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Vorschau BSC YB – FC Zürich

18. November 2017 um 13:37 von Jänu in der Kategorie YB

Geschlagene 575 Tage ist es her, seit der BSC YB das letzte Mal den FC Zürich im heimischen Wankdorf empfangen durfte. Eine solch lange Zeitspanne ohne Gastspiel in Bern, die erst durch den Abstieg der Zürcher ermöglicht wurde, dürfte es länger nicht mehr geben. Zu gefestigt präsentiert sich der Aufsteiger in der aktuellen Saison, wenn auch der Schwung aus den Anfangstagen etwas verflogen ist.

Anfänglicher Schwung, der nach und nach verflog, brachte der heutige Zürcher Trainer Forte damals auch bei YB. Für ihn wird die Rückkehr ins Wankdorf sicherlich ein besonderes Erlebnis und nur zu gern würde er einen Erfolg seiner Mannschaft auch persönlich auskosten. Würden Floskeln und Worthülsen mehr Tore als Assalé und Nsame schiessen, wäre ihm ein solcher garantiert. Auch für einen anderen „Zürcher“ wird die Rückkehr speziell. Michi Frey wird im dritten Trikot eines Superleaguisten im Wankdorf auflaufen und sicherlich bis in die Strähnchenspitzen motiviert sein. So schön er sich freuen kann, so schön ist es als gegnerischer Fan auch, ihn verzweifeln zu sehen.

Die beiden dürften aber die Ausnahme sein, denn die meisten Zürcher werden sich nicht auf den Berner Plastik freuen, so müssen sie doch darauf gegen den aktuellen Leader antreten, der auch am Sonntag nur schwer zu bezwingen sein wird. Die Berner konnten während der (Verschnaufs-)Natipause neue Kräfte sammeln. Blessuren und Müdigkeitserscheinungen wurden mit Massagen und Pausen beseitigt, so dass am Sonntag die Tanks der Spieler voll sein werden. Personell wird es kaum Änderungen geben, einzig Guillaume Hoarau, wird bald wieder im Aufgebot erwartet. Mal schauen, ob es bereits am Sonntag soweit sein wird. Doch auch ohne ihn wird es für die Berner vor allem eine Richtung geben: vorwärts. Auf den Aussenbahnen werden Mbabu und Lotomba zusammen mit ihren Vordermänner Sulejmani und Fassnacht die Zürcher unter Dauerdruck setzen und unser Sturmduo Nsame/Assalé wird entweder die nötigen Räume für sie aufreissen oder aber ihre Vorlagen kaltschnäuzig verwerten. Währenddessen hinten von Bergen und Nuhu vor von Ballmoos dichthalten und im Zentrum Aebischer und Sanogo den Zürcher kaum Platz zum Atmen lassen.

Der FCZ wird deshalb ohne Punkte wieder abreisen müssen und selbst ein Torerfolg bleibt ihm beim diskussionslosen 4:0 Sieg verwehrt. Das neben Nsame und Assalé (2x) auch Lotomba ein Tor erzielen wird, ist zwar erstaunlich, doch wir mögen es ihm schon jetzt gönnen. HOPP YB!

Mögliche YB-Aufstellung

FC Basel – BSC Young Boys 1:1

6. November 2017 um 14:45 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen

Lange ist es her, seit es in einem Spiel Basel – YB im Joggeli spürbar um mehr als «nur» Prestige ging. Für einmal ging YB mit einem Punktevorsprung ins Rennen und Trainer Hütter stellte seine Elf nicht nur nominell, sondern auch taktisch etwas um. Für Lotomba und Nsame begannen Benito und Ngamaleu. Die Ausrichtung war etwas defensiver und kontrollierter als sonst, im Wissen, dass YB ein Unentschieden deutlich mehr bringt als den Baslern. Zudem ermöglichte die Umstellung auch Optionen für allfällige Wechsel.

Den über 30’000 Zuschauern bot sich ein Kampfspiel, das von Zweikämpfen und wenig zusammenhängenden Szenen geprägt war. Beide Teams verteidigten stark und kamen im Ballbesitz kaum zu gefährlichen Aktionen. Zu aufsässig waren beide Mannschaften, zu unpräzise die Pässe in die Spitze. Obwohl der FCB leichte Vorteile punkto Ballbesitz verzeichnen konnte, gehörte die beste Chance YB: Sulejmani reagierte am gegnerischen Strafraum am schnellsten und konnte mit seinem schwächeren Fuss abschliessen. Doch Vaclik war zur Stelle und vereitelte einen Basler Rückstand.

Nach der Pause wirkte Basel etwas entschlossener und liess YB nicht mehr viel Raum zur Entlastung. Die Gelbschwarzen verteidigten aber solid und liessen eigentlich nichts zu, bis Nuhu im Strafraum zu einem Dribbling ansetzte, den Ball etwas spät zu Sanogo passte, dieser bei der Ballannahme patzte und im Anschluss den Ball verlor. Serey Die fasste sich ein Herz und schloss stark in die untere, rechte Ecke ab. Von Ballmoos, der in der ersten Halbzeit eine Fleischwunde unter dem Auge verarzten lassen musste, war zwar dran, konnte den Ball auf dem nassen Rasen aber nicht entscheidend ablenken.

YB brauchte einige Minuten, um wieder in den Tritt zu kommen. Hilfreich war dabei die Einwechslung von Topscorer Nsame, der sich sofort ins Spiel einfand und mit seiner physischen Präsenz den gegnerischen Verteidiger das Leben schwer machte. Das Team bewies die zuletzt häufig zitierten Mentalität und Kampfgeist und arbeitete sich schrittweise nach vorne. Ein Konter führte nach rund 80 Minuten zu einem Freistoss. Den Ball von Sulejmani brachte keiner aufs Tor, doch der Rebound landete bei Mbabu. Der umkurvte seinen Gegenspieler wie einen Schuljungen und fand in der Mitte Nsame, der mit der Hacke wunderschön zum Ausgleich traf.

Ein verdienter Punkt, der das 7-Punkte-Polster erfreulicherweise aufrecht erhält. YB hat gezeigt, dass die Mannschaft reifer ist als in den Jahren zuvor. In der Natipause soll sich nun jeder erholen (Gute Besserung Jean-Pierre!) damit wir am Sonntag in einer Woche Zuhause den FCZ würdig empfangen können. Hopp YB!

 

Die Noten

Von Ballmoos 5/ Biss trotz Fleischwunde unter dem Auge durch und liess sich nichts anmerken. Beim Gegentor ist er dran, der Ball springt im dümmsten Moment auf.

Mbabu 5,5/ Defensiv sehr konzentriert und zweikampfstark. In der Offensiv nicht so viel Platz wie sonst – aber bei einer der weniger Aktionen entscheidend. Toller Assist.

Von Bergen 5,5/ Starker Auftritt des Captains. Der Abwehrverbund liess kaum etwas zu.

Nuhu 4,5/ Schwankte zwischen Welt- und Kreisklasse. Defensiv absolut Top, allerdings mit zwei, drei non-chalanten Aktionen. Legte sich sogar noch mit dem Publikum an, fand aber danach glücklicherweise wieder in die Spur.

Benito 5/ Begann für Lotomba und rechtfertigte seine Nominierung durchaus. Robuster Auftritt auf der deutlich belebteren Basler Seite.

Ngamaleu 4/ War bemüht, kämpfte aber glücklos. Hatte in der ersten Halbzeit einige gute Ideen, verstolperte aber einige Male den Ball oder wurde – meist von Assalé – nicht angespielt.

Aebischer 4,5/ Wehrte sich gut und fing diverse Bälle ab. In der zweiten Halbzeit dann etwas weniger präsent.

Sanogo 5/ Doofer Ballverlust vor dem Gegentor wegen einer schlechten Ballannahme. Solche Szenen wurden aber auch schon abgepfiffen. Sonst aber der Chef auf dem Platz.

Sulejmani 5/ Defensiv so engagiert wie selten, die Standards nur mittelmässig. Aber Sulejmani gab nicht auf und war auch am Ursprung des Freistosses sowie an dessen Ausführung beteiligt.

Fassnacht 4/ Fand nicht so recht ins Spiel und konnte seine Schnelligkeit zu wenig ausspielen. Gefällt auf dem Flügel besser.

Assalé 4/ Natürlich ist Roger ein wirbliger und fleissiger Stürmer, der für YB Gold wert ist. Gestern fiel er aber vor allem durch vertändelte Konter, zu späte Abspiele oder schlechte Flugeinlagen auf. Das kann er definitiv besser.

Nsame 6/ Das Tor allein ist die Höchstnote wert. Ansonsten: So stellt man sich den Auftritt eines Jokers vor.

Lotomba und Sow keine Note

Vorschau FC Basel – BSC Young Boys

5. November 2017 um 11:32 von Marco in der Kategorie YB

In wenigen Stunden ist es soweit: Der Spitzenkampf FC Basel gegen den BSC Young Boys geht vor mehr als 30’000 Zuschauer über die Bühne. Nachdem beide Teams eine enttäuschende Europacup-Woche erlebt haben, steht nun wieder das Kerngeschäft Meisterschaft auf dem Programm. Darin hat sich YB bisher sehr gut behauptet. Insbesondere die Schwächen der Vorjahre sind bisher nicht zu beobachten. Auch auf fremden Terrain präsentiert sich YB in guter Form und spielt konsequent auf Sieg. Die Folge: YB führt auch die Auswärtstabelle an. Ein anderes Manko in den letzten Saisons war der Rhythmus-Wechsel zwischen Meisterschaft und Europacup. Nach tollen Auftritten auf internationalem Parkett folgten oft uninspirierte Spiele gegen SL-Vertreter. Nicht so in dieser Saison: Nach einem Europacup-Spiel ging YB noch nie als Verlierer vom Platz und gab nur zweimal Punkte ab.

Die Schlussfolgerung ist wenig überraschend. YB hat ein Europacup-Spiel hinter sich und tritt in der Fremde an. Die Voraussetzungen für einen Sieg in Basel sind also gegeben.

Personell sind die Young Boys heute gut aufgestellt. Auf der Verletztenliste stehen nur Bertone, Hoarau und Seferi. Sperren sind keine abzusitzen. Bei Basel fehlen Stürmer Van Wolfswinkel und Innenverteidiger Suchy, was für YB sicher kein Nachteil ist. Nachdem die Berner Verteidigung gegen Sion umgestellt werden musste, kann Adi Hütter heute wieder auf die Stammkräfte Von Bergen und Nuhu setzen. Rechts aussen ist Mbabu gesetzt. Dagegen ist die Position des Linksverteidigers noch offen. Benito hat wenig Spielpraxis aber viel Erfahrung. Lotomba spielt bisher eine starke Saison, bezahlt aber aufgrund seines Alters manchmal Lehrgeld wie gegen Kiew. Auch Sulejmani blieb in der Europa League unter seinen Möglichkeiten, doch er ist der Mann für die grossen Spiele und kann im St. Jakobpark zu seiner Form zurückfinden. Erfreulich ist die Rückkehr von Sanogo. Seine Robustheit und Spielübersicht könnten  Erfolgsfaktoren sein. Neben ihm stehen Sow und Aebischer zur Verfügung. Sow hat sich zuletzt gesteigert und ist physisch ein bisschen stärker. Das dürfte ihm den Platz in der Startaufstellung bescheren. Fassnacht ist ein sicherer Wert auf dem Flügel. Wenn er wieder etwas effizienter wird, ist er auch ein Tor-Garant. Falls nicht, richten es Assalé und Nsame im Sturm.

Nsame teilt sich die Spitze im Torschützenklassement derzeit mit Thuns Rapp. Heute trifft er zum 0:1, Sulejmani erhöht auf 0:2. Der Gegentreffer in der Schlussphase ist ärgerlich und das Zittern nervenaufreibend. Zum Glück reicht es und YB verlässt Basel mit drei Punkten im Gepäck.

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BSC Young Boys – Dynamo Kiew 0:1

3. November 2017 um 13:05 von Cabrón in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

Es stimmte vieles und doch fehlte am Ende das kleine Bisschen um den Abend erfolgreich abzuschliessen. Die Young Boys begannen stark, störten den Gegner früh und schalteten blitzschnell um, so dass Kiew gar nicht erst ins Spiel fand. Sow und Aebischer spielten im Mittelfeld gross auf, kämpften um jeden Ball, vertraten den gesperrten Sanogo ohne Fehl und Tadel. Die Verteidigung stand sicher und nach schnellem Umschalten ging es jeweils über die Seiten in die gegnerische Platzhälfte, die Stürmer liefen in die Tiefe und verpassten das Zuspiel nur um ein kleines Bisschen. Es war wie verhext! Um sich einer Biermetapher zu bemühen: Es war wie ein Schluck aus dem alkoholfreien Bier, welches im Stadion an europäischen Spielen ausgeschenkt wird. Es sieht aus wie Bier, es schmeckt (manchmal sogar ein bisschen) nach Bier aber die euphorisierende Wirkung bleibt aus – egal wie oft man daran nippt.

Nach einem Sulejmani Eckball in der 16. Minute fehlte nur ein kleines Bisschen, doch Nuhu köpfte den Ball an den Pfosten und der Nachschuss Nsames «klärte» der unglücklich kämpfende Assalé auf der Linie. Freistoss Sulejmani, geblockter Schuss Sow und wieder Nsame der aus spitzem Winkel das Tor nur um ein kleines Bisschen verfehlte. Zugegeben, es waren zumeist die ruhenden Bälle, welche zu akuter Torgefahr führten, denn aus dem Spiel heraus war der letzte Pass jeweils ein kleines Bisschen zu ungenau. Und was war mit Kiew? Fehlte der abgewanderte Yarmolenko oder der verletzte Mbokani? Dies war sicher mit ein Grund, weshalb die Ukrainer kaum einmal gefährlich vor dem YB Tor auftauchten. Doch vor allem standen die Mannen von Adi Hütter solid und setzten den Gameplan perfekt um. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis sich dies auch auf dem Totomat ersichtlich zeigen würde. So dachte man.

Auch wenn Dynamo nach der Einwechslung von Kravets etwas agiler auftrat und die schmutzigen Fouls sowie das unfaire Zeitspiel nach und nach beim Heimteam Wirkung zeigte, hatten die Gelbschwarzen auch nach dem Seitenwechsel mehr vom Spiel. 17 zu 5 Eckbälle und 17 zu 8 Torschüsse reichten jedoch nicht aus um den ersten Sieg in der diesjährigen Europa League Kampagne zu bewerkstelligen. Der wohl einzige Fehler, des ansonsten stark aufspielenden Lotombas, am gestrigen Abend oder sagen wir es war eine falsche Entscheidung, nutzten die Gäste zum entscheidenden 0:1 Siegtreffer. Denn Sulejmani verfehlte das Tor, bei seinem indirekten Freistoss aus 11 Metern, mehr als nur ein kleines Bisschen und Aebischers Weitschuss parierte der Kovalersatz Bushchan.

Mund abwischen und das Spiel gegen Basel aus dem Hinterkopf in den Fokus rücken!

Noten:
Von Ballmoos: 4,5 War nicht allzu sehr beschäftigt, doch erledigte, was zu erledigen war.
Mbabu: 4,5 Beackerte in gewohnter Manier seine rechte Seite, doch auch seine Flanken waren zu ungenau.
Von Bergen: 4 Defensiv solid aber Schwierigkeiten mit dem ersten Pass.
Nuhu: 5 Gegen Hinten souverän und gegen Vorne ohne Fortune.
Lotomba: 4,5 Unterband mehrere Gegenstösse nach Konter des Gegners und machte auch sonst fast alles Richtig, bis auf das eine Mal in der 70. Minute.
Fassnacht: 4 Kämpfte und lief viel, doch auch ihm gelang kaum etwas Zählbares.
Sow: 5 Gute Leistung des Youngsters. Stark am Ball und kämpferisch unterwegs.
Aebischer: 5 Bester Spieler auf dem Platz. Immer anspielbar, mit gutem Auge für die Mitspieler und zweikampfstark.
Sulejmani: 4 Sein Visier war gestern definitiv falsch eingestellt, aber viel unterwegs und sehr bemüht.
Nsame: 4,5 Hatte die eine oder andere Chance doch verpasste auch gestern seinen ersten Treffer in der EL.
Assalé: 4 Meist einen Schritt zu spät und mit einigen Fehlpässen. Das war nicht sein Spiel gestern.
Moumi Ngamaleu: kam in der 73. Minute für Nsame.
Schick: kam nach 81. Minuten für Fassnacht.

Michel Aebischer konnte seine starke Leistung nicht mit einem Tor krönen. (Foto: Thomas Hodel)

Michel Aebischer konnte seine starke Leistung nicht mit einem Tor krönen. (Foto: Thomas Hodel)

Vorschau BSC YB – Dynamo Kiew

2. November 2017 um 12:53 von Jänu in der Kategorie YB

YB-Kiew… man kann es schon fast nicht mehr hören. Wiedermal spielen die Berner gegen den Ukrainer Hauptstadtverein, diesmal im Rahmen des ersten „Rückrundenspiels“ der Europa League Gruppenphase.

Der Gegner ist sicherlich kein Grund zur Vorfreude, die Ausgangslage schon eher. Mit einem Sieg können die Berner einen weiteren grossen Schritt in Richtung Weiterkommen machen, sogar der erste Platz wäre mit einem Dreier wieder greifbar. Da Punkte gegen Kiew in dieser Gruppe eher die Ausnahme als die Regel sind, kann YB ruhig etwas pokern und va banque spielen, zu verlieren haben die Berner nämlich nicht viel. Bei einer Niederlage bleiben die Chancen europäisch zu Überwintern nach wie vor gut.
Ein weiterer Grund sich aufs Spiel zu freuen, ist ganz einfach das momentane YB-Spiel an sich. Mit viel Spielfreude und Spielwitz machen es die Berner jedem Gegner schwer, ein Rezept gegen sie zu finden. Die Hütter Elf verfügt über die Fähigkeit, den Kontrahenten zum richtigen Zeitpunkt konsequent unter Druck zu setzen. Dazu kommt die Spielintelligenz, um aus diesen Druckphasen auch Chancen zu kreieren und schliesslich werden diese aktuell auch effizient verwertet. Egal ob Nsame, Assalé oder Sulejmani, der Ball zappelt früher oder später im Netz des Gegners.
Und dann wäre da auch noch dieser eine mickrige Grund zur Vorfreude im Tor der Kiewer: Maxym Koval. Der Dynamo-Goalie trieb uns im Champions League Qualifikation Rückspiel erst zur Weissglut, nur um uns anschliessend einen der Glücksmomente der aktuellen Saison zu bescheren. Nun kehrt er ins Wankdorf zurück und darauf freuen wir uns bestimmt mehr, als er sich.

YB hat durchaus das Potenzial dem Gruppenkrösus erneut Punkte abzuringen, ihn gar zu besiegen. Es wäre besonders schön, den ersten Sieg in der EL-Gruppenphase zu Hause zu feiern und so auch gleich das Langzeitduell 2017 gegen Kiew für sich zu entscheiden (aktuell 1 Niederlage, 1 Sieg, 1 Unentschieden). Allerdings wird Adi Hütter auf Sekou Sanogo verzichten müssen, der Ivorer ist gesperrt und wird somit zwangsgeschont. Dieser Verlust wiegt schwer, ist doch Sanogo in den Spielen gegen die robusten europäischen Mannschaften, gegen die Zweikampfstärke und –härte besonders wichtig sind, nur schwer zu ersetzen. Da aber die Kiewer den erneuten Bern Ausflug nicht allzu ernst nehmen werden, klappt‘s trotzdem mit dem Sieg. Beim 3:2 für YB schiessen Fassnacht, Assalé und Sow die Tore.

mögliche YB-Aufstellung

BSC YB – FC Sion 5:1

31. Oktober 2017 um 08:16 von Mate in der Kategorie YB

6:1 gegen St. Gallen, 5:1 gegen Sion – Gastteam im Wankdorf zu sein, ist momentan keine schöne Angelegenheit. Erfreulicherweise. Auch wenn der Gegner natürlich nicht der ganz grosse Herausforderer war, die Leistung der Gelbschwarzen war beeindruckend. Sie schwankte zwischen solid und hervorragend und es gab in keiner Sekunde des Spiels einen Zweifel darüber, ob YB dieses Spiel gewinnen würde oder nicht. Wie bereits im letzten Heimspiel gegen St. Gallen hätten es auch diesmal gut und gerne noch 2-3 Tore mehr sein können.

Wenn YB vor noch nicht allzu langer Zeit gut startete, früh in Führung ging und dann einen dummen Gegentreffer kassierte, hatte dies nicht selten Verunsicherung und entsprechende Leistungseinbusse zur Folge. Nicht so im Moment. Goalie Von  Ballmoos hatte gezögert, Cunha profitiert  und Kasami freigespielt, welcher den 2:1-Anschlusstreffer für die Walliser erzielte. Bis auf eine kleine Chance ganz zu Beginn hatte Sion bis dahin genau nichts zu bestellen gehabt. YB führte 2:0 durch Tore von Sulejmani und Assalé. ein Angriff nach dem anderen war bis da in Richtung Sion-Tor gerollt, die Überlegenheit von YB war immens. Eindrücklich auch wie Hütters Mannschaft auf diesen unnötigen Gegentreffer reagierte. Zuvor ganz kurz mit verhältnismässig etwas weniger Drive unterwegs , schien man festgestellt zu haben, dass da doch noch ein Gegner auf dem Platz steht. Also drehte man den Tempoknopf einfach wieder etwas rauf und es war am Ende Jean-Pierre Nsame, welcher mit einer Riesenkiste den 3:1-Vorsprung wiederherstellte. Man munkelt, dass Sions Ricardo immer noch unter Orientierungsstörungen leidet und Goalie Mitryushkin das Ohrensausen hat, seit dieser Knaller über ihn hinweg ins nahe Eck gedonnert ist. Kurz danach war Pause und – auch das ist anders – auf den Rängen, wo man früher in solchen Situationen trotz allem befürchtete, YB würde es plötzlich doch noch verkacken, wurde nun über die Höhe des YB-Siegs gerätselt. Es scheint, als habe sich das augenfällige Selbstvertrauen vom Rasen auf die Ränge ausgebreitet.

Halbzeit zwei begann eher gemächlich, YB hatte das Spiel im Griff und Sion keine Mittel, den Leader in Bedrängnis zu bringen. So brauchte es auch in der zweiten Hälfte einen Schnitzer der Berner Hintermannschaft, damit Sion zu einer wirklich guten Chance kam. Der sonst bärenstarke Mbabu verpasste das Abspiel, wonach Marco Schneuwly alleine losziehen konnte, den Ball aber nur ins Aussennetz schoss. Vorne erhielten die Young Boys einen Penalty zugesprochen, nachdem Nsame Zverotic überfordert hatte und ihm dieser das Bein wegzog. Sulejmani verwertete gekonnt. Danach hätte Nsame auf 5:1 stellen sollen, scheiterte aber aus fünf Metern vor dem leeren Tor – nach einem zügigen Angriff über rechts und einem schönen Zuspiel von Sturm-Compagnon Assalé. Wenig später erhielt Nsame, wieder von Assalé in Szene gesetzt, die nächste Gelegenheit, seinen zweiten Treffer zu erzielen. Diese wiederum nutzte der Kameruner eiskalt, 5:1, drei Punkte. Weitermachen.

 

Noten:

Von Ballmoos 4,5:      Muss den Gegentreffer auf seine Kappe nehmen, eigentlich atypisch, dass er dort zögerte. Es sah fast so aus als hätte er einen Moment vergessen, dass er die Strafraumlinie übertreten darf. Danach gewohnt sicher und mit zwei guten Interventionen.

Mbabu 5,5:                 Abgesehen von seinem Aussetzer, welcher aber ohne Folgen blieb, mitunter einer der besten auf dem Platz, defensiv wie nach vorne stark. Klasse die Vorarbeit zum 1:0.

Bürki 5:                       Das zweite Meisterschaftsspiel von Beginn weg lief für Bürki um einiges besser als das Erste. Kam mit kleinen erfolgreichen Interventionen am Anfang schnell und gut ins Spiel und spielte danach solide.

Wüthrich 5:                 Ebenfalls mit einer erfreulich souveränen Leistung – auch wenn die Verteidigung natürlich nicht aufs Letzte gefordert war. Setzte seine Robustheit gut ein und traute sich auch mit dem Ball je länger je mehr zu. Zu recht.

Lotomba 5:                 Solide Leistung des Jungspunds, jedoch auch gestern mit zwei, drei kleinen Fehlern, welche er aber entweder gleich selber ausbügelte oder sich auf die Hilfe seiner Mitspieler verlassen konnte.

Sulejmani 5,5:             Starker Auftritt des Serben, bleibt nicht viel mehr zu sagen als «weiter so».

Sanogo 5,5:                Chef auf dem Platz. Stellte seine Zweikampfstärke einmal mehr eindrücklich zur Schau. Sehr diszipliniert erreichte er das Ziel, keine gelbe Karte zu holen, problemlos.

Sow 5:                        Steigert sich langsam aber sicher und hat mehr Einfluss auf das Spiel als noch Anfangs Saison. Manchmal noch mit vermeidbaren Ballverlusten, weil er die falsche Entscheidung trifft.

Fassnacht 5:               Vergab zu Beginn des Spiels einmal mehr eine Riesenchance. Ansonsten gewohnt fleissig und aggressiv im Spiel gegen den Ball. Mit viel Zug unterwegs, gefällt einfach der Mann.

Nsame 5 :          Zwei Tore gemacht, eines schon fast fahrlässig liegen gelassen. Schön zu sehen dass ihn das offensichtlich fast mehr wurmte, als es ihn freute, dass er zweimal getroffen hat. Wobei der erste Treffer schlicht grosse Klasse war.

Assalé 5:                     War auch in der 90. Minute nicht zu müde, Sions Torhüter noch unter Druck zu setzen. Bestätigte seine gute Form und war an vielen guten Offensivaktionen beteiligt.

Vorschau BSC YB – FC Sion

28. Oktober 2017 um 11:08 von Jänu in der Kategorie YB

Heute haben wir bei gaeubschwarz.be eine Premiere zu feiern! Die erste Vorschau von Questra ist online und soll euch auf das morgige Spiel gegen Sion einstimmen. Merci dem Verfasser und HOPP YB!

Die Tage der Young Boys sind intensiv: Europaleague, Meisterschaft, Cup wieder Meisterschaft… die Berner tanzen auf drei Hochzeiten und die Medien strapazieren das Unwort «Dreifachbelastung» bei jeder Gelegenheit. Doch die Mannschaft beweist Spiel für Spiel, dass sie die Aufgaben ernst zu nehmen versteht und es für sie bisher keine Belastung darstellt, alle paar Tage einen Ernstkampf zu bestreiten. Der sonntägliche YB-Gegner aus dem Wallis wäre froh, hätte er dieses «belastende» Luxusproblem noch: die Walliser spielen bekanntlich nur noch in der Meisterschaft. Und diese wurde Coach Tramezzani am vergangenen Wochenende doch noch zum Verhängnis, er tanzt bestenfalls noch alleine in seiner, immerhin von Constantin finanzierten Wohnung (Quelle: investigativ Journalismus SRF). Die letzte Begegnung der beiden Mannschaften liegt erst wenige Spieltage zurück. Gerne erinnern wir uns an den schönen Spätsommertag, ja, es war gar T-Shirt-Wetter. Allerdings: das Wetter ist uns in besserer Erinnerung, als es der Spielverlauf ist, ein mühsamer eins zu null Sieg resultierte im Wallis. So schwer sich YB das Leben in Sion macht, so leicht läuft es im heimischen Wankdorf: seit dem Wiederaufstieg konnten die Walliser den Hauptstädtern noch nie die volle Punktzahl abnehmen. So macht der wallisische Besuch regelmässig Freude. Auch weil diese Spiele häufig einen hohen Unterhaltungswert bieten, auf und neben dem Platz. Wer erinnert sich nicht an die Geste von Elsad Zverotic, damals noch in gelbschwarz, in Richtung von Michael Dingsdag, dem ehemaligen Innenverteidiger der Walliser. Die Szene war für Journalisten, was für den Büezer das Bier an Feierabend ist: willkommene Abwechslung. Und wenn der FC Sion dann doch zu fest aus den Schlagzeilen verschwindet, tritt entweder der Präsident in Erscheinung oder es öffnet das grösste Trainerkabinett der Schweiz seine Tore. Das neueste Exemplar heisst Gabriel Francisco García de la Torre, besser bekannt als Gabri. Als Spieler war er unter anderem bei Barcelona und, tatsächlich, bei Lausanne aktiv. Als Trainer ist er jedoch noch ein unbeschriebenes Blatt; vielleicht ein Rohdiamant, vielleicht eine Bereicherung, ganz sicher aber erfahrungsarm. Das Spiel am Sonntag wird sein erstes als Trainer eines Proficlubs. Wir finden, dass er diese zweite Karriere unbedingt mit einer Niederlage beginnen sollte. Natürlich wird dies aufgrund der gelb-gesperrten und bisher überzeugenden Innenverteidigern von Bergen und Nuhu eine schwierige Aufgabe für die Young Boys, die am Sonntag ganz sicher eine sehr junge Mannschaft stellen muss. Wir vertrauen aber auf Adi Hütter, der den YB-Tanz bisher vorzüglich choreographiert. Unserem Tanzlehrer fehlen zwar wichtige Führungstänzer seiner üblichen 4-4-2-Crew, dank dieser Absenzen darf er sich aber kreativ an eine neue Zusammenstellung wagen. Es wird interessant zu sehen sein, welche Spieler sich als Vortänzer hervortun und welche sich eher im Hintergrund bewegen. Für uns wahrscheinlich sind die Verteidigungspaare Lotomba/Mbabu aussen sowie Benito/Wüthrich im Zentrum. Dank dem überragenden Solisten Assalé und einem ungewohnt kaltblütigen Fassnacht werden die Fans auf den Tribünen einen 2:0-Sieg betanzen.

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FC Münsingen – BSC YB 0:3

26. Oktober 2017 um 11:59 von Jänu in der Kategorie YB

Das Wichtigste vorneweg: YB ist eine Runde weiter und steht im Viertelfinale des Schweizer Cups. Eigentlich könnten wir hier Schluss machen, denn im Cup kommt es einzig und allein darauf an, dass man gewinnt. Aber ein Rückblick auf die 90 Minuten auf Sandreutenen lohnt sich trotzdem.

Es war kein lockerer Sieg für den Oberklassigen. Erst in der zweiten Halbzeit konnten dank den Einwechslungen von Sulejmani und Assalé die Weichen auf Sieg gestellt werden. Zuvor war es ein Krampf und mit Münsingen stand ein Erstligist auf dem Bitz, der gewillt war, dem grossen Nachbarn ein Bein zu stellen. Von Beginn an war das Spiel geprägt von zahlreichen hart geführten Zweikämpfen. YB zeigte, dass es gewillt war, mit gewohnter Profihärte die Aufgabe anzunehmen und die Münsinger werden das Spiel sicher noch ein paar Tage in den Knochen spüren. Doch sie hielten dagegen und überliessen den Stadtbernern keinesfalls freiwillig das Spiel. Deshalb hatte YB in der ersten Halbzeit Mühe, zwingend vors gegnerische Tor zu kommen und die Feldüberlegenheit in Zählbares umzumünzen. Nach dem Seitenwechsel hatte der FCM gar eine kurze Druckphase mit einigen Eckbällen, aus welchen gut und gerne der Führungstreffer hätte fallen können. Nun, die Münsinger haben glücklicherweise keinen Stürmer namens Konjunktiv und so stand es beim eingangs angesprochenen Doppelwechsel in der 66. Minute immer noch 0:0. Schnell belebten die beiden neuen das YB-Spiel und nur sechs Minuten nach der Einwechslung traf Sulejmani aus spitzem Winkel zum 1:0. Und keine zehn Minuten später erzielte Assalé das vorentscheidende 2:0. Der Angriff, den Assalé erfolgreich abschloss, entstand direkt nach der besten Chance der Bernbieter, doch von Bergen konnte für den geschlagenen von Ballmoos auf der Linie retten und den Ausgleich verhindern. Statt 1:1 stand es nun also 2:0 für den Favoriten. Der Widerstand der Münsinger war gebrochen, das 3:0 durch Ngamaleu Resultatkosmetik und der Schlusspfiff durch Schiri Bieri der Schlusspunkt einer Partie, die irgendwie alle zufriedenstellte. YB ist eine Runde weiter, die kleinen Kiddies konnten auf Autogrammjagd gehen, die Münsinger Spieler wussten, dass sie einem nationalen Spitzenverein alles abverlangt hatten und die Verantwortlichen des FCM hatten ihr gewünschtes Fussballfest erhalten und auf die Beine gestellt.

Die Noten:

Von Ballmoos: 5. Hatte mehr zu tun als ihm lieb war, machte dies aber bis auf eine kleine Unsicherheit einwandfrei.

Joss: 4. Durfte für Mbabu ran, dem die Pause gut tun wird. Bemühung war sichtbar, aber auch die fehlende Spielpraxis.

Von Bergen: 5. Steve rettete uns die Führung und spielte auch sonst eine gute Partie.

Nuhu: 4.5. Machte seine Sache wie sein Kollege gut.

Benito: 4.5. Durfte endlich wieder mal 90 Minuten spielen und tat dies ganz gut. Der Drive nach vorne war verständlicherweise noch nicht allzu ausgeprägt, doch der lange Assist zum 2:0 eine Augenweide.

Schick: 4. Konnte sich gegen die robusten Münsinger zu wenig durchsetzen.

Sanogo: 4.5. In den Zweikämpfen fast tadellos, gegen einen Unterklassigen dürfte man aber auch etwas mehr Spielaufbau erwarten. Super Assist auf Sulejmani vor dem 1:0.

Aebischer: 4. Auch ihm wollte der Spielaufbau nicht wirklich gelingen.

Ngamaleu: 4.5. Wirkte körperlich etwas zu wenig robust und zu wenig entschlossen in seinen Aktionen. Schön konnte er mit dem 3:0 auch noch ein persönliches Erfolgserlebnis verbuchen.

Nsame: 4.5. Hatte zwei gute Abschlüsse, die beide vom starken FCM-Keeper pariert wurden.

Fassnacht: 4. Blieb unter seinen Möglichkeiten und war ungewohnt ideenlos.

Sulejmani/Assalé: 5.5. Die beiden belebten das Spiel und sorgten für die Entscheidung.

Sow: k.N. Kam für Sanogo

Vorschau: FC Münsingen – BSC YB

25. Oktober 2017 um 11:44 von Pele in der Kategorie Matchvorschau, YB

Die Cupsaison 2017 hält für YB allerhand spezielle Begegnungen bereit. Statt den immergleichen Reisen aufs welsche oder inner-/ostschweizerische Land, treffen die Gelbschwarzen heuer auf Nachbaren. Sei es der geographische Nachbar Breitenrain, der historische Namensnachbar Old Boys – oder jetzt eben das Team vom nahen Sportplatz Sandreutenen.

Fast schon unglaublich, dass es zwischen YB und Münsingen noch nie zu einem Ernstkampf kam. Im Cup traf der FCM bislang auf Basel oder Aarau, aber noch nie auf die Gelbschwarzen. Dabei gibt es etliche Figuren, für die das Duell ein spezieller Moment ist. Sei es Münsingens Trainer-Legende Kurt Feuz, der bei YB spielte, oder Wuschu Spycher der von dort aus den Sprung zu Luzern schaffte, sowie etliche Erstteamler der Aaretaler die zu Juniorenzeiten ihr Glück im YB-Nachwuchs suchten.

Die Voraussetzungen sind so klar wie immer: Der haushohe Favorit kann gegen den Underdog nur verlieren. Volksfeststimmung und Jahrhundertspiel auf der einen, mühevoller Pflichtauftritt auf der anderen Seite. Bislang gelang es Adi Hütter und seinem Trainerteam jeweils optimal, die Mannschaft trotz Rotationen optimal auf die unterklassigen Gegner einzustellen. Beide bisherigen Aufgaben wurden souverän und anständig gelöst und es gibt keinen Grund, weshalb es heute nicht auch so laufen sollte.

Der Gegner aus Münsingen braucht seinen Spielstil nicht gross zu verändern. Das Team von Kurt Feuz ist bekannt für eine solide Defensive und ein effizientes Konterspiel – also genau so wie der Matchplan in solchen Cuppartien zu 99% immer aussieht. Möglicherweise kommt es heute Abend also zu einem Geduldsspiel, bei dem die Gelbschwarzen nicht nervös und schon gar nicht unkonzentriert werden dürfen. Zieht YB sein Spiel durch, sollten die bessere Physis und die spielerische Qualität über kurz oder lang den Unterschied ausmachen.

Es dürften wieder Spieler aus der „zweiten Garde“ zum Einsatz kommen. Fraglich bleibt die Zusammenstellung der Innenverteidigung: Kasim Nuhu und Steve von Bergen sind nach der vierten Gelben Karte am Sonntag gesperrt. Entweder nutzt Hütter diese kommende Zwangspause aus und bringt heute beide, oder er schenkt dem IV-Duo vom kommenden Sonntag das Vertrauen. Die dürfte sich aus dem Trio Bürki, Wüthrich und (falls fit) Loris Benito zusammensetzen. Wir rechnen mit einer Mischform und erwarten eine Dreierkette mit dem arrivierten von Bergen und den beiden Jungen.

Aussen dürfte Sven Joss eine Einsatzmöglichkeit erhalten, im Zentrum wäre eine Pause für Sekou Sanogo denkbar.

YB wird einen kühlen Kopf bewahren und das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden. Die Tore erzielen Nsame, Fassnacht und Aebischer.

 

FC Luzern – BSC YB 0:1

23. Oktober 2017 um 18:57 von Pele in der Kategorie Matchbericht, Spielerbewertungen, YB

In Zusammenarbeit mit Jänu

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In Luzern fanden die Young Boys zurück in die Erfolgsspur. Nach dem enttäuschenden Resultat in Lausanne waren es nun wieder drei Punkte, die YB von einem Auswärtsspiel mit nach Hause nehmen konnte.

Der Leader startet jedoch verhalten ins Spiel und es war das Heimteam, das durch Juric und Kutesa zu den gefährlicheren Abschlüssen kam. YB steigerte sich aber kontinuierlich und näherte sich dem Luzerner Tor langsam an. Geprägt wurde die Partie in dieser Phase auch von vielen Unterbrüchen und Provokationen beider Teams. YB packte (endlich) wieder die Härte aus, die uns zu Beginn der Saison beeindruckt hat – übertrieb es aber auch ab und zu mit unnötigen Aktionen.

Kurz vor der Pause schliesslich der Höhepunkt der ersten Halbzeit: Nach einem wunderbaren Zuspiel von Aebischer (inkl. anschliessendem Foul), lupfte Sulejmani den Ball an Omlin vorbei ins Tor. Das sprichwörtlich wichtige Tor zum richtigen Zeitpunkt war gefallen.

Nach dem Seitenwechsel ging der YB-Steigerungslauf weiter, allerdings ohne, dass die Berner den Sack vorzeitig hätten zu machen können. Am nächsten kam diesem Unterfangen Fassnacht, der nach Assalés Vorarbeit aus bester Position zentral vor dem Tor den Ball nicht richtig traf. Auf der anderen Seite gelang es Luzern nicht mehr, für wirkliche Torgefahr zu sorgen, so dass der Sieg von YB ungefährdet blieb.

Ein Drittel der Meisterschaft ist durch. Ein Zwischenfazit zu ziehen erscheint aufgrund der vier Spielrunden an dieser Stelle sinnlos. Nebst dem Fünfpunktevorsprung ist es aber besonders schön zu sehen, dass die Mannschaft nach sieglosen Spielen, den Rank schnell findet. Auf die Niederlage in Lausanne wurde sofort reagiert und mit starken Spielen gegen Kiew und Luzern wichtige Punkte eingefahren. Eine schwächere Phase ist weit und breit keine in Sicht und die Mannschaft scheint intakt, fit und motiviert wie am ersten Tag der aktuellen Saison.

Die Noten:

Von Ballmoos 5/ Wichtiger Ablenker beim Abschluss von Kutesa. Ansonsten wenig geprüft, immer souverän.

Mbabu 4,5/ Fleissig und wirblig. Pech, dass er sein Dribbling nicht sauber abschliessen kann.

Von Bergen 4,5/ 2-3 unsaubere Angriffsauslösungen. Bestritt viele Zweikämpfe, rieb sich ab und zu mit Diskussionen auf. Fehlt gegen Sion gelbgesperrt.

Nuhu 4/ Eigentlich eine starke Leistung. Das Geplänkel vor der Schneuwly-Schwalbe war aber unnötig. Auch er holt sich die Gelbsperre ab.

Lotomba 5/ Blieb auch in der hektischen Phase der Partie ruhig. Getraut sich langsam auch in den Abschluss. Sollte Benito gegen Sion wieder einsatzbereit sein, dann soll er gleich in die IV rücken – Lotomba ist gesetzt.

Fassnacht 4/ MUSS das 2:0 erzielen, dazu eine schwache Flanke auf Nsame in der ersten Halbzeit. Ansonsten mit guten Ideen, zudem nahm er den Kampf rechtzeitig an und bot Schwegler Paroli.

Aebischer 5/ HA, haben wirs doch gesagt! Guter Auftritt des Jungspundes, toller Pass auf Sulejmani vor dem 1:0.

Sanogo 4,5/ Muss sich etwas am Riemen reissen in seinen Zweikämpfen. Gesunde Härte ist wichtig, allerdings hat er seine Arme nach wie vor nicht immer im Griff.

Sulejmani 5/ Eigentlich nicht allzu viele Szenen. Aber die Standards waren brauchbar und das Siegtor war wichtig – für uns und für ihn.

Assalé 4,5/ Omnipräsent, leitet einige gute Angriffe ein und ist ein Gefahrenherd. Traf ab und zu die falsche Entscheidung.

Nsame 4/ Bemüht aber glücklos. Entweder wählte er die falsche Variante im Abschluss oder wurde schlecht angespielt.

Ngamaleu/Schick/Sow keine Note/