FC Zürich – BSC YB 1:2

19. März 2018 um 17:19 von Mate in der Kategorie YB

8 in a row – die gelbschwarze Siegesserie hält auch im Letzigrund. Damit haben die Young Boys am Ostermontag zuhause gegen Basel die Möglichkeit, das dritte Meisterschaftsviertel perfekt zu machen. In Zürich konnte es sich der Leader sogar leisten, einen Elfmeter zu verschiessen. Dies nicht zuletzt, weil Marco Wölfli im Tor grandios gehalten hatte.

Es war bei schwierigen Bedingungen gewiss nicht das beste Spiel der Mannschaft von Adi Hütter. Regen und Kälte machten nicht unbedingt Lust auf Fussball, im Angesicht der aktuellen Situation fand sich dennoch eine ansprechende Anzahl YB-Fans im Gästesektor ein. Sie waren es dann auch, welche für das Startfeuerwerk verantwortlich waren. Auf dem Platz kam die Partie kaum in die Gänge und sie sollte über die ganzen 90 Minuten nicht zum grossen Spektakel werden. Trotzdem verzeichneten beide Teams die eine oder andere Möglichkeit, um in Führung zu gehen – diese entstanden aber vor allem aus Fehlern des Gegners oder Zufälligkeiten. So zum Beispiel als Schiri San für Fassnacht auflegte, dieser seinen Schuss aber von FCZ-Goalie Brecher entschärft sah. Die beste Chance auf YB-Seite ging auf das Konto von Guillaume Hoarau, welcher nach einer abgefälschten Mbabu-Flanke mit einem Kopfball aus kurzer Distanz und spitzem Winkel an Zürichs Goalie Brecher scheiterte. Es sollte nicht das einzige Duell zwischen den beiden bleiben. Auf der anderen Seite scheiterte Dwamena nach einem Nuhu-Aussetzer am eigenen Unvermögen, während die Zürcher kurz vor der Pause ein erstes Mal feststellen mussten, dass sich YB-Goalie Marco Wölfli am Samstag in Hochform befand. Nach einem tückischen Freistoss von der Seite hielt er auch den Nachschuss von Palsson stark, so dass beim Stande von 0:0 die Seiten gewechselt wurden.

Nach der Pause war es wieder Wölfli, welcher gegen Dwamena rettete, ehe YB dann plötzlich mit 1:0 in Führung lag: Es lief die 61. Minute, Sulejmani fing im Mittelfeld einen schwachen FCZ-Pass ab, lancierte Hoarau, welcher etwas glücklich Roger Assalé fand. Dieser vollendete cool zur vielumjubelten Berner Führung. Vier Minuten später kam Wölfli gegen Dwamena für einmal einen Tick zu spät, so dass Schiedsrichter San auf Penalty für das Heimteam entschied. Rodriguez liess Wölfli keine Chance: Ausgleich. In der Südkurve waren die Feierlichkeiten noch in vollem Gange, als San bereits wieder auf den Punkt zeigte – diesmal aber auf der anderen Seite. Penalty für YB ist bekanntlich Chefsache und Guillaume Hoarau erledigte die Aufgabe einmal mehr souverän: YB lag wieder in Führung. Danach war die Reihe wieder an Marco Wölfli, welcher sich erneut gegen Dwamena auszeichnen konnte. YBs Goalie hatte einen Riesen-Anteil an diesem Auswärtssieg. Ebenfalls grossen Anteil daran hatte mit seiner Vorlage und seinem Tor Guillaume Hoarau. Nach einem Foul an Fassnacht erhielt der Franzose kurz vor Schluss gar die Gelegenheit, vom Punkt nachzudoppeln und für die Entscheidung zu sorgen – Hoarau setzte den Ball aber an den Pfosten. YB konnte es sich leisten, Zürich vermochte nicht mehr gross zu reagieren. Damit sind die nächsten drei Punkte im Trockenen und YB dem grossen Ziel einen weiteren Schritt näher.

 

Die Noten:

Wölfli 5,5:          Wir würden ihm gerne die Maximalnote verleihen, beim Foul welches zum Penalty führt, stellte sich der Wolf aber schon nicht gerade wie ein Fuchs an.

Mbabu 4:           Für seine Verhältnisse für einmal sehr unauffällig.

Nuhu 4:             War irgendwie überhaupt nicht auf der Höhe, es ist nicht überliefert ob es am Wetter lag oder ob er in der Garderobe seine Musik nicht hören durfte.

Von Bergen 5:   Oh Captain, mein Captain. Wieder souverän und wie schon die ganze Saison DER Abwehrchef.

Benito 5:            Deutlich auffälliger als Mbabu, bestätigte er den Wert, welchen er für die Mannschaft in dieser Rückrunde bisher hat.

Sow 5:               Zwar nicht mit einer gleich magistralen Performance wie vor Wochenfrist, aber wieder als Taktgeber im Mittelfeld unterwegs.

Bertone 4,5:      Etwas weniger auffällig als Sow, erledigte seine Büez aber souverän. Es ist jedenfalls schön, um einen solchen Backup im zentralen Mittelfeld zu wissen.

Sulejmani 5:      Stand am Ursprung des Führungstreffers, fiel sonst eher durch Arbeit auf. Was durchaus nicht negativ gemeint ist.

Fassnacht 5:     Auch er gewohnt fleissig. Mit einem guten Abschluss nach einer Vorlage von Schiri San, holte zudem den zweiten Penalty heraus. Dennoch hätte er auch wieder einmal ein Tor verdient.

Assalé 5:           Wie er dieses Tor machte hat einiges ausgesagt. Sein Selbstvertrauen-Balken könnte kaum voller sein.

Hoarau 5,5:       Verschoss wohl genau diesen einen Penalty, welchen er verschiessen durfte. Den ersten sauber reingemacht, zudem mit der Vorlage zum 1:0 und wie immer guter Präsenz.

Ngamaleu und Aebischer ohne Note.

Vorschau: FC Zürich – BSC Young Boys

16. März 2018 um 11:56 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Demut, die: in der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit. Demut heisst nicht, dass man sich zu Boden wirft. Demut heisst stehen zu bleiben, wo man steht.

Hochmut, der: auf Überheblichkeit beruhender Stolz und entsprechende Missachtung gegenüber anderen. Hochmut ist das Gegenteil der Demut. Hochmütig ist, wer sich eine Bedeutung beimisst, die ihm nicht zukommt und sich dadurch gegenüber dem Umfeld erhöht.

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Die Tabelle sieht herrlich aus: YB steht mit einem Vorsprung von 13 Verlustpunkten vor dem ärgsten Rivalen aus Basel auf Platz 1. Der FCB bringt momentan kaum ein Bein vor das andere und muss sich auch im Nachtragspiel gegen Lausanne mit einem Punkt begnügen.

Gelbschwarz fliegt im Gegensatz von Sieg zu Sieg und zeigt eine mannschaftliche Geschlossenheit und eine fussballerische Stärke, die wir in dieser Art noch nie erlebt haben.

Trotzdem: Man kann mich Spassbremse oder Schwarzmaler nennen, doch noch ist die Messe nicht gelesen. Es sind weiterhin elf Spiele zu absolvieren, jedes einzelne davon muss mit der höchstmöglichen Konzentration, einer kleinen Prise Demut und vor allem ohne Hochmut angegangen werden – so wie es die Mannschaft inklusive Trainer-Staff seit Wochen vorleben. Die Suche nach Meistershirts ist genauso fehl am Platz, wie die Frage nach dem passenden Feierbalkon.

Der FCZ scheint unter Neo-Trainer Ludovic Magnin in Form zu kommen. Nach dem Last-Minute-Tor gegen GC im Cup-Halbfinal konnte Lugano in der Meisterschaft bereits in den ersten 20 Minuten entscheidend zurückgebunden werden. Im Heimspiel gegen YB muss Magnin aber auf Michael Frey verzichten: Der Ex-YBler ist nach acht Gelben Karten gesperrt.

YB konnte sich wieder eine Woche intensiv mit dem Gegner auseinandersetzen. Bis auf den gesperrten Sanogo dürfte Chadi Hütter alle Feldspieler zur Verfügung haben. Es ist nicht damit zu rechnen, dass grosse Umstellungen vorgenommen werden: Die Abwehr steht wie ein Fels in der Brandung und dürfte trotz des Capitanos Schädelbrummen vollständig einsatzbereit sein. Im Zentrum hat Sow überzeugt, daneben wird Bertones Härte wohl den Vorzug vor Aebischers Unbekümmertheit erhalten. Die Flügelzange Fassnacht/Sulejmani wird ebenso von Beginn weg stürmen, wie das Duo Hoarau/Assalé.

Mit einer weiteren konzentrierten Vorstellung gelingt im Letzigund ein 2:1, die Tore erzielen Fassnacht und Assalé.

BSC Young Boys – Grasshopper Club Zürich 3:1

12. März 2018 um 14:41 von Marco in der Kategorie YB

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Was braucht es, damit ein Stürmer mit über 100 Spielen in der Ligue 1 und fünffacher französischer Nationalspieler ungläubig die Hände über dem Kopf zusammenschlägt? Zum Beispiel ein unglaublich geiles Tor von Djibril Sow zum 3:1 gegen GC. Sow zeigt seit Wochen starke Leistungen und auch gegen die Grasshoppers spielte er beeindruckend. Seine Schnelligkeit, seine Übersicht und seine Ballbehandlung gehören derzeit ligaweit zum Besten. Die einzige Schwäche war die fehlende Torgefahr. Diese merzte er nun aber derart fantastisch aus, dass sich Soldat Sow am Montagmorgen beim Antrittsverlesen wohl gleich das Schiessabzeichen abholen durfte. Sein Treffer war nach eigener Aussage „die Kirsche auf dem Eis“ oder anders gesagt, der Schlusspunkt einer weiteren begeisternden YB-Vorstellung.

Zu Beginn kamen die Young Boys allerdings noch nicht optimal in die Gänge. Murat Yakin ist bekannt dafür, seinen Teams eine solide Defensive zu verpassen. Für YB gab es daher nur wenig Platz, zudem kontrollierte GC das Mittelfeld. Trotzdem konnte sich das Heimteam ein Chancenplus erarbeiten, insbesondere dank dem wirbligen Assalé. Er war es auch, der nach einer knappen halben Stunde den Bann brach und mit einem platzierten Flachschuss in die linke Ecke das 1:0 erzielte. Im team-internen Vierkampf um die Krone des Torschützenkönigs legte er damit wieder vor. Die Führung von YB hielt leider nur gerade fünf Minuten. Die sattelfeste Abwehr und Goalie Wölfli offenbarten nach einem Corner von GC selten gesehene Probleme und liessen den Ausgleich zu. Die Halbzeit-Leistung von YB war knapp genügend und es war klar, dass für drei Punkte eine Steigerung notwendig war.

Glücklicherweise befinden wir uns aktuell in einer Lage, die eine solche Steigerung möglich macht. Adi Hütter fand einmal mehr die richtigen Worte und die Jungs setzten die Anweisungen auf dem Bitz um. YB war mit fortschreitender Spieldauer immer überlegener. Nuhu fungierte quasi als Spielmacher und verteilte Bälle auf die Seiten, so dass GC keinen Zugriff aufs Spiel hatte. Der Ausfall von Von Bergen war natürlich ärgerlich (Gute Besserung Steve!), doch die Selbstverständlichkeit wie Wüthrich mit wenig Spielpraxis in den Beinen die Aufgabe meisterte, machte Freude. Das Tor lag in der Luft, wollte aber noch nicht fallen. Zuerst fiel GC-Spieler Zesiger in einen Schuss von Fassnacht, den er mit den Händen parierte. Schiri Erlachner entschied zu Recht auf Penalty und Hoarau verwertete routiniert zum 2:1.

YB hatte das Spiel im Griff, doch ein Vorsprung mit zwei Toren, ist halt schon immer etwas angenehmer. Zum Glück gibt es dafür Djibril Sow, der sich seine ganzen Qualitäten als Torschütze für diesen einen Volley aufgespart hat. Ein Schuss wie ein Gemälde und eine Szene, die als Sinnbild für die bisherige Saison steht. Nächsten Samstag geht es weiter. YB macht glücklich.

Wölfli 4.5 Beim Gegentor für einmal unsicher, danach gab es kaum mehr Gelegenheit sich auszuzeichnen.

Mbabu 4.5 In der ersten Halbzeit nicht ganz so auffällig wie sonst, danach steigerte er sich.

Nuhu 5 Nach der Pause agierte er manchmal fast als Spielmacher und hatte das Geschehen unter Kontrolle.

Von Bergen 5 Bis zu seiner Auswechslung zeigte der Abwehrchef eine gute Leistung.

Benito 4.5 Nicht so viel Zug nach vorne, aber ein solider Auftritt.

Sulejmani 5 Zeigte grossen Einsatz und seine tolle Technik ist in Zweikämpfen viel Wert.

Bertone 5 Der Ersatz von Sanogo erfüllte die Aufgabe gut und suchte regelmässig den Abschluss.

Sow 6 So(w)ne geile Siech!

Fassnacht 5 Zeigt wieder eine Aufwärtstendenz. Riss Räume auf, war schnell und holte den Penalty heraus.

Hoarau 5.5 Schoss sein schon fast obligatorisches Tor und sorgte für latente Gefahr im GC-Strafraum.

Assalé 5.5 Schiesst aus allen Lagen und erzielte das 1:0. Versuchte sich sogar im Kopfball-Abschluss.

Wüthrich 5 Schwierige Aufgabe, Von Bergen zu ersetzen. Doch er löste sie souverän, wobei GC auch nicht mehr für viel Gefahr sorgte.

Schick/Nsame keine Note

Vorschau BSC YB – GCZ

10. März 2018 um 12:56 von Jänu in der Kategorie YB

GC, GC, die Scheisse vom See! Lang ist es her, als die Institution GC dem BSC YB das Wasser reichen konnte. Die Begegnungen wurden im Laufe der Jahre immer mehr eine Angelegenheit für die Berner. Und trotzdem, für viele YB-Fans ist ein Sieg gegen die Millionarios immer noch eine besondere Genugtuung.

Normalerweise sind es solche Geschichten, durch die bei den Bernern versucht wird, die Spannung Mitte März aufrecht zu erhalten. Dieses Jahr sieht das freilich etwas anders aus. Die Spannung ist da, vom Zehennagel bis zur Haarspitze vom Modefan bis zu Hoarau. Denn mit dem Heimsieg gegen GC kann ein weiterer kleiner Schritt gemacht und die Tabellenführung weiter stabilisiert werden.

Solche Ausgangslagen sind längst kein Schreckensgespenst mehr in Bern. Die Mannschaft hat gelernt mit Druck umzugehen und Adi Hütter hat einen Weg gefunden, der auch vor vermeintlich lösbaren Aufgaben keine Nonchalance zulässt. Als Fan hat man das Gefühl, dass egal ob Real Madrid oder der FC Wileroltigen auf der anderen Seite stehen, der Fokus bei der Mannschaft der gleiche bleibt.

Kleine Änderungen wird Hütter an der Mannschaft vornehmen. Sekou Sanogo wurde nachträglich für zwei Spiele gesperrt und muss daher ersetzt werden. Wahrscheinlich wird Leo Bertone für ihn spielen. Dazu wird Hoarau wohl wieder reinrotiert und Nsame auf der Bank Platz nehmen müssen. Ausserdem ist Ngamaleu ein Kandidat für die Startelf. Aber wozu machen wir uns gross Gedanken über die Aufstellung? Adi Hütter wird nämlich wie immer genau die richtigen Leute auf den Platz schicken. Dass er dieses Fingerspitzengefühl hat, zeigte sich zuletzt in Lugano einmal mehr eindrücklich: Nsame rein, Tor. Schick rein, Tor. Bertone rein, Tor. So ist es nicht verwunderlich, gibt es so wenig Aufstellungsdiskussionen unter den Fans, wie wohl noch gar nie zuvor (zumindest nicht seit ich dabei bin). Schön kann man vollstes Vertrauen in den Staff und die Spieler haben und noch schöner geben sie es einem immer wieder zurück. Auch morgen gegen GC wird das durch den 4:1 Sieg (2x Hoarau, Sow, Schick) der Fall sein, wir freuen uns bereits auf den Matchday-Tunnel, an dessen Ende drei Punkte warten. Holt sie euch!

FC Lugano – BSC Young Boys 2:4

5. März 2018 um 15:27 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Die Young Boys befanden sich wohl mental noch in der Kabine, als die Luganesi nach fünf Minuten bereits mit 1:0 in Front lagen. Ein langer Ball auf Gerndt, der gewinnt sein Kopfballduell gegen Nuhu und Bottani trifft ohne gelbschwarze Gegenwehr zum frühen 1:0. Aber YB wäre in dieser Saison nicht YB, könnte es nicht umgehend auf einen Gegentreffer reagieren. Fünf Zeigerumdrehungen später, der kampfstarke Sulejmani läuft dem Heimteam auf und davon, sein Schuss wird von Da Costa nur ungenügend abgewehrt und Nsame steht da, wo ein Knipser stehen muss – Ausgleich.

Mit der Ruhe des unangefochtenen Leaders und dem Selbstvertrauen eines Seriensiegers kontrollierten die Gelbschwarzen in der Folge das Spiel. Mit hohem Pressing liess man den Gegner kaum mehr aus deren Platzhälfte und dank Ballbesitz bestimmte man zudem das Tempo. Sobald Lugano etwas Unternehmergeist verspürte, wurde dieser umgehend mit einer Temposteigerung und einem Tor unterbunden. In der 30. Minute stürmte Sow über Rechts los, spielte in die Mitte zu Nsame, der liess durch zu Assalé und es stand 2:1 für die Hauptstädter.

Wenn’s läuft, dann läuft’s. Zurzeit können wir schalten und walten wie wir wollen. Für alles findet man Lösungen und jede Idee wird erfolgreich umgesetzt. Beeindruckend wie kontrolliert der Kampf gegen den unangenehmen Gegner FC Lugano geführt wurde. YB schaltete in Halbzeit 2 mindestens einen Gang zurück, ohne das Spieldiktat aus der Hand zu geben oder gar in Bedrängnis zu geraten. So plätscherte das Spiel vor sich hin, bis der zwei Minuten zuvor eingewechselte Thorsten Schick, mit seinem zweiten Saisontreffer, auf 3:1 erhöhte.

Egal wer in der offensive den Vorzug bekommt, ein jeder erfüllt des Trainers Erwartung. Sei dies Nsame, der an 3 Toren beteiligte Matchwinner oder Schick, welcher zuletzt nur selten auflaufen durfte und der vorentscheidend zum 3:1 traf oder der andere Joker Leo Bertone. Nach einer eher zurückhaltenden Phase gelang es dem Berner erneut auf einen Gegentreffer zu reagieren und er traf zum Endstand von 2:4. Auch an diesem schönen Sonntagnachmittag gelang es nicht, den Leader von der Siegerstrasse zu drängen. YB ist nunmehr seit sieben Meisterschaftsspielen und wettbewerbsübergreifend gar seit neun Pflichtspielen ungeschlagen.

Noten:

Wölfli 4,5: Nach vier Minuten kalt erwischt, bekam er im Verlaufe des Spiels doch noch Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Leitete mit seinem weiten Abschlag das 2:4 ein.
Mbabu 4: Unauffälliger als auch schon in dieser Saison.
Von Bergen 4: Beim ersten Gegentreffer stimmte die Zuordnung nicht und auch danach für einmal mit Licht und Schatten.
Nuhu 4: Auch Nuhu liess für einmal andere glänzen.
Benito 5: Seine Seite blieb dicht. Lugano gewann über Benitos Seite kein Land.
Fassnacht 4,5: Überzeugte läuferisch und kämpferisch. Das Abschlussglück lässt aber weiterhin auf sich warten.
Sanogo 4: Sehr kampfbetont aber ab und an auch ohne den Kopf einzuschalten. Hätte sich über Rot nicht beklagen dürfen.
Sow 5: Offensiv wie defensiv fehlerfrei. Bereitete den 2:1 Führungstreffer mit einem schönen Rush über die Seite vor.
Sulejmani 5: Wie zuletzt eigentlich immer, war er viel unterwegs und eroberte Bälle, wie z.B. beim 1:1 Ausgleichstreffer.
Assalé 5: Wirblig wie eh und je. Führt mit Sulejmani und Nsame das Torschützenklassament mit 10 Toren an.
Nsame 5,5: Zurück in der Startelf und gleich wieder «Man of the Match!»
Ngamaleu 4,5: Ersetzte in der 64. Minute Fassnacht. War bemüht und am 3:1 sowie 4:2 beteiligt.
Schick und Bertone kamen und entschieden das Spiel. Schön, wenn man solche Alternativen auf der Bank weiss.

Vorschau: FC Lugano – BSC Young Boys

3. März 2018 um 14:50 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Der letzte Hauch der dienstäglichen Dauererektion ist vergangen, langsam ist das Blut auch wieder im Kopf angekommen. YB steht im Cupfinal und kann diesen Wettbewerb jetzt bis zum 27. Mai aus dem Bewusstsein streichen.

Es zählt der Alltag! Der FC Lugano erwartet die Gelbschwarzen im Cornaredo und will den eigentlich starken Start in die Rückrunde bestätigen. Eigentlich? Da war nach zwei Siegen, unter anderem einer in Basel, diese klare 0:3-Klatsche in St. Gallen. Ein Spiel, in dem das Team von Trainer Tami spielerisch nicht schlechter war, durch Standardsituationen aber unter dem Strich doch deutlich geschlagen wurde.

Ansonsten verfügen die Tessiner über eine spielstarke Equipe, die vor allem zuhause nur schwer zu schlagen ist. In der Hinrunde gelang dies YB nur dank einem Zwischenspurt und zwei lichten Momenten von Sulejmani und Schick innerhalb von wenigen Minuten.

Nebst der Gefahr durch den Gegner, gilt es auch den Fokus wieder auf das Tagesgeschäft zu lenken. Diese Aufgabe haben die Young Boys bislang hervorragend gemeistert, und unter der Führung von Adi Hütter deutet bislang auch nichts auf eine einkehrende Larifari-Mentalität hin.

Im Gegenteil: YB muss mit der gleichen Überzeugung auftreten wie zuletzt, um die drei Punkte zu erkämpfen. Dazu würden wir eine leichte Rotation vorschlagen: Für den zuletzt starken Benito würden wir Jordan Lotomba eine Einsatzmöglichkeit bieten, Djibril Sow würden wir durch Leo Bertone ersetzen. Und ganz vorne sollte Nsame die Möglichkeit erhalten, seine Torflaute zu beenden. Mit dem angeschlagenen Hoarau könnte man bei Bedarf im Verlauf des Spiels nochmals nachlegen.

So holen wir uns einen 2:0 Erfolg durch einen Nsame-Doppelpack.