Bier im Brügglifeld war am Sonntag leider absolut untrinkbar! Zu lange in der Sonne, abgestanden, gruuusig. Dafür gibt’s leider einen Punkt Abzug. Wie mein Co-Tester Lugi einen zweiten Becher dieser Brühe trinken konnte, bleibt mir bis heute schleierhaft.

Dennoch bleibts bei einer guten Wertung von immerhin 5 von 6 Punkten!

 

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Wiener Schnitzel im Tramway

22. Juli 2009 um 13:30 von Pele in der Kategorie Kulinarium

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heute

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Tramway, Breitenrain

1x Wiener Schnitzel + 3 Bier

34.-

Für einmal berichte ich nicht aus dem Stadion selber, sondern aus einer währschaften Quartierbeiz. Ob vor oder nach dem Match im Wankdorf – ein Besuch im Tramway müsste eigentlich Pflicht sein. Vor dem Spiel gibt’s zum Beispiel ein grosses Bier und ein Cheeseburger-Menu für unter 20.- (Mit Cheesburger ist ein Mordsviech von einem Burger gemeint, inkl Salat und Pommes Frites – kein „zwei Bissen – nichts gemerkt“ McD-Teil).

Nach dem 1:1 gegen St. Gallen gings zum ersten Mal nach dem Spiel ins Tramway. Wir waren eine Gruppe von sechs Nasen und fanden nur mit Mühe einen Platz – Der Schuppen war rappelvoll. Interessanterweise arbeitete nur die Chefin selber im Service, was die Bestellungen und die „Lieferung“ erheblich verzögerte. Trotzdem hatte sie den Laden jederzeit im Griff, blieb auch im grössten Stress höflich und zuvorkommend. Nach dem ersten Bier gings an die Bestellung. Die erfahrenen Tramway-Besucher gaben ihre Tipps alsdann an die Rookies ab: „Entweder das Wiener Schnitzel oder das Cordon-Bleu!“. Ich entschied mich für das Wiener Schnitzel mit Pommes Frites.

Gleich vorweg: Wir warteten sehr sehr lange auf unser Essen, was aber aufgrund der personellen Situation absehbar war. Mit unserem neuen Freund aus Deutschland (Thomas aus Bremen, NZL-Studienkumpel von Biber) gabs aber genug zu diskutieren, dazu noch einige Rauchpausen, besoffene Ir(r)en und gefühlte 300 Sprüche unter der Gürtellinie liessen die Zeit aber recht schnell vergehen.

Dann wurde serviert! (Ich esse viel und gerne, ist auch nicht zu übersehen – aaaber die Grösse der Portionen liess sogar meinen Adrenalinspiegel ansteigen). Ein Schnitzel wie ein Elefantenohr, hauchdünnes, paniertes Kalbfleisch und eine angenehme Portion Pommes liessen das Herz des Kulinarium-Schreibers höher schlagen. Vom ersten bis zum letzten Bissen lecker – für dieses Schitzel würde manch einer über glühende Kohle laufen. Aber als ich dachte, es ginge nicht mehr grösser/besser, entdeckte ich auf Bibers Teller das Cordon-Bleu. Im Prinzip gleich gross wie mein Schnitzel (!!) aber noch reichlich gefüllt mit Käse und Schinken, so dass man eigentlich schon beim hinschauen satt war. Dementsprechend lange hatten die Cordon-Bleu-Jungs auch, bis sie ihre Portion aufgegessen hatten.

Ein weiteres Bier um den Magen zu beruhigen, 1-2 Zigaretten um die Verdauung anzuregen und bereits schweiften bei einigen die Gedanken in Richtung Sonntag-Morgen und dem Besuch auf dem Häuschen – welch erlösend-herrliche Vorstellung.

Nun aber zur Beurteilung:

Wenn man von der Wartezeit absieht, bleibt eigentlich ein perfekter Abend übrig. Gutes Bier, leckeres Essen in überdimensionierten Portionen und das ganze noch extrem Preiswert – das Tramway ist ein Tipp für jedermann! Wir sehen uns garantiert wieder!

Deshalb wird *trommelwirbel* zum ersten Mal die Maximalwertung von 6/6-Pelepunkten vergeben. Herzliche Gratulation!

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Bratwurst in Portalban

25. Juni 2009 um 12:31 von Pele in der Kategorie Kulinarium

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im „kulinarium“ werden sie über die verpflegung in schweizer fussballstadien aufgeklärt. hier erfahren sie, was genau die wurst in zürich vom schüblig in aarau unterscheidet, was an welchem ausswärtsspiel kulinarisch dazugehört und wie das preis/leistungsverhältnis aussieht. das die YB-Wurscht selbstverständlich der gradmesser ist, bedarf keine weiteren erklärungen.

Heute:

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Bratwurst in Portalban

5.-

Angenehmes Wetter, etwas Wind und ein Fussballspiel: Wie ich doch die Vorbereitungszeit liebe! YB spielt nach Feierabend auf Dorfplätzen, man kann 50cm nah am Spielfeld stehen und für einmal den recht amüsanten Spielerdialogen lauschen (herrlich: Degen/Bastians. Lustig: Yapi auf Deutsch. Übrigens: Yapi spricht besser Deutsch als Gomoli Französisch, aber das ist eine andere Geschichte…).

Ein weiterer Vorteil von Vorbereitungsspielen: Stadionessen wie es sich gehört!

Eine Bratwurst mit Senf und einem frischen, grossen Bitz Brot (ja, liebe Bell-Tubeli: das gibt es!) für einen Schnägg (ja, liebe Bell-Tubeli: das gibt es!).

Leider geht es im freiburgischen etwas länger bis man die Infrastruktur erstellt hat – deshalb können Gomoli und ich unsere Wurst erst in der Pause geniessen. Vor dem Spiel gab es eigentlich nichts, ausser einem alten, knorrigen Wirtepäärchen (Er: 95, fast taub. Sie: keinen Tag älter als 70, dafür mit dem klassischen Alice-Kuhn-Gesichtsausdruck).

Item, zurück zur Wurst:

Nahezu perfekt gebraten, nicht zu fest, aber auch nicht mehr roh – genau so wie ich mir eine Matchwurst vorstelle. Vom Geschmack her recht würzig, eine gute Bratwurst halt.

Dazu ein 200gramm Senfklecks aufs Kartontellerchen und besagtes Stück Brot.

(Gomoli muss übrigens St. Galler Wurzeln haben – er bestellte die Wurst OHNE Senf… also eigentlich sagte er ja etwas wie „La soosiss gärn ohni das da“ – henu, hat ömel funktioniert!).

Item, zurück zur Wurst:

Alles in allem eine gute Zwischenverpflegung, das Preis/Leistungsverhältnis stimmt in den Super League Stadien selten so gut!

Dazu noch das gemütliche Ambiente, ein bedeutungsloses aber unterhaltsames Spiel – ergibt alles in allem die stattliche Bewertung von 4,5 Pele-Punkten!

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PS: Der „nicht-welsche-exil-st.galler“ holte übrigens noch eine zweite Wurst, ich versuchte mich noch an einem Schinkensandwich (auch 5.-). War lecker!