Internes Duell: Ojala vs. Nef

26. Oktober 2012 um 12:42 von Jänu in der Kategorie Internes Duell

Das zweite Duell der Innenverteidiger. Ich danke Marco fürs Mithelfen!

Raul Bobadilla war gestern unbestritten der Mann des Spiels. Nichtsdestotrotz richteten wir unseren Fokus wieder auf die Innenverteidiger die das zweite Interne Duell austrugen. Das Duo war nicht mehr dasselbe wie ihn Zürich. Dies war zu erwarten, da Ojala wieder fit ist. So musste Veskovac seinen Platz räumen. Kann Nef auch das zweite Interne Duell für sich entscheiden?

 Alain Nef
Leistung in Zahlen:

Tore: 0
Assists: 0
Pässe angekommen: 22
Fehlpässe: 6
Gewonnene Zweikämpfe: 9
Verlorene Zweikämpfe: 5
Fouls: 1
Gelb: 0
Rot: 0

Betrachtet man die reinen Zahlen, war Nef weniger aktiv als im Spiel gegen GC. Allerdings ist das ein gutes Zeichen, denn YB war in der zweiten Halbzeit so überlegen, dass Udine selten in die Nähe des Innenverteidigers kam. So kam es, dass Nef sogar offensive Akzente setzen konnte. Als ausnahmsweise ein YB-Corner nicht im Nirgendwo verschwand, schraubte sich Nef in die Höhe und setzte den Kopfball nur knapp neben das Tor. Auch die defensiven Aufgaben, erledigte er trotz einigen verlorenen Zweikämpfen gut. Seine Grätschen sind schlicht die besten in der Schweiz. Schwierig zu beurteilen, ist seine Rolle beim Gegentor. Er befand sich zwar beim Klüngel, das den Udine-Corner fatalerweise weiterleitete, ein konkretes Fehlverhalten ist aber schwierig auszumachen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nef ein gutes Spiel abgeliefert hat und die Defensive viel stabiler war als noch in Zürich. Note 5.

Juhani Ojala
Leistung in Zahlen:

Tore: 0
Assists: 0
Pässe angekommen: 18
Fehlpässe: 9
Zweikämpfe gewonnen: 9
Zweikämpfe verloren: 5
Fouls: 4
Gelb: 0
Rot: 0

Ojala hat seine Grippe auskuriert. Er stand wieder in der Stammelf, wie gewohnt neben Alain Nef. Der Finne hatte allerdings Mühe ins Spiel zu finden. Die ersten Zweikämpfe waren nicht von grossem Erfolg geprägt und auch die Pässe wollten noch nicht immer den richtigen Adressaten finden. Trotzdem machte die Defensive von Anfang an einen viel stabileren Eindruck als gegen den GCZ. Entscheidend dafür waren nicht nur die Verteidiger, sondern vor allem das zentrale Mittelfeld und besonders Elsad Zverotic. In der zweiten Halbzeit bekam es Ojala mit dem hochgelobten Di Natale zu tun. Und was der Finne nun zeigte war sehr gut. Obwohl er nicht sehr viel gefordert wurde in der zweiten Halbzeit, war er stets an Ort und Stelle wenn es ihn brauchte und meldete Di Natale ab. Beim Gegentreffer trifft Ojala allerdings eine Mitschuld. Er verlor das Kopfballduell, so dass der Ball verlängert werden konnte. Alles in Allem war das eine gute Leistung des Finnen, schade war da die Mitschuld am Gegentreffer und im nächsten Spiel wünsche ich mir, dass auch mal ein langer Ball ankommt. Note 5.

Obwohl beide Innenverteidiger die Note 5 erhalten, konnte Nef das Duell wieder knapp für sich entscheiden (gibt halt keine Zehntels Noten). Nef fightete wie man das von ihm erwarten darf. Ojala, der zwar Di Natale abgemeldet hat, muss eine Mitschuld am Gegentreffer angerechnet werden. Diese Aktion war dann auch für den Ausgang unseres Duells entscheidend. Beide müssen sich aber ankreiden lassen, dass ihre langen Bälle selten einen Abnehmer finden. Im Spielaufbau können sich also beiden noch steigern.
Allgemein muss gesagt werden, dass das Duo Nef/Ojala mehr Stabilität in die Mannschaft bringt, als dies mit Veskovac/Nef der Fall ist. Wie schon erwähnt hatte das Mittelfeld auch seinen Einfluss, trotzdem wirkten sich schon nur die Ausstrahlung und das souveräne Auftreten der Beiden auf die Sicherheit des Berner Spiels aus. Ojala und Nef hatten heute sicher keine Aussenverteidiger in Bestform neben sich, trotzdem dirigierten sie die Defensive gut und man merkte, dass sich die Beiden sehr gut verstehen auf dem Platz. Die Innenverteidigung zeigte heute eine sehr gute Vorstellung, hoffentlich kann man am Sonntag daran anknüpfen.

Veskovac vs. Nef

22. Oktober 2012 um 14:58 von Jänu in der Kategorie Internes Duell

In unserer neuen Rubrik „Interens Duell“ werden wir der Reihe nach zwei Spieler auf der gleichen Position vergleichen. Den Anfang machen die Innenverteidiger, die wir in den nächsten Spielen genauer unter die Lupe nehmen werden. Alleine auf beide Spieler zu schauen und die Statistik zu machen, wäre dann doch zu viel gewesen, ich wollte ja auch noch was vom restlichen Spiel sehen und nicht nur stricheln. Deshalb habe ich den Joker Marco gezogen. Tausend Dank für deine Mithilfe! Bitte verzeiht uns auch, wenn wir mal ein Strichli vergessen haben. Schlussendlich sind wir Fans, fiebern mit und so kann es gut passieren, dass im Eifer des Gefechts oder wenn die Emotionen hochgehen, mal was übersehen wird.

Wir rechneten damit, den Finnen Ojala und den Zürcher Nef miteinander zu vergleichen. Da aber Ojala grippegeschwächt war, rückte Veskovac neben Nef in die Innenverteidigung. Die beiden kennen sich gut, haben schon oft nebeneinander gespielt. Doch wie sehen die nackten Zahlen aus? Wer war besser?

Alain Nef:
Leistung in Zahlen:

Tore: 0
Assists: 0
Pässe angekommen: 51
Fehlpässe: 5
Gewonnene Zweikämpfe: 9
Verlorene Zweikämpfe: 6
Fouls: 1

Er rackert, er grätscht, er kämpft und er scheut keinen Zweikampf. Das ist Alain Nef, der YB-Feldspieler mit den meisten Einsätzen in dieser Saison. Die erwähnten Merkmale von Nef sind nicht nur subjektive Beobachtungen, sondern werden auch durch die Statistik (siehe unten) gestützt. Dann gibt es aber leider auch noch den Nef, der von keiner Statistik erfasst wird. Spielt der Gegner schnell, läuft das Spiel rasch einmal am fischenden Urzürcher vorbei. Wenn Nef, wie gegen GC, schwindlig gespielt wird, gibt es logischerweise keine Fehlpässe oder verlorene Zweikämpfe zu vermerken. In solchen Phasen ist der 30-Jährige kein Teilnehmer am laufenden Spiel. Nef ist zwar einer der konstantesten YB-Verteidiger und kann der Defensive Stabilität verleihen, doch er ist definitiv kein Abwehrchef. Leider ist diese Position bei YB seit dem 12. September 2010 nicht mehr besetzt. Damals erlitt Emiliano Dudar seinen folgenschweren Unfall.

Dusan Veskovac
Leistung in Zahlen:

Tore: 0
Assists: 0
Pässe angekommen: 42
Fehlpässe: 7
Gewonnene Zweikämpfe: 13
Verlorene Zweikämpfe: 2
Fouls: 1

Veskovac blickt auf keinen einfachen Saisonstart zurück. Unter Rueda war er meist nur noch dritte Wahl und agierte in letzter Zeit auch mal als Notnagel im defensiven Mittelfeld. Heute durfte er wieder von Beginn an auf seiner bevorzugten Position in der IV ran. Die Statistik sieht auf den ersten Blick nicht mal schlecht aus. Allerdings muss diese auch stark relativiert werden. Pässe die ankamen, waren meist kurze Pässe, die sehr einfach zu spielen waren. Wollte Veskovac mal einen Angriff auslösen oder einen etwas längeren Ball spielen, fand das Spielgerät zu selten den richtigen Adressaten. Bei den Zweikämpfen das gleiche Bild. Die Zahl sieht auf den ersten Blick gut aus, allerdings muss Dusan viel mehr in die Zweikämpfe gehen und diese auch vehement annehmen, nicht wie beim 2:0. Zudem führte sein einziges Foulspiel zum Freistoss, den Hajrovic zum 1:0 verwandelte. Was mir ausserdem auffiel war, dass in der ersten Halbzeit einige Male die Abstimmung und Zuteilung mit Mändu nicht ganz stimmte, dies sei aber nur am Rande erwähnt.

Wertung:

Das erste Interne Duell gewinnt Nef ganz knapp. Beide waren in der 1. Halbzeit komplett vom Tempo der Zürcher überfordert. Die Zahlen, die auf den ersten Blick nicht mal schlecht aussehen, müssen stark relativiert werden. Beim 1:0 und beim 2:0 ist Veskovac jeweils mitschuldig, dies war schlussendlich ausschlaggebend für Nefs Sieg. Allerdings war er nicht besser, sondern minim weniger schlecht.

YB fehlt ein Abwehrchef. Einer der seine Mannen lenkt, dirigiert, anschreit, lobt und führt. Weder Nef noch Veskovac können diesen Posten einnehmen. Letzterer wird sehr wahrscheinlich seinen Platz wieder Ojala abgeben müssen, wenn dieser wieder fit ist.