Lausanne – YB 0-0

Kategorie: Matchbericht Autor: Biber

Eine Frustration (von lat. frustra = vergeblich bzw. frustratio = „Täuschung einer Erwartung“) ist eine Wunschversagung, welche mit dem Erlebnis eines aufgezwungenen Verzichts von Triebwünschen einhergeht.

Ursachen von Frustration können in einer unzuträglichen Konstellation in der äußeren Welt (äußere Frustration) oder einer durch das Unbewusste erzeugten Versagung von Triebwünschen durch das Über-Ich (innere Frustration) liegen. Ebenso entsteht Frustration durch tatsächliche oder vermeintliche Benachteiligungen, enttäuschten Erwartungen und erlittenen Ungerechtigkeiten, welche sich in einem Zustand der Enttäuschung äußert. Unmittelbare negative Folgen können Aggression sein, längerfristige ein Burnout-Syndrom oder eine Depression.

In der Umgangssprache wird der Begriff Frust verwandt, um ein Gefühl des Missmuts bzw. der Verdrossenheit zu benennen.

Eigentlich sollte hier ein Matchbericht stehen, der von einem langweiligen Gekicke ohne nennenswerte Höhepunkte erzählt. Statt hier zu erklären, warum Spieler X als einziger eine 3 und der Rest des Teams eine 2 erhält, schreibe ich lieber Folgendes:

Es wird Frühling, die Sonne scheint und schon bald kann mn wieder draussen sitzen, ein kühles Bierchen trinken und mehr oder weniger verstohlen jungen Frauen in kurzen Röcken nachschauen. Die Aare wird wieder 20 und der Grill 300 Grad warm sein und das Leben macht denen Freude, die es geniessen können. Damit man solche kleinen Freuden des Alltags umso mehr schätzen kann, gibt es als Kontrast YB.

Vorschau: Lausanne-Sport – BSC YB

Kategorie: Matchvorschau Autor: Pele

“Euphorie, (gr. ευφορία, lat. euphoria, euforia) bezeichnet eine subjektiv temporäre überschwängliche Gemütsverfassung mit allgemeiner Hochstimmung, auch Hochgefühl genannt, mit einem gehobenen Lebensgefühl größten Wohlbefindens, mit gesteigerter Lebensfreude und verminderten Hemmungen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Euphorie häufig im Sinne von Leidenschaft oder Begeisterung benutzt.”

Samstag, 25. Februar 2012, 17:45h
Die drei bisherigen Spiele der Rückrunde machen Hoffnung auf mehr. Nach dem spielerisch starken Heimspiel gegen Servette, dem Kraft- und Willensnachweis in Sion und der sehr guten Leistung gegen Basel, wartete mit Luzern ein Gegner, den man im Kampf um Rang 2 zurückbinden könnte. Verglich man die beiden Formkurven, waren 3 Punkte eigentlich zu erwarten.

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“Melancholie bezeichnet einen seelischen Zustand von Schwermut oder Traurigkeit, der in der Regel auf keinen bestimmten Auslöser oder Anlass zurückgeht. Das Wort leitet sich von dem griechischen Begriff melancholia (μελαγ-χολία „Schwarzgalligkeit“) ab.
Im Protestantismus des 16. Jahrhunderts galt die Melancholie als eine Versuchung des Teufels, die der Gläubige wie eine Prüfung bestehen müsse. Gerade das zeitweise Versinken in Verzweiflungszuständen erschien vor diesem Hintergrund als eine Bestätigung der Ernsthaftigkeit des eigenen Glaubens.”

Samstag, 25. Februar 2012, 19:40h

Eine Nullleistung. Von vorne bis hinten, von links nach rechts, von oben nach unten – nix. Nein, grosse Träume hatte man vor dem Spiel nicht. Aber ein derartiger Auftritt?
Ok, könnte ein Ausrutscher gewesen sein. Dass die Mannschaft Fussball spielen kann, hat sie in diesem Jahr bereits bewiesen. Wars nur ein Strohfeuer? Dürfen wir uns wirklich auf eine Rückrunde einstellen, in der es nicht nur um nichts mehr geht sondern auch noch schlecht gespielt wird?

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“Optimismus (von lat.: optimum, „das Beste“) ist ursprünglich die Ansicht, in der besten aller möglichen Welten zu leben. Mit anderen Worten ist Optimismus ursprünglich Welt- und Lebensbejahung. Heute versteht man unter diesem Begriff im Allgemeinen eine schwache Form des Optimismus, nämlich den Glauben an ein gutes Ende. Im Licht dieser positiven Zukunftserwartung sehen Optimisten jeden gegenwärtigen und vergangenen Stand der Dinge, erscheine er noch so unheilvoll.”


Freitag, 2. März 2012, 09:30h

Natürlich war es ein Ausrutscher. Ein Betriebsunfall. Wir haben ja noch Glück, dass unsere Spieler ihren „Schlechten-Tag-Joker“ für die Rückrunde gleichzeitig ausspielen und nicht verteilt über 16, 14 ah nein 12 Spiele.
Auf alle Fälle wird das Spiel in Lausanne deutlich besser werden. Zwar sind auch die Waadtländer eine eher defensive Mannschaft (analog Luzern), verfügen aber über weniger Einzelkönner, die ein Spiel entscheiden können. Ein frühes Tor wäre wichtig und würde in der Offensive mehr Platz bringen.

Wir werden reagieren, und zwar gewaltig.
Heimreise erfolgt mit 3 Punkten und 4:0 Toren – folgende Spieler werden auflaufen:

Wölfli
Zverotic – Nef – Veskovac – Spycher
Vitkievietz – Silberbauer – Costanzo – Simpson
Bobadilla – Mayuka

FC Luzern vs. BSC Young Boys 2-0

Kategorie: Matchbericht Autor: Biber

Drei-zweidreivierteltakt

— Geschreiben von Nashimento —

Drei Schritte vor, zweidreiviertel zurück. Nicht zum ersten Mal wähnen wir uns auf dem steilen Weg Richtung ganzganz oben, ehe uns ein Ausrutscher zurückwirft. Für diese Saison ist dies nicht weiter tragisch, da sie für uns bereits im vergangenen November in Winterthur zu Ende ging. Im Hinblick auf die nächste Saison sind solche Ausrutscher hoffentlich ein gehöriger Lehrblätz.

 Je länger je mehr nehmen die Diskussionen rund um YB bundesligamässige Züge an: nach ein- zwei guten Spielen sind wir tschämpionsligtauglich und nationale Spitzenklasse, je nach je gar besser als der Leader und nach einem Auftritt wie am Samstag brennt sofort alles lichterloh. Wir sind gut beraten, den Ball im Moment möglichst flach zu halten. Es ist nicht alles schlecht, was bis am Samstag noch gut war. Leider sind wir bei weitem nicht so stark, wie wir nach dem Spiel gegen Basel glaubten. Schönreden lässt sich der Auftritt in der Swissporarena jedoch nicht.  

 Im Winter haben wir unseren Sturm saniert, die ersten Resultate waren vielversprechend. Nun, die uns am Samstag präsentierten Probleme lagen jedoch bedeutend tiefer, resp. auch weiter hinten: die Verteidigung wirkt zuweilen hüftsteif und langsam, der Angriff versucht kopflos durch Mauern zu gehen und das Mittelfeld kann man in dieser Verfassung ersatzlos streichen.

Damit wir jedoch im Sommer für einen weiteren Ansturm auf den Berg des Triumphes bereit sind, gilt es ab sofort einige Punkte zu berücksichtigen. Hier der bis heute geheime 7-Punkte-Masterplan für Fase4:

 1.) Spieler die im Planing für nächste Saison aus verschiedenen Gründen keine Rolle mehr spielen (Mändu, NBK, Nuzzolo, Däge, Mveng), sind per sofort an Biel, Breitsch, Siddhartha Senioren oder zu den Reserven abzuschieben. Wer jetzt nicht gut genug ist für auf’s Matchblatt, wird es nächste Saison auch nicht sein. 

2.) Zur Erhaltung des Marktwertes ist Mayuka von dieser Regel ausgenommen.

3.) Spieler welche in ihrer gaeubschwarz.be-Bewertung ein ”war bemüht” oder “ihm gelang nicht viel” erhalten, genügen unseren Ansprüchen nicht mehr (-> siehe Massnahme unter Punkt 1). Es gibt zwei Möglichkeiten: eine Note obseits der 5.25 oder das Prädikat “verriss sich für Gelbschwarz”, “lief auf seiner Seite die Linie weg” oder “wurde mit Erschöpfungssymptomen vom Feld getragen”.

4.) Spieler deren Qualitäten nur für ganz wenige und mit einem krass geübten Auge erkennbar sind (Silberbauer), genügen unseren Ansprüchen nicht mehr. Sie gewinnen ab sofort sämtliche Zweikämpfe, bringen auch zwischendurch einen gefährlichen Weitschuss oder einen tödlichen Pass aus der zweiten Reihe an und sind sogar fähig, sich nach einer Standardsituation eine Chance zu erarbeiten. Ansonsten: abfahre.

5.) Die “Verstärkungen” aus der Innerschweiz (Veskovac, Zverotic) ”verstärken” ab sofort, sonst siehe Punkt 1. Notabene: Sutter und Affolter sind ausgeliehen. Gleichgut ist ergo zu wenig.

6.) Perspektivspieler (Doubai, Gonzalez, Ojala, Lecjaks) müssen ab sofort regelmässig eingesetzt werden. Nur vom Zuschauen wird man nicht besser (weiss ich aus eigener Erfahrung. Aus dem D11 hat jedenfalls nur vom Luegen noch keiner den Sprung in die Startaufstellung geschafft). Wer sich bewährt, kann seinen Spind behalten. Alle anderen gehören an Biel, Breitsch …. ihr kennt den Rest.

7.) Alle, die im YB-Umfeld tätig sind und a) nichts von Fussball verstehen (und da gibts einige) oder b) kommunikative Behinderungen haben (auch hier könnte ich sponti einige Namen nennen), Klappe zu! Statements betreffend früher gemachten Fehlern, was alles besser gemacht werden könnte, Gejammer über Schiris (auch wenn nicht unberechtigt), Platzverhältnisse und ironische Seitenhiebe gegen die Mannschaft bringen uns nicht weiter. Deshalb Maulkorb für alle ausser Albi. Lifere nid lafere, Ball und Erwartung tief halten.

 Dies führt dazu, dass wir unser derzeitiges Kader auf die ca. 14 Besten reduzieren. Diese werden dann im Sommer mit 2-3 Topshots verstärkt und mit hungrigen Junioren ergänzt. Dann fügen wir noch ein Brise Wettkampfglück hinzu und garnieren die ganze Geschichte optional mit einem Kreuzbandriss für Alex oder einem Knorpelschaden für Pippi. Kommt gut nächste Saisong, ganz bestimmt!

 PS: Da ich mir nur 60 Minuten antun konnte, gibts keine Noten. Wer damit nicht leben kann, verteilt ganz nach seinem Gusto eine 2.5 oder eine 2.75.

Vorschau: FC Luzern – BSC YB

Kategorie: Matchvorschau Autor: Pele

Doch, tatsächlich: In der heimischen Liga wird weiterhin Fussball gespielt, ungeachtet europäischer K.O.-Spiele in Städten nahe der Landesgrenze.

Am Samstag trifft YB auf die Katzen/Leuchten/Strecker/Städter (Zutreffendes bitte unterstreichen) aus der Swisspor-Arena (vgl: Stadion-Bericht Wahliassinho).

Dieses Spiel ist ein veritabler Spitzenkampf, geht es doch immerhin um den zweiten Platz in der Meisterschaft.

Beim FC Luzern war zuletzt der Wurm drin: Murat Yakin wird für seine sehr defensive Spielweise nicht nur von den Fans kritisiert und steht mittlerweile fast so sehr am Pranger wie Präsident Stierli, der es sich nicht nur mit dem eigenen Anhang verscherzt hat sondern sich auch wegen Allmachts-Vorstellungen vehement gegen die Installation eines Sportchefs wehrt.
Ein Solcher hätte sich wohl kaum mit Aussagen wie „Wir haben das Geld für Bobadilla zusammen“ in die eigene Suppe gespuckt.

Item, eben dieser Bobadilla tankt sich nun für unsere Farben durch die gegnerischen Abwehrreihen und wird auch am Samstag von Beginn weg für Unruhe sorgen. Offen ist einzig, wer ihm als Sturmpartner zur Seite stehen wird.
Mayuka ist zurück und wäre wohl bereit. Martinez hat sehr gute Ansätze gezeigt, könnte aber auch erst im Verlauf des Spiels zum Einsatz kommen. Costanzo dürfte die vakante Mittelfeldposition des gesperrten Farnerud übernehmen und eine Start-11-Nomination Nassim Ben Khalifas wäre doch eine grosse Überraschung.

Dahinter wird es kaum grosse Veränderungen geben – einzig ein Tausch Simpson/Degen wäre eine Überlegung wert.

Die letzten Spiele haben Freude und Lust auf mehr gemacht. Mit dem gleichen Engagement und der gleichen Spielfreude wie zuletzt, stehen unsere Chancen in Luzern sicher gut. Eigentlich stellt sich nur die Frage, wie gut die Abwesenheit von Farnerud aufgefangen wird…

Wie sind, wie immer, optimistisch und freuen uns auf einen 3:0-Auswärtssieg. Mit folgender Aufstellung gelingt dies:

******* UPDATE ********
Wölfli
Zverotic – Nef – Veskovac – Spycher
Vitkieviez – Silberbauer – *Farnerud* – Simpson
Bobadilla – Mayuka

Was macht eigentlich…

Kategorie: Was macht eigentlich...? Autor: Pele

…M. Schneuwly?

Nachdem er seine erfolgreiche Profikarriere (man denke an das fantastische Zusammenspiel mit Seydou Doumbia, an die tollen Tricks in zahlreichen Freundschaftsspielen, hunderte Meisterschafts-Siegtore gegen Sion und die harten Kopfballduelle gegen grossgewachsene Innenverteidiger) bei den Berner Young Boys im Winter 2011/12 beendet hatte, suchte er sich ein Breitensportteam, in dem er seinem Lieblingshobby weiter nachgehen konnte. Die Wahl fiel ihm nicht allzu schwer: Sein jüngerer Bruder lotse ihn ins Berner Oberland zum FC Thun. Natürlich gehört er seither zum Stammpersonal. Die Konkurrenz für einen ehemaligen Profi war nicht sonderlich gross, insbesondere da die beiden nominell stärksten Stürmer im Winter ihren Rücktritt gaben oder abgegeben wurden. Es erstaunt weiter auch nicht, schiesst nun Marco Schneuwly in jedem Spiel mindestens ein Tor – gelernt ist halt gelernt.

Zu folgenden Fragen werden wir in Zukunft eine Antwort erhalten: Wird er weiterhin in jedem Spiel ein Tor schiessen oder wird er sich dem Niveau seiner Teamkollegen anpassen? Wird er die Ewig-Rekorde von P. Cupi übertrumpfen können?

Wir bleiben am Ball!

—-dieser Beitrag wurde von unserem Premium-Leser Dr. W. A. H. Liassinho verfasst—–

Das Wort zum Freitag

Kategorie: YB Autor: Pele

Wir schreiben den 17. Februar.
Die dritte Rückrundenrunde ist gespielt, der Rückstand auf Leader Basel beträgt 13 Spiele vor Schluss 9 Verlustpunkte. Die Bebbi ihrerseits sind nun bereits seit über 10 Partien ungeschlagen und es ist nicht davon auszugehen, dass man am Rheinknie dermassen einbrechen wird (und wir müssten ja im Gegenzug selber ohne weitere Verlustpunkte bleiben).
Im Schweizer Cup sind wir ebenfalls nicht mehr vertreten und der nächste Uhrencup fällt dann bereits wieder in die Saison 2012/13.

Droht nun in Bern die grosse Langweile? Müssen wir uns nun auf 13 Testspiele einstellen um am Ende doch wieder nur von Platz 2 zu grüssen?

Jein.

Zwar kann man jegliches Träumen von einem Kübel in dieser Spielzeit nun definitiv ad acta legen, aber dem weiteren Verlauf der Saison darf man in meinen Augen dennoch freudig entgegen blicken:

Die Spielweise und das Auftreten unserer Equipe war in den drei bisherigen Spielen sehr erfreulich. Trotz teils prominenter und/oder vielversprechender Winterzuzüge konnte man dies nach der relativ bescheidenen Vorrunde nicht in dem Ausmasse erwarten. Es scheint, als würde die Mannschaft langsam aber sicher mit den Ideen und Vorstellungen des Staffs klar kommen. Und, noch viel erstaunlicher, trotz der vielen Wechsel wirkt die Mannschaft intakt und harmoniert phasenweise bereits überraschend gut.

Diese Saison brauchen wir uns nach allfälligen Punktverlusten nicht mehr gross aufzuregen und müssen auch nicht mehr stundenlange Rechenübungen veranstalten, wie denn und in welcher Konstellation die Basler noch einzuholen wären, sollten diese in Runde X doch noch Punkte liegen lassen.

Kann das Team die positive Tendenz bestätigen, dürfen wir uns auf tolle Spiele freuen, ansehnlichen Fussball bestaunen und für einmal einen Frühling ohne Druck und Versagensängste geniessen.

Dies ist quasi die Vorab-Erholung für die nächste Spielzeit. Denn diese wird dann nicht mehr so entspannend. Ganz sicher nicht. Weil wenn diese Entwicklung so weitergeht, dann… dann…

Ach, lassen wir das.

BSC YB – FC Basel 2-2

Kategorie: Matchbericht Autor: Biber

Zum Glück habe ich diesen Bericht nicht gestern nach dem Abpfiff geschrieben. Es war ein ganz bitterer Moment, als Valentin Stocker den schon fast sicher geglaubten Sieg zunichtemachte. Was nützten all die guten Chancen, die guten Spielzüge und der erkennbare Siegeswille der Mannschaft? Was nützte der erneut gewonnene Pokal für die bessere Mannschaft, wenn sich das Unentschieden wie eine Niederlage anfühlt?

 Heuet Morgen sehe ich das Ganze schon wieder etwas sachlicher. Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Natürlich hatte auch Basel seine Chancen, was bei der nominell bestbesetzten Offensive im Schweizer Fussball nichts als logisch ist. Aber wir hatten sie meistens recht gut im Griff und die meisten Angriffe endeten bei Spycher, Veskovac oder bereits bei Silberbauer. In der zweiten Halbzeit wurde die Partie zum offenen Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft eine klare Überlegenheit erspielen konnte. Wie gewisse Vögel ihre Mannschaft klar besser gesehen haben wollen, bleibt mir persönlich ein Rätsel. Item. Basel griff an, wir hielten dagegen. Auf den Ausgleichstreffer reagierten wir postwendend und gingen in der YB-Viertelstunde wieder in Führung. Anschliessend verpassten wir die Siegsicherung und es kam, wie so oft: Der anstürmenden Mannschaft gelang der Ausgleichstreffer, der für Basel eher schmeichelhaft, aber angesichts des ganzen Spiels nicht völlig unverdient war.

Ich sah eine gute, spielfreudige gelbschwarze Mannschaft, die sich nicht versteckte und mit etwas mehr Effizienz (Degen, was sollte das?) oder Glück (Lattenschuss) Basel hätte besiegen können, ja müssen. Aber was ich bisher in dieser Rückrunde gesehen habe gefällt und wenn wir so weitermachen, werden wir auch in den verbleibenden Spielen mehr Punkte holen als die Basler. Was dann drin liegt, werden wir sehen. Wir haben keinen Druck (mehr) Meister zu werden. Aber ich erwarte, dass der eingeschlagene Weg jetzt konsequent weitergegangen wird. Sollte der Weg richtig sein, so wird sich eher früher als später der Erfolg einstellen. Einfach deshalb, weil die Logik nichts anderes zulässt.

Noch etwas:
Wer sich wie Alex Frei und Marco Streller in der Manier eines schlechten Schauspielers bei jeder Gelegenheit nach oder ohne Berührung des Gegenspielers hinlegt und so einen Freistoss provoziert, der mag unsportlich, unsympathisch und bisweilen etwas peinlich sein. Ganz sicher aber haben die beiden das Spiel mit dem schwach pfeifenden und für einmal etwas überfordert wirkenden Sascha Kever zu hundert Prozent begriffen.

Und ja:
Es ist extrem sinnvoll in der Nationalliga A Blitztabellen zu machen, wenn die mittlerweile verbliebenden vier Spiele über mehrere Tage verteilt werden.  Ah, es gibt Geld. Verstehe.

Die Noten von Pele:

Wölfli: 5.5/ Einige „Big Saves“, bei den Gegentoren schuldlos.

 Zverotic: 5/ Für einmal auch offensiv brauchbar, schöner „chip“ auf Costanzo zum 2:1.

 Nef: 4.5/ Gewann viele Zweikämpfe und seine Grätschen sind aus dem Lehrbuch. Bei den Gegentoren unglücklich, auch wenn der eigentliche Fehler bereits vorher passierte

 Veskovac: 5/ Seine Verletzung scheint ihm eher geholfen als geschadet zu haben. Sehr starke Leistung.

 Spycher: 5.5/ Schaltete den eher schwachen Daiquiri aus und traf bereits wieder vom Punkt.

Degen: 3.5/ War zwar bemüht, aber bei soviel Talent genügt das eigentlich nicht. Verglichen mit Vitkieviez, hat er bereits mehrere hundert Meter Rückstand – und das nach nur 3 Spielen. Und: den müsste man machen…

 Silberbauer: 4.5/ In der ersten Hälfte per Fehlpass einen vielversprechenden Konter verhindert. Defensiv aber gut und mit starker Zweikampfquote.

 Farnerud: 5/ Im Zentrum klar stärker als sein Konkurrent und vermeintliches Jahrzehnttalent Xhaka (bin ich eigentlich der Einzige, der diesen Jungspund für komplett überschätzt hält?). Abzüge gibt’s leider für das „den-Sack-nicht-zumachen“.

 Vitkieviez: 5.5/ Unter der Gefahr, dass ich mich wiederhole oder nach erst 3 Spielen etwas gar ekstasisch wirke: Aber dieser Typ ist der helle Wahnsinn und einer der geilsten Transfers der letzten Jahre!

 Martinez: 4.5/ Wirblig, quirlig, blitzschnell, frech, lauffreudig – aber eben auch verspielt, und gewisse Mängel im taktischen und timing-technischen Bereich. Da der Kerl aber erst 18 ist, hat er noch alle Zeit der Welt.

 Bobadilla: 5/ Der „Panzer auf 2 Beinen“ hatte mehrmals die Möglichkeit, das Spiel vorzeitig in die richtigen Bahnen zu lenken. In dieser Hinsicht muss er noch zulegen. Ansonsten aber genau das Element im Angriff, welches uns in der Vorrunde noch gefehlt hat.

 Simpson: -/ Keine Note, aber es sei angemerkt, dass er sehr gute Ansätze zeigte.

 Costanzo: -/ Auch keine Note, aber dafür Kopfball-Gott.

Vorschau: BSC YB – FC Basel

Kategorie: Matchvorschau Autor: Pele

Um der Vorfreude auf das erste “wichtige” Spiel der Rückrunde gerecht zu werden, wurde diese Vorschau für einmal als Teamarbeit verfasst. Merci Biber!

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In der Winterpause redete in Bern niemand mehr von einem Titel. Nach dem eher blamablen Aus im Cup und dem Rückstand auf Basel waren selbst die feurigsten Optimisten in eine Art Winterstarre verfallen. Zu Recht, wie wir meinen. Nun aber, gespielt sind gerade mal zwei von 18, äh, 16 (oder doch 14) Runden, erwachen die ersten bereits wieder. Man spricht vom unbedingten Siegeswillen der Mannschaft, vom nötigen Wettkampfglück und von einem tollen Team, das einfach passt. Medial wird das Ganze natürlich angefeuert (ist ja irgendwie auch ihr Job): In der BZ vom Mittwoch wird im Hinblick auf das morgige Spiel das bereits tot geglaubte Wort Finalissima wieder ausgegraben und nicht fehlen darf die passende Umfrage (Wird YB Meister?).
Das Positive daran ist, dass YB aus quasi eigener Kraft wieder im Zentrum des Interesses steht.

Was dabei ein wenig vergessen geht: Auch wenn die Gelbschwarzen am Donnerstag tatsächlich die wichtigen und vor allem schönen 3 Punkte einfahren, sind wir deswegen nicht gleich Meisterschaftskandidat #1. Über das M-Wort können wir dann in 1-2 Monaten reden, bei einer entsprechenden Tabellensituation.

Die gleiche, sachliche Haltung ist auch dann angebracht, wenn wir am Donnerstag ohne Punkte bleiben. Wäre schade, aber würde am Plan für den weiteren Verlauf der Rückrunde nicht gross ändern. Es ginge nämlich weiterhin darum, möglich schnell und nachhaltig an einer Philosophie zu arbeiten und dem Team die Möglichkeit zu geben, sich im Hinblick auf die nächste Saison zu finden und pünktlich auf Runde eins (und nicht erst 5 oder 10) ein ernstes Wörtchen im Platz 1 mitreden zu können.

Nichtsdestotrotz glauben wir natürlich bereits in dieser Spielzeit an unsere Mannschaft. Es waren trotz widriger Bedingungen gute Ansätze zu erkennen – das Team scheint trotz der vielen Wechsel gefestigt zu sein und in sich zu harmonieren. Ebenfalls vertrauen wir auf die Arbeit des Trainerteams und verprechen uns bereits in den nächsten Spielen weitere Fortschritte.

Deswegen wird die folgende 11 am Donnerstag mit 2:0 obsiegen:

Wölfli
Zverotic – Nef – Ojala – Spycher
Vitkieviez – Silberbauer – Farnerud – Simpson
Costanzo
Bobadilla

Anm: Durch die Sperre von Doubaï rückt Silberbauer wieder auf die 6 und für den möglicherweise immer noch verletzten Veskovac agiert Ojala zum ersten Mal in der Innenverteidigung.
Als solcher wird es bereits nach 12min zum 1:0 einnicken, worauf 10min später Costanzo auf Pass von Vitkieviez zum 2:0 trifft.

FC Sitten – BSC YB 0:1

Kategorie: Matchbericht Autor: Pele

Bereits nach wenigen Sekunden war klar: Dieses Spiel hätte man nicht anpfeifen dürfen. War das Terrain im Wankdorf vor Wochenfrist noch schwer bespielbar, so war der Tourbillon-Rasen gestern schlicht nicht wettkampftauglich.
Relativ früh konnte man davon ausgehen, dass es entweder 0:0 enden wird – oder aber durch einen individuellen Fehler oder eine Standardsituation einen glückliche Sieger gibt.

q.e.d: Spycher entschied die Partie sicher vom Elfmeterpunkt aus.
2 Dinge seien hierzu angemerkt:
- es war sicher ein harter, aber dennoch vertretbarer Entscheid.
- unglaublicherweise war dies der erste Penalty, der uns in dieser Saison (Meisterschaft) zugesprochen wurde!

Auf jeden Fall wurden die 3 wichtigen Punkte geholt, das Selbstvertrauen gestärkt und man darf sich nun so richtig auf den Spitzenkampf vom Donnerstag freuen. Denn wie bereits in diesem Blog ankündigt, sind wir nun auf Rang 2 da der FCL in Thun eben nicht gewann.

Eine Benotung ist eigentlich fast unmöglich, da kämpferisch zwar jeder zu überzeugen wusste, sich aber quasi keine Möglichkeiten boten, spielerisch auf sich aufmerksam zu machen. Dennoch ein Versuch:

Die Noten:


Wölfli: 5/

Spielte zu 0 und blieb fehlerfrei

Abwehr:
Zverotic: 5/
Nef: 5/
Silberbauer: 5/
Spycher: 5,5/

Trotz widriger Umstände stand unsere Verteidigung gut und wehrte sich geschickt.

Mittelfeld:
Degen: 4/
Doubaï: 5/
Farnerud: 5/
Vitkieviez: 5/

Obwohl es kaum möglich war ein Spiel aufzuziehen, waren die 4 bemüht und versuchten es Mal um Mal. Degen fiel etwas ab, dafür erbrachte Vitkieviez den Beweis dafür, ein wirklich, wirklich toller Transfer zu sein.

Angriff:
Bobadilla: 4/
Martinez: 4/

Auch hier gibt es am Einsatz nicht viel zu bemängeln. Martinez haderte mit dem Stand – Bobadilla vor allem mit der Präzision.

Einwechslungen:
Simpson: -
Nuzzolo: -
Costanzo: -

Während Simpson bei seinem Debut einige vielversprechende Ansätze zeigte, bewarb sich Nuzzolo für den Rekord „kürzester Einsatz in einem Pflichspiel“.

Voegtu bei den Bavaren – Teile XXIX – XXXIII

Kategorie: Voegtus 34/34 Autor: Biber

“Seit August 2011 besitzt Voegtu neben der Saisonkarte auch die begehrte Auswärtsjahreskarte für Spiele des FC Bayern und hat sich zum Ziel gesetzt, in der Saison 2011/12 alle 34 Bundesligaspiele (und was noch so dazukommt) seiner Bayern zu besuchen. Die Serie begleitet Fussballbegeisterte durch 34 Bundesligaspiele sowie Pokal- und Europacupschmankerl.”

FC Rot-Weiß Erfurt – FC Bayern 0-4
Steigerwaldstadion
18’000 Zuschauer

 Die unendlich lange Winterpause von exakt vier Wochen sollte mit einem Testkick im Osten der Bundesrepublik überbrückt werden. Die Konsultation des Fahrplans verriet uns, dass die Reise nach Erfurt in einem Tag zu machen ist und nur läppische 60 Euronesen kosten sollte. Bei einem solchen Schnäppchen wird nicht lang gefackelt, sondern ruckzuck gebucht.

Also starteten wir mit einigen Pils bewaffnet um 4.30 Uhr und fuhren via Basel und Frankfurt nach Thüringen. Viel Zeit blieb nicht bis zum Anpfiff, also gingen wir direkt zum Stadion. Dort trafen wir auf 18’000 Fans, die grösstenteils aus der Region stammten und sonst wohl nie zum FC Bayern fahren. Dementsprechend schlecht war die Stimmung in der Kurve. Aber so ist das halt bei Sinnloskicks auf dem Land.

Die Rückfahrt auf demselben Weg verlief zum Glück problemlos und pünktlich, sodass wir den letzten Zug in Basel erwischten und kurz vor 1 Uhr morgens daheim waren.

VfL Borussia Mönchengladbach – FC Bayern 3-1
Stadion im Borussia Park
54’047 Zuschauer

Das Eröffnungsspiel am Freitag Abend auf dem neumodischen Bökelberg bescherte zumindest mir keine Glücksgefühle. Die letzten drei Spiele wurden dort allesamt nicht gewonnen und auch diesmal glaubte ich nicht wirklich an einen Sieg. Trotzdem reisten wir selbstverständlich an und quartierten uns im nahgelegenen Düsseldorf ein.

Das Stadion bereitet einem keine Freude. Es liegt viel zu weit draussen und ist mit dem mühsamen Schöttelbös zu erreichen. Auch sonst waren wir nicht vom Glück gesegnet, obwohl die Affiche “Spitzenspiel unter Flutlicht” normalerweise sehr viel Spass macht. Zu früh ging Gladbach wegen einem neuerlichen (!!) Bock in Führung. Damit war auch der letzte Funken Hoffnung erloschen und das Spiel verloren.

Die Rückreise nach Düsseldorf ging danach erstaunlich problemlos vonstatten. Dort enterten wir so schnell wie möglich das Lokal unseres Vertrauens, das den klangvollen Namen Kuhstall trägt. Trotz der Niederlage war die Stimmung ausgelassen. Schliesslich führt der FC Bayern die Tabelle souverän an.

FC Bayern – VfL Wolfsburg 2-0
Fröttmaninger Stadion
69’000 Zuschauer

Gegen die Wölfe von Trainer Magath, der von Spinneritis akutis befallen zu sein scheint, sollte eine Steigerung her. Wir fuhren wie immer mit dem Eurocity bis Lindau und mit dem kostengünstigen Bayernticket nach München. Dort angekommen zogen wir in das neu entdeckte Heiliggeiststüberl am Marienplatz. Eine herrlich kleine Kneipe für Einheimische mit Fussballflair.

Mit Hängen und Würgen wurde das Spiel gewonnen, so dass wir frohgemut und mit dem guten Augustiner beladen die Heimreise antraten. Weil sich der Fanclub-Präsident derweil im Kurort Oberstaufen vergnügte, mussten wir ohne die gewohnte Musik auskommen. Aber einmal pro Saison muss man sich dann halt die eine oder andere Gesternkaltschale mehr einhelfen und selbst für die Unterhaltung sorgen.

Hamburger SV – FC Bayern 1-1
Volksparkstadion
57’000 Zuschauer

Das beste und schönste Auswärtsspiel der Saison. Deshalb düsten wir schon mit dem Nachtzug in die Hansestadt, um möglichst früh zu arrivieren. Lustigerweise bediente uns im Barwagen dieselbe flotte Frau, die uns bei der legendären Rückfahrt aus Hannover die Fahrtkarten verkaufte, weil die Originale damals im Schliessfach blieben. Sie erinnerte sich tatsächlich an uns. Vergessene Fahrscheine kommen wohl nicht allzu oft vor. Eine durchaus süsse Maus, aber schon mit dem berühmten Ring am Finger ausgestattet.

In Hamburg angekommen düsten wir zum Hafen und entschieden uns für eine Schiffahrt nach Finkenwerder. Das Böötchen bahnte sich seinen Weg durch die fast zugefrorene Elbe. Der Kapitän, wohl kein Itauiäner, schiffte sicher ins Ziel. Die kleine Kneipe in unserer Strasse servierte original Hamburger Pannfisch und eine Scholle, die ich leider zuerst entgräten musste. Nicht mein grösstes Talent, wie ich feststellen musste.

Vor dem Spiel schütteten wir uns in Rosis Pilsbörse noch einige Flensburger zwischen die Ohren, bevor es per Taxi zum Stadion ging. Die Reise per ÖV ist lang und beschwehrlich, weshalb wir uns für die gemütliche Variante entschieden. Ein weiblicher HSV-Fan, extra angereist aus Bayern, blieb in der Kneipe während des Spiels und wollte uns ihren Kollegen mitgeben. Ihn verloren wir gottseidank vorher aus den Augen, so dass wir alleine rausfuhren.

Nach dem Unentschieden und dem Verlust der Tabellenspitze gings zurück in die Innenstadt, wo wir uns zuerst wieder in der Pilsbörse versammelten und später in der Nacht in den nahgelegenen Windjammer mit dem besoffensten Wirt der Weltgeschichte übersiedelten. Leider konsumiert seine Servierkraft keinerlei alkoholische Getränke, so dass auf der Endabrechnung leider nichts fehlte. Die Nacht verstrich wie im Fluge und schon gings, erneut per Taxi, zurück an den Bahnhof. Um 4.54 wurde nicht zurückgeschossen, sondern losgefahren.

VfB Stuttgart – FC Bayern 0-2
Neckarstadion
57’500 Zuschauer

Es blieb bis zur letzten Sekunde ungewiss, ob der Besuch dieses Spiels möglich war, weil eine Sitzung mit unbestimmter Dauer anstand. Dennoch buchte ich vorsorglich den Zug, optimistisch wie ich bin. Und siehe da: Es lohnte sich. Pünktlich um 16.40 Uhr war schluss, ich düste an den Bahnhof, deckte mich mit Feldplörre ein und fuhr um 17.10 los.

Drei Stunden später traf der Zug pünktlich in Stuttgart ein. Das nächstbeste Taxi fuhr zum Stadion und wurde von der lieben Polizei leider nicht bis zum Gästeblock durchgelassen. Also musste ich ums ganze Stadion rennen und verlor wichtige Minuten. Eine ganze Viertelstunde nach Anpfiff war ich endlich im brechenvollen Gästeblock angelagt. Zwischen den Köpfen hindurch liess sich zwischendurch ein Blick aufs Spielfeld erhaschen, mehr war nicht drin.

Immerhin besserten sich die Sichtverhältnisse in der zweiten Halbzeit, sodass ich das Spiel doch noch mitbekam. Die Rückfahrt verlief rasch und problemlos per PKW. Züge fuhren leider keine mehr.