Inkonsequent und heuchlerisch

4. Juni 2013 um 13:30 von Pele in der Kategorie Getackelt, Redaktionelles, YB

„Jetzt spricht Fortes Mamma!“ titelt die Zeitung mit den fünf Buchstaben heute.
Drei Tage sind nun seit der Verpflichtung Uli Fortes verstrichen und noch immer rauscht es gehörig im Blätterwalde.
Aber warum eigentlich?

OK, der Wechsel zu YB kommt für alle überraschend. Schliesslich hat Forte eine sehr starke Saison mit dem Fast-Absteiger GC hinter sich, gewann den Cup und spielte – zumindest theoretisch – bis zur letzten Runde um den Titel mit.
YB hingegen hat die schwächste Saison seit gefühlten 20 Jahren hinter sich und spielt zum ersten Mal seit langem nicht europäisch.
Ein klarer Fall für den geneigten Beobachter: So ein Wechsel macht keinen Sinn.
Macht er doch, schliesslich hat Uli Forte seine Gründe (ob für andere nachvollziehbar oder nicht) klar dargelegt und sich, deutlicher als kaum ein Trainer je zuvor, erklärt.
Auf diese Gründe und die Verpflichtung will ich gar nicht gross eingehen. Ich freue mich auf den neuen Coach und traue ihm Einiges zu. Da aber noch diverse Zu- und vor allem Abgänge zu erwarten sind, wehre ich mich gegen verfrühte Euphorie.

Was mir sauer aufstösst, ist aber die Berichterstattung zu diesem Wechsel.
Klar: Eine grosse Sportredaktion des Landes dürfte am Samstag Vormittag ziemlich leer geschluckt haben. Schliesslich hat man auf der Titelseite bereits Ciri Sforza zum Trainer ernannt, der es aber bekanntlich nicht wurde. Das darf einem auch mal im Stolz kränken und scheint auch dazu zu berechtigen, diesem Thema in der Sonntagsausgabe ganze 6 (in Worten: sechs!) Seiten zu widmen.
Mitunter durfte sich „GC-Edel-Fan“ (bitte auf der Zunge zergehen lassen) Roman Kilchsberger äussern und sowohl Forte als auch Uns-Fredy als Heuchler und Lügner bezeichnen. Einfach so.

Was soll dieses empfindliche Gedöns?
Jahr ein, Jahr aus wechseln Spieler den Verein nach Lust und Laune. Ob in eine internationale Liga, innerhalb der Liga, innerhalb des Kantons oder gar innerhalb der Stadt. Zum Teil wechseln sie nach 1-2 Jahren, manchmal auch schon nach kürzerer Zeit (Freundliche Grüsse an Kader Mangane). Dies geschieht teils aus perspektivischen oder monetären Gründen, wobei meist vor allem Letzteres ausschlaggebend sein dürfte. Spieler haben aber im Normalfall auch „nur“ 15-20 Jahre Zeit, um genug Geld zu verdienen damit sie anschliessend ausgesorgt haben. Die wenigsten werden nämlich im Anschluss an ihre Spielerkarriere Trainer, Scout, oder ähnliches und nicht alle haben eine Ausbildung abgeschlossen, die ihnen gleich nach der Laufbahn ein geregeltes Einkommen sichert. Der Begriff Vereinstreue ist heute lange nicht mehr so verbreitet wie vor 20 Jahren und Spieler verdienen zum Teil astronomische Summen, die man vor einem normalen Büetzer eigentlich kaum mehr rechtfertigen kann.

Die Gesellschaft, einschliesslich Fans und Medien, hat diese Zustände schon länger akzeptiert und man äussert sich nur noch in Extremfällen kritisch.
Fussballtrainer aber, scheinen weiterhin eine besondere Spezies zu sein.
In dieser Saison gab es schon nur in der höchsten Spielklasse 14 (!) Trainerwechsel. Im Zweifelsfalle ist der Trainer immer das schwächste Glied, da man bei ausbleibenden Erfolgen selten das halbe Team auswechseln kann.
Daher trägt der Übungsleiter die grösste Verantwortung und ist dem minimalen Abstand zwischen Held und Depp gnadenlos ausgeliefert. Im Gegensatz zur Privatwirtschaft wird der leitende Angestellte im Fussball nicht einmal am besten bezahlt. Nicht selten haben Spieler höhere Saläre als die Trainer, können sich aber bei schlechten Leistungen im Kollektiv verstecken und müssen nach drei Niederlagen am Stück nicht gleich um ihren Job bangen.

Daher ist es meiner Meinung nach absolut korrekt, dass sich auch Fussballtrainer absichern. Zum Beispiel eben mit Ausstiegsklauseln, die Ihnen den Ausstieg bei interessanten Angeboten ermöglichen -> analog vieler Spielerverträge.

Diese Mechanismen im Trainergeschäft sollten von Fans und vor allem von meinungsbildenden Medien genau so akzeptiert werden wie diejenigen auf dem Spielermarkt. Alles andere ist pure Heuchelei und absolut inkonsequent.

Kleines Beispiel?
Frank Feltscher hat in jedem Cupspiel für GC getroffen und somit einen gewichtigen Anteil am Titelgewinn der Heugümper aufzuweisen. Wäre am Samstag sein Transfer zu YB vermeldet worden, mehr als 6 Zeilen wäre diese Meldung keiner Zeitung wert gewesen. Und weder „GC-Edel-Fan“ Kilchsberger noch Mamma Feltscher wären dazu befragt worden.

Pele, das Orakel

20. Dezember 2011 um 12:08 von Biber in der Kategorie Getackelt

Was war das für eine Hinrunde! Man ist sich in der Super League vieles gewohnt, aber ein solches Mass an Turbulenzen hat es wohl seit den glorreichen Zeiten von Kubilay Türkilmaz nicht mehr gegeben.

Wir gehen aber noch einen Schritt weiter und wagen bereits heute die Prognose auf das Ende der Saison. Lesen Sie, wer im Mai wo steht und warum:

 1. Zuerst wäre da der FC Basel. Obwohl die Bebbi wiederum nicht durch Spielkultur zu glänzen wussten, konnten sie sich auf Ihr Sturmduo Streller/Frei verlassen, die so ziemlich jedes knappe Spiel zu entscheiden wussten. Da spielte es auch keine Rolle, dass Wunderzwerg Shaqiri den Verein bereits in der Winterpause Richtung München verliess und der junge Xhaka im März seinen Wechsel zu Hamburg im kommenden Sommer bekannt gab. Dennoch werden die Basler mit Ihrer Saison nicht ganz zufrieden sein: Die Cupfinal-Niederlage im Wankdorf gegen den FC St. Gallen sowie die verweigerte Teilnahme an den Champions League Spielen gegen Bayern München wiegen schwer, und abgesehen von den noch ausstehenden finanziellen Entschädigungen aus Sitten und Muri wird hier auch kein weiteres Trostpflaster vergeben werden.

2. In Bern stand der Frühling ganz im Zeichen der Wiedergutmachung. Die Young Boys standen nach der enttäuschenden Hinrunde schwer in der Schuld und konnten zumindest teilweise die Gunst der Fans zurückgewinnen. Die positive Tendenz (in spielerischer Hinsicht) konnte konserviert werden und Dank des neuen Angreifers (N’Djeng von Esperance Tunis) wurden auch wieder Tore erzielt. Zwar schmerzte der Abgang Mayukas im Februar noch ein wenig, da aber neben N’Djeng sogar Nassim Ben Khalifa aufzublühen vermochte, steigerten sich die Gelb-Schwarzen deutlich. Zuhause wurde kein einziges Spiel verloren und auswärts sammelte man auch etliche Punkte, so dass man den FC Luzern in den letzten 4 Runden noch auf Rang 3 verdrängen konnte. Die Transferbombe platzte dann nach dem letzten Saisonspiel: Stolz verkündete Ilja Kaenzig den Zuzug von Mladen Petric auf die neue Saison hin. Hätte Benno O. in der anschliessenden Pressekonferenz nicht etwas von der vierten Phase schwadroniert – es wäre ein versöhnlicher Saisonschluss geworden.

3. Unter Murat Yakin erreichte der FC Luzern den beachtlichen 3. Rang. Den Abgang von Hakan Yakin versuchte man mit einer überraschenden Personalie zu ersetzen: Unter der Voraussetzung, nur am Sonntag eingesetzt zu werden, verpflichtete Walter Stierli Johann Vonlanthen! Dieser schlug auch gleich ein, erzielte in den ersten 3 Spielen stattliche 6 Tore. Stierli sprach bereits von einem Angriff auf die Tabellenspitze und die Fans der Leuchtenstädter wollten bereits wieder den „Bleck zom Tetel“ richten. Doch erstens kam es anders, und zweitens als man dachte: Der überraschende Tod von Uriella machte dem FCL nämlich einen dicken Strich durch die Rechnung. JvL zögerte keinen Moment, als ihn Icordo eines Morgens anrief und kündigte darauf hin umgehend bei Stierli sein Arbeitspapier. Seit dem 4. März amtet Vonlanthen nun bereits als Sprachrohr Gottes und leitet als solches die Geschicke von Fiat Lux.

4. Trotz turbulenter Rückrunde, konnte sich der FCZ noch auf Rang 4 vorkämpfen. Urs Fischer blieb fest im Sattel, auch als Fredy Bickel neuer Sportchef bei Hertha Berlin wurde und damit nicht mehr auf die kurzfristigen Abgänge von Leoni und auch Guatelli reagieren konnte. Zwar wurde der Zuzug von Davide Da Costa auf die neue Saison vermeldet, im Tor stand vorerst aber Ancillo Canepa welcher das Durcheinander clever nutzte und sich in der Winterpause eine Spielberechtigung verschaffte. Nach 3 Spielen wurde Canepa aber gesperrt: Er widersetzte sich dem generellen Rauch- und Pyroverbot im Letzigrund und wurde für den Rest der Saison gesperrt, nachdem er sich mehrmals weigerte, seine Pfeife vor dem Betreten des Spielfeldes auszuklopfen.

5. Nein, die versprochenen Aufstiegs-Autos haben die Grenats noch immer nicht erhalten. Ebenfalls warten die meisten Spieler auch im Juni noch auf Ihre April-Löhne. Aufgrund der Tatsache, dass beim Verband aber niemand mehr übrig war, der sich um die Situation bei Servette hätte kümmern können, durften die Genfer die Saison unbeschadet beenden und erreichten den starken fünften Rang. Für die kommende Saison hat Herr Pishyar die Qualifikation für die Champions League als Ziel herausposaunt – allerdings wird bezweifelt, ob die Grenats überhaupt noch in die neue Saison starten werden. Schliesslich hat der Schweizer Fussballverband reagiert und 20 neue Anwälte engagiert, um künftig schneller und gnadenloser durchgreifen zu können.

6. Nachdem Christian Schneuwly bereits im Januar zurück nach Bern beordert wurde, musste sich der FC Thun für die kommenden Aufgaben rüsten: Mit Mario Raimondi und Marco Schneuwly wechselten gleich zwei ausgemusterte YBler in DIE ARENA. Beide konnten sich auf Anhieb durchsetzen und waren wichtige Bestandteile des Projektes „Klassenerhalt“. Da sich dieses Ziel aufgrund juristischer Querelen in anderen Klubs bald einmal erledigt hatte, ging es in Thun nur noch um die goldene Ananas. Immerhin: die Ticketpreise wurden mittlerweile nach unten angepasst und Bernard Challandes leitet nun im Rahmen einer Resozialiserungsmassnahme nebenbei noch Entspannungskurse für aufbrausende Sportler.

7. Ciriaco Sforza schwärmte wie üblich von seiner tollen jungen GC-Truppe, die toll gekämpft hat, sich toll entwickelte und dank der tollen Verkäufe der tollen Spieler Zuber, Toko, Abrashi und Mustafi eine tolle Summe abstottern konnte. Weniger toll sind die Aussichten für die kommende Saison: Nach einem weniger tollen Saisonstart wird die weniger tolle Situation beklagt, seine tollen Spieler immer abgeben zu müssen. So könne keine tolle Konstanz gewährleistet werden, weswegen der tolle Ciriaco wohl zu einem tollen Deutschen Klub wechseln wird.

8. Auch nach der Entlassung von Martin Rueda, konnte sich Lausanne nicht an das Tempo in der Super League gewöhnen. Mit ganzen drei gewonnen Spielen in der Rückrunde war der sportliche Klassenerhalt utopisch – doch dank bereits erwähnten Querelen dürfen die Waadtländer auch in der kommenden Spielzeit Punkte liefern. Es sei denn, dem neuen Trainer gelingt der Umbruch im Sommer – dann wäre Turnaround möglich. Und gerade dafür ist Andy Egli ja eigentlich der richtige Mann.

9. Das Schlusslicht bildet – nicht ganz überraschend – Xamax Neuchâtel. Nach dem knapp verhinderten Konkurs war die neue Führung in Neuenburg erstmal damit beschäftigt, pünktlich auf das erste Rückrundenspiel ein 18-Mann-Kader zu stellen, da nicht weniger als 14 Spieler den Verein im Winter verliessen/verlassen musste. Mit den damit verbundenen Erlösen und diversen Zuwendungen aus der ganzen Schweiz, konnte der Spielbetrieb immerhin aufrecht erhalten werden. Die 50 abgezogenen Punkte waren aber eine zu grosse Hypothek – und so startet Xamax nächste Saison in der Challenge League. Immerhin.

(-) Das die Super League zum Ende der Saison 2011/12 nur noch 9 Teams aufweist, liegt natürlich am FC Sion. Dank Christian Constatin war der SFV bis und mit März aus dem Spielbetrieb der UEFA und FIFA ausgeschlossen. Weder Champions League noch Nationalmannschaftsspiele fanden statt – und es wurde April bis der SFV die Notbremse zog und den FC Sion aus dem Verband ausschloss. Sämtliche Spiele mit Sion-Beteiligung mussten zu Null gewertet werden, etliche Proteste seitens der Walliser wurden abgewiesen. „Null-Toleranz“ nannten die Verbandsspitze Ihren Plan und zogen diesen auch konsequent durch. Christian Constatin wurde seit Anfang Juni nicht mehr gesehen. Gerüchtehalber konnte man vernehmen, dass er zusammen mit Fredy Chassot und den verbleibenden 4 Spielern versucht, den FC Sion beim Französischen Fussballverband anzumelden.

Frauenfussball

12. Juli 2011 um 10:46 von Biber in der Kategorie Getackelt

— Geschrieben von Lugi — 

Ja, auch Frauen über die schönste Sportart der Welt aus. Insbesondere wir wissen dies ganz genau, weil es wohl die einzige Chance ist, je einmal einen Titel des BSC YB zu beklatschen. In den letzten Jahren wurden die aktiven Spielerinnen sowie die Zeitungsartikel in der Schweiz immer häufiger und in unserem nördlichen Nachbarland nach zwei Weltmeistertiteln eine regelrechte Euphorie ausgelöst. Eine boomende Sportart also und Grund genug, diese anlässlich der laufenden Weltmeisterschaft genauer unter die Lupe zu nehmen.

 Eigentlich wollte ich mit dem Bericht bis nach dem Finale warten und an dieser Stelle würde nun mein ausführliches und wohlgesinntes Fazit mit fachlich hochstehenden Analysen stehen, wenn ich es denn trotz mehreren Versuchen je einmal länger als 10 Minuten vor dem Fernseher ausgehalten hätte und mir das ganze Theater nicht verleidet wäre. Es deutet auf einen riesen Hype und verdient Beachtung, wenn eine Mannschaft einer vermeintlichen Randsportart in der Lage ist grosse Stadien zu füllen und Millionen vor den TV zu locken, und das obschon gerade Sommer und Grillwetter ist. Vielleicht liegt es an den wenigen und nur bedingt attraktiven Alternativen (Tour de France, Schwingfeste, Schlag den Raab …), ganz sicher aber nicht an den gezeigten Leistungen. Tempo und Genauigkeit im Spiel fehlen gänzlich und eine gesunde Härte vermissen wir ebenfalls. Die Torhüterinnen sind nicht annähernd genügend und es stellt sich die Frage, ob bei den Frauen, wie wir es von Brasilien kennen, jeweils ganz einfach die schlechtesten Feldspielerinnen ins Tor gestellt werden. Mit ein bisschen gutem Willen kann immerhin attestiert werden, dass einzelne Teams doch deutlich über dem Niveau der anderen liegen und schon mal einen schönen Spielzug zustande bringen. Andererseits ist wohl auch gerade die fehlende Breite das Problem (was ist Äquatorial-Guinea und wollen wir das wirklich sehen?).

Nun, die Deutschen sind ausgeschieden, das Interesse wird in kürzester Zeit erlahmen und die Sportart wieder in der Versenkung verschwinden, und das ist gut so. Wird das Niveau eines durchschnittlichen Grümpelturniers nicht überschritten, kann von Medien, Sponsoren und fussballbegeisterten Sportfans auch nicht eine höhere Aufmerksamkeit als für einen Dorfverein verlangt werden.

FC Thun ändert Namen

21. Februar 2011 um 09:56 von Biber in der Kategorie Getackelt

Am Rande des Spiels gegen den BSC YB informierten die Verantwortlichen des FC Thun darüber, dass das Lachenstadion – trotz relativ kurzer Restnutzungsdauer – noch einmal unbenennt werden soll und zwar in „Traugott-Wahlen Gedenkarena“. Dazu der Stadionverantwortliche:

„Wir waren es leid, dass sich die ganze Fussballschweiz immer wieder über unseren Platz lustig gemacht hat. Nun wollen wir mit dem neuen Namen an einen verdienten Mann erinnern, der einst dafür gesorgt hat, dass alle Fussballplätze der Schweiz ähnlich ausgesehen haben wie die Traugott-Wahlen Gedenkarena heute. Dabei ist es gar nicht einfach, Landwirtschaft und Fussball unter einen Hut zu bringen. Unser Platzwart ist im Dauereinsatz.“

Auch in der Pause im Spiel gegen die Young Boys hatten der Thuner Platzwart und seine Helfer alle Hände voll zu tun, wie unser Bild zeigt.

Sensationelles Angebot! Nur für echte FCL-Fans!

11. Februar 2011 um 08:47 von Biber in der Kategorie Getackelt

Das Management der neuen Swissporarena geht neue Wege. An einer Saisonkarte Interessierte haben nun die einmalige Gelegenheit, bereits im Voraus ihren Platz zu sichern. Wie das geht? Ganz einfach. Für die läppische Summe von 300 Franken kriegt man nicht nur den Wunschplatz (sofern keiner eher war), nein, eine persönliche Optionsurkunde, den Newsletter, Rabatt für das Eröffnungsspektakel, äh, -event, sowie weitere verführerische Goodies. Dass der Betrag von 300 Franken bei der Einlösung der Saisonkarte offenbar nicht angerechnet werden kann und somit verfällt, fällt bei diesen überzeugenden Vorteilen kaum ins Gewicht. Speziell empfohlen ist das Verschenken einer solchen Option an das Göttikind, den Sohn oder Bekannte. Ein Geschenk, dass eigentlich nichts beinhaltet ausser quasi die Verpflichtung, später eine Karte zu kaufen, denn löst das Balg die Option nicht ein, wird die Investition noch absurder, als sie ohnehin schon ist. Egal. Greifen sie zu! Der Countdown läuft!

Wahrlich, wir in Bern wurden in Sachen Stadioneröffnung nicht gerade verwöhnt. Aber immerhin gab es für Vorauszahler der Saisonkarte einen Rabatt und keinen (horrenden) Aufpreis.

Sehr geehrter Herr Nause

9. Februar 2011 um 13:18 von Biber in der Kategorie Getackelt

Wir haben heute in der Berner Zeitung lesen können, dass am nächsten Sonntag im Rahmen des Fussballspiels der Berner Young Boys gegen den FC Zürich zum ersten Mal die Absperrgitter zum Einsatz kommen sollen. Sie haben in diesem Zusammenhang auch von einem „Raubtierkäfig“ gesprochen, in den die zürcher Fans gesteckt werden sollen. Wir bezweifeln den Erfolg dieser Massnahme und erlauben uns einige Fragen:

 Zuerst einmal würde uns doch sehr interessieren, ob der offenbar von Ihnen verwendete Begriff des Raubtierkäfigs Ihrem Verständnis von Fussballfans entspricht? Handelt es sich dabei um wilde Bestien, die man am besten in Käfigen sperrt? Oder sind Fussballfans eher Zirkustiere, die, abgeschirmt durch massives Eisen, aus etwas näherer Distanz quasi als Attraktion beobachtet werden können? Zum Raubtier im Käfig gehört übrigens unseres Wissens auch immer ein Dompteur. Sehen Sie sich in dieser Rolle? Oder haben wir Sie etwa ganz falsch verstanden?

 Weiter fragen wir uns, wie Sie das den Zutritt kontrollieren wollen. Müssen zürcher Fans, die in den Auswärtssektor wollen, zwingend den „Käfig“ durchlaufen? Oder müssen sie sogar auf dem Extrazug sein? Was machen Sie mit zürcher Fans, die ganz normal mit Regelzügen und Bernmobil anreisen werden? Übrigens: Ein Teil der zürcher Südkurve, das wissen wir aus entsprechenden frei zugänglichen Internetforen, wird mit ganz normalen Regelzügen anreisen. Vermutlich über den Hauptbahnhof, wo auch die meistens YB Fans eintreffen werden. Wir schlagen vor, am besten die ganze Innenstadt in einen Raubtierkäfig zu verwandeln. Um einen Zirkus scheint es sich zumindest heute schon zu handeln.

 Mit freundlichen Grüssen

 Gaeubschwarz.be

P.S. Wir sind ein YB-Fanblog (www.gaeubschwarz.be). Wenn Sie uns auf dieses Mail antworten, so werden wir Ihre Antwort
veröffentlichen. Und keine Angst, nicht alle Raubtiere beissen.

Gaeubschwarz.be klärt auf

8. Februar 2011 um 15:38 von Biber in der Kategorie Getackelt

Die Meldung liess aufhorchen: Ein Tunesier nutzte den leeren FCZ Car (wer geht schon mit dem Car nach Tunesien? Aber das ist eine andere Geschichte), um als blinder Passagier von Tunis in die Schweiz zu gelangen (schau mal hier). Nun rätselt die ganze Schweiz über den mysteriösen Mann, der sich offenbar im Radkasten des besagten Automobils versteckte und beinahe unbemerkt geblieben wäre. Was waren seine Beweggründe? Weshalb in die Schweiz? Die KAP Zürich bittet in dieser reichlich mysteriösen Angelegenheit um Mithilfe der Bevölkerung:

Die erste Befragung ergab, dass der Mann bereits vorher einmal längere Zeit in der Schweiz wohnte und arbeitete. Auf die Frage weshalb er die Schweiz verlassen habe erklärte der offenbar geistig verwirrte Mann etwas von einem Autounfall, einem Minarett und einem reichen Scheich aus Saudi Arabien. Unklar ist, was der Mann nach seiner Rückkehr in der Schweiz wollte. Unbestätigten Angaben zufolge wollte er via Schweiz spätestens im Sommer 2014 nach Brasilien gelangen, was immer auch das bedeutet.

Die KAPO Zürich publizierte ein Bild des Mannes und hofft auf sachdienliche Hinweise zur Identität des Mannes:

Was I. Kaenzig alles falsch macht oder eine kleine Arbeitshilfe

17. Januar 2011 um 09:15 von Biber in der Kategorie Getackelt

Von unserem Sonderkorrespondenten Wahli

Folgendes möchte wir hier vorausschicken: Ilja (ja wir Medienprofis duzen einander) versteht das feine Spiel mit der Presse und uns Vollblutjournalisten. Jede Klippe weiss er dank seiner Bundesligaerfahrung mit einer geschickten Antwort zu umschiffen. Doch jetzt reicht es! Das Schiff YB muss endlich den direkten Kurs auf den Meistertitel, den Cupsieg und den Titel in der Europa League (später folgt der Titel im Supercup) aufnehmen! Damit das auch klappt, lieber Ilja, möchten wir sämtliche Fehler auflisten, die Du seit Deinem Amtsantritt gemacht hast:

  • Gourmi konntest Du ganz alleine nicht adäquat ersetzen!!!
  • Weitere Weltklassespieler wie Mardassi, Coly, Morello, Lüscher, Denervaud hast Du ganz alleine bislang keine verpflichtet!
  • Regazzoni hast Du ganz alleine verkauft (wo bleiben die Millionen?)
  • Stefan Niedermaier hast Du ganz alleine entlassen und dann nicht einmal mit einem Blumenstrauss verabschiedet!
  • Hochkarätiges Personal hast Du ganz alleine ziehen lassen, weil Sie lieber für den FC Thun arbeiten!
  • Den Vertrag mit Migros hast Du ganz alleine gekündigt!
  • Du ganz alleine hast entschieden, dass das Projekt Abidjan nicht funktioniert (es spielt doch keine Rolle, ob man 100‘000 oder 1 Mio. Franken in das Projekt buttert!)!
  • Falls weniger Jahreskarten verkauft werden, ist das ganz alleine Deine Schuld!
  • Falls wir in der Europa League ausscheiden, ist das ganz alleine Deine Schuld!
  • Ach ja, die 3. Phase hast Du ganz alleine erfunden!
  • Das die Mannschaft so schlecht Spiel ist natürlich auch ganz alleine Deine Schuld!
  • Das YB wieder in den Schlagzeilen steht und eine Berner Zeitung was zu schreiben hat, ist auch ganz alleine Deine Schuld!

Herzlichst, die Besserwisser aus Blick, Bund und BZ

Kata(r)strophe?

2. Dezember 2010 um 17:15 von Biber in der Kategorie Getackelt

Wir sind begeistert vom Mut der Delegierten zu visionären Entscheidungen und wir begrüssen selbstverständlich die Abstrafung der Engländer, die es gewagt haben die edlen Herren Delegierten in die Nähe der Korruption zu bringen.

Wir freuen uns wahnsinnig auf das zu verdienende Geld, welches natürlich der FIFA und damit dem Sport zugute kommt. Dass Russland kein einziges Stadion hat, welches heute den Vorschriften der FIFA genügen würde, macht es für geschickte Geschäftemacher umso interessanter. Und Geld ist ja in Russland genügend vorhanden. Zumindest wenn es um Prestige und Pomp geht. Und das ist ja dem FIFA-Boss ähnlich wichtig. Eine klassische win-win Situation also.

Weiter sind wir schon lange der Meinung das Spiele in der Wüste rein eine Frage der Technik und des Geldes sind und wer spricht schon von Ökobilanz? Einzig Miesmacher.

Doch, liebe FIFA wir sind begeistert und freuen uns auf Brot und Spiele. Und was kümmert den dummen Fussballfan schon Ökologie und Politik, solange Fussball gespielt wird?

Rückblick Cup

22. November 2010 um 10:05 von Biber in der Kategorie Getackelt

Gestern war Cup. Unsere Jungs haben bekanntlich den Einzug in das Viertelfinale geschafft (Matchbericht folgt) und treffen nun auf den FC Zürich. Dieser hat die Amateure vom FC Tuggen auswärts 4-0 ausgeschaltet. Etwas mehr Mühe bekundete der GCZ. Dieser zitterte sich zu einem 2-1 Sieg auswärts gegen Wohlen, den aktuell 13. der Nationalliga B, äh sorry Tschällensch Liig (ist eigentlich der Zusatz Dosenfuck wieder verschwunden? Laut www.football.ch offenbar schon). Wo war ich? Ach ja, der GC kam auf jeden Fall eine Runde weiter.

 Für das Glanzlicht der Runde sorgte dafür der FC Biel, der Luzern im Penaltyschiessen ausschaltete. Dabei kam es gleich zu Beginn der Verlängerung zu einem kleinen Kuriosum: Der Goalie der Bieler war beim Anpfiff zur Verlängerung noch in der Kabine und kam etwa eine gute Minute zu spät zurück. Luzern schaffte es dennoch nicht das nicht nur sprichwörtlich leere Tor zu treffen.

 Ebenfalls in das Penaltyschiessen musste der FC Basel. Irgendwie wurstelte er sich aber weiter und trifft nun auf die Bieler. Ob diese dann mit oder ohne Goalie spielen werden, wissen wir noch nicht. Übrigens, wäre der Gegner die Borussia aus Dortmund, könnten die Bieler den Goalie getrost draussen lassen: klick.