Die Kaderanalyse auf gaeubschwarz.be – Teil 7

9. Juli 2015 um 10:00 von Pele in der Kategorie gaeubschwarze Kaderplanung, YB

Am 11.07.2015 findet im Wankdorf die Saisoneröffnung statt. Nebst der Trikotpräsentation, wird YB ein Testspiel gegen den VfB Stuttgart absolvieren und damit den Startschuss für die Spielzeit 2015/16 abfeuern. Höchste Zeit also, das diesjährige Kader der Gelbschwarzen unter die Lupe zu nehmen.

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Heute: die sportliche Leitung

#T Uli Forte

Uli Forte geht in seine dritte YB-Saison. Das alleine ist bereits eine unglaubliche Meldung für gelbschwarze Verhältnisse und zeigt auf, dass das Wort „Kontinuität“ nun endlich keine Floskel mehr ist. Obwohl man bei diversen Entscheidungen dem Gedankengang des Trainers nicht ganz folgen konnte und er in einigen Spielen zu sehr auf Resultat halten schaltete, stimmt die Entwicklung welche er mit der Mannschaft vollzieht. Abgesehen von der sportlichen Kompetenz, überzeugt Uli Forte auch durch geschickte Kommunikation und ist ein gewiefter Redner – etwas was zum Beispiel seinem Vorgänger komplett abging.

gaeubschwarz.be fordert hochoffiziell die umgehende Vertragsverlängerung!

#SC Fredy Bickel

In Fredy we trust! Seit seiner Rückkehr ist bei YB wieder Ruhe und Vernunft eingekehrt. Die Mischung aus Jungen und Alten stimmt, es wird clever eingekauft und der Nachwuchs erhält Chancen, sich zu zeigen. Ob seine Ankündigung, in den drei Jahren bis 2016 einen Titel zu holen (was man ihm zumindest als Aussage „unterstellt“) eintrifft oder nicht wird sich zeigen – in Fredy we trust!

gaeubschwarz.be fordert hochoffizell einen unbefristeten Vertrag auf Lebenszeit!

#Staff

Sie stehen so gut wie nie im Mittelpunkt und ihre Arbeit lässt sich von Aussen noch viel schwieriger beurteilen, als die der anderen gelbschwarzen Protagonisten. Dennoch wollen wir dem YB-Staff an dieser Stelle ein Kränzchen winden für Ihre Arbeit im Auftrag unserer Farben. 

Fazit:

Der Trainer passt zu YB und der Sportchef ist YB. ’nuff said.

Die Kaderanalyse auf gaeubschwarz.be – Teil 6

8. Juli 2015 um 10:00 von Pele in der Kategorie gaeubschwarze Kaderplanung, YB

Am 11.07.2015 findet im Wankdorf die Saisoneröffnung statt. Nebst der Trikotpräsentation, wird YB ein Testspiel gegen den VfB Stuttgart absolvieren und damit den Startschuss für die Spielzeit 2015/16 abfeuern. Höchste Zeit also, das diesjährige Kader der Gelbschwarzen unter die Lupe zu nehmen.

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Heute: die Stürmer

#99 Guillaume Hoarau

Kaum eine Position im YB-Kader ist derart fix vergeben wie die der Sturmspitze. Gui Hoarau bringt mehr Qualität und Erfahrungen in die Mannschaft als all seine Vorgänger. Die Vertragsverlängerung war eine unerwartete Sensation und wenn nichts schief geht, dürfen wir uns noch mehrere Jahre ab unserer Nummer 99 erfreuen. Seine Kopfballstärke ist überragend, genauso die Präsenz. Er ist nicht der schnellste, aber unheimlich schwer vom Ball zu trennen. Dank seiner Erfahrung ist Hoarau auch in den internationalen Spielen Gold wert.

#9 Alexander Gerndt

Seine beiden Comeback-Spiele gehörten zu den emotionalsten Momenten in der abgelaufenen Saison. Zuerst glänzte er mit einem Assist in Luzern und anschliessend, beim Startelf-Debut gegen Basel gleich mit 2 Toren und dem Prädikat Matchwinner. Ist auf der aktuellen Position des hängenden Stürmers vielleicht nicht optimal aufgehoben, verrichtet aber sowohl offensiv wie auch defensiv sehr wertvolle Arbeit für das Team. Harmonierte phasenweise sehr gut mit Hoarau, dies dürfte sich in den kommenden Monaten nochmals verbessern. Hat nun mit Sulejmani auch einen valablen Ersatz, damit man Alex vielleicht ab und zu etwas schonen könnte – wirkte nach den ersten 10-12 Einsätzen etwas überspielt, besonders nach dem Jahr Pause.

#20 Haris Tabakovic

Leider konnte Tabakovic beim FC Wil aufgrund von Verletzungen nicht die gewünschte Spielpraxis sammeln. Im Strafraum durchaus gefährlich, ist seine Technik allerdings noch ausbaufähig. Wird von Hoarau und Gerndt bestimmt profitieren, allerdings wohl kaum über Teileinsätze hinaus kommen.

#77 Samuel Afum

Samuel Afum ist ein Rätsel. Zu Beginn seiner YB-Zeit mit starkem Antritt und einem guten Torriecher ausgestattet, entwickelte er sich zum Ärgernis. Nachdem er diverse Verletzungen überstanden hatte, startete er ansprechend in die letzte Saison und man hoffte bereits, der Knopf sei nun doch noch nachhaltig aufgegangen. Dies relativierte sich im Verlauf der Saison leider wieder. In der bisherigen Vorbereitung zeigt die Formkurve zwar wieder leicht nach oben, allerdings gilt für ihn das gleiche wie für Costanzo: Bei einem Angebot wird man ihm keine Steine in den Weg legen.

Fazit:

Der einzige nominelle Stürmer ist mit Hoarau überragend besetzt. Als hängende Spitze agiert Gerndt, welcher im Zweifelsfalle wohl eher durch einen Mittelfeldspieler ersetzt wird. Tabakovic dürfte zu Teileinsätzen kommen – Afum wird den Verein wohl verlassen.

Die Kaderanalyse auf gaeubschwarz.be – Teil 5

7. Juli 2015 um 10:00 von Pele in der Kategorie gaeubschwarze Kaderplanung, YB

Am 11.07.2015 findet im Wankdorf die Saisoneröffnung statt. Nebst der Trikotpräsentation, wird YB ein Testspiel gegen den VfB Stuttgart absolvieren und damit den Startschuss für die Spielzeit 2015/16 abfeuern. Höchste Zeit also, das diesjährige Kader der Gelbschwarzen unter die Lupe zu nehmen.

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Heute: die Flügelspieler

#7 Miralem Sulejmani

Der Neuzugang aus Lissabon muss in Bern mit riesigen Erwartungen zurecht kommen. Das Etikett des holländischen Rekordtransfers wird bei Fehlpässen genauso an ihm haften, wie die Frage, weshalb sich ein Spieler dieses Kalibers im besten Alter nach Bern begibt. Dennoch: Einen Spieler wie Sulejmani schon nur auf dem Matchblatt zu haben, wird manche gegnerische Abwehr bereits im Vorfeld verunsichern. Die ersten Eindrücke aus der ersten Partie anlässlich des Burkhalter-Cups versprechen – trotz schwachem Gegner- viel. Sulejmani wird durch seine Technik und seinen Antritt eine grossartige Bereicherung im gelbschwarzen Offensivbereich werden.

#29 Raphaël Nuzzolo

Die Vertragsverlängerung liess ähnlich lange auf sich warten wie das sechste Saisontor des Bielers. Dennoch herrschte grosse Freude über diese Nachricht, schliesslich gehört Nuzzolo nach wie vor zu den stärksten Offensivkräften des YB-Kaders. Nun wird er nach der Verpflichtung Sulejmanis erstmals richtigen Druck verspüren – und dies wird ihm auf seine alten Tage nochmal Auftrieb geben.

#16 Taulant Seferi

Der Wintertransfer aus Mazedonien plagt sich nun schon längere Zeit mit diversen Verletzungen herum. Die Chance ist daher gross, dass er in erster Linie in der U21 zu Einsätzen kommen wird.

#11 Renato Steffen

Immer unter dem Vorbehalt, das Reni nicht noch einem sommerlichen Lockruf aus der Bundesliga folgt, ist der kleine Flügelflitzer wohl der Aufsteiger der vergangenen Saison. Die freche und provokative Spielweise sowie die latente Torgefährlichkeit gefällt den gelbschwarzen Zuschauern und macht Gegner inklusive Anhang rasend. Ein typischer Spieler der Kategorie „Varela“, der nur denjenigen passt, die ihn haben. Und wir haben ihn, ha! Abgesehen davon dürfte sein erstes Natiaufgebot nicht mehr lange auf sich warten lassen.

#30 Alexander Gonzalez

Der Rückkehrer aus Thun wird sich hinter Steffen einreihen müssen. Aufgrund der (hoffentlich) vielen Spiele bis im Winter, wird er aber regelmässig zu Einsätzen kommen und mit seiner stürmischen Spielweise für Betrieb sorgen. Er ist übrigens jetzt auch hochoffiziell als Flügel eingeplant und nicht mehr als rechter Verteidiger, als welcher er eigentlich ursprünglich geholt wurde. Doch nachdem auch der zweite Leihclub keine Sekunde daran dachte, Gonzalez in der Abwehr aufzustellen, hat sich das auch im Wankdorf (zum guten Glück) erledigt.

Fazit:

Die Stammspieler auf den Flügeln werden mit ziemlicher Sicherheit Steffen und Sulejmani heissen welche mehr (Nuzzolo) oder weniger (Gonzalez) von ihren Backups gefordert werden. Mit Seferi steht ein Spieler in der Warteliste und wird wohl bis Winter kaum zu Einsätzen kommen

Die Kaderanalyse auf gaeubschwarz.be – Teil 4

6. Juli 2015 um 10:00 von Pele in der Kategorie gaeubschwarze Kaderplanung, YB

Am 11.07.2015 findet im Wankdorf die Saisoneröffnung statt. Nebst der Trikotpräsentation, wird YB ein Testspiel gegen den VfB Stuttgart absolvieren und damit den Startschuss für die Spielzeit 2015/16 abfeuern. Höchste Zeit also, das diesjährige Kader der Gelbschwarzen unter die Lupe zu nehmen.

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Heute: das zentrale Mittelfeld

#14 Milan Gajic

Sollte Milan Gajics steigende Formkurve aus der abgelaufenen Saison anhalten, werde ich wohl eine der grössten Urteilsänderungen seit Fangedenken vollziehen müssen. Nachdem Gajic zu Beginn seiner YB-Zeit vor allem durch Verletzungen, danach durch Fehlpässe und anschliessend durch Verschleppens des Spiels auffiel, zeigte er in den letzten Monaten endlich, weshalb Fredy Bickel ihn zu YB holte und wieso er unter Uli Forte einen Stammplatz geniesst. Als zweikampfstarker und ballsicherer „Box-to-Box“ Spieler wurde er ein wichtiger Teil des YB-Aufbaus. Zudem ist er derjenige im YB-Mittelfeld, der die Bälle in die Tiefe spielt und das Auge dazu mitbringt. Bleibt dies so, gehört er in die Start-11.

#35 Sekou Sanogo

Der Panzer unter den Zentralen. Keiner hat annähernd eine Wasserverdrängung wie Sanogo, was ihn zu einem der wichtigsten Spieler auf dem Platz macht. Fiel leider in der Rückrunde verletzt aus und kam danach nicht mehr so recht auf Touren. Dennoch hat er zuvor gezeigt, wie wichtig er für YB ist. Leider einer der Kandidaten für einen Ausland-Transfer. Dies würde zwar einen ordentlichen Batzen in die Kriegskasse spülen, allerdings wäre es schwierig einen adäquaten Ersatz zu finden. Deshalb hoffen wir, dass uns Sekou noch ein Weilchen erhalten bleibt.

#6 Leo Bertone

Nach der bereits erwähnten Verletzung Sanogos und des daraufhin gescheiterten Transfers von Cabral (neu FCZ), waren viele skeptisch, ob der junge Bertone bereits in die grossen Fussstapfen Sekous treten kann. Nach einem ersten, schwächeren Auftritt in Aarau, steigerte sich Bertone von Spiel zu Spiel und trumpfte teilweise gross auf. Er hat in dieser Saison einen riesigen Sprung gemacht und ist nun an der Schwelle zum Stammspieler. Sanogo wird er noch nicht verdrängen können, aber Gajic wird er gehörig Druck machen. Sollte Gajic einmal sogar etwas offensiver aufgestellt werden, wäre sogar Platz für alle drei.

#28 Denis Zakaria

Der momentan neuste und auch letzte Zuzug im YB-Kader kommt von Servette-Genf und gilt als grosses Talent. Zakaria ist U19-Internationaler und kann sowohl im Zentrum als auch in der IV oder auf der Seite eingesetzt werden. Mit seinen 1.91m bringt er eine wichtige Komponente mit, welche uns im Zentrum noch fehlt. Wird wohl behutsam aufgebaut, könnte aber dereinst den Sprung in die Start-11  bewältigen, wenn man den Vorschlusslorbeeren glauben will.

#27 Miguel Castroman

Der junge Castroman wusste in seinen Testspiel-Einsätzen bisher zu gefallen. Er gilt als talentierte Nummer 10, eine Position die es im YB-System eigentlich nicht im klassischen Sinne gibt. Es ist nun an ihm, Uli Forte davon zu überzeugen, seine Aufstellung je nach Spiel eventuell sogar auf Castroman anzupassen. Doch wollen wir nicht zu hohe Erwartungen schüren: Der Neu-Profi ist noch sehr jung, zudem fehlt ihm wohl noch etwas die Wasserverdrängung. Daher erwarten wir vorerst einige Teileinsätze oder allenfalls ein Leihgeschäft um Spielpraxis zu sammeln.

#31 Yuya Kubo

Der Japaner scheint nun schon seit längerer Zeit zu stagnieren. Auf passable Einsätze mit Scorerpunkten folgen in der Regel wieder unsichtbare Alibi-Leistungen, in welchen man sich fragt, wo die Abschlussstärke geblieben ist, die Kubo ab und an auszeichnete. Natürlich geben wir die Hoffnung noch nicht auf, doch hinter Gerndt und wohl auch Sulejmani wird seine Einsatzzeit nicht steigen.

#19 Moreno Costanzo

Die Zeit des Moreno Costanzo scheint abgelaufen. Sollte sich ein Käufer/Abnehmer finden, wird uns der Ostschweizer noch vor dem ersten Saisonspiel verlassen. Auch sonst wird er wohl nur im Notfall zum Einsatz kommen, wenn überhaupt. Rückblickend schade, hat sich der talentierte Regisseur nicht längerfristig durchgesetzt, obwohl viele sehr starke Phasen dabei waren. Sympathisch, dass er auch in den Momenten in denen er auf dem Abstellgleis landete nicht aufmuckte, sondern seine Rolle akzeptierte und an sich arbeitete. Unter anderem ist er wohl an den Rufen gescheitert, die ihn zum neuen Yakin erkärten, dem überragenden ersten Länderspieleinsatz sowie der Hoffnung auf eine personifizierten Wiedergeburt einer klassischen #10 – die er leider nie wurde. 

Fazit:

Mit Sanogo und Gajic/Bertone steht defensiv jederzeit ein gutes Duo bereit. In der Offensive warten mit Castroman und Kubo zwei junge Spieler auf ihre Einsätze. Aufgrund seines polyvalenten Profils, wird womöglich auch Zakaria Super League Luft schnuppern dürfen. Moreno Costanzo wird, wenn möglich, noch abgegeben.

Die Kaderanalyse auf gaeubschwarz.be – Teil 3

5. Juli 2015 um 10:00 von Pele in der Kategorie gaeubschwarze Kaderplanung, YB

Am 11.07.2015 findet im Wankdorf die Saisoneröffnung statt. Nebst der Trikotpräsentation, wird YB ein Testspiel gegen den VfB Stuttgart absolvieren und damit den Startschuss für die Spielzeit 2015/16 abfeuern. Höchste Zeit also, das diesjährige Kader der Gelbschwarzen unter die Lupe zu nehmen.

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Heute: die Aussenverteidiger

#3 Florent Hadergjonaj

Der Emmentaler ist wohl einer der grössten Publikumslieblinge in Bern, gewann zum Beispiel die Wahl zum Spieler der Saison auf der BZ-Online-Plattform: noch vor Hoarau und Steffen! In der Tat hat Flo grosse Fortschritte gemacht und fällt nicht nur durch sehr starke Flanken auf, sondern mittlerweile auch durch eine clevere Zweikampfführung und ein gutes Umschalten. Körperlich dürfte er nach wie vor etwas zulegen und auch das Stellungsspiel ist noch nicht immer sein bester Freund. Doch vergessen wir nicht: Mit Jahrgang 1994 steht Hadergjonaj immer noch am Beginn seiner Profikarriere. 

#23 Scott Sutter

Scott Lee Sutter komplettiert die starke rechte Abwehrseite. Auch wenn er seinen Stammplatz zeitweise an seinen jungen Konkurrenten verloren hat, spielt Sutter nach wie vor regelmässig. Die beiden scheinen sich zu fordern und fördern, keiner kann sich eine schwache Phase erlauben ohne gleich auf der Bank zu landen. Dies wird auch in der neuen Saison der Fall sein. Gegen Ende der letzten Spielzeit schien der routiniertere und defensiv etwas konstantere Sutter die Nase ein klein wenig vorne zu haben – mal schauen ob dies so bleibt.

#80 Loris Benito

Einer der beiden Zuzüge von Benfica Lissabon. Nachdem Benito im vergangenen Jahr vom FCZ nach Portugal wechselte, ist er nun wieder zurück in der Super League. Den Rucksack gefüllt mit vielen wertvollen Erfahrungen und diversen Titeln – aber eben mit zu wenigen Einsätzen für einen talentierten Aussenverteidiger in seinem Alter. Er wird Lecjaks von Beginn weg viel Druck machen und es würde nicht erstaunen, wenn der Neffe des früheren YB-Goalies Ivan Benito sich den Stammplatz ergattern würde.

#8 Jan Lecjaks

Der Wackelkandidat zu Beginn der letzten Saison – und 36 Spiele später der Assist-König der Abwehrspieler im Lande. Hat sich in jeder Hinsicht gesteigert und wurde konstanter. Defensiv glänzt er jedoch weiterhin nicht immer und seine teilweise haarsträubenden Ballverluste lassen nicht nur des Trainers Herz in die Tiefe sacken. Wird nun erstmals richtig gefordert, da man auf seiner Position (endlich) für richtige Konkurrenz gesorgt hat.

 

Fazit:

Auf den Aussenbahnen hat YB nun beidseitig eine richtige und leistungsfördernde Konkurrenzsituation geschaffen. Nachdem das Tandem auf der rechten Seite bereits in der letzten Saison nachhaltig zu überzeugen wusste, hat man nun auch auf links aufgerüstet. Sollte YB eine europäische Gruppenphase erreichen, werden genügend Spiele zusammen kommen, so dass jeder seine Einsätze erhalten wird. 

Die Kaderanalyse auf gaeubschwarz.be – Teil 2

4. Juli 2015 um 10:00 von Pele in der Kategorie gaeubschwarze Kaderplanung, YB

Am 11.07.2015 findet im Wankdorf die Saisoneröffnung statt. Nebst der Trikotpräsentation, wird YB ein Testspiel gegen den VfB Stuttgart absolvieren und damit den Startschuss für die Spielzeit 2015/16 abfeuern. Höchste Zeit also, das diesjährige Kader der Gelbschwarzen unter die Lupe zu nehmen.

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Heute: die Innenverteidigung

 

#5 Steve von Bergen

Der Captain ist eine Bank. Mit seiner Erfahrung und seiner immer noch erstaunlichen Schnelligkeit, gewinnt von Bergen die Vielzahl seiner Zweikämpfe. Zudem führt er die jungen Spieler auf dem Platz ausgezeichnet und wird auch mal laut, was besonders Hadergjonaj und Mvogo diverse Male erfahren durften. Zuletzt gab es einige kritische Stimmen, da ihm späte Gegentore stellvertretend für den Abwehrverbund angekreidet wurden. Dies war in aller Regel ziemlicher Blödsinn – wird aber auch entsprechend an ihm abprallen.

#4 Milan Vilotic

Die zweiten 50% der wohl stärksten YB-Innenverteidigung der Neuzeit, ist Milan Vilotic. Nach langer Anlaufzeit und diversen unglücklichen Auftritten, kam Vilotic im vergangenen Herbst in Fahrt und zeigte, dass er sein Geld wert ist. Ab und an verursacht er noch leichte Nervenzuckungen mit  riskanten Kurzpässen oder fehlerhaften Angriffsauslösungen durch die Mitte (!) und vorbei an zwei Gegenspielern (!!), aber ansonsten ist Milan ein wichtiger Teil von Uli Fortes Achse.

#22 Grégory Wüthrich

Das Auslandhalbjahr in Zürich war eine gute Lösung für alle Beteiligten – und die Rückholaktion ebenso, auch wenn Gregy wohl gerne noch ein paar Monate Stammspieler bei GC geblieben wäre (nach den Abgängen von Grichting und Dingsdag wäre dieses Unterfangen nicht unrealistisch gewesen). Nun hat er sich in der Innenverteidiger-Hierarchie einen Rang nach oben gearbeitet und sollte nun unserer Meinung nach die #3 hinter von Bergen und Vilotic sein. Er hat das Potential zu einem starken Super League-Verteidiger und bringt die körperlichen Voraussetzungen mit. An der Beweglichkeit und dem Stellungsspiel darf er hingegen noch arbeiten – hat dazu aber mit von Bergen und Vilotic hervorragende Lehrmeister.

#21 Alain Rochat

Der auslaufende Vertrag wurde unserer Meinung nach zu Recht verlängert. Mit Rochat bleibt ein Routinier im Team, der nicht mehr den ganz grossen Anspruch auf einen Stammplatz hat, dafür aber da ist, wenn es ihn braucht. Zudem ist er mit seiner Erfahrung wichtig für die Jungen und zugleich ein wichtiger Eckpfeiler in der „Romand-Abteilung“. 

 

 

Fazit:
Wie bereits erwähnt gab es in den letzten Jahren keine bessere Besetzung auf dieser Position. YB stellt mit von Bergen/Vilotic wohl eines der stärksten – wenn nicht sogar das stärkste IV-Duo der Super League. Dahinter warten mit Wüthrich als #3 und Rochat als #4 ein Junger, talentierter sowie ein Routinier auf ihre Chancen.

Die Kaderanalyse auf gaeubschwarz.be – Teil 1

3. Juli 2015 um 10:00 von Pele in der Kategorie gaeubschwarze Kaderplanung, YB

Am 11.07.2015 findet im Wankdorf die Saisoneröffnung statt. Nebst der Trikotpräsentation, wird YB ein Testspiel gegen den VfB Stuttgart absolvieren und damit den Startschuss für die Spielzeit 2015/16 abfeuern. Höchste Zeit also, das diesjährige Kader der Gelbschwarzen unter die Lupe zu nehmen.

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Heute: die Torhüter

 

#18, Yvon Mvogo

Der U21-Natigoalie konnte seinen Stammplatz behaupten und ist mittlerweile die unangefochtene Nummer 1 im YB-Tor. Mittlerweile werden sich auch die meisten Wölfli-Befürworter (zu denen der Autor selber gehört) einig sein, dass der Wechsel zwar früh kam – aber im Endeffekt richtig war. Trotz dem einen oder anderen Fehler, die in erster Linie der mangelnden Erfahrung zuzuschreiben waren, entwickelt sich Mvogo prächtig. Seine Reflexe sowie seine Athletik machen ihn zu einem der besten Torhütertalenten in Europa. Ein Beleg dafür sind unter anderem die Aufgebote in die A-Nati sowie die häufigen Scout-Besuche grosser Vereine, dem Vernehmen nach vor allem aus der Premier League.

#1, Marco Wölfli

Für die einen ist er ein ehrgeizloser, genügsamer Goalie im Vorruhestand, der sein gutes Gehalt ohne grossen Aufwand einstreicht und in Bern vor allem von seinem Kultstatus lebt.

Für die anderen ist er eine der letzten Identifikationsfiguren des heimischen Fussballs, eine treue Seele und ein Top-Ersatzgoalie, der seiner gelbschwarzen Liebe auch nach der Degradierung treu geblieben ist.

Was davon auch immer näher an der Wahrheit sein mag: Kaum einem wäre es mehr zu gönnen, einmal einen Kübel in den Berner Nachthimmel zu stemmen.

#40, Dario Marzino

Der Juniorengoalie unterzeichnete seinen Vertrag als dritter Torhüter nach der Bekanntgabe der von-Ballmoos-Ausleihe. Er wird wohl kaum zu einem Einsatz im Fanionteam kommen, jedoch erstmals Profiluft schnuppern und auf hohem Niveau trainieren.

 

Fazit:

Auf der Goalieposition ist YB hervorragend aufgestellt. Hinter dem jungen, sehr talentierten Mvogo lauert der Routinier und ehemalige Captain Wölfli auf seine Einsätze. Eine sehr gute und leistungsfördernde Kombination, die wir noch auf diversen anderen Positionen antreffen werden.

YB 2013/14, Teil 3: Jung, offensiv und preisgünstig!

21. Mai 2013 um 12:01 von Cabrón in der Kategorie gaeubschwarze Kaderplanung, YB

Die Saison 2012/13 nähert sich in grossen Schritten (endlich) dem Ende zu.
Es wir daher Zeit, ein wenig über die Zukunft unserer geliebten Young Boys zu spekulieren.
In dieser kurzen Serie übt sich die Redaktion (wieder einmal) als Sportchef. Diesmal stellt jeder für sich seine Version von YB 2013/14 vor und erläutert dabei seine Zu- und Abgänge sowie 1-2 mögliche taktische Aufstellungen.
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Teil 3

Jung, offensiv und preisgünstig!“

von cabrón

Ich gehe einmal davon aus, dass die Gebrüder Grimm Rihs nicht gewillt sein werden, bereits wieder tief in die Taschen zu greifen und das phonakische Geld de Velo aus dem VIP Fenster zu werfen. Trotzdem werden sie und Fredy Bickel nicht um eine sanfte Renovierung des Kaders und einen neuen Übungsleiter, für das Koorpisness Yamm Boys, herumkommen. Einerseits muss da sparsam eingekauft werden und andererseits kosten Leadertypen auch „etwas“ Geld. Hier den richtigen Mix zu finden wird wohl auch nächste Saison über Erfolg und Zwischensaison entscheiden.

Folgende Spieler würden bei Cabrón das „gaeubschwarze“ Trikot abstreifen:

Benito: Hat zwar noch ein Jahr Vertrag und war die wenigen Male welche er eingesetzt wurde eine gute Nr. 2 aber es ist an der Zeit, hinter dem 31jährigen Wölfli, Mvogo aufzubauen. Daher wird Benito den Posten von Cola übernehmen, sollte denn nicht Kobel zurückgewonnen werden können.

Farnerud: Wegen seinem spielerischen Können und seinen strategischen Geistesblitzen sind wir uns alle schon in den Armen gelegen. Einen Spieler wie Farni wünscht sich jeder SL Klub aber was, wenn er unter seinen Möglichkeiten spielt? Ich denke von einem Spieler der eigentlich weg will sollte man den Lohn einsparen und ihn an den meistbietenden, und das gibt es bei einem Spieler wie Farnerud immer, verkaufen.- WICHTIG: Nicht an Basel oder einen anderen „direkten“ Konkurrenten!

Kubo: Dieser Name geistert seit Ende 2012 durch die Presse und die Büroräumlichkeiten der Investorenbüros im Stade de Suisse Nationalfont AG. Keine Ahnung was man von diesem Deal oder halt dem Spieler halten soll. Entweder haben wir auf seiner Position keinen Bedarf oder dann keinen Platz. Ev. Ausleihe?

Lecjaks: Bin sicher aus dem Jungen hätte man einen mehr als passablen LV formen können. Hätte, wäre, wenn… Tempi passati. Hoffen wir er findet sein Glück bei wem auch immer und es gibt ende Jahr ein paar Groschen ins Portokässeli.

Martinez: Ihn hätte ich eigentlich nicht abgegeben, denn wenn ein Frey reicht, dann tut dies ein Martinez längst und dies gilt für 1. Liga wie SL. Der venezolanische Flitzer wäre in meinem 4-2-3-1 oder im 4-3-3 als OM durchaus eine passable Alternative gewesen.

Mveng: Ist noch immer vertraglich an YB gebunden. Entweder ist er talentiert genug (wieso hätte man sonst 800t Fr. hingeblättert?) und Freddy ein Kandidat für das DM in einem 4-2-3-1 oder er gehört verkauft.

Nef: Auch er ein guter Typ aber wohl deutlich über seinem Zenit – oder am Ende seines Talents, wie es der Has(l)e(r) dem Fuchs erklären würde. Zu Nefs fehlender Geschwindigkeit und der etwas veralteten HP Briegel-Technik lässt nun auch seine Kopfballstärke immer mehr zu wünschen übrig. Das Problem ist wohl, dass man für ihn keinen Käufer finden und an seiner Stelle den jüngeren Veskovac verscherbeln wird. 

Raimondi: Es war lieb mit dir und als Integrationsfachmann für Nachwuchsspieler wirst du fehlen aber wir wollen, nein wir müssen das Team bereinigen und da springt ein 32jähriger mit auslaufendem Vertrag nun einmal über die Klinge. Die Fussballschuhe aber bitte nicht an die Wand, diese brauchst du nämlich im Training mit dem YB-Nachwuchs. 

Silberbauer: Auch er mit Fähigkeiten welche YB weiterbringen würden aber als teurer P(f)osten auf der Transferliste besser aufgehoben. Ausserdem alter Kaffee, kalt und so… 

Tabakovic: Er mag gute Spielanlagen haben und natürlich hofft man bei YB endlich regelmässig Nachwuchs in die 1. Mannschaft integrieren zu können aber manchmal gelingt dieser Schritt besser über eine tiefere Liga. Der Lange sollte in der ChL Erfahrungen sammeln und herausfinden ob er ev. was für die Zukunft ist.

Tosetti: Unter Petkovic noch gepusht, ist das Talent unterdessen in den Niederungen von Wohlen verschwunden. Wieso noch mal wurde der Vertrag vor der Ausleihe bis 2015 verlängert? An Wohlen verkaufen oder an Biel verschenken.

Vitkieviez: Spielerisch wäre er durchaus etwas für YB aber sein Herz ist nicht in Bern. Kommt Simpson zurück, kann man den Uru in Genf lassen oder an den meistbietenden verkaufen. (EDIT: Mit dem Zuzug von Steffen hat sich dieses Thema wohl auch erledigt.)

Zverotic: Ist ein toller Typ und war die letzten beiden Saisons meist einer der besseren. Da es ihn aber ohnehin weiterzieht, kann man mit ihm etwas Geld verdienen. – WICHTIG: Einfach nicht als Schnäppchen nach Basel. 

Eine gute Nachricht für unseren Sportchef ist die Tatsache, dass die Verträge von Pasche, Lingani, Traore, Coly und Alioski auslaufen. Alles in Allem kürzt sich der Kader, inkl. dieser Restposten, um bis zu 18 Spieler. 

Challandes: Danke für deinen (Kurz-)Einsatz und deine Föieech. Leider traue ich es dir nicht zu, langfristig eine funktionierende Mannschaft aufzubauen. Allerdings sollte man prüfen ob die 50% von Hasler bei dir nicht besser aufgehoben wären und vielleicht aber wirklich nur vielleicht braucht es dich ja noch bis im Herbst…

Magnin wird wieder die U21 übernehmen und sein Ersatz ist mit Harry (hol schon mal den Wagen) Gämperle auch bereits gefunden und verpflichtet. Wenn man aber schon gerade dabei ist, dann überprüft mal bitte noch die weiteren Funktionen im Staff. Die eine oder andere Auffrischung respektive Korrektur bei Konditions- und Torwarttrainer, zumindest für die erste Mannschaft, könnte ev. durchaus Sinn machen.

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Nach dem Schlussstrich nun die angenehmere Seite: SHOPPING

Wie eingangs erwähnt werfen wir allerdings nicht mit Papa Rihs‘ Geld um uns sondern versuchen nur kleine aber unbedingt notwendige Verpflichtungen zu tätigen. Wichtig ist eine starke und erfahrene Achse plus eine Prise Talent und einen fähigen Trainer mit klarem System. 

Mario Eggimann (32/CH): 11 Jahre 1. und 2. Bundesliga. Als langjähriger Captain und Leader des KSC hat er seine Führungsqualitäten unter Beweis gestellt. Wir haben bei Spycher gesehen wie wichtig ein ehemaliger Bundesliga-Muster-Profi für YB sein kann. Genau der Abwehrchef den die „Gaeubschwarzen“ brauchen und welcher die jungen Wilden weiterbringen wird.

Pa Modou Jagne (23/GAM): Pa Modou hat auch mich beeindruckt. Er hat die nötige Power um defensiv wie offensiv Akzente zu setzen. Mit 23 Jahren (oder ist dies in Afrojahre?) ist er zudem jung und auch als Investition zu sehen.

Renato Steffen (21/CH): Hatte Renato genau so wenig in der Planung wie den Abgang von Martinez. Ev. rechnet man nicht so richtig mit Simpson, bei welchem ich hoffte, dass er uns nächste Saison allmählich wieder verstärken würde.

Gregory Wüthrich, (18/SUI): Der Captain aus der U21 scheint das Talent zu haben um langsam an die erste Mannschaft herangeführt werden zu können. Einen Versuch ist es sicherlich wert.

OM: Es könnte wohl nicht schaden, wenn wir neben Costanzo einen zweiten OM-Spieler im Team haben. Ich  bin mir nämlich nicht sicher ob diese Position bereits vollumfänglich von Sessolo ausgefüllt werden kann. Obwohl ich den einen oder anderen Namen für diese Position im Kopf habe möchte ich hier den Joker ziehen.

Der Übungsleiter für mein YB 2013/14 und für mind. die nächsten 3 Jahre (ja-ja ich weiss) ist Marcel Koller. Er hat in Bochum gezeigt, dass er mit kleinem Budget über längere Zeit Erfolge (ja, mit dem VFL aufsteigen und mit ihnen 3 Jahre oben bleiben ist ein Erfolg) feiern kann und in seiner Zeit beim 1. FC Köln und beim ÖFB bewies er immer wieder ein feines Näschen bei Talenten und Spielern, welche ein Team vorwärts bringen.

Klar wäre Koller ein finanzieller Kraftakt. Erst Recht, wenn man ihn aus dem Vertrag des ÖFB raus kaufen muss aber ich habe ja mit den Einkäufen etwas gespart und die Abgänge von Farnerud und Zverotic haben auch einen schönen Batzen eingebracht. Somit muss der Mäse eigentlich zu stemmen sein. Ich befürchte leider, dass die YB-Obrigkeit anders denkt als ich und dann würde ich mich aus dem Gerüchtepool notgedrungen am ehesten noch für den Tami entscheiden. Erstens weil Eili mit Weili, zweitens glaube ich nur in St. Gallen Sai bene und bei Tschiri bekäme ich so oder so das Furzen.

Koller ist ein moderner Trainer und wahrscheinlich sieht er, dass er für ein 4-2-3-1 das notwendige Spielermaterial zur Verfügung hat. Ich persönlich bin nicht zuletzt wegen Petkos Zeiten ein Fan des 3-4-3 oder 3-5-2 aber ich denke dafür haben wir nicht die „richtigen“ Spieler und ein entsprechender Umbau wäre höchstens im CC-Modell möglich. Mit einem zusätzlichen OM oder Farnerud-Ersatz wäre es aber durchaus möglich in einem knackigen 4-3-3 zu agieren.

Es gibt Spieler welche auf anderen oder mehreren Positionen eingesetzt werden können. Auf Grund der Verständlichkeit habe ich mich aber, mit Ausnahme von Steffen, für die einfache Nennung entschieden, was dann etwa so aussieht:

oder wenn es noch offensiver sein darf:

Man mag bemängeln, dass ich nicht weit genug über den eigenen Gartenzaun hinweg gelugt habe – doch leider ist mir dies nicht möglich. Man mag bemängeln, dass ich bei der Trainerwahl wenig kreativ war – das mag sogar stimmen. Man mag bemängeln, dass es unbedingt noch einen Farni-Ersatz und am liebsten einen OM-Knaller benötigt – doch doch den würde ich auch begrüssen. Man mag immer etwas bemängeln aber meint ihr nicht auch, dass diese Truppe, angeführt von Captain Wuschu Spycher, Leithammel und Alphatier Eggimann und den aufblühenden Künstlern Costanzo und Nuzzolo, mit diesen Jungen im Stande ist offensiven und ehrlichen Fussball zu spielen? Ich wünsche es mir und erhoffe baldmöglichst wieder die Aussage: „YB macht glücklech!“

In diesem Sinne Hopp YB!

 

YB 2013/14, Teil 1: Offensiv und spektakulär

15. Mai 2013 um 07:30 von Pele in der Kategorie gaeubschwarze Kaderplanung, YB

Die Saison 2012/13 nähert sich in grossen Schritten (endlich) dem Ende zu.
Es wir daher Zeit, ein wenig über die Zukunft unserer geliebten Young Boys zu spekulieren.
In dieser kurzen Serie übt sich die Redaktion (wieder einmal) als Sportchef. Diesmal stellt jeder für sich seine Version von YB 2013/14 vor und erläutert dabei seine Zu- und Abgänge sowie 1-2 mögliche taktische Aufstellungen.

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Teil 1

Offensiv und spektakulär – ein YB, das wohl kaum Titel gewinnt, dafür aber Freude machen könnte.“

von pele

Vorneweg: Wahrscheinlich würde es nicht einfach werden, all diese Spieler zu verkaufen. Bei einigen von ihnen stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis überhaupt nicht, weswegen wohl nur Angebote zu reduzierten Bezügen hereinflattern würden – ob die betroffenen Spieler diese annehmen, daran zweifle ich doch sehr.

Aber der Reihe nach.
Trennen würde ich mich von folgenden Akteuren:

Gonzalez: Ohne wenn und aber ein talentierter Spieler. Allerdings weder Aussenverteidiger (taktisch zu schwach, Stellungsspiel eine Katastrophe) noch Flügelspieler (zu unkonstant und zu kompliziert). Daher: bitte abgeben.

Zverotic: Seine beiden Weitschusstore in dieser Saison waren zweifelsohne bewegende Momente. Allerdings agiert er zu wenig konstant, wird aber nichtsdestotrotz regelmässig von ausländischen Vereinen umgarnt. Kann man dabei etwas verdienen – bitte abgeben.

Martinez: Ein Wirbelwind der seine Super-League-Tauglichkeit noch nicht bewiesen hat. Wird wohl an Thun ausgeliehen und darf meiner Meinung nach auch gleich dort bleiben.

 

Lecjaks: Ist bereits ausgeliehen und braucht nicht mehr zurück zu kommen. Nach den gezeigten Leistungen ist es mir ein Rätsel, wie Lacjaks in der tschechischen U21 Stammspieler werden konnte.

 

Vitkieviez: Kann bei Servette bleiben. Dort gefällt es ihm scheinbar besser als in Bern – daher sollten ihm keine Steine in den Weg gelegt werden. Hatte einige gute Auftritte bei YB, konnte sich aber nicht dauerhaft etablieren. 

Veskovac: In meinen Planung wäre er höchstens noch die Nummer 3 unter den Verteidigern. Ich zweifle daran, dass er diese Rolle akzeptieren würde und würde ihn daher bei einem passenden Angebot abgeben. 

Farnerud: Auch wenn es mir das Fanherz bricht, hatte Köbi Kuhn halt schon recht „…zwäi, drüü gueti Spiil langed nöd…“. Hilft uns nicht mehr weiter und kostet dafür viel zu viel. Merci und Adieu.

 

Silberbauer: Von ihm hat man sicher mehr erwartet. War relativ früh unten durch und konnte dies auch mit teilweise besseren Leistungen nicht mehr kompensieren. Ihm nochmals eine Chance zu geben, wäre wohl ein zu kostspieliges Unterfangen. 

 

 

Damit wäre Platz geschaffen (sowohl kader- als auch lohntechnisch) um uns sinnvoll zu verstärken. Die Spieler stammen alle aus der Liga, brauchen also auch keine Eingewöhnungszeit.

 

Michael Dingsdag, 30, (NED)

Der Vertrag des routinierten Abwehrspielers in Sion läuft aus. Er hat seine Tauglichkeit unter Beweis gestellt und wäre ein Führungsspieler für die Abwehr. Schlägt zudem starke Standards.

Pa Modou Jagne, 23, (GAM)

Der gelernte Stürmer wurde in St. Gallen zum Aussenverteidiger mit Offensivdrang umfunktioniert. Besticht durch druckvolle und aggressive Spielweise. Wäre in meinem gewünschten System optimal aufgehoben.

Chris Malonga, 25, (FRA)

Der offensiv Polyvalent einsetzbare Spieler gefällt bei Lausanne und skort beim Kellerkind regelmässig. Wäre bei uns als gute Ergänzung auf vielen Positionen dankbar.

 

Xavier Laglais Kouassi, 23, (CIV)

Als Ersatz für Farnerud, würde ich Kouassi von Servette holen. Ein umsichtiger und fleissiger Mittelfeldspieler, den sowohl offensive wie defensive Qualitäten auszeichnen.

 

Gregory Wüthrich, 18, (SUI)

Das Talent aus der U21 kann mit einem Profivertrag ausgestattet werden und sich langsam der ersten Mannschaft annähern.

 

Zdenek Zeman, 66, (ITA/CZE)

YB wäre ca. seine 20. Trainerstation – lange würde er also wohl nicht bleiben. Aber man dürfte sich auf jeden Fall an eine spektakuläre Spielweise gewöhnen. 

 

 

Das würde dann in etwa so aussehen:

 

Vor Marco Wölfli, der nur noch Goalie und nicht mehr Captain ist, dirigiert Dingsdag den Abwehrverbund. Dazu gehören die beiden schnellen Verteidiger Affolter und Bürki sowie die offensiven Aussenverteidiger Sutter und Pa Modou, die defensiv solide agieren, allerdings auch offensiv Druck erzeugen können.
Das Herz der Mannschaft ist das Zentrum mit dem Neo-Captain Spycher und Neuzugang Kouassi. Zwei starke Spieler die das Umschalten organisieren und zuerst defensiv denken. Als etwas offensivere Variante steht Costanzo zur Verfügung.
Der offensive Dreizack mit Afum, Nuzzolo und Gerndt kann sich vor allem um den Angriff kümmern, da für die defensive Absicherung gesorgt ist. Durch frühzeitige Wechsel (Frey, Malonga, Zarate) kann der Druck durchgehend hochgehalten werden.

Wie eingangs erwähnt: Titel würde man damit kaum holen. Aber es würde Freude machen. Sehr viel Freude sogar.

Hopp YB!

Vorschau auf die Rückrunde – die Kaderanalyse

8. Februar 2013 um 10:21 von Pele in der Kategorie gaeubschwarze Kaderplanung

Wie jedes halbe Jahr, schauen wir in Hinblick auf die bevorstehende Halbserie das YB-Kader an und geben unseren Senf dazu ab.

Heute:

Staff

 

An Sympathie war die aktuelle Führungsriege schon zu Beginn der Saison kaum zu überbieten. Durch den Zuzug von  Rückkehrer Fredy Bickel, scheint die Harmonie nun perfekt.

Bleibt die Frage, ob der Vertrag von Martin Rueda verlängert werden soll.

Klar ist: in der Europa League hat YB ein weiteres Mal grosse Ausrufezeichen gesetzt. Allerdings braucht es für diese Spiele keine grossen Motivationsreden – daher muss man den Coach dafür nicht über den Klee loben.

In der Meisterschaft sowie im Cup bliebt YB leider deutlich hinter den Erwartungen zurück. Trotz eines guten Kaders gelang es dem Trainerteam nicht, eine gewisse Konstanz in die Leistungen zu bringen. St. Gallen und Sion verfügen nicht zwingend über die besseren Spieler, von GC ganz zu schweigen. Dennoch scheint bereits Platz 4 ein schwieriges Unterfangen. Für einen Verein mit diesen Möglichkeiten ist das ganz klar zu wenig.

Rueda hat nun Zeit bis Sommer, mehr aus dem Team herauszuholen und regelmässig Siege einzufahren. Denn eines ist klar: Läuft es im ähnlichen Stile weiter, muss der Trainer Ende Saison ersetzt werden. Er ist und bleibt das schwächste Glied in der Kette – davor machen die Mechanismen des Geschäfts auch in Bern nicht Halt.

 

Sollte Rueda scheitern, dann gehört Häbi oder Magnin als Chef an die Seitenlinie, assisitiert von Gügi Sermeter. Nicht, dass der Erfolg in dem Falle Formsache wäre – aber man wäre zumindest auf dem höchstmöglichen Sympathie-Level angelangt. Und für uns reicht das ja eigentlich, oder?